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Zitate

Medien-Zitate ab 1. März 2018

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Die ersten drei Lebensjahre:

„In drei von vier Familien lesen Eltern in den ersten 3 Jahren bereits vor – in 28 Prozent der Familien aber (fast) nie.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – aber ab wann?“ (2017), S. 13

Lesekompetenz 10-Jähriger von Elternhaus geprägt:

„Es wird deutlich, dass in jedem Land die Eltern von lesestarken Kindern wesentlich häufiger zu Hause lesen als jene der leseschwachen. In Österreich lesen 63 % der Eltern von lesestarken Kindern mindestens 6 h pro Woche, bei den Leseschwachen geben hingegen nur 28 % der Eltern eine so hohe Lesezeit an.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS 2016. Die Lesekompetenz am Ende der Volksschule. Erste Ergebnisse“ (2017), S. 73

Finnlands Lese-„Wunder“:

„Finnish parents read a lot, books and newspapers are easily available through a dense library network, and children are exposed to subtitled television and movies at an early age.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 178

Anteil der Grundschulen, an denen laut Schulleitung nicht einmal 25 % der SchulanfängerInnen „Literacy Skills“ besitzen (Stand 2016):

Finnland:
Internationaler Mittelwert:
Deutschland:
Österreich
2 %
31 %
71 %
74 %
IEA (Hrsg.), „PIRLS 2016. International Results in Reading“ (2017), S. 182

Frühe Prägung:

„Wer schon vor dem Schulbeginn erste Fertigkeiten im Umgang mit Schrift aufbaue, profitiere langfristig davon. ‚Kinder, denen im Vorschulalter regelmäßig individuell vorgelesen wird, haben deshalb von Beginn an einen Vorteil.‘“
Univ.-Prof. Dr. Thomas Lachmann, www.news4teachers.de am 23. März 2017

Einmal mehr bestätigt:

„Machen sich Kindergartenkinder beim gemeinsamen Lesen mit Buchstaben vertraut, profitieren sie davon langfristig. Sie lernen auf diese Weise die Rolle von Buchstaben, was als wichtige Voraussetzung zum späteren Lesen- und Schreibenlernen gesehen wird, wie Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachmagazin ‚Frontiers in Psychology‘ berichten.“
www.news4teachers.de am 23. März 2017

Die vier wichtigsten Quellen der Lesekompetenz 10-Jähriger:

„The main findings of the PIRLS 2011 model, both for the EU as a whole and for individual countries, show that the four variables that have a strong impact on reading achievement are: home resources for learning scale, students like reading scale, recognize most of the letters of the alphabet and parental book reading.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Reading Literacy in EU Countries: Evidences from PIRLS“ (2013), S. 55 

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Research shows that, from an early age, a significant contributor to children’s motivation to read and reading achievement is their parents’ attitudes and behaviors toward reading.“
IEA (Hrsg.), „Is reading contagious? Examining parents’ and children’s reading attitudes and behaviors“ (2015), S. 2

„Reading is a form of listening“:

„By reading we decode a text to be able to understand what the writer wants to communicate. Writing, on the other hand represents the speaking part of a conversation: it is about trying to communicate one’s own thought process to others. By reading and writing individuals exercise the ability to put themselves in other people’s shoes.“
Dr. Francesca Borgonovi u. a., „The educational roots of trust“ (2015), S. 33

Erlesen:

„Europa kann und muss im besten Sinn des Wortes erlesen werden, die Fähigkeit, sich lesend den unzähligen Stimmen dieses Kontinents, der schon längst seine Grenzen überschritten hat und sich der Idee der Weltliteratur verpflichtet fühlt, zu nähern, wäre eine europäische Tugend par excellence. Der grassierende Analphabetismus aber und die demonstrative Verächtlichmachung des Buches wären endlich als antieuropäische Phänomene zu begreifen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), S. 92

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Wie wahr!

„Um am Unterricht teilhaben zu können, ist das Beherrschen der deutschen Sprache unumgänglich.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, Neues Volksblatt vom 13. April 2018

Österreichweit spricht bereits mehr als ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen eine andere Umgangssprache als Deutsch:

„In Neuen Mittelschulen sprechen 31,2 % der Schülerinnen und Schüler im Alltag überwiegend eine andere Sprache als Deutsch, in der AHS-Unterstufe liegt dieser Anteil bei 20,4 %.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 24

Höchste Zeit für Neues:

„Derzeit könne ein Drittel der Kinder nach Beendigung der Volksschule nicht ausreichend sinnerfassend lesen, viele würden dem Unterricht nicht folgen können. ‚Insofern ist es wichtig, hier ein neues Modell zu schaffen.‘“
Bundeskanzler Sebastian Kurz, Die Presse online am 18. April 2018

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, die die Bildungsstandards in Mathematik nicht oder nur teilweise erreichen (Stand 2012):

ohne Migrationshintergrund::
mit Migrationshintergrund: 
19 %
42 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), S. 183

SchulabbrecherInnen unter den 18- bis 24-Jährigen (Stand 2015):

Jugendliche ohen Migrationshintergrund:
MigrantInnen der 2. Generation:
MigrantInnen der 1. Generation:
4,3 %
16,0 %
19
,6 %
Quelle: www.bmb.gv.at unter Berufung auf Statistik Austria, Abfrage vom 28. Oktober 2016 

Hilfsarbeiterjobs haben keine Zukunft:

„Während nur drei von 100 Personen ohne Migrationshintergrund einen ‚Beruf für Ungelernte‘ ausüben, sind es bei den Migranten der zweiten Generation 11 von 100, also fast viermal so viel.“
Kurier online am 13. April 2018 

Arbeitslosenquote 20- bis 29-Jähriger nach Geburtsort (Stand 2016):


Deutschland:
Österreich::
Inland 
5,3 %
7,1 %
Ausland
9,1 %
13,5 %
Eurostat, Abfrage vom 19. April 2018

Deutschland hat „etwas“ schneller reagiert:

„Das schlechte Abschneiden von Kindern mit Migrationshintergrund bei den ersten PISA-Tests von 2000 hat uns in allen Bundesländern zu einem Umdenken bewegt. Damals hat man Zuwandererkinder einfach in die regulären Klassen gesteckt, wo sie weder die Sprache richtig erlernen, noch dem Fachunterricht folgen konnten. Heute wissen wir, dass der Besuch von eigenen Sprachförder-, Sprachlernklassen, Übergangsklassen oder Willkommensklassen, wie sie in anderen Bundesländern heißen, absolut sinnvoll ist, bevor diese Kinder in Regelklassen wechseln.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Die Tagespost online am 11. April 2018

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Research indicates that fluency in the host-country language is one of the most important determinants of social and economic integration of immigrant students. Since humans communicate first and foremost by speaking, writing and reading, learning the language spoken in the host country has an immediate impact on immigrants’ lives and on their integration.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 118

„Ein erster Schritt“:

„Das Konzept der Bundesregierung – standardisierte Tests vor Schuleintritt, Deutschförderklassen oder Verbesserung der Deutschkompetenz vor Übertritt in den Regelunterricht – geht in die richtige Richtung, ist aber nur ein erster Schritt. Das Ziel aller Reformbestrebungen muss sein, dass Kinder bereits vor dem Eintritt in die erste Schulstufe die deutsche Sprache ausreichend beherrschen, um dem Unterricht folgen zu können.“
Dr. Monika Köppl-Turyna, Agenda Austria, Kurier onine am 13. April 2018 

Kinder, die ein Jahr vor Schuleintritt besonderen Sprachförderbedarf aufweisen (Stand Herbst 2015):

Erstsprache
Deutsch:
Nicht-Deutsch:
Türkisch:

14 %

67 %
79 %
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 45

Früh fördern:

„Bereits nach spätestens 36 Monaten sollte im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung eine Sprachstandsfeststellung – mit Fokus auf die deutsche Sprache – durchgeführt werden. Bei einer unzureichenden Sprachentwicklung sollten die Eltern zu Beratungsgesprächen verpflichtet und entsprechende Fördermaßnahmen besprochen und eingeleitet werden.“
Agenda Austria (Hrsg.), Policy Brief vom 6. März 2018, S. 5

Wachsendes Problem:

„In 31 % der Schulen tritt mindestens mehrmals im Monat eine Form von Cybermobbing auf, in weiteren 39 % der Schulen finden solche Vorkommnisse seltener als monatlich statt. Lediglich 24 % der befragten Lehrkräfte geben an, im Lauf des vergangenen Jahres keinen konkreten Fall von Cybermobbing bei ihren Schülern erlebt zu haben. 6 % konnten hierzu keine Aussage machen.“
Bündnis gegen Cybermobbing (Hrsg.), „Cyberlife II. Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr.
Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“ (2017), S. 47

Multiple psychosocial and behavioural problems:

„Cyberbullying is significantly related to multiple psychosocial and behavioural problems such as feeling angry, anxious, depressed, skipping schools and not being able to focus on school tasks that often deteriorate children's emotional well-being and educational outcomes. When it becomes extreme, cyberbullying victims can ideate or attempt suicides.“
Anne Choi, „Emotional well-being of children and adolescents“ (2017), S. 19

Digitale Waffen in Kinderhand:

„Cybermobbing wird immer mobiler. Smartphones werden immer mehr zur digitalen Waffe. […] Gemeinheiten, Beleidigungen, Verleumdungen durch die Bildung von Hassgruppen in sozialen Netzwerken oder über WhatsApp nehmen deutlich zu.“
Dr. Catarina Katzer, Mitbegründerin des Bündnisses gegen Cybermobbing, Westfälische Nachrichten online am 16. April 2018

Beobachtete Folgen von Cybermobbing:

„Am häufigsten beobachten Lehrer (74 %) bei den betroffenen Schülern niedergeschlagene bzw. bedrückte Stimmungen. Fast jeder Zweite bemerkte zudem Angstzustände (48 %) und ein Leistungsabfall in der Schule (47 %). Weitere häufiger beobachtete Symptome sind Konzentrationsprobleme (42 %), plötzliche Verschlossenheit (40 %) und häufiges Fehlen im Unterricht (32 %).“
Bündnis gegen Cybermobbing (Hrsg.), „Cyberlife II. Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr.
Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“ (2017), S. 47

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Evidence shows that bullying, cyberbullying, discrimination, exclusion and violence lower performance at school.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2017“ (2017), S. 87

USA:

„In the USA, according to the 2013 Youth Risk Behaviour Survey, 15 % of children in grades 9-12 were bullied electronically through emails, chat rooms, instant messaging, websites or texting in the past year. Girls were more than twice as likely to report having been victims of cyberbullying than boys, at 21 % and 9 % respectively.“
UNESCO (Hrsg.), „School Violence and Bullying“ (2017), S. 23

A growing problem:

„Cyberbullying is a growing problem. Most available data on the prevalence of cyberbullying is from surveys conducted in industrialised countries, and this suggests that the proportion of children and adolescents who are affected by cyberbullying ranges from 5 % to 21 % and that girls appear to be more likely to experience cyberbullying than boys.“
UNESCO (Hrsg.), „School Violence and Bullying“ (2017), S. 9

Gefährlicher als „traditional bullying“:

„The insidious advent of cyberbullying poses a new challenge as bullying assumes a faceless yet ubiquitous presence. Recent research explicates that victims of cyberbullying and school bullying are at a significantly increased risk of mental distress (girls specifically), and suicidal ideation, plans and attempts, in comparison to teenagers who have not endured these threats. Moreover, cyberbullying has been suggested to have stronger associations with suicidal ideation for adolescents in comparison to traditional bullying.“
Aoibheann McLoughlin u. a., „Global trends in teenage suicide: 2003–2014“. In: „The Quarterly Journal of Medicine“, 2015, 108, S. 776

Sozioökonomische Barrieren überwinden helfen: 

„The results indicate that disadvantaged students attending schools with a better disciplinary climate in classrooms are significantly more likely to be resilient. “
Prof. Dr. Tommaso Agasisti u. a., „Academic resilience“ (2018), S. 26

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Das soziale Klima in einer Klasse beeinflusst das Erleben des Schulalltags sowie den Erfolg der Lehr-Lern-Prozesse nachhaltig.“
Dr. Anna Gronostaj u. a., „Inklusives Lernen und Lehren im Land Brandenburg“ (2015), S. 111

Ehrliches Übernehmen von Verantwortung:

„Zu einem Kind streng zu sein, bedeutet nichts anderes, als in allererster Linie zu sich selbst streng zu sein. Dieses ehrliche Übernehmen von Verantwortung spürt jedes Kind und jeder Jugendliche sofort und nimmt seine Bezugsperson ganz automatisch viel eher ernst.“
Gerhard Spitzer, „Kinder im Tyrannenmodus. Kann Erziehung noch Spaß machen?“ (2015), S. 79

Klare Regeln und klare Konsequenzen bei deren Missachtung:

„All schools should have a clear and clearly communicated policy on consequences, what they are, how they are incurred and avoided. Most importantly, they must be used consistently, across the whole community. The absence of this consistency is one of the key factors in the failure of a school behaviour policy to sustain or support good behaviour.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 42

Englands LehrerInnen steht Supportpersonal zur Seite:

„When students are being disruptive in the classroom, there is usually someone to talk to the student outside of the class and, if necessary, to take the student to a referral class. Teaching assistants are also present in all of these schools working individually or with groups of students who present learning disabilities but also behavioural challenges.“
Gabriela Moriconi u. a., „Supporting teachers and schools to promote positive student behaviour in England and Ontario (Canada)“ (2015), S. 42

LehrerInnen stärken!

„Um andere Menschen dazu zu bringen, dass sie einem zuhören, muss man sie erst einmal davon überzeugen, dass sie zuhören sollten. Dies gelingt am besten, wenn die Zuhörer begreifen, dass der Redende sich in der Hierarchie auf einer höheren Stufe befindet. Auf einen solchen Sockel gelangt man nicht in einer Schule, die davon geprägt ist, dass man sich als Lehrer kaum traut, die Kinder zurechtzuweisen, weil man sonst vielleicht von den Eltern angezeigt werden könnte.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 278

Basis-Erziehungsarbeit:

„Exzessiver Medienkonsum - vom ständig eingeschalteten Handy über den Computer, DVD-Player und TV-Apparat bis hin zur Spielekonsole - und in Erziehungsfragen grenzenlos nachgiebige, bisweilen sogar vernachlässigende oder gleichgültige Eltern erschweren Kindern und Jugendlichen, in der Schule konzentriert und selbständig zu arbeiten. Lehrer müssen daher oft, bevor sie ihren eigentlichen Bildungsauftrag wahrnehmen können, erst einmal Basis-Erziehungsarbeit leisten, damit Unterricht in zu vollen Klassen überhaupt stattfinden und gelingen kann.“
bildungsklick.de am 6. März 2018

Schulpolitischer Handlungsbedarf:

„The incidence of bullying among school children is high in some OECD countries, such as Estonia, Austria and Belgium, where more than 15 % of teenagers report having experienced bullying twice or more over the past 2 months.“
OECD (Hrsg.), „How’s Life? 2015“ (2015), S. 173

Basis für Erfolg:

„Positive, trustworthy, good-quality relationships protect students from loneliness, low academic performance, and mental and physical health problems. By contrast, negative and poor-quality relationships and experiences at school, such as bullying, can result in students skipping classes, performing poorly and even dropping out of school entirely.“
Dr. Tarek Mostafa u. a., „Science teachers’ satisfaction: Evidence from the PISA 2015 teacher survey“ (2018), S. 51

Ausländische Studierende bilden in Österreich bereits fast die Hälfte aller StudienanfängerInnen:

„Im Studienjahr 2016/17 wurden 22.946 nicht-österreichische Staatsangehörige erstmals zu einem Studium an einer österreichischen Universität zugelassen, darunter 17.123 zu einem ordentlichen Studium. Der Ausländeranteil unter den Studienanfängerinnen und Studienanfängern ist seit dem Studienjahr 2013/14 von 44 % auf 46 % gestiegen […] 62 % der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger kommen aus EU-Staaten, darunter 27 % bzw. 6.202 Personen aus Deutschland.“
BMBWF (Hrsg.), „Universitätsbericht 2017“ (2018), S. 193

Österreich unter den sechs Staaten mit dem höchsten Anteil:

„Australia, Austria, Luxembourg, New Zealand, Switzerland and the United Kingdom have the highest proportion of international students as a percentage of their total tertiary enrolments.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), S. 342

Studiengebühren anderer Staaten:

„In Australien, Kanada, Neuseeland und den Vereinigten Staaten bezahlen ausländische Bildungsteilnehmer im Durchschnitt mehr als 10.000 US-Dollar mehr pro Jahr als inländische Bildungsteilnehmer. In Polen und Schweden ist der Besuch des Tertiärbereichs an öffentlichen Bildungseinrichtungen für inländische Bildungsteilnehmer kostenlos, während Bildungsteilnehmer aus Ländern außerhalb der EU mehr als 4.500 US-Dollar für einen Bachelorbildungsgang zahlen müssen.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 265

Anzahl ausländischer Studierender an Österreichs öffentlichen Universitäten innerhalb von 15 Jahren um 178 Prozent gestiegen

2001/02: 27.281
2016/17: 75.741
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Tabellenband“ (2018), S. 323

Durchschnittlich verursacht ein Studierender an der Universität im Jahr Kosten von 13.798 €. (Quelle: Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 95)

Studierende aus Deutschland:

„In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl deutscher Studierender in Österreich vervierfacht.“
ÖIF (Hrsg.), „International Studierende in Österreich“ (2014), S. 3f

Hotspots Salzburg und Innsbruck:

„Zuletzt kamen an der Uni Salzburg drei Viertel und an der Uni Innsbruck zwei Drittel der Bewerber aus der Bundesrepublik.“
Der Standard online am 3. Jänner 2017

Gelder, die für Österreichs Bildungswesen fehlen:

„In vielen Staaten, auch in der Europäischen Union, werden die Studienbeiträge der ausländischen Studierenden als wichtige Finanzierungsquelle erachtet.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2014“ (2014), S. 33

„Gewinnorientiert oder zumindest kostendeckend“:

„Die höchsten durchschnittlichen jährlichen Bildungsgebühren in Ländern, für die Daten vorliegen, verlangen private Bildungseinrichtungen in den Vereinigten Staaten (27.300 US-Dollar) und öffentliche Bildungseinrichtungen in Neuseeland (18.500 US-Dollar, ohne Promotionsbildungsgänge). Aber die hohe Zahl der Bildungsteilnehmer, die zur Ausbildung im Tertiärbereich in diese beiden Länder gehen, scheint darauf hinzuweisen, dass diese hohen Bildungsgebühren die Bildungsteilnehmer nicht von der Einschreibung abhalten.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 368

Abschied von Österreich nach dem Bachelor-Abschluss:

„Von den insgesamt 8.168 Personen, die im Studienjahr 2010/11 ein Bachelorstudium als höchste Ausbildung abgeschlossen haben, zogen innerhalb von drei Jahren 13,9 % aus Österreich weg. Während der Anteil bei den österreichischen Staatsangehörigen 2,8 % beträgt, liegt er bei den Deutschen bei 67,6 %, bei den restlichen EU-Bürgerinnen und -Bürgern bei 53,5 % und bei den Drittstaatsangehörigen bei 30,7 %.“
Statistik Austria, Pressemitteilung vom 3. Mai 2017

Kanada versucht mit Erfolg, international Studierende im Land zu halten:

„Kanadas zunehmende Werbung um zahlungskräftige internationale Studierende und seine langjährige Erfahrung mit der Bindung internationaler Studienabsolventen lassen annehmen, dass es hier am Übergang Studium–Beruf fest institutionalisierte Beratungs- und Betreuungsangebote gibt, die u. U. als Vorbild dienen können.“
Sachverständigenrat (Hrsg.), „Zugangstor Hochschule - Internationale Studierende als Fachkräfte von morgen gewinnen“ (2015), S. 8

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu „International Studierenden“ auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-f-k/internationa-studierende 


Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Hochrisikogruppe für Schulabbruch:

„Having a migration background is among the most important risk indicators for ESL (Anm.: Early School Leaving).“
Dr. Ward Nouwen u. a., „Reducing the Risk that Youth with a Migrant Background in Europe will Leave School Early“ (2015), S. 3

Vierfaches Risiko:

„12 % der Hauptschulkinder mit nichtdeutscher Umgangssprache verließen das Schulsystem nach der Hauptschule. Bei ihren Klassenkameraden mit deutscher Umgangssprache waren es hingegen nur 3%.“
ÖIF (Hrsg.), „Kinder & Jugend. Statistiken zu Migration & Integartion 2016“ (2017), S. 8

Mehr als jeder vierte ausländische Lehrling bricht die Lehre ab:

„28,8 Prozent aller ausländischen Lehrlinge brechen ihre Ausbildung ab, hat die Wirtschaftskammer festgestellt. Unter Österreichern liegt die Quote bei 12,6 Prozent.“
NEWS online am 8. November 2015

Dringender Handlungsbedarf:

„Das Negativranking führt der Wiener Bezirk 20. Brigittenau an, dort sind über ein Viertel der Jugendlichen frühe AusBildungsabbrecherInnen (25,9 %), gefolgt von den Wiener Bezirken 10. Favoriten und 16. Ottakring, 2. Leopoldstadt, 15. Rudolfsheim-Fünfhaus, 11. Simmering, 12. Meidling und 5. Margareten.“
Mag. Doris Landauer, „Bildungsarmut und ihre lebenslangen Folgen“ (2016), S. 60

Mehr als dreifaches Risiko:

„People with only basic education are almost three times more likely to live in poverty or social exclusion than those with tertiary education.”
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2017“ (2017), S. 9

Extrem hohe Arbeitslosenquote:

„Für 30-jährige Personen mit Pflichtschule als höchstem Abschluss liegt die Arbeitslosenquote für Frauen bei 24,1 % und für Männer bei 21,1 % - sie ist somit mehr als fünf Mal so hoch wie jene der entsprechenden Personen in der höchsten Bildungskategorie.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 110

Erhebung unter SchulabbrecherInnen Schwedens:

„The two foremost causes for dropping-out are bullying and insufficient pedagogical support, but young people also mention the work environment and insufficient support after extended absences. Everyone knows that the working environment is important to learning; young people have described a chaotic, boisterous and loud environment where it is impossible to concentrate.“
EU-Kommission (Hrsg.), „10 reasons for dropping-out” (2013), S. 30

Italien:

„The number of Italy’s students that left education and training with at most a lower secondary education diploma is still one of the highest figures across OECD countries.“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. Italy“ (2017), S. 37f

Wie wahr:

„The number of early school leavers (ESL) can be considered low in Austria when compared to other EU countries.“
Michael Bruneforth, MA, u. a., „Country Background Report for Austria“ (2015), S. 45

Doppelte Herausforderung:

„Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund ist in Österreich zwischen 2003 und 2015 um zwölf Prozentpunkte gewachsen – im OECD-Schnitt waren es nur sechs Prozentpunkte (Deutschland: sieben Prozentpunkte). Außerdem gehört Österreich zu jenen Ländern, in denen die Unterschiede im sozioökonomischen Status zwischen Einheimischen und Zuwanderern wesentlich stärker sind als im OECD-Schnitt.“
Die Presse online am 19. März 2018

Kanada, Australien und Neuseeland:

„Dort zeichnen sich Migranten durch einen Sozialstatus aus, wie er der einheimischen Bevölkerung entspricht. Der Grund dafür ist in der Migrationspolitik dieser Übersee-Länder zu sehen, die nur Zuwanderer ins Land nehmen, die sie aufgrund der mitgebrachten Qualifikationen ‚brauchen‘ können. Vor diesem Hintergrund fallen dort die Schul- und PISA-Leistungen der Zuwanderer kaum gegenüber denen der Einheimischen zurück. Allerdings ist das in diesen drei Einwanderungsländern wohl weniger eine Leistung der Schulen, sondern Ergebnis einer anderen Migrationspolitik und einer anderen Haltung der Migranten zu Fragen der Integration und zur Landesprache des Einwanderungslandes.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.tichyseinblick.de am 26. März 2018

„Wir müssen realistisch sein“:

„Den zwei Dritteln der jungen Syrer, die nach internationalen Bildungsstandards als funktionale Analphabeten gelten müssen, wird zumeist die nötige Ausbildungsreife für die hiesigen Betriebe fehlen. […] Wer – wie ich – möchte, dass Integration gelingt, der muss die Realität anerkennen, wie sie ist. Und dann daraus Konsequenzen ziehen.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, Die Zeit online am 4. Dezember 2015

Die duale Bildung als DIE Chance:

„Experience from Canada and Switzerland shows that utilising immigrants’ full skills is a challenge, but that well-developed apprenticeship schemes help integration of low-skilled immigrants and their children.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 38

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„The culture and education acquired before migrating are strongly related to the performance of firstgeneration immigrant students.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 102

Der besondere Schulerfolg von MigrantInnen aus Vietnam:

„In Deutschland schaffen 64 Prozent der vietnamesischen Jugendlichen den Sprung aufs Gymnasium. Dieser Anteil ist um 20 Prozentpunkte höher als der Anteil der deutschen Schüler und fünfmal so hoch wie bei türkischen Schülern.“
guteschuleblog.wordpress.com am 23. August 2017

OECD-weit:

„Geringe formale Bildung und niedriger beruflicher Status der Eltern sowie Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache sind die größten Hindernisse für den Schulerfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.“
OECD, Presseaussendung vom 19. März 2018

Hintergrund zu Finnlands extrem wenigen MigrantInnen:

„Non-EU work immigrants can only immigrate if their job offer is in an occupation where there is a lack of local supply, by improving systems for recognition of foreign qualifications and by bridging courses, and streamlining systems to integrate workers’ families.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 38

Die Bevölkerung verdient Ehrlichkeit:

„Die These müsste heißen: Wir wollen das schaffen. Aber zu diesem Wunsch gehört dann bitte auch, dass wir uns eingestehen, dass nicht jeder, der jetzt zu uns kommt, eine Fachkraft wird, und dass die Integration nicht bei jedem vorbildlich gelingen wird. So viel Ehrlichkeit dürfen die Bürger erwarten.“
Dr. Naiel Arafat, Traumatologe, Hannoversche Allgemeine vom 7. November 2015

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Sich an etwas bewähren: 

„Das Zutrauen zu Kindern, dass ich sage, du schaffst das, du kannst Leistung erbringen, wird durch diese Pisa- und Kompetenzorientierung zunehmend runtergefahren, indem man von den Kindern einen Berg von Trivialitäten verlangt, und die Möglichkeit des Sich-an-etwas-Bewährens im pädagogischen Raum kaum noch gegeben ist.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), Der Standard online am 5. Oktober 2015

Demoralisierte LehrerInnen:

„Viele Lehrer fürchten, von ihren Schützlingen zu viel zu verlangen, sie beim Lernen unter Stress zu setzen. Obwohl alle Unterrichtsforschung sagt: Hohe Erwartungen – verbunden mit guter Unterstützung – sind besonders entwicklungsförderlich, gerade auch für langsamere Lerner.“
Michael Felten, deutschlandfunkkultur.de am 8. Jänner 2018

PISA-„Geheimnis“:

„East Asian parents’ ability to instil a hard work ethic in their offspring, and a belief that they can succeed if they try hard enough, does indeed make an important contribution to their high PISA test scores.“
Dr. John Jerrim, „Why do East Asian children perform so well in PISA?“ (2014), S. 18

„Bildungsreformen“:

„Die Reformer möchten aus Liebe zu den Kindern alles Unangenehme von ihnen fernhalten. Anstrengende, mühsame, manchmal auch demotivierende und auf Durchhaltevermögen ausgerichtete Lernstrategien gelten als nicht zu akzeptierende autoritäre Maßnahmen, die lebenslange psychische Schänden hinterlassen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 183

Was soll denn an die Stelle von Leistung treten?

„Wer das Leistungsprinzip in der Schule außer Acht lasse, negiere eines der demokratischen Grundprinzipien. […] Denn in freien Gesellschaften sei Leistung ein Kriterium für Erfolg und Aufstieg.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.dtoday.de am 9. April 2014

Das Leistungsdilemma:

„Hierin besteht das große Dilemma vieler Eltern, dass sie einerseits hohe, manchmal überzogene Leistungserwartungen an den Nachwuchs haben, andererseits jedoch mit ihrer überbehütenden und verwöhnenden Haltung jede Anstrengung ablehnen und die Erziehung spielerisch gestalten wollen.“
Univ.-Prof. Dr. Margrit Stamm, „Lasst die Kinder los: Warum entspannte Erziehung lebenstüchtig macht“ (2016), S. 220

Bildungswissenschaft bestätigt Hausverstand:

„Verantwortungsvolle Teenager, die Interesse an schulischen Themen zeigen und ihre Aufgaben erledigen, haben nicht nur bessere Noten in der Schule, sondern sind auch erfolgreicher im Beruf und verdienen besser. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen, der University of Houston und der University of Illinois in Urbana-Champaign.“
Kurier online am 28. Februar 2018

Gilt nicht nur für Deutschland:

„Deutschland wird im weltweit ausgetragenen Wettbewerb um kreative Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft nur mithalten können, wenn wieder mehr auf die Leistungsfähigkeit unserer Schulen geachtet wird. Der Leistungsgedanke im Unterricht darf deshalb nicht länger der nebulosen Idee von sozialer Gerechtigkeit geopfert werden.“
guteschuleblog.wordpress.com am 26. Oktober 2016

Schule kann keine Wunder wirken:

„Mangelnder Fleiß, die falsche Arbeitshaltung, ständige Ablenkung, fehlende Begabung, vor allem aber ein hinderndes Elternhaus können durch guten Unterricht bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen, aber nicht völlig neutralisiert werden. Das wird übrigens auch durch eine forcierte Digitalisierung der Lehre nicht gelingen, wie manche Bildungstechnokraten jetzt schon wieder hoffen – so wie sie immer gehofft haben, dass durch irgendein Wundermittel, irgendeine Wundermethode das nötige Wissen per Knopfdruck in die Kinder hinein praktiziert werden könne.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Mehr als doppelt so große Risikogruppe:

„In Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, Slowenien und Schweden ist unter Migranten und deren Nachkommen der Anteil leistungsschwacher Schüler besonders hoch. In diesen Ländern erreichen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mehr als doppelt so häufig wie Schüler ohne Migrationshintergrund nicht die schulischen Grundkenntnisse.“
OECD, Presseaussendung vom 19. März 2018

Rasant wachsendes Problem:

„Sogenannte ‚Migranten der zweiten Generation‘, also Menschen, die hier geboren wurden, schneiden hinsichtlich ihrer sprachlichen Kompetenzen deutlich schlechter ab als Personen ohne Migrationshintergrund. […] Der Anteil der Schüler, die im Alltag eine andere Umgangssprache als Deutsch sprechen, wächst weiter. In Wien liegt er derzeit bei über 50 Prozent, österreichweit bei 25 Prozent.“
Agenda Austria (Hrsg.), Policy Brief vom 6. März 2018, S. 1

Mehr als verdreifachtes Risiko von Schulabbruch:

„Während unter den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund nur 5,3 % die Bildung ohne Lehr- oder Sekundarabschluss beendet haben, sind es unter den gleichaltrigen MigrantInnen der 1. Generation 17,8 % und 16,1 % in der 2. Generation.“
Dr. Sabine Buchebner-Ferstl u. a., „Bildungsentscheidungen in der Familie beim Übergang von der Volksschule in die weiterführende Schule“ (2016), S. 17

Anteil der SchülerInnen, die nicht einmal die Sekundarstufe I abschließen, bevor sie die Schullaufbahn beenden (Stand 2013/14):

deutsche Umgangssprache: 2,5 %
andere Umgangssprache: 7,8 %
BMFJ (Hrsg.), „7. Bericht zur Lage der Jugend in Österreich“ (2016), Teil A, S. 25

Supportpersonal:

„The use of learning support staff in schools can also contribute to a greater inclusion of immigrant students and parents.“
Francesc Masdeu Navarro, „Learning support staff: A literature review“ (2015), S. 38

Auf die Perspektive kommt es an:

„The concentration of immigrant students in schools does not, in itself, have to have adverse effects on student performance or on integration efforts, as long as ethnic agglomerations do not become permanent enclaves whose residents have little possibility of outward – and upward – mobility.“
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 56

Jahre vor dem Schuleintritt nutzen:

„Zwischen dem Lebensalter und der Fähigkeit, eine Sprache zu erlernen, besteht in der Regel ein negativer Zusammenhang. Entsprechend wichtig – und politisch anerkannt – ist die Bedeutung frühkindlicher Sprachförderung. Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Kindergarten ein.“
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen (Hrsg.), „Fünf Jahre Integrationspolitik in Österreich“ (2016), S. 10

Schlüssel zum Erfolg:

„Proficiency in the host country language plays a crucial role for immigrants’ integration.“
Dr. Maria de Paolo u. a., „Education as a tool for the economic integration of migrants“ (2016)

„Nur ein erster Schritt“:

„Dem Erlernen der deutschen Sprache muss von Anfang an eine besonders hohe Priorität eingeräumt werden, gerade für Kinder aus Familien, in denen die frühe sprachliche Förderung nicht in ausreichendem Maß geleistet wird. Das neue Konzept der Bundesregierung mit der Einführung von standardisierten Tests vor Schuleintritt, der Bildung von ‚Deutschförderklassen‘ und der Verbesserung der Sprachkompetenz vor Übertritt in den Regelunterricht geht in die richtige Richtung, ist aber nur ein erster Schritt. Das Ziel aller Reformbestrebungen muss sein, dass Kinder bereits vor dem Eintritt in die erste Schulstufe die deutsche Sprache ausreichend beherrschen, um dem Unterricht folgen zu können. Damit Deutschförderklassen erst gar nicht eingerichtet werden müssen.“
Agenda Austria (Hrsg.), Policy Brief vom 6. März 2018, S. 4f

OECD erkennt alarmierende Situation:

„Es ist alarmierend, dass in der EU Schüler mit Migrationshintergrund deutlich häufiger an grundlegenden Aufgaben in Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik scheitern. Wir brauchen zielgerichtete Politiken, die allen die Möglichkeit geben, ihr Potenzial voll zu entfalten.“
Gabriela Ramos, MA, OECD Chief of Staff and Sherpa to the G20, Presseaussendung der OECD vom 19. März 2018

Hinschauen und handeln!

„Um nicht-einheimischen Schülern zu helfen, ist es wichtig, frühzeitig Sprache und andere Fähigkeiten zu erfassen. Schülern mit Migrationshintergrund sollte ein gezieltes Sprachtraining angeboten werden. Erhebungen zu Sprachkenntnissen geben nicht nur Lehrkräften Aufschluss über die Bedürfnisse einzelner Schüler, sie liefern auch den lokalen Schulbehörden gezielte Informationen, welche Schulen zusätzlichen Bedarf an finanziellen Mitteln haben und wo weitere Unterstützung notwendig ist.“
OECD, Presseaussendung vom 19. März 2018

Der Bonus Frankreichs und Großbritanniens:

„In Great Britain and France, many immigrants speak English/French as a second language, disadvantages caused by lack of fluency hence being far less severe and having less of an impact on children’s educational performance than they would have elsewhere.“
Mag. Dr. Bernhard Riederer u. a., „Changes in the Educational Achievement of Immigrant Youth in Western Societies“.
In: „European Sociological Review“, 2015, Vol. 31, No. 5, S. 632

Intensive Integrationsprogramme:

„In Europe, the Scandinavian countries have the most advanced integration instruments for humanitarian migrants. They typically consist of structured multiyear programmes that combine language training, civic integration courses and labour market training and support. Programmes generally last between two and three years, although their duration may frequently be adjusted to the education levels of individual refugees.“
OECD (Hrsg.), „Making Integration Work“ (2016), S. 36

Massen an SchulabbrecherInnen in Schweden:

„74 % of children immigrating less than five years before the end of compulsory school and 48 % of those immigrating after school starts fail to qualify for the national upper secondary programmes.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 22

Belgien:

„The recent decision to request young people up to the age of 21 to complete upper secondary education before qualifying for the integration allowance is an attempt to prevent young people from dropping out of education.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015 - Country analysis“ (2015), S. 19

Vorhersagbares Scheitern vermeiden:

„SchülerInnen sollten das Schulsystem erst dann verlassen, wenn sie ein Mindestmaß an Kompetenzen in definierten Kernfächern mitbringen.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2015“ (2015), S. 64

Wie wahr!

„Integration ist eine Riesenherausforderung und eine Kulturleistung auf Gegenseitigkeit, für die die Schulen dringend mehr Mittel brauchen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. März 2018

Ein paar Jahrzehnte verspätet sollte sich Österreich endlich als Einwanderungsland verstehen!

„Hier wird Österreich endlich einmal so reagieren müssen, wie das erfolgreiche Zuwanderungsländer, etwa Kanada, praktizieren: Man muss bei der Integration und beim Spracherwerb jede mögliche Unterstützung geben, aber im Grunde ist beides eine Bringschuld der Neuankömmlinge. Wer Integration aktiv verweigert (und bei schweren Sprachdefiziten noch in der zweiten und dritten Generation ist das wohl eindeutig der Fall), dem muss man notfalls wohl mit der Sozialgeldkeule kommen.“
Die Presse online am 19. März 2018

Ziel aller Reformbestrebungen:

„Gerade Kinder aus migrantischen und/oder bildungsfernen Familien sollten so früh wie möglich Deutsch lernen. Ziel aller Reformbestrebungen sollte sein, dass sie schon vor dem Eintritt in die Schule unsere Landessprache ausreichend beherrschen, um dem Unterricht folgen zu können.“
Agenda Austria (Hrsg.), Policy Brief vom 6. März 2018, S. 1

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu Migration auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-l-bis-p/migration; Daten unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/statistik/category/17-migration


Disciplinary climate:

„Results suggest that a school’s disciplinary climate was a strong predictor of academic achievement and well-being in PISA 2015. […] The association between disciplinary climate and sense of belonging at school was also strong.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 205

Aus der Schule geplaudert:

„Der Mangel an Manieren beeinflusst den Unterricht sehr stark. In problematischen Klassen muss die Lehrkraft oft ein Drittel, wenn nicht sogar die Hälfte der Unterrichtszeit darauf verwenden, wieder einigermaßen Gesprächs- und Unterrichtsdisziplin herzustellen. Da kommt der Lehrstoff natürlich viel zu kurz. Das schadet am meisten den leistungsschwachen Schülern, die mehr Erklärungen und Übungen bräuchten.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Focus online am 12. März 2018

Zeit für Besinnung:

„Es kann nicht sein, dass, wenn Schüler ein Klassenzimmer verwüsten, diese nicht fünf Minuten länger bleiben dürfen, um dieses wieder in Ordnung zu bringen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Wiener Zeitung online am 20. März 2018

Bildungswissenschaft bestätigt Vernunft:

„Across the vast majority of education systems examined, the likelihood that disadvantaged students will be resilient is higher in schools where students report a good disciplinary climate, compared to schools with more disruptive environments, even after accounting for differences in student and school socio-economic status and other factors associated with resilience. Attending orderly classes in which students can focus and teachers provide well-paced instruction is beneficial for all students, but particularly so for the most vulnerable students.“
Prof. Dr. Tommaso Agasisti u. a., „Academic resilience“ (2018), S. 34

Verantwortung übernehmen:

„Was immer man mit Begriffen wie Strenge, Konsequenz oder Durchsetzungsvermögen auch umschreiben mag, es bedeutet doch nichts anderes als: Verantwortung übernehmen!“
Gerhard Spitzer, „Kinder im Tyrannenmodus. Kann Erziehung noch Spaß machen?“ (2015), S. 78

Selbstkontrolle:

„Zu den wesentlichen Fähigkeiten des Menschen zählt es, die eigenen Gedanken und Handlungen zu kontrollieren. Ein Mangel an dieser Fähigkeit kann in einer persönlichen Katastrophe enden, insbesondere in unserer heutigen schnelllebigen Welt mit ihren unendlichen Möglichkeiten, Ablenkungen und Versuchungen.“
Univ.-Prof. Dr. Terrie E. Moffitt u. a., „Ein besseres Leben dank früher Selbstbeherrschung“.
In: „Spektrum der Wissenschaft“ vom Dezember 2014, S. 41

Bullying:

„Adolescents who experience bullying as perpetrators and/or victims are more likely to have depressive and anxiety symptoms, low self-esteem, feel lonely, and lose interest in activities. Bullying also has negative influences on bystanders who report feelings of guilt or helplessness.“
Anne Choi, „Emotional well-being of children and adolescents“ (2017), S. 19

Anteil der 13-Jährigen, die nach eigener Angabe in den letzten Monaten mindestens zweimal pro Monat Opfer von "bullying" waren:

Schweden:
Niederlande
Deutschland:
Finnland:
England:
intern. Mittelwert:
Frankreich:
Estland:
Österreich:
5 %
9 %
11 %
11 %
12 %
12 %
13 %
16 %
19 %
WHO (Hrsg.), "HBSC-Studie 2013/14" (2016), S. 201

Social and emotional skills:

„Cognitive skills matter, but social and emotional skills, such as perseverance, self-control and resilience are just as important.“
Hiroko Ikesako u. a., „Fostering social and emotional skills through families, schools and communities“ (2015), S. 9

Wie wahr!

„Demokratiebildung beginnt […] damit, dass in Schulen auf Anstand und einen guten Umgang geachtet wird.“
DI Helmut Holter, Kultusminister Thüringens und Präsident der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Die Linke, Die Welt online am 12. März 2018

Jugend in Gefahr:

„The unemployment rate of youth (aged 15-24) is twice as high as adult unemployment (25 years+) in most countries. It is nearly 4 times as high in Italy, New Zealand, Sweden and the United Kingdom.“
OECD (Hrsg.), „Society at a Glance 2016” (2016), S. 92

Dropout als extremer Risikofaktor:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt diese Quote bei 24,8 %, für Frauen beträgt sie 22,5 %, für Männer 27,1 %.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 1

Österreichs Asset:

„2016 waren in Österreich 6,9 % der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren ohne Sekundarabschluss und befanden sich auch nicht in einer weiterführenden Ausbildung. […] EU-weit waren 2016 10,7 % der 18-24-Jährigen frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger/innen.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Wie geht’s Österreich? 2017 (2017), S. 102

Bildungsabbruch nach Schularten:

„Im Vergleich der Ausbildungsformen dürfte sich – trotz aller Einschränkungen, die sich aus dem Vergleich zweier unterschiedlicher Datenbasen ergeben – die Lehrausbildung als jene mit den höchsten Raten an BildungsabbrecherInnen herauskristallisieren. Hier stehen einander 5,1% in der BHS, 6,5% in der AHS, 11,8% in der BMS und 16,6% im dualen System gegenüber.“
Institut für Höhere Studien (IHS), „Abbruch und Schulversagen im österreichischen Bildungssystem“ (2014), S. 30

Jugendarbeitslosigkeit 2017:

„Across OECD countries, almost 18 per cent of unemployed youth have been without work for a year or longer.“
ILO (Hrsg.), „Global Employment Trends for Youth 2017“ (2017), S. 8

Italien:

„Youth unemployment rate more than doubled in between 2007 and 2014 reaching dramatically high rates that still persist in 2016 (39.3 %).“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. Italy“ (2017), S. 31

Spanien:

„During 2010/11, 33 % of 16 year-old students had not completed compulsory education. Moreover, early school dropout stood around 25 %.“
Univ.-Prof. Dr. Álvaro Choi u. a., „The use (and misuse) of PISA in guiding policy reform: the case of Spain“ (2015), S. 2

Finnland:

„In 2014, there were 115,816 persons aged 20 to 29 with only basic level of education, which is 17.0 per cent of the age group.“
Statistics Finland online am 5. November 2015

„Vergleichsweise günstige Werte“:

„Österreich weist im europäischen Vergleich (EU-28-Länder) in allen hier untersuchten Indikatoren, welche in direktem Zusammenhang zur Situation der Jugendbeschäftigung zu sehen sind und vor allem Jugendarbeitslosigkeit und erreichte Bildungsabschlüsse betreffen, vergleichsweise günstige Werte (bezogen auf den Durchschnitt der EU-28-Länder) auf.“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick“ (2017), S. 2

Bewunderung für Österreich:

„Drop-out rates are significantly lower than in other European countries and Austria exhibits one of the lowest shares of 20-to-24 year-olds who are neither in employment nor in education or training (NEET) and one of the highest shares of those who are already in gainful employment at this age.“
Dr. Volker Ziemann, „Inclusive labour Markets in the digital era: The case of Austria“ (2017), S. 22

Supportpersonal an Schulen wichtiger denn je:

„Heute verbringen die Kinder den größten Teil ihrer Tageszeit in einer Institution. Damit übernimmt diese, ohne dass es jemandem bewusstgeworden ist, viele Aufgaben: Erziehung, Sozialarbeit, gruppen- und rangdynamische Prozesse. Für vieles davon ist ein Lehrer nicht ausgebildet – wir lassen die Pädagogen alleine mit all diesen Aufgaben und wundern uns, wenn sie ins Burnout schlittern oder das Pensum nicht schaffen. Wir brauchen einen Organisationsentwicklungsprozess und multiprofessionelle Teams, die mit Schülern und Eltern arbeiten.“
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, Kurier online am 19. Jänner 2018

„Sisyphusarbeit“:

„Weil viele Kinder von zu Hause nicht mehr die Erziehung erfahren dürfen, die für eine gesunde Entwicklung nötig ist, wird den Kindertagesstätten und Schulen eine Sisyphusarbeit aufgebürdet, an der diese Einrichtungen scheitern müssen - trotz aller bildungspolitischen Offensiven und pädagogischen Bemühungen der Erzieherinnen und der Lehrkräfte.“
bildungsklick.de am 6. März 2018

Aufgaben wandern vom Elternhaus in die Schule:

„Um Abbruchsgefährdung frühzeitig erkennen zu können, ist es unerlässlich, auf das zentrale Kriterium für Schulverweigerung und Schulabbruch, nämlich die Häufigkeit der Abwesenheit vom Unterricht zu achten.“
BMB (Hrsg.), „AusBildung bis 18 für alle!“ (2017), S. 97

Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf:

„Multiprofessionelle Kompetenz ist für alle institutionalisierten Lebensräume von Kindern ein Gebot der Stunde. Die zusätzlichen fachlichen Ressourcen durch Fachleute aus den Bereichen Psychologie, Sozialpädagogik oder Sozialarbeit zur Lösung von Problemen sollten Kinder und Jugendliche als selbstverständliche Hilfestellung ein Bildungsleben lang begleiten.“
Hilfswerk Österreich, Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

Temporäre Schulausschlüsse, Englands Methode:

„In 2009/10, there were 279,260 fixed period exclusions from state funded secondary schools, 8.59 % of the state-funded secondary school population (of which 28,440 were from Academies, 14.72 % of the academy population). […] The most common reason recorded for permanent exclusion in all state funded schools in 2009/10 was persistent disruptive behaviour (29.0 %). The second most common reason was physical assault against a pupil at 17.1 %“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 49f

Österreich beim Supportpersonal internationales Schlusslicht:

„Wir brauchen Sozialarbeiter und Psychologen. Wenn wir zum OECD-Schnitt aufschließen wollen, bräuchten wir 13.500 Fachkräfte in diesen Bereichen. Wollen wir an die OECD-Spitze, sind 23.500 nötig.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Österreich online am 3. Juli 2017

Unverantwortliche Politik:

„Lehrer/innen mit der Vielzahl an Problemen, die Kinder heutzutage in die Schule mitbringen, im Stich zu lassen, ist sowohl aus bildungspolitischer als auch gesellschaftspolitischer Sicht unverantwortlich. […] Durch sozialpädagogische und psychosoziale Angebote können Bildungseinrichtungen den gegenwärtigen Lebensrealitäten besser gerecht werden und in weiterer Folge ihrem Bildungsauftrag vollumfänglich nachkommen.“
Dr. Othmar Karas, Präsident des Hilfswerk Österreich, Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

Working in a huge contextual turbulence:

„When teachers are working in this changing world, in a huge contextual turbulence, and meeting more and more diverse needs of students, families and society, they need to be trusted as the best experts of their own work. And consequently, when the content of teachers’ work is turning to be more diverse, teachers need to be supported, not controlled.“
Irmeli Halinen u. a., „Curricular balance based on dialogue, cooperation and trust – The case of Finland“ in CIDREE (Hrsg.),
„Balancing Curriculum Regulation and Freedom across Europe“ (2013), S. 58

Auf den Support kommt es an:

„Evidence shows that education quality improves when teachers are supported – it deteriorates if they are not“
Irina Bokova,MBA, UNESCO-Generaldirektorin, Vorwort zu UNESCO (Hrsg.),
„Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014)

Kommentar überflüssig:

„Insgesamt ist die Zahl der Schulpsychologen beim Bund seit dem Schuljahr 2010/11 gesunken: Damals wurden 133 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im Schulpsychologischen Dienst verzeichnet, 2016/17 waren es nur noch 124.“
Die Presse online am 2. März 2018

Image von Schule verbessern:

„Wir reden immer nur über die Probleme von Schulen und viel zu wenig über die Höchstleistungen, die dort erbracht werden. Nur so können wir ausreichend junge Menschen motivieren, Lehramt zu studieren.“
DI Helmut Holter, Kultusminister Thüringens und im Jahr 2018 Präsident der Kultusministerkonferenz Deutschlands,
Die Linke, Die Welt online am 12. März 2018

Von Finnland lernen:

„In Finland, teaching is a coveted profession, largely because teachers receive great respect, are well trained, are reasonably paid, and have autonomy to implement teaching standards.“
The World Bank (Hrsg.), „Learning to Realize Education's Promise“ (2018), S. 136

Schottland:

„Scotland has an historic high regard for learning, education and teachers, and the trust it invests in teachers’ professional judgment is admirable.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Scotland“ (2015), S. 17

Vertrauen Basis für Erfolg:

„In schools with high trust, teachers feel more responsible for defining the nature and content of their work and are more likely to invest themselves in the operations of the school.“
Dr. Lucie Cerna, „Trust: What it is and Why it Matters for Governance and Education“ (2014), S. 33

Finnland setzt auf Vertrauen in die LehrerInnen:

„This is why we have been deliberately staying away from the unnecessary standardised testing, or unnecessary external inspection of our schools.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg. In: „The Economist Intelligence Unit Limited 2012 – Starting well“, S. 13

Wie wahr!

„Kontrolle verhindert Schlechtes, Vertrauen fördert Gutes.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Brügelmann, „Vermessene Schulen – standardisierte Schüler“ (2015), S. 102

Vertrauen Basis für Bildungsinvestitionen:

„Governments should increase the level of trust, both among citizens and of citizens in the government, to increase individuals’ willingness to pay higher taxes for public education expenditures, and thus increase support for public education expenditures.“
Dr. Nurullah Gur u. a., „In Public Education Expenditures We Trust: Does Trust Increase Support for Public Education Expenditures?“.
In: „Educational Sciences: Theorie & Practice“ (2015), 15(2), S.383

Umdenken nötig!

„Nötig sei ein Umdenken vieler Eltern. Lehrer benötigten mehr Respekt und Unterstützung von ihnen.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Die Grünen, Südwest-Rundfunk aktuell am 8. Mai 2017

Rationalität statt „BildungsexpertInnen“:

„Jeder hat oder hatte etwas mit Schule zu tun – und es ist genau wie beim Fußball: da gibt es sehr viele Trainer und bei der Schule gibt es sehr viele Schulmeister. Ich habe mir vorgenommen, ein bisschen mehr Rationalität in die Schuldiskussion zu transportieren.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, EU-Infothek online am 1. März 2018

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Teachers have a huge impact on students’ proficiency in academic subjects. Evidence suggests that teachers who are satisfied with their jobs tend to be more effective in promoting better learning, which could lead to better student performance.“
Dr. Tarek Mostafa u. a., „Science teachers’ satisfaction: Evidence from the PISA 2015 teacher survey“ (2018), S. 53

Bildung ist mehr als Kompetenzenerwerb:

„Der Mensch formt und gestaltet sich in einem persönlichen Bildungsprozess, nicht durch Aneignen von Kompetenzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, www.kathpress.at am 15. März 2018

Wie wahr!

„Die von der OECD und PISA vorgegebene Kompetenzorientierung wird zunehmend kritisch gesehen, weil sie letztendlich für ein ‚Weniger an Bildung‘ verantwortlich ist.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“ (www.progymnasium.at),
Presseaussendung vom 23. August 2016

Widerstand gegen „Kompetenzorientierung“ wächst:

„In der großen Mehrheit der Lehrerschaft ist eine tiefgehende Frustration gegenüber diesen Reformen vorhanden.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Entsorgung von Wissen:

„Man hat die Kompetenzorientierung dazu missbraucht, das zu deren Entwicklung notwendige Wissen weitgehend zu entfernen, insbesondere in den Zentralabituraufgaben fast aller Fächer, im zugrunde liegenden Unterricht zunehmend auch. […] Bildung und Wissen als Wert an sich spielt in diesem Konzept keine Rolle mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Die Welt online am 15. Juni 2014

„Kompetenzorientierte Schularbeiten“:

„Ich bin dafür, dass Schularbeiten-Angaben nicht wie Hausordnungen, Gebrauchsanleitungen und kreativitätserstickende Multiple-Choice-Tests aussehen – da vergeht einem die Freude an der Sache!“
Mag. Egyd Gstättner, Neue Vorarlberger Tageszeitung vom 17. September 2016

„Humankapital“:

„Welche Ziele hat die Kompetenzenpädagogik? Was ist der ideelle oder gar der ideologische Hintergrund? Es geht ganz offenbar um Ökonomisierung von Bildung, um Utilitarismus. Es geht nicht um Persönlichkeit, sondern um Personal (‚Humankapital‘, Unwort des Jahres 2004).“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 90

„Bildung dient der Menschwerdung des Menschen“:

„Bildung darf sich nicht auf ein reines Funktionieren in einer Wirtschaft und Gesellschaft reduzieren lassen, die der Mensch nicht mehr selbst bestimmt, sondern muss sich an einem humanistischen, einem personalen Menschenbild orientieren.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „ÖkologiePolitik“, Nr. 168 (November 2015), S. 31

Umfassendes Bildungsverständnis:

„Unterricht und Erziehung am Gymnasium erschöpfen sich nicht in der Vermittlung von arbeitsmarktrelevanten Kompetenzen und Fähigkeiten, sie zielen auf ein umfassendes, humanistisches Programm der Selbstbildung des jungen Menschen ab, die Förderung und Formung von Talenten und Begabungen, von Körper, Geist und Seele.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Profil“ (Zeitung des dphv) 5/2014, S. 3

Bildung als Kernaufgabe der Schule:

„Wer sich bildet, setzt sich mit Ungewohntem auseinander, Bildung fordert auf zum Nachdenken und schafft dadurch Identität. Der deutsche Philosoph Georg Friedrich Hegel sprach von der Umkehrung des Bewusstseins. Das finde ich treffend.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, www.derbund.ch am 5. Jänner 2015

„Betrugsmanöver“

„Um die Faszination, die von einer Sache, einem Thema, einem Gegenstand, einem Namen, einem Buchtitel, einer Frage ausgehen kann, werden kompetenzorientiert unterwiesene Kinder und Jugendliche gebracht; sie werden damit um die Chance gebracht, überhaupt ein substantielles Interesse an der Welt und an sich selbst entwickeln zu können.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Zukunftsfrage:

„Eine hervorragende Bildung sei eine für die Zukunft des Landes und des Wohlstands ganz zentrale Frage.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Tiroler Tageszeitung online am 10. Februar 2018

Betroffene lehnen Abschaffung von Sonderschulen ab:

„Aus ihrer Erfahrung in Kärnten könne sie sagen, dass die Mehrheit der Eltern es ablehne, dass ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Regelschulsystem unterrichtet werden, da sie befürchten, dass dort nicht die benötigte intensive Betreuung zur Verfügung steht.“
NR-Abg. Angelika Kuss-Bergner, Parlamentskorrespondenz vom 13. März 2018

„Inklusion - Die säkulare Religion“

„In der Diskussion stiefmütterlich behandelt wird die international dokumentierte Tatsache, dass Schüler in inklusiven Settings zwar bessere Leistungen zeigen, das soziale Exklusionsverhalten und die psychosoziale Belastung jedoch steigt.
Univ.-Prof. Dr. Ewald Kiel, Cicero online am 28. Februar 2018

„Inklusion“ ohne Rücksicht auf die Betroffenen:

„Inklusion findet statt, ohne dass die Möglichkeiten zur Befähigung der Inkludierten gesichert werden, dem Lerngang der Klasse zu folgen. Damit aber werden die Inkludierten umso deutlicher von der Klasse wieder getrennt.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 20

Die brutale Wirklichkeit:

„A substantial number of qualitative accounts suggest that bullying is a pervasive experience in the daily lives of disabled children and young people.“
Dr. Stella Chatzitheochari, „Bullying experiences among disabled children and young people in England“ (2014), S. 4

Deutschland:

„Für Kinder mit geistiger Behinderung ist nach Ansicht der meisten Bundesbürger der Besuch einer speziellen Förderschule am besten. 71 Prozent meinten dies in einer Umfrage der Bundesvereinigung Lebenshilfe.“
www.news4teachers.de am 13. November 2014

Schweden:

„[Es] erhalten zwischen 2,3 und 3,1 Prozent der schwedischen Kinder und Jugendlichen im Grundschulalter mindestens die Hälfte ihres Unterrichts in gesonderten Lerngruppen.“
Thomas Barow, „Vorbild oder Zerrbild? Außen- und Innenperspektive auf inklusive Bildung in Schweden“ (2011), S. 4

Pädagogik Geisel des Machbarkeitswahns:

„Es ist unmodern, auf die Grenzen des pädagogischen Machbarkeitswahns hinzuweisen – damit lassen sich keine Wahlkämpfe gewinnen. So wird eben doch versprochen, dass die große Vision von Inklusion machbar sei, nur Vorteile für alle habe und das gemeinsame Lernen ‚beste Pädagogik‘ ermögliche.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Die Vision des Machbaren“ in „Die politische Meinung“ Nr. 525, März/April 2014, S. 65

UN-Behindertenrechtskonvention wird missbraucht:

„Von einer Abschaffung der Sonderschulen ist in der Konvention an keiner Stelle die Rede. Im Gegenteil: es wird sogar ausdrücklich betont, dass besondere Maßnahmen, die behinderten Menschen guttun, nicht als diskriminierend angesehen werden dürfen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juli/August 2014

Jedem Kind seinen Anspruch auf guten Unterricht garantieren!

„Die Sonderschule ist für viele Kinder ein wichtiger Schutz- und Entwicklungsraum, zumindest in bestimmten Phasen. Die UN-Konvention hatte keineswegs die Absicht, hochspezialisierte Förderinstitutionen abzuschaffen. Sie wollte vielmehr jedem Kind, egal welcher Behinderung, seinen Anspruch auf guten Unterricht in der öffentlichen Schule garantieren. Denn in manchen Ländern, etwa auch Frankreich, waren tausende behinderter Kinder vom Schulbesuch ausgeschlossen, sie wurden zu Hause gehalten, in der Landarbeit beschäftigt.“
Michael Felten, Der Standard online am 23. Jänner 2018

„Zauberwort Inklusion“:

„Man muss das Zauberwort entzaubern, um seinem Sinn oder Unsinn differenziert auf die Spur zu kommen.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 32

Überforderung aller Beteiligten:

„Leider wird der zweite Schritt oft vor dem ersten gemacht. Man schickt die Flüchtlinge in die Schulen, wenn sie noch gar kein Deutsch sprechen und dann müssen die Lehrer schauen, wie sie damit klarkommen.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 24. Jänner 2018

Geflüchtete aus Afghanistan:

„Nur 20 % von ihnen haben eine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung absolviert, 30 % die Pflichtschule mit maximal 9 Schulstufen, 25 % die Grundschule mit maximal 5 Schulstufen und 25 % haben keine formale Schulbildung.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), S. 47f

Anteil der 15-Jährigen, die selbst oder von denen beide Elternteile im Ausland geboren sind:


Finnland:
Niederlande:
OECD-Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
2006
1,5 %
11,3 %
9,4 %
14,2 %
13,2 %
2015
4,0 %
10,7 %
12,5 %
16,9 %
20,3 %
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), Table I.7.1

Die 3 EU-Staaten mit dem höchsten Anteil an im Jahr 2015 Zugewanderten an der Gesamtbevölkerung:

Luxemburg:
Deutschland:
Österreich:
Zum Vergleich:
Niederlande:
Finnland:
3,99 %
2,50 %
2,32 %
 
0,94 %
0,39 %
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2017“ (2017), S. 169-241

Anteil der Grundschulen, an denen über 90 % der SchülerInnen die Unterrichtssprache als Umgangssprache sprechen (Stand 2016):

Finnland:
Niederlande:
Internationaler Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
82 %
72 %
63 %
30 %
29 %
IEA (Hrsg.), „PIRLS 2016. International Results in Reading“ (2017), S. 179

Erfolgsfaktor Umgangssprache:

„Across the EU, children with a migrant background underperform at school, especially when their new country’s language is different from the one spoken at home.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2017“ (2017), S. 30

Integration Pflicht und Staatsziel:

„Eine flächendeckende Vorschulerziehung und eine kompromisslose Durchsetzung der Schulpflicht sind die Basis. Integration muss Pflicht und Staatsziel sein.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD, Die Zeit online am 11. Dezember 2015

Sprachförderung vor dem Schuleintritt:

„Among children of comparable socio-economic backgrounds, those who attend preschool in their current OECD host country obtain better reading literacy results at 15 years old than those who do not.“
OECD (Hrsg.), „Indicators of Immigrant Integration 2015 - Settling In“ (2015), S. 240

Verstehen der Unterrichtssprache unverzichtbar:

„Das zweite verpflichtende Kindergartenjahr für jene Kinder mit Deutschförderbedarf bleibt weiterhin ein zentrales Anliegen des Expertenrats.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), S. 45

Mut zur Ehrlichkeit:

„Wir müssen die Debatte über Grenzen der Integration ehrlicher führen.“
Manuela Schwesig, stv. Vorsitzende der SPD, Die Welt online am 11. März 2018

Viele weitere bildungswissenschaftliche Zitate zu Migration und Integration auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-l-bis-p/migration


Deutschland:

„Auf Grundlage der ‚Compulsive Internet Use Scale‘ (CIUS) ist bei 5,8 % der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 2,8 % der 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen von einer computerspiel- oder internetbezogenen Störung auszugehen. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen sind die weiblichen Jugendlichen (7,1 %) stärker betroffen als die männlichen Jugendlichen (4,5 %)."
BZgA (Hrsg.), „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015,
Teilband Computerspiele und Internet“ (2017), S. 9

Flucht aus der Wirklichkeit:

„Rund jeder dritte (34 %) 12- bis 17-Jährige gibt an, in den letzten 12 Monaten oft soziale Medien genutzt zu haben, um nicht an unangenehme Dinge denken zu müssen. […] 10 Prozent geben an, sie hätten regelmäßig an nichts anderes denken können als an den Moment, an dem sie wieder soziale Medien nutzen werden können. Für Mädchen gilt dies etwas häufiger als für Jungen.“
DAK (Hrsg.), „WhatsApp, Instagram und Co. – so süchtig macht Social Media“ (2018), S. 20

Wie Drogensüchtige:

„Der Nachwuchs lebt im Online-Modus, schaut alle paar Minuten auf den Bildschirm, spielt stundenlang am Computer und findet dies ganz normal. Nach 5–6 Stunden Medienabstinenz zittern die Hände von Kindern wie bei Drogensüchtigen.“
Dr. Albert Wunsch, www.andreas-unterberger.at am 8. Dezember 2015

WWW-krank:

„Die Daten deuten darauf hin, dass etwa fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland unter krankhaften Folgen ihrer Internetnutzung leiden.“
Prof. Dr. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Suchtbereichs am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
www.news4teachers.de am 1. Dezember 2015

Emotionale und schulische Gefährdung:

„In most participating countries, extreme Internet use – more than six hours per day – has a negative relationship with students’ life satisfaction and engagement at school.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 6

Leistungsniveau 15-Jähriger in den Naturwissenschaften und die Dauer ihrer Internetnutzung (in PISA-Punkten; Stand 2015):

     


OECD-Mittelwert:
Österreich:
"Moderate Internet users"
(durchschnittlich 1 - 2 Stunden
Internetnutzung pro Wochentag)
511
518
"Extreme Internet users"
(durchschnittlich über 6 Stunden
Internetnutzung pro Wochentag)
468
462
Rückstand der "Extreme
Internet users"

43
56
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), Table III.13.24a

Anm.: 56 PISA-Punkte entsprechen fast zwei Lernjahren.

PISA 2015:

„Exzessive Internetnutzer schneiden deutlich schlechter ab. Fast jeder fünfte 15-Jährige ist unter der Woche mehr als sechs Stunden täglich online.“
Oberösterreichische Nachrichten online am 27. April 2017

Suchtkreislauf:

„Soziale Medien offerieren eine Vielzahl unmittelbarer Rückmeldungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und Befriedigungen, welche wiederum zu einer fortgesetzten und gesteigerten Anwendung führen können, mit der Konsequenz einer Verstärkung der zugrunde liegenden Kommunikationsprobleme, inklusive der Negierung realer Beziehungen und Probleme in Schulausbildung und Berufsausübung. Die daraus resultierende Depressivität und Frustration kann zur Aggravierung der exzessiven Nutzung sozialer Medien beitragen und sich im Sinne eines Suchtkreislaufs niederschlagen.“
Prof. Dr. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Suchtbereichs am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Pressekonferenz am 1. März 2018

„Das ist ein enormes Problem“:

„Ein Drittel der Schülerschaft verbringt mehr Zeit vor dem Handy oder dem PC als in der Schule. Die Folgen sind große Konzentrationsschwierigkeiten.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Rhein-Neckar-Zeitung online am 20. April 2017

Eine Frage der Balance:

„Ein Zuviel an Smartphone und Co. Schadet der Gesundheit und dem Familienleben. Damit es uns gut geht, brauchen wir eine vernünftige Online-Offline-Balance. Wer nur im Netz Kontakte hat, der dürfte im realen Leben ziemlich einsam sein.“
Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der deutschen Bundesregierung. In: DAK (Hrsg.),
„WhatsApp, Instagram und Co. – so süchtig macht Social Media“ (2018), S. 27

„Das ist eine einzige Katastrophe“

„Wenn Sie heute deutsche Schulen, insbesondere in den sogenannten ‚weichen‘ Fächern besuchen, dann werden sie erkennen, dass die Kompetenzorientierung dazu führt, dass die Schüler inhaltlich fast nichts mehr lernen. Es gibt keine Lernherausforderung mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Die „kompetenzorientierte“ Schule:

„Es geht ihr nicht mehr um die Bildung des Menschen, sondern es geht ihr um das Schulen und Testen von einzelnen Fähigkeiten. Es geht ihr nicht mehr, und da wage ich eine Trendwende zu prognostizieren, um die Inhalte der Bildung. In den Lehrplänen geht es um den Erwerb der Lesekompetenz, aber dabei wird völlig ausgeklammert, was gelesen wird. Dabei sind Inhalte entscheidend.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, t-online.de am 26. Dezember 2017

Wissen Basis für Verständnis:

„By assuming that pupils can develop chronological awareness, write creatively or think like a scientist without learning any facts, we are guaranteeing that they will not develop any of those skills. […] When the knowledge base is not in place, pupils struggle to develop understanding of a topic.“
Daisy Christodoulou, „Seven Myths about Education“ (2014), S. 22f

Das Bildungsideal der OECD:

„Der Mensch soll nicht mehr lernen, sich in Verantwortung für die Gemeinschaft seine eigenen Maßstäbe zu setzen. Zum Ziel der Bildung wird vielmehr die ‚Befähigung zu immer neuer Anpassung‘, und zwar Anpassung an die abstrakten Erfordernisse der Wirtschaft.“
Prof. Dr. Silja Graupe u. a., „Die Macht der Messung. Wie die OECD mit PISA ein neues Bildungskonzept durchsetzt“. 
In: „Coincidentia – Zeitschrift für europäische Zeitgeschichte“, Beiheft 4/2014, S. 141

„Viel mehr als Job“

„Das Bildungssystem darauf zu trimmen, dass die Kinder später ‚nur noch Job‘ können, ist im gesellschaftlichen Sinne keine nachhaltige Bildung. Was wir brauchen, ist das genaue Gegenteil: Wir müssen ‚viel mehr als Job‘ ins Auge fassen!“
Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar (2014), S. 180

Kompetenzbündel Mensch:

„Aufwendig versuchen diese, die spezifische Kompetenz zu operationalisieren, über die jemand verfügen soll, wenn er in der Lage ist zu gehen, bis zehn zu zählen, Verben von Adjektiven zu unterscheiden, einen mittelschweren Text zu verstehen, ein Integral zu lösen oder eine Sonate zu spielen. Doch Menschen kommen dabei nur noch als Kompetenzbündel vor.“
Univ.-Prof. Dr. Christoph Türcke, Süddeutsche Zeitung online am 7. Juli 2017

„Ostereiersuche“

„Der neue Abiturient begibt sich in den von ihm zu bearbeitenden Aufgabenstellungen auf eine Art Ostereiersuche, in dem nahezu alle Antworten aus dem vielfältigen Text- und Grafikmaterial zu entnehmen sind. Lesekompetenz ist gefragt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Die Welt online am 15. Juni 2014

OECD-„Bildungspolitik“:

„Für die Demokratie ist diese Entwicklung hochgefährlich. Kulturell ist sie verheerend. Und für die Wirtschaft ist sie riskant, weil Können und Wissen verloren gehen.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Neue Zürcher Zeitung online am 14. Juli 2014

Bildung ist mehr:

„Bildung von Menschen, ob klein oder groß, ist nicht durch eine Beschreibung ihrer Kompetenzen definierbar, die sie erworben haben.“
Prof. Dr. Hilde von Balluseck, bildungsklick.de am 14. September 2017

„Didaktischer Sündenfall“

„Zukünftige Bildungsforscher werden in der Umstellung auf die Kompetenzorientierung vielleicht den didaktischen Sündenfall unserer Epoche sehen, die Praxis der Unbildung schlechthin, und womöglich zur Einsicht kommen, dass Kompetenz genau das bedeutet, was der Philosoph Odo Marquard schon vor Jahren manchen ‚kompetenten‘ Vertretern seiner eigenen Zukunft unterstellt hatte: Sie seien für nichts zuständig, zu manchem fähig und zu allem bereit.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 58f

Bildung unter Druck:

„Die klassische Idee von Bildung gerät von zwei Seiten unter Druck: Durch die Forderung nach Nützlichkeit und Anwendbarkeit und durch die strikte Ausrichtung an den Bedürfnissen, Interessen und Launen der Kinder und Jugendlichen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Menschenverachtend:

„Alles an ‚Bildung‘ soll in Quoten und Rankingtabellen messbar, nützlich, verwertbar sein. Der Mensch wird zum ‚Humankapital‘ und damit verdinglicht.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Das OECD-„Bildungsverständnis“:

„Schaut man etwas tiefer in die Papiere, die es schon seit langem gibt, dann steht da sehr eindeutig, dass es darum geht, Anpassungsbereitschaft zu erzeugen für globale Ökonomie und Globalisierung, das heißt Bildung soll nach Kriterien funktionieren, die eigentlich mit Marktlogik zu tun haben, mit Wettbewerb, mit Konkurrenz. Das widerspricht als Ziel allem, was in unseren Verfassungen und Richtlinien zugrunde gelegt ist, nämlich Selbständigkeit, Mündigkeit, Kritikfähigkeit, menschliches Verantwortungsgefühl.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Der schiefe Plan von PISA“, ZDF am 14. Juni 2017

Deep and balanced education:

„Make sure that all subjects – including science, foreign languages, the arts, and social studies – are assessed with purpose and prudence so that students experience an education that is deep and balanced rather than shallow or narrow.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Hargreaves u. a., „The global fourth way“ (2011), S. 183

„Performer, Styler, Egoisten“:

„Gut ausgebildete kalte TechnokratInnen, dazu erzogen, ihre Projekte voranzutreiben, ohne dabei an die gesellschaftlichen Folgen zu denken, sollen den noch verbliebenen Rest der humanistischen Eliten ersetzen. Kritische Reflexionen sind nicht mehr gefragt.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 8

„Ohne jegliche demokratische Legitimierung“:

„Ohne jegliche demokratische Legitimierung werden indirekte, intransparente und manipulative Strategien der indirekten Einflussnahme verfolgt: das Bloßstellen der bisherigen Konzepte in der Öffentlichkeit, die diskursive Verbreitung der bevorzugten Ideen, das Festlegen von Standards und Verhaltensweisen und deren Überwachung, sowie das Ausschalten möglicher Veto-Player.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, bildungsklick.de am 26. April 2017

Der Widerspruch zwischen OECD und Schule:

„Unser Wort ‚Schule‘ stammt aus dem Griechischen und bedeutet dort ‚Muße‘, also befreit von Zwängen sich einer Sache zuzuwenden – nicht um untätig zu bleiben, sondern um zu einer besonnenen und verantwortungsbewusst handelnden Person werden zu können.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“, 
www.nachdenkseiten.de am 14. März 2016

Führungskräfte brauchen Bildung:

„Innovationen erfordern flexible, aufgeschlossene und kreative Köpfe; Literatur und Kunst fördern diese Fähigkeiten. Fehlt es an ihnen, verliert Unternehmenskultur rasch ihre Dynamik.“
Univ.-Prof. Dr. Martha Nussbaum, „Nicht für den Profit! Warum Demokratie Bildung braucht“ (2012), S. 133

Bildung vor OECD-„Bildungspolitik“ schützen!

„Neben den Kernfächern muss die Bedeutung der Fächer der musisch-ästhetischen und der sozial-ethischen Bildung an den Schulen gestärkt werden. Eine Verengung auf wenige Kernfächer trägt dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule nicht Rechnung.“
Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, Bayerns Kultusminister a. D. (Hrsg.), „Zukunft durch Bildung – Bildung für die Zukunft“ (2013), S. 23

„Ist es das, was wir unter Bildung verstehen wollen?“

„Dass an Schulen nicht das gelernt wird, was man zum Leben alles so braucht, ist ein Vorwurf, der pädagogische Einrichtungen seit der Antike begleitet. Nur lernen, was man auch sofort anwenden kann? Nur lernen, was nützt? Nur lernen, was der eigenen Situation und Bedürfnislage entspricht? Ist es das, was wir unter Bildung verstehen wollen? Und liegt das Problem nicht eher darin, dass Bildung ohnehin seit langem eher an den Erfordernissen der Märkte und den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen als an vermeintlich antiquierten Inhalten und angeblich unbrauchbaren Kenntnissen gemessen wird?“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Extrembelastung:

„Insgesamt 90 Prozent der Lehrer in Schleswig-Holstein fühlen sich durch Lärm und Geräusche am Arbeitsplatz belastet. Wie eine Umfrage des Bildungsministeriums weiter ergab, leiden 63 Prozent unter Termin- und Leistungsdruck sowie 62 Prozent unter zusätzlichen Aufgaben.“
Lübecker Nachrichten online am 20. Februar 2018

Immer mehr Aufgaben für LehrerInnen:

„Ständig kommen zum normalen Unterricht neue Aufgaben von Inklusion bis Digitalisierung dazu, für Eltern und Schüler sollen sie möglichst jederzeit erreichbar sein, Korrekturarbeit und Stundenvorbereitung findet spätabends und am Wochenende statt.“
Süddeutsche Zeitung online am 9. Februar 2018

Erheblicher Leistungsdruck:

„Lehrkräfte sind primär für die erfolgsreiche Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrages verantwortlich und befinden sich im permanenten Austausch mit Schülern und Eltern, aber auch mit Kollegen, der Schulleitung und übergeordneten gesellschaftlichen Strukturen. Daraus resultiert ein erheblicher Leistungsdruck.“
Dr. Reingard Seibt u. a., „Verausgabungs-Belohnungs-Verhältnis und Burnout-Risiko bei Lehrerinnen und Ärztinnen“
in „Arbeitsmed.Sozialmed.Umweltmed.“ 47, 7, 2012, S. 397

Zusätzlicher Stressfaktor:

„Teaching to a wide range of student abilities in one class can also be a challenge.“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2013 Results“ (2014), S. 190

Grenzen des Machbaren respektieren:

„Die Politik muss begreifen, dass man nicht alles wegfördern kann.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Westfalen-Blatt online am 19. Dezember 2012

Traurige Bilanz:

„Die Burnouts und Klinikaufenthalte von Lehrern haben zugenommen. […] Besonders wichtig ist es, die Anzeichen für einen Burnout zu erkennen und frühzeitig dagegen zu steuern.
Hans-Joachim Röthlein, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen,
Süddeutsche Zeitung online am 18. Februar 2018

„Es ist wirklich hart geworden für Lehrer“

„Kinder wie Eltern werden immer schwieriger. Die Kinder werden nicht mehr zur Disziplin erzogen. Die Eltern erwarten von den Lehrern, dass sie alles in Ordnung bringen, was sie selbst nicht geschafft haben in der Erziehung. Es ist wirklich hart geworden für Lehrer.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, news4teachers.de am 13. Jänner 2018

Nein sagen!

„Wichtig ist auch, dass Arbeitnehmer lernen, sich abzugrenzen und Nein zu sagen. Es besteht die Tendenz, dass ihnen immer mehr Verantwortung aufgebürdet wird, davor müssen sie sich schützen lernen.“
Primar Dr. Peter Michael Roth, Die Welt online am 8. April 2014

Gesamtgesellschaftliches Interesse:

„Der Staat, und das sind wir alle, zahlt nicht nur die Gehälter, sondern auch die Pensionen. Wenn er vor dem Hintergrund dieser Tatsache alle Anstrengungen unternehmen würde, die Gesundheit der Lehrer zu erhalten, ‚gesunde‘ Strukturen zu schaffen, würde sehr viel Geld nutzbringender angelegt werden können.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 119

Familiär geförderte Empathie:

„Durch den Job meiner Frau, die selbst Lehrerin ist, und auch aus den vielen Gesprächen mit Pädagoginnen und Pädagogen bekomme ich natürlich mit, wie anspruchsvoll diese Tätigkeit ist. Mit viel Engagement unterrichten Lehrerinnen und Lehrer tagtäglich unter nicht immer einfachen Bedingungen in den Klassenzimmern dieses Landes und unterstützen Schülerinnen und Schüler bei ihrer Bildungslaufbahn.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, EU-Infothek online am 1. März 2018
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Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

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Initiative
"Pro Gymnasium"

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bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate:

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Wie wahr!

„Integration ist eine Riesenherausforderung und eine Kulturleistung auf Gegenseitigkeit, für die die Schulen dringend mehr Mittel brauchen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. März 2018

Zeit für Besinnung:

„Es kann nicht sein, dass, wenn Schüler ein Klassenzimmer verwüsten, diese nicht fünf Minuten länger bleiben dürfen, um dieses wieder in Ordnung zu bringen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Wiener Zeitung online am 20. März 2018

Dropout als extremer Risikofaktor:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt diese Quote bei 24,8 %, für Frauen beträgt sie 22,5 %, für Männer 27,1 %.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 1

Bildung ist mehr als Kompetenzenerwerb:

„Der Mensch formt und gestaltet sich in einem persönlichen Bildungsprozess, nicht durch Aneignen von Kompetenzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, www.kathpress.at am 15. März 2018

Betroffene lehnen Abschaffung von Sonderschulen ab:

„Aus ihrer Erfahrung in Kärnten könne sie sagen, dass die Mehrheit der Eltern es ablehne, dass ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Regelschulsystem unterrichtet werden, da sie befürchten, dass dort nicht die benötigte intensive Betreuung zur Verfügung steht.“
NR-Abg. Angelika Kuss-Bergner, Parlamentskorrespondenz vom 13. März 2018

„Das ist eine einzige Katastrophe“

„Wenn Sie heute deutsche Schulen, insbesondere in den sogenannten ‚weichen‘ Fächern besuchen, dann werden sie erkennen, dass die Kompetenzorientierung dazu führt, dass die Schüler inhaltlich fast nichts mehr lernen. Es gibt keine Lernherausforderung mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Immer mehr Aufgaben für LehrerInnen:

„Ständig kommen zum normalen Unterricht neue Aufgaben von Inklusion bis Digitalisierung dazu, für Eltern und Schüler sollen sie möglichst jederzeit erreichbar sein, Korrekturarbeit und Stundenvorbereitung findet spätabends und am Wochenende statt.“
Süddeutsche Zeitung online am 9. Februar 2018

Fehlende Schulreife:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar.
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 23. Februar 2018

„Die Gewalt gegen Lehrer nimmt zu, die Angriffe steigen qualitativ und quantitativ an“

„Das beginne in Sozialen Netzwerken. ‚Da hagelt es Beschimpfungen und Ehrenbeleidigungen.‘ Und es ende in roher körperlicher Gewalt. Bei vielen Attacken sei Gefahr im Verzug, sodass die Polizei eingeschaltet werden müsse.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 24. Februar 2018

Hoffen auf die Zeit nach BM Häupl:

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Stadtregierung endlich aufwacht und die richtigen Reformen im Wiener Bildungsbereich angeht. […] Ich hoffe, dass der künftige Bürgermeister Ludwig diese gravierenden Probleme im Wiener Bildungsbereich erkennt und löst. […] Das ist Rot-Grün den Wiener Schülerinnen und Schülern für ihre erfolgreiche Zukunft in unserer Stadt schuldig.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 20. Februar 2018

Wertlose Regeln:

„Wenn es keine Sanktionen gibt, haben Regeln relativ wenig Wert für die Kinder.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Ganze Woche vom 30. Jänner 2018

Deutsch-Förderklasse Gebot der Stunde:

„Generationen von Kindern erhalten nun erstmals die Chance, mit gleichen Chancen und Möglichkeiten eine erfolgreiche Schulkarriere zu starten. Die Einrichtung von Deutsch-Förderklassen ist vor allem in Wien ein Gebot der Stunde sowie eine Frage der Fairness, der Vernunft und der Chancengerechtigkeit.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 30. Jänner 2018

Keine Zeit zu verlieren:

„Das Problem, dass so viele Kinder dem Unterricht nicht folgen können, ist so ernsthaft, dass wir keine Zeit verlieren dürfen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 25. Jänner 2018

Enorme Versäumnisse:

„Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft alleingelassen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Presseaussendung vom 24. Jänner 2018

Teppich gehoben:

„Jahrelang hat Österreichs Politik insgesamt und die Bildungspolitik im Besonderen das Problem der sprachlichen Integration unter den Teppich gekehrt. Mit BM Faßmann kann eine neue Ära beginnen, in der Leistung und Vielfalt im Bildungswesen wieder den ihnen gebührenden Stellenwert erhalten.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Presseaussendung vom 22. Jänner 2018

Leistungsrückstand mit 10:

„Alarmierend ist […] die Leistungsdifferenz zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Sie beträgt im Durchschnitt 51 Punkte und entspricht damit dem Fortschritt von zwei Lernjahren. Damit scheitern die Volksschulen bei ihrer wichtigsten schulischen und demokratischen Aufgabe: dem Ausgleich unterschiedlicher Startbedingungen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Projektleiter Bildung der „Agenda Austria“, Der Standard online am 28. Dezember 2017

Balsam auf die Wunden der von Österreichs „Schulpolitik“ lang genug geplagten Betroffenen:

„Es tut gut zu sehen, dass am Minoritenplatz (Sitz des Bildungsministeriums, Anm.) endlich auf die Expertise der Betroffenen gehört wird und nicht nur auf die Meinung selbsternannter Experten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Niederösterreichische Nachrichten online am 16. Jänner 2018
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