Abgeltung für Begleitlehrer an Schulveranstaltungen:

a) Abgeltung für den Leiter einer mehrtägigen Schulveranstaltung:

Gemäß Verordnung über die Einrechnung von Nebenleistungen in die Lehrverpflichtung der Bundeslehrer § 2 (diesbezüglich novelliert mit BGBI. II 333/98, auch verlautbart in MVBI. 95/98) ist dem mit der Leitung der Veranstaltung betrauten Lehrer für die Leitung einer mehrtägigen Schulveranstaltung mit einer mindestens viertägigen Dauer und Nächtigung folgendes Stundenausmaß in seine Lehrverpflichtung einzurechnen: 4,33 Stunden der Lehrverpflichtungsgruppe III für die Woche, in der die betreffende Schulveranstaltung endet.

Da eine Stunde der Lehrverpflichtungsgruppe III 1,05 Werteinheiten bedeutet, sind dem Leiter 4,33 mal 1,05 WE (gerundet 4,55 Werteinheiten) als Mehrdienstleistungsstunden (MLS) in jener Woche, in der die Schulveranstaltung endet, in die Lehrverpflichtung einzurechnen (= als Überstunden zu vergüten). (Altes Dienstrecht)

Darüber hinaus steht auch dem Leiter die Abgeltung für die pauschalierten Reisegebühren zu (siehe unten).

Zusätzlich erhält auch der Leiter die „Betreuungsabgeltung" für die Teilnahme an mindestens zweitägigen Schulveranstaltungen (siehe unten). Im  neuen Dienstrecht bekommt er als Abgeltung € 201,8 (2019).

Dazu kommt der Ersatz allfälliger nachgewiesener Fahr- und Nächtigungsspesen.

b) Abgeltung für Begleitlehrer (2019):

Die Begleitlehrer an Schulveranstaltungen erhalten pauschalierte Reisegebühren (= Tagesgebühren als Spesenersatz) in folgender Höhe gemäß Reisegebührenvorschrift (RGV):

Zusätzlich gebührt dem Begleitlehrer für die Teilnahme an einer mindestens zweitägigen Schulveranstaltung mit Nächtigung, sofern er die pädagogisch-inhaltliche Betreuung einer Schülergruppe innehat (davon ist im Allgemeinen auszugehen), eine Abgeltung gemäß Gehaltsgesetz § 63a. (Altes Dienstrecht)
Diese „Betreuungsabgeltung" gebührt seit 1998 (vgl. MVBI. 18/99) und beträgt folgende Promillesätze des Gehalts der Gehaltsstufe 8 der Verwendungsgruppe L1 pro Tag:

Vertragslehrer 1 L und II L erhalten diese Abgeltung gemäß Vertragsbedienstetengesetz (VBG) §§ 41/4 und 44e in derselben Höhe wie die pragmatisierten Lehrer.

Im neuen Dienstrecht gebührt der Vertragslehrperson pro Tag eine Abgeltung in der Höhe von € 41,0.

c) Ersatz für allfällige Auslagen:

Die notwendigen Fahrtauslagen für die billigste Tarifklasse des jeweiligen Verkehrsmittels werden gegen Nachweis ersetzt (anzustreben ist allerdings zur Schonung des schulautonomen Budgets die Inanspruchnahme eines Freiplatzes für die Fahrt).

Allenfalls entstehende Auslagen für Nächtigungen werden gegen Vorlage eines entsprechenden Beleges ersetzt (pro Nächtigung höchstens 200% der Nächtigungskosten eines Schülers). Daher haben Nächtigungsbestätigungen zu enthalten: tatsächliche Nächtigungskosten des Lehrers, Nächtigungspreis für Schüler, Angabe eines allfällig enthaltenen Frühstücks (mit Preis). Auch hiebei ist ein „Freiplatz" anzustreben, um die Ausgaben aus dem Schulbudget zu begrenzen.

Belegpflichtig sind außerdem allfällige Fahrtspesenauslagen für gemietete Fahrzeuge, für Schiffsfahrten, für die notwendige Benützung von Liften und Seilbahnen zur An- und Abreise sowie allfällige Eintrittsgelder usw.

Nimmt der Lehrer in der Unterkunft bezüglich der Verpflegung einen „Freiplatz" in Anspruch, mindert dies seinen Anspruch auf die pauschalierten Reisezulagen (= die oben angegebene Bauschgebühr) in folgendem Ausmaß: 15% für das Frühstück, je 40% für Mittag- und Abendessen. In Bezug auf die Verpflegung empfiehlt es sich daher, keinen „Freiplatz" in Anspruch zu nehmen, sondern eine (zu vereinbarende) Gebühr für das Essen zu zahlen, wodurch der Anspruch auf die volle Bauschgebühr gewahrt bleibt.

d) Beispiele für die Abgeltung (Altes Dienstrecht, Basis 2019):

Siehe auch "Schulveranstaltungen" und "Reisegebühren"

Zuletzt aktualisiert: August 2019