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Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen (EDV-Kustos, Schulbibliothek, Schülerberater)

Kustodiate Schulbibliothek
IT-Kustos Schülerberater

Rechtsgrundlage: § 61b GG, § 22 VBG, § 9 BLVG, §59 Abs. 1 PG

Alle genannten Bestimmungen gelten für Beamte und Vertragslehrer in gleicher Weise.

Kustodiate:

Einem Lehrer, der für ein Schuljahr eine der angeführten organisationsmäßig vorgesehenen und tatsächlich bestehenden Lehrmittelsammlungen (Kustodiate) verwaltet oder eine der angeführten Nebenleistungen erbringt, gebührt in den Monaten September bis Juni des betreffenden Schuljahres (also zehnmal jährlich) eine monatliche Vergütung in folgender Höhe (Werte ab 1.1.2017):

Für die in der Anlage 2 zum Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz angeführten Tätigkeiten jeweils im Ausmaß einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe II (Verwaltung einer Fachbücherei, soweit sie von der Schulbibliothek getrennt verwaltet wird und mindestens 1.000 Bände umfasst; Verwaltung der audiovisuellen Unterrichtsbehelfe ausgenommen an Pädagogischen und Berufspädagogischen Akademien, Kustodiat für Geografie und Geschichte; Kustodiat für Physik; Kustodiat für Chemie; Kustodiat für Biologie)

a) für Lehrer der Verwendungsgruppen L1 und LPA 156,0 €,
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppen 132,4 €.

Dieselbe Vergütung gebührt auch den Bildungsberatern je nach Ausmaß der gebührenden Wochenstunden (0,5 bis 6,0) pro Wochenstunde.

Für die in der Anlage 3 des BLVG angeführten Tätigkeiten jeweils im Ausmaß einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe V (Verwaltung der Turnsaaleinrichtung sowie der Turn- und Sportgeräte; Kustodiat für Mathematik und Darstellende Geometrie; Kustodiat für Musikerziehung; Kustodiat für Bildnerische Erziehung; Kustodiat für Handarbeit und Werkerziehung):

a) für Lehrer der Verwendungsgruppen L1 und LPA 122,1 €
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppe 107,8 €.

Für das Kustodiat Hauswirtschaft (Verwaltung, Vorbereitung und Ausgabe des Arbeitsmaterials) jeweils im Ausmaß einer Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe VI (wenn der Lehrer mehr als 10 WE unterrichtet):

a) für Lehrer der Verwendungsgruppen L1 und LPA 107,8 €,
b) für Lehrer der übrigen Verwendungsgruppen  88,2 €.

Zusätzlich zu diesen Vergütungen für Nebenleistungen und Kustodiate kann der Schulleiter für besondere Nebenleistungen an mittleren und höheren Schulen mit mindestens 11 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von einer Wochenstunde, mit mindestens 20 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von zwei Wochenstunden, mit mindestens 30 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von drei Wochenstunden, mit mindestens 40 Klassen Tätigkeiten im Ausmaß von vier Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II einem Lehrer oder mehreren Lehrern zuweisen. Für diese Tätigkeit gebührt die oben genannte Vergütung (154,0 € bzw. 130,7 €). Diese dem Schulleiter als besondere Vergütung für Nebenleistungen wie z.B. Öffentlichkeitsarbeit und Public Relation etc. zur Verfügung stehenden Werteinheiten können auf mehrere Lehrer beliebig aufgeteilt werden und gebühren als Zulage im aliquoten Ausmaß.

Beispiel: An einer Schule mit mindestens 20 Klassen erhält ein Lehrer für Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Jahresbericht, Festschriften, Website etc.) 1 Stunde zugeordnet, ein weiterer Lehrer erhält als Aufwertung des IKT-Kustodiats eine halbe Stunde ein weiterer Lehrer erhält als Aufwertung des AV-Kustodiats eine halbe Stunde aus diesem besonderen „Werteinheitenpool“ des Schulleiters. Eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung ist aus diesem Titel nicht möglich. Es gebührt jedenfalls ausschließlich eine (aliquotierte) Zulage in der genannten Höhe.

Der Schulleiter kann unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Belastung der Lehrer durch die Nebenleistungen eine andere Verteilung der für die betreffende Schule nach den oben skizzierten Bestimmungen vorgesehenen Tätigkeiten vornehmen, das heißt, die Kustodiate an der Schule innerhalb des zur Verfügung stehenden Gesamtrahmens schulautonom anders bewerten (nicht immer in vollen Stunden etc.). Der Schulleiter hat hierbei im Einvernehmen mit dem Dienststellenausschuss vorzugehen.

Das zuständige Bundesministerium kann entweder allgemein durch Verordnung oder im Einzelfall bestimmen, inwieweit für die nachstehend angeführten Nebenleistungen, die durch die obigen Bestimmungen nicht erfasst sind und vom Lehrer außerhalb der mit dem Unterricht verbundenen Pflichten erbracht werden, monatliche Vergütungen vorgesehen werden. Dabei kann es sich um folgende Nebenleistungen handeln:

  • Nebenleistungen, die in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit den nach dem Bundeslehrer- Lehrverpflichtungsgesetz durch Einrechnungen in die Lehrverpflichtung abzugeltenden Nebenleistungen stehen;
  • Nebenleistungen, die in der Verwaltung einer Schüler-, Lehrer- oder Fachbücherei bestehen;
  • sonstigen Nebenleistungen, die in einem Ausmaß bemessen sind, das höchstens einer Einrechnung von 2 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II in die Lehrverpflichtung entspricht (zum Beispiel Bildungsberatung).

Maßgebend für die Bestimmung ist die aus der Nebenleistung erwachsende zusätzliche Belastung des Lehrers im Vergleich zu den durch Vergütung abgegoltenen Leistungen im Sinne des §61 b/1 des Gehaltgesetzes.

Auf die Vergütungen nach GehG 61 b sind die für die nebengebührenzulagenrechtliche Behandlung maßgebenden Bestimmungen des Pensionsgesetzes (PG 59/1) anzuwenden. Das heißt, die Zulagen für Kustodiate und Nebenleistungen werden als „Nebengebühren" (ebenso wie Mehrdienstleistungen) behandelt, mit denen man Nebengebührenwerte für die Nebengebührenzulage zum Ruhegenuss sammelt. Die Vergütung für Kustodiate begründet mithin einen Anspruch auf eine Nebengebührenzulage zum Ruhegenuss.

Wird während eines Monats ein anderer Lehrer mit Tätigkeiten für Nebenleistungen und Kustodiate betraut, ist die Vergütung für diesen Monat unter den betreffenden Lehrern entsprechend der Dauer der Betrauung aufzuteilen (= zeitliche Aliquotierung). Für Kalendermonate, in denen diese Tätigkeit nicht ausgeübt wird, entfällt die Vergütung zur Gänze (GehG 61 b/5).

Bei Schularten mit einem gemäß Schulzeitgesetz abweichenden Verlauf des Unterrichtsjahres (Saisonunterricht, Berufsschulen etc.) gebührt die Vergütung für Nebenleistungen und Kustodiate beginnend mit dem ersten Monat des betreffenden Unterrichtsjahres, höchstens aber zehnmal pro Schuljahr (GehG 61 b/6).

Die Betreuung einer nach dem Modell „Schulbibliothek an höheren Schulen unter Mitarbeit von Schülern" eingerichteten Schulbibliothek an AHS (Bundeslehrer-Lehrverpflichtungsgesetz, BLVG 9/2 a) wird durch eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung abgegolten. Hiebei gelten je nach Größe der Schule und der Bibliothek folgende Einrechnungen:

  • 6 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II für die Betreuung einer Schulbibliothek der Größenklasse 1 (bis 600 Schüler, rund 5.000 Bände, wöchentliche Öffnungszeit: 9 Stunden);
  • siebeneinhalb Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II für die Betreuung einer Schulbibliothek der Größenklasse II (über 600 Schüler, rund 7.500 Bände, wöchentliche Öffnungszeit: 11 Stunden);
  • 9 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II für die Betreuung einer Schulbibliothek der Größenklasse III (über 1.000 Schüler, rund 10.000 Bände, wöchentliche Öffnungszeit: 13,5 Stunden).

Das IT-Kustodiat wird gleichfalls durch eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung abgegolten (je nach Zahl der SchülerInnen bzw. PC-Rechner). (Neuregelung mit 1.9.2014)

Gemäß § 6 der „Verordnung des BMU vom 15. Dezember 2004, BGBI. 11 481/04 (= MVBI. 14/05), zuletzt geändert mit 1.9.2014, über die Einrechnung von Nebenleistungen in die Lehrverpflichtung der Bundeslehrer" ist die pädagogisch-fachliche Betreuung von Informationstechnologie-Arbeitsplätzen (IT-Arbeitsplätzen) an AHS in dem in Abs. 2 angeführten Ausmaß in die Lehrverpflichtung einzurechnen.. Diese Betreuung umfasst im pädagogisch-fachlichen Bereich insbesondere:

  • diedie Betreuung von IT-Anlagen für alle Unterrichtsbereiche und pädagogische Maßnahmen am Schulstandort, vor allem auch hinsichtlich wichtiger und abschließender Prüfungen, und die Durchführung einer standortbezogenen Internetpolicy einschließlich einem Ausbildungsübereinkommen für die Schülerinnen und Schüler,
  • die unterrichtsorganisatorische Betreuung des IT-Unterrichts und die Umsetzung einer zeitgemäßen Medienpädagogik,
  • die Betreuung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler im e-learning-, Web- und ITBetrieb der Schule unter besonderer Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen inventarisierter ITArbeitsplätze,
  • die Mitwirkung am facheinschlägigen Beschaffungswesen sowie
  • die organisatorische Betreuung von Notebook- und Netbookklassen.

Das Ausmaß der Einrechnung in die Lehrverpflichtung beträgt für

Schulen mit
SchülerInnen
Werteinheiten
bis 200 2,5
201 bis 400 3,3
401 bis 500 3,75
501 bis 600 4,2
601 bis 700 4,65
701 bis 800 5,1
801 bis 900 5,55
901 bis 1000 6
1001 bis 1100 6,45
1101 bis 1200 6,9
1201 bis 1300 7,35
1301 bis 1400 7,8
1401 bis 1500 8,25
1501 bis 1600 8,7
1601 bis 1700 9,15
1701 bis 1800 9,6
1801 bis 1900 10,05
1901 bis 2000 10,5
2001 bis 2100 10,95
2101 bis 2200 11,4
2201 bis 2300 11,85
2301 bis 2400 12,3
2401 bis 2500 12,75
2501 bis 2600 13,2
2601 bis 2700 13,65
2701 bis 2800 14,1
2801 bis 2900 14,55
2901 bis 3000 15
3001 bis 3100 15,45
mehr als 3100 17

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler bemisst sich für das jeweilige Schuljahr auf Grund der Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler zum Stichtag der österreichischen Schulstatistik zum vorangegangenen Schuljahr für die betreffende Schulart. Mit den oben angeführten sich an der Anzahl der Schülerinnen und Schüler bemessenden Werteinheiten gelten die gleichfalls mitzubetreuenden Lehrkräfte als berücksichtigt.(VO 6/2).

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von IT-Arbeitsplätzen an einem Schulstandort mit einer IT-Fachrichtung oder einem IT-Ausbildungsschwerpunkt oder für Schulen mit einem IT-Schwerpunkt im Umfang von insgesamt mindestens zusätzlichen sechs Wochenstunden gebührt eine (zusätzliche) Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6/3)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von im Unterricht verwendeten Lernplattformen (LMSSystemen) wie beispielsweise Moodle oder dotLRN, wenn mindestens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte eines Schulstandortes mit LMS-Systemen verwaltet werden, gebührt eine (zusätzliche) Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6/4)

Schulen ohne externe Unterstützung (bis 31.8.2015)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von Informationstechnologie-Arbeitsplätzen (ITArbeitsplätzen) an Schulen gemäß § 6 Abs. 1, denen keine Unterstützung für die Betreuung der ITAufgaben zugewiesen worden ist, gebührt Lehrkräften insbesondere für

  • die anwendungsnahe Hard- und Softwareunterstützung im Server/Clientbetrieb einschließlich Internetanbindung und Anwenderprogramme,
  • den Einsatz von IT-Entwicklungsumgebungen und IT-Werkzeugen in den Unterrichtsgegenständen, die IT-Support brauchen,
  • die Betreuung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen und Schüler im Web- und IT-Betrieb der Schule unter besonderer Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen inventarisierter IT-Arbeitsplätze,
  • die Mitwirkung am facheinschlägigen Beschaffungswesen,
  • die Führung der Fachbibliothek und von elektronischen webgestützten Fachglossaren und
  • die Erstellung eigener und die Evidenthaltung elektronischer Publikationen sowie von Web 2.0 - Anwendungen des Fachgebietes eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung. (VO 6a/1)

Das Ausmaß der Einrechnung in die Lehrverpflichtung beträgt für bis zu 20 IT-Arbeitsplätze 3 Wochenstunden sowie für jeden weiteren IT-Arbeitsplatz je 0,05 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe II. Diese Einrechnung gebührt jedoch nur in folgendem Höchstausmaß:

Gesamtzahl der SchülerInnen
sowie Lehrkräfte
Wochenstunden
d. LVGr II
bis 150 3
151 bis 300 4
301 bis 500 5
501 bis 800 6
801 bis 1100 8
1101 bis 1500 10
1501 bis 1900 12
1901 bis 2300 14
2301 bis 2700 16
3001 bis 3100 17
mehr als 3100 18

Unter IT-Arbeitsplätzen im Sinne der voranstehenden Absätze sind sowohl nicht vernetzte als auch vernetzte inventarisierte IT-Arbeitsplätze (einschließlich Intranet) zu verstehen, sofern sie dauernd für den Unterricht verwendet werden. Als IT-Arbeitsplätze zählen unter den Voraussetzungen, dass alle Schülerinnen und Schüler der betreffenden Klasse einen NotebookPC oder NetbookPC im Unterricht verwenden und das Unterrichtsprogramm dieser Klasse in der Mehrzahl der Unterrichtsgegenstände auf
diese Unterrichtstechnologie abgestimmt ist, weiters schulnetzexterne PC-analoge mobile Endgeräte wie NotebookPCs oder NetbookPCs der Schülerinnen und Schüler. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler gemäß Abs. 2 bemisst sich für das jeweilige Schuljahr auf Grund der Schülerzahl zum Stichtag der österreichischen Schulstatistik zum vorangegangenen Schuljahr für die betreffende Schulart. Die Anzahl der Lehrkräfte bemisst sich an der Zahl der jeweils am 1. Oktober des vorangegangenen Schuljahres am betreffenden Schulstandort unterrichtenden Lehrkräfte und die Anzahl der IT-Arbeitsplätze bestimmt sich nach den für den betreffenden Schulstandort im vorangegangenen Schuljahr inventarisierten ITArbeitsplätzen. Die Anzahl der zu berücksichtigenden NotebookPCs oder NetbookPCs der Schülerinnen und Schüler richtet sich nach der Anzahl der von allen Schülerinnen und Schülern der betreffenden
Klasse im vorangegangenen Schuljahr im Unterricht verwendeten NotebookPCs oder NetbookPCs, sofern das Unterrichtsprogramm dieser Klasse in der Mehrzahl der Unterrichtsgegenstände auf diese Unterrichtstechnologie abgestimmt war. (VO 6a/3)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von IT-Arbeitsplätzen an einem Schulstandort mit einer IT-Fachrichtung oder einem IT-Ausbildungsschwerpunkt oder für Schulen mit einem IT-Schwerpunkt im Umfang von insgesamt mindestens zusätzlichen acht Wochenstunden gebührt eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6a/4)

Für die pädagogisch-fachliche Betreuung von im Unterricht verwendeten Lernplattformen (LMSSystemen) wie beispielsweise Moodle oder dotLRN, wenn mindestens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte eines Schulstandortes mit LMS-Systemen verwaltet werden, gebührt eine Einrechnung in die Lehrverpflichtung von 1,105 Werteinheiten. (VO 6a/5)

Zur Ausübung der IT-Betreuung ist eine entsprechende fachliche Eignung durch einen
facheinschlägigen Studienabschluss, durch den Nachweis einer mindestens dreijährigen
facheinschlägigen Tätigkeit in der Schule oder Wirtschaft oder entsprechende IT-Zertifikate, die sich auf eine Betreuung von komplexen IT-Anlagen beziehen, nachzuweisen. Überdies ist je Schuljahr eine facheinschlägige Weiterbildung im Ausmaß von 15 Stunden zu absolvieren. (VO 6a/6)

Die Einrechnungen in die Lehrverpflichtung gemäß Abs. 4 und 5 gebühren zusätzlich zu den sich gemäß den Abs. 1 und 2 für die genannten Schulen ergebenden Einrechnungen. (VO 6a/7)

Werden dieselben IT-Arbeitsplätze von mehreren Schulen gemeinsam benutzt, so darf die Gesamteinrechnung nur einmal erfolgen, wobei die Schülerinnen und Schüler der betreffenden Schulen zusammenzuzählen sind. (VO 10)

Abgeltung für Schülerberater

Die Vergütung für Bildungs- bzw. Schülerberater begründet (wie die Abgeltung für Kustodiate oder jene für die Klassenvorstandsfunktion) einen Anspruch auf eine Nebengebührenzulage zum Ruhegenuss.

Auf Vertragslehrer des Entlohnungsschemas 1 L sind gemäß Vertragsbedienstetengesetz (VBG) 41/4 die Vergütung für die Führung der Klassenvorstandsgeschäfte und die Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen in gleicher Höhe wie für pragmatisierte Lehrer analog anzuwenden.

Ebenso gebühren den Vertragslehrern des Entlohnungsschemas 11 L die Vergütungen für die Führung der Klassenvorstandsgeschäfte und die Vergütungen für Kustodiate und Nebenleistungen in gleicher Höhe wie den pragmatisierten Lehrern (VBG 44 e).

Siehe auch "Abgeltung Kustodiat und Ordinariat" (PDF-Datei)

Zuletzt aktualisiert: Jänner 2017

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Aktuelle Zitate

 

 

Kontinuität statt Reformitis:

„Bildung braucht Kontinuität und die zerstört man mit dem Reformfuror mutwillig.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Langfristige Perspektiven statt Reformitis:

„Ich plädiere für Entschleunigung und Relaxtheit. Es muss nicht jeden Tag eine neue Nachricht geben. Politiker müssten sagen: Ich habe eine langfristige Perspektive und da muss nicht gleich morgen alles realisiert sein. Da braucht es eine vernünftige Analyse und eine breite Diskussion mit Tiefgang. Wir lassen die Dinge reifen und brechen sie nicht übers Knie.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Die Presse vom 11. November 2018

Eltern Schlüsselpersonen für Bildungserfolg

„Ziel muss es sein, die Wertschätzung der Eltern für eine gute Bildung und Ausbildung ihrer Kinder zu steigern und sie viel stärker als Partner der Schulen in die Verantwortung zu nehmen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Oktober 2018, S. 4

Am Ende der Volksschule fast zwei Jahre (!) Rückstand:

„Warum zeigen alle internationalen Studien, dass Kinder, die eine andere Umgangssprache als die Unterrichtssprache sprechen, in Österreich in der vierten Klasse Volksschule fast zwei Lernjahre im Rückstand sind, während dieser Abstand in fast allen anderen Ländern nicht einmal halb so hoch ist? […] In den letzten Jahren wurden Ungleichheiten oder mögliche Defizite allzu oft kaschiert, im Sinne der Betroffenen nicht gelöst und somit unter den Teppich gekehrt.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Profil online am 11. Oktober 2018

Österreichs Schule dramatisch gefordert:

„Das Beherrschen der Unterrichtssprache ist unverzichtbar für den schulischen Erfolg eines Kindes. Umso dramatischer ist es, wenn der Anteil der Kinder, die eine andere Umgangssprache als Deutsch haben, in Wien bei über 50 % und in Österreich bei mehr als 25 % liegt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Oktober 2018, S. 4

Wertschätzung und Vertrauen Basis für Erfolg:

„Die Wertschätzung für LehrerInnen und das, was sie leisten, ist nicht nur hochverdient, sondern auch von eminenter Bedeutung für das Gelingen von Schule. Denn unser Wirken hat ungleich größere Chancen auf Erfolg, wenn uns die Eltern der jungen Menschen, die wir fördern und fordern und dadurch zu ihrer größtmöglichen Entfaltung bringen wollen, VERTRAUEN. Wie aber soll dieses Vertrauen gegeben sein, wenn unsere Arbeit von der Politik via Medien systematisch schlechtgeredet wird, wie wir es leider allzu lang erleben mussten?“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, ÖPU-Nachrichten vom September 2018, S. 4

„Erziehung kommt ohne Strafen nicht aus“:

„In der Erziehung und in der Bildung kommt man ohne liebevolle Konsequenz und auch spürbare Konsequenzen nicht aus. In Erziehungsfragen gibt hier zum Beispiel Haim Omer mit der neuen Autorität eine eindeutige Antwort: Ob man es Wiedergutmachung, Konsequenz oder Nachholen von versäumter Arbeit nennt ist letztlich egal, am Ende ist es ein anderes Wort für Strafe. Erziehung kommt ohne Strafen nicht aus.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf, VCLnews vom Oktober 2018, S. 7

Kompetenzorientierung auf Kosten der Bildung:

„Viele Lehrerinnen und Lehrer bedauern, dass die Kompetenzorientierung die konkreten Inhalte verdrängt hat.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Die Furche vom 6. September 2018

Pädagogik braucht Freiheit:

„Es wäre ein Fehler, würde die heutige Bildungspolitik dazu führen, dass Schulen und Lehrkräfte das eigenständige Denken, Erkennen und Urteilen nicht mehr schulen und fördern könnten – zum Beispiel, weil sie immer weniger Freiheiten geniessen, mit sogenannten ‚Bildungsreformen‘ überhäuft werden und von bürokratischem Unsinn zugedeckt werden.“
Neue Zürcher Zeitung online am 8. Juni 2018

Wie wahr!

„Sonderproblem des heimischen Schulwesens ist ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Bis 40 Prozent sind bewältigbar, sagt der OECD-Experte Andreas Schleicher im KURIER. Darüber wird es schwierig. Doch in Österreich gibt es nicht wenige Klassen, in denen 100 Prozent der Schüler eine andere Umgangssprache haben als Deutsch.“
Dr. Martina Salomon, Chefredakteurin, Kurier online am 6. Oktober 2018

Mehr Investitionen, mehr Miteinander, mehr Ernsthaftigkeit:

„Wir müssen mehr in die Qualität investieren. Und es müssen Eltern und Schule an einem Strang ziehen, um die Bedeutung von Bildung in der Gesellschaft klarzumachen. Die Ernsthaftigkeit dem Schulsystem gegenüber möchte ich schon einmahnen. Das ist woanders viel klarer. In Singapur ist die Meinung: Bildung ist das einzig Entscheidende.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Niederösterreichische Nachrichten online am 2. Oktober 2018

Vertauschte Rollen:

„Die moderne Didaktik betont, Unterricht müsse vor allem anregend sein, Spaß machen. Die Eigenanstrengung beim Lernen blendet sie gerne aus. Wenn Spaß die höchste pädagogische Kategorie ist, drängt man die Lehrkraft in die Rolle des Entertainers und gibt letztlich ihm die Schuld, wenn der Schüler bei der Klassenarbeit oder Prüfung versagt.“
guteschuleblog.wordpress.com am 4. September 2018

Auf das Interesse der SchülerInnen fokussieren!

„Es macht wenig Sinn, Schüler mitzunehmen, die die Bildungsziele nicht erreicht haben. Es vergrößern sich eher die Unterschiede zwischen jenen, die es können, und jenen, die es nicht können.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Österreich online am 2. Oktober 2018

„Da muss man gegensteuern“:

„Wenn nur Kinder von Arbeitern und Immigranten im Gymnasium – das dann auch noch Gesamtschule heißt – sitzen, und die Kinder der Generaldirektoren vom Kindergarten bis zur Uni durch Privatinstitutionen laufen, ist dieses gemeinschaftliche Element verloren gegangen. Das ist ein zu hoher Preis für eine gemeinsame Schule, die dann eben keine gemeinsame Schule mehr ist. Da muss man gegensteuern.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 4. September 2018

Durchschnittsniveau über- und unterfordert:

„Studien zeigen, dass für einen überdurchschnittlich intelligenten Schüler Unterricht, in dem die Lehrkraft sich am Durchschnittsniveau orientiert, nicht fördernd und anregend genug ist. Je heterogener die Schüler sind, umso schwieriger wird es, die einzelnen möglichst gut zu fördern.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2018, S. 5

Schule allein kann nicht alles lösen:

„Es brauche jetzt dringend ein ganzes Bündel an Maßnahmen – aber dabei dürfe man die Schule auf keinen Fall alleine lassen. Denn die Schule allein könne nicht alles lösen. Es gehe auch um die Wohn-, Sicherheits- und Familienpolitik. […] Man sei jetzt an einem Punkt angelangt, wo man nur mit pädagogischen Mitteln nichts mehr ausrichten könne.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen Zeitung online am 17. September 2018

Überforderung:

„Kinder sind heute nicht durch schulische Inhalte, sondern durch die außerschulischen überfordert! Feststellungen, dass es vielen jungen Menschen von heute an sozialen Grundfertigkeiten und Benehmen fehlt und diese Kulturtechniken in den Familien zu wenig vermittelt werden, müssen endlich dazu führen, die Ursachen ‚an der Wurzel zu packen‘. Nicht die Schule und wir Lehrerinnen und Lehrer versagen, wenn immer mehr Eltern an der Entwicklung ihrer Kinder nicht mehr teilnehmen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2018, S. 3

Mut zur Wahrheit:

„Manchmal ist sanfter Zwang nötig. Gerade in schwierigen Lebensphasen kann man nicht davon ausgehen, dass Menschen immer für sich selbst wissen, was sie tun sollen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 4. September 2018

Ergebnis einer Erhebung im Auftrag des Familienbunds:

„Für 80 Prozent der Befragten stellt die Familie die erste Bildungseinrichtung dar. Mit Elternbildung soll das Bewusstsein hierfür auch noch gestärkt werden, erklärte Baier (Anm.: Mag. Bernhard Baier, Präsident des Österreichischen Familienbunds). Er fordert daher, dass Elternbildung im Mutter-Kind-Pass verankert wird.“
Kurier online am 28. August 2

PISA auf den zweiten Blick:

„Während knapp drei Viertel aller SchülerInnen ohne Migrationshintergrund Grundkenntnisse in den drei PISA-Kategorien (Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften) vorweisen können (Anm.: in Wirklichkeit mit 76,3 % knapp mehr als drei Viertel; OECD-Schnitt: 72,0 %), sind es bei SchülerInnen mit Migrationshintergrund nur etwas weniger als die Hälfte (Anm.: 47,3 %).“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2018“ (2018), S. 37

Weitere Maßnahmen notwendig:

„Der Bedarf betrifft nicht nur Kinder, die als Flüchtlinge kommen, sondern auch viele aus Familien, die schon in zweiter, dritter Generation hier leben. Man müsste da schon früher ansetzen, zum Beispiel im Vorschul-Bereich.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen Zeitung online am 3. September 2018

„Ohne Deutschkenntnisse gibt es definitiv keine gleichen Chancen für alle“:

„Die bisherigen Maßnahmen dieser Stadtregierung haben nicht dazu geführt, dass die Kinder ordentlich und ausreichend Deutsch lernen. Ganz im Gegenteil, alle Tests zeigen, die bisherigen Maßnahmen versagen. Andere und wirksamere Maßnahmen sind deshalb jetzt gefordert, um tatsächlich allen Kindern einen gleichen Start in der Bildungslaufbahn zu ermöglichen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 29. August 2018