Sonderzahlung

Rechtsgrundlage: Gehaltsgesetz (GehG) 3, 7; Vertragsbedienstetengesetz (VBG) 8a, 18; Pensionsgesetz (PG) 28.

  • Dem Beamten gebührt neben den Monatsbezügen (= Gehalt und allfällige Zulagen) für jedes Kalendervierteljahr eine Sonderzahlung in der Höhe von 50% des Monatsbezuges, der ihm im Monat der Auszahlung zusteht.;
  • Steht ein Beamter während des Kalendervierteljahres, für das die Sonderzahlung gebührt, nicht ununterbrochen im Genuss des vollen Monatsbezuges, so gebührt ihm als Sonderzahlung nur der entsprechende Teil (GehG 3/3).
  • Die Auszahlung der Sonderzahlungen erfolgt für Beamte (= Pragmatisierte) gemäß GehG 7/2 für die einzelnen Kalendervierteljahre zu folgenden Terminen: 1. März (1. Quartal), 1. Juni (2. Quartal), 1. September (3. Quartal), 1. Dezember (4. Quartal). 
  • Scheidet ein Beamter vor Ablauf eines Kalendervierteljahres aus dem Dienstverhältnis aus oder wird er in den Ruhestand versetzt, so ist die Sonderzahlung binnen einem Monat nach Beendigung des Dienstverhältnisses bzw. Versetzung in den Ruhestand auszuzahlen. 
  • Dem Vertragsbediensteten gebühren gemäß VBG 8a/2 ebenfalls in jedem Kalendervierteljahr Sonderzahlungen in der Höhe von 50% des Monatsentgeltes und der Kinderzulage, die ihm im Monat der Auszahlung zustehen.
  • Die Auszahlung der Sonderzahlungen für Vertragsbedienstete (Vertragslehrer) erfolgt gemäß VBG 18/2 für die einzelnen Kalendervierteljahre zu folgenden Terminen: 15. März, 15. Juni, 15. September, 15. November.
  • Für Beamte des Ruhestandes gebührt gemäß Pensionsgesetz 28 ebenfalls vierteljährlich eine
    Sonderzahlung in der Höhe von 50% des für den Monat der Fälligkeit  gebührenden Ruhe- oder Versorgungsbezuges. Besteht nicht für das ganze  Kalendervierteljahr, für das die Sonderzahlung gebührt, Anspruch auf den  vollen Ruhe- oder Versorgungsgenuss, so gebührt der verhältnismäßige Teil  der Sonderzahlung. Die Sonderzahlungen werden ebenso wie für Beamte des  Aktivstandes im März, Juni, September und Dezember ausbezahlt. Erlischt der
    Anspruch auf Ruhe- oder Versorgungsgenuss vor dem Ablauf des  Kalendervierteljahres, so wird die Sonderzahlung sofort fällig.
  • Berechnung: Die Sonderzahlung (= so genanntes „13. und 14. Monatsgehalt") gebührt Pragmatisierten, Pensionisten und Vertragslehrern in der Höhe des halben Monatsbezuges (Monatsentgeltes, Ruhebezuges) und der halben Kinderzulage in jedem Kalenderquartal (Auszahlung März, Juni, September und Dezember für Beamte und Beamten-Pensionisten, im November für Vertragsbedienstete). War der Lehrer nicht das ganze Kalenderquartal, für das die Sonderzahlung gebührt, beschäftigt (z. B. Beginn des Dienstverhältnisses nach Beginn des Kalendervierteljahres) oder war er teilbeschäftigt (gekürzter Monatsbezug im Kalendervierteljahr), dann wird die Sonderzahlung entsprechend aliquotiert (pro Monat ein Sechstel aller ausbezahlten Monatsbezüge und Kinderzulagen dieses Quartals). 
  • Die Versteuerung der Sonderzahlungen erfolgt mit dem festen Lohnsteuersatz: „Lohnsteuer fix (Sonderzahlung)" (= 6%).

(Zuletzt aktualisiert: Jänner 2008)


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