Schulveranstaltungen (Überblick):

Rechtsgrundlage: SchUG 13: Schulveranstaltungenverordnung (SchVV) 1995, BGBI. 498/95, MVBI. 83/95.

a) Definition:

  • Die seit 1. 9. 1995 geltende Schulveranstaltungenverordnung 1995 sieht als Schulveranstaltungen insbesondere vor: Lehrausgänge, Exkursionen, Wandertage, Berufspraktische Tage, Sportwochen, Projektwochen (z. B. Intensivsprachwochen, Abschlusslehrfahrten).
  • Auch andere Veranstaltungen können als Schulveranstaltungen durchgeführt werden.
  • Es gibt keine Verpflichtung zur Durchführung von Schulveranstaltungen. Alle Schulveranstaltungen sind fakultativ.

b) Dauer und Anzahl:

  • Von der Dauer her wird nur zwischen Veranstaltungen bis zu einem Tag und mehrtägigen Veranstaltungen unterschieden.
  • Veranstaltungen bis zu einem Tag:
    • 5. bis 8. Schulstufe: je Schulstufe maximal 9 in der Dauer bis zu fünf Stunden; maximal 2 mit mehr als fünf Stunden.
    • Ab der 9. Schulstufe: je Schulstufe maximal 9 in der Dauer bis zu fünf Stunden, maximal 4 mit mehr als fünf Stunden.
    • Nicht verbrauchte Tage für mehrtägige Veranstaltungen dürfen zusätzlich für eintägige Veranstaltungen verwendet werden.
  • Mehrtägige Veranstaltungen:
    • 5. bis 8. Schulstufe: maximal insgesamt 28 Tage in der gesamten Unterstufe (an Schulen mit besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung 35).
    • Ab der 9. Schulstufe: je Schulstufe maximal 6 Tage (an Schulen mit besonderer Berücksichtigung der musischen oder sportlichen Ausbildung maximal 12). Eine Zusammenfassung der Tage je Schulstufe für eine Klasse in einem Schuljahr ist unter Anrechnung auf das Gesamtausmaß zulässig (z. B.: 5. Klasse verbraucht 12 Tage, dafür im nächsten Jahr keine mehrtägige Veranstaltung für diese Klasse).

c) Entscheidung über die Durchführung:

  • Veranstaltungen bis zu einem Tag: der Schulleiter oder ein von ihm beauftragter Lehrer.
  • Mehrtägige Veranstaltungen: Schulgemeinschaftsausschuss.

d) Begleitlehrer:

  • Bei mehrtägigen Veranstaltungen mit überwiegend bewegungserziehlichen Inhalten neben dem Leiter je eine Begleitperson ab 12 bis 16 teilnehmenden Schülern und für je weitere 12 bis 16 teilnehmende Schüler.
  • Bei überwiegend projektbezogenen Inhalten: je eine Begleitperson ab 17 bis 22 teilnehmenden Schülern und für je weitere 17 bis 22.
  • Bei überwiegend sprachlichen Schwerpunkten Begleiter ab 23 bis 27 teilnehmenden Schülern und für je weitere 23 bis 27.
  • Bei mehrtägigen Veranstaltungen kann der Schulgemeinschaftsausschuss aus besonderen Gründen eine andere Anzahl von Begleitpersonen festlegen.
  • Bei eintägigen Veranstaltungen ist nur ein Leiter vorgesehen, der Schulleiter kann weitere Personen zur Begleitung einteilen (Aspekte der Sicherheit, des pädagogischen Ertrags, der Wirtschaftlichkeit usw.).
  • Für die Begleitlehrer von Schulveranstaltungen besteht zeitlich uneingeschränkte Aufsichtspflicht (Erk. VwGH vom 29. 7. 1992, ZI. 91/12/0064).

e) Allgemeines:

  • Alle Schulveranstaltungen bedürfen nur der Genehmigung des Schulleiters (eintägig) bzw. des SGA (mehrtägig). Der Schulbehörde 1. Instanz (LSR) sind auch bei mehrtägigen Veranstaltungen keine Organisationspläne vorzulegen.
  • Alle Schulveranstaltungen sind fakultativ, es gibt keine verpflichtende Durchführung.
  • Das Rundschreiben BMU 14/06 regelt die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen: Zielsetzung, Teilnahme von Schülern, Planung und Auswahl der Inhalte, Leitungs-, Organisations- und Unterrichtsvoraussetzungen, Sportunterricht im Rahmen von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (inklusive Sicherheitsbestimmungen und Inanspruchnahme gewerblicher Unternehmungen).
  • Abgeltung für Begleitlehrer (§ 63a GehG, §§ 47a, 90e VBG; § 2 Nebenleistungsverordnung):

Siehe auch: Schulveranstaltungen (Details)

(Zuletzt aktualisiert: Jänner 2016)


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