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Zitate

Medien-Zitate ab 1. September 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

„Chancengerechtigkeit“:

„Interessanterweise zeigen Studien, dass die Aufstiegsmobilität in den 70er-Jahren deutlich höher war. Mit dem staatlichen Ehrgeiz, Chancengerechtigkeit zu forcieren, nahm paradoxerweise die soziale Mobilität wieder ab.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Frankreich:

„Nirgendwo sonst in der Gemeinschaft der Industriestaaten der OECD hängt der Bildungserfolg so sehr von dem Milieu ab, in dem die Schüler aufwachsen. Pisa-Studien und nationale Untersuchungen bestätigen das. Seit vielen Jahren.“
Die Zeit online am 20. August 2017

Frankreichs Gesamtschulwesen:

„Von wegen ‚Liberté, Egalité, Fraternité‘. Frankreichs Schulen produzieren soziale Ungleichheit.“
Deutschlandfunk online am 5. Oktober 2016

Maximale inegalité:

„Frankreich zeigt eine Schullandschaft, in der das Schicksal für die Elite und die breite Masse am weitesten auseinanderklafft.“
Univ.-Prof. Dr. Christine Delory-Momberger, „Der Umgang mit Diversität als ein fundamentales Problem der französischen Schule“
in Univ.-Prof. Dr. Carla Schelle u. a., „Schule und Unterricht in Frankreich“ (2012), S. 18

Gesamtschulland Frankreich:

„In Bezug auf die soziale Kluft steht Frankreich deutlich schlechter da als Deutschland.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, news4teachers.de am 8. Mai 2017

Deutschlands vorbildliche Entwicklung:

„In der PISA-Studie wird angegeben, welcher prozentuelle Anteil der Varianz der Bildungsleistungen auf den Index des ökonomischen, sozialen und kulturellen Status (ESCS) zurückgeführt werden kann. Der Erklärungsanteil des ESCS an der Varianz der Lesekompetenzen ist in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2015 von 23,6 auf 12,9 Prozent zurückgegangen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg), „Bildungsstand, Bildungsmobilität und Einkommen“ (2017), S. 49

Österreichs Schulpolitik aber hat mit ihren Reformen den Erklärungsanteil des ESCS gegenüber 2000 deutlich vergrößert.

Der Preis „zeitgeistiger Reformen“:

„Leider ist es so, dass sogenannte ‚zeitgeistige Reformen‘ dazu geführt haben, dass die Leistungsbereitschaft ständig nachgelassen hat. Dazu tragen sogenannte ‚Experten‘ nicht unwesentlich bei, wenn sie glauben, die Abschaffung der Noten würde den Erfolg erhöhen, die Senkung der Zahl der Klassenwiederholungen würde leistungssteigernd wirken, Hausübungen seien nicht sinnvoll, das Streichen von Schultagen wäre notwendig und in heterogenen Gruppen würde man bessere Leistungen erzielen als in homogeneren Gruppen.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 5. Mai 2017

Talente zur vollen Entfaltung bringen:

„Im Sport steht es außer Streit, dass Spitzenleistungen nur mit intensivem Training erreichbar sind. Es sollte auch in der Schule wieder unbestritten sein. Damit jeder Schüler möglichst viel aus seinen individuellen Talenten macht, ist auch Anstrengung notwendig.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 5

Sozial Schwache zahlen den höchsten Preis:

„Egalitäre Schulpolitik erzielt vermeintliche Gleichheit allenfalls durch Absenkung des Anspruchsniveaus. Wer aber die Ansprüche senkt, der bindet gerade junge Menschen aus schwierigeren Milieus in ihren restringierten Codes fest.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

NOCH liegt Österreich hinsichtlich des Bildungsaufstiegs „im europäischen Vergleich sehr gut“:

„In Wahrheit stammen in Österreich verglichen mit anderen Ländern relativ viele Studierende aus Elternhäusern, in denen weder Vater noch Mutter einen akademischen Abschluss haben, nämlich rund 67 Prozent. […] Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich sehr gut.“
Agenda Austria, Presseaussendung vom 5. Mai 2017

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Berlin und Bremen auch bei der IQB-Schülerleistungsstudie Deutschlands Schlusslichter:

„Es gibt Grundschulen, die stark den spielerischen Charakter des Lernens betonen. Sie wollen die Kindlichkeit der Schüler so lange wie möglich bewahren und drängen dabei das Leistungsprinzip zurück. Das Berliner Schulgesetz kommt ihnen dabei entgegen, indem es den Schulen gestattet, bis zur 5. Klasse auf Noten-Zeugnisse zu verzichten.“
guteschuleblog.wordpress.com am 15. Oktober 2015

„Der Erfolg ostasiatischer Staaten“:

„So wie die Bildungsaffinität des Elternhauses den Schulerfolg eines Kindes prägt, so prägt auch die Bildungsaffinität einer ganzen Gesellschaft den Schulerfolg. Das wird spätestens dann deutlich, wenn Kinder mit ostasiatischem Hintergrund auch im oft gescholtenen deutschen Schulsystem regelmäßig zur Leistungsspitze gehören und bei der Matheolympiade oder bei ‚Jugend musiziert‘ überproportional erfolgreich sind – ganz anders als ihre Altersgenossen aus anderen Kulturkreisen.“
Ties Rabe, Schulsenator Hamburgs, SPD, „Endlich eine Diagnose, aber wo bleibt die Therapie?“.
In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 44

„Ordnung, Fleiß und Disziplin“:

„Erziehungswissenschaftler, die über den Schulerfolg vietnamesischer Kinder in Deutschland forschen, betonen, dass es vor allem die bei uns nicht mehr hoch angesehenen Sekundärtugenden seien, die den Erfolg der Kinder verbürgen: Ordnung, Fleiß und Disziplin.“
guteschuleblog.wordpress.com am 23. August 2017

Anstrengungsbereitschaft, Disziplin, Pflichtbewusstsein, Gewissenhaftigkeit, Fleiß ...

„Diese grundlegenden ‚Schlüsselkompetenzen‘ sind Voraussetzung für jegliche Art von Bildung und müssten als primäre Bildungsziele ganz oben in den Kerncurricula formuliert werden. Denn genau daran hapert es häufig bei den leistungsschwachen Schülern und denen aus bildungsfernen und sozial benachteiligten Schichten.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 218

Selbstüberwindung:

„Unter dem in unserer Spaßgesellschaft heute häufig vorherrschenden Mangel an Anstrengungsbereitschaft und Selbstdisziplin werden schulische Anforderungen, so nett sie auch verpackt sein mögen, gelegentlich Frustrationen hervorrufen.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 75

Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz;

„Kinder mit einer guten Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz haben ein hohes Durchhaltevermögen, sind anstrengungsbereiter, lassen sich durch Enttäuschungen nicht lähmen oder behindern und können mit einem Belohnungsaufschub umgehen.“
Univ.-Prof. Dr. Margrit Stamm, „Lasst die Kinder los: Warum entspannte Erziehung lebenstüchtig macht“ (2016), S. 245f

Im Zentrum der Bildungsqualität:

„Es wird beim Reden über ‚Qualität‘ gerne übersehen, dass die Schüler selbst dazu den wichtigsten Teil beitragen, nämlich ihren natürlichen Lernwillen und Bildungswunsch.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Was ist pädagogische Qualität und warum wird sie durch Qualitätsmanagement verhindert?“
In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 118

Betrug an den jungen Menschen:

„Erfolg kann Freude machen, die Freude nach einer Anstrengung, sich an etwas bewährt zu haben, ist durch kein Spaßmedium zu ersetzen. Wir betrügen die Kinder um diese Erfahrung, wenn die Schule auf herausfordernde Leistungsansprüche verzichtet.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
Der Standard online am 5. Oktober 2015

„Moderne Pädagogik“ erzieht zur Oberflächlichkeit:

„Wenn etwas schwierig erscheint, dann denkt Pädagogik nicht darüber nach, wie man den Kindern das Schwierige beibringen könnte, sondern sie senkt die Ansprüche, statt eine Portion Durchhaltevermögen, Sitzfleiß und Dickschädeligkeit auch in Sachen Lernen zu fördern.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

OECD brachte „erhebliche Einbußen von kultureller Bildung“:

„Wir haben Bildung jetzt kleingeredet und versuchen diese Kleinheit auf kürzerem Wege zu erreichen. Natürlich ist klar, dass all das, was unsere Tradition ausmacht, die Bildungstradition, dann als sogenanntes Gerümpel entsorgt werden kann und verzichtbar ist.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW;
http://bildung-wissen.eu), BundeslehrerInnen-Tag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

„Verengter Unterricht“:

„Die ‚Kompetenzorientierung‘ trainiert eng umgrenzte funktionale Fertigkeiten und verdrängt die Bedeutung der Inhalte aus dem Bildungsgeschehen.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. August 2013

Zielsetzung der Schule:

„Bisher galt es […] nicht in erster Linie als Aufgabe der Schule, Problemlösungsmaschinen für unsere Gesellschaft hervorzubringen, sondern selbstständige Persönlichkeiten mit solider Allgemeinbildung.“
Mag. Mathias Brodkorb, sozialdemokratischer Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns (2011-2016), 
„Von der Dynamis zur Energeia“. In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 24

Widerstand gegen das Diktat von oben:

„Zum Leidwesen mancher Bildungsreformer verweigern sich allerdings viele Lehrkräfte, soweit sie können, diesen deprofessionalisierenden Anmutungen und orientieren sich bei der Unterrichtsplanung weiter an Inhalten. […] Eine solche Verweigerung zeugt von der Erkenntnis, dass die Schule mehr ist als eine beliebig zu modellierende Serviceagentur für sich verändernde gesellschaftliche Bedürfnisse.“
Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, www.bildung-wissen.eu am 2. Oktober 2013

Kompetente Miniaturausgaben:

„Ist es nicht seltsam, dass die neuen Ziele, die wir für die Kinder formulieren, genau den Leitbildern entsprechen, die für den globalisierten Wettkampf gelten? Dass wir die Kleinen sozusagen als Miniaturausgabe des erwachsenen Arbeitnehmers sehen – ja, als dessen Idealform?“
Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar“ (2014), S. 72

Funktionieren statt Bildung?

„Vielleicht gilt das Ideal humanistischer Allgemeinbildung deshalb als überholt, weil ‚kompetenzorientierte‘ Absolventen im Erwerbsleben besser funktionieren als solche, die zum Eigensinn erzogen wurden.“
Dr. Daniela Strigl, Die Furche vom 5. Jänner 2017

„Entinhaltisierung des Unterrichts“:

„Wir brauchen nicht Schüler, die lernen, wie man sich bestimmter Worthülsen bedient, ohne zu verstehen, was damit eigentlich gemeint ist.“
Prof. Dr. Mathias Binswanger, „Bilanz“ online am 24. August 2013

Inhaltslos, aber leicht zu vermessen.

„Die durch die Kompetenzorientierung ‚erreichte‘ inhaltliche Entleerung der Studiengänge und der daraus resultierenden Beliebigkeit curricularer Inhalte vereinfacht die Einführung externer Steuerungsmechanismen des Qualitätsmanagements.“
Prof. Ralf Lankau, www.bildung-wissen.eu am 1. November 2013

„Brave New World“:

„‚Kompetenz‘ ist ein pädagogisches Hochglanz-, ja ein Reklame-Wort. Um nicht zu sagen ein Wort der Beschwörung und Autosuggestion. Dieses Wort lässt eine pädagogische ‚Brave New World‘ vermuten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017),
„Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 86

Missbrauch der Schule beenden!

„Schule ist keine Einrichtung zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit, von Individualität.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Von Bayerns und Sachsens Erfolg lernen!

„Während in den Stadtstaaten sowie in den Ländern Saarland und Schleswig-Holstein der Anteil der Schüler an Integrierten Gesamtschulen in der Sekundarstufe I im Schuljahr 2014/15 zwischen 40 und 65 Prozent lag, besuchten in Bayern und Sachsen jeweils weniger als 0,5 Prozent der Schüler der Sekundarstufe I eine Integrierte Gesamtschule.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 112

Illusionismus:

„Von verantwortungslosen Scheinexperten wird immer wieder die Illusion vermittelt, bei entsprechender Förderung könne jedes Kind, ohne Rücksicht auf die Begabung, jedes Ziel erreichen. Das ist eine Illusion – die Antwort darauf ist ein vielfältiges Angebot, das jedes Kind nach seinen Fähigkeiten fördert und fordert.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“
(www.progymnasium.at), Bregenzer Blättle vom 3. Dezember 2015

Nichts als Propaganda:

„Die Verfechter eines Modells heterogener Lerngruppen können den Nachweis über deren positive Wirkung für Motivation und Lernleistung nicht erbringen und sie liefern auch kein didaktisches Modell für den Umgang mit Verschiedenheit in der unterrichtlichen Praxis.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2015, S. 34

„Lesen lernt man normalerweise in der Volksschule“:

„Die Volksschule ist eine ‚Gesamtschule‘ – trotzdem bringt sie derzeit kein Leseheil. Rätselhafterweise wird aber nicht sie, sondern werden NMS und AHS an den Pranger gestellt.“
Peter Michael Lingens, lingens.online am 3. Juli 2017

Räumlich differenzierter Unterricht schon in der Primarstufe I:

„Setting or regrouping is used frequently in some countries such as the United Kingdom and Australia. This is mostly true in the upper primary school grades. For instance, almost 40 percent of grade 5 and 6 teachers in the United Kingdom use setting for mathematics instruction.“
Dr. Marjolein Deunk u. a., „Differentiation within and across classrooms“ (2015), S. 26

„One of the greatest detriments”:

„Mixed-ability classes have been found to be one of the greatest detriments to students learning at English language institutions (ELIs).“
Muneerah S. Al-Subaiei, „Challenges in Mixed Ability Classes and Strategies Utilized by ELI Teachers to Cope with Them“.
In: „English Language Teaching“, Vol. 10, No. 6, 2017, S. 182

Das konsequente Scheitern von Gesamtschulsystemen:

„Gesamtschulsysteme scheitern in ihrem Gleichheitsstreben nicht zuletzt daran, dass diejenigen, die können, andere Formen horizontaler (Trägerschaft, Programm usw.) oder vertikaler Differenzproduktion (Abschlüsse) suchen, um den innerschulischen Gleichheitszumutungen zu entkommen und sich selbst oder dem Nachwuchs Vorsprung zu sichern.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das „Equity-Paradox““. In: „Rademacher u. a., „Bildungsqualen“ (2015), S. 100

Wer die Vielfalt demontiert, vertreibt alle, die es sich leisten können:

„Die Gymnasien und Realschulen sind nach etlichen Schulvergleichsstudien fachlich leistungsfähiger als die Gesamtschulen. Und diejenigen Eltern, die genug Initiative haben (und es sich finanziell leisten können), beantworten den Gesamtschultrend auf ihre Weise und optieren zunehmend für Privatschulen.“
Die Welt vom 22. Oktober 2015

Der schulpolitische Tiefpunkt des Jahres 2017:

„Die Forderung der Grünen, aus Gymnasien via ‚Modellregionen‘ auch dann Gesamtschulen zu machen, wenn sich nicht die Mehrheit der Betroffenen dafür gewinnen lässt, ist ein überraschender Höhepunkt und schockierender Tiefpunkt der aktuellen politischen Diskussion.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA) vom 14. Juni 2017

Auf besonders Begabte angewiesen:

„Je komplexer Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, umso mehr sind wir auf Eliten – Plural! – angewiesen: auf wissenschaftliche, technologische, wirtschaftliche, künstlerische, intellektuelle, handwerkliche, gewerbliche, kaufmännische, soziale, pädagogische.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Förderung besonders Begabter:

„Eine Quote von etwa 20 Prozent schlägt die Lernforscherin Elsbeth Stern von der ETH Zürich vor. Nur so könne man die Begabten optimal fördern - zum Nutzen der Gesellschaft.“
Süddeutsche Zeitung online am 12. Mai 2017

Talentbasierte Konkurrenzfähigkeit:

„Bei der talentbasierten Konkurrenzfähigkeit insgesamt erreicht die Schweiz 2017 vor Singapur und Großbritannien die Weltspitze, während Deutschland und Österreich auf den Plätzen 17 und 18 zu kämpfen haben.“
Univ.-Prof. Dr. Gunnar Heinsohn. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration - Parallelgesellschaften“ (September 2017), S. 38

Prosperität auch von Spitzenperformern abhängig:

„Nicht nur die durchschnittliche Ausbildung einer Bevölkerung oder die Kompetenzen einer Risikogruppe, sondern auch jene ihrer Spitzenperformer wirkt sich auf das Wirtschaftswachstum aus.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 54

Deutschland:

„Die einseitige Ausrichtung auf schwache Schüler ist ein großer Irrtum, der sich offensichtlich unter deutschen Bildungspolitikern herumgesprochen hat.“
Dr. Tim Schulze, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 30

„Begabte endlich fördern“:

„Am Ende ist es auch eine Frage der Bildungs- und Chancengerechtigkeit, wenn in den Schulen nicht nur die schwachen, sondern auch die starken Schüler gefördert werden.“
Berliner Morgenpost vom 13. Juni 2015

England:

„Where there is a reasonable proportion of most able students, they do far better than when they are in a very small minority.“
Ofsted (Hrsg.), „The most able students“ (2015), S. 5

Supported, encouraged and valued:

„We found that youth had more positive feelings toward school in classes where their learning was supported, encouraged, and valued by their peers. This is more likely to occur when gifted students are placed in classrooms with other students at their ability level.“
Dr. Jennifer Fredricks u. a., „Developing and Fostering Passion in Academic and Nonacademic Domains“ in „Gifted Child Quarterly“ (2010), 54(1), S. 27

Wissenschaftlich erwiesen:

„Special classrooms for the gifted usually combine ability tracking with changes in curriculum aimed to increase the quality of education. There is ample empirical evidence that this form of grouping is beneficial for gifted students' achievement and some evidence for socioaffective benefits, like improved social relationships or more positive attitudes towards subject matters.“
Univ.-Prof. Dr. Franzis Preckel u. a., „Ability grouping of gifted students: Effects on academic self-concept and boredom“
in „British Journal of Educational Psychology“ 80 (2010), 3, S. 452

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Sozialdemokratie hat ihre Wurzeln vergessen:

„Das alte sozialdemokratische Aufstiegsrezept hieß: Bildung, Fleiß und Chancengleichheit. Die ersten beiden dieser drei Punkte hat die SPD aus ihrem Repertoire gestrichen. Schulabschlüsse sind durch Inflation entwertet. Der Leistungsgedanke wird verteufelt.“
Tagesspiegel online am 31. Mai 2017

Leistung statt Herkunft:

„Die Einführung des Leistungsprinzips ersetzte historisch das Prinzip der Verteilung von Sozialchancen allein nach Herkunft.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu),
„thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich) vom Juni 2015, S. 2

Leistung statt Brieftasche der Eltern:

„Der Gedanke der Selektion ist ein Schlüsselgedanke und eines der größten Tabus bei uns. Was ich unter Selektion verstehe und woran ich unbedingt festhalten möchte, ist eine Selektion, die sich über Leistung definiert.“
Univ.-Prof. Dr. Norbert Bolz, Cicero online am 8. Mai 2017

Eigenanstrengung:

„Unsere moderne Didaktik betont, Unterricht müsse Spaß machen. Die Eigenanstrengung beim Lernen blendet sie weitgehend aus. Wenn Spaß die höchste pädagogische Kategorie ist, drängt man die Lehrkraft in die Rolle des Entertainers und gibt letztlich ihm die Schuld, wenn der Schüler bei der Klassenarbeit oder der Prüfung versagt.“
guteschuleblog.wordpress.com am 23. August 2017

Geschönte Noten auf Druck von oben:

„Die Bildungspolitik hat aus PISA die falschen Schlüsse gezogen. Man hat keinen Leistungswettlauf begonnen, sondern einen reinen Notenwettlauf nach oben.“
Heinz-Peter Meidinger, seit 1. Juli 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Der schiefe Plan von PISA“, ZDF am 14. Juni 2017

Das Recht aller auf Förderung:

„Die Schwachen zu fördern ist ein wichtiges Ziel der Schule. Genauso wesentlich ist es aber auch, Leistungsstarke zu unterstützen. Auch die haben ein Recht auf individuelle, autonome Förderung. Das geht nicht immer spielerisch. Leistung muss von den Schülerinnen und Schülern auch gefordert werden.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5

Auf das Leben nach der Schule vorbereiten!

„Entwicklungen wie die ‚Schule ohne Schultasche‘ halte ich für falsch. Wir müssen Leistung von den Kindern verlangen und sie mit der Realität konfrontieren.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen-Zeitung online am 15. Juni 2017

Leistungsbereitschaft:

„Learner engagement needs to become an objective in itself. Without it, not only is the success of learning activities put in doubt, but the habits of lifelong learning are not being laid and reinforced.“
OECD (Hrsg.)., „Schooling Redesigned“ (2015), S. 28

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Frühkindliche Prägung:

„The first years of a person’s life matter tremendously as they lay the foundations for future skill development and positive adult outcomes. Parents play a central nurturing and educational role in their children’s lives, particularly in early childhood.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Netherlands 2017“ (2017), S. 69

Die ersten 1000 Tage:

„The foundations set in the first thousand days of a child’s life, from conception to the second birthday, are critical for future well-being.“
UNESCO (Hrsg.), „Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014), S. 1

Anlagen leben von Aktivierung:

„Das Nervensystem ‚erwartet‘ Umweltreize, damit sich genetisch angelegte Strukturen entwickeln. Fehlen diese Erfahrungen oder werden nur eingeschränkte Erfahrungen gemacht, so entwickeln sich die neuronalen Verschaltungen atypisch und dies geht in der Regel mit funktionalen Einschränkungen einher, die gar nicht bzw. nicht vollständig reversibel sind.“
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Hrsg.), „Frühkindliche Sozialisation“ (2014), S. 26

Die Würfel fallen lang vor dem Schuleintritt:

„Eine Ursache für geringe sprachliche Kompetenzen wird in einer sprachlich wenig anregenden familiären Umgebung gesehen. Unterschiede in der sprachlichen Entwicklung zwischen Kindern verschiedener familiärer Herkunft zeigen sich bereits im sehr frühen Kindergartenalter.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 26

Die sozial bedingte Bildungsdifferenz:

„Research confirms that by the age of 3, children from low-income homes hear 30 million less words than children from more affluent families. Research has even revealed that the gap begins as early as 18 months of age.“
Sophia Shing u. a., „Mobile Technology Bridges the 30 Million Word Gap“.
In: „Journal of Education at Practice“, Vo8, Nr. 9, 2017, S. 64

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Leseaktivitäten zu Hause fördern und ein Umfeld schaffen, in dem Lesen generell wertgeschätzt wird, das sind beides wichtige Faktoren, um leistungsstarke Leser hervorzubringen.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 132

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Few relationships in life are as significant and enduring as the relationship between children and their parents or the adults who raised them. Families are the first social unit in which children learn and develop.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 156

„Of the utmost importance”:

„Evidence indicates that ensuring a literate environment in the home is of the utmost importance.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Reading Literacy in EU Countries: Evidences from PIRLS“ (2013), S. 60

Keine Frage des formalen Bildungsniveaus:

„Der Kinderpsychologe ist nicht notwendigerweise der bessere Vater, die ausgebildete Kinderpsychologin nicht notwendigerweise die bessere Erzieherin, selbst zur Leitung einer entsprechenden Einrichtung qualifiziert keineswegs erst ein akademisches Studium.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 124f

Die ersten drei Lebensjahre:

„Forschungen in der Neurowissenschaft haben offen gelegt, dass die Empfindlichkeit wichtiger Areale im Gehirn, wie Bereiche der emotionalen Kontrolle, Sozialverhalten und sprachliche sowie rechnerische Fähigkeiten in den ersten drei Jahren ihren Höhepunkt erreichen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 37

Respekt vor Leistung der Lehrerinnen und Lehrer:

„Der Lehrerberuf ist ein sehr anstrengender Beruf und ich habe großen Respekt vor dieser Leistung. Ich glaube, jeder, der das einmal selber macht, vor 25 Schülerinnen und Schülern zu stehen, und versucht, dort auch etwas zu vermitteln, sieht, wie schwierig das ist.“
Birgit Hesse, Bildungsministerin Mecklenburg-Vorpommerns, Nordmagazin, NDR am 1. Februar 2017

Die pädagogische Freiheit der LehrerInnen Finnlands:

„As trusted professionals, teachers have considerable pedagogical autonomy to interpret the curricula and to choose teaching methods and materials, as well as resources and methods to continuously assess students' progress.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook: Finland“ (2013), S. 10

Finnlands Asset!

„Teachers in Finland have positive symbolic capital. They are respected and admired in politics and the media, rather than criticized and abused by them.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Hargreaves u. a., „The global fourth way“ (2011), S. 54

Schwer und wichtig:

„Lehrerin oder Lehrer zu sein - das ist ein schwerer Job. Und es ist ein äußerst wichtiger Job.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Südwest-Rundfunk aktuell am 8. Mai 2017

Eine Kampagne für die Lehrer:

„Meine erste Lanze wäre es, politisch eine Kampagne für die Lehrer einzufordern, sodass wir in Österreich wirklich wieder die gute Chance haben, wie das andere Ländern haben, die Besten zu bekommen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, „Pro und Contra“, PULS 4 am 15. September 2014

Überheblichkeit beenden!

„Bildungsministerien sollten sich weniger als Oberaufsicht, sondern vielmehr als Dienstleister gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern verstehen und für möglichst gute Rahmenbedienungen sorgen. Sie sollten den Schulen mehr Autonomie gewähren sowie den Lehrern Vertrauen schenken und mehr Verantwortung übertragen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 172

Probleme auf der Ebene der österreichischen Schulpolitik:

„Die wesentliche Botschaft besteht darin, dass in Österreich auf der Ebene der Politik die größeren Probleme liegen als auf der Ebene der Praxis in den Schulen.“
Dr. Lorenz Lassnigg, „Faktenbasierte Anregungen für eine neue Kultur in der Bildungspolitik und Bildungsreform“,
IHS – POLICY BRIEF vom 15. September 2016, S. 2

„Es ist etwas zu tun mit dem Lehrerimage“:

„Wir haben ganz einfach zu wenige, die in die Ausbildung gehen. Viele werden durch die gesellschaftlichen Ressentiments abgeschreckt, die da sind. Daher ist es mir wichtig, am Lehrerimage zu arbeiten, dem Beruf mehr Wertschätzung entgegenzubringen, ihn aufzuwerten.“
Mag. Johann Heuras, Präsident des LSR Niederösterreich, ORF Niederösterreich online am 7. Juni 2017

Wie wahr!

„Der Pädagogenberuf ist schwierig geworden. Man ist Elternersatz, Sozialarbeiter, Integrationsbeauftragter, Animateur, Bürokratie-Verwalter und hat immer weniger Zeit für die Kernaufgaben.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

„Proud to say that they are teachers”:

„Teaching is a profession that is well respected by the Canadian public. A 2013 survey conducted by the Alberta Teachers association found that 9 in 10 teachers agreed that they are very committed to teaching as a profession and that in public they are proud to say that they are teachers.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 31

Qualität statt Mode!

„Das Scheitern von pädagogischen Moden, wie etwa das selbstgesteuerte Lernen, die Kompetenzorientierung, obskure Schreiblernmethoden oder der willkürliche Einsatz von Lernsoftware, können nicht durch Niveauabsenkung beim Abitur oder durch Trivialisierung des Akademischen in Bachelor-Studiengängen weggezaubert werden.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), „Digitalisierung in der beruflichen Bildung“, bbw 5/2017, S. 4

Hatties „Visible learning“:

„Visible learning hat die Lehrperson als differenziert lenkende und sensibel ermutigende Leitinstanz schulischer Lernprozesse machtvoll rehabilitiert – und damit jeder Selbstlerneuphorie den Boden entzogen.“
Prof. Dr. Michael Felten, „Lernwirksamkeit statt Methodenfeuerwerk – Unterrichten im Jahre 4 nach Hattie“.
In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 20

Hattie rehabilitiert den direkten Unterricht:

„Als ein Hochschullehrer über die Ergebnisse der Hattie-Studie referierte, bedankten sich Studenten hinterher: ‚Heute haben wir gehört, dass man als Lehrer auch mal etwas erklären darf.‘“
Jochen Grell, „Das direkte Unterrichten und seine Feinde“. In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 37

Finnlands LehrerInnen widersetzen sich OECD-„Empfehlungen“:

„Only lower-secondary school teachers in Japan and Croatia report lower rates of using technology, small-group learning, and projects that take longer than 1 week.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 195

Finnlands Stärke:

„Finnish pedagogical methods remained traditional in approach throughout the era of educational improvements, in sharp contrast to the constructivist and progressive ideal.“
Gabriel Heller Sahlgren, „Real Finnish Lessons – The true story of an education superpower“ (2015), S. 45

„Confusion, frustration and misconceptions“:

„New Information combined with minimal guidance does not lead to effective learning. Instead, it leads to confusion, frustration and misconceptions.“
Daisy Christodoulou, „Seven Myths about Education“ (2014), S. 39

Lehren statt moderieren!

„Die Flucht in die Moderation an Stelle des demonstrierenden Lehrens muss unterbunden werden.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 56

Wichtiger als jede Unterrichtstechnik:

„Es ist absolut notwendig, dass der Lehrende ein Vertrauensverhältnis zu den Lernenden aufbaut, wie lange dies auch immer dauern mag, das von Sympathie, Kompetenz, Verlässlichkeit und Autorität gekennzeichnet ist.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ (2011), S. 195f

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Es gibt weltweit keine einzige Studie, die belegen könnte, dass weitgehend digitalisierter Unterricht irgendetwas an Vorteil brächte. Nein, auch hier sind die Kollateralschäden zu bedenken: Dass ein überdimensionaler Einsatz von digitalen Medien dazu verführt, sich nur noch flüchtig Häppchen zu holen, ‚downzuloaden‘, ‚just-intime‘-mäßig. Zudem fällt mir auf, dass viele der so genannten Studien, denen zufolge wir mehr Digitalisierung in der Bildung brauchen, aus den Häusern Vodafone, Telekom, Bitkom, Bertelsmann und Co. stammen. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Dass sich Bildungsminister vor deren Karren spannen lassen, hat – wie man im Ländle sagt – ein Gschmäckle.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 16

„Moderne“ Unterrichtsformen auf Kosten sozioökonomisch Schwacher:

„Alle ‚modernen‘ Unterrichtsmaßnahmen (sie sind natürlich nicht neu, sondern alle mindestens hundert Jahre alt) – selbständiges Lernen, Projektarbeit, schülerkontrollierter Unterricht, eigenständiges Lernen, Gruppenarbeit etc. – favorisieren den Nachwuchs der Bildungsschicht.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 19

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Größtmögliche Leistungsförderung und Chancengerechtigkeit:

„Schulformspezifische Anforderungs- bzw. Leistungsmilieus bieten am ehesten leistungsförderliche Umgebungen für den effektiven Umgang mit Heterogenität. Zugleich garantieren solche differentiellen Entwicklungsmilieus größtmögliche Chancengerechtigkeit im Bildungsgang. Wissenschaftliche Belege für gegenteilige Behauptungen konnten trotz jahrzehntelanger Bemühungen bisher nicht erbracht werden.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Begabungsförderung und Schulleistung“. In: „Katholische Bildung“, 2012, Heft 7/8, S. 305

Die Praxis bestätigt die bildungswissenschaftlichen Befunde:

„Dass mit Berlin ein Bundesland in Fragen der Bildungsgerechtigkeit am schlechtesten abschneidet, das auf eine sechsjährige Grundschule setzt, die Gymnasien systematisch benachteiligt und eine miserable Unterrichtsversorgung aufweist, kann nicht verwundern!“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Profil“ (Printmedium des dphv) vom Juli/August 2017, S. 5

Von Bayern und Baden-Württemberg lernen!

„Unverkennbar existiert bei den Leistungen der Schulen ein Süd-Nord-Gefälle.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, „Geschichte der Erziehung“ (2010), S. 367

Das Scheitern des schwedischen Schulsystems:

„Kaum ein Schwede käme heutzutage auf den Gedanken, das Schulwesen des Landes als besonders nachahmenswert hervorzuheben.“
Thomas Barow, „Vorbild oder Zerrbild? Außen- und Innenperspektive auf inklusive Bildung in Schweden“ (2011)

Österreichs postfaktische „Schulpolitik“:

„Da wird immer ein Idealmodell von Gesamtschule dem grauen Alltag gegenübergestellt. Nur dieses Idealmodell gibt es nirgends. Das gibt es in skandinavischen Ländern nicht, das gibt es in Finnland nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017

Müsste …

„Jeder Psychologe oder Sozialpsychologe müsste […] zugestehen, dass gerade dann, wenn man zusammen in einer Schulklasse ist, der ‚clash of cultures‘ oder der ‚soziale Vergleich‘ (‚social comparison‘) erst anfängt.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase; in: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 45

Die „heilige“ Gleichheit:

„Robespierre wollte die ‚heilige‘ Gleichheit. Manche Jakobiner machten sich in ihrem Tugendterror und Gleichheitseifer gar daran, Kirchtürme schleifen, weil diese ungleich seien.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Frankreichs Schulpolitik hat ihre Lektion gelernt:

„Der wahre Feind des staatlichen Schulwesens ist die Gleichmacherei. Sein Freund ist die Freiheit.“
Jean-Michel Blanquer, Frankreichs Bildungsminister, Die Zeit online am 20. August 2017

Das schulpolitische Paradoxon:

„Nach dem Willen der OECD sollen die europäischen Bildungssysteme ihre Eigentümlichkeiten verlieren, um international genormtes Humankapital hervorzubringen. Paradox, dass ausgerechnet von links mit der Parole vom ‚gemeinsamen Lernen‘ die konsequenteste Hingabe an dieses Prinzip kommt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt, bildung-wissen.eu am 21. Mai 2017

„Reduzierter Begriff von Bildung“:

„PISA unterliegt ein arg reduzierter Begriff von Bildung. Was will man auch erwarten, wenn eine Wirtschaftsorganisation wie die OECD sich auf dem Feld der Pädagogik tummelt.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Bender, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 19

Verkümmerungsform:

„Was Pisa testet, ist nicht Bildung, sondern Pisa-Kompetenz. Das ist eine Verkümmerungsform.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), Kölner Stadtanzeiger online am 6. Dezember 2016

Bildungsdemontage:

„Durch den normativen bildungsökonomischen Charakter hat PISA das über Jahrhunderte auf der Basis europäischer Bildungstradition gewachsene Bildungswesen demontiert und umgesteuert.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, bildungsklick.de am 26. April 2017

Die drei PISA-Kompetenzen:

„Warum sind es gerade diese drei Fähigkeiten? Sagen Fertigkeiten in den Fremdsprachen nichts über die Qualität eines Bildungssystems aus? Die werden aber nicht gemessen. Wie steht es um ethische und soziale Kompetenzen? Die Fächer Sozialkunde, Politik, Geographie fehlen völlig bei den PISA-Messungen.“
Univ.-Prof. Dr. Volker Ladenthin, Junge Welt online am 10. Dezember 2013

Wider den Kern der Bildung:

„Es war der Ehrgeiz der großen Bildungsstudien der letzten eineinhalb Dekaden, schulische Leistungen global vergleichbar zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten sie genau das neutralisieren, was den Kern von Bildung, Schule und Unterricht ausmacht: die Einbindung in kulturelle Wertsysteme, die eben nicht global gültig sind, sondern in spezifischen nationalen und regionalen Traditionen und Bedürfnissen verwurzelt sind.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Brenner, „Wissenswert“, Ausgabe 02-2013, S. 25f

Das „Bildungsverständnis“ der OECD:

„Lernen wird zum ‚Einlernen‘ vordergründig verwertbarer und für die Gesellschaft nützlicher Fertigkeiten degradiert. Eine derartige Instrumentalisierung von Menschen mag einer Wirtschaftsorganisation wie der OECD anstehen; in einer Schule, die sich als Ort der Menschenbildung versteht, hat sie nichts verloren.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Der Standard online am 22. Dezember 2016

Der Schulpolitik ins Stammbuch geschrieben:

„Die Schule darf sich keinesfalls nach den kurzfristigen und veränderlichen Ansprüchen der Wirtschaft richten.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 137f

Schule im Design der OECD-„Bildungsabteilung“:

„Am Ende verlässt schön verpacktes und gut portioniertes Humankapital die bildungsökonomisch hoch effizienten Ausbildungsfabriken.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 12

Fehlt’s an Einsicht oder Ehrlichkeit?

„Dieselben Leute, die ständig Lippenbekenntnisse von wegen Gleichheit, Gerechtigkeit, Kindgemäßheit absondern, betreiben unter Einflüsterung der Wirtschaft und der OECD eine Ökonomisierung von Bildung.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Utopien schaffen Bildungskrisen:

„Man sollte mit Versprechungen vorsichtig sein und der formalen Bildung nicht Dinge zutrauen, die sie nicht einlösen kann. Wer an Bildungssysteme überzogene, utopische und oft auch widersprüchliche Forderungen stellt, produziert jene Enttäuschungen, die dann wieder als Bildungskrise in Erscheinung treten.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 17. September 2017

„Patentlösungen gibt es nicht“:

„Es muss dringend darüber nachgedacht werden, ob […] die Schule der Ort sein kann, an dem jegliche sozialpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und vor allem Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre zu korrigieren sind.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 289

Die OECD handelt ohne Legitimation:

„Auch nach genauer Lektüre habe ich bisher an keiner Stelle entdeckt, dass die OECD oder die Bertelsmann Stiftung einen verfassungsmäßigen Auftrag zum Umbau unseres Bildungswesens hätten.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), www.nachdenkseiten.de am 14. März 2016

Es droht die Zerstörung des öffentlichen Schulwesens:

„Am Ende steht der alte Wunschtraum neoliberaler Fundamentalisten: ein öffentliches Restschulwesen, das diejenigen mit minimalen Bildungsangeboten versorgt, die nicht kapitalkräftig genug sind für den Bildungsmarkt. Die anderen können und sollen zukaufen.“
Univ.-Prof. Dr. Clemens Knobloch, „Wie man öffentlich über „Inklusion“ spricht und was man daraus schließen kann“,  
www.nachdenkseiten.de am 16. Jänner 2015

Wa(h)re Bildung (© Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz):

„Die OECD verfolgte immer das Vorhaben, die vermeintlich verkrusteten, staatlich kontrollierten Bildungsstrukturen in Europa aufzubrechen und einen Bildungsmarkt zu schaffen, durch den Unternehmen viel Geld verdienen können.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 103

Zeit für Reformen, die der Schule dienen!

„Die Bildungspolitik des letzten Jahrzehnts steht vor zahlreichen von ihr angerichteten Scherbenhaufen. Es ist also höchste Zeit für Reformen, die auf die Schulwirklichkeit und deren Erfolg fokussieren und nicht von Themenverfehlungen und Träumereien dominiert sind.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Juli/August 2017, S. 30

Eine ernüchternde Bilanz:

„Alle Reformbestrebungen der letzten Jahrzehnte waren im Zerstören stets sehr viel erfolgreicher als im Aufbauen.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 16

„Ein heilloses Durcheinander“:

„Für die mit der konkreten Bildungs- und Erziehungsarbeit beschäftigten Pädagogen stellen sich diese Reformversuche seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts häufig als eine hurrikanähnliche Erscheinung dar, die vieles in Bewegung setzte und vor allem eines bewirkte: ein heilloses Durcheinander.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 140

Eine scheinbar banale Forderung, aber leider eine schulpolitische Utopie:

„Man muss sich bei jeder Reform überlegen, welche Konsequenzen sie für den Unterricht hat. Was den Unterricht tatsächlich verbessert, sollte Priorität bekommen.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Stuttgarter Nachrichten online am 28. August 2017

Beherzter Appell an die Schulpolitik:

„Geht ehrlich mit euren Schulen und Lehrern um! Stellt euch vor sie – gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber Finanzministern, gegenüber schlauen Bildungsforschern! Und lasst sie einfach mal in Ruhe arbeiten. Mal keine Reform, das wäre doch mal eine Reform!“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 19

Einmal mehr:

„Nicht bestätigt werden konnte in TIMSS 2015, dass rhythmisierte Ganztagsschulen sozial bedingte Selektionseffekte stärker ausgleichen als andere Schultypen.“
Univ.-Prof. Dr. Wilfried Bos u. a., „TIMSS 2015: Wichtige Ergebnisse im Überblick“, in Dr. Heike Wendt u. a., „TIMSS 2015. Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich“ (2016), S. 21

Zielsetzung verfehlt:

„Etliche aktuelle Studien belegen, dass Hoffnungen, die in die Ganztagsschule gesetzt werden, unerfüllt bleiben. Weder erzielen SchülerInnen in Ganztagsschulen bessere Erfolge noch sinkt der Nachhilfeaufwand noch führen Ganztagsschulen zu einer Entkoppelung des Bildungserfolgs vom Elternhaus.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft,
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Gezielte Förderungen statt Einheitsbrei:

„Schwächere SchülerInnen bräuchten gezielte Förderungen, um die gleichen Chancen zu haben wie ihre KollegInnen. Reformen wie die Ganztagsschule sind diesem Gedanken widersprüchlich, weil sie eben diese Unterschiede nicht ausgleichen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Seit Jahren erwiesen:

„Auch für Jugendliche aus niedrigeren sozialen Schichten oder mit Migrationshintergrund lässt sich über vier Jahre hinweg kein Effekt der reinen Ganztagsschulteilnahme auf ihre Schulleistungen nachweisen – es liegt in dieser Hinsicht also kein kompensatorischer Effekt für bildungsbenachteiligte Schülergruppen vor.“
StEG (Hrsg.), „Ganztagsschule: Entwicklung und Wirkung“ (2010), S. 15

Tatsächliche Ergebnisse werden ignoriert:

„Man hätte spätestens den Pisa-Studien entnehmen können, dass Ganztagsschule nicht mit besserer Schulleistung korreliert.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 148

„Schule ohne Schultasche …“:

„Man darf den Kindern und Eltern nicht vorgaukeln, sie hätten gar keine Verantwortung für die Bildung.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 14. Oktober 2016

Politik der Illusionen:

„Es gibt keinen messbaren Nachweis, dass die Ganztagsschule die Chancengleichheit fördert.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das Schulblatt“ (Printmedium des CLV Oberösterreich) vom Februar 2017, S. 11

Politik versus wissenschaftliche Evidenz:

„Umso wichtiger ist daher der Ausbau der Ganztagsschulen, der für mehr Chancengerechtigkeit sorgt.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Presseaussendung vom 28. März 2017

Rapider Ausbau:

„While in the school year 2007/08 only 76,979 pupils attended a form of all-day schooling (including lunch-time care at AHS), such offers were already used by 140,102 pupils in the school year 2014/15. About 40 % of all school locations offer all-day schooling.“
Michael Bruneforth, MA, u. a., „Country Background Report for Austria“ (2015), S. 101

„Pädagogisches Placebo“:

„Ganztagsschule ist zum politischen Prestigeobjekt geworden, und sie ist doch nur ein pädagogisches Placebo.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 138

Auf die Wirkung kommt es an!

„Kooperative Unterrichtsformen scheinen sakrosankt zu sein. Die Unterrichtsform bzw. Unterrichtskultur ist jedoch kein Selbstzweck. Sie muss im Dienste des Lernzuwachses, der Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler stehen.“
Bernd Saur, Vorsitzender des Philologenverbands Baden-Württemberg, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 2

Das Rad nicht immer neu erfinden lassen!

„Jungen Menschen viel Zeit einzuräumen, damit sie das Rad noch einmal erfinden, mag gut klingen, in Wirklichkeit wird ihnen damit Lebenszeit gestohlen. Das Rad muss erst dann noch einmal erfunden werden, wenn vergessen wurde, was es damit auf sich hat.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 13. September 2014

Eine Frage der Gerechtigkeit:

„Knowledge of the external world is also important for equality. If you only teach pupils using the knowledge they bring to the classroom and the knowledge they might pick up through experience, then you will reproduce educational inequalities. Pupils from educated families will bring a great deal of knowledge to the classroom. Pupils from uneducated and immigrant families will bring less knowledge.“
Daisy Christodoulou, „Seven Myths about Education“ (2014), S. 115

„Die Benachteiligten bleiben zurück“:

„Und gerade denen würden die klassischen Unterrichtsformen eines straffen lehrerorientierten Unterrichts helfen. Solche Formen werden aber gerne als Frontalunterricht runtergemacht.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), Main-Spitze online am 2. Mai 2017

Das Diktat der Didaktik-Theorie durchbrechen:

„Wenn man einem, der guten lehrerzentrierten Unterricht gemacht hat, sagt, er muss auf Teufel komm raus Gruppenarbeit einführen, tut man den Schülern nichts Gutes. Wir dürfen Lehrern nicht vermitteln, dass sie nur mit einer bestimmten Lernform die Schüler gut und glücklich machen können.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Die Presse online am 14. März 2017

Naive Theorien:

„Neues Wissen, gut aufbereitet von einem Experten - das ist sehr viel wert. Ich halte es für naiv, zu denken, Schüler könnten sich alles in Gruppen- und Projektarbeit selbst erarbeiten.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock, Süddeutsche Zeitung online am 7. April 2017

„Individualisierung“:

„Schaut man sich dazu wissenschaftliche Expertisen an, so stellt man verwundert fest, dass eine Individualisierung von Unterricht so gut wie keine nachweisbaren positiven Effekte auf Lernprozesse nach sich zieht, so ausgewiesen in der Metaanalyse des Neuseeländers John Hattie, die sich auf mehr als 52 000 Einzeluntersuchungen stützt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Juli 2013

Eines der Erfolgsgeheimnisse des Gymnasiums:

„Ein konservativer Grundzug und eine gewisse Störrigkeit gegenüber Veränderungen haben sicher zum Erfolg dieser Schulform beigetragen
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Die Zeit vom 16. Februar 2012

Hattie rehabilitiert direkten Unterricht:

„Du darfst direkt unterrichten. Du darfst deinen Schülern etwas beibringen, je direkter, desto besser! Du darfst die ganze Klasse auf einmal unterrichten. Die Schule ist ja erfunden worden, damit man nicht jede und jeden einzeln unterrichten muss.“
Jochen Grell, „Das direkte Unterrichten und seine Feinde“. In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 37

Pädagogische „Weisheiten“ von gestern:

„Der Glaube an die pädagogische und psychologische Machbarkeit („erzieherischer Machbarkeitswahn“), an vereinfachte Sozialisations- und Lerntheorien. Keine dieser Thesen hat sich in der Form, wie sie im politischen Diskurs eine Rolle spielt, bewahrheitet.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 15

Österreichweiter Anstieg auf fast ein Drittel:

„2010/11 stammten 26 % der Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen aus nichtdeutschsprachigen Familien. In den folgenden fünf Jahren stieg dieser Anteil um knapp fünf Prozentpunkte auf 31 % im Kindergartenjahr 2015/16.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 44

Zugewanderte aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien:

„Fast 60 Prozent haben nur eine Pflichtschule (wenn überhaupt) absolviert, 13 Prozent eine mittlere oder höhere Schule und nur 4 Prozent eine Universitätsausbildung. Zum Vergleich haben bei allen in Österreich Geborenen 28 Prozent nur die Pflichtschule absolviert, dafür aber 33 Prozent eine mittlere oder höhere Schule und 13 Prozent ein Universitätsstudium.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Vorsitzender des Expertenrats für Integration, „Zusammen:Österreich“ vom Herbst 2017, S. 9

Verdoppelung der Anzahl „außerordentlicher Schüler“ innerhalb von sechs Jahren:

„Die Zahl jener Schüler, die der Unterrichtssprache Deutsch noch nicht folgen können, ist in Wien binnen nur sechs Jahren von 7900 auf 15.900 gestiegen.“
Kurier online am 29. Mai 2017

„Special challenges”:

„Austria has had the third-highest inflow of refugees per capita among OECD countries, and a relatively high share of asylum seekers have been allowed to stay. Immigration is not a new phenomenon in Austria, where more than a quarter of the population has a migrant background, but the composition of new arrivals creates special challenges.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – AUSTRIA“ (2017), S. 21

Eine enorme Herausforderung für Deutschlands und Österreichs Schulwesen:

„59 Prozent der arbeitssuchenden Flüchtlinge und Migranten haben keinen Schulabschluss. Bei Flüchtlingen aus Somalia, Eritrea und dem Irak sind es mehr als 70 Prozent, bei Afghanen 69 Prozent, bei Syrern 56 Prozent.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.tichyseinblick.de am 24. August 2017

Reformversäumnisse im Bildungsbereich:

„Die Auswirkungen vergangener Reformversäumnisse im Bildungsbereich werden aufgrund der großen Anzahl an Flüchtlingskindern umso sichtbarer.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister. In: ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), Vorwort

Eine Frage der Chancengerechtigkeit:

„Kindern mit sprachrelevanten Defiziten muss von Anfang an die Chance gegeben werden, eine erfolgreiche Bildungskarriere starten zu können. Was am Anfang versäumt wird, kann nur schwer wieder aufgeholt werden. Wir brauchen daher echte, flächendeckende und effektive Deutsch-Vorbereitungsklassen für alle Kinder mit sprachrelevanten Defiziten.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, und LT-Abg. Sabine Schwarz,
Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 30. Mai 2017

Das Kanada-„Wunder“:

„20 Prozent alle Schüler haben Eltern nichtdeutscher Muttersprache. Dass Kanada trotz ähnlicher Verhältnisse bei Pisa besser abschneidet, ist einfach erklärt: Dort erfolgt die Zuwanderung gemäß beruflicher Qualifikation – bei uns nahm man Erntehelfer und Hilfsarbeiter auf.“
Peter Michael Lingens, lingens.online am 3. Juli 2017

(Anm.: In Kanada sprechen 40 % der im Land geborenen 15-Jährigen mit Migrationshintergrund zu Hause überwiegend nicht die Testsprache, in Österreich 73 %. Österreich gehört zu den OECD-Staaten, in denen 15-Jährige, die zugewandert sind, den größten sozioökonomischen Rückstand auf 15-Jährige ohne Migrationshintergrund aufweisen; in Kanada sind 15-Jährige, die zugewandert sind, den einheimischen 15-Jährigen sozioökonomisch sogar überlegen.)

Hohes Vertrauen der Eltern:

„Insgesamt zeigt sich ein sehr hohes Vertrauen der Eltern in die Schule ihres Kindes, unabhängig davon, ob das Kind an der NMS oder einer AHS ist. Auch kulturelle oder sprachliche Zugehörigkeiten machen hier keinen Unterschied.“
Dr. Gabriele Böheim-Galehr u. a., „Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. Entwicklungen, Bildungshaltungen und Bildungserwartungen. Projektbericht Band 1“ (2014), S. 74

Anerkennung auch von der Statistik Austria:

„Das österreichische Bildungssystem positioniert sich weltweit und im Vergleich zu anderen EU- oder OECD-Staaten insgesamt gut.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2015/16 – Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2017), S. 120

Hohes Lob für Österreichs Lehre:

„The Austrian vocational education and training system ensures high employability. Employment rates for 25-34 year-olds with an upper secondary or post-secondary non-tertiary vocational qualification are as high as for individuals with a tertiary one (86% and 88% respectively). “
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2017. Country Note Austria“ (2017), S. 3

Überhitzt:

„Over the past two decades, tertiary education in OECD countries has dramatically expanded. In 2014, 16 % of the adult population (25-64 year-olds) across OECD countries had a bachelor’s degree as their highest level of attainment and another 11 % had a master’s degree.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus 37“ (Dezember 2015), S. 1

Südkorea:

„The employment rate of university graduates in 2013 was 56 %. […] For vocational institutions, the employment rate of Meister high-schools in 2013 was over 90%.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Korea 2015“ (2015), S. 50

Abschied von der „Matura für alle“-Politik in Spanien:

„The Dual VET system was established in November 2012 through the Royal Decree 1529/2012. […] Within two years, the number of students participating in Dual VET has quadrupled, and the number of companies has increased tenfold.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Spain 2015“ (2015), S. 52

Auch Norwegen setzt auf duale Bildung:

„Norway does not have a tradition of apprenticeship, but recently developed an apprenticeship system successfully.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Korea 2015“ (2015), S. 103

„Exemplary“:

„The apprenticeship system is often regarded as exemplary because it provides the skills needed by firms and combines on-the-job training and formal education, thus offering substantial initial work experience.“
Univ.-Prof. Dr. Stéphane Carcillo u. a., „NEET Youth in the Aftermath of the Crisis“ (2015), S. 59

Anteil armutsgefährdeter Menschen
(differenziert nach ihrem Bildungsabschluss; Stand 2016)

Lehre oder mittlere Schule: 10,0 %
Hochschule oder Akademie: 10,8 %
Matura: 15,1 %
maximal Pflichtschule: 22,1 %
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2015/16 – Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2017), S. 105

Sehr hohe Zufriedenheit:

„Für den Erfolg des Ausbildungsmodells ‚Lehre‘ insgesamt spricht, dass sich 84 % der Befragten, für den Fall, dass sie nochmals im Alter von fünfzehn Jahren eine Ausbildungsentscheidung treffen müssten, wieder für eine Lehrausbildung entscheiden würden.“
ibw (Hrsg.), „Befragung österreichischer LehrabsolventInnen zwei Jahre nach Lehrabschluss“ (2016), S. 5

Aufruf zur Vernunft:

„Es ist keineswegs einzusehen, warum wir diese Stärke, die wir nun einmal in unserem Bildungssystem haben, jetzt abwracken sollten.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 45f

OECD, 2017:

„In vielen Ländern zeigt sich in der letzten Zeit wieder ein verstärktes Interesse an beruflichen Bildungsgängen, da diese als wirksames Instrument zur Entwicklung von Kompetenzen bei denjenigen eingeschätzt werden, die sonst nicht die notwendigen Qualifikationen für einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt hätten. Ländern mit einem gut entwickelten und etablierten System der beruflichen Bildung einschließlich dualer Ausbildungsgänge ist es besser gelungen, die Jugenderwerbslosigkeit in Grenzen zu halten.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 313f

Frühe Erfahrungen mit Sprache:

„Schon lange vor dem Schuleintritt machen Kinder wichtige Erfahrungen mit Sprache. Hier muss man einen Appell an die Eltern richten, dass sie mit den Kindern lesen und dass sie den Kindern von Beginn an vorlesen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Leseaktivitäten außerhalb des formalen Lernumfelds der Schulen sind äußerst wichtig für die Entwicklung erfolgreicher Leser. Ein beträchtlicher Teil der Aktivitäten des Lesenlernens und des Lesens, um zu lernen, findet außerhalb des formalen Unterrichtskontexts statt.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 129

Die ersten drei Lebensjahre:

„Research in neuroscience shows that the brain sensitivity of highly important developmental areas – such as language and numeracy, social skills and emotional control – peaks in the first three years of life.“
OECD (Hrsg.), „Starting Strong V“ (2017), S. 18

Die sichere Bindung:

„Eine sichere Bindung ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder lernen, die Welt zu erforschen und zu verstehen. Fehlt diese Bindung, haben es diese Kinder auch später im Leben schwer. Der Wiener Verhaltensforscher Kurt Kotrschal bemerkt, bei etwa 80 Prozent der Kinder mit Lernstörungen liege ‚eine Bindungsproblematik zugrunde‘.“
Rainer Stadler, „Die Ganztagslüge“. In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 181

Ruhe und Zuwendung:

„Nur wer in sich selbst ruht, kann seinen Kindern die emotionale Zuwendung geben, die sie brauchen. Wenn ich etwa daheim ständig am Smartphone hänge und Nachrichten schreibe, spüren die Kinder, dass ich emotional nicht bei ihnen bin, nicht in realem Kontakt mit ihnen. Das schädigt die Psyche der Kinder auf Dauer.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, heute.de am 11. Juni 2017

Just talking …

„PISA data show that 15-year-old students whose parents routinely engage in home-based activities with them, such as eating a meal together or spending time 'just talking', not only score higher, but they are also more satisfied with their life.“
OECD (Hrsg.), „PISA In Focus 2017/71“ (April 2017), S. 5

Frühe Prägung:

„Early parental involvement with their children in home learning activities has strong effects on later behaviour in school. The amount of interest fathers take in their child’s learning is also associated with behaviour.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 68

Mit Aufgaben überschüttet:

„Die Zahl der nicht-intakten Elternhäuser steigt, oft fehlen zu Hause Vorbilder. ‚Die Lehrer haben ganz andere Aufgaben als früher, sie werden allein gelassen.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen-Zeitung online am 15. Juni 2017

Auf die Familie kommt es an:

„Es ist verrückt, zu glauben, dass 1000 Dollar mehr die Probleme der benachteiligten Kinder lösen könnten. [...] Natürlich hilft Geld, aber die Familie macht den Unterschied aus.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften, Die Zeit online am 20. Juni 2013

Gemeinsame Verantwortung für das Gelingen:

„Einerseits ist natürlich kein Schulsystem perfekt, andererseits gibt es schon Länder, von denen wir einiges lernen können. So werden zum Beispiel in manchen skandinavischen Ländern die Eltern viel stärker in den Schulbetrieb miteinbezogen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Der Schlüssel zum Bildungserfolg:

„Proficiency in the language of instruction is a key to school success.“
OECD (Hrsg.), „Trends Shaping Education Spotlight 11. People on the Move.“ (Juli 2017), S. 3

Integration ermöglichen:

„Die Sprache ist die Basis und Grundvoraussetzung für Integration, Ausbildung und Selbsterhaltungsfähigkeit. Es ist unverantwortlich, wenn Generationen von Kindern vom System mitgeschleppt werden, die am Ende des Tages wegen Unvermittelbarkeit ihr Leben in der Mindestsicherung verbringen müssen. Was zu Beginn versäumt wird, kann später kaum aufgeholt werden.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 31. Mai 2017

Sprachstandsfeststellung 2015/16;

„Von jenen Kindern, für die Deutsch als Erstsprache angegeben wurde, hatten nur rund 14 % Förderbedarf. Unter jenen Kindern, für die eine andere Erstsprache angegeben wurde, benötigten hingegen rund 67 % zusätzliche Fördermaßnahmen.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 44

Ideologische Denkblockaden überwinden!

„Wo ist das schlüssige Argument, warum es so schrecklich sein soll, Kindern mit Sprachdefiziten zuerst Deutsch beizubringen, bevor man sie ins Regelschulwesen eingliedert?“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Integrationspolitischer Notstand:

„In Wien ist etwas entstanden, was im Schulsystem nie hätte passieren dürfen. Das ist eine Notfallsituation, die besonderer Maßnahmen bedarf. Es sollten keine Kinder an die weiterführende Schule, die nicht in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Agenda Austria, Kurier online am 11. Juli 2017

Verdoppelung:

„Die Zahl der Schüler, die der Unterrichtssprache Deutsch nicht ausreichend folgen können und deshalb speziellen Förderbedarf haben, ist in Wien in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Aktuell zählt die Stadt 15.866 sogenannte außerordentliche Schüler - rund doppelt so viele wie noch vor sechs Jahren.“
Die Presse online am 30. Mai 2017

Deutsch-Vorbereitungsklassen:

„Was es braucht, ist die Etablierung von Deutsch-Vorbereitungsklassen. Den Kindern mit sprachrelevanten Defiziten muss von Anfang an die Chance gegeben werden, eine erfolgreiche Bildungskarriere starten zu können“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 8. Juni 2017

Sprache und Werte vermitteln:

„Menschen, die nach Österreich kommen, um hier ihr Leben zu gestalten, müssen möglichst rasch und gut Deutsch lernen; den Einstieg in die Erwerbstätigkeit schaffen, um selbsterhaltungsfähig zu werden; und Grundrechte, wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau respektieren und leben.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF, Kurier online am 28. Juni 2017

Österreichs integrationspolitisches Versagen:

„In almost all countries (except Austria, Estonia and Greece), immigrants who have lived in the host country for more than five years are more proficient in literacy than those who have recently arrived. The difference between the two groups is particularly marked in the Nordic countries, where many immigrants need time to acquire language skills, and where comprehensive integration policies will have helped immigrants who have stayed in the country for longer to overcome any initial difficulties.“
OECD (Hrsg.), „Why are immigrants less proficient in literacy than native-born adults?“ (2017), S. 3

Schönreden beenden:

„‚Wir müssen aufhören, Dinge schön zu reden.‘ Natürlich sei es ein Problem, wenn jeder dritte Abgänger einer Volksschule nicht sinnerfassend lesen könne.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse online am 25. August 2017

UN-Konvention wird politisch missbraucht:

„Die Inklusionseuphoriker sollen endlich die UN-Konvention genau lesen. Die Auflösung der Förder- und Sonderschulen wird dort keineswegs gefordert.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 16

Es fehlt an Seriosität:

„In pädagogischer Hinsicht ist die bisherige Diskussion zur Inklusion äußerst dürftig verlaufen. Alle Kinder sollen in der gleichen Klasse in einer Schule miteinander lernen, dass dies möglich sei, wird lediglich postuliert, das bisherige Förderschulsystem soll aufgelöst, also zerstört werden, die Sonderschullehrer sollen sich stundenweise und von Schule zu Schule wandernd um die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Behinderten kümmern.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion als politisch-weltanschauliche Bewegung“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

„Die pädagogische Welt wird nicht neu erfunden“:

„Man fragt sich allenfalls, woher der frische Mut stammt, unter der Fahne der Inklusion jetzt alle Probleme bewältigen zu können, die sich nach historischer Erfahrung bei allen Reformen als resistent erwiesen haben.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, „Inklusion im Spannungsfeld von Universalisierung und Individualisierung“ (2011), S. 19

„Inklusion“, die zur Falle wird:

„Bei Menschen, denen das soziale Zusammenleben in der Schulklasse schwerfällt, weil sie Tobsuchtsanfälle bekommen […], ist Ablehnung und Diskriminierung durch die anderen Schüler vorprogrammiert. Der Unterricht wird fast unmöglich. Gleiches gilt für Schüler, die psychiatrisch auffällig sind.“
Univ.-Prof. Dr. Werner Dollase, „Soziale Ablehnung statt institutioneller Separierung?“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

Fachspezifische Expertise unverzichtbar:

„Die Sonderschullehrer haben Qualitäten und Kenntnisse, die nicht jede Lehrerin bzw. jeder Lehrer haben kann. Auch in der Medizin ist es so, dass selbst hervorragende Allgemeinmediziner die Fachärzte nicht ersetzen können.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

Kindeswohl statt Ideologie:

„Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen muss oberste Priorität haben und das kann oftmals nur in den Sonderschulen sichergestellt werden. […] Bei diesem sensiblen Thema darf ideologische Voreingenommenheit nicht über das Kindeswohl gestellt werden.“
LT-Abg. Mag. Bettina Rausch, Bildungssprecherin der ÖVP Niederösterreich, Presseaussendung vom 21. Juni 2017

Hoffen auf eine schulpolitische Kurskorrektur in Südtirol:

„Es wird sich vielleicht etwas ändern, wenn die jüngere Generation in den Selbsthilfeorganisationen das Sagen haben wird. Die hat diese Form der Inklusion erlebt und setzt den Fokus auf anderes, auf berufliche Teilhabe. Hier wird es hoffentlich um die Frage nach der bestmöglichen Förderung gehen.“
Univ.-Prof. Dr. Dino Capovilla, Kurier online am 22. August 2017

Sonderschulen erhalten!

„Ich bekenne mich zu den aktuell bestehenden Sonderschulen. […] Ich glaube, dass es notwendig ist, dass es die Form von Sonderschule auch über das Jahr 2020 hinausgehend gibt.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

Bevormundungspolitik beenden!

„Ich fordere von Bundesministerin Hammerschmid eine Klarstellung, dass Sonderschulen auch nach dem Jahr 2020 weiter bestehen bleiben. Neben inklusivem Unterricht, den wir weiter fördern wollen, brauchen wir trotzdem die individuelle Förderung für Kinder, für die der Unterricht in einer anderen Schulform nicht geeignet ist. Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wissen am besten, was ihre Kinder benötigen und wollen Wahlfreiheit.
Bundesrätin Sandra Kern, NÖAAB-Landesgeschäftsführerin, Presseaussendung vom 5. Juli 2017

Das Interesse des Kindes hat zu zählen:

„Pädagogische Bedürfnisse müssen im Hinblick darauf beurteilt werden, was für den Einzelnen das Beste ist.“
WHO (Hrsg.), „Weltbericht Behinderung“ (2011), S. 205

Höchstleistungen gezielt fördern!

„Für ein Land, das von seinem Humankapital lebt, ist Mittelmaß zu wenig. Etlichen Bildungspolitikern geht es jedoch schon lange nicht mehr darum, in den Schulen Höchstleistungen hervorzubringen. Sie propagieren gleiche Bildung für alle.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

Diskriminierung leistungsstarker SchülerInnen beenden!

„Ein Mantra der Bildungsexperten lautet seit Jahren: Kinder müssen individuell gefördert werden. In der Praxis geht es dabei aber meist nur um leistungsschwache Kinder. Für starke Schüler gibt es viel zu wenig Angebote.“
Berliner Morgenpost online am 13. Juni 2105

Die Durchschnittsfalle:

„Für Schüler_innen mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz oder einer Hochbegabung ist ein traditioneller Unterricht, in dem sich die Lehrkraft in Tempo und Niveau vorrangig an Durchschnittsschüler_innen orientiert, nicht anregend und fördernd genug.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 93

England:

„Often, targets set for the most able students were too low, which reflected the low ambitions for these students. Targets did not consistently reflect how quickly the most able students can make progress.“
Ofsted (Hrsg.), „The most able students“ (2015), S. 8

Bayern:

„Um junge Menschen effektiv und nachhaltig fördern zu können, müssen ihre Begabungen möglichst frühzeitig erkannt und die Schülerinnen und Schüler intensiv beraten und begleitet werden.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Jänner 2017, S. 27

Angemessen fördern:

„Im Bereich der Sekundarstufe lässt sich […] zunehmend die Tendenz erkennen, dass besonders begabte Kinder in speziell zusammengesetzte Klassen wechseln. Das klassische Argument für die Gruppierung Hochbegabter in separaten Klassen ist das der angemessenen Förderung.“
Univ.-Prof. Dr. Franzis Preckel, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 36

Das individuelle Recht auf Persönlichkeitsentfaltung:

„Es braucht zielgenaue Förderangebote genauso wie die Förderung herausragender Leistungen. Beides darf nicht gegenseitig ausgespielt werden. Das Recht auf Persönlichkeitsentfaltung kann nicht kollektiv verrechnet werden.“
Dr. Axel Bernd Kunze, „Bildung ist mehr als Sozialpolitik“.
In: „elternforum“ (Zeitung der Katholischen Elternschaft Deutschlands), 2-2015, S. 9

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012)

Ungarn:
Italien:
Slowenien:
Slowakei:
OECD-Mittelwert:
Tschechische Republik:
Liechtenstein:
Deutschland:
Schweiz:
Österreich:
73,5 %
68,4 %
63,4 %
57,6 %
44,4 %
36,3 %
33,4 %
32,4 %
31,9 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), „What Makes Schools Successful?“ (2013), Table IV.3.29

Ein sozialpolitisches Gebot:

„Der humane Anspruch eines Gemeinwesens bemisst sich daran, was es für die Schwachen tut und wie es die Starken zur Entfaltung kommen lässt. Letzteres ist auch ein sozialpolitisches Gebot. Denn wenn die Starken ihre Stärken zur Entfaltung bringen können, hilft das allen, auch den Schwachen.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), Die Tagespost online am 2. Dezember 2016

Sowohl – als auch:

„Eine Politik, die die kognitiven Fähigkeiten effektiv stärkt, beeinflusst […] auch positiv das ökonomische Wachstum. Diese Politik sollte sich gleichzeitig auf zwei Ziele konzentrieren – Förderung der Bildung für alle und Förderung von Spitzenperformern.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 54

Wertschätzung für Österreichs Schulwesen seitens der OECD:

„Drop-out rates are significantly lower than in other European countries and Austria exhibits one of the lowest shares of 20-to-24 year-olds who are neither in employment nor in education or training (NEET) and one of the highest shares of those who are already in gainful employment at this age.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – AUSTRIA“ (2017), S. 120

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne einen Sekundarstufe II-Abschluss beendet haben („Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger") (Stand 2016)

Österreich:
Schweden:
Finnland:
Niederlande:
Frankreich:
Deutschland:
EU 28-Mittelwert:
Großbritannien:
6,9 %
7,4 %
7,9 %
8,0 %
8,8 %
10,2 %
10,7 %
11,2 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 7. September 2017

Schulabbruch vermeiden:

„Since early leavers from education and training face a higher risk of unemployment, poverty and social exclusion, investing to support the educational achievement of young people can help to break the cycle of deprivation and the intergenerational transmission of poverty and inequality.“
Council of the European Union, Brüssel am 24. November 2015

NEET-Anteil unter den 20- bis 24-Jährigen (Stand 2016)

Niederlande:
Schweden:
Österreich:
Deutschland:
Finnland:
Großbritannien:
EU-Mittelwert:
Frankreich:
7,0 %
8,8 %
9,7 %
10,9 %
13,5 %
16,6 %
17,7 %
18,9 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 7. September 2017
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Wichtige Websites

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Aktuelle Zitate

 

 

 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017

Das schulpolitische Paradoxon:

„Nach dem Willen der OECD sollen die europäischen Bildungssysteme ihre Eigentümlichkeiten verlieren, um international genormtes Humankapital hervorzubringen. Paradox, dass ausgerechnet von links mit der Parole vom ‚gemeinsamen Lernen‘ die konsequenteste Hingabe an dieses Prinzip kommt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt, bildung-wissen.eu am 21. Mai 2017

Zeit für Reformen, die der Schule dienen!

„Die Bildungspolitik des letzten Jahrzehnts steht vor zahlreichen von ihr angerichteten Scherbenhaufen. Es ist also höchste Zeit für Reformen, die auf die Schulwirklichkeit und deren Erfolg fokussieren und nicht von Themenverfehlungen und Träumereien dominiert sind.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Juli/August 2017, S. 30

Beherzter Appell an die Schulpolitik:

„Geht ehrlich mit euren Schulen und Lehrern um! Stellt euch vor sie – gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber Finanzministern, gegenüber schlauen Bildungsforschern! Und lasst sie einfach mal in Ruhe arbeiten. Mal keine Reform, das wäre doch mal eine Reform!“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 19

Eine enorme Herausforderung für Deutschlands und Österreichs Schulwesen:

„59 Prozent der arbeitssuchenden Flüchtlinge und Migranten haben keinen Schulabschluss. Bei Flüchtlingen aus Somalia, Eritrea und dem Irak sind es mehr als 70 Prozent, bei Afghanen 69 Prozent, bei Syrern 56 Prozent.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.tichyseinblick.de am 24. August 2017

Hohes Lob für Österreichs Lehre:

„The Austrian vocational education and training system ensures high employability. Employment rates for 25-34 year-olds with an upper secondary or post-secondary non-tertiary vocational qualification are as high as for individuals with a tertiary one (86% and 88% respectively). “
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2017. Country Note Austria“ (2017), S. 3

Schönreden beenden:

„‚Wir müssen aufhören, Dinge schön zu reden.‘ Natürlich sei es ein Problem, wenn jeder dritte Abgänger einer Volksschule nicht sinnerfassend lesen könne.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse online am 25. August 2017

Ideologische Denkblockaden überwinden!

„Wo ist das schlüssige Argument, warum es so schrecklich sein soll, Kindern mit Sprachdefiziten zuerst Deutsch beizubringen, bevor man sie ins Regelschulwesen eingliedert?“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Fachspezifische Expertise (bei Inklusion) unverzichtbar:

„Die Sonderschullehrer haben Qualitäten und Kenntnisse, die nicht jede Lehrerin bzw. jeder Lehrer haben kann. Auch in der Medizin ist es so, dass selbst hervorragende Allgemeinmediziner die Fachärzte nicht ersetzen können.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

„Wichtigste Sicherheitseinrichtung unserer Republik“:

„Integration ist nicht nur Aufgabe der Schule, aber Schule ist wahrscheinlich die wichtigste Sicherheitseinrichtung unserer Republik. Alles, was wir dort auffangen können, bewahrt uns davor, dass wir in zehn, 15 Jahren ein Riesenproblem haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 11. Juli 2017

Österreichs Schulpolitik hat Reformbedarf:

„Reformen können nur erfolgreich sein, wenn eine breite Einbindung der Betroffenen mit dem Ziel einer sozialpartnerschaftlichen Einigung stattfindet.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Zusammenfassung für PolitikerInnen, die für www.bildungswissenschaft.at keine Zeit haben:

„Für die beiden Hauptargumente, die hier verwenden werden, Chancengleichheit und Leistung, haben solche Modellregionen, Modellversuche, nachweislich noch nie einen messbaren nachhaltigen Effekt gehabt.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017

P-Ä-D-A-G-O-G-I-K:

„Ich wünsche mir auch von der künftigen Bundesregierung, dass es endlich um Pädagogik geht, um Inhalte, die uns in der Schule helfen, und nicht irgendwelche Organisationsstrukturen, die in Wirklichkeit keiner braucht.“

Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017


Peinlich bis zum Ende:

„Es [Das Autonomiepaket] bringt für Schulen und Kinder absolut nichts wirklich Positives, auch wenn die Kurzzeit-Bildungsministerin jetzt wie ein begeistertes Kind vor Freude hüpft.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 20. Juni 2017

Differenzierung statt Eintopf!

„Es wird keine Verbesserung der Chancen für Schülerinnen und Schüler geben, wenn man sie alle in einen Topf wirft. Ein differenziertes Schulsystem fördert Talente und Aufstiegschancen von Schülerinnen und Schülern.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 12. Juni 2017

Mogelpackung „Bildungscluster“:

„Die großen Bildungscluster […] könnten ein Schlüssel sein, um die AHS-Unterstufe (die ohnehin finanziell ausgehungert wird) noch weiter an den Rand zu drücken, um sie irgendwann ganz durch die Gesamtschule zu ersetzen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Österreichs Schulwesen von Schulpolitik geschädigt:

„Die Politik hat Druck auf die Schulen ausgeübt, keine schlechten Noten mehr zu vergeben und alle, auch schwerst geistig Behinderte, in den Unterricht zu integrieren. Das Leistungsprinzip wurde damit gesprengt und die Motivation der Lehrenden untergraben. Das rächt sich jetzt bitter.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Bestmögliche Bildung für alle:

„Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr sonderpädagogische Förderung: Alle Kinder, ob mit Defizit oder Hochbegabungen, sollen die für sie bestmögliche Bildung erhalten.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 1

Österreichs „Schulpolitik“ sollte endlich ihre Lesekompetenz beweisen:

„Schon vor einem Jahr hat das Bildungsforschungsinstitut Bifie festgestellt, dass vier von zehn Kindern nach Ende der Volksschulzeit nicht sinnerfassend lesen können. Das ist dramatisch, weil die Schüler diesen Nachteil später kaum mehr aufholen können.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017