Sterbekostenbeitrag

Rechtsgrundlage: Pensionsgesetz (PG) 42; Vertragsbedienstetengesetz (VBG) 84/6.

a) Sterbekostenbeitrag für Vertragsbedienstete:

  • Wird das Dienstverhältnis eines Vertragslehrers (Vertragsbediensteten) durch den Tod des Vertragsbediensteten gelöst, so tritt an die Stelle der Abfertigung ein Sterbekostenbeitrag (VBG 84/6).
  • Der Sterbekostenbeitrag beträgt die Hälfte der Abfertigung, somit nach einer Dauer des Dienstverhältnisses von
    - 3 Jahren das Einfache,
    - 5 Jahren das Eineinhalbfache,
    - 10 Jahren das Zweifache,
    - 15 Jahren das Dreifache,
    - 20 Jahren das Viereinhalbfache,
    - 25 Jahren das Sechsfache
    des dem Vertragsbediensteten (Vertragslehrer) für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührenden Monatsentgeltes und der Kinderzulage.
  • Hat das Dienstverhältnis noch nicht drei Jahre gedauert, so beträgt der Sterbekostenbeitrag das Einfache des dem Vertragsbediensteten für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührenden Monatsentgeltes und der Kinderzulage.
  • Der Sterbekostenbeitrag gebührt nur den gesetzlichen Erben, zu deren Erhaltung der Erblasser gesetzlich verpflichtet war. Sind solche gesetzliche Erben nicht vorhanden, so kann der Sterbekostenbeitrag ganz oder zum Teil den Personen gewährt werden, die erwiesenermaßen die Begräbniskosten aus eigenen Mitteln bestritten oder den Verstorbenen in seiner letzten Krankheit vor dem Tod gepflegt haben (VBG 84/6).

b) Besonderer Sterbekostenbeitrag für Beamte:

  • Das zuständige oberste Organ kann auf Antrag den Hinterbliebenen eines verstorbenen Beamten gemäß Pensionsgesetz (PG) 42/1 einen besonderen Sterbekostenbeitrag gewähren, wenn
    - die von den Hinterbliebenen getragenen Bestattungskosten im Nachlass des Beamten keine volle Deckung finden, oder
    - Hinterbliebene auf Grund des Todes des Beamten in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind.
  • Mehreren Hinterbliebenen gebührt der besondere Sterbekostenbeitrag zur ungeteilten Hand (PG 42/1).
  • Der besondere Sterbekostenbeitrag darf 150% des Gehaltes der Dienstklasse V, Gehaltsstufe 2, eines Beamten der Allgemeinen Verwaltung nicht übersteigen (PG 42/2). Diese Höchstgrenze beträgt seit 2018 € 3.830.55.
  • Der „besondere Sterbekostenbeitrag" für Beamte gemäß PG 42 ersetzt den bis 2005 gewährten „Todesfallbeitrag" für Beamte bzw. den „Pflegekostenbeitrag" für Beamte. Waren diese Beiträge bis 2005 bei jedem Todesfall eines Beamten angefallen, so gebührt der „besondere Sterbekostenbeitrag" für Beamte seither nur mehr bei besonderer sozialer Notlage der Hinterbliebenen oder wenn der Nachlass des Verstorbenen die Bestattungskosten nicht deckt.

(Letzte Aktualisierung: März 2018)


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