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Zitate

Medien-Zitate ab 1. November 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Ein wesentlicher Baustein zur Verbesserung des Bildungswesens:

„Im Bildungssystem muss zunehmend berücksichtigt werden, dass man es zu großen Teilen nicht mit fertig erzogenen Kindern zu tun hat, die nunmehr gebildet werden müssen. Erziehung ist ein wesentlicher Baustein zur Verbesserung des Bildungswesens, insbesondere im Hinblick auf Bildungschancen benachteiligter Gruppen.“
Konrad Adenauer Stiftung (Hrsg.), „Muslimische Kinder und Jugendliche in Deutschland“ (2017), S. 177

Notwendiger Halt für Heranwachsende:

„An Herausforderungen in Gestalt von Vorschriften und Regularien kann ein Individuum wachsen, wenn Einhaltung oder Nichteinhaltung je entsprechende Folgen haben. Ist alles möglich und bleibt alles folgenlos – „anything goes-Erziehung“ -, entsteht Desorientierung und im wahren Sinne des Wortes Haltlosigkeit.“
Prof. Dr. Manfred Bönsch, news4teachers.de am 18. Juni 2017

Das Wichtigste für das Leben nach der Schule:

„Die Einordnung in Regeln, in eine Ordnung, in Gesetze, in Leistungsbereitschaft ist zusammen mit Lesen, Schreiben, Rechnen das Wichtigste, was Jugendliche aus der Schule ins künftige Berufsleben mitnehmen sollten.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 5. Dezember 2017

„Almost all antisocial adults were antisocial children”:

„Many children with antisocial behavior around ages 8-10 become antisocial adults and chronic criminal offenders. Almost all antisocial adults were antisocial children.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman u. a., „Understanding the Mechanisms Through Which an Influential Early Childhood Program Boosted Adult Outcomes“ (2014), S. 19

Erfolgsfaktor Disziplin:

„Disruptive behaviours result in less time for teaching and ultimately interfere with student learning.“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2013 Results“ (2014), S. 169

Maximising the learning:

„A teacher’s abilities to make efficient use of lesson time, to coordinate classroom resources and space, and to manage students’ behaviour with clear rules that are consistently enforced, are all relevant to maximising the learning that can take place.“
Dr. Robert Coe u. a., „What makes great teaching?“ (2014), S. 3

Disziplin ein zentrales Anliegen:

„Parents consistently say that good discipline is the foundation stone of a good school.“
Ofsted (Hrsg.), „Below the Radar: Low-Level Disruption in the Country's Classrooms“ (2014), S. 5

Bundesweite Schulstudie in Deutschland:

82 % der Befragten stimmen der Aussage „Das Verhalten des Schülers (Betragen, Ordnung und Fleiß, Respekt, Eigenverantwortung) sollte bewertet werden.“ zu.
Insa Consulere, „Schulstudie 2014“ (2014)

Resignation macht sich breit:

„Viele Lehrer haben schon resigniert und schauen über ein zugemülltes Klassenzimmer hinweg. Dabei wäre es so wichtig, dass das Lehrerkollegium, gerade was grundsätzliche Dinge wie Sauberkeit und Umgangsformen betrifft, an einem Strang zieht. Wenn solche Werte allerdings nicht schon zu Hause von den Eltern vorgelebt werden, kann ein Lehrer in der Schule auch nichts mehr ausrichten. […] Im Grunde genommen sehen wir in der Schule unsere Gesellschaft in einem Vergrößerungsglas.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), Focus online am 13. Juni 2017

Arbeitsunfähig:

„Immer mehr Heranwachsende sind nach Schulabschluss nicht im herkömmlichen Sinne arbeitsfähig. Es fehlt ihnen an Arbeitshaltung, Sinn für Pünktlichkeit, Akzeptanz von Strukturen und Abläufen.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Focus online am 17. Oktober 2017

Die Gesellschaft droht zu zerbrechen:

„Jeder, der heute in eine Grundschulklasse kommt, bemerkt sie: Es ist die Spaltung zwischen denjenigen, die lesen können - und denjenigen, die das Lesen kaum beherrschen. Die Schere zwischen diesen beiden Gruppen geht immer weiter auf. […] Diese Entwicklung, für die mit Sicherheit die Grundschullehrkräfte am wenigsten können, macht mich wütend. Denn sie hat nicht nur verheerende Folgen für unsere Kinder, sondern auch für den Zusammenhalt und die wirtschaftliche Zukunft dieses Landes.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Huffingtonpost online am 8. Dezember 2017

Anteil der 15-Jährigen, die entweder selbst zugewandert oder von denen beide Elternteile zugewandert sind:


Finnland:
Estland:
Niederlande:
OECD-Mittelwert:
Frankreich:
Großbritannien:
Deutschland:
Schweden:
Österreich: 
2006 
15 %
11,6 %
11,3 %
9,7 %
13,0 %
8,6 %
14,2 %
10,8 %
13,2 %
2015:
4,0 %
10,0 %
10,7 %
12,5 %
13,2 %
16,7 %
16,9 %
17,4 %
20,3 %
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), Table I.7.1

30 % der bereits in Österreich geborenen 6-Jährigen mit Migrationshintergrund sprechen nicht Deutsch als Umgangssprache!

„Während bei den Kindern der ersten Generation nicht klar ist, ob sie den Kindergarten bereits in Österreich besucht haben, haben Kinder der zweiten Generation von PIRLS 2016 jedenfalls bereits ein verpflichtendes Kindergartenjahr in Österreich absolviert. Es zeigt sich allerdings, dass Eltern von Kindern der zweiten Generation im Jahr 2016 nicht häufiger als in den Jahren davor angeben, dass ihr Kind bereits vor Schuleintritt Deutsch gesprochen hat. Tendenziell ist dieser Anteil sogar rückläufig ...“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS 2016. Die Lesekompetenz am Ende der Volksschule. Erste Ergebnisse“ (2017), S. 81

10 Jahre davor waren es 28 % gewesen.

11 % versus 60 %:

„Verfügten 2014 nur 11 % der inländischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren maximal über einen Pflichtschulabschluss, war dieser Anteil bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mit 27 % mehr als doppelt so hoch. Insbesondere Migrantinnen und Migranten aus der Türkei hatten überwiegend (60 %) keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung abgeschlossen.“
Statistik Austria (Hrsg.), „migration & integration – zahlen.daten.indikatoren 2015“ (2015), S. 48

Deutschland:

„In Germany in 2003, 65 % of immigrant students were raised by a mother who had not attained upper secondary education; by 2012, this percentage had fallen to 44 %.“
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 33

Anteil der 10-Jährigen Österreichs, die über kein ausreichendes Leseverständnis verfügen (Stand 2015):

Deutsch als Erstsprache:
Andere Erstsprache:
33 %
63 %
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2015 – Deutsch, 4. Schulstufe, Bundesergebnisbericht“ (2016), S. 39

Sprachstartklassen sinnvoll:

„Die hohe Zuwanderung und die spezifische Altersstruktur der Zugewanderten muss auch im Schulbereich bewältigt werden, die Einführung von Sprachstartklassen ist dabei aus praktischer Sicht sinnvoll. Hier gilt es von der Projekt- zur Regelstruktur zu kommen und ein durchgängiges, österreichweites System zu etablieren. Damit dies aber sinnvollerweise geschehen kann, sind die unterschiedlichen Modelle von integrierten, teilintegrierten oder vollständig getrennten Sprachfördersystemen systematisch zu überprüfen, um dann verbindliche Rahmenbedingungen formulieren zu können.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), S. 44

Schule nicht alleinlassen:

„Die Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien ist besonders wichtig. Allerdings können durch institutionelle Förderung im Elementar- und Schulbereich die Kompetenznachteile nicht vollständig kompensiert werden, vielmehr sollte versucht werden, die Eltern verstärkt in die Fördermaßnahmen einzubeziehen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 68

Junge Menschen mit nichtdeutscher Umgangssprache:

„Die Gesamtzahl beläuft sich mittlerweile auf 262.000 Schülerinnen und Schüler und diese Zahl steigt jährlich um 5-7 %, während die Anzahl der Kinder mit deutscher Umgangssprache jedes Jahr abnimmt. Die größten Helden in diesem System sind natürlich die Lehrerinnen und Lehrer, die täglich in den Schulklassen stehen und mit diesen Herausforderungen konfrontiert sind. Sie werden leider viel zu oft vergessen. Wir müssen sie bei ihrer Arbeit stärker unterstützen und ihnen den Rücken starken.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“,
Teil2, veröffentlicht am 13. September 2017, S. 48

Niederösterreich startet im Februar 2018 Deutschklassen-Offensive:

„Die deutsche Sprache ist die entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Integration und auch eine wichtige Grundlage für ein gutes Miteinander.“
Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreichs, Presseaussendung vom 3. Dezember 2017

Viele weitere Daten zu „Migration & Integration“ auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/statistik/category/17-migration 


Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Auch die Eltern müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Die bildungsfernen müssen gezielt unterstützt und bei ihrer Pflicht gepackt werden. Wer Kindern keine lesefreundliche Umgebung schafft, ihnen nie vorliest, nicht mit ihnen redet, in den ständig laufenden Fernseher starrt oder am Handy spielt, der kann auch nicht erwarten, dass die Kinder sich für Bücher begeistern.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 5. Dezember 2017

Es braucht Grenzen:

„Ein Kind darf nicht alles bekommen. Es braucht Grenzen, z.B.: ‚Heute darfst du nicht fernsehen.‘ Diese Lenkung gibt den Kindern Schutz und stärkt die Bindung.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Bild online am 26. September 2013

Die digitale Revolution fordert ihre Opfer:

„Ich sehe seit dem Jahr 1995 eine Tendenz, dass Eltern die Launen ihrer Kinder immer weniger ertragen und ihnen einfach schnell das geben, was sie wollen, damit sie ruhig sind. […] Erwachsene agieren heutzutage nicht mehr. Sie reagieren nur. Auf ihr Smartphone, auf ihr Tablet, auf ihren Computer, auf ihr Kind.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, www.businessinsider.de am 6. Juli 2017

Zeit für Familie:

„Die Wahrscheinlichkeit, dass die Jugendlichen mit ihren Lebensumständen zufrieden sind, nimmt um fast 50 Prozent zu, wenn Eltern und Kinder regelmäßig gemeinsam essen, und um mehr als 60 Prozent, wenn sie viel miteinander reden. Auch die Leistungen bei den Pisa-Tests werden dadurch besser.“
Die Rheinpfalz online am 20. April 2017

Familie Basis für erfolgreiche Zukunft:

„Es stellt sich die Frage, was die heutigen Kinder später einer Gesellschaft zurückgeben werden, die sie von ihren Eltern trennt, weil es wirtschaftlich opportun erscheint. Es stellt sich die Frage, wie viel Zeit sie noch bereit sind, für ihre Familien zu opfern, die für sie genau diese Zeit nicht opfern wollten oder konnten. Letztendlich steht also der soziale Zusammenhalt auf dem Spiel.“
Rainer Stadler, „Vater Mutter Staat – Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ (2014), S. 265f

Familienpolitik in den Fokus nehmen:

„Frankreich, Schweden, Dänemark und Holland haben wieder höhere Geburtenraten. Vielleicht sollten wir uns dort einmal die Programme anschauen. […] Die Mittelschicht muss wieder einen Sinn darin sehen, Familien zu gründen und Kinder zu haben.“
Heinz Buschkowsky, „Die andere Gesellschaft“ (2014), S. 29

Durchschnittliche Kinderanzahl („Gesamtfruchtbarkeitsrate“; Stand 2015)

Frankreich:
Schweden:
Dänemark:
Niederlande:
EU-Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
1,96
1,85
1,71
1,66
1,58
1,50
1,49
Eurostat, Pressemitteilung vom 8. März 2017

„All parents can help their children“:

„A range of studies have highlighted the beneficial effects of parental involvement in children’s educational lives.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Wales“ (2014), S. 49

„Good Readers Have Home Environments That Support Literacy Learning“:

„Parents are students’ first teachers, and 39 percent of the students had parents who reported often engaging their children in early literacy activities such as reading, talking, or singing to them as well as telling them stories and teaching them to write alphabet letters. These students had higher reading achievement than students whose parents engaged them less frequently in early literacy activities.“
IEA (Hrsg.), „PIRLS 2016. International Results in Reading“ (2017), S. X

Positive Einstellung zur Schule schaffen:

„Es ist gut, wenn Eltern signalisieren: Schule hat Bedeutung, Schule ist wichtig. Und der Lehrer hat als Institution eine Bedeutung für dich. Wenn eine Mutter oder ein Vater alles, was vom Lehrer kommt, erst einmal hinterfragt, am schlimmsten noch mit dem Anwalt, dann erweckt das beim Kind den Eindruck: Ich muss mich nur richtig wehren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Eine neue Bildungspolitik:

„Von zentraler Bedeutung scheint die Aufnahme des Themas Begabtenförderung in die bildungspolitische Diskussion zu sein. Wer sich die allgemeinen Diskussionen sowie die spezifisch bildungspolitischen Diskussionen ansieht, bemerkt schnell, dass Begabtenförderung de facto nicht vorkommt. Fokussiert wird vorwiegend auf die Defizite von Schülerinnen und Schülern. So wichtig Deutschkompetenzen und eine allgemeine Bildungspflicht sind, so kann doch die große Gruppe der begabten Schüler/innen nicht einfach sich selbst überlassen werden.“
Dr. Claudia Resch, „Eltern fordern mehr Begabtenförderung an Schulen“. In: özbf (Hrsg.), „news&science“, Ausgabe 2, 2017, S. 32

Anteil der 10-Jährigen, die beim Lesen sehr gute Leistungen („Advanced Benchmark“) erreichen (Stand 2016):

Singapur:
Nordirland:
Irland:
Polen:
England:
Finnland:
Deutschland:
Internat. Mittelwert:
Österreich:
29 %
22 %
21 %
20 %
20 %
18 %
11 %
10 %
8 %
IEA (Hrsg.), „PIRLS 2016. International Results in Reading“ (2017), S. 55

Bildungsgerechtigkeit:

„Sämtliche Bildungsstudien der vergangenen Jahre, auch der jüngste IQB-Bildungstrend zur Grundschule, hätten gezeigt, dass es einen Nachholbedarf bei der Förderung von leistungsstarken und besonders begabten Schülerinnen und Schülern gebe. Die Förderung von besonders begabten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrer Herkunft, sei auch eine Frage von Bildungsgerechtigkeit.“
Karin Prien, Bildungsministerin Schleswig-Holsteins, bildungsklick.de am 17. November 2017

Ignoranz oder Vorsatz:

„Die Lernsituation begabter Schüler wird im Inklusionsdiskurs häufig nur am Rande betrachtet, oft sogar weitgehend ausgeblendet oder gänzlich übersehen. Ihre Wünsche, etwas besonders gut zu machen, hervorzutreten und dies auch zu zeigen, mutieren leicht zu einem Ärgernis, das die Gleichheit aller zu stören droht.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 86

Begabungen in der Durchschnittsfalle:

„Die Begabten von heute sind es, die das Land morgen mit ihren Ideen beflügeln werden – wenn ihre Erzieher, Lehrer und Professoren sie auf dem Weg nicht auf Durchschnittsleistungen stutzen.“
Die Welt online am 16. September 2016

Förderung aller Talente:

„Bildungsgerechtigkeit ist auch in dem Sinn zu verstehen, dass Schülerinnen und Schüler mit Talent ihr Potenzial entfalten können. […] Eine Förderung von Schülerinnen und Schülern mit hohem Potenzial, weit überdurchschnittliche Leistungen zu erzielen, ist dabei innerhalb und außerhalb des Unterrichts notwendig.“
Univ.-Prof. Dr. Kristina Reiss u. a., „PISA 2015. Eine Studie zwischen Kontinuität und Innovation“ (2016), S. 245f

Nationale Talent-Agentur:

„Wir brauchen eine nationale Talent-Agentur im Bildungsministerium, die eine Begabungsförderungsstrategie entwickelt und ausrollt. Nicht nur Sport-Stars sollen verstärkt gefördert werden, sondern auch Sprachen- und Naturwissenschafts-Talente.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“, Teil 2,
veröffentlicht am 13. September 2017, S. 57

Enriched and advanced coursework:

„Personal growth in middle school–age students is important, along with positive social relationships. Supporting gifted students by offering access to enriched and advanced coursework with peers helps students set their goals for the future and make a commitment to achieving those goals.“
Dr. Mihyeon Kim, „A Meta-Analysis of the Effects of Enrichment Programs on Gifted Students“.
In: Gifted Child Quarterly 2016, Vol. 60(2), S. 113

Ressourcen für Begabungs- und Begabtenförderung!

„Dass für Angebote im Rahmen von unverbindlichen Übungen, Freigegenständen oder z. B. für freiwillige Angebote in den Sommerferien zusätzliche Ressourcen nötig sind, liegt auf der Hand. Wenn der Bundesregierung Begabungs- und Begabtenförderung ein wirkliches Anliegen ist, wird kein Weg an der Erhöhung des Budgets für das Schulwesen vorbeiführen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2016, S. 7

Politik auf Kosten der Zukunft beenden!

„Begabungen nicht zu fördern, schädigt langfristig den Bildungs‐ und Wirtschaftsstandort Österreich. […] Vernachlässigt Schule die Förderung begabter Kinder, verspielt und vergeudet sie die Zukunftschancen möglicher Spitzenkräfte von morgen.“
Presseaussendung des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) vom 23. Juni 2016

Dutzende weiterer bildungswissenschaftlicher Zitate zu „Begabungs- und Begabtenförderung“ auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate/begabtenfoerderung 


„Außerordentliche SchülerInnen“:

„Im Schuljahr 2016/17 sprachen rund 40.000 Schüler in Österreich nicht ausreichend Deutsch, um dem Unterricht ausreichend folgen zu können. […] Am höchsten ist der Anteil der ‚Außerordentlichen‘ an den Wiener Volksschulen mit knapp 20 Prozent (12.300 von ca. 68.000 Schülern).“
Kleine Zeitung online am 28. November 2017

Enorme Rückstände bei den 10-Jährigen:

„Austria is among the countries with the largest differences between native Austrians and immigrants when controlling for socio-economic status. This result is confirmed by TIMSS/PIRLS 2011 for pupils who do not have German as their mother tongue when controlling for cultural capital.“
Michael Bruneforth, MA, u. a., „Country Background Report for Austria“ (2015), S. 47

Fast 2 Lernjahre Leistungsrückstand am Ende der Volksschule:

„[Es] muss darauf hingewiesen werden, dass der Leistungsunterschied zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund nach wie vor beträchtlich ist und mit 51 Punkten fast zwei Lernjahren entspricht.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS 2016. Die Lesekompetenz am Ende der Volksschule. Erste Ergebnisse“ (2017), S. 78

„Nach wie vor“ verharmlost sogar: Der Leistungsrückstand ist im letzten Jahrzehnt sogar noch etwas größer geworden.

„Gebot der Fairness und der Vernunft“:

„Ausreichende Deutsch-Vorbereitungsklassen für alle Schüler mit sprachlichen Defiziten sind in Wien unumgänglich und Gebot der Fairness und der Vernunft.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 31. Mai 2017

Sprache Voraussetzung für Bildungserfolg:

„Ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler im österreichischen Schulsystem spricht heutzutage zuhause nicht mehr Deutsch als Umgangssprache. Fehlende Deutschkenntnisse dürfen nicht dazu führen, dass einzelne Schülerinnen und Schüler sich selbst und die anderen vom Fortschritt im Unterricht abhalten. Deswegen soll zur Schulreife auch ‚das ausreichende Beherrschen der deutschen Sprache, um dem Unterricht folgen zu können‘ gehören. Schülerinnen und Schüler, die diese Anforderung nicht erfüllen, sollen in eigenen Deutschförderklassen unterrichtet werden.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“, Teil2, veröffentlicht am 13. September 2017, S. 48

Bis zu zwei Jahre Besuch von Deutschförderklassen in Bayern:

„In Deutschförderklassen an Grund- und Mittelschulen werden die Schülerinnen und Schüler in ausgewählten Fächern getrennt von ihrer Stammklasse unterrichtet. In den übrigen Fächern nehmen sie am Unterricht ihrer Stammklasse teil; dieser gemeinsame Unterricht dient der Integration.“
ISB (Hrsg.), „Bildungsbericht Bayern 2015“ (2015), S. 210

Deutlich verbesserte Ergebnisse:

„In less than one decade Germany managed to improve the mathematics performance of second-generation immigrant students by 46 score points – the equivalent of more than one year of formal schooling.“
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 33

Erfolgreiche Integrationspolitik notwendig:

„Wir sind ein Einwanderungsland und müssen aufgrund unserer Geburtenfaulheit auch eines bleiben. Ein Wohlstand, wie wir ihn heute für selbstverständlich halten, wird nur mit der Integration der Einwandererkinder möglich sein.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD, Augsburger Allgemeine online am 4. März 2015

Wie wahr!

„Zusammenwachsen geht nur, wenn man dieselbe Sprache spricht.“
Dr. Thomas Stelzer, Landeshauptmann Oberösterreichs, Neues Volksblatt online am 3. Dezember 2015

„System überstrapaziert“:

„Natürlich müssen die Schulen die Folgen einer nicht gelungenen Zuwanderungs- und Integrationspolitik ausbaden. Wobei es eine Illusion ist, jede Integrationsaufgabe in der Regelklasse zu lösen: Das hat das System überstrapaziert.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 29. November 2017

Auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen verdienen individuelle Förderung:

„Das einzelne Kind muss leistungsmäßig und sozial mitkommen, sonst ist es frustriert. Wir werden auch künftig Förderschulen brauchen. Das sehen auch die meisten Eltern so – weil an diesen Schulen individuelle Förderung besonders gut gelingt.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands,
Der Spiegel vom 4. November 2017

Erhöhtes Risiko, Opfer von Gewalt zu werden:

„A number of studies using different methodologies have reported an increased risk of being bullied among students with SEN (Anm.: students with special educational needs).“
Dr. Stella Chatzitheochari, „Bullying experiences among disabled children and young people in England“ (2014), S. 7

Von Finnland lernen:

„Special education is an important part of education and care in Finland.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Schools and the Global Education Reform Movement“
in Jelmer Evers u. a., „Flip the System“ (2015), S. 167

Inklusion, die den Betroffenen hilft:

„Der wirksamste Kampf für mehr Inklusion ist der gegen Bildungsdünkel, Bildungshysterie, vor allem aber für die Aufwertung aller Leistungen, die weder Abitur noch Studienabschluss erfordern. Wir müssen anerkannte Plätze in der Gesellschaft für alle Menschen schaffen. Die nachschulischen Chancen müssen also generell für schlechte wie für beeinträchtigte Schüler verbessert werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Die Vision des Machbaren“ in „Die politische Meinung“ Nr. 525, März/April 2014, S. 68f.

Schulpolitik hat den Betroffenen zu dienen:

„Schülern und Lehrern wäre aber am meisten geholfen, wenn der wünschenswerte Weg zu einer stärkeren gemeinsamen Beschulung umsichtig eingeschlagen wird. Und zwar fernab aller ideologischen Überhöhungen, unter sorgfältiger Beachtung dessen, was der gesellschaftliche Auftrag der Schule ist, was sie zu leisten vermag und was nicht. Die Erwartung an Lehrer, alle Aufgaben lösen zu können, ohne Belastbarkeits- und Erträglichkeitsgrenzen, müsste dann allerdings aufgegeben werden. Und es müsste anerkannt werden, dass mit einer chronischen Überforderung vieler Lehrkräfte niemandem gedient ist. “
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2017, S. 18

Bevölkerung vertraut „Inklusion“ nicht:

„Zwei von drei Befragten haben große Zweifel, dass andere Schulen ausreichend auf die Integration dieser Kinder vorbereitet sind. Besonders Eltern schulpflichtiger Kinder (76 Prozent) sehen hier größere Probleme.“
www.news4teachers.de am 13. November 2014

Chaos vorporgrammiert:

„Wenn Förderschulen abgeschafft werden, überfordert das Kinder und Lehrer.“
Univ.-Prof. Dr. Otto Speck, Süddeutsche Zeitung online am 21. Oktober 2014

Deutschland:

„Mehr als die Hälfte der Kinder mit besonderem Förderbedarf im Alter zwischen sechs und zehn Jahren geht bereits auf eine Regel-Grundschule. Tendenz: stark steigend. Dass diese Inklusion als Sparmodell in die Politik gebracht wurde, lässt sich nachweisen.“
www.news4teachers.de am 19. Oktober 2017

In Bayern, Deutschlands Top-Performer, sind es 27,4 Prozent.

Den Wahnsinn stoppen!

„Mit der Idee einer flächendeckenden Einführung der Inklusion in tendenziell allen Schulen hat der schulpädagogische Ungeist ein Ausmaß erreicht, das nicht weiter hingenommen werden darf. Er muss gestoppt werden, bevor er weitere Zerstörungen anrichtet.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 44

Wie wahr:

„Ich glaube, wir haben eine kluge Entscheidung getroffen, indem wir die Förderschulen erhalten.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Viele weitere bildungswissenschaftliche Zitate zu „Inklusion“ auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-f-k/inklusion


Das Elternhaus als erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Given the important role played by the learning environment in the development of children’s linguistic competencies, it is not surprising that interventions that target the family are able to improve children’s linguistic abilities.“
Dr. Frank Niklas u. a., „Intervention in the home literacy environment and kindergarten children’s vocabulary
and phonological awareness“. In: „First Language“ (2017), Vol. 37(5), S. 446

„Spending time just talking”:

„While countries vary in which parental activities are most strongly related to students’ life satisfaction, ‘spending time just talking’ is the parental activity most frequently and most strongly associated with students’ life satisfaction.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 48

Gemeinsames Lesen:

„Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler, deren Eltern oft mit ihnen Bücher gelesen haben, sind deutlich besser als bei Gleichaltrigen, deren Eltern selten oder kaum mit ihnen gelesen haben. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass der Leistungsvorsprung der Schülerinnen und Schüler, denen ihre Eltern in den ersten Schuljahren vorgelesen haben, unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund der Familie ist.“
„Familie“ (Zeitschrift des Österreichischen Familienbundes), Jänner 2017, S. 2

Vorlesen statt fernsehen:

„College educated mothers – according to a comprehensive survey of the evidence from time diary studies – devote more time to child rearing than do less educated mothers, especially in child enrichment activities. They spend more time reading to children and less time watching television with them.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
bostonreview.net am 1. September 2012

Eltern als Vorbild:

„Während Eltern mit höherem Bildungsstand die aktive Nutzung unterschiedlicher Medien […] bewusst vorleben und reflektieren, findet in Familien aus der Unterschicht eher eine passiv-konsumierende Mediennutzung statt, die sich unweigerlich auch auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene überträgt.“
Prof. Dr. Jutta Rump u. a., „Die jüngere Generation in einer alternden Arbeitswelt.
Baby Boomer versus Generation Y“ (2013), S. 143

Die sozial bedingte Schere geht vor dem Kindergarten auf:

„By the time they reach kindergarten, disadvantaged children already show an achievement gap relative to their higherincome peers.“
Dr. Elisabeth U. Cascio u. a., „Expanding Preschool Access for Disadvantaged Children“ (2014), S. 9

Anlage und Umwelt:

„Die jeweilige Anlage schafft […] die Voraussetzung für die Entwicklung und legt das Optimum fest, das ein Kind erreichen kann. Die Umweltbedienungen bestimmen, wie viel von dieser Anlage realisiert werden kann. Die individuellen Begabungen werden folglich durch die Anlage begrenzt und können auch unter optimalen Lebensbedienungen nicht über diese hinauswachsen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 89

Schule kann Elternhaus nicht ersetzen:

„Nur 10 bis 15 Prozent der Unterschiede lassen sich überhaupt auf Strukturen in der Schule zurückführen. Viel prägender sind Faktoren wie Herkunft, Muttersprache oder finanzielle Situation und Bildungsgrad der Familie.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Überforderung der Schule:

„The schools did not cause the achievements gaps, and the schools alone are not powerful enough to close them.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement
and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 62

Auf die Eltern kommt es (nicht nur in Finnland) an:

„A Finnish study showed that children from families with more highly educated parents have higher chances of becoming more qualified and obtaining better paid jobs, with the father’s educational status prevailing as the explanatory factor. While in infancy, the mother’s education better accounts for their children’s outcomes, the educational background of fathers accounted more for the outcomes of children in their early adulthood.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2017“ (2017), S. 28

Viele weitere bildungswissenschaftliche Zitate auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-f-k/famumfeld 


Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand Oktober 2017):



Deutschland:
Tschechien:
Niederlande:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,6 %
7,2 %
7,9 %
9,3 %
11,7 %
16,5 %
17,2 %
20,4 %
22,0 %
34,7 %
38,2 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
11
12
10
16

16
16
15
14
16
Eurostat, Pressemitteilung vom 30. November 2017

OECD-Empfehlungen waren verhängnisvoll:

„Die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen ist in Deutschland so niedrig wie in keinem anderen EU-Land. Das spricht meiner Meinung nach gegen die konstante Forderung nach höheren Abitur- und Studierquoten, wie sie die OECD oder die Bertelsmann-Stiftung unablässig formulieren.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Weser Kurier online am 18. November 2017

Italiens verlorene Jugend:

„The disadvantage of the youth compared to adults is very severe: the unemployment rate of youth (aged 15-24) is nearly 4 times as high as adult unemployment (25 years or older), while it is only twice as high in most OECD countries. This suggests that youth in Italy face specific labour market barriers which need to be removed.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Italy 2017“ (2017), S. 145

Italiens Gesamtschulwesen:

„Low levels of skills are an obstacle to higher productivity and material living standards, which are low relative to OECD or other European countries.“
Dr. Paula Garda, „Enhancing employability and skills to meet labour market needs in Italy“ (2017), S. 10

Arbeitslosenquote nach Bildungsabschluss

Tertiärer Bildungsabschluss:
BMS:
BHS:
AHS:
Lehre:
Pflichtschule:
3,5 %
3,8 %
4,1 %
5,9 %
6,5 %
22,9 %
AMS (Hrsg.), „Arbeitsmarkt & Bildung. Oktober 2017“, S. 2

Die „Schulpolitik“ des letzten Jahrzehnts beginnt leider zu wirken:

„Österreich ist noch auf hohem Niveau, zumal immerhin 90 Prozent der Schüler einen Sekundarabschluss erreichen. Aber die Gruppe jener, die maximal Pflichtschulabschluss erreichen und sich schwer tun, auf eigenen Füßen in der Gesellschaft zu stehen, wächst – derzeit ist jeder sechste Jugendliche akut gefährdet.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das Schulblatt“ (Printmedium des CLV Oberösterreich) vom Februar 2017, S. 11

Duale Bildung verdient Wertschätzung:

„Eine AHS-Matura allein ist beim Einstieg ins Erwerbsleben noch kein großer Vorteil - die Suche nach dem ersten Job dauert im Durchschnitt länger als ein halbes Jahr und der Verdienst ist geringer als nach einem Lehrabschluss - weshalb 84 % der AHS-Maturantinnen und AHS-Maturanten eine weitere Ausbildung anschließen.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Österreichischer Zahlenspiegel, November 2017“ (2017), S. 2

OECD wird zum Fan der dualen Bildung:

„Some OECD countries such as Germany, Austria or Switzerland benefit from a very well-developed vocational education and training (VET) system. In those countries, VET is a common pathway to stable and well-paid jobs and it is well appreciated by students, enterprises and governments.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Italy 2017“ (2017), S. 88

Australien setzt seit der Jahrtausendwende auf duale Bildung:

„In Australia, the number of apprenticeships has grown rapidly over the past ten years; there are now some 425,000 Australians in internship or apprenticeship programmes.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 93

Spanien:

„It is encouraging that Spain started creating a dual apprenticeship programme in November 2012 to increase the amount of vocational training on offer to young people.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 70

Bildungswissenschaftliche Zitate zum Thema „Disziplin“: http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate/disziplin 


Soziale Inkompetenz:

„Immer mehr Kinder sind auch als Fünfjährige nicht fähig, sich in eine Gruppe einzufügen und Anforderungen zu erfüllen, die von aussen gestellt werden. Aber genau das verlangen der Kindergarten, die Schule und später das Arbeitsleben.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, www.beobachter.ch am 16. Oktober 2016

Erziehungskrise:

„Ich schließe mich Experten wie Martina Leibovici-Mühlberger oder Michael Winterhoff an: Wir haben eine Erziehungskrise und müssen einen Weg aus dieser Krise finden. Eltern sind Erziehungs-Verpflichtete mit großer Verantwortung, die nicht auf Kindergarten und Schule abgewälzt werden darf.“
Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen, VCL-Obfrau und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform
„Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Kurier online am 28. November 2017

„Freie individuelle Potenzialentfaltung“:

„Eltern geraten durch das charmante neue und so viel Spaß versprechende Erziehungsideal der ‚freien individuellen Potenzialentfaltung‘ enorm unter Druck und werden zu Steigbügelhaltern ihrer Kinder degradiert. Längst haben sie verlernt, Wünsche von wirklichen Bedürfnissen zu unterscheiden und mutieren oftmals lieber gleich zu Freunden, statt ihrem Führungsauftrag nachzukommen.“
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 18. Oktober 2016

Erfolgsfaktor Disziplin:

„When classrooms are effectively managed and relatively free of disruptive behaviours, students have more access to learning, more time for learning (time on task) and a better ability to self-regulate or manage their learning.“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2013 Results“ (2014), S. 152

4. Steirische Jugendstudie:

„Berechtigte Sorge bereitet es […], dass rund 40 % der Jugendlichen in ihrer Schulklasse Phänomene von Mobbing und Bullying beobachtet haben.“
Dr. Christian Scharinger u. a., „4. Steirische Jugendstudie 2014“ (2014), S. 5

Österreichs Schulpolitik bewusst?

„One in five teachers across countries – and more than one in three in Austria, Hungary, Korea and Slovenia – indicated that he or she needs professional development to address student discipline and behavioural issues.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, „Equity, Excellence and Inclusiveness in Education“ (2014), S. 40

Englands Unterrichtsministerium unterstützt die LehrerInnen im Umgang mit dem wachsenden Erziehungsproblem:

„Headteachers, proprietors and governing bodies must ensure they have a strong behaviour policy to support staff in managing behaviour, including the use of rewards and sanctions.“
English Department for Education (Hrsg.), „Behaviour and discipline in schools. Advice for headteachers and school staff“ (2014), S. 3

Wichtiger Aspekt von Bildung:

„‚Wer als Kind konzentriert sein kann, sich gut im Griff hat und über Selbstkontrolle verfügt, hat später viele Vorteile.‘ […] Die Fähigkeit zur Willenskraft sei lernbar, so wie ein Mensch eine Sprache lernen müsse.“
Univ.-Prof. DDr. Manfred Spitzer, Luzerner Zeitung online am 3. November 2017

Äußere Ordnung schaffen!

„Die Beziehungskultur einer Schule schafft Wohlbefinden. Dann kann man an Herausforderungen wachsen, aber jeder muss sich eben auch an Regularien halten können, sich disziplinieren können. Wenn Regeln, Routinen, Rituale und Reviere eine äußere Ordnung schaffen, kann das evtl. noch vorhandene innere Chaos sich verlieren.“
Prof. Dr. Manfred Bönsch, news4teachers.de am 18. Juni 2017

Eine Frage der Schulkultur:

„Eine Schule ist stark, wenn sie eine starke Schulkultur hat. Das bedeutet, dass klar ist, warum die SchülerInnen da sind, was sie machen sollen und wie. Meiner Ansicht nach ist das einer der Hauptgründe, warum SchülerInnen an Privatschulen meist gute Ergebnisse erzielen. Solche Schulen haben eine klare Identität, mit der man sich identifizieren kann. Allen Kindern ist klar, was die Schule, die sie besuchen, ausmacht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

„Noten sind Informationen“:

„Die Weigerung, Schüler darüber zu informieren, wie es um sie steht, ist ein unglaublicher Selbstschuss. Damit verlagert man letztlich das Selektionsproblem nur weiter weg von den Schulen und Universitäten.“
Univ.-Prof. Dr. Norbert Bolz, Cicero online am 8. Mai 2017

„Gesundes Verhältnis zu Noten“:

„Die meisten Schüler haben ein gesundes Verhältnis zu Noten - realistischer als mancher Politiker, Experte oder Erziehungsberechtigter.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Süddeutsche Zeitung online am 21. Juni 2015

Kindern ehrliche Orientierung geben:

„Für Kinder ist es wichtig zu wissen, wo sie stehen, was sie können und was ihnen (noch) nicht möglich ist. Gleichermaßen interessiert es sie, wie sie sich in Relation zu anderen verorten können. Sie vergleichen sich mit anderen, nicht weil sie dazu gezwungen werden, sondern aus eigenem Antrieb, um ihrer selbst willen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 83

Nüchterne Sachlichkeit:

„Ich glaube sogar, dass Kinder und Jugendliche die Nüchternheit einer Note schätzen. Denn damit tritt ihnen niemand zu nahe. Der Lehrer aber, der über seine Schülerin schreibt, sie entwickle sich ganz positiv, sei aber immer noch zu geschwätzig, tritt dem Kind sehr nahe.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 123

Junge Menschen wollen sich vergleichen können:

„Die ganze Polemik gegen die Noten oder die Zensuren ist sachinadäquat. Noten sind nicht wichtig für die Gesellschaft da draußen, für den Arbeitgeber. Der findet das auch so heraus, wer vor ihm sitzt. Die Noten sind wichtig für die Schüler selber. Die müssen sich vergleichen können.“
Jürgen Kaube, „Tele-Akademie“, 3sat vom 25. September 2016

Informationspflicht gegenüber den Eltern:

„Wir müssen den Eltern zeitgerecht ein realistisches Bild der Leistungsfähigkeit ihrer Kinder geben.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, Vorarlberg online am 9. Dezember 2016

Bundesweite Schulstudie in Deutschland:

81 % der Befragten stimmen der Aussage „Schüler sollten für ihre Leistungen Noten erhalten.“ zu, nur 7 % lehnen sie ab (12 % „weiß nicht“).
Insa Consulere, „Schulstudie 2014“ (2014)

Gescheiterte Heilslehren:

„So haben sich de facto alle derartigen ‚Experimente‘, die eine effektive Schülerförderung ohne Leistungskontrollen verfolgten oder zielerreichendes Lernen für alle propagierten, in den zurückliegenden Jahrzehnten als Flop erwiesen.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Gymnasium in Niedersachsen“ 3/2013, S. 18

„Populistisch motivierten ‚Entrümpelungen‘“:

„Mit all den vielen populistisch motivierten ‚Entrümpelungen‘, der Beseitigung von Noten, Hürden und angeblichen Diskriminierungen ist auch für jene jungen Menschen der Abschluss entwertet worden, die an sich leistungswillig und fähig sind.“
Dr. Andreas Unterberger, www.andreas-unterberger.at am 25. Oktober 2014

Kompetenzen für das Leben:

„Das Risiko des Scheiterns, Enttäuschungen und Niederlagen – all das gehört zum Leben. In altersgemäßer Dosis muss ein Kind solches erfahren dürfen, sonst entwickelt es weder die Fähigkeit, damit umzugehen, noch das Selbstbewusstsein, mit Problemen selbst fertig zu werden, noch die Bereitschaft, erst einmal eigene Kräfte zu mobilisieren.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Gescheitertes Konzept:

„Das Absenken des Anspruchsniveaus ist das Ergebnis einer sozialpolitisch geprägten Bildungspolitik, die gut gemeint ist, aber keine guten Ergebnisse erzielen kann. Sie geht von der Idee aus, dass unterprivilegierte Schichten mitgenommen werden, wenn man das Niveau für sie absenkt. Damit werden aber gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten in ihren Herkunftsmilieus eingekerkert, wohingegen bildungsnahe Familien die Defizite der Schulbildung ausgleichen können.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Weser Kurier online am 18. November 2017

Schaden für alle:

„Die Abkehr vom Leistungsprinzip in der Schule schadet letztlich allen Schülern, weil sie nicht mehr wissen, was die von ihnen erbrachten Leistungen und Abschlüsse wirklich wert sind.“
guteschuleblog.wordpress.com am 19. August 2016

Freude an der Anstrengung:

„Natürlich soll Lernen Freude machen. Aber zwischen Freude und Spaß ist ein Unterschied. Es kann auch Freude machen, sich zu überwinden und nicht jeder Anstrengung auszuweichen.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“
(Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 5

Estland, Europas PISA-Sieger:

„Die Esten sind sehr bildungsorientiert und setzen sich hohe Ziele.“
Kaarel Rundu, Direktor des Deutschen Gymnasiums Tallinn, Die Zeit online am 8. Dezember 2016

Anspruchslosigkeit:

„Noch bis zur Jahrtausendwende galt jemand als gebildet, der Zeitschriften mit einem gewissen sprachlichen und inhaltlichen Niveau problemlos lesen und verstehen konnte. […] Betrachtet man stattdessen die neuesten Entwicklungen an den Schulen und Hochschulen, bezogen auf das Erlernen und Beherrschen der deutschen Sprache, scheint diese Zielsetzung nicht mehr zu gelten.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 259

Eine Frage der Studierbefähigung:

„Ich glaube, dass ein Grund für so manchen Studienabbruch darin besteht, dass viele Studierende in der Schule bzw. in ihrem bisherigen Leben nicht gelernt haben, mit Stress und Misserfolg umzugehen.“
Heinz-Peter Meidinger, seit 1. Juli 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbands,
„Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 11

Eigenverantwortung der SchülerInnen:

„Schüler/innen sind kein Produkt, das man nur professionell bearbeiten muss, damit als ‚Output‘ jenes optimale Rechenergebnis herauskommt, von dem die neuere Theorie der Bildung träumt.“
HR Mag. Dr. Christian Schacherreiter, Direktor des Peuerbach-Gymnasiums in Linz i. R.,
„thema GYMNASIUM“ (Printmedium der ÖPU Oberösterreich) vom Juni 2016, Seite 1

„Motivation to achieve”:

„One of the most important ingredients of achievement, both in school and in life, is motivation to achieve.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 94

„Gerechtigkeit, die über den Leistungsgedanken hergestellt werden kann“:

„Wenn ich den Leistungsgedanken einführe, kann sozialer Aufstieg dadurch möglich werden, dass ich, obwohl ich es von Geburt an nicht gut hatte, denjenigen aussteche, der genau diese bevorzugte Herkunft hat.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), Der Standard online am 5. Oktober 2015

Verantwortungsbewusstsein statt ideologischer Utopien:

„Nur in einer Gesellschaft, in der die materielle Versorgung der Menschen prinzipiell von jeder Form von Arbeit unabhängig gedacht werden kann, wäre die Entkoppelung von individueller Leistungsfähigkeit und sozialer Positionierung denkbar, ohne in ein System von Standesprivilegien zurückzufallen. Solch eine Gesellschaft ist nirgendwo in Sicht.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Kinder, die ein Jahr vor Schuleintritt besonderen Sprachförderbedarf aufweisen (Stand Herbst 2015):

Erstprache
Deutsch:

Nicht Deutsch:
Türkisch:

14 %

67 %
79 %
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 45

Die Chance der frühen Intervention:

„Early childhood and primary education play an essential role in tackling inequalities and raising proficiency in basic competences.“
Eurostat (Hrsg.), „Eurostat regional yearbook 2017“ (2017), S. 76

Die Basis vor Schuleintritt schaffen!

„Frühe Förderung hat den höchsten Return-on-Investment. Daher sollten für die frühe Sprachförderung (insbesondere bei Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache) vermehrt Ressourcen zur Verfügung gestellt und die dabei gesetzten Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert werden. […] Auf Grundkenntnisse der deutschen Sprache vor Zuwanderung sollte ein verstärkter Fokus gelegt werden.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 39

Deutsch vor Schuleintritt:

„Es ist immer gesagt worden: ‚Man ghettoisiert die Kinder.‘ Die Wahrheit ist aber: Es ist keine Ghettoisierung, man gibt ihnen die Chance, dass sie, wenn sie in die Schule eintreten, dem Unterricht wirklich folgen können.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, „Wahl17“, ORF III am 15. September 2017

Ergebnis einer britischen Längsschnittsanalyse:

„The child’s experiences within a pre-school centre continue to predict attainment through primary and into secondary school. Pre-school attendance and quality continued to predict later attainment in maths and science.“
Department for Education (Hrsg.), „Effective Pre-school, Primary and Secondary Education 3-14 Project (EPPSE 3-14)“ (2010), S. 46

Früherkennung besonderer Bedürfnisse:

„At two-and-half Finnish children are tested for emergent cognitive problems, and by the time they reach pre-school, at age six, their teachers will be able to anticipate learning difficulties on the basis of a rich battery of further tests.“
Univ.-Prof. Dr. Charles Sabel u. a., „Individualized Service Provision in the New Welfare State:
Lessons from Special Education in Finland“ (2010), S. 5

Nahezu jeder sechste Pflichtschüler Wiens „außerordentlicher Schüler“:

„Der massive Anstieg der außerordentlichen Schüler in Wien beweist einmal mehr den dringenden Handlungsbedarf im Wiener Schulsystem. […] In Wien braucht es daher endlich ausreichend Deutsch-Vorbereitungsklassen.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, und LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 30. Mai 2017

Extremer Bildungsrückstand von MigrantInnen aus der Türkei:

„So hatten 2015 fast zwei Drittel aller Personen mit türkischem Migrationshintergrund ausschließlich einen Pflichtschulabschluss als höchsten Bildungsstand, bei der österreichischen Bevölkerung ohne Migrationshintergrund lag dieser Anteil nur bei rund 10 Prozent.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Menschen türkischer Herkunft in Österreich“ (2017), Vorwort

„So früh wie möglich ansetzen“:

„Wir müssen so früh wie möglich ansetzen, um gute Bildungschancen für Kinder aus Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien gewährleisten zu können. Uns ist es wichtig, dass Kinder bereits im Kindergarten sprachlich gefördert werden. Gleichzeitig legen wir Wert darauf, dass – unabhängig von Herkunft und Religion der Eltern – die zentralen Werte unserer Gesellschaft vermittelt werden und sich die Kinder frei entwickeln können.“
Kurt Hohensinner, MBA, Integrations- und Bildungsstadtrat von Graz, „Zusammen:Österreich“ vom Herbst 2017, S. 7

„Crucial for future integration“:

„For the native-born children of immigrants with low-educated parents, early contact with host-country educational institutions has proven crucial for future integration outcomes.“
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2014“ (2014), S. 42

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

„A big and linear impact”:

„The frequency of bullying has a big and linear impact reducing subjective well-being.“
Prof. Dr. Andreas Klocke u. a., „International Variation in Child Subjective Well-Being“.
In: „Child Indicators Research“ (2014), 7, S. 10

Langzeitfolgen:

„Being frequently bullied was associated with an increased risk of both depression and anxiety disorders at age 45, and also with suicidality. Children who were occasionally bullied were at increased risk of depression.“
Dr. Ryu Takizawa u. a., „Adult Health Outcomes of Childhood Bullying Victimization“ (2014), S. 3

„Chaotische Egotrips“:

„Zwischenmenschliche Beziehungen, die nicht von Respekt und Rücksichtnahme gekennzeichnet sind, stellen eine Belastung dar. Man flüchtet sie eher, als dass man sie aushält. Ein Gemeinwesen ohne akzeptierte Regularien führt zu chaotischen Egotrips. Und Lernen ohne Disziplin führt nicht weit.“
Prof. Dr. Manfred Bönsch, news4teachers.de am 18. Juni 2017

Lernen fürs Leben:

„Die Schule bildet nicht nur, sondern erzieht auch. Sie soll ein Beziehungsverhalten vermitteln, wie es von der Gesellschaft erwartet wird.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 112

Auf die Disziplin kommt es am meisten an:

„Students tend to perform better in schools that provide an environment that is conducive to learning. Most of all, this means that students listen to the teacher, treat other students with respect, and do not disrupt the flow of instruction (disciplinary climate).“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 76“ (September 2017), S. 2

Die drei mit Abstand häufigsten Gründe, warum Eltern eine Schule für ihre Kinder wählen (Stand 2015):

1. „There is a safe school environment“
2. „The school has a good reputation“
3. „The school has an active and pleasant school climate“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), Table II.4.15

Basis für erfolgreiches Lernen:

„Eine starke Schulkultur macht es neuen oder sozial schwächeren SchülerInnen einfacher, sich in die Gemeinschaft einzufügen. Untersuchungen haben ergeben, dass durch starke Schulkultur langfristig alle SchülerInnen bessere Ergebnisse in Leistungstests erzielen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Hoher Veränderungsbedarf:

„In the TALIS survey, ‘student discipline and behaviour’ was the third most frequently cited area in which surveyed teachers reported a development need.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 4

Handlungsbedarf:

„1995 waren die Kinder mit drei kindergartenreif, mit sechs schulreif und mit 16 ausbildungsreif. Ich habe heute Kinder, die sind mit zehn derart auffällig, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, dass die überhaupt in einer Gruppe klarkommen – in der Schule nicht und bei einem Arbeitgeber schon gar nicht.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Focus online am 17. Oktober 2017

Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands,
Der Spiegel vom 4. November 2017

„Ideologischer Kurzschluss“:

„In vielen Ländern, wie in Nordrhein-Westfalen, das viele Förderschulen geschlossen hat, gilt noch immer der ideologische Kurzschluss, dass sich behinderte Kinder nur unter Regelschülern gut entwickeln. Häufig genug aber bewahrheitet sich das Gegenteil davon: Ausgrenzung, Hohn und Spott, mangelnde Förderung und eine unlösbare Überforderung der Lehrer machen die Schule für viele Betroffene zur Hölle. Solche frühen Stigmatisierungen wirken gerade bei Kindern mit Lernbehinderung (die größte Gruppe unter den förderbedürftigen Schülern) wie ein langsames Gift, das sich erst später in einem gestörten Selbstwertgefühl widerspiegelt.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 28. Mai 2017

Und es war gut so:

„Bei der Abwahl der rot-grünen Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen spielte die verbreitete Unzufriedenheit mit der Schulpolitik, insbesondere die überhastete Inklusion behinderter Schüler in Regelschulen, eine wichtige Rolle.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

„Eine Form des Imperialismus“:

„Wenn Institutionen sagen ‚Nur Inklusion ist richtig‘, ist das eine Form des Imperialismus, wo Menschen ohne Behinderung Menschen mit Behinderung sagen, wie sie zu leben haben. Manche Eltern sehen das hingegen pragmatisch. Es geht um die Frage, wie das Kind am besten gefördert werden kann.“
Univ.-Prof. Dr. Dino Capovilla, Kurier online am 22. August 2017

Inklusionsheuchelei:

„Inklusionspädagogik ohne gesellschaftliche Sicherung der Beschäftigung in der nachschulischen Zeit ist Heuchelei.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Die Vision des Machbaren“. In: „Die politische Meinung“ Nr. 525, März/April 2014, S. 69

Sonderschulen geben jungen Menschen mit „special needs“ besondere Chancen:

„Niemand kommt auf die Idee, die Paralympics für Behinderte in die üblichen Olympischen Spiele zu inkludieren.“
Univ.-Prof. Dr. Otto Speck, emeritierter Professor für Sonderpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München,
Süddeutsche Zeitung online am 21. Oktober 2014

Klare Sprache eines sozialdemokratischen Bildungsministers:

„Inklusion ist Kommunismus für die Schule. Und das meine ich nicht einmal polemisch.“
Mag. Mathias Brodkorb, sozialdemokratischer Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns (2011-2016),
„Warum Inklusion unmöglich ist“. In Brodkorb u. a., „Das Menschenbild der Inklusion“ (2012), S. 21

UNO-Behindertenkonvention fordert KEINE Abschaffung von Sonderschulen:

„Die Uno-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Unterzeichner dazu, Behinderte im Leben und in ihrer Entwicklung zu stärken. Dazu gehört auch das Recht auf Bildung und Schulbesuch. Von der Schule für alle steht in der Konvention nichts.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Der Spiegel vom 18. August 2014

Wie wahr!

„Die Entscheidung zwischen Sonderschule und inklusivem Unterricht muss in letzter Instanz bei den Eltern liegen, denn nur sie wissen, was für ihre Kinder das Beste ist. Staatliche Bevormundung ist hier komplett fehl am Platz.“
LT-Abg. Mag. Bettina Rausch, Bildungssprecherin der ÖVP Niederösterreich, Presseaussendung vom 21. Juni 2017

Bildungswissenschaftliche Evidenz widerspricht Politpropaganda:

„Jede Art der Beschulung muss sich nach ihren Erfolgen fragen lassen. Auch die inklusive Beschulung. Davor können keine hehren Ideale schützen, keine moralischen Postulate, die für alternativlos erklärt werden. Dem lapidar vorgebrachten Hinweis, die Überlegenheit der inklusiven Beschulung sei längst bewiesen, widerspricht die empirische Forschung.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2017, S. 18

„Extrem selektive Einwanderungspolitik der USA und Kanadas“:

„Dort kommt nicht jeder rein. Die muslimische Bevölkerung in den USA beispielsweise ist gebildeter als die amerikanische Durchschnittsbevölkerung, weil die meisten als Arbeitsmigranten mit entsprechender Bildung eingewandert sind und sich später erfolgreich integriert haben. Ganz anders ist die Situation bei den weniger gut gebildeten Gastarbeitern in Europa, die zumeist aus ländlichen Regionen rekrutiert wurden, und natürlich aktuell bei den Flüchtlingen.“
Univ.-Prof. Dr. Ruud Koopmans. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration - Parallelgesellschaften“ (2017), S. 15

Kanada, das migrationspolitische Gegenteil Österreichs:

„Kanada sucht sich seine Migranten gezielt nach Qualifikation und Sprachkenntnissen aus.“
Univ.-Prof. Dr. Hartmut Esser, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 24. Oktober 2016

Kanada verschärfte seine selektive Einwanderungspolitik:

„Der ‚Immigration and Refugee Protection Act‘ (IRPA) von 2002 fordert von Neuankömmlingen grundsätzlich Überqualifizierung, weil man von oben nach unten – von Pilot auf Taxifahrer – lernen kann, aber nicht umgekehrt.“
Univ.-Prof. Dr. Gunnar Heinsohn. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration - Parallelgesellschaften“ (2017), S. 35

Australien, Kanada, Neuseeland und die USA, die klassischen Einwanderungsländer:

„A number of European countries tend to receive more immigrants with lower education and a fluctuating inflow of migrants, while Australia, Canada, New Zealand and the United States have more well-educated immigrants and a stable inflow.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), S. 75

Migrationsströme folgen der Migrationspolitik:

„Anticipating that they will encounter harsher restrictions when attempting to enter Canada, New Zealand and Australia, low-educated individuals intending to move abroad mention as their desired destination countries that impose less restrictions on low-skilled migration.“
Dr. Flore Gubert u.a., „Is the European Union attractive for potential migrants?“ (2016), S. 27

Anteil der 15-Jährigen mit Migrationshintergrund, deren Mutter keinen erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe II aufweist (Stand 2012):

Kanada:
Österreich:
10 %
33 %
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 34

Leistungsrückstand 15-jähriger Zugewanderter auf 15-Jährige ohne Migrationshintergrund in der naturwissenschaftlichen Kompetenz (Stand 2015):

Kanada:
Österreich:
0 PISA-Punkte
82 PISA-Punkte
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), Tabelle I.7.4a

82 PISA-Punkte entsprechen dem Lernfortschritt von über 2 Lernjahren.

Die 10 OECD-Staaten, in denen das Elternhaus der zugewanderten 15-Jährigen durchschnittlich am reichsten ist (Stand 2015):

1. Australien
2. Neuseeland
3. Kanada
4. Irland
5. Dänemark
6. Island
7. Norwegen
8. Luxemburg
9. Großbritannien
10. USA
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), Table III.10.6

Österreich gehört zu den 10 OECD-Staaten, in denen das Elternhaus der zugewanderten 15-Jährigen durchschnittlich am ärmsten ist

Signifikant und ernstzunehmend:

„Dass das Gefühl in Österreich heimisch zu sein bei den Befragten mit türkischem Migrationshintergrund innerhalb eines Jahres um beinahe zehn Prozentpunkte zurückging (von 51 % auf 42 %), ist eine signifikante und ernstzunehmende Entwicklung.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), S. 75

Kaputtreformiert:

„Wir in Berlin können ein Lied davon singen. Hier reformiert die SPD unsere Schulen seit Jahrzehnten. Wir sind zu einer Art Tabellenführer der neuen Unterrichtsmethoden aufgestiegen. Diese pädagogischen Reformen haben allerdings nicht dazu geführt, dass unsere Kinder heute mehr wüssten – im Gegenteil, sie haben alles noch verschlimmert. Trotzdem folgen auf jede neue niederschmetternde Studie hastig eingeführte pädagogische Veränderungen.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Schweden:

„Compulsory school outcomes started to deteriorate already in the 1980s, but a series of reforms in the early 1990s, which decentralised schools and changed curricula and teaching methods seem to have accelerated the slide.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 5

Reformen im Blindflug:

„Obwohl […] bildungsökonomische Analysen die Wirklichkeit von Bildung, Erziehung und Wissenschaft einseitig verzerren und damit in ihrer Komplexität verfehlen und obwohl sie nach Aussage prominenter Autoren selbst nichts darüber aussagen können, wie festgestellte Bildungsdefizite zu beseitigen sind, wurden und werden dennoch allerorten Reformen unter den Prämissen neoliberal inspirierter Bildungsökonomie umgesetzt.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Zersetzung von Bildung: Ökonomismus als Entwurzelung und Steuerung“.
In: „COINCIDENTIA. Zeitschrift für europäische Geistesgeschichte“ (2015), Beiheft 5, S. 108

Reformitis:

„Problembehandlung heißt nicht Problemlösung. Daher rufen Reformen, wie es Niklas Luhmann formuliert hat, vor allem ein Bedürfnis ins Leben: den Ruf nach weiteren Reformen.“
Univ.-Prof. Dr. Roland Reichenbach, Der Standard vom 13. Jänner 2015

Billige PR-Methoden:

„Zuerst wird aufgrund höchst zweifelhafter Kriterien und in der Regel plakativ verkürzter Testergebnisse eine Krise des Bildungssystems nach der anderen beschworen, um dann das Mantra der notwendigen Bildungsreform anzustimmen und dabei die gerade angesagten Moden zu propagieren.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Irrwege:

„Der modischen Reformrhetorik geht es um ein Lehren, das nicht mehr lehren will, um Lehrer, die schlechthin nicht mehr Lehrer sein wollen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 127

Die sozial Schwachen zahlen den höchsten Preis:

„Wollte jemand die unteren sozialen Schichten so weit wie möglich von höheren Bildungsabschlüssen fernhalten und damit das tatsächliche Bildungsprivileg der Mittelschicht verstärken und festigen, so wäre er mit den reformpädagogischen Zauberworten bestens bedient.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 45

„A frustrating cycle“:

„It can take a long time for new policies to actually get implemented in classrooms, and as schools are gearing up, new policies often come in to replace the ones being implemented. It’s a frustrating cycle for teachers and often leads them to follow their own best judgement about what works in the classroom and ignore the winds of change that can shift so quickly.“
Univ.-Prof. Dr. Larry Cuban, http://blogs.kqed.org am 29. Jänner 2015

Reformpolitik evaluieren!

„Wenn immer dieselben Länder hinten liegen, aus denen übrigens die lautesten Stimmen reformfreudiger Erziehungswissenschaft tönen, sollte auch all das, was landauf landab als Krönung pädagogischer Kunst gepriesen wird - wie gemeinsames Lernen, mehr Heterogenität, selbständiges und eigenverantwortliches Lernen, Gruppenarbeit, innere Differenzierung, jahrgangsübergreifendes Lernen (JÜL) etc pp - auf den Prüfstand gestellt werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Presseberichte Wolfgang Kuert vom 17. Oktober 2017

Rückkehr zur pädagogischen Vernunft!

„Die Bildungspolitik des letzten Jahrzehnts steht vor zahlreichen von ihr angerichteten Scherbenhaufen und die negativen Auswirkungen sind überall spürbar. Es ist also höchste Zeit für Reformen, die auf die Schulwirklichkeit und deren Erfolg fokussieren und nicht von längst überholten Ideologien und sozialromantischen Träumereien dominiert sind.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen,
„Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom November 2017, S.

Aufstieg ermöglichen:

„Wer das Leistungsprinzip bereits in der Schule untergräbt, setzt eines der revolutionärsten demokratischen Prinzipien außer Kraft. In unfreien Gesellschaften sind Geldbeutel, Geburtsadel, Gesinnung, Geschlecht Kriterien zur Positionierung eines Menschen. Freie Gesellschaften haben an deren Stelle das Kriterium Leistung vor Erfolg und Aufstieg gesetzt.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Böses Erwachen:

„Für viele der Betroffenen, insbesondere für die leistungsschwächeren Schüler, dürfte dies ein böses Erwachen zur Folge haben, wenn sie aus der schönen neuen Welt der nahezu leistungsfreien Schul- oder auch Hochschulausbildung in der beruflichen und wirtschaftlichen Lebenswelt ankommen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 184

Anstrengungsbereitschaft:

„Wenn man was weiterbringen will, muss man sich anstrengen - das ist später im Beruf so und auch in der Schule.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 14. Oktober 2016

Politik auf Kosten der sozial Schwachen:

„Eine Schwächung des Leistungsprinzips ist gerade für diejenigen wenig zuträglich, die sich unter erschwerten Lebensbedienungen auf den Bildungsweg machen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 99

Asoziales Notendumping:

„Ob aus Angst vor Schülern oder vor dem Direktor: Wo Lehrer altersgemäße Ansprüche absenken, wo mangelhafte Leistungen mit ‚3‘ oder ‚4‘ beurteilt werden, da entsteht nicht mehr Gerechtigkeit, sondern gerade das Gegenteil. Nicht nur, dass Zeugnisse so an Wert verlieren. Geringere Anforderungen führen auch dazu, dass Schüler sich weniger anstrengen – dabei wäre Fleiß das einzige Gegenmittel gegen milieubedingte Rückstände. Leistungsstarke oder bessergestellte Kinder hingegen werden immer einen Weg finden, um ihre Lernlöcher bei Bedarf zu stopfen.“
Prof. Dr. Michael Felten, Kölner Stadt-Anzeiger am 5. Oktober 2017

„Pädagogik als Busunternehmen“:

„Der Satz ‚Das Kind da abholen, wo es steht‘ ist gängig, aber eigentlich Blödsinn. Das Kind steht. Warum soll es sich nicht auf mich und die Welt zubewegen? Daran sieht man schon: Pädagogik als Busunternehmen. Ich fahre dich zum Ziel und erspare dir jede Anstrengung.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
Der Standard online am 5. Oktober 2015

Betrug am jungen Menschen:

„Dabei ahnen Schüler sehr wohl selbst, dass sie durch mangelnde Forderung um eben jenes Wissen und Können betrogen werden, von dessen Bedeutung allerorten die Rede ist.“
Prof. Dr. Jochen Krautz, „Was ist pädagogische Qualität und warum wird sie durch Qualitätsmanagement verhindert?“.
In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 118

Auf die Anstrengungsbereitschaft kommt es an:

„To be successful, not only in education but also in real life, students need to be willing to engage with problems and be open to new challenges.“
OECD (Hrsg.), „Netherlands 2016 – Foundations for the Future“ (2016), S. 84

Leistungsgedanken reaktivieren!

„Bildung hat […] immer auch mit dem Sichabarbeiten an Normen und Standards zu tun, zu dem durchaus die Auseinandersetzung mit kanonischen Werken, Texten und Theorien gehört. Der Leistungsgedanke kann deshalb ruhig wieder ein wenig reaktiviert werden, Ziele dürfen vorgegeben und Wissen abgeprüft werden – und zwar nicht, um irgendwelchen Test- oder Kompetenzüberprüfungs-Kriterien zu genügen, sondern weil es die Logik einer Sache, der Anspruch eines Inhalts, die Struktur eines Gegenstandes verlangen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Das jahrzehntelange Anwerben billiger Arbeitskräfte und dessen Folgen:

„Schon bei PISA 2006 lag aufgrund dieser Einwanderungspolitik der Migrantennachwuchs in Deutschland und Österreich tiefer unter den Leistungen der Alteingesessenen als in den übrigen untersuchten 56 Ländern. Kanada dagegen wurde beim selben Test zum ersten Land, in dem Migrantenkinder die einheimischen schulisch übertrafen.
Univ.-Prof. Dr. Gunnar Heinsohn. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration - Parallelgesellschaften“ (September 2017), S. 35

Australien, Kanada, Israel, Neuseeland:

„There is a high proportion of immigrants who have been educated to tertiary level: an average of 50 % have a tertiary degree, a level well above those in other countries and higher than among the native-born (36 %). […] Linked with the high education levels of their immigrant parents, immigrant offspring tend to have better outcomes both at school and in the labour market than their peers with no migration background.“
OECD (Hrsg.), „Indicators of Immigrant Integration 2015 - Settling In“ (2015), S. 27

Luxemburg, Schweiz, Großbritannien:

„Immigrants – particularly recent arrivals – tend to be highly educated, and at least 35 % of those of working age have a tertiary degree.“
OECD (Hrsg.), „Indicators of Immigrant Integration 2015 - Settling In“ (2015), S. 27

„An important part of the story“:

„Rapid changes in the origin and skills of immigrants are an important part of the story behind recent trends. For example, China and India have recently become, along with New Zealand, the largest contributors of immigrants to Australia; and first- or second-generation Indian or Chinese immigrant students in Australia score 61 and 94 points higher in mathematics, respectively, than non-immigrant Australian students.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 53“ (2015), S. 3

Österreich:

„Verfügten 2016 nur 11 % der inländischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren maximal über einen Pflichtschulabschluss, war dieser Anteil bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mit 27 % weit mehr als doppelt so hoch. Insbesondere Migrantinnen und Migranten aus der Türkei hatten überwiegend (zu 61 %) keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung abgeschlossen.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 50

Anteil der 10-Jährigen, deren Umgangssprache nicht die Unterrichtssprache ist (Stand 2015)

Österreich:
Niederlande:
Deutschland:
England:
Finnland:
23 %
20 %
19 %
18 %
11 %
2015: IEA (Hrsg.), „TIMSS 2015 - International Results in Mathematics, 4th Grade“ (2016), Exhibit 4.3

Anteil der 15-Jährigen, deren Umgangssprache nicht die Unterrichtssprache ist (Stand 2015)

Österreich:
Deutschland:
Großbritannien:
Niederlande:
Finnland:
19 %
12 %
9 %
7 %
6 %
PISA 2015-Datenbank, Abfrage vom 15. Jänner 2017

Hotspot Wien:

„‚Gerade in Wien, wo die Zahl der außerordentlichen Schüler immer mehr explodiert‘, brauche es die Bildungspflicht und den Fokus auf Grundkompetenzen ebenso wie die Forderung, dass Deutsch Voraussetzung für die Schulreife werden soll.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Kleine Zeitung online am 13. September 2017

Höchste Priorität für das Erlernen der Unterrichtssprache:

„Sollte das Erlernen der deutschen Sprache auf Grund dessen, dass Deutsch zuhause nicht als Umgangssprache verwendet wird, nur langsam vorangehen, sollten zusätzliche Maßnahmen wie der Besuch eines Nachmittagsunterrichts bzw. von Sommerkursen verpflichtend werden. Wenn Integration gelingen soll, dann müssen die Kinder Deutsch lernen – so rasch und gut es geht.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“,
Teil2, veröffentlicht am 13. September 2017, S. 49

Integrationsnotwendigkeit schaffen!

„Mit Mindestsicherung, Familienbeihilfe und diversen Förderungen sehen viele keinen Bedarf, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Das ist ein Missverhältnis – der Staat darf das nicht länger unterstützen. Es muss eine Integrationsnotwendigkeit geschaffen werden – zum Beispiel durch einen leistungsbezogenen Bezug von Sozialleistungen.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF, Kurier online am 28. Juni 2017

Unterricht wird unmöglich:

„Wir haben heute das Problem, dass Kinder aus allen Schichten, auch aus der bürgerlichen Schicht, weit von einer Schulreife entfernt sind. Und damit ein Unterricht immer weniger möglich ist.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Focus online am 17. Oktober 2017

Discipline, warmth an affection:

„A parenting style that combines effective (but not harsh) discipline with parental warmth and affection leads to the best behavioral outcomes. Either leniency or excessive harshness in discipline lead to worse outcomes.“
Dr. Mario Fiorini u. a., „How the Allocation of Children’s Time Affects Cognitive and Noncognitive Development“.
In: „Journal of Labor Economics“, 2014, vol. 32, no. 4, S. 833

Traumatisierte Kinder:

„Wenn Kinder die Folgen von Trennung und Scheidung der Eltern zu verarbeiten haben, die familiäre Situation durch Vernachlässigung oder/und Gewalt geprägt ist, was beides meist mit einem starken Selbstwerteverlust einhergeht, dann kommen nicht selten so viele negative Faktoren zusammen, dass ein normales Unterrichten zur Illusion wird.“
Dr. Albert Wunsch, Erziehungswissenschaftler, Berliner Umschau vom 8. Mai 2014

Die ersten fünf Lebensjahre entscheiden:

„Die ersten 5 Lebensjahre sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und Sozialisierung eines Kindes. Finden in dieser Zeit soziale Integration und Entwicklungsförderung nicht oder nur ungenügend statt, fehlen dem Kind wichtige Grundkompetenzen, die es in der Schule im schlimmsten Fall während der gesamten Schulzeit nicht mehr aufholen kann.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Schule endlich beim Kind angekommen“. In: Eva Wyss (Hrsg.), „Von der Krippe zum Gymnasium“ (2014)

Interesse an der Bildung der Kinder:

„Students who regard their parents as being interested in their school life perform better, reported higher achievement motivation, and are more likely to be highly satisfied with their life than students who reported a lack of parental interest.“
OECD (Hrsg.), „PISA In Focus 71“ (April 2017), S. 5

Bildung erfordert Engagement:

„Bildung muss von Eltern und Kindern gewollt werden, das ist nichts, was ich konsumiere wie einen Hamburger. Ich reiße nicht das Maul auf, stopfe Wissen hinein, und wenn ich nicht gefüttert werde, ist der schuld, der mich nicht füttert.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier vom 23. August 2014

Zeit und Engagement der Eltern:

„Most parents know instinctively that spending more time with their children and being actively involved in their education will give their children a good head start in life.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Wales“ (2014), S. 49

Das Elternhaus stärken:

„Wenn der Aufstiegswille da ist, können sich Kinder in unserer derzeitigen Gesellschaft auch gut entwickeln. Dass das manchmal nicht passiert, liegt dann nicht an den Lehren oder am Schulsystem, sondern daran, dass sich die Eltern nicht genügend kümmern. […] Ich gehöre immer noch zu den Leuten, die finden, dass Eltern ihre Kinder erziehen sollten und nicht der Staat.“
Univ.-Prof. Dr. Norbert Bolz, Cicero online am 8. Mai 2017

„Es brauche viel mehr Unterstützung für Erziehende“:

„Bis Kinder in die Schule kommen, sei oft schon viel nicht passiert oder falsch gelaufen: ‚Wir müssen über Familienförderung reden, bevor wir überhaupt über die Schule sprechen.‘“
Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs, www.kathpress.at am 27. Februar 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

In Hamburg soll es mehr Begabungsförderung geben:

„Unterforderte Schüler würden zum Klassenkasper oder verhaltensauffällig, weil sie ihr Potenzial nicht entfalten könnten. Damit dies nicht mehr passiert, sollen für sie etwa zusätzliche Angebote im Unterricht gemacht und sie besser beraten werden.“
Ties Rabe, Schulsenator Hamburgs, SPD, Die Presse online am 2. November 2017

Diskriminierung beenden!

„Besonders begabte und motivierte junge Leute haben ein Anrecht auf entsprechende Förderung.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“ (www.progymnasium.at),
Festrede auf dem 107. Stiftungsfest der KMV Clunia Feldkirch am 5. Dezember 2015

Enrichment:

„Gifted students in middle school grades can benefit from enrichment programs for their socioemotional outcomes. Middle school gifted students are in the early developmental stages of adolescence, and start to make many critical life decisions related to future career paths.“
Dr. Mihyeon Kim, „A Meta-Analysis of the Effects of Enrichment Programs on Gifted Students“. In: Gifted Child Quarterly 2016, Vol. 60(2), S. 113

Förderung besonderer Interessen und Begabungen:

„Across OECD countries, 39 % of students are enrolled in schools that offer a science club (Anm.: in Österreich nur 5 %) and 66 % attend schools that offer science competitions (Anm.: in Österreich nur 31 %).“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 59

Langeweile und Unterforderung minimieren!

„Wesentlich ist, die Ressourcen der Kinder zu beachten und im besten Fall zu nutzen: Wenn das Anforderungsniveau an die überdurchschnittlichen Fähigkeiten des Kindes angepasst wird, entsteht weniger Leerlauf und das Risiko von Langeweile und Unterforderung wird minimiert.“
Dr. Letizia Gauck u. a., „Hohe Begabung und Verhaltensauffälligkeit“. In: özbf (Hrsg.), „news&science“, Ausgabe 2, 2017, S. 6

Begabtenförderung von Österreichs Schulpolitik sträflich vernachlässigt:

„Denn erstens haben begabte Kinder genauso das gesetzliche Recht auf Förderung. Zweitens ist es wissenschaftlich erwiesen, dass begabte Kinder ihre Talente ohne Förderung nicht optimal entwickeln können. Und drittens: Begabungen nicht zu fördern, schädigt langfristig den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Österreich.“
Dr. Claudia Resch, „Eltern fordern mehr Begabtenförderung an Schulen“. In: özbf (Hrsg.), „news&science“, Ausgabe 2, 2017, S. 32

„Der innerste Kern von Bildungsgerechtigkeit“:

„‚Ein Land kann nur erfolgreich sein, wenn wir möglichst früh anfangen, zu fördern und kontinuierlich die Kinder begleiten.‘ Begabtenförderung sei für ihn ‚der innerste Kern von Bildungsgerechtigkeit‘, weil sie den sozialen Hintergrund zurückdränge.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, Süddeutsche Zeitung online am 27. November 2015

Vielfalt verstehen!

„Die Förderung besonders Leistungsfähiger stellt keinen Ersatz, sondern eine Ergänzung einer breiten Bildung aller sowie einer besonderen Förderung Lernschwacher und Benachteiligter dar.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Wie wahr:

„Begabung entfalte sich nicht von selbst, sondern verkümmere, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt und gefördert werde. Es könne sich daher keine Gesellschaft leisten, seine Begabungen beziehungsweise Hochbegabungen nicht zu fördern.“
Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann Salzburgs, www.salzburg.at am 13. November 2015

Hoffentlich folgen den Worten Taten!

„Jedes Kind hat unterschiedliche Anlagen und Begabungen. Die Aufgabe eines modernen Bildungssystems muss es sein, jede und jeden in seinen individuellen Stärken zu fördern, um die Persönlichkeit voll auszuprägen und damit eine gute Basis für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben zu legen. So bunt wie die Interessen und Fähigkeiten unserer Kinder sind, hat auch unser Schulsystem für jeden Interessensschwerpunkt eine spezialisierte Form entwickelt, um diesen bestmöglich zu fördern.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“, Teil 2, veröffentlicht am 13. September 2017, S. 53

Es möge gelten!

„Für uns sind Lehrerinnen und Lehrer, Direktorinnen und Direktoren, deren Interessenvertretungen, Eltern- und Schülervertreter wichtige und wertvolle Partner bei der Weiterentwicklung unseres Bildungssystems. Verbesserungen im System für alle Beteiligten können nur erzielt werden, wenn wir ihre praktische Erfahrung berücksichtigen und auf ihre Anliegen eingehen. Gute und motivierte Lehrerinnen und Lehrer sind das Erfolgsgeheimnis Nummer 1 eines funktionierenden Bildungssystems.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“, Teil2, veröffentlicht am 13. September 2017, S. 55

Es gibt Staaten, die uns weit voraus sind:

„Iceland, for example, adopted a teacher policy that specifically listed a more significant role of the teachers union in the central government’s educational decision-making processes.“
OECD (Hrsg.), „TALIS - Supporting Teacher Professionalism“(2016), S. 29

Von Finnland lernen!

„Changes may add to teachers’ workloads or alter their professional requirements. So it is only natural that, prior to implementing the reforms, there has to be an agreement as to how the new requirements will be accounted for in their pay. If there is no such agreement, the reform will not be introduced.“
Jukka Sarjala, BA, Generaldirektor des finnischen National Board of Education a. D., „Equality and Cooperation – Finland’s Path to Excellence“.
In: „American Educator“ vom Frühjahr 2013, S. 36

Zeit für eine neue Bildungspolitik:

„Ein erster Ansatz wäre, einmal denen zuzuhören, die täglich mit Fragen der Erziehung und Bildung befasst sind: den Lehrern zum Beispiel. Dazu wäre es aber notwendig, sie zu ermutigen, ihre Erfahrungen und ihr Wissen zu publizieren, ohne sofort mit dem Verweis rechnen zu müssen, dass sie ohnehin nur ihre Standesinteressen vertreten.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 13. September 2014

Konsequenter Widerstand der Lehrervertretung gegen Politik des Drüberfahrens:

„Haben sie den Eindruck, dass die Dienstgeberseite Veränderungen oktroyieren will, dann leisten sie Widerstand, dann rufen sie auch ihre Mitglieder zum Widerstand auf.“
Der Standard online am 11. Oktober 2016

Anerkennung für Österreichs Lehrervertretung von ungewohnter Seite:

„Gegenwärtig sind die Interessenvertretungen neben der föderalistisch gebrochenen Bürokratie die einzige Organisationsform, die das gesamte Schulwesen durchzieht. Diese erfüllen nicht nur die Aufgabe der Interessenvertretung, sondern sie haben auch die Rolle der professionellen Vertretung auf sich gezogen und monopolisiert. Darüber hinaus haben sie eine Stellung im politischen Prozess errungen, der ihr öffentlicher Arbeitgeber – nicht zuletzt wegen seiner fragmentierten Positionierung – nur wenig entgegenzusetzen hat.“
Dr. Lorenz Lassnigg, „Politics – Policy – Practice. Eckpunkte einer sinnvollen Weiterentwicklung des Schulwesens“ (2015), S. 96

Basis für eine erfolgreiche Schulpolitik:

„It stands to reason that good teaching depends on attracting and retaining talented people in the profession. Strong unions play a vital role in ensuring that teachers are reasonably paid, and perhaps even more importantly that they have reasonable working conditions.“
Univ.-Prof. Dr. Ben Levin, „Education this Week“ am 12. März 2010

„Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen stehen“:

„Es kann nicht funktionieren, etwas gegen die Gewerkschaft, sprich etwas gegen die eigenen Bediensteten zu tun. Wer Menschen führen will, muss hinter ihnen stehen.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, Kurier online am 24. Juli 2016

Österreichs Schulpolitik ins Stammbuch geschrieben:

„It appears that the states with the strongest unions have the highest test scores.”
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 126

Mit Erfahrung und Wissen zum Erfolg:

„Die GÖD ist ein starker Partner mit enorm viel Erfahrung und ungeheurem Wissen.“
Fritz Neugebauer, Ansprache zum Abschied als Vorsitzender der GÖD, zum Bundeskongress der GÖD, 11. Oktober 2016

Die bittere Wahrheit auf den Punkt gebracht:

„Der Anteil der Schulausgaben am Bruttoinlandsprodukt sei in den letzten 20 Jahren um ein Viertel gesunken. Zwei Milliarden Euro zusätzlich wären nötig, um im OECD-Schnitt zu liegen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, www.salzburger-fenster.at am 8. Mai 2017

Investitionen ins Schulwesen als Anteil am BIP


Finnland:
OECD-Mittelwert:
Österreich:
1999
3,6 %
3,6 %
4,2 %
2014
3,9 %
3,6 %
3,1 %
1999: OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2002“ (2002), Table B2.1b.
2014: OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2017“ (2017), Table B2.1

Mangelverwaltung statt Bildungsoffensive:

„Derzeit könne nur der Mangel verwaltet werden, da dem Schulsystem gemessen am BIP weniger Mittel zur Verfügung stünden als vor zwei Jahrzehnten. Dies mache sich vor allem bei fehlenden baulichen Maßnahmen, Infrastrukturinvestitionen, Stunden für Freifächer und unverbindliche Übungen sowie beim Verwaltungs- und Unterstützungspersonal bemerkbar."
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen,
NEWS online am 1. Februar 2017

Österreich im internationalen Schlussfeld:

„Betrachtet man die Ausgaben als Prozentsatz des BIP, so investieren Dänemark, Island und das Vereinigte Königreich mit mindestens 4,7 Prozent den größten Anteil des BIP in Bildungseinrichtungen des Primar-, Sekundar- und postsekundären, nicht tertiären Bereichs zusammen, wohingegen Indonesien, Litauen, die Russische Föderation, die Slowakei und Tschechien weniger als 2,8 Prozent des BIP für diese Bildungsbereiche ausgeben.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 223

Österreich: 3,1 Prozent

„Eher moderat“:

„Vergleicht man die Ausgaben der Länder im Hinblick auf die jeweiligen Anteile am BIP bzw. am Staatshaushalt, so zeigen sich Österreichs Bildungsausgaben eher moderat.“
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2“ (2016), S. 324

Seit wann ist „eher moderat“ ein Synonym für „weit unterdurchschnittlich“?

Schulpartnerschaftliche Geschlossenheit:

„Österreichs Schulen wurden im Lauf der letzten beiden Jahrzehnte massenweise Ressourcen und damit jeder Gestaltungsspielraum entzogen.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 30. Jänner 2017

Auf eine verbale Beurteilung dieser Aussage wird großzügig verzichtet:

„Wir haben eines der teuersten Schulsysteme, schneiden im Vergleich aber maximal durchschnittlich ab.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kurier online am 31. März 2017

Wann laufen die 20 Jahre endlich ab? Es wäre höchste Zeit dafür!

„Die Finnen haben gut 20 Jahre vor uns die Notwendigkeit von Investitionen in Bildung erkannt und auch die Bedeutung, die den Lehrerinnen und Lehrern zukommt. […] Außerdem haben sie es geschafft, dass der Beruf des Lehrers/der Lehrerin ein enorm hohes Ansehen hat.“
Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel, Tiroler Tageszeitung online am 3. September 2017

Von Bayerns Erfolgen lernen!

„Bayern weist Bildung im öffentlichen Ausgabeverhalten im Vergleich mit den anderen Bundesländern die zweithöchste Priorität zu.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 152

Nachhaltige Investitionen:

„Will die Wirtschaftspolitik nicht immer nur kurzfristigen Problemen hinterherrennen, sondern auf langfristigen Wohlstand zielen, muss sie […] die Bildung der Bevölkerung in den Blick nehmen. […] Auf das Erlernte kommt es für den späteren Wohlstand an.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, „Das Wissenskapital der Nationen: gute Bildung als Wachstumsmotor“.
In: ifo (Hrsg.), „Wirtschaftsdienst 2017. Sonderheft“ (2017), S. 41

„Deutsch vor Schule“:

„Ich habe mit Schmied verhandelt. Sie war dagegen. Ich habe mit Heinisch-Hosek verhandelt. Sie war dagegen. Und die jetzige Bildungsministerin heißt Hammerschmid. Und es war noch immer nicht möglich. […] Was es Gott sei Dank mittlerweile gibt, ist ein immer stärkeres Bewusstsein, dass das Modell ‚Man steckt die Kinder einfach in die Klasse, sie können zwar dem Unterricht nicht folgen und man schaut, was dann passiert‘ nicht funktioniert. Das verstehen jetzt mehr und mehr.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, „Wahl17“, ORF III am 15. September 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Echte, flächendeckende und effektive Deutsch-Vorbereitungsklassen für alle Kinder mit sprachrelevanten Defiziten sind ein Gebot der Stunde und eine Frage der Fairness, der Vernunft und der Chancengerechtigkeit. Hier darf nicht länger blockiert werden.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 14. September 2017

Höchste Dringlichkeit:

„Man muss handeln, wenn der Anteil der 15-Jährigen mit Migrationshintergrund in Österreich im letzten Jahrzehnt um über 50 % gestiegen ist. Die Unterrichtssprache Deutsch ist nicht nur für den schulischen Erfolg, sondern auch für die Bildung sozialer Kontakte absolut notwendig.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 2. Juni 2017

Anteil der 15-Jährigen mit Migrationshintergrund


Finnland:
OECD-Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
2006  
1,5 %
9,4 %
14,2 %
13,2 %
2015  
4,0 %
12,5 %
16,9 %
20,3 %
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), Table I.7.1

Verantwortung für die Zukunft:

„Wir dürfen nicht zulassen, dass hier Generationen von Kindern vom System mitgeschleppt werden, ihre Schulpflicht absitzen und am Ende des Tages wegen Unvermittelbarkeit ihre Leben in der Mindestsicherung verbringen müssen.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Kleine Zeitung online am 13. September 2017

„Kein kleines Problem“:

„‚63 Prozent der vier- und fünfjährigen Kita-Kinder mit Migrationshintergrund sprechen zu Hause nicht Deutsch.‘ Das sei kein kleines Problem, ‚sondern eines, das Auswirkungen auf spätere Leistungen in allen Fächern und damit auf die Chance zur Teilhabe und die Integration hat‘“.
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, Der Spiegel online am 22. April 2017

„Ohne Deutsch geht es nicht“:

„Rot-Grün hat entschieden, alle Kinder nur dem Alter entsprechend ohne Deutschkenntnisse sofort in die Regelklassen hineinzugegeben. Das ist in meinen Augen der völlig falsche Ansatz von Integration. Um dem Unterricht folgen zu können, braucht man einen Grundstock an Deutschkenntnissen. Die Kinder sitzen sonst da, verstehen und lernen nichts.“
Yvonne Gebauer, FDP, Schulministerin Nordrhein-Westfalens, www.news4teachers.de am 5. Juli 2017

Kinder, die ein Jahr vor Schuleintritt besonderen Sprachförderbedarf aufweisen (Stand Herbst 2015)

Erstsprache:
Deutsch:

Nicht-Deutsch:
Türkisch:

14 %

67 %
79 %
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 45

Dänemark interveniert früh:

„Denmark, for example, introduced a mandatory assessment of language development for all 3-year-olds that aims to diagnose possible language problems before children start school.“
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 86

Hoffentlich gelingt die Umsetzung!

„Wir müssen sicherstellen, dass alle Kinder, die in die Schule kommen, ausreichend gut Deutsch können, um dem Unterricht zu folgen. Dazu braucht es verpflichtend ein zweites Kindergartenjahr für jene, deren Deutschkenntnisse noch nicht ausreichend sind, und wo notwendig Deutschklassen, bevor die Kinder in den Regelschulbetrieb einsteigen können.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“, Teil 2,
veröffentlicht am 13. September 2017, S. 12

Gewissenhaftigkeit „just as important“!

„Conscientiousness falls into the category of ‘non-cognitive’ factors that are now acknowledged as complementary to but just as important as cognitive ability in determining human capital outcomes, such as educational attainment and occupational success.“
Dr. Richard Göllner u. a., „Is doing your homework associated with becoming more conscientious?“.
In: Journal of Research in Personality 71 (2017), S. 1

Stressbewältigungskompetenz:

„Wo, wenn nicht in der Schule, sollen die jungen Menschen Stressbewältigungskompetenz erwerben? Wer Anstrengung und ein gewisses Maß an Leistungsdruck aus der Schule verbannt, entlässt eine Generation in Studium und Arbeitswelt, die mit den dortigen Anforderungen schwer zurechtkommen wird.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der Bildungsplattform „Leistung &Vielfalt“,
www.bildungsplattform.at am 27. April 2017

Wertschätzung für Leistung:

„Nicht nur in Asien, auch in England und Frankreich werden gute Schulleistungen mehr anerkannt als bei uns – und zwar durch die eigenen Klassenkameraden, nicht etwa die Eltern, die ja immer stolz sein werden.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juni 2017, S. 14

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

„Die Schulpolitik will, dass die Schulen immer weniger verlangen“:

„Üben und Auswendiglernen, Kopfrechnen und Orthographie scheinen überholt. Man will beste Abiturnoten und hohe Abiturquoten. Der Preis dafür ist eine Absenkung der Ansprüche.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), www.deutsche-handwerks-zeitung.de am 13. Juni 2017

„Die gymnasialen Standards können nicht zur Disposition stehen“:

„Die Gymnasien müssen angesichts ihrer schulgesetzlich definierten Aufgabe den Mut haben, auf die Einhaltung ihrer Standards, die eben alle Schülerinnen und Schüler erreichen sollen, zu pochen. Sonst wird das nichts mit der allgemeinen Studierfähigkeit und der vertieften Allgemeinbildung.“
Bernd Saur, Vorsitzender des Philologenverbands Baden-Württemberg, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 20

Soziale Aufstiegsmöglichkeiten über eine leistungsorientierte Schule:

„Dass der Begriff der Bildung im bürgerlichen Zeitalter mit dem der Leistung assoziiert wurde, hatte eine gegen die Privilegien der Aristokratie gerichtete Spitze: Nicht Geburt oder Geld, sondern die individuelle, aber messbare Leistung in entscheidenden Bereichen der Wissenschaft und der Kultur sollte für die Eröffnung von Chancen zentral sein.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Schulpolitik „auf einem bedenklichen Rückweg in vormoderne Zeiten“:

„Diese Grundlage sozialer Gerechtigkeit wird aber nivelliert, wenn man sich in der Schule gar nicht mehr bewähren kann, sondern nur noch Leistungsplacebos angeboten werden. Dann spielen tatsächlich wieder Herkunft, soziale Milieus oder die Privatschule eine entscheidende Rolle.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), Der Standard online am 5. Oktober 2015

Anstrengungsbereitschaft entscheidet:

„Achievement motivation is positively related to performance at school and to life satisfaction. On average across OECD countries, students in the top quarter of the index of achievement motivation score 37 points higher in science and reported 0.7 point higher life satisfaction (on a scale from 0 to 10) than students in the bottom quarter of the index.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 94

Eine Aufgabe für Österreichs künftige Regierung:

„Offensichtlich bedingt eine positive Haltung gegenüber schulischer Bildung und Anstrengungsbereitschaft bessere schulische Leistungen. Eine spannende Aufgabe wäre es, wie man Schulsysteme, aber auch Schul- und Bildungskulturen so ausrichten kann, dass Anstrengungsbereitschaft und positive Grundeinstellung gegenüber schulischer Bildung gestärkt werden.“
Ties Rabe, Schulsenator Hamburgs, SPD, „Endlich eine Diagnose, aber wo bleibt die Therapie?“.
In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 44
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Wichtige Websites

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Das Wichtigste für das Leben nach der Schule:

„Die Einordnung in Regeln, in eine Ordnung, in Gesetze, in Leistungsbereitschaft ist zusammen mit Lesen, Schreiben, Rechnen das Wichtigste, was Jugendliche aus der Schule ins künftige Berufsleben mitnehmen sollten.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 5. Dezember 2017

Niederösterreich startet im Februar 2018 Deutschklassen-Offensive:

„Die deutsche Sprache ist die entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Integration und auch eine wichtige Grundlage für ein gutes Miteinander.“
Mag. Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreichs, Presseaussendung vom 3. Dezember 2017

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Auch die Eltern müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Die bildungsfernen müssen gezielt unterstützt und bei ihrer Pflicht gepackt werden. Wer Kindern keine lesefreundliche Umgebung schafft, ihnen nie vorliest, nicht mit ihnen redet, in den ständig laufenden Fernseher starrt oder am Handy spielt, der kann auch nicht erwarten, dass die Kinder sich für Bücher begeistern.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 5. Dezember 2017

„System überstrapaziert“:

„Natürlich müssen die Schulen die Folgen einer nicht gelungenen Zuwanderungs- und Integrationspolitik ausbaden. Wobei es eine Illusion ist, jede Integrationsaufgabe in der Regelklasse zu lösen: Das hat das System überstrapaziert.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 29. November 2017

„Außerordentliche SchülerInnen“:

„Im Schuljahr 2016/17 sprachen rund 40.000 Schüler in Österreich nicht ausreichend Deutsch, um dem Unterricht ausreichend folgen zu können. […] Am höchsten ist der Anteil der ‚Außerordentlichen‘ an den Wiener Volksschulen mit knapp 20 Prozent (12.300 von ca. 68.000 Schülern).“
Kleine Zeitung online am 28. November 2017

OECD-Empfehlungen waren verhängnisvoll:

„Die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen ist in Deutschland so niedrig wie in keinem anderen EU-Land. Das spricht meiner Meinung nach gegen die konstante Forderung nach höheren Abitur- und Studierquoten, wie sie die OECD oder die Bertelsmann-Stiftung unablässig formulieren.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Weser Kurier online am 18. November 2017

Gescheitertes Konzept:

„Das Absenken des Anspruchsniveaus ist das Ergebnis einer sozialpolitisch geprägten Bildungspolitik, die gut gemeint ist, aber keine guten Ergebnisse erzielen kann. Sie geht von der Idee aus, dass unterprivilegierte Schichten mitgenommen werden, wenn man das Niveau für sie absenkt. Damit werden aber gerade Kinder aus bildungsfernen Schichten in ihren Herkunftsmilieus eingekerkert, wohingegen bildungsnahe Familien die Defizite der Schulbildung ausgleichen können.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Weser Kurier online am 18. November 2017

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017