Dienstjubiläum (= Jubiläumszuwendung)

Rechtsgrundlage: §§ 22c, 169e Abs. 1 GehG; §§ 22, 94a Abs 2 VBG.

  • Die Bestimmungen gelten für Beamte und Vertragsbedienstete in gleicher Weise, wenn nicht ausdrücklich auf Unterschiede hingewiesen wird. Der Einfachheit halber ist in Folge nur von Beamten die Rede.
  • Dem Beamten kann aus Anlass der Vollendung eines Besoldungsdienstalters von 25 und 40 Jahren für treue Dienste eine Jubiläumszuwendung gewährt werden. Die Jubiläumszuwendung beträgt
    • bei einem Besoldungsdienstalter von 25 Jahren 200 % und
    • bei einem Besoldungsdienstalter von 40 Jahren 400%
      des Monatsbezuges, der der besoldungsrechtlichen Stellung des Beamten in dem Monat entspricht, in den das Dienstjubiläum fällt. Ist in diesem Monat der Bezug auf Grund von Teilzeitbeschäftigung oder eines Sabbaticals reduziert, wird die Jubiläumszuwendung von jenem Monatsbezug berechnet, den man erhalten würde, wenn man vollbeschäftigt wäre.
  • Die Jubiläumszuwendung für den teilbeschäftigten Vertragsbediensteten ist jedoch nach jenem Teil des seiner Einstufung entsprechenden Monatsentgeltes zu bemessen, der seinem durchschnittlichen Beschäftigungsausmaß in seinem bisherigen Dienstverhältnis entspricht.
  • Die Jubiläumszuwendung im Ausmaß von 400 % des Monatsbezuges kann bereits ab einem Besoldungsdienstalter von 35 Jahren gewährt werden, wenn der Beamte
  • durch Tod aus dem Dienststand ausscheidet oder
  • in den Ruhestand tritt, sofern er das Regelpensionsalter erreicht hat.
  • Für Beamtinnen und Beamte, die nach dem 1. Oktober 1952 geboren worden sind, liegt das Regelpensionsalter im Sinn der Jubiläumszuwendung bei 65 Jahren. Für Vertragslehrerinnen, die nach dem 30. September 1957 geboren worden sind, liegt es bei 60 Jahren, für Vertragslehrer, die nach dem 30. September 1952 geboren worden sind, bei 65 Jahren.
  • In diesen Fällen istderJubiläumszuwendungderMonatsbezug im Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Dienststand zugrunde zu legen.
  • Hat der Beamte die Voraussetzung für die Gewährung einer Jubiläumszuwendung erfüllt und ist er gestorben, ehe die Jubiläumszuwendung ausgezahlt worden ist, so kann die Jubiläumszuwendung seinen versorgungsberechtigten Hinterbliebenen zur ungeteilten Hand ausgezahlt werden.
  • Die Jubiläumszuwendung ist im Monat Jänner oder Juli auszuzahlen, der dem Monat
    • der Vollendung des betreffenden Dienstjubiläums oder
    • des Ausscheidens aus dem Dienststand

als nächster folgt. Scheidet jedoch der Beamte aus dem Dienstverhältnis aus, wird ein allfälliger Anspruch auf Jubiläumszuwendung spätestens mit dem Ausscheiden des Beamten aus dem Dienstverhältnis fällig.

  • Wird das Dienstverhältnis vor Vollendung einer Dienstzeit von mindestens 35 Jahren durch den Tod des Beamten gelöst, so gebührt den Hinterbliebenen eine Zuwendung im Ausmaß von 150 % des Referenzbetrages gem. § 3 Abs. 4 GehG. (Der Referenzbetrag liegt 2016 bei 2.463,76 Euro.) Mehreren Hinterbliebenen gebührt die Zuwendung zur ungeteilten Hand. Diese Bestimmung ist auf Vertragsbedienstete nicht anzuwenden.
  • Auf die mit der Besoldungsreform 2015 übergeleiteten Bediensteten sind die Bestimmungen über die Jubiläumszuwendung mit der Maßgabe anzuwenden, dass an die Stelle des Erfordernisses der Vollendung eines Besoldungsdienstalters von 25 bzw. 40 oder 35 Jahren das Erfordernis des Erreichens jenes Tages tritt, der 25 bzw. 40 oder 35 Jahre nach dem bereits von der Dienstbehörde ermittelten Stichtag liegt.

(Letzte Aktualisierung Dezember 2016)


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