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Zitate

Medien-Zitate ab 1. Dezember 2018

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Von den Erfahrungen von Gesamtschulländern lernen!

„‚Wenn man auf alle Schulen entweder AHS oder NMS schreibt, dann gibt es trotzdem Schulen, die als ,gute Gesamtschule’ gelten, und Schulen, die als ,weniger gute Gesamtschule’ gelten. Den Elternwillen kann man nicht steuern.‘ Zudem würden die Privatschulen noch mehr ausgebaut werden: ‚Wir sehen das in Gesamtschulländern. Dort ist der Privatschulsektor sehr stark, weil die Eltern dann diesen Weg wählen.‘“
MMag. Dr. Corinna Geppert, ORF online am 18. Februar 2019

Fördern braucht Fordern:

„Man entwickelt Intelligenz nur, wenn sie auch gefordert wird, wenn man anspruchsvolle Aufgaben bekommt. Dann lernt man besser schlussfolgerndes Denken, effizienter Informationen zu verarbeiten.“
Univ.-Prof. Dr. Elsbeth Stern, Deutschlandfunk online am 24. Juli 2018

Anspruch auf individuelle Förderung:

„Alle Schülerinnen und Schüler haben gemäß schulgesetzlicher Aussagen einen Anspruch auf individuelle Förderung und die Gesellschaft hat ein Interesse an ihrer eigenen Reproduktion und Weiterentwicklung. Deshalb ist eine leistungsorientierte Forderung und Förderung aller Schülerinnen und Schüler eine wesentliche Voraussetzung für die Weiterentwicklung unserer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft.“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, seit Dezember 2017 Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes.
In: „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2015, S. 31

Erkenntnis aus Deutschlands Nationalem Bildungspanel (NEPS):

„Mit der strikten Differenzierung nach den Fähigkeiten steigen die Leistungen, und es gibt auch hierfür keine stärkeren Effekte der sozialen Herkunft als in integrierten Systemen. Der wichtigste Mechanismus dafür ist wirklich die kognitive Homogenität. Sie führt immer zu höheren Leistungen, also auch in integrativen Systemen. Am günstigsten aber ist die Kombination von kognitiver Homogenität der Schulklassen und der weiteren Homogenisierung durch eine strikte Differenzierung.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

Slowenien:

„It is underlined that all children including those with special educational needs, the talented and the disabled alike, have a right to receive education corresponding to their abilities.“
Anna Cseh, „Programmes of talent identification and talent management in Slovenia“.
In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 166

Dringender Handlungsbedarf:

„Es braucht dringend eine Ent-Heterogenisierung der Schulklassen im Hinblick auf die Nutzung der Lernfähigkeiten und der Lernwilligkeit. Lernen ist immer ein Integrieren von neuer Information in aktiviertes Vorwissen, und je homogener dieses Vorwissen von Lernenden ist, desto einfacher, aber auch sicherer ist die Steuerung der Lernprozesse im Klassenverband und desto besser werden die Lernresultate.“
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Steiner, „Im Würgegriff von LEHRPLAN 21“ (2018), S. 8f

Von Baden-Württembergs Absturz lernen!

„Bei allen Bildungsstudien, in denen Schulformen verglichen werden, schneiden die Schüler an egalitär organisierten Schulen schlechter ab als an gegliederten. Besonders problematisch sind die Leistungen an der jüngsten Schulform: der Gemeinschaftsschule. Baden-Württemberg stürzte beim Leistungstest des IQB innerhalb von fünf Jahren von einem Spitzenplatz unter den Bundesländern ins untere Mittelfeld ab, weil sich die Gemeinschaftsschule mit ihren Selbstlernmethoden als besonders leistungsschwach erwiesen hatte.“
Rainer Werner, guteschuleblog.wordpress.com am 7. Jänner 2018

Das „Equity-Paradox“:

„Je mehr unternommen wurde, durch Angleichung der schulischen Leistungsbedienungen und Erwartungen soziale Ungleichheit zu vermindern, umso mehr machte sie sich wieder bemerkbar. Ja es sind gerade die vermeintlich Gleichheit stiftenden Maßnahmen, die Ungleichheit perpetuieren und vergrößern.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das „Equity-Paradox“. In: Rademacher u. a., „Bildungsqualen“ (2015), S. 95

Der Vielfalt gerecht werden:

„Ich wünschte mir von einer kindgerechten Schule, dass sie die enorme Vielfalt unter den Schülern endlich akzeptiert und die Kinder dort abholt, wo sie entwicklungsmäßig stehen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, Focus online am 15. Jänner 2019

Trend in Richtung Vielfalt setzt ein:

„Menschen unterscheiden sich […] hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, Bedürfnisse und Präferenzen, daher versuchen die meisten Bildungssysteme, unterschiedliche Arten von Bildungsgängen und Formen der Bildungsteilnahme anzubieten, insbesondere in den höheren Bildungsbereichen (Sekundarbereich II und darüber hinaus) und für Erwachsene.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren“ (2018), S. 185f

Viele weitere bildungswissenschaftliche Zitate zum Wert homogenerer Lerngruppen auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/gesamtschule-differenzierung.


Norwegen:

„In Norway, children born into low socio-economic backgrounds face a higher risk of becoming NEET in their youth. Young people whose mother did not have an uppersecondary education are more than twice as likely to be NEET as the children of tertiary educated mothers. This effect is strongest for 15-19 year-olds, indicating a particularly strong effect of parental education on upper-secondary school drop-out. This difference is somewhat higher than in Germany, the only other country for which comparative data are available.“
OECD (Hrsg.), „Investing in Youth: Norway“ (2018), S. 44

Großbritannien:

„The United Kingdom has very low social mobility compared to other OECD nations. Children’s academic attainment is closely linked with their parents’ income, occupation and educational qualifications.“
Social Mobility Commission (Hrsg.), „Helping Parents to Parent“, 20. Februar 2017, S. 6

Schweden:

„Für Anders Trumberg, einen Erziehungswissenschafter der Universität Örebro mit Spezialgebiet Schulwahl und Segregation, steuert Schweden bei der Chancengleichheit im Erziehungswesen auf einen Tiefpunkt zu.“
Neue Zürcher Zeitung online am 23. Juni 2018

USA:

„The achievement gap between children from high- and low-income families is roughly 30-40 percent larger among children born in 2001 than among those born twenty-five years earlier.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 134

England:

„There is a larger gap in literacy and numeracy scores between the highest and lowest achievers than in most other countries and the impact of parental background on skills attainment is stronger than in most countries.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Green u. a., „Why are Literacy and Numeracy Skills in England so Unequal?“ (2015), S. 4

England, Frankreich, Kanada und die USA:

„England ranks equal fourth amongst countries and regions in numeracy inequality. Only France, English-speaking Canada and the USA are significantly more unequal in numeracy.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Green u. a., „Why are Literacy and Numeracy Skills in England so Unequal?“ (2015), S. 9

„Independent schools“, Englands elitäre Alternative:

„71 per cent of senior judges, 62 per cent of senior armed forces officers, 55 per cent of Permanent Secretaries, 53 per cent of senior diplomats, 50 per cent of members of the House of Lords, 45 per cent of public body chairs, 44 per cent of the Sunday Times Rich List, 43 per cent of newspaper columnists, 36 per cent of the Cabinet, 35 per cent of the national rugby team, 33 per cent of MPs, 33 per cent of the England cricket team, 26 per cent of BBC executives and 22 per cent of the Shadow Cabinet attended independent schools - compared to 7 per cent of the public as a whole.“
Social Mobility and Child Poverty Commission (Hrsg.), „Elitist Britain“ (2014), S. 10

„Alternative Formen der Segregation“:

„Die erhoffte soziale Chancengleichheit ist ein Irrtum. Fast alle Gesamtschulländer haben alternative Formen der Segregation entwickelt.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kleine Zeitung online am 28. Mai 2016

OECD-weites Faktum:

„Children with parents of a lower socio-economic status have lower educational performance, e.g. PISA mathematics scores are about one-fifth lower than for those with highly educated parents, which represents more than three years of equivalent additional schooling.“
OECD (Hrsg.), „A Broken Social Elevator? How to Promote Social Mobility“ (2018), S. 41f

Bildungswissenschaftlich längst nachgewiesen, von manchen „BildungsexpertInnen“ Österreichs aber leider noch immer verdrängt, ignoriert oder gar geleugnet :

„Die Gesamtschule schafft nachweislich nicht mehr Bildungsgerechtigkeit als die Schulen des differenzierten Bildungssystems.“
Univ.-Prof. Dr. Alexander Lorz, Bildungsminister Hessens, „Werteorientierung, Wahlfreiheit und Chancengerechtigkeit“ (2017), S. 6

„In all countries and economies”:

„In all countries and economies that participated in PISA 2015, socio-economic status has considerable influence on students’ performance in science, reading and mathematics. On average across OECD countries, the mean PISA science score among disadvantaged students was 452 points, while among advantaged students it was 540 points. This gap of 88 points is the equivalent of about three full years of schooling.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 89“ (Oktober 2018), S. 2

Am größten ist der sozioökonomisch bedingte Leistungsrückstand 15-Jähriger in Luxemburg und Frankreich.

Equity in Education:

„Im sozioökonomisch schwächsten Viertel der Schülerinnen und Schüler – und auf dieses Viertel fokussiert die OECD-Publikation – befinden sich in Österreich so viele junge Menschen mit Migrationshintergrund, so viele junge Menschen, die die Unterrichtssprache nicht verstehen, wie dies in kaum einem anderen OECD-Staat der Fall ist.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 4

Aufs Elternhaus kommt es an:

„Die Integration der Migrantenmütter ist entscheidend für die Integration der Kinder.“
Dr. Thomas Liebig, Wiener Zeitung online am 29. Mai 2018

USA:

„According to one national study, 72 percent of middle-class children know the alphabet when starting school, as opposed to only 19 percent of poor children.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 116

Mit 2 Jahren sechs Monate Rückstand:

„Differences in vocabulary and language processing efficiency between infants from higher- and lower-SES families were evident at 18 months, and by 24 months there was a 6-month gap between SES groups.“
Univ.-Prof. Dr. Amy Pace u.a., „Identifying Pathways Between Socioeconomic Status and Language Development“.
In: „Annu. Rev. Linguist.“ 2017, S. 293

Bildungsstandardüberprüfung am Ende der Volksschule:

„10 % der Kinder von Eltern mit tertiärem Bildungsabschluss, 17 % der Kinder von Eltern mit maximal Matura, 28 % der Kinder von Eltern mit Berufsausbildung und 52 % der Kinder von Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss erreichen die Bildungsstandards nicht oder nur teilweise.“
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2“ (2016), S. 26

Frühkindliche Prägung:

„Childhood socioeconomic status (SES), characterized by parental educational attainment, occupation and income, is associated with early experiences that are important for cognitive development. […] SES is linked to children’s neurocognitive func¬tion across numerous domains, including language, self-regulation, memory and socio-emotional processing.“
Univ.-Prof. Dr. Kimberly Noble u. a., „Family Income, Parental Education and Brain Structure in Children and Adolescents“ (2015), S. 1

Falscher Ansatz:

„Meines Erachtens ist es falsch zu denken, über Bildung könne man Bildungsgerechtigkeit erzeugen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer. In: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 106

Themenverfehlung:

„Letztlich kann man sozialpolitische Fragen nicht nur durch Bildungspolitik lösen. Da muss man auch sozialpolitisch aktiv werden.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, Der Standard online am 5. Oktober 2015

Politisches Gaukeln beenden!

„Von Schulen zu verlangen, an einem sehr belasteten Standort Chancengerechtigkeit herzustellen, ist illusorisch. Das wäre, als würde man von einem Arzt in einem Armenviertel verlangen, die Lebenserwartung der Patienten auf das Niveau einer Luxuswohngegend zu bringen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Zahlreiche Erkenntnisse zur Bedeutung außerschulischer Einflüsse auf den Bildungserfolg auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/chancengerechtigkeit.


Die Würfel fallen vor dem Schuleintritt:

„Schon beim Eintritt in die Volksschule betrage der Leistungsunterschied zwischen den Kindern zwei bis drei Jahre. ‚Das ist auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten nur schwer auszugleichen. […] Es macht einen massiven Unterschied, ob man mit einem Kind viel spricht und ihm vorliest, oder ob man es nur vor Fernseher und Computer setzt.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 15. Februar 2019

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

„86 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, meinen, dass sie sich schnell Dinge merken können – aber nur 45 Prozent derjenigen, denen selten bzw. nie vorgelesen wurde.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 20

Eltern als erste PädagogInnen:

„Parental cognitive involvement in early childhood such as time invested in shared book reading, storytelling, learning the alphabet, numbers, and letters, playing rhyming and math games, and access to cognitively stimulating toys and books set the stage for children’s cognitive and intrinsic motivation development.“
Dr. Daniel H. Caro, „Socio economic gaps in subject interest: the mediating role of parental cognitive involvement“.
In: „Large-scale Assessments in Education“ (2018), 6:13, S. 6

Bildungsvererbung:

„Household income was significantly and inversely associated with adolescents frequently listening to music with headphones during family meals. Compared to parents with a college or advanced degree, parents with a high school education or less had significantly higher odds of reporting adolescent use of TV and electronic game playing during family meals.“
Univ.-Prof. Dr. Jayne Fulkerson u. a., „Time 2 tlk 2nite: Youths’ use of electronic media during family meals
and associations with demographic characteristics, family characteristics and foods served“ (2014), S. 5

Erzieherischer Teufelskreis:

„Viele Eltern, denen es nicht gelingt, ihre Kinder rechtzeitig ins Bett zu bringen, laufen Gefahr, übermüdete und damit hyperaktive Kinder zu ‚produzieren‘. Es wird auf Dauer schwieriger werden, mit ihnen zu kommunizieren, da sie aufgrund des Schlafmangels ihre Konzentrationsfähigkeit verloren haben. Sie werden außerdem immer reizbarer und impulsiver. Es ist ein Teufelskreis, und der Mangel an Autorität kann seinerseits zu einer Verschlimmerung der möglicherweise schon vorhandenen Probleme führen.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 114

Zu viel Stress im Elternhaus:

„Tatsächlich ist das soziale Bindegewebe heute sehr schwach. Eltern erfahren oft zu wenig Unterstützung, zu wenig Beziehungssicherheit und zugleich zu viel Lebensstress.“
Dr. Herbert Renz-Polster, Kleine Zeitung online am 20. Jänner 2019

AlleinerzieherInnen besonders gefordert:

„Many researchers have found that family structure has an impact on educational achievement and that children from single-parent households are at a disadvantage when compared to children who live with both parents.“
Dr. Joseph J. Merry, „Tracing the U.S. Deficit in PISA Reading Skills to Early Childhood: Evidence from the United States and Canada“.
In: „Sociology of Education“ 86(3), 2013, S. 240

„An effective intervention”:

„Early family/parent training is an effective intervention for reducing behavioural problems among young children and reducing delinquency and crime in later adolescence and adulthood.“
OECD (Hrsg.), „A Broken Social Elevator? How to Promote Social Mobility“ (2018), S. 293

Auf die Eltern kommt es an:

„Many studies have shown that parental engagement – everything from asking about homework to attending PTA meetings (Anm.: parent-teacher association meetings) – is associated with higher academic performance, better socioemotional skills, and other facets of student behavior, such as less use of drugs and alcohol.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 167

Kinder und Familie in den Mittelpunkt:

„Wir müssen unsere Gesellschaft neu aufbauen, mit einem fokussierten Blick auf die Kinder und die Familie. Anders können wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Dann schafft der Mensch sich schon sehr bald selbst ab.“
Mag. Michael Hüter, Focus online am 15. Jänner 2019

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Bedeutung des familiären Umfelds sind dank des Engagements von Mag. Gudrun Pennitz auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen.


Sprache unverzichtbare Basis:

„The teaching of the language of instruction to migrant students is an essential task of schools that enables these students to fully benefit from learning opportunities and be socially integrated in schools.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 129

Schweden:

„OECD found that, compared to their Swedish-born peers, immigrant students had weaker educational outcomes on average at all levels of education. Differences in socio-economic background and speaking a different language at home accounted for a substantial part of the gap at age 15.“
OECD (Hrsg.), „Investing in Youth: Sweden“ (2016), S. 64

Wie wahr:

„Sprache ist der Schlüssel, um dem Unterricht – auch dem Naturwissenschaftsunterricht – folgen zu können. Darüber hinaus ist ein gewisses Leseverständnis in der Testsprache Voraussetzung, um die PISA-Naturwissenschaftsaufgaben verstehen und bearbeiten zu können.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2015. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2016), S. 94

„Wegschauen und Negieren eines realen Problems“:

„Man bedauert auf der einen Seite das niedrige Bildungsniveau der Zugewanderten, beklagt die großen Bildungsrückstände in der 4. und 8. Schulstufe beim Lesen und Schreiben, nachgewiesen durch internationale und nationale Bildungstests. Man lamentiert über die hohe Arbeitslosigkeit und die niedrige Erwerbsquote und will auf der anderen Seite nicht dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche mit nicht deutscher Erstsprache so in die Schule kommen, dass sie dem Unterricht folgen können.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Die Presse online am 7. Juni 2018

„Das A und O der Integration“:

„Als Erstes muss es darum gehen, dass die zu integrierenden Flüchtlinge so schnell und gut wie möglich die deutsche Sprache lernen. Die Forschung zeigt, dass darin das A und O der Integration am Arbeitsmarkt und darüber hinaus liegt. Deshalb müssen verpflichtende Sprachkurse schnell und flächendeckend umgesetzt werden.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, ifo-Schnelldienst 1/2016 vom 14. Jänner 2016, S. 22

Ausgrenzungsgefahr:

„Those who speak the language of instruction at home usually report a higher sense of belonging and fewer experiences of bullying at school than those who speak another language at home, in almost all education systems.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 42

Voraussetzungen für Integration:

„98 % der Befragten nannten gute Kenntnisse der deutschen Sprache als sehr oder eher wichtig und 93 % der Befragten gaben an, dass die Übernahme der Werte, die in Österreich gelten, für sie sehr oder eher wichtig für eine funktionierende Integration ist.“
ÖIF (Hrsg.), „Integration und Zusammenleben. Was denkt Österreich?“ (2017), S. 22

„Ernsthaftes Problem“, das über die Zukunft entscheidet:

„Wir haben ein ernsthaftes Problem, und es muss in unserem Interesse liegen, dass wir alle daran arbeiten, es zu lösen. Um nicht eine weitere Generation von jungen Migrantenkindern zu verlieren und um die freiheitlich-demokratischen Werte und die innere Sicherheit im Land nicht noch weiter zu gefährden.“
Hamed Abdel-Samad, „Integration – Ein Protokoll des Scheiterns“ (2018), S. 24f

83 Prozent der Bevölkerung halten laut aktueller Umfrage Deutschklassen für sinnvoll:

„Die Menschen haben scheinbar ein gutes Gespür, wo es in dieser Frage Handlungsbedarf gibt und sehen die Deutschförderklassen weniger ideologisch, sondern als notwendige Maßnahme.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 9. Juni 2018

Jahrzehntelanges politisches Versagen:

„Die größte und von Jahr zu Jahr größer werdende Herausforderung des österreichischen Schulwesens ergibt sich aus der Tatsache, dass Österreich ein Einwanderungsland ist, das sich leider jahrzehntelang nicht als Einwanderungsland verstanden und dementsprechend integrationspolitische Maßnahmen gröblichst vernachlässigt hat.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 18

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu Migration und Integration auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration.


„Predictors of the individual’s success:

„Non-cognitive skills such as motivation, tenacity, trustworthiness and perseverance have been shown to be important predictors of the individual’s success in school and in the labour market.“
Dr. Ana Damas de Matos, „Immigrant skills, their measurement, use and return“. In: OECD (Hrsg.),
„Matching Economic Migration with Labour Market Needs“ (2014), S. 158

Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität und Hyperaktivität:

„Vergleicht man die gegenwärtigen mit den Schlafenszeiten von vor etwa hundert Jahren, schlafen die Kinder heute jede Nacht im Durchschnitt bis zu 75 Minuten weniger als damals. Die klassischen Symptome der Müdigkeit sind Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität und bei sehr vielen Kindern (besonders deutlich erkennbar bei den jüngeren) Hyperaktivität.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 113

Mut zur Erziehung:

„Manche Eltern sind überfordert oder trauen sich nicht, ihren Kindern Grenzen zu setzen, wenn diese beispielsweise nachts um zwölf Uhr noch vor dem Computer sitzen wollen.“
Klaus Seyfried, Leiter des Schulpsychologischen Beratungszentrums Tempelhof-Schöneberg in Berlin, Tagesspiegel online am 4. Juli 2016

Erschreckender Befund:

„Im Jahr 2016 lag die administrative Diagnoseprävalenz psychischer Erkrankungen und Verhaltensstörungen bei 259 Fällen je 1.000 Kindern und Jugendlichen. Demnach waren mehr als ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen betroffen. […] Die Prävalenz nahm innerhalb des frühen Kindesalters bis hin zum Alter von 5 Jahren zu. Mit 476 Fällen je 1.000 bei Jungen bzw. 344 je 1.000 Fällen bei Mädchen war bei Kindern im Alter von 5 Jahren die Erkrankungshäufigkeit am höchsten.“
DAK (Hrsg.), „Kinder- und Jugendreport 2018“ (2018), S. XXII

Entwicklungsdefizite:

„Viele Kinder weisen eine zu geringe Frustrationstoleranz auf, schmeißen die Sache hin, wenn es nicht auf Anhieb klappt, verweigern sich bei jeder Anforderung. Ihre Selbststeuerung, die Selbstkontrolle über ihre Gefühle und ihr Einfühlungsvermögen sind unterentwickelt.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom November 2018, S. 13

Wegschauen der Politik:

„Obwohl schon der PISA-Bericht des Jahres 2000 einen engen Zusammenhang zwischen Sozialverhalten und Lernen feststellte und nachlassende Erfolge mit störenden, dissozialen und aggressiven Verhaltensweisen in Verbindung brachte, richtete sich der Blick der verantwortlichen Politiker in der Folge hauptsächlich auf die fachliche Förderung.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 137

„An important resource for school success”:

„Social and behavioral skills are an important resource for school success in elementary school, both as measured on cognitive tests and even more so by teacher evaluations.“
Univ.-Prof. Dr. Thomas A. DiPrete u. a., „Social and behavioral skills and the gender gap in early educational achievement“ (2011)

Abstumpfungsprozess:

„Je häufiger ein Kind Gewalt sieht, also etwa in den Medien, in der Nachbarschaft, in der Schule und in der Familie, und je häufiger Gewalt nicht sanktioniert oder sogar ‚belohnt‘ wird, desto akzeptabler findet es sie.“
Univ.-Prof. Dr. Jan Pfetsch, Die Zeit online am 7. Mai 2018

Ein PISA-Ergebnis, das ignoriert wurde:

„The main influence on mathematics scores was the disciplinary climate in the classroom, an essential element of back-to-basics education.“
Dr. Alfonso Echazarra u. a., „How teachers teach and students learn: Successful strategies for school“ (2016), S. 10

Hohe Dunkelziffer:

„Es sei dringend notwendig etwas zu tun. Und das bedeute auch, dass ‚man Geld in die Hand nehmen wird müssen‘. Denn an den Schulen passiere viel und es werde viel erst gar nicht zur Anzeige gebracht.“
Thomas Krebs, Vorsitzender Wiener der Pflichtschullehrer, ORF Wien online am 7. Jänner 2019

Viele bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zum Sozialverhalten sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


Deutschlands Nationales Bildungspanel (NEPS) bestätigt positive Effekte kognitiver Homogenität der Schulklassen:

„Mit einer strikten Differenzierung nach Leistung wird die Bildungsbeteiligung leistungsgerechter und die Leistungen (in der Sekundarstufe) besser – und das, ohne dass sich der Einfluss der sozialen Herkunft verstärkt. Wer als Bildungspolitiker dafür sorgen will, dass sich die Gruppe der Risikoschüler verringert, muss eigentlich strikt differenzieren und in kognitiv möglichst homogene Schulklassen aufteilen. Dabei muss allerdings gewährleistet sein, dass nach Fähigkeiten und Leistungsstand aufgeteilt wird.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

USA:

„Almost half of secondary school teachers say that students’ learning abilities have become so mixed in their classrooms that they cannot teach effectively.“
Dr. Mariana Haynes, „On the path to equity: Improving the effectiveness of beginning teachers“ (2014), S. 8

„Eine Schule für alle“:

„Der Ansatz ist in seinem Hoffnungscharakter offenkundig durch die anthropologischen Irrtümer Rousseaus beeinflusst, aber der Beweis für die Existenz eines frühen Garten Eden, zu dem wir zurückkehren könnten, ist leider nie erbracht worden.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2015, S. 34

Kontraproduktiv:

„Der Versuch durch formale Angleichung der Bildungsgänge Gleichheit herzustellen produziert auf Dauer genau das Gegenteil.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das „Equity-Paradox“. In: Rademacher u. a., „Bildungsqualen“ (2015), S. 97

Einwandsimmunität:

„Einwandsimmun wird Vielfalt gefeiert und zugleich die Uniformisierung des neoliberalen Subjekts betrieben, dies macht sich insbesondere in den Schulen bemerkbar, die einerseits Entmischung der Klientel („Eine Schule für alle“) und andererseits Standardisierungen (Zentralabitur, Lernstandserhebung, Kompetenzraster) betreiben sollen.“
Dr. Matthias Burchardt, „Inklusion oder Emanzipation von Menschen mit Behinderung?“. In: „Forum Logopädie“, Heft 5 (29), September 2015, S. 9

Aktuelle Studie bestätigt neuerlich Vorteil eines vielfältigen Schulwesens:

„Bei hohem Leistungsschnitt erwarteten sich die Schüler nach Berücksichtigung ihres eigenen sozialen Hintergrunds und ihrer Schulleistungen weniger von ihrer akademischen Karriere, arbeiteten in weniger angesehenen Berufen und verdienten sowohl nach elf als auch nach 50 Jahren weniger als Personen, die als Kinder Schulen mit einem niedrigeren Leistungsniveau besucht hatten. Grund dürften nachteilige Vergleiche mit besseren Klassenkameraden sein, die dazu führen, dass die Schüler ein geringeres Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln.“
Die Presse online am 17. Oktober 2018

Das „Geheimnis“ von Bayerns erfolgreichem Schulwesen:

„Das bayerische Bildungssystem besticht durch seine Vielfalt. Während andere Bundesländer Einheitsschulen etabliert haben und damit das Schulniveau insgesamt gesenkt wurde, haben wir im Freistaat das dreigliedrige System beibehalten.“
LT-Abg. Norbert Dünkel, Focus online am 5. April 2018

Talente entscheiden lassen:

„Die Talente der Schülerinnen und Schüler sollten die Laufbahn bestimmen und nicht der Wunsch der Eltern, was die Kinder einmal werden sollen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, ORF Oberösterreich online am 8. März 2018

Übergänge besser gelingen lassen:

„Herbert Weiß von der AHS-Lehrergewerkschaft ist überzeugt, dass ein Schnittstellenmanagement notwendig wäre: ‚Eine Kooperation zwischen den Pädagogen würde auch den Übergang für die Kinder erleichtern.‘“
Kurier online am 27. Juni 2018

Der größte Vorteil unseres Schulsystems:

„Den größten Vorteil, den unser Schulsystem bietet, ist bestimmt die Differenzierung. Die zahlreichen Möglichkeiten durch die verschiedenen Bereiche der Berufs- und Allgemeinbildung sowie der Lehre dient für viele andere Länder als Vorbild. So kann wirklich jeder entsprechend seiner Stärken und Interessen den idealen Ausbildungsweg wählen.“
Timo Steyer, Bundesschulsprecher, NEWS online am 7. Dezember 2018

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Bedeutung von Differenzierung im Schulwesen sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/gesamtschule-differenzierung nachzulesen.


Schulpolitik kann Wohnpolitik nicht ersetzen:

„Gerade die Frage der Segregation in der Schule ist letztlich immer nur eine Folge von Segregation im Wohnviertel. Da langfristige Maßnahmen zu setzen, wäre sehr wichtig.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Zwei Drittel der sozioökonomisch bedingten Differenz bei 25- bis 29-Jährigen existiert im OECD-Durchschnitt schon mit 10 Jahren:

„Among 10-year-olds, the gap in mathematics performance related to socio-economic status is about two-thirds the size of that observed among 25-29 year-olds, on average across 12 OECD countries with comparable data.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 89“ (Oktober 2018), S. 2

Der frühe Unterschied:

„Bereits in der Pflichtschulphase wird zumeist evident, dass – selbst bei andauernder schulinterner Unterstützung – Kinder mit besserem sozio-ökonomischem Hintergrund vor allem aufgrund der erhaltenen familiären Unterstützung und Vorbildwirkung sowie des nach wie vor leicht unterscheidbaren sozialen Umfelds aus der gleichen Schulerfahrung zumeist höhere Erträge lukrieren und somit üblicherweise auch bessere Chancen auf weiterführende Bildung schaffen können.“
ÖIF (Hrsg.), „Kosten-Nutzen-Analyse der Elementarbildungsausgaben in Österreich“ (2018), S. 9

Sozial bedingte Differenzen vor Eintritt in die Schule:

„Zahlreiche Studien zeigen, dass zwischen der sozialen und der gesundheitlichen Lage von Kindern und Jugendlichen ein enger Zusammenhang besteht. Ergebnisse aus den Schuleingangsuntersuchungen der Bundesländer (Anm.: Deutschlands) belegen beispielsweise, dass frühe Gesundheitsstörungen und Entwicklungsverzögerungen vermehrt bei sozial benachteiligten Kindern auftreten. Jene weisen demnach weitaus häufiger körperliche, psychische, kognitive, sprachliche und motorische Entwicklungsdefizite auf als Kinder aus sozial bessergestellten Familien.“
DAK (Hrsg.), „Kinder- und Jugendreport 2018“ (2018), S. 132

In England geht die sozial bedingte Leistungsschere während der Gesamtschule auf:

„SES gaps widens over the course of secondary school with students in the bottom SES quintile making -.21 SD less than expected progress and those in top quintile making .20 SD more than expected progress.“
Univ.-Prof. Dr. Steve Strand, „Ethnicity, gender, social class and achievement gaps at age 16“ (2014), S. 18

Gesamtschulland England:

„Social mobility in the UK is relatively low by international standards and has not increased over the past 40 years …“
Dr. Abigail McKnight, „Downward mobility, opportunity hoarding and the ‚glass floor‘“ (2015), S. 2

Südkorea:

„The cost of living is high in the Seoul Metropolitan area, particularly in areas with better school districts.“
Univ.-Prof. Dr. Bong Joo Lee u. a., „Children's Worlds National Report South Korea“ (2014), S. 5

Segregation durch Wahl des Wohnorts in den USA:

„Class segregation across America has been growing for decades, so fewer affluent kids live in poor neighborhoods, and fewer poor kids live in rich neighborhoods.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 217

Das Gegenteil dessen, was Österreichs „BildungsexpertInnen“ propagieren, ist wahr:

„In Austria, Ireland, Italy, Malta, and Norway, students without HE (Anm.: Higher Education) background are especially well represented.“
DZHW (Hrsg.), „Social and Economic Conditions of Student Life in Europe“ (2015), S. 52

Soziale Schieflage außerhalb der Schule:

„Um Österreich in eine gute Zukunft zu führen, um unsere Gesellschaft nicht auseinanderbrechen zu lassen, bedarf es […] weit mehr als eines ausreichenden Sprachverständnisses aller Schülerinnen und Schüler. Was nämlich außerhalb der Schule an sozialer Schieflage existiert, kann durch kein Schulwesen der Welt kompensiert werden.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 5

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Chancengerechtigkeit auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/chancengerechtigkeit.
Herzlichen Dank an Gudrun Pennitz für dieses großartige Nachschlagewerk für alle, die an Fakten interessiert sind!


Teacher-directed instruction:

„Greater exposure to teacher-directed science instruction is positively associated with science performance in almost all countries, even after accounting for student socio-demographic characteristics, and observed and unobserved school features, such as whether the school is public or private, and how it is funded. […] Teacher-directed practices are likely to deliver good results regardless of the classroom environment.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 90“ (November 2018), S. 4

Ergebnis bildungswissenschaftlicher Forschung:

„Research suggests that children from disadvantaged backgrounds benefit more from teacher-directed and very structured instruction than students from more advantage backgrounds for whom active learning activities seem to be very effective.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 12

„Individualisierung“:

„Selbstverständlich muss die Schule der gewachsenen Heterogenität Rechnung tragen, aber das geht nicht mit beliebiger Individualisierung des Unterrichts. Das ist weder zu leisten, noch gesellschaftlich ratsam.“
Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, Wirtschaftswoche online am 28. September 2016

Pädagogik auf Kosten der Schwachen:

„Wie fein es auch klingen mag, wenn man von bewertungsfreiem, lehrerunabhängigem, problembezogenem Lernen redet, beinhaltet dies in der Praxis eine Erwartungslosigkeit, die vor allem für die Schüler, die besonders viel Struktur und Unterstützung brauchen, eine Benachteiligung bedeutet. Wer zuhause keine Struktur erfährt, wird in der Schule Probleme haben.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 113

Ergebnis der Hattie-Studie:

„Offene Methoden mit dem Lehrer als Moderator sind danach insgesamt deutlich weniger lerneffizient als Methoden, die den Lehrer als Regisseur des Lernens einsetzen. Als Regisseur führt der Lehrer in Inhalte ein, verdeutlicht Kernideen an Beispielen und strukturiert Übungen von leicht nach schwer.“
Martin Wellenreuther, „Direkte Instruktion – Was ist das, und wie geht das?“. In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 10

Die Lehrkraft als „Person, die motiviert und erklärt, fordert und unterstützt“.

„Eigenverantwortlichkeit beim Lernen zahlt sich nach aller Erfahrung erst in höheren Semestern, bei Leistungsstärkeren, nach gründlicher Anleitung und in angemessener Dosierung aus. Dagegen bedürfen Schulanfänger, lernunlustige Pubertierende und bildungsfern Sozialisierte zur optimalen Ausschöpfung ihrer Potenziale nicht apersonaler Medien, sondern primär einer Person, die motiviert und erklärt, fordert und unterstützt.“
Michael Felten, „Nur Lernbegleiter? Unsinn, Lehrer! Lob der Unterrichtslenkung“ (2016), S. 35

Fähigkeiten und Fertigkeiten der Lehrenden wirksam werden lassen:

„Die Lehrenden müssen mit ihren individuellen Kompetenzen (hoch entwickelten fachlichen und persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten) wirken, begeistern und vielleicht sogar auch einmal nach aussen glänzen dürfen. […] Zur Zeit gehen dem gesamten Bildungssystem in unserem Land ungeahnte Potentiale bei den Unterrichtenden verloren, weil sie kaum Gelegenheit und Zeit bekommen, diese in ihrem jeweiligen unterrichtlichen Umfeld einzubringen oder umzusetzen. Würden Betriebe mit den Potentialen ihrer Kadermitarbeiter so umgehen ... (!)
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Steiner, „Im Würgegriff von LEHRPLAN 21“ (2018), S. 7

Nicht alles Gute ist neu:

„Bestimmte Formen des Erwerbs und der Vermittlung von Wissen durchziehen die Geschichte des pädagogischen Handelns, seit es Zivilisationen gibt, das ‚sokratische Gespräch‘ wird von den Didaktikern jeder Generation neu entdeckt.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), S. 99

„Neue Lernkultur“:

„Diese Neutönerei ist eine Strategie des Polit-Marketings. Man zeichnet ein Zerrbild der bewährten Pädagogik und glänzt dann in wohlfeilen Verheißungen.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“, Der Standard vom 10. November 2014

Finnlands vergangene PISA-Erfolge:

„Unter Bildungsforschern gibt es die These, dass finnische Schüler vom damals noch sehr ‚althergebrachten‘ Unterricht profitierten – und dass die Stagnation einsetzte, weil Finnland nun auf neue Methoden wie das ‚phänomenbasierte Lernen‘ setzt, eine Art fächerübergreifenden Projektunterricht. Diese Lernform ist ein großer Trend, finnische Grundschulen sind sogar vom Curriculum verpflichtet, die Methode einzusetzen. Belege dafür, dass die Schüler damit besser lernen, sind aber bislang Fehlanzeige.“
Focus online am 11. Dezember 2018

Viele bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Unterrichtsmethoden sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-z/unterrichtsmethoden nachzulesen.


Österreichs Privileg:

„Wir haben ein kostenfreies Schulsystem, das mit gut qualifizierten Lehrkräften operiert. Das ist ein Privileg, verglichen mit den USA oder Großbritannien. Es ist ein offenes Schulsystem, das Chancen generiert, aber sie müssen auch wahrgenommen werden, und die Verantwortung kann man den Eltern auch nicht abnehmen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Die fatale Wirkung der englischen Gesamtschule:

„We find that disadvantaged pupils continue to fall further behind their peers as they progress through school.“
Natalie Perera, Executive Director des CentreForum, „Education in England: Annual Report 2016“ (2016), S. 7

Die elitären Privatschulen Englands:

„Top-Internate in England gelten als Garant für eine gute Ausbildung. […] Die elitäre Ausbildung hat ihren Preis: Ein Schuljahr kostet umgerechnet zwischen 30.000 und 35.000 Euro. Viele Schüler kommen aus wohlhabenden Familien.“
Spiegel online am 13. November 2017

Praxistest gescheitert:

„Obgleich die USA eine ‚Gesamtschule‘ mit zwölf Jahren für alle haben, konnten die USA das nicht zu einem Vorteil in Richtung sozialer Mobilität nutzen.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom September 2016, S. 19

In den USA entscheidet die Brieftasche der Eltern immer mehr über die Schullaufbahn:

„Recent research documents a growing achievement gap in the U.S. between children in high-and low-income families, a trend that contrasts with the decline of racial achievement gaps over the past 50 years.“
Dr. Ann Owens u. a., „Trends in School Economic Segregation, 1970 to 2010“ (2014), S. 3

USA:

„Schools serving low-income students receive far fewer resources, face greater difficulties attracting qualified teachers and receive less support from parents. […] The inequalities of children's cognitive ability are substantial even before they start school and then these same disadvantaged children are placed in low-resource schools, further exacerbating the initial inequality.“
Sophia Shing u. a., „Mobile Technology Bridges the 30 Million Word Gap“. In: „Journal of Education at Practice“, Vo8, Nr. 9, 2017, S. 64

Frankreich:

„Im Vergleich zu anderen europäischen Industrienationen ist Frankreich das Land, in dem Bildungserfolg am stärksten durch die soziale Herkunft bestimmt wird.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 6. September 2017

Das Land der angeblichen „égalité“:

„Der Besuch einer dieser Grandes Ecoles ist in Frankreich nach wie vor eine fast unverzichtbare Voraussetzung für die Besetzung von gesellschaftlichen Spitzenpositionen.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Brenner, „Schule und Elite“. In: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Talente finden – Begabungen fördern – Eliten bilden“ (2014), S. 52

OECD-weite Kurskorrektur:

„In recent decades, reforms in many countries have tended to give greater choice to parents and students, to enable them to choose the schools that meet the child’s education needs or preferences.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 126

Freiheit und Vielfalt innerhalb des öffentlich finanzierten Schulwesens:

„Von uns gibt es ein klares Bekenntnis zu unserem bewährten differenzierten Bildungssystem, das auch die AHS in der Langform beinhaltet. […] Wir zwingen die Kinder nicht in eine Gesamtschule, die die Mehrheit der Eltern nicht will. Wir gewährleisten die Wahlfreiheit in der Bildung.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft
und seit Juni 2018 NR-Abgeordnete, Nationalratssitzung vom 12. Dezember 2018

Endlich auch in Österreich erkannt:

„Proficiency in the language of instruction also facilitates the socialisation process in schools. […] Several top-level education authorities in Europe seem to have acknowledged the transversal curricular dimension of the language of instruction.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 17f

Integration und Spracherwerb vor Schuleintritt:

„Immigrant students who reported that they had attended pre-primary education programmes score 49 points higher on the OECD Programme for International Student Assessment (PISA) reading test than immigrant students who reported that they had not participated in such programmes.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), S. 29

49 PISA-Punkte entsprechen einem Lernvorsprung von etwa eineinhalb Jahren!

Flandern widmet dem Erlernen der Unterrichtssprache von Anfang an größte Aufmerksamkeit:

„In Belgium (Flemish Community), ECEC centres for children younger than 3 years must provide a language policy that covers measures to support the acquisition of Dutch and devotes attention to languages spoken at home.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Structural Indicators for Monitoring Education and Training Systems in Europe – 2016“ (2016), S. 23

Leistungsrückstand 15-Jähriger mit Migrationshintergrund:

„2015 entfielen im OECD-Durchschnitt rd. 40 % dieses Leistungsabstands auf den sozioökonomischen Status der Schüler und ihre Vertrautheit mit der Unterrichts- bzw. Testsprache in den Aufnahmeländern.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 299

In Österreich resultieren über 70 % des Leistungsrückstands von SchülerInnen mit Migrationshintergrund aus dem sozioökonomischen Niveau ihres Elternhauses und ihrer nichtdeutschen Umgangssprache.

Österreichs Spezifikum:

„Österreich unterscheidet sich von anderen Staaten mit starker Zuwanderung dadurch, dass die im Land gesprochene Sprache über Generationen hinweg häufig nicht zur Umgangssprache von Menschen mit Migrationshintergrund wird.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, VCLnews vom Oktober 2018, S. 10

Von Österreichs Politik jahrzehntelang ignoriert:

„Bemerkenswert ist, dass sich in Österreich auch nur ein geringfügiger Unterschied nach Aufenthaltsdauer ergibt: Jugendliche der zweiten Generation, die also selbst bereits in Österreich geboren worden sind, sprechen zu 27 % zu Hause überwiegend deutsch, bei den Jugendlichen, die selbst erst mit ihren Eltern zugewandert sind (erste Generation), liegt dieser Anteil nur unwesentlich niedriger bei 23 %.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2015. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2016), S. 91

Ausgrenzungsgefahr:

„Primary school students who do not speak the language of instruction at home report a lower sense of belonging and experience more bullying at school.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 9

Österreich und Irland bilden diesbezüglich erfreuliche Ausnahmen. (Quelle: ibidem, S. 184)

Rassismus-Report der EU-Agentur für Grundrechte:

„Die finnischen Befragten berichteten im EU-Vergleich von den meisten rassistischen Angriffen. 14 Prozent der finnischen Befragten gaben an, in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal aus rassistischen Gründen körperlich angegriffen worden zu sein. Von den finnischen Befragten mit Kindern im Schulalter gaben 45 Prozent an, ihre Kinder seien innerhalb des vergangenen Jahres in der Schule mindestens einmal rassistisch beleidigt oder körperlich angegriffen worden. Ein friedliches Multikulti-Wunderland ist Finnland also nicht.“
Focus online am 12. Dezember 2018

Finnlands Schulwesen scheitert schon an seinen wenigen MigrantInnen:

„The proportion of 15-34 year olds with a migration background who are neither in employment nor in education and training (NEET) is among the highest in the OECD.“
OECD (Hrsg.), „Finding the way: A discussion of the Finnish migrant integration system“ (2017), S. 7

Vom Hiersein zum Dabeisein:

„Die Voraussetzung für den schulischen Erfolg ist […], dass alle Lernenden dem Regelunterricht folgen können. Sprachförderung in konzentrierter Form, wie sie vom Expertenrat für Integration des BMEIA seit Längerem befürwortet und mit den neuen Deutschförderklassen umgesetzt wird, trägt wesentlich dazu bei. Sprachkenntnisse führen zu Autonomie und Freiheit – und machen aus dem reinen ‚Hiersein‘ das so wichtige ‚Dabeisein‘.“
Prof. Mag. Ilan Knapp. In: ÖIF (Hrsg), „Zusammen“, Ausgabe vom Herbst 2018, S. 12

Viele bildungswissenschaftliche Zitate und Statistiken zu Migration und Integration auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration bzw. http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/statistik/category/17-migration.


Beherrschung der Unterrichtssprache Voraussetzung:

„Proficiency in the language of instruction is necessary for students to access the school curriculum and to benefit from the learning opportunities offered by schools. School performance depends very much on students' level of literacy in the language of instruction. […] Giving all children the chance to fulfil their potential in education plays a major role in building a more democratic and equitable society.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 16

Fast jedes dritte Kind in einem Kindertagesheim hat eine nicht-deutsche Erstsprache:

„Nach Bundesländern betrachtet finden sich in Wien die anteilsmäßig meisten Kinder mit nicht deutscher Muttersprache (58,9 %), während Kärnten (12,4 %) recht deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt (30,6 %) liegt.“
Statistik Austria (Hrsg.), Kindertagesheim-Statistik 2015/16“ (2016), S. 13

Ungarn, Schweden und Österreich:

„According to Eurostat, EU member states received over 1.2 million first-time asylum applications in 2015, more than double that of the previous year. Four states – Germany, Hungary, Sweden and Austria – received around two-thirds of the EU's asylum applications in 2015, with Hungary, Sweden and Austria being the top recipients of asylum applications per capita.“
Univ.-Prof. Dr. Anthony Heath u. a., „How do Europeans differ in their attitudes to immigration?“ (2019), S. 16

Integration ermöglichen:

„Mainstream schooling may not, in any case, be an immediate option for unaccompanied minors with very limited previous schooling. By contrast, targeted education programmes, combined with flexible language support and civic orientation, can help them adapt to their new school environment and its requirements.“
OECD (Hrsg.), „Making Integration Work“ (2016), S. 46f

Acht Jahre:

„Evidence suggests that on average low-educated refugees take eight years to reach employment levels comparable to those that tertiary educated refugees reach in just four years.“
OECD (Hrsg.), „Working Together: Skills and Labour Market Integration of Immigrants and their Children in Sweden“ (2016), S. 22

Deutsch beherrschen:

„Einwanderungsgesellschaften haben das Recht, Integration und ein gewisses Maß Anpassung zu verlangen. Damit meine ich nicht, dass Zuwanderer zum Beispiel ihre Muttersprache aufgeben müssen, sondern dass sie Deutsch beherrschen sollen. Wenn jemand beide Sprachen spricht, ist das nur von Vorteil. Problematisch wird es, wenn Kinder in Familien aufwachsen, wo sie nur die Herkunftssprache der Eltern hören.“
Univ.-Prof. Dr. Ruud Koopmans. In: ÖIF (Hrsg), „Zusammen“, Ausgabe vom Winter 2018, S. 14

Finnland:

„Kinder, die kein oder wenig Finnisch sprechen, können eine Art Vorbereitungsunterricht besuchen, der bis zu einem Jahr dauert. Dieser Unterricht ist darauf ausgerichtet, den Kindern Grundlagen der Sprache zu vermitteln, so dass sie wenigstens die Anweisungen der Lehrer (‚Komm zur Tafel‘, ‚Schlagt das Buch auf‘) verstehen.“
Focus online am 12. Dezember 2018

EU-weiter Überblick:

„Newly arrived migrant students with lower level or no skills at all in the language of instruction are usually placed in preparatory classes or lessons. There are generally three ways in which these classes are organised:
1. Students are placed in mainstream classes for most lessons but take some lessons in separate groups.
2. Students are placed in separate groups for most of their lessons and join mainstream classes for some lessons (in general sports, arts and music, where they can establish contacts and participate in classes even with limited language skills).
3. Students are placed in separate groups for all their lessons.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 15

Deutschförderklassen unverzichtbar:

„Bis zu 20 Prozent der Volksschulkinder hätten nach der vierten Klasse gravierende Mängel in den Grundkompetenzen Lesen und Schreiben, in hohem Ausmaß Kinder mit Migrationshintergrund. Die Kenntnis der deutschen Sprache sei Grundbedingung, um Chancen für die Kinder, die sonst dem Unterricht in keinem Fach folgen könnten, zu sichern. Daher seien die Deutschförderklassen so wichtig und die Kritik daran unverständlich.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Tiroler Tageszeitung online am 14. Oktober 2018

Die Bilanz grober politischer Fahrlässigkeit:

„Österreichs Politik hat es sich geleistet, einen immer größer werdenden Prozentsatz junger Menschen ihre Schullaufbahn beginnen zu lassen, ohne dass sie die Unterrichtssprache ausreichend verstehen, um erfolgreich sein zu können. Österreichs Politik hat es sich in nicht wiedergutzumachender Verantwortungslosigkeit jahrzehntelang geleistet, unter den Teppich zu kehren oder gar zu leugnen, wie weit diese jungen Menschen in ihrem Bildungserwerb zurückbleiben, hat kaum etwas unternommen, um dieses Zurückbleiben und schulische Scheitern zu beenden.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 4

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu Migration und Integration auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration.


Englands Gesamtschule:

„A quarter of children from poor backgrounds fail to meet the expected attainment level at the end of primary school compared with 3 per cent from affluent backgrounds. The gap widens at 16 with just one in five children from the poorest families achieving five good GCSEs, including English and Maths, compared with three quarters from the richest families.“
NCB (Hrsg.), „Greater Expectations: Raising aspirations for our children“ (2013), S. 12

In Schweden hängen die Leistungen der SchülerInnen am Ende der Gesamtschule extrem vom Bildungsniveau des Elternhauses ab:

„Pupils whose parents had compulsory school as the highest level of education had an average merit rating of 158.1. Pupils with at least one upper secondary-educated parent had an average merit rating of 195.6 and pupils with at least one university-educated parent had an average merit rating of 232.6.“
Swedish National Agency for Education (Hrsg.), „Facts and figures 2012: Preschool activities, schools and adult education in Sweden“ (2014), S. 23

Anmerkung: 320 Punkte sind die maximal erreichbare Punkteanzahl.

Die US-amerikanische Gesamtschule:

„In reality, access to a good education in the United States is extremely unequal. Geographic dispersion of schools leads to widespread segregation of advantaged and disadvantaged pupils.“
Dr. John Jerrim, „The Unrealistic Educational Expectations of High School Pupils“. In: „The Sociological Quarterly“ 55 (2014), S. 199f

Mehr denn je entscheidet der finanzielle Background im Gesamtschulstaat USA über den Bildungsweg:

„The fraction of kids from the bottom quartile of the income distribution who ended up at a selective college or university rose from 4 percent in 1972 to 5 percent three decades later, but for kids from the top quartile, the equivalent figures were 26 percent and 36 percent.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 186

Was auf Dänemarks Gesamtschule folgt:

„Compared to the vocational schools, there are four times as many students in the Gymnasiums with parents who have graduated from higher education.“
Prof. Dr. Christian Helms Jørgensen, „Some boys’ problems in education –what is the role of VET?“.
In: „Journal of Vocational Education & Training“, 2015, Vol. 67, No. 1, S. 66

Bilanz von Univ.-Prof. Fend, der ein Berufsleben lang die Gesamtschule wissenschaftlich rechtfertigen wollte:

„In Österreich, der Schweiz und Deutschland ist die Chancenungerechtigkeit nicht größer als in England, den USA und Finnland – alles Länder mit einer gemeinsamen Sekundarstufe für alle Schüler.“
Univ.-Prof. Dr. Helmut Fend, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2018, S. 25

Differenzierung nützt insbesondere Schwächeren:

„Die Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) für die verschiedenen Bundesländer hat für 2009 gezeigt, dass strikter differenzierende Bundesländer wie Bayern, Sachsen und früher auch einmal Baden-Württemberg deutlich bessere Leistungen hervorbrachten, gerade bei den leistungsschwächeren und den Migrantenkindern, als Berlin, Bremen und auch Hessen mit einem liberaleren System der Aufteilung.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

Anteil der 15-Jährigen aus sozial schwachen Verhältnissen, die sich an ihrer Schule als Außenseiter erleben (Stand 2015):

Deutschland:
Österreich:
OECD-Mittelwert:
Großbritannien:
Frankreich:
15,3 %
15,5 %
19,5 %
25,5 %
29,1 %
OECD (Hrsg.), „Equity in Education“ (2018), Figure 3.10

Worauf es in Wirklichkeit ankommt:

„Wirklich entscheidend für die Erfolgschancen unserer Kinder ist einerseits, dass man die sechs Jahre vor der Einschulung pädagogisch nicht mehr länger ausblenden darf und Eltern, die erzieherische Hilfe benötigen, mehr unterstützen muss.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juni 2018, S. 3

Anders als in England ist die sozioökonomisch bedingte Leistungsdifferenz in Österreich mit 10 größer als mit 14:

„Die ‚Home Resources for Learning‘ bestimmen die Leseleistung 10-Jähriger in Österreich wesentlich stärker als z. B. in Finnland oder auch in Schweden oder den Niederlanden. In nur wenigen Staaten ist die sozioökonomisch bedingte Leistungsdifferenz bei den 10-Jährigen so groß wie in Österreich.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Jänner/Februar 2018, S. 14

20 Jahre, nachdem die VCL diese Forderung erstmals aufgestellt hat:

„Ethik aus dem Schulversuch herauszuholen und als systematisches Fach zu platzieren, ist eine Intention unseres Hauses. Ein guter Einstieg wäre in der Sekundarstufe 2, also in der AHS-Oberstufe. Von dort sollte es über die Sekundarstufe 1 schrittweise hinuntergehen, letztlich bis in die Volksschule.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Tiroler Tageszeitung online am 10. Jänner 2019

Unverzichtbare Auseinandersetzung mit ethischen Grundfragen:

„Der Religionsunterricht gibt bereits jetzt Gelegenheit, sich mit ethischen Grundfragen auseinanderzusetzen. Für jene SchülerInnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, soll ein verpflichtender Ethikunterricht dazu den Rahmen bieten.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2016“ (2016), S. 57

„Armutszeugnis“ für Österreichs Schulpolitik:

„Dass es in Österreich, trotz jahrzehntelanger Schulversuche, noch immer keinen verbindlichen Ethikunterricht gibt, der imstande wäre, jene Rahmenbedingungen zu vermitteln und zu diskutieren, die notwendig sind, damit Menschen mit unterschiedlichen Herkünften, religiösen oder weltanschaulichen Haltungen zusammenleben können, ist eigentlich ein Armutszeugnis.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Festansprache zum Bundeskongress der GÖD, 13. Oktober 2016

Die Erfahrung von zwei Jahrzehnten:

„Die Erfahrungen der Schulversuche lassen keinen Zweifel offen, dass ein verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertevermittlung sowie zu gegenseitiger Toleranz und Respekt bringt und eine spürbare Verbesserung des Schulklimas bewirkt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Presseaussendung vom 11. Oktober 2018

Baden-Württemberg macht Schluss mit der Freistunde als Alternative zum Religionsunterricht:

„Zukünftig soll es mit dem Ethik-Unterricht bereits in der Unterstufe losgehen, ab Klasse fünf, und das auch noch in allen Schularten. Das hat nun die baden-württembergische Landesregierung beschlossen.“
Deutschlandfunk online am 19. Mai 2018

„Verbindliche Regeln für das Zusammenleben“:

„‚Wir erwarten von denen, die zu uns kommen, dass sie bereit sind, das Land, wie es gewachsen ist, und seine Werte zu akzeptieren.‘ Da dürfe es ‚keine falsche Rücksichtnahme geben, weil man fürchtet, als Fremdenfeind zu gelten‘. Es müsse ‚so etwas wie verbindliche Regeln für das Zusammenleben geben und nicht mehrere Gesellschaften nebeneinander‘.“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands a. D., Die Weltonline am 7. Juni 2018

Beitrag zu Integration:

„Die Alternative zum Bekenntnis-orientierten Religionsunterricht sollte nicht das Kaffeehaus sein. Meine Vorstellung ist ein gemeinsamer Ethikunterricht, der nicht religionsfern, auch nicht bekenntnis-orientiert Religion vermittelt, sondern das Thema im religionswissenschaftlichen Sinn vermittelt. Das wäre auch im Sinne einer besseren Integration unbedingt notwendig.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 18. Oktober 2018

„Emotionalisierte, dichotome Weltbilder“:

„Eine besonders wichtige Rolle spielen stark emotionalisierte, dichotome Weltbilder des Entweder-oder: Es gibt nur das absolut Richtige beziehungsweise Falsche, gut oder böse, rein oder unrein. Es gibt keine Graubereiche. Die meisten Strömungen konservativer und islamistischer Auslegung unterstützen dieses Bild, indem sie sagen: ‚Das ist Gottes Wort, das absolut Richtige, alles andere ist absolut falsch.‘ Darum wäre es für die Schule eine der wichtigsten Aufgaben, den Kindern Mehrperspektivität näherzubringen und gepaart mit Empathie für den anderen als Schulkultur einzuführen und erlebbar zu machen.“
Kenan Dogan Güngör, Leiter des Forschungs- und Beratungsbüros „Think.Difference“ in Wien, Der Standard online am 5. November 2018

Schule als Ort der Bildung:

„Kinder kommen nicht als Rassisten auf die Welt. Wenn sie zu Hause zu solchen erzogen werden, müssen wir in unseren Schulen noch entschlossener dagegen kämpfen.“
Cem Özdemir, Abgeordneter zum Deutschen Bundestag, 2008- 2018 Bundesvorsitzender der Grünen, Die Welt online am 29. März 2018

VCL steht unverändert zu ihrer Forderung:

„Die Vereinigung Christlicher Lehrerinnen und Lehrer an den höheren Schulen (VCL) spricht sich dafür aus, dass all jene Schülerinnen und Schüler, die an keinem Religionsunterricht teilnehmen, zum Besuch eines Ethikunterrichts verpflichtet werden.“
Presseaussendung vom 11. Oktober 2018

Entwicklungsunterschied von bis zu zweieinhalb Jahren:

„Kinder würden mit großen Leistungsunterschieden von bis zu zweieinhalb Jahren in die Volksschule kommen.“
Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel, Kurier online am 12. Dezember 2018

Früher Rückstand:

„The disadvantages facing poor kids begin early and run deep, and are firmly established before the kids get to school.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 134

„A substantial hindrance”:

„Poverty, especially the experience of childhood poverty, has been confirmed as a substantial hindrance to learning, school achievement, and school completion.“
Dr. Joseph J. Merry, „Tracing the U.S. Deficit in PISA Reading Skills to Early Childhood: Evidence from the United States and Canada“.
In: „Sociology of Education“ 86(3), 2013, S. 238

OECD-weit:

„Students in socio-economically advantaged environments perform better and show greater motivation than students in disadvantaged environments.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 92“ (Jänner 2019), S. 1

Medianes Äquivalenzgesamtnettoeinkommen von aushalten mit abhängigen Kindern im Vergleichmit denen ohne abhängige Kinder (Stand 2017):

Estland:
Niederlande:
Finnland:
Deutschland:
Schweden:
EU28-Mittelwert:
Frankreich:
Österreich:
Großbritannien:
+15,7  %
+4,5 %
+2,1 %
-0,6 %
-2,2 %
-10,4 %
-11,0 %
-14,2 %
-16,4 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage 23. Dezember 2018 

OECD-weit durchschnittlich drei Jahre Leistungsrückstand 15-Jähriger aus sozioökonomisch schwachem Elternhaus:

„The average difference in science performance between socio-economically advantaged and disadvantaged students (88 score points) is equivalent to about three years of schooling.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 89“ (Oktober 2018), S. 2

Demographische Schieflage:

„Während 42 % der Eltern mit höchstens Pflichtschule als Bildungsabschluss drei oder mehr Kinder haben, haben nur knapp ein Viertel (23 %) der Eltern mit einem Hochschulabschluss drei oder mehr Kinder.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Statistics Brief – Dezember 2018“, S. 4f

Österreichs Spezifikum:

„Higher education as such seems of importance in delaying childbearing, but particularly whether it takes place at all. While the proportion of low educated women being childless changed little in Austria between the cohorts born 1950-54 and 1960-64 (around 12.5 %), the proportion childless among the highly educated women jumped from 15.7 to 23.5 %.“
Dr. Éva Beaujouan, „Late Fertility Intentions and Feritlity in Austria“ (2018), S. 6

„Substantial differences”:

„Substantial differences between the skill development of economically advantaged and disadvantaged children emerge well before the start of formal schooling. For example, preschool age children from families in the poorest income quintile score on average at the 34th percentile in a test of literacy compared to children in the richest quintile who score at the 69th percentile.“
Univ.-Prof. Dr. Susan E. Mayer u. a., „Using behavioral insights to increase parental engagement“ (2015), S. 3

Bashing gegen Schulwesen und LehrerInnen beenden!

„Soziologisch betrachtet ist es unwahrscheinlich, dass eine Organisation, die über wenig mehr verfügt als Unterrichtsstunden, auszugleichen vermag, was je nach Deutung, der Kapitalismus, die Klassengesellschaft, die Medien oder die Familien angerichtet haben. Vermutlich wäre viel gewonnen, wenn man sie tun ließe, was sie kann, anstatt sie ständig im Hinblick auf etwas zu reformieren und zu kritisieren, was ohnehin nicht in ihrer Macht steht.“
Jürgen Kaube, „Im Reformhaus: Zur Krise des Bildungssystems“ (2015)

Dem ersten Schritt muss der zweite folgen:

„Zusätzliche Aufgaben bedingen zusätzliche Mittel. Und Österreichs Schulwesen hat erhebliche zusätzliche Aufgaben zu meistern, wie inzwischen auch Österreichs Schulpolitik realisiert hat.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 3

Antwort auf die Drohung des Wiener Bildungsdirektors, AHS-Standorten Ressourcen zu entziehen:

„Der VEV unterstützt die Forderung nach Zusatzressourcen und mehr Supportpersonal. Natürlich gibt es Herausforderungen in Brennpunkt-Schulen. Wenn man jedoch den anderen Schulen Ressourcen wegnimmt, besteht die Gefahr, dass auch diese Schulen Brennpunktschulen werden. Es darf nicht eine Schule gegen die andere oder ein Schultyp gegen den anderen ausgespielt werden.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Vorsitzende des Verbands der Elternvereine an den höheren und mittleren Schulen Wiens (VEV), Aussendung vom 22. Oktober 2018

„Priority area”:

„Investment in education is a priority area within the context of Europe 2020 – the EU's growth strategy for the current decade. Investing in education, training and lifelong learning supports the development of human capital to enhance employability, active citizenship and social inclusion, and in particular, tackle and prevent youth marginalisation and unemployment.“
EU-Kommission (Hrsg.), „National Sheets on Education Budgets in Europe 2015“ (2016), S. 5

Eine Frage der Priorität:

„Over the period 2008-11, Sweden prioritised education as a key public sector. Public expenditure on education in Sweden grew faster than public expenditure on all services.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (2015), S. 26

Das „Geheimnis“ von Bayerns erfolgreichem Schulwesen:

„Bayern hat in den letzten Jahren so viel Geld wie kein anderes Land für Bildung ausgegeben. Auch hier sind wir also deutschlandweit Spitze. Kein anderes Bundesland gibt so viel Geld pro Schüler aus wie der Freistaat. Dieses Geld wird genutzt, um optimale Bedingungen für unsere Schüler zu schaffen.“
LT-Abg. Norbert Dünkel, Focus online am 5. April 2018

Österreichs tatsächlicher Bildungsabsturz:

„Lag Österreich beim Anteil der Bildungsausgaben für die Primar- und Sekundarstufe am BIP 1995 noch auf Rang 6 von 32 Ländern, ist es bis 2008 vom Spitzenfeld unter den Durchschnitt (Rang 22 von 32) gesunken und blieb seitdem dort.“
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2“ (2016), S. 325

Gesamtausgaben für das Schulwesen als Anteil vom PIB


Großbritannien:
Finnland:
Frankreich:
Schweden:
Niederlande
OECD-Mittelwert:
Österreich:
Deutschland:
Estland: 
1999 
3,7 %
3,6 %
4,4 %
4,4 %
3,1 %
3,6 %
4,2 %
3,7 %
(keine Daten)
2015
4,4 %
4,0 %
3,7 %
3,6 %
3,6 %
3,5 %
3,1 %
3,0 %
3,0 %
1999: OECD (Hrsg.), "Education at a Glance (2002)", Table B2.1b
2015: OECD (Hrsg.), "Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren" (2018), Table C2.1 

Österreichs Wohlstand in die Zukunft führen!

„Wir gewinnen keinen Wettkampf der Löhne, das ist absurd. Entscheidend wird sein, ob wir im Bereich der Bildung zu den Besten gehören.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Der Standard online am 12. November 2015

Ressourcen, Autonomie und pädagogische Freiheit:

„Was wir dringend brauchen, sind massive Investitionen in unsere Bildungseinrichtungen und mehr Autonomie und pädagogische Freiheit.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom November 2018, S. 19

Bildung braucht Politik mit weitem Horizont:

„Bildung ist ein langfristiger Prozess, der erst nach Jahrzehnten seine volle Wirkung entfaltet. Umgekehrt zeigen sich auch die politischen Versäumnisse mit erheblicher Verzögerung.“
Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Pressemeldung vom 19. Juli 2018

Mehr als ein Drittel der Wiener Bevölkerung zugewandert:

„36 Prozent der in der Bundeshauptstadt lebenden Menschen wurden nicht in Österreich geboren. […] Im Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus war mit 48,1 Prozent der Anteil am höchsten. Dahinter rangieren die Brigittenau mit 44,7 Prozent und Margareten mit 43,9 Prozent.“
Kurier online am 30. Dezember 2018

Frühes Intervenieren:

„One of the most important findings, observed in integration outcomes across OECD countries, is that early intervention is critical to the success of integration policies.“
OECD (Hrsg.), „Working Together: Skills and Labour Market Integration of Immigrants and their Children in Sweden“ (2016), S. 54

Chancen und Grenzen:

„Die KiTa ist für Kinder mit MH (Anm.: MH=Migrationshintergrund) ein institutioneller Ort für den Zugang zur deutschen Sprache. Kinder mit türkischem MH profitieren in ihren produktiven Wortschatzkenntnissen deutlich stärker von einem frühen Eintritt in die KiTa als Kinder ohne MH. […] Inwiefern Kinder dabei in Kontakt mit der deutschen Sprache kommen, ist allerdings vom Migrantenanteil in der Einrichtung abhängig; ist dieser groß, fallen die Zuwächse in den Deutschkenntnissen von Kindern mit MH geringer aus.“
Univ.-Prof. Dr. Ilona Relikowski u. a., „Rezeptive Wortschatz- und Grammatikkompetenzen von Fünfjährigen mit und ohne Migrationshintergrund“. 
In: „Frühe Bildung“ 2015, 4(3), S. 136

Endlich!

„Junge Menschen mit Migrationshintergrund werden auf ihrem Bildungsweg massiv behindert, wenn sie die Unterrichtssprache nicht ausreichend beherrschen. Was der Hausverstand vermuten lässt, wird von bildungswissenschaftlichen Studien seit vielen Jahren immer wieder bestätigt. Zum Glück steht diese Erkenntnis endlich auch in Österreich weitestgehend außer Diskussion.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 14

Gewalt als Ergebnis von Nationalismus und Rassismus:

„Wir haben einen massiven Nationalismus und Rassismus der einzelnen Volksgruppen, Ethnien, auch der Religionen. Ob das nun Türken, Serben, Tschetschenen oder welche Gruppierung auch immer sind, spielt eine untergeordnete Rolle, die Abgrenzung von anderen Gruppierungen ist leider sehr massiv, die anderen Gruppen sind dabei die Feinde. […] Fast jeder Konflikt geht auf Ehrenbeleidigungen zurück. Es heißt dann nicht mehr, du hast mich persönlich beleidigt, sondern du hast meine Mutter beleidigt, meine Familie, mein Volk.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf, VCLnews vom Oktober 2018, S. 6

„Konfrontative Religiosität“:

„In einigen Kindergärten tragen schon dreijährige Mädchen Kopftücher – so etwas hat es vor fünf Jahren noch nicht gegeben. In den Schulen wiederum streiten wir uns mit Eltern, die bei Klassenreisen auf muslimischen Betreuern bestehen und dem Hausmeister das Betreten der Turnhalle verbieten wollen, wenn ihre Töchter dort Sport treiben.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD, Augsburger Allgemeine online am 4. März 2015

Zunahme an Gewalt:

„Native children tend to experience more incidents of bullying when there are more immigrant children in the same classroom.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Jensen, „Immigrants in the classroom and effects on native children“ (2015), S. 1

Voraussetzung für erfolgreiche Integration:

„Wir sind als Gesellschaft eine Art Verein mit bestimmten Zielen und können neuen Mitgliedern Bedingungen stellen – etwa Deutsch zu lernen und Werte wie Demokratie oder die Gleichberechtigung von Männern und Frauen zu akzeptieren. Wer das nicht will, kann nicht Mitglied unserer Gesellschaft werden.“
Univ.-Prof. Dr. Ruud Koopmans. In: ÖIF (Hrsg), „Zusammen“, Ausgabe vom Winter 2018, S. 15

Akzeptanz der Werte des Aufnahmelandes:

„Wer unsere Werte ablehnt, soll das Land verlassen. Wir müssen uns gegen die radikalen Kräfte wehren und Konsequenzen ziehen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen Zeitung online am 17. September 2018

Integration braucht Orientierung:

„Für Migranten, die in Österreich leben wollten, müsse auch klar sein, dass dies nur auf Basis christlich-humanitärer Werte und demokratischer Grundrechte möglich sei. ‚Falsch verstandene Toleranz ist hier fehl am Platz.‘“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Pinzgauer Nachrichten vom 13. Dezember 2018

Viele bildungswissenschaftliche Erkenntnisse sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration zu finden.


Gefühl der Hilflosigkeit:

„Junge Menschen, die die Erfahrung machen, gemobbt, verprügelt, ausgegrenzt, erpresst und abgezogen zu werden, erwarten von der Welt der Erwachsenen und den zivilgesellschaftlichen Konfliktregelungsmöglichkeiten keine oder wenig Hilfe. Eine deprimierende Erkenntnis.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 109

Dringender Bedarf an Supportpersonal:

„Laut der jüngsten Schülerbefragung haben zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler schon Erfahrungen mit Gewalt an Schulen gemacht. Auch diese Woche fand wieder eine Gewalttat an einer Wiener Schule statt. Um die Lehrkräfte und auch die Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, benötigt es dringend Supportpersonal.“
Presseaussendung der Schülerunion vom 15. Dezember 2018

Zunehmendes Problem:

„Nach empirischen Studien haben 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten, etwa fünf Prozent eines Jahrgangs sind behandlungsbedürftig. Wir stellen fest, dass die Fälle schwieriger und komplexer werden.“
Klaus Seyfried, Leiter des Schulpsychologischen Beratungszentrums Tempelhof-Schöneberg in Berlin, Tagesspiegel online am 4. Juli 2016

„Tyrannenkinder“:

„Die Kinder sind ja nicht schuld daran, sondern wir haben sie dazu gemacht. Die Kinder drücken mit ihren Auffälligkeiten ihr Leiden in einer Gesellschaft aus, die schon an ihren Kindern verdienen will und ein kindgerechtes Aufwachsen zunehmend verunmöglicht, obgleich sie vorgibt alles dafür zu tun.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 23. September 2016

Weitreichende Konsequenzen:

„Children who are bullied are likely to experience interpersonal difficulties, to be depressed, lonely or anxious, to have low self-esteem and to suffer academically, but all actors, including bystanders, and the school climate as a whole are affected detrimentally.“
UNO, General Assembly (Hrsg.), „Protecting children from bullying. Report of the Secretary-General“ vom 26. Juli 2016, S. 4

Recht auf Sicherheit:

„Über ein Drittel (35 %) der österreichischen SchülerInnen gibt an, an Mobbing von MitschülerInnen beteiligt gewesen zu sein. Fast ein Drittel (32 %) berichtet, Opfer von Mobbing geworden zu sein. […] Alle SchülerInnen und Lehrpersonen haben das Recht, sich in der Schule sicher zu fühlen.“
BMBWF (Hrsg.), „Mobbing an Schulen“ (2018), Vorwort

„Einzelfälle …“

„Da wird immer noch von Einzelfällen gesprochen – ich kann das nicht mehr hören. Das ist eine Verharmlosung eines schwerwiegenden Problems. Wenn wir das jetzt in unseren Klassen nicht in den Griff bekommen, wird das in ein paar Jahren in der Gesellschaft ein noch viel größeres Problem sein.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten vom 22. November 2018

Schulen den Rücken stärken!

„Schulleitern und Pädagogen muss mehr Mut gemacht werden, um Vorfälle zu melden. Der richtige Umgang mit dem Thema Gewalt ist hier wesentlich.“
NR-Abg. Karl Mahrer, bis 31. März 2018 Landespolizeivizepräsident Wiens, Presseaussendung vom 7. Jänner 2019

Schwere Gewalt gegen LehrerInnen:

„Laut Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner (ÖVP) gab es in der Steiermark im Schuljahr 2017/18 insgesamt 21 Anzeigen wegen körperlicher Attacken auf Lehrer – also schwere Gewalttaten. Das betreffe Attacken gegen Leib und Leben, die Freiheit sowie die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung.“
Kleine Zeitung vom 29. November 2018

Die Mauer des Schweigens:

„Von der SPÖ-dominierten Bildungspolitik in Wien wird über Direktoren und Bezirksschulinspektoren ein enormer Druck aufgebaut, nichts nach außen zu tragen. Das würde alles nur noch schlimmer machen, heißt es zur Begründung. So etwas helfe nur dem politischen Gegner. Diese Dinge regle man lieber unter sich. Was so viel heißt wie: Wir verschweigen diese Kritik und sprechen von tragischen Einzelfällen.“
Susanne Wiesinger, „Kulturkampf im Klassenzimmer“ (2018), S. 55

Schule „kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren“:

„Schule kann nicht alles kompensieren, was Gesellschafts-, Familien-, Sozial- oder Sicherheitspolitik versäumen. Die Schule ist ohnehin eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen in diesem Land. Aber Chancengleichheit herstellen kann sie nicht allein, sie kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wir brauchen jedenfalls mehr Unterstützung und mehr Ressourcen, wenn wir uns wirklich bestmöglich um alle Kinder kümmern sollen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. Dezember 2018

Der Nachteil beginnt mit der Geburt:

„Bereits rund um die Geburt treten deutlich ausgeprägte soziale Unterschiede in der Verbreitung gesundheitsbezogener Risiko- und Schutzfaktoren zutage. […] Je höher der sozioökonomische Status, desto geringer ist der Anteil der Kinder, deren Mutter während der Schwangerschaft geraucht hat.“
DAK (Hrsg.), „Kinder- und Jugendreport 2018“ (2018), S. 138

In Großbritannien hängt der Schulerfolg besonders stark vom familiären Background ab:

„The correlation between disadvantage and poor academic attainment is particularly strong in the UK.“
Univ.-Prof. Dr. Timothy Besley u. a., „Investing for Prosperity: Skills, Infrastructure and Innovation“.
In: „National Institute Economic Review“, No. 224, Mai 2013, R6

England:

„There is a real risk of sleepwalking into a world where inequality becomes so entrenched that our children grow up in a state of social apartheid. This would be a society in which children’s lives are so polarised that rich and poor live in separate, parallel worlds, and we tacitly accept that some children are simply destined to experience hardship and disadvantage by accident of birth.“
NCB (Hrsg.), „Greater Expectations: Raising aspirations for our children“ (2013), S. 31

„A systemic problem in the UK”:

„It is important to underline that a poor rate of social mobility is a systemic problem in the UK, which originates in unequal opportunities for children according to social background from birth.“
Dr. Louise Ashley u. a., „A qualitative evaluation of non-educational barriers to the elite professions“ (2015), S. 26

In Schweden hängen die Leistungen der SchülerInnen am Ende der Gesamtschule extrem vom Bildungsniveau des Elternhauses ab:

„The proportion of pupils who lack grades in at least one subject decreases the higher the education level of the parents. Pupils with university-educated parents had the lowest proportion, 12.7 percent. Among pupils whose parents’ highest education level was upper-secondary school, the proportion was 28.1 percent and for pupils whose parents’ highest education level was compulsory school, it was 56.2 percent.“
Swedish National Agency for Education (Hrsg.), „Facts and figures 2012:
Preschool activities, schools and adult education in Sweden“ (2014), S. 26

Norwegen:

„In Norway, only 36 % of students from families with low levels of education complete upper secondary programmes in the stipulated time, compared to 70 % of those from highly educated families.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), S. 64

Mit 10 abgehängt:

„Unserem Schulwesen vorzuwerfen, dass Kinder aus dem sozioökonomisch schwächsten Viertel der österreichischen Bevölkerung schulisch scheitern, wenn sie die Volksschullehrerin nicht verstehen können, wenn infolgedessen 10-Jährige, die eine andere Umgangssprache sprechen, mit ihrem Leseverständnis erst dort sind, wo ihre AltersgefährtInnen schon zwei Jahre früher waren, ist dreist.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 4

Das Gymnasium macht höhere Bildung auch Kindern aus sozial schwachen Verhältnissen zugänglich:

„Als staatlich getragene Einrichtung mit hohen Leistungsstandards hat es privat finanzierte qualitativ gute Bildungseinrichtungen wie in den USA verhindert und so einem größeren Bevölkerungskreis zugänglich gemacht. Dort ist an die Stelle einer offenen, leistungsorientierten Schülerallokation eine verdeckte über die Wahl von Schulbezirken und über die private Finanzierung guter High Schools getreten.“
Univ.-Prof. Dr. Helmut Fend, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2018, S. 28

Leistungsrückstände mit 10 werden in Österreich immer größer:

„Jüngere internationale Tests (PIRLS) bestätigen eine wachsende Kluft bei den Lesekompetenzen von Schülern aus benachteiligten sozioökonomischen Verhältnissen oder mit Migrationshintergrund.“
EU-Kommission (Hrsg.). „Länderbericht Österreich” (2018), S. 37

Grundlage für Bildung:

„The home learning environment and family characteristics are among the strongest predictors of children’s early development. Family socioeconomic status, parenting behaviours and parental well-being contribute to both the home learning environment and to children’s early outcomes.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 9

Bildung beginnt mit der Geburt:

„Die gelingende Einbeziehung und Aktivierung von Eltern in die frühkindliche und schulische Bildung ist der Schlüssel, denn in der Tat beginnt die Bildungsbiografie mit der Geburt des Kindes!“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2018, S. 5

Mehr Ruhe!

„Seit 2008 erlebe ich immer mehr Erwachsene wie getrieben. Dass die Jahreszahl mit der Markteinführung des Smartphones übereinstimmt, ist kein Zufall. Die Unruhe wird nun auf die Spitze getrieben.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 156f

Leider nicht nur in den USA:

„Mobile device use during eating encounters has become a cultural norm that, like TV, may interrupt the positive family communication thought to make such family routines protective in child health and development. Media has become pervasive in the American child's daily environment and experience, often replacing the interactions with adults that serve as the foundation for learning healthy behaviors and emotion regulation strategies. Because secure parent-child relationships are one of the strongest buffers against psychosocial stress, guidance is needed for how caregivers can use the rapidly evolving technologies in their homes in the healthiest ways possible.“
Dr. Jenny Radesky u. a., „Maternal mobile device use during a structured parent-child interaction task“. In: „Academic Pediatrics“ (2015), 15(2)

Engagement der Eltern:

„Parental involvement at home and at school are both associated with higher educational outcomes.“
Yuko Nonoyama-Tarumi, „Educational Achievement of Children From Single-Mother and Single-Father Families: The Case of Japan“.
In: „Journal of Marriage and Family 79“ (August 2017), S. 916

Elternhaus Basis für Erfolg der Schule:

„Ohne ein Mindestmaß an Grundlagen, die durch die Entwicklung der Psyche und durch Erziehung in der Familie gelegt werden, kann kein erfolgreicher Unterricht stattfinden.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 138

Aufs Elternhaus kommt es ganz besonders an:

„Good day care makes less difference to child development than good parenting – but, on average, children of more educated parents get more of both.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 129

Elternhaus stärken!

„Success at school depends not only on attendance and school resources (in terms of teachers’ abilities or school equipment, for instance), but also on parental engagement with the learning process and what is available in the homes.“
OECD (Hrsg.), „In It Together: Why Less Inequality Benefits All“ (2015), S. 45

Mutige Politik gefordert:

„To improve social mobility in the United Kingdom it is important that public policy does not shy away from the issue of parenting and what the Government could do to support families in the earliest years of a child’s life to help all parents to be the best parents that they can be.“
Social Mobility Commission (Hrsg.), „Helping Parents to Parent“, 20. Februar 2017, S. 4

Bindung im Baby- und Kleinkindalter:

„‚Wenn diese wichtige Bindung zu den Eltern fehlt, sind die Kinder und Jugendlichen später hilflos ihren Gefühlen ausgeliefert und reagieren impulsiv.‘ Die Eltern aus der ‚Schlüsselkinder‘-Generation seien heute oft überfordert, sie belohnen die Kinder mit Essen, Geschenken und Medienkonsum. ‚Dabei wären der Beziehungsaustausch und gemeinsame Aktivitäten viel wichtiger.“
Dr. Michael Merl, Primar der Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilung im Kepler-Uniklinikum, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

Anteil der 15- bis 24-Jährigen, die ihre Schullaufbahn ohne erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe II beendet haben („Schulabbrecherquote“) (Stand 2016)



Österreich:
Deutschland:
Finnland:
EU-Durchschnitt:
ohne Migrations-
hintergrund
4,5 %
5,5 %
6,7 %
8,4 %
MigrantInnen zweiter
Generation
14,3 %
8,9 %
10,6 %
9,4 %
OECD (Hrsg.), „Settling In 2018“ (2018), Figure 7.17

Dreifache Herausforderung:

„Laut dem Unesco-Weltbildungsbericht hatten 2015/2016 etwa zehn Prozent der finnischen Schüler im Alter von 15 Jahren einen Migrationshintergrund.“
Focus online am 12. Dezember 2018
Anm.:
Finnland:
Deutschland:
Österreich:
9,9 %
26,9 %
29,3 %
UNESCO (Hrsg.), „Global Education Monitoring Report 2019“ (2018), S. 38

Finnlands Politik hat „etwas“ schneller reagiert:

„Für Kinder, die zu Hause kein Finnisch oder Schwedisch sprechen, gibt es die Möglichkeit, Extra-Unterricht zu bekommen, eine Art Intensivkurs, bevor sie in die ‚richtige‘ Schule kommen. Dem Weltbildungsbericht zufolge besuchten 2012 fast 80 Prozent der Migrantenkinder (erste Migrantengeneration) mit wenig Finnischkenntnissen solche Kurse.“
Focus online am 10. Dezember 2018

OECD-Mittelwerte bei PISA 2015:

„2015 sprachen 67 % der Schülerinnen und Schüler der ersten Zuwanderungsgeneration und 45 % der Schülerinnen und Schüler der zweiten Zuwanderungsgeneration zu Hause nicht die Sprache, in der der PISA-Test durchgeführt wurde.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 46f
In Österreich sprachen 77 % der SchülerInnen der ersten Zuwanderungsgeneration und 73 % der SchülerInnen der zweiten Zuwanderungsgeneration zu Hause nicht die Sprache, in der der PISA-Test durchgeführt wurde.

Was manche leider nicht wahrhaben wollten:

„Knowledge of the host-country language is a key factor in determining the speed and success of integration – both economic and social.“
OECD (Hrsg.), „Working Together: Skills and Labour Market Integration of Immigrants and their Children in Sweden“ (2016), S. 105

Österreichs Besonderheit:

„In Austria, immigrant students most commonly speak Turkish, Bosnian, Serbian, Croatian and Albanian languages at home.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Key Data on Teaching Languages at School in Europe 2017“ (2017), S. 24

Ergebnis des migrations- und integrationspolitischen Versagens:

„In Wien sind Bezirke zu finden, in denen mehr als die Hälfte der Volksschulkinder im Alltag überwiegend eine andere Sprache als Deutsch spricht. Die höchsten Anteile weisen dabei Volksschulen im 5. Wiener Gemeindebezirk auf (86,9%), gefolgt vom 20. (82,8%), 16. (81,6%) und 15. Bezirk (78,6%).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2015/16 – Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2017), S. 26

Die Leistungen von Österreichs 10-Jährigen mit Migrationshintergrund:

„One quarter of 10 year-olds with a migrant background do not meet national education standards, compared to 10 % of native-born pupils. Another third achieves the standards only partially, against less than 10 % of the native born. A big difference remains even after adjusting for socioeconomic background.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 8

Aus bisherigem Scheitern lernen:

„‚Das Beherrschen der Unterrichtssprache ist unverzichtbar für den schulischen Erfolg.‘ Es müsse deshalb bereits im Kindergarten mit der Förderung angesetzt werden.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Pinzgauer Nachrichten vom 13. Dezember 2018

Barrieren überwinden lassen:

„Die sprachliche Barriere ist die wichtigste, die überwunden werden muss, damit Integration funktionieren kann. Deshalb ist es so essentiell, dass zuerst die wichtigsten Deutsch-Grundlagen erlernt werden, bevor man in den Regelunterricht einsteigt. Denn es hat keinen Sinn, Unterricht zu besuchen, dem man nicht folgen kann.“
Timo Steyer, Bundesschulsprecher, NEWS online am 7. Dezember 2018

An Europas Spitze:

„Das Bildungssystem funktioniere, Österreichs Jugendarbeitslosigkeit sei eine der niedrigsten in Europa.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 28. Dezember 2018)



Tschechien:
Deutschland:
Niederlande:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
5,2 %
6,2 %
6,9 %
9,8 %
11,4 %
15,3 %
17,1 %
17,7 %
21,5 %
32,5 %
42,2 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
11
10
12
10
16

16
16
15
14
16
AMS, „Übersicht über den Arbeitsmarkt“ (Dezember 2018), S. 6

Aussagekräftiges Schweigen:

„Von Finnland wird jetzt eigentlich relativ wenig gesprochen, seitdem man weiß, dass in Finnland die Jugendarbeitslosigkeit bei 17 Prozent liegt und wir aber eine sinkende Jugendarbeitslosigkeit haben. So toll ist das finnische Modell also beileibe nicht, wie damals die Bildungsexpertinnen und -experten geglaubt haben.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Nationalratssitzung vom 12. Dezember 2018

Wiens Jugendarbeitslosigkeit steigt und steigt:

„The youth unemployment rate in Vienna reached 16.7 % in 2017, more than twice the level of Upper Austria, but slightly above the 15 % OECD average.“
OECD (Hrsg), „Regions and Cities at a Glance 2018 – AUSTRIA“ (2018), S. 1

Österreichs Arbeitslosenquote der 15- bis 34-Jährigen nach Migrationshintergrund (Stand 2017)

ohne Migrationshintergrund:
als Kind zugewandert:
MigrantInnen zweiter Generation:
4,7 %
15,3 %
16,9 %
OECD (Hrsg.), „Settling In 2018“ (2018), Figure 7.23

Österreichs Arbeitslosenquote 15- bis 24-Jähriger nach Geburtsort (Stand 2017)

Inland:
Ausland:
8,2 %
20,6 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 3. Jänner 2019

In Summe erfreulich, die Differenz wird aber immer größer:

„Im Dezember gab es erneut weniger Arbeitslose. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 413.936 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber 2017. […] Bei Inländern ging die Zahl der Arbeitslosen um 8,4 Prozent zurück, bei Ausländern um ein Prozent.“
ORF online am 1. Jänner 2019

Ein sicheres Umfeld bieten:

„In der Debatte um frühkindliche Förderung wird häufig gefordert, Kinder so umfassend, früh und intensiv wie möglich zu fördern. Zentral ist jedoch, den Kindern ein sicheres Umfeld zu bieten, in dem sie die Welt selbst erkunden und kennenlernen können.“
Adrián Carrasco Heiermann, M.Sc., u. a., „Mehr Humankapital wagen!“ (2018), S. 9

Persönlichkeitsbildung:

„The early years are a vital time in the life of any child. They play a significant role in shaping the person they will become and the opportunities in life they will have.“
Univ.-Prof. Dr. Kitty Stewart u. a., „Closing Gaps Early: The Role of Early Years Policy in Promoting Social Mobility in England“ (2017), S. 2

Die Jahre, die das Fundament für das Leben legen:

„The first five years of children’s lives are critical to their development. During this period, children learn at a faster rate than at any other time in their lives, developing cognitive and social and emotional skills that are fundamental to their future achievements throughout childhood and as adults. These skills are also the foundation for general well-being – laying the groundwork for how individuals cope with successes and setbacks, both professionally and in their personal lives.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 9

Japan:

„The cultural belief of intensive mothering, with mothers bearing the chief responsibility and investing their time and skills in child rearing and child’s education, is pervasive.“
Yuko Nonoyama-Tarumi, „Educational Achievement of Children From Single-Mother and Single-Father Families: The Case of Japan“.
In: „Journal of Marriage and Family 79“ (August 2017), S. 916

Auf die Eltern kommt es an:

„Maternal lack of care and protection (i.e. neglectful parenting) and paternal overprotection have been shown to predict children’s aggressive behaviours and delinquency.“
Hiroko Ikesako u. a., „Fostering social and emotional skills through families, schools and communities“ (2015), S. 19

Emotionale Verbundenheit:

„Nonverbal interactions are a primary mode through which emotional content is communicated between parents and children, so its frequent displacement could represent a significant decrease in emotional connection.“
Dr. Jenny Radesky u. a., „Maternal mobile device use during a structured parent-child interaction task“. In: „Academic Pediatrics“ (2015), 15(2)

Eine klare Botschaft an die Politik:

„Dass ein größer werdender Teil der jungen Männer und Frauen eigene Kinder gar nicht mehr anstrebt, ist eine klare Botschaft an die Politik, dass die politischen Bemühungen der letzten Jahre und Jahrzehnte zur Unterstützung von Familien und der Vereinbarkeit von Karriere und Kindererziehung bei weitem nicht ausreichen.“
Shell Deutschland Holding (Hrsg.), „Jugend 2015 – Eine pragmatische Generation im Aufbruch“ (2015), S. 386

Fehlen von Struktur raubt Orientierung:

„Eine Problemlage bei Familien in instabil-prekären und abhängten Lagen sind Entstrukturierungsprozesse des Alltags, die bis zu einem Zerfall der Zeitstruktur in der Alltagsorganisation der Familie reichen können. Die Kinder und Jugendlichen erleiden dadurch einen Mangel an Ordnung und Orientierung.“
ihs (Hrsg.), „Ausbildung bis 18“ (2015), S. 91

Geborgenheit und Nestwärme:

„Eine liebe‐ und vertrauensvolle Beziehung, Sicherheit und Geborgenheit sind der beste Nährboden für die Entwicklung des Kindes. […] Voraussetzung für eine sichere Beziehung ist die positive Grundhaltung der Eltern gegenüber dem Kind, welche von Wertschätzung und einfühlendem Verstehen getragen ist. Dadurch erhält das Kind das Gefühl der Akzeptanz und gewinnt Selbstvertrauen. Je besser die Beziehung zwischen den Eltern und dem Kind ist, desto mehr kommunizieren die Kinder mit ihnen, beobachten sie öfter und lernen von ihnen.“
özbf (Hrsg.), „Familie macht stark“ (2017), S. 5

Ein sehr gutes Zeugnis für viele Familien:

„Fast jedes zweite Kind (48 %) fühlt sich in seiner Familie ‚sehr gut‘. Ein weiteres knappes Drittel gibt an, sich ‚gut‘ (30 %) in der Familie zu fühlen und 11 % der Kinder beantworten die Frage nach dem familialen Wohlbefinden mit ‚eher gut‘.“
LBS (Hrsg.), „LBS-Kinderbarometer. Deutschland 2018“ (2018), S. 48

Kinder im Schatten des Smartphones:

„Die Eltern sind eigentlich ganz einsichtig. 52 Prozent gaben zu, dass sie zu oft online sind, und 28 Prozent sind sich im Klaren darüber, dass sie ihren Kindern ein schlechtes Beispiel geben. Und trotzdem – an ihrem exzessiven Konsum digitaler Medien ändern sie nichts. Das Smartphone hat sie gekapert.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 147

Responsive face-to-face parent-child interactions:

„The importance of responsive face-to-face parent-child interactions in the development of language, cognitive, and self-regulation abilities during early childhood is undisputed. These crucial daily interactions can be disrupted through family use of media. For example, adults utter fewer words, respond to fewer bids for attention, and have lower-quality interactions with the children in their care when a television (TV) is on in the room with them. As screens become more portable and instantly accessible through the widespread use of mobile devices (e.g., smartphones and tablet computers), the potential for interruption of family interactions by media is heightened.“
Dr. Jenny Radesky u. a., „Maternal mobile device use during a structured parent-child interaction task“. In: „Academic Pediatrics“ (2015), 15(2)

Eine Frage der Nutzung:

„Depending on how they are used, mobile devices could have both positive and negative impacts on family interactions. Devices can be used for family entertainment, social support, or access to educational materials for children. However, mobile devices can also distract parents from face-to-face interactions with their children, which are crucial for cognitive, language, and emotional development.“
Dr. Jenny Radesky u. a., „Patterns of mobile device by caregivers and children during meals in fast food restaurants“ (2014), S. 2

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

„Zwischen dem Vorlesen in der Familie und der persönlichen Entwicklung von Kindern sowie ihrem (pro-)sozialen Verhalten besteht ein enger positiver Zusammenhang. Kinder, deren Eltern ihnen vorgelesen haben, besitzen besonders gute Voraussetzungen für Bildungsfähigkeit und gute kognitive Leistungen.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 37

„Reading, writing words, telling stories and singing songs“:

„Analysis of PISA data shows that children whose parents engage in reading, writing words, telling stories and singing songs not only tend to score better in reading literacy but are also more motivated to learn.“
OECD (Hrsg.), „Skills for Social Progress“ (2015), S. 82

„Especially sensitive“:

„Children are especially sensitive to external stimuli, such as the types of interactions they have with their caregivers. This means that early learning is highly responsive to children’s experiences.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 14

Mealtime media use:

„Analyses of multivariate models indicate that the odds of frequent adolescent mealtime media use varied significantly by adolescent gender, grade level, household income, parent education level and parent race/ethnicity.“
Univ.-Prof. Dr. Jayne Fulkerson u. a., „Time 2 tlk 2nite: Youths’ use of electronic media during family meals and associations with demographic characteristics,
family characteristics and foods served“ (2014), S. 5

„Spending time just talking“:

„'Spending time just talking‘ is the parental activity most frequently and most strongly associated with students’ life satisfaction across all countries with available data.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 163

Bewusstseinsbildung notwendig:

„There are multiple theories that try to explain the difference in parental engagement with their children. Perhaps the dominant explanation for differences in parenting by family advantage is that disadvantaged parents expect a lower return for the time they spend with their children.“
Univ.-Prof. Dr. Susan E. Mayer u. a., „Using behavioral insights to increase parental engagement“ (2015), S. 6

Auf den Punkt gebracht:

„Kindern vorzulesen, auf Deutsch, auf Türkisch oder mit ihnen Deutsch zu lernen, anstatt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen, ist keine Frage des Geldes. Aber wer es nicht macht, reduziert die Chancen von Kindern, oft mehr als vieles andere.“
Mag. Carina Kerschbaumer, Kleine Zeitung vom 1. Dezember 2018

„Gewalt hat in der Schule nichts verloren“:

„Gewalt hat in der Schule nichts verloren. Es geht über die gesamte Bandbreite, beginnend mit verbaler Gewalt. […] Mit Strafen allein werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen. Was uns in den Schulen fehlt, ist ein Unterstützungs- und Supportsystem, wie das in anderen Ländern etabliert ist.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten vom 22. November 2018

„Spiegelbild der Gesellschaft“:

„‚Das ist ein allgemeingesellschaftliches Problem.‘ Die Hemmschwelle für Aggression sei gesunken, ‚daher müssen wir bei der Konfliktkultur ansetzen. Die Schulen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft.‘“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Salzburger Nachrichten vom 22. November 2018

Internet als Gewaltverstärker:

„‚Heute ist fast jeder schulische Mobbingfall begleitet von Attacken und Aggressionen sowie Verleumdungen im Internet, in den sozialen Netzwerken, in den Whatsapp-Gruppen.‘ Dadurch weite sich ein Konflikt enorm aus und werde noch grausamer und unerträglicher für Betroffene.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, news4teachers.de am 19. November 2018

Mobbing mit tödlichem Ausgang:

„Jeder fünfte Mensch, der sich in Deutschland das Leben nimmt, geht diesen furchtbaren Schritt, weil er zuvor gemobbt worden ist. Etwa 2000 Suizide pro Jahr gehen auf das Konto von Mobbing.“
Mittelbayerische online am 12. Dezember 2018

„Schule ohne Frieden“:

„Die neue Schule, die mit dem Ziel geschaffen wurde, Frieden zu schaffen, erweist sich als extrem konfliktträchtig. Es gibt unglaublich viel Gewalt zwischen den Kindern und Jugendlichen, jeder ist gegen jeden. Daneben gibt es noch die Gewalt, die den Lehrern von den Schülern zugefügt wird. Wir wollten eine Schule des Friedens und nicht mehr des Wissens, das Resultat davon ist eine Schule ohne Frieden, in der man nichts mehr lernt.“
Univ.-Prof. Dr. Laurent Lafforgue, zitiert nach: Mag. Christian Günther u. a., „Infantilismus. Der Nanny-Staat und seine Kinder“ (2016), S. 55

Der Fluch der veröffentlichten Meinung:

„Regeln standen in den vergangenen Jahrzehnten nicht gerade hoch im Kurs. Obwohl momentan der Ruf nach einer Renaissance dieser verachtenden Spezies wieder lauter wird, gilt nach wie vor: Wer sich für zu viele Regeln einsetzt, gerät schnell in den Verdacht, ein Betonkopf zu sein.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 219

Konsequenzen für Verstöße:

„Verhaltensvereinbarungen, an die sich gerade jene nicht halten, die auch sonst glauben, dass man sich an Regeln nicht halten müsse, sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind, wenn es keine Konsequenzen für Verstöße gibt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 6

Pädagogische Verantwortung:

„Kinder und Jugendliche brauchen Eltern und PädagogInnen, die sich nicht wegducken, sondern zu Hause sowie in Kindergarten und Schule Bindung und Beziehung zu ihnen aufbauen, sie anleiten und mit Hausverstand führen – ohne Angst davor, als Reibebaum zu dienen, nein zu sagen oder Grenzen zu setzen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2016, S. 7

„Es braucht eine neue Autorität“:

„Es muss das Einverständnis geben, dass in der Schule die Lehrer Regeln aufstellen.“
Dr. Philip Streit, Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut, Die Presse online am 15. März 2016

Gewaltproblem gesamtgesellschaftlich angehen:

„Da geht es nicht nur um Gewalt zwischen Schülern oder von Schülern an Lehrern, sondern auch um Mobbing und häusliche Gewalt. Man kann und darf nicht von der Schule die Lösung aller gesellschaftlichen Probleme erwarten und den Lehrern diesen Rucksack umhängen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Salzburger Nachrichten vom 22. November 2018

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zum Sozialverhalten sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


Von Deutschland lernen!

„Im Vorteil sind in aller Regel diejenigen Bundesländer, die sich auf wenige durchdachte Reformen beschränken und diese konsequent zu Ende führen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 109

Baden-Württembergs Lehrkräfte tragen keine Schuld am Leistungsabsturz:

„Wenn man auf die Schüler-Lehrer-Relation in Bayern verweist, muss man auch sehen, dass es in Bayern gelingt, mehr Ruhe ins Schulsystem zu bringen und die Lehrkräfte dort ihre ganze Kraft in den Unterricht stecken können.“
Gerhard Brand, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg,
www.news4teachers.de am 18. Oktober 2017

Schweden:

„The broad and lasting decline in scores in PISA and other international surveys indicates that its causes are systemic. Student performance started to fall already in the 1980s, but it seems likely that extensive reforms undertaken in the 1990s added to the decline.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 99

Reformitis verdrängt Unterricht:

„‚Die Schulen sehen sich in ganz Europa einem gewaltigen Reformstress ausgesetzt.‘ Angesichts dessen würden die Lehrer ‚gar nicht mehr dazu kommen zu unterrichten‘.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
Die Presse online am 17. März 2015

LehrerInnen werden übergangen:

„Auf die Erfahrungen, auf das Wissen der wirklichen Experten, die vor Ort die Bildungsprozesse zu organisieren, zu begleiten und durchzuführen haben, wird wenig Wert gelegt.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NZZ Standpunkte am 2. November 2014

Es fehlt den Reformen an Praxisbezug:

„Lehrkräfte sind keine pädagogischen Masochisten. Sie verzichten nicht auf Maßnahmen und Reformen, die sie bei ihrer Umsetzung des schulischen Bildungsauftrags tatsächlich unterstützen.“
Univ.-Prof. Dr. Joachim Kahlert, „Bin ich noch gut genug?“. In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 161

Experimentierlust auf Kosten der Qualität:

„Ideologen haben sich noch nie von Realitäten beeindrucken lassen. Die Experimentierlust mit Bildungsmethoden grassiert seit den sozialliberalen Siebzigerjahren. Dabei setzt man leider mehr auf gefühlte Erfolge als auf wissenschaftliche Erkenntnisse.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 95

Die Reform aller Reformen:

„Keine Reform, das wäre einmal eine Reform, damit sich die Schulen konsolidieren können.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Welche Bildung brauchen wir?“, NDR am 23. Februar 2015

Qualität statt Aktionismus:

„Es gibt definitiv zu viel Aktionismus. Das liegt auch an einem symbiotischen Verhältnis zwischen Medien und Politik. Um im Wettbewerb zu bestehen, braucht die Politik die Medien, und die Medien brauchen etwas, worüber sie berichten können. Deshalb wird alles Mögliche angekündigt und ein Papier nach dem anderen präsentiert.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Die Presse vom 11. November 2018

Mut zur Korrektur:

„Ich appelliere an Bildungsminister Faßmann, die Reformen der letzten Jahre zu überdenken und dort, wo es erforderlich ist, die Reißleine zu ziehen. Ein mutiges Beispiel dafür hat er z. B. bei der NOST schon gesetzt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“
(Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

Aus Schaden klug geworden:

„Wir bilden unsere Lehrkräfte in Zukunft gezielter im Hinblick auf ihren zukünftigen Einsatzort aus, […] Unsere Schulen brauchen gut qualifizierte Lehrkräfte, und deshalb setzen wir auf eine grundständige und eine auf die Bedürfnisse der Schulart und ihrer Schülerinnen und Schüler zugeschnittene Ausbildung an den Universitäten und im Vorbereitungsdienst.“
Karin Prien, Bildungsministerin Schleswig-Holsteins, Die Welt online am 11. Dezember 2018

Bundesweite Schulstudie in Deutschland:

82 % der Befragten halten unterschiedlich ausgebildete LehrerInnen für unterschiedliche Schularten für notwendig, nur 16 % nicht (2 % „weiß nicht“).
Insa Consulere, „Schulstudie 2014“ (2014)

„Eigentlich logisch“:

„Die wichtigste Voraussetzung sei das Fachwissen der Lehrkraft. ‚Das ist doch eigentlich logisch. Von einem Arzt mit hohem Fachwissen erwarten wir doch auch, dass er uns besser operiert.‘“
Univ.-Prof. Dr. Olaf Köller, Tagesspiegel online am 31. Juli 2013

Dringender Korrekturbedarf:

„Der aus meiner Sicht größte Fehler der Reform vor einigen Jahren war, die Ausbildung der künftigen Lehrerinnen und Lehrer für Gymnasien (‚Gymnasium‘ ist hier als Sammelbegriff gemeint, also einschließlich Realgymnasien, ORG etc.) teilweise von den Universitäten weg zu den Pädagogischen Hochschulen zu verlagern (den früheren Pädagogischen Akademien, die aufgrund ihrer völlig anderen Tradition deutlich weniger Einblick in die Fachwissenschaft vermitteln können, als das in universitären Lehramtsstudien bis dahin selbstverständlich war). Dieser Fehler sollte dringend korrigiert werden.“
Mag. Peter Friebel, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2018, S. 15

Wer konsultiert bei Zahnschmerzen den Urologen?

„Da niemand in der Lage sein kann, auf alle denkbaren Bedarfe angemessen zu reagieren, hat es sich in der Medizin als zweckmäßig herausgestellt, bestimmte Bedarfsgruppen zu unterscheiden und für diese Gruppen jeweils besonders kompetente, also mit einer speziellen Fachlichkeit ausgestattete Experten bereitzustellen.“
Univ.-Prof. Dr. David-S. Di Fuccia, „Profil“ (Zeitung des dphv), Mai 2013, S. 20

Fachliche Souveränität unverzichtbar:

„Nur wer fachlich souverän ist, kann Inhalte für verschiedene Altersstufen aufbereiten, ohne sie unzulänglich zu verkürzen oder gar falsch darzustellen. Nur wenn ein Lehrer für sein Fach glüht, kann der Funke der Begeisterung auf die Schüler überspringen.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schöberle, Schwäbisches Tagblatt vom 19. Juni 2013

Ergebnis umfangreicher empirischer Studien:

„COACTIV hat gezeigt, dass sowohl Fachwissen als auch fachdidaktisches Wissen im hohen Maße ausbildungsabhängig sind, wobei Lücken im Fachwissen kaum durch fachdidaktisches Wissen kompensiert werden können.“
Univ.-Prof. Dr. Mareike Kunter u.a., „Professionelle Kompetenz von Lehrkräften“ (2011), S. 185

Ontario:

„Induction programs are particularly well developed, with all new teachers in Ontario working with trained mentors as part of the 2-year New Teacher Induction Program. Mentors and mentees receive shared release time for collaborative planning, classroom observation, or assessment of student work designed to enhance teachers‘ practice, efficacy, and support their commitment to continuous professioneal learning.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 31

Rettet das Unterrichtspraktikum!

„Participation in an induction programme during a teacher’s first employment is positively related not only to the later decision to help other teachers by acting as a mentor but also to more intensively undertake professional development activities.“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2013 Results“ (2014), S. 113

Den Einstieg in die Praxis gelingen lassen!

„Wer in der Klasse bestehen will, braucht höchste fachliche, pädagogische, didaktische und menschliche Qualitäten. Gutes Coaching beim Einstieg in die Praxis hilft StudentInnen, sich zu erfolgreichen Lehrerpersönlichkeiten zu entwickeln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Kurier online am 11. Dezember 2018

Schulpolitisch finstere Jahre:

„In den vergangenen Jahren war es unsere wichtigste Aufgabe, Gröberes zu verhindern. Wir sind ein Land der selbsternannten Schulexperten, die sich laut zu Wort melden und lauter Patentlösungen haben, die noch nie zu einer Verbesserung geführt haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 16. Juli 2018

Die Arroganz der Ahnungslosen:

„Jeder, der mal selbst in der Schule war, weiß scheinbar schon allein deshalb genau, was alles reformiert werden müsse.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 159

„Bildungsexperten“:

„Es gibt natürlich viele, die als Bildungsexperten tituliert werden, sich als Bildungsexperten auch titulieren lassen, die sich also zu Bildungsfragen zu Wort melden, ohne dass sie in der Tat mit dem Bildungssystem wirklich unmittelbar zu tun haben müssen, ehemalige Finanzminister zum Beispiel.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „science.talk“, ORF III vom 10. September 2014

Kinder als Spielgeld:

„Die Wirtschaft hat Kinder als Konsumenten und gleichzeitig als lukrative Objekte der Vermarktung entdeckt. So viel wie heute ist am Kind noch nie verdient worden.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 16. Mai 2016

„Bildungspolitischer“ Blindflug:

„Die ‚Bildungsreformen‘ der letzten beiden Jahrzehnte haben die größeren Zusammenhänge und Ziele von Bildung und Erziehung systematisch ausgeblendet.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „ÖkologiePolitik“, Nr. 169 (Februar 2016), S. 18

LehrerInnen mehr denn je gefordert:

„Ich weiß, dass gerade die Lehrerinnen und Lehrer eine überproportional große Verantwortung haben, aber auch einen überproportional großen Beitrag leisten.“
Bundeskanzler Sebastian Kurz, BundeslehrerInnen-Tag 2016 der ÖPU/FCG, Linz am 3. März 2016

Öffentliches Bewusstsein schärfen:

„Es ist wichtig, dass sich die Gesellschaft bewusst ist bzw. endlich bewusst wird, dass die Rahmenbedingungen an Österreichs Schulen immer schwieriger werden, die Lehrerschaft aber durch ihren Einsatz den sozialen Zusammenhalt fördert und auch entscheidend zur Erhaltung des Wohlstandes beiträgt.“
Mag. Walter Klopf, Vorsitzender der ÖPU Oberösterreich, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 9

Alles andere als Zufall:

„Es kommt nicht von ungefähr, dass unser Land zu einem der dynamischsten Länder gehört. Die Grundlage heißt Qualifikation und Bildung.“
Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreichs, regionews.at am 10. November 2017

dimap-Schulstudie 2016:

„Die Mehrheit der Deutschen ist quer über alle Bildungsabschlüsse mit dem Schulsystem in Deutschland zufrieden.“
LT-Abg. Mike Mohring, Thüringens CDU-Fraktionschef, http://www.kyffhaeuser-nachrichten.de am 15. Februar 2016

Imageschäden schnellstmöglich beheben:

„Die Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns tagtäglich stellen, können wohl nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Möge es gelingen, unseren wichtigen und schönen Beruf auch in Zukunft den ‚Besten der Besten‘ unter den jungen Menschen schmackhaft zu machen! Die Kinder werden diese mehr denn je brauchen!“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 15

„Im internationalen Vergleich im Spitzenfeld“:

„Hohe Lebensqualität, Rechtsstaatlichkeit, ein hohes Sicherheitsniveau, ein hervorragendes Schulsystem und eine sehr gute Gesundheitsversorgung sowie demokratische Mitbestimmung auf allen Ebenen sind die Basis für die gute Entwicklung einer Gesellschaft. Österreich ist in all diesen Bereichen im internationalen Vergleich im Spitzenfeld zu finden.“
Dr. Norbert Schnedl, GÖD-Vorsitzender, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom November 2018, S. 3

Der Erfolg gibt uns Recht:

„Österreich gehört zu den Top 5 der 28 EU-Staaten mit dem höchsten kaufkraftbereinigten BIP pro EinwohnerIn. […] Da Bildung Österreichs wichtigster Rohstoff ist, dürfen wir Lehrerinnen und Lehrer als Bildungsverantwortliche der Praxis auf diese Position unseres Landes wohl auch mit Stolz schauen. Wir scheinen nicht gerade das schlechteste Schulwesen zu haben. Wir dürften mit dem Rohstoff Bildung nicht so schlecht gewirtschaftet haben.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, quintessenzen.at am 13. Jänner 2018

Auf die Lehrerinnen und Lehrer kommt es an:

„Ausschlaggebend für guten Unterricht sind unsere Lehrerinnen und Lehrer. Sie sind diejenigen, die tagtäglich hervorragende Arbeit an den Schulen leisten.“
Christian Piwarz, Kultusminister Sachsens, Radio Leipzig online am 26. Dezember 2017

Finnland:

„Teachers perceive their status as high: 59 % think the teaching profession is valued in society (the highest share in the EU).“
Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 31

High status in society and sufficient levels of pay:

„In high-performing school systems such as in Canada, Finland and many of the more economically prosperous countries of East and South East Asia, teachers enjoy high status in society and have sufficient levels of pay. Academically able people are not deterred from entering the profession.“
OECD (Hrsg.), „Teacher Remuneration in Latvia. An OECD Perspective“ (2014), S. 47

Valuing teachers:

„Evidence from PISA and TALIS suggests that the most successful education systems are those in countries/economies whose society values the teaching profession.“
Dr. Andreas Schleicher, „Schools for 21st-Century Learners“ (2015), S. 40

„Mit der Schule ist es nicht viel anders“:

„Kaum jemand jubelt, wenn sein Auto verlässlich startet. Was problemlos funktioniert, finden wir selbstverständlich. Wenn aber die Batterie leer ist, ärgern wir uns und schimpfen. Mit der Schule ist es nicht viel anders.“
Mag. Dr. Kurt Scholz, SSR-Präsident a. D., Die Presse online am 5. September 2016

Schulwesen von Missbrauch befreien:

„Die Politik der letzten Jahre, die von parteipolitischem Gezänk und ‚Bildungsexperten‘ geprägt war, die sich auf Kosten des Schulwesens und der Lehrer profiliert haben, muss ein sofortiges Ende haben.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA) vom 13. Oktober 2015

DIE Schulreform der letzten Jahrzehnte: Wertschätzung durch einen österreichischen Bildungsminister nach Jahren des Bashings!

„Unsere Schule funktioniert gut. Ich sehe viele sehr engagierte Lehrkräfte.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 28. Juni 2018

Wechselbad der Gefühle:

„Teaching is a profession driven by ethical values and personal motivation. In this sense, teachers could well be satisfied with the teaching profession because it fulfils their personal goals, but at the same time they could be dissatisfied with their current job and working conditions.“
Dr. Tarek Mostafa u. a., „Science teachers’ satisfaction: Evidence from the PISA 2015 teacher survey“ (2018), S. 16

Viele bildungswissenschaftliche Zitate über die Bedeutung des Images für das Gelingen von Schule sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/image nachzulesen.


„Echter Vorteil“:

„Dass es in Österreich sowohl die Neuen Mittelschulen, als auch die Gymnasien in der Unterstufe gibt, ist ein echter Vorteil. Durch diese Differenzierung ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken und Talente und es ist notwendig, alle Potenziale zu nutzen. Fakt ist, dass das in den Neuen Mittelschulen jedoch nur durch verstärkte Leistungsdifferenzierung ermöglicht werden kann.”
Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion Österreich, Presseaussendung vom 1. Dezember 2018

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Von den Erfahrungen von Gesamtschulländern lernen!

„‚Wenn man auf alle Schulen entweder AHS oder NMS schreibt, dann gibt es trotzdem Schulen, die als ,gute Gesamtschule’ gelten, und Schulen, die als ,weniger gute Gesamtschule’ gelten. Den Elternwillen kann man nicht steuern.‘ Zudem würden die Privatschulen noch mehr ausgebaut werden: ‚Wir sehen das in Gesamtschulländern. Dort ist der Privatschulsektor sehr stark, weil die Eltern dann diesen Weg wählen.‘“
MMag. Dr. Corinna Geppert, ORF online am 18. Februar 2019

Politisches Gaukeln beenden!

„Von Schulen zu verlangen, an einem sehr belasteten Standort Chancengerechtigkeit herzustellen, ist illusorisch. Das wäre, als würde man von einem Arzt in einem Armenviertel verlangen, die Lebenserwartung der Patienten auf das Niveau einer Luxuswohngegend zu bringen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Die Würfel fallen vor dem Schuleintritt:

„Schon beim Eintritt in die Volksschule betrage der Leistungsunterschied zwischen den Kindern zwei bis drei Jahre. ‚Das ist auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten nur schwer auszugleichen. […] Es macht einen massiven Unterschied, ob man mit einem Kind viel spricht und ihm vorliest, oder ob man es nur vor Fernseher und Computer setzt.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 15. Februar 2019

Kinder und Familie in den Mittelpunkt:

„Wir müssen unsere Gesellschaft neu aufbauen, mit einem fokussierten Blick auf die Kinder und die Familie. Anders können wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Dann schafft der Mensch sich schon sehr bald selbst ab.“
Mag. Michael Hüter, Focus online am 15. Jänner 2019

Jahrzehntelanges politisches Versagen:

„Die größte und von Jahr zu Jahr größer werdende Herausforderung des österreichischen Schulwesens ergibt sich aus der Tatsache, dass Österreich ein Einwanderungsland ist, das sich leider jahrzehntelang nicht als Einwanderungsland verstanden und dementsprechend integrationspolitische Maßnahmen gröblichst vernachlässigt hat.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 18

Hohe Dunkelziffer:

„Es sei dringend notwendig etwas zu tun. Und das bedeute auch, dass ‚man Geld in die Hand nehmen wird müssen‘. Denn an den Schulen passiere viel und es werde viel erst gar nicht zur Anzeige gebracht.“
Thomas Krebs, Vorsitzender Wiener der Pflichtschullehrer, ORF Wien online am 7. Jänner 2019

Schulpolitik kann Wohnpolitik nicht ersetzen:

„Gerade die Frage der Segregation in der Schule ist letztlich immer nur eine Folge von Segregation im Wohnviertel. Da langfristige Maßnahmen zu setzen, wäre sehr wichtig.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Österreichs Privileg:

„Wir haben ein kostenfreies Schulsystem, das mit gut qualifizierten Lehrkräften operiert. Das ist ein Privileg, verglichen mit den USA oder Großbritannien. Es ist ein offenes Schulsystem, das Chancen generiert, aber sie müssen auch wahrgenommen werden, und die Verantwortung kann man den Eltern auch nicht abnehmen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

20 Jahre, nachdem die VCL diese Forderung erstmals aufgestellt hat:

„Ethik aus dem Schulversuch herauszuholen und als systematisches Fach zu platzieren, ist eine Intention unseres Hauses. Ein guter Einstieg wäre in der Sekundarstufe 2, also in der AHS-Oberstufe. Von dort sollte es über die Sekundarstufe 1 schrittweise hinuntergehen, letztlich bis in die Volksschule.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Tiroler Tageszeitung online am 10. Jänner 2019


Schule „kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren“:

„Schule kann nicht alles kompensieren, was Gesellschafts-, Familien-, Sozial- oder Sicherheitspolitik versäumen. Die Schule ist ohnehin eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen in diesem Land. Aber Chancengleichheit herstellen kann sie nicht allein, sie kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wir brauchen jedenfalls mehr Unterstützung und mehr Ressourcen, wenn wir uns wirklich bestmöglich um alle Kinder kümmern sollen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. Dezember 2018

Bildung beginnt mit der Geburt:

„Die gelingende Einbeziehung und Aktivierung von Eltern in die frühkindliche und schulische Bildung ist der Schlüssel, denn in der Tat beginnt die Bildungsbiografie mit der Geburt des Kindes!“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2018, S. 5

Finnlands Politik hat „etwas“ schneller reagiert:

„Für Kinder, die zu Hause kein Finnisch oder Schwedisch sprechen, gibt es die Möglichkeit, Extra-Unterricht zu bekommen, eine Art Intensivkurs, bevor sie in die ‚richtige‘ Schule kommen. Dem Weltbildungsbericht zufolge besuchten 2012 fast 80 Prozent der Migrantenkinder (erste Migrantengeneration) mit wenig Finnischkenntnissen solche Kurse.“
Focus online am 10. Dezember 2018

In Summe erfreulich, die Differenz wird aber immer größer:

„Im Dezember gab es erneut weniger Arbeitslose. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 413.936 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber 2017. […] Bei Inländern ging die Zahl der Arbeitslosen um 8,4 Prozent zurück, bei Ausländern um ein Prozent.“
ORF online am 1. Jänner 2019

An Europas Spitze:

„Das Bildungssystem funktioniere, Österreichs Jugendarbeitslosigkeit sei eine der niedrigsten in Europa.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

Auf den Punkt gebracht:

„Kindern vorzulesen, auf Deutsch, auf Türkisch oder mit ihnen Deutsch zu lernen, anstatt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen, ist keine Frage des Geldes. Aber wer es nicht macht, reduziert die Chancen von Kindern, oft mehr als vieles andere.“
Mag. Carina Kerschbaumer, Kleine Zeitung vom 1. Dezember 2018

„Spiegelbild der Gesellschaft“:

„‚Das ist ein allgemeingesellschaftliches Problem.‘ Die Hemmschwelle für Aggression sei gesunken, ‚daher müssen wir bei der Konfliktkultur ansetzen. Die Schulen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft.‘“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Salzburger Nachrichten vom 22. November 2018

Mut zur Korrektur:

„Ich appelliere an Bildungsminister Faßmann, die Reformen der letzten Jahre zu überdenken und dort, wo es erforderlich ist, die Reißleine zu ziehen. Ein mutiges Beispiel dafür hat er z. B. bei der NOST schon gesetzt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

Den Einstieg in die Praxis gelingen lassen!

„Wer in der Klasse bestehen will, braucht höchste fachliche, pädagogische, didaktische und menschliche Qualitäten. Gutes Coaching beim Einstieg in die Praxis hilft StudentInnen, sich zu erfolgreichen Lehrerpersönlichkeiten zu entwickeln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Kurier online am 11. Dezember 2018

Imageschäden schnellstmöglich beheben:

„Die Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns tagtäglich stellen, können wohl nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Möge es gelingen, unseren wichtigen und schönen Beruf auch in Zukunft den ‚Besten der Besten‘ unter den jungen Menschen schmackhaft zu machen! Die Kinder werden diese mehr denn je brauchen!“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 15

„Echter Vorteil“:

„Dass es in Österreich sowohl die Neuen Mittelschulen, als auch die Gymnasien in der Unterstufe gibt, ist ein echter Vorteil. Durch diese Differenzierung ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken und Talente und es ist notwendig, alle Potenziale zu nutzen. Fakt ist, dass das in den Neuen Mittelschulen jedoch nur durch verstärkte Leistungsdifferenzierung ermöglicht werden kann.”
Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion Österreich, Presseaussendung vom 1. Dezember 2018

Erkenntnis aus Deutschlands Nationalem Bildungspanel (NEPS):

„Integrative Systeme sind für die schwächsten Schüler am wenigsten zuträglich, die leistungsstarken können mit Komplexität viel besser umgehen und zuweilen sogar davon profitieren. Die Schwächsten dagegen geraten rasch ins Hintertreffen. Mit anderen Worten: Differenzierung nach Leistungsgruppen wäre im Sinne der Bildungsgerechtigkeit das Gebot der Stunde.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

Nach langem Irren am Ziel angekommen:

„Teacher-directed instruction is associated with better test scores regardless of the classroom environment.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 90“ (November 2018), S. 2