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Zitate

 Medien-Zitate ab 1. April 2018

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Familie prägt:

„Der Einfluss der Familie ist für das Kind normalerweise prägend, weil nicht nur der Schulbesuch die Bildungschancen determiniert. Es zählt vor allem auch die Gestaltung der Freizeit, wie etwa Museumsbesuche, Ausstellungen, Workshops, Lesen, Sportvereine, das Erlernen von Instrumenten etc. Obwohl viele genannte Möglichkeiten kostenlos sind, trifft man bei solchen Veranstaltungen selten Familien mit geringem Bildungsniveau an.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 20

Schicksal verteilt Bildungschancen:

„People’s literacy skills as adults are largely determined in their early years. Some children are lucky enough to be born into homes where a love of language, storytelling and songs is fostered within a loving relationship between the parents and their young children. But many children do not grow up in such homes. Many, especially from disadvantaged backgrounds, are already behind before they start school.“
EU-Kommission (Hrsg.), „EU High Level Group of Experts on Literacy. Final Report“ (2012), S. 57

„Gaps are evident before a child’s first birthday“:

„For children from disadvantaged backgrounds, adversities begin to accumulate before they are born. […] Steep socioeconomic gradients in cognitive, linguistic, and early literacy development help determine school outcomes. Language and cognitive gaps are evident before a child’s first birthday.“
The World Bank (Hrsg.), „Learning to Realize Education's Promise“ (2018), S. 78

Überforderung von Schule:

„Auch die beste Schule der Welt kann weder mitgebrachte Entwicklungsabstände verschwinden lassen noch engagierte und ressourcenstarke Eltern und Kinder daran hindern, Abstände immer wieder herzustellen, wenn sie durch Nachrücken anderer bedroht scheinen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann. In: „Alois Mock: Visionen im Spiegel der Zeit“ (2014), S. 101

Weltweit:

„Students whose parents have a higher level of education, a more prestigious occupation, or greater income tend to have higher achievement than students whose parents have a lower standing on such socio-economic status (SES) indicators.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics, and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 181

Frühkindliche Weichenstellungen:

„Reading stories to younger children has been shown to encourage and improve literacy development. Fifteen-year-olds who reported their experience in daily interacting with their parents through reading, singing or playing word games when they were of pre-primary school age scored higher on the PISA reading test on average across OECD countries than their peers who did not have such experiences“
OECD (Hrsg.), „Educational Opportunity for All“ (2017), S. 93

Schule als „Ersatz- und Reparaturbetrieb“:

„Schule wurde […] zum grenzenlos überforderten, zusätzlich präventiven wie kompensatorischen Ersatz- und Reparaturbetrieb. Sie verlor damit die grundlegende Aufgabe der Erziehung und Bildung durch Unterricht immer stärker aus dem Blick.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 13

In ALLEN Staaten:

„PISA 2012 shows a strong relationship between ESCS index and student performance observed in all countries. Family background is crucial for student achievement.“
OECD (Hrsg.), „Teacher Remuneration in Latvia. An OECD Perspective“ (2014), S. 31

Parental involvement:

„The strongest associations between type of parental involvement and academic achievement were found when parents have high academic expectations for their children, develop and maintain communication with them about school activities and schoolwork, and promote the development of reading habits.“
Dr. Mario Castro u. a., „Parental involvement on student academic achievement“. In: „Educational Research Review“, 14 (2015), S. 41

„Das kann das beste System nicht ändern“:

„Die erste Entscheidung über die zukünftigen Bildungschancen fällt im Elternhaus und es wird nicht veränderbar sein, dass sich Eltern mit höherer Bildung intensiver und ‚besser‘ um die Entwicklung ihrer Kinder kümmern. Damit starten Kinder aus einer höheren Bildungsschicht schon mit Vorsprung in den Kindergarten und die Schere geht immer weiter auseinander. Das System ermöglicht allen die gleiche Bildung, betroffene Eltern und Kinder entscheiden aber, was sie daraus machen, das kann das beste System nicht ändern.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 12

Eine dreistellige Anzahl bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse zur entscheidenden Bedeutung des Elternhauses auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld


„In der Schule herrschen hoch erschwerte Arbeitsbedingungen“:

„Es sind vielfach ganz schlecht beschulbare Kinder, die in die Klassenzimmer geschoben werden, denen die Grundkompetenzen fehlen, sich auch nur über den kurzen Zeitraum einer Schulstunde hinweg in ein soziales System einzufügen und die eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken. Der Pädagoge ist dann einen nicht unerheblichen Teil der Unterrichtsstunde nur damit beschäftigt, die Ausgangsbedingungen herzustellen, um dann das zu tun, was sein eigentlicher Auftrag ist: zu unterrichten.“
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 16. Juni 2018

Schulpolitik sorgt für Flucht aus dem öffentlichen Schulwesen:

„Die Integration schwieriger Schüler in die Regelklassen ist gescheitert. Die Lehrpersonen werden mit hochgradig verhaltensauffälligen Kindern alleine gelassen. Das führt zu einem schlechten Schulklima und nährt den Wunsch nach privater Bildung jener, die es sich leisten können.“
Gerhard Pfister, Präsident des Verbands Private Bildung Schweiz, Neue Zürcher Zeitung online am 28. März 2015

Risikofaktoren für aggressives Verhalten:

„Wir können bestimmte Risikofaktoren für aggressives Verhalten benennen. Zum Beispiel: Ein Kind, das Gewalt in der Familie erlebt, hat das größte Risiko, selbst gewalttätig zu werden. Defizite in den sozial-emotionalen Fähigkeiten, eine harsche, unberechenbare Erziehung oder ein hoher, aber instabiler Selbstwert können ebenfalls die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens steigern, insbesondere, wenn mehrere dieser Faktoren zusammen auftreten.“
Univ.-Prof. Dr. Jan Pfetsch, Die Zeit online am 7. Mai 2018

Heterogenität verschärft disziplinäre Probleme:

„When students are presented with information and materials beyond their current skill level, they become frustrated and may engage in behaviours that avoid engagement in the lesson.“
Gabriela Moriconi u. a., „Supporting teachers and schools to promote positive student behaviour in England and Ontario (Canada)“ (2015), S. 14

Wie wahr:

„Disruptive student behaviour reduces teaching time and thus opportunities for learning for all students in a classroom and it is also related to student attendance in school.“
OECD (Hrsg.), „Teaching in Focus, Nr. 9“ (Jänner 2015), S. 4

Bullying, wo Österreich im Spitzenfeld liegt:

„Im internationalen Vergleich rangiert Österreich in allen Perspektiven (Opfer und Täter) im negativsten Drittel der HBSC-Länder, bei den 13- und 15-Jährigen sogar jeweils unter den Top 6.“
BM für Gesundheit (Hrsg.), „Österreichischer Kinder- und Gesundheitsbericht“ (2016), S. 106

Forderung an Österreichs Schulpolitik:

„Gebt den Schulen bzw. den LehrerInnen endlich Mittel in die Hand, damit sie die Erziehungsaufgaben, die ihnen von der Gesellschaft in immer größerem Ausmaß übertragen werden, auch tatsächlich übernehmen können!“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 3

Durch veröffentlichte Meinung irritiert?

„Wie kommen die Menschen überhaupt darauf, dass ein Mangel an Liebe dahintersteckt, wenn strenge Eltern versuchen, ihren Kindern beizubringen, wie man sich in unserer Gesellschaft zurechtfindet?“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 161

Für die Schule und das Leben danach lernen:

„Skills such as persistence, independence, following instructions, working well within groups, dealing with authority figures and fitting in with peers are needed for students to succeed in school – and beyond.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 218

Mangel an Toleranz und Respekt:

„‚Ein Teil des Problems ist, dass immer mehr Kindern das Wort Nein aus dem Elternhaus nicht mehr bekannt ist und ihnen auch Toleranz und Respekt vor anderen nicht beigebracht werden.‘ […] Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten kämen aus allen gesellschaftlichen Schichten.“
Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Die Welt online am 13. Mai 2018

Eine dreistellige Anzahl bildungswissenschaftlicher Zitate zu „Disziplin“ ist auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/disziplin nachzulesen.


„Recruitment, development, support“:

„Teachers in Top Performing Systems benefit from coherent systems of recruitment, development, and support that make their jobs easier and promote effective teaching These systems begin by attracting top candidates into teaching, filtering for quality, and providing an excellent induction into the profession“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 139

Finnland:

„Es bewerben sich für das Studium zehnmal mehr Personen, als es Ausbildungsplätze gibt. Folglich werden die Leistungsbesten und Motiviertesten eines Jahrgangs Lehrerinnen und Lehrer.“
Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel, Tiroler Tageszeitung online am 3. September 2017

Professionelles Wissen unverzichtbar:

„Es ist davon auszugehen, dass das professionelle Wissen eine zentrale Rolle spielt für die Gestaltung qualitativ hochwertigen Unterrichts und auch für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler.“
Univ.-Prof. Dr. Mareike Kunter u.a., „Professionelle Kompetenz von Lehrkräften“ (2011), S. 305

Was Chinas LehrerInnen von US-amerikanischen unterscheidet:

„The breadth, depth, and flexibility of Chinese teachers’ understanding of the mathematics they teach afford them a broader and more varied repertoire of strategies for representing and explaining mathematical content than what is available to their colleagues in the United States.“
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Baumert u. a., „Teachers’ mathematical knowledge, cognitive activation in the classroom, and student progress“ in „American Educational Research Journal“ vom März 2010, S. 138

Baustelle Lehrerausbildung:

„Dass es auch zum Selbstbild der an einem Fach orientierten Lehrkräfte gehören könnte, mehr von diesem Fach zu wissen und zu verstehen, als am nächsten Tag unterrichtet werden kann oder muss, ist für viele schon eine ziemlich fremde Vorstellung, ja eine unerträgliche Zumutung geworden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), S. 63f

Von Finnland lernen:

„Reliable teacher selection and training mechanisms must be worked out; adequate initial salaries must be provided, and the professional prestige of teachers must be restored. Finnish practice might provide a model example for the other European countries in this respect.“
Balázs Hornyák, „Pillars of Talent Support in Finland“. In: Győri, „International horizons of talent support.
Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 69

Änderungsbedarf bei Ausbildung und Image:

„Es braucht eine bessere (wahrscheinlich auch selektivere) Lehrer-Ausbildung und eine Imageaufwertung des Berufs. Der Job ist herausfordernd, weil es in vielen Familien zwar große Flat Screens, aber keine fürsorglichen Eltern gibt.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 29. November 2017

„Specific support to teachers during the early stage”:

„The 2017 European Commission Communication on school development and excellent teaching stresses the importance of providing specific support to teachers during the early stage of their career.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Careers in Europe“ (2018), S. 51

Im selben Jahr 2017 hat der österreichische Nationalrat das international vorbildliche Unterrichtspraktikum durch eine inhaltslose Induktionsphase ersetzt.

10 Jahre später soll das Unterrichtspraktikum in Österreich Geschichte sein …

„Efforts should be made to ensure that all newly qualified teachers receive sufficient and effective support and guidance during the first few years of their careers.“
EU-BildungsministerInnen, gemeinsame Erklärung vom November 2009

… wenn sich diese Hinterlassenschaft BM Hammerschmids nicht mehr entsorgen lässt.

„Not interchangeable widgets“:

„Teachers are not interchangeable widgets in an industrial assembly line; individual teachers can change lives – and improve the quality of education that schools provide.“
OECD (Hrsg.), „Effective Teacher Policies“ (2018), S. 30

Duale Bildung im Aufwind:

„Wenn wir uns die Arbeitslosigkeit bei Akademikern anschauen, wenn wir sehen, dass sich immer mehr Maturanten entscheiden, eine Lehre zu machen, dann sehen wir, dass hier ein Umdenken stattfindet und dass die Lehre auch bei Maturanten und auch in der Gesellschaft wieder einen besseren Stellenwert bekommt.“
Mag. Stefan Gratzl, Abteilungsleiter für Bildung bei der Wirtschaftskammer Niederösterreich, ORF Niederösterreich online am 12. Jänner 2018

Der hohe Preis eines „Matura für alle“-Denkens:

„44 Prozent derer, die ein Studium abbrechen, absolvieren danach eine Ausbildung. Es wäre wertvoll, wenn dieser Personenkreis sich schon gleich nach Schulabschluss für den für sich richtigen Weg entscheidet. Das erspart eine Menge Frustration.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin Baden-Württembergs, Stuttgarter Nachrichten online am 29. Mai 2017

Schwedens Jugend folgt gesellschaftlich erzeugtem Druck:

„Swedish youth reported the strongest social bias against vocational education of any country surveyed. Only 17 percent believed that vocational education is more valued by society than academic education, even though 70 percent considered vocational training more helpful in getting a job.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 72

Spanien:

„Many young people say they would like to follow the vocational path, yet only 40 percent of those who want to follow this track do so (compared to 86 percent of those who prefer an academic track). One reason is that vocational training is regarded as a lesser option.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 70

Österreichs vielfältiges Schulwesen als internationales Role Model:

„Positive effects on both employability and skills are found to be particularly strong in countries with well-developed traditions of VET and work-based learning, such as DE, AT and CZ.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014“ (2014), S. 71

Gefährliche Entwicklung:

„Ende des Jahres 2016 waren österreichweit 106.950 Lehrlinge in Ausbildung, um rund 3.000 weniger als 2015 (109.963) und mehr als 24.000 weniger als Ende 2009 (131.676).“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick“ (2017), S. 12

Akademisierungswahn beenden:

„Wer zum Meister vorgedrungen ist, der hat einen mindestens gleichwertigen Bildungsabschluss wie den Master.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosoph und bekennender Sozialdemokrat, www.deutsche-handwerks-zeitung.de am 26. März 2014

Viele Jahre lang gelebter Starrsinn der OECD:

„Die OECD verweigert sich seit Jahren, die Gleichwertigkeit der akademischen und beruflichen Bildung anzuerkennen. Wer als Industriemeister, Bilanzbuchhalter oder Fachwirt tätig ist, der muss sich nun wirklich nicht vor akademisch Gebildeten verstecken.“
Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Weser Kurier vom 10. September 2014

Die Folgen der OECD-Doktrin:

„Akademiker machen […] heute Jobs, die bisher Nichtakademiker innehatten. Aber dass ein akademisches Studium kompetentere Handwerker, Techniker und Kaufleute hervorbringt als das duale System, und damit die Volkswirtschaft insgesamt stärkt, kann man bezweifeln.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Weltweite Renaissance:

„Apprenticeship is now experiencing a global revival. After a period of relative neglect in many countries, apprenticeship is now experiencing a revival, in the light of a wide range of evidence demonstrating its effectiveness as a means of transitioning young people into work, and serving the economy.“
OECD (Hrsg.), „Apprenticeship in England, United Kingdom“ (2018), S. 10

Bildungswissenschaftliche Zitate zur dualen Bildung auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/duale-bildung


Scholé statt Reformhektik!

„Die Absolventen eines klassischen Gymnasiums hätten noch gewusst, dass im deutschen Wort Schule das griechische ‚scholé‘ steckt: Es bedeutet so viel wie Muße. Wer in Bildungsfragen Hektik verbreitet – und dies macht fast jeder -, ist schon auf dem falschen Weg.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Unterricht leidet:

„In der Summe hat man das Gefühl, dass das ganze Feld umgepflügt wird und man aus dem Reformieren gar nicht mehr herauskommt und dazu kommt, seine ursprüngliche Tätigkeit zu vollziehen, nämlich zu unterrichten und Kinder auf den Weg des Lebens zu setzen.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), BundeslehrerInnen-Tag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

„Reform um der Reform willen“:

„Wir hatten in der Vergangenheit viel zu oft unter politischen Schnellschüssen zu leiden, die ohne entsprechende Evaluierung und Prüfung abgegeben worden sind, weil man eine Reform um der Reform willen durchziehen wollte. Solche Neuerungen bringen in aller Regel weit mehr Probleme, als sie lösen.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, GÖD-Bereichsleiter für Dienstrecht, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Februar 2018, S. 11

Unterrichtsbehinderungen:

„In letzter Konsequenz sind es […] ausgerechnet die permanenten Reformwellen, die den Lehrer überfordern und vom ‚Kerngeschäft‘, zu unterrichten, abhalten.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 9

Wissenschaftliche Seriosität wäre gefragt:

„In the medical sphere there are well-established protocols that need to be adhered to prior to the introduction of any new drug or treatment. No such protocols apply in education, an area in which lives are also at stake.“
Univ.-Prof. Dr. Stephen Dinham, „The Worst of Both Worlds: How U.S. and U.K. Models are Influencing Australian Education“.
In: „Education Policy Analysis Archives“ vom 27. April 2015, S. 14

Kritische Reflexion statt Aktionismus:

„Jeder Politiker hat die verständliche Absicht, einen möglichst großen Fußabdruck zu hinterlassen, wenn er oder sie aus dem Amt scheidet. Bei der Schule braucht man aber relativ lange, bis man Auswirkungen einer Reform messen kann. Meine Ambition ist, die erfolgten Reformen kritisch zu reflektieren.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Neues Volksblatt online am 9. März 2018

Eine in Österreichs Schulwesen ungewohnte Situation:

„Wir haben nach einer langen Durststrecke endlich einen Minister, der die Bedenken der Betroffenen ernst nimmt und versucht, jene Reformen, die in den letzten Jahren, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz optimal gelaufen sind, in eine richtige Richtung zu lenken.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 23

Wie wahr!

„Meines Erachtens ist zu viel reformiert worden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Pro und Contra“, PULS 4 am 15. September 2014

„Schlachtfeld der siechenden Ideen und toten Theorien“:

„Das Schicksal vergangener Reformbemühungen und ihrer theoretischen Überzeugungen gehört nicht zufällig zu den Schweigezonen der Pädagogik.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2015, S. 35

Gescheiterte Reformen zurücknehmen!

„Radikale Rücknahmebereitschaft von sog. ‚Reformen‘ nach ihrem Scheitern (oder ihrer Wirkungslosigkeit) ist das Alpha und Omega der Schulentwicklung.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Mai 2018, S. 40

Zu viel verlangt?

„Es muss auch in Deutsch möglich sein, dass die einen mehr Hofmannsthal und Rilke, die anderen dafür mehr Handke und Jelinek machen – ohne den Fall, dass dann bei der Matura mit einem 0815-Text drübergefahren wird.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Kurier online am 10. Juni 2018

Hohes Maß an Unzufriedenheit:

„Die Literatur hat einen zu geringen Stellenwert. Die Textsorten sind zum Teil sehr konstruiert. Und mit dem Beurteilungsraster im Fach Deutsch sind die wenigsten glücklich.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Kurier online am 3. Mai 2018

Gefangen im Schematismus:

„Im Fach Deutsch müssen die Aufgabenstellungen zur Matura einem starren Schematismus folgen, der die eigenständige sprachliche Entfaltung dermaßen einbremst, dass mittlerweile fast nur mehr fade, standardisierte Texte zu Allerweltthemen geschrieben werden. Gerade schreibbegabte Maturantinnen und Maturanten können ihr kreatives Potenzial in diesem Käfig aus Regeln und Richtlinien nicht entfalten.“
HR Mag. Dr. Christian Schacherreiter, Direktor des Peuerbach-Gymnasiums in Linz i. R., Oberösterreichische Nachrichten online am 29. Mai 2018

Verlässliche Schulbehörde …

„Auf unsere Schulbehörde ist Verlass: Rasch und effizient arbeitet sie an der Multiplikation der nationalen Analphabetenquote von derzeit 17,1 Prozent. Besonderer Stellenwert kommt dabei der Zentralmatura im Fach Deutsch zu. Seit ihrer Einführung vor drei Jahren wird der Literaturunterricht totgefahren.“
Heinz Sichrovsky, Kronen Zeitung vom 7. Mai 2017

Verheerende Wirkung der Zentralmatura:

„Die Frage, welche Botschaft die Literatur haben soll, ist völlig sekundär geworden.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kurier online am 1. Oktober 2014

Zentralmatura-Dilemma:

„In Deutsch ließe sich die Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Aber man versucht, alles messbar zu machen. Da kann man Abweichungen nicht brauchen. Das ist für uns das alte Dilemma.“
Gerhard Ruiss, Sprecher der IG Autorinnen und Autoren, Die Presse online am 4. Mai 2017

Gelebte Unbildung:

„Dass literarische Texte offenbar nur mehr als Anlassfall für modische Themenstellungen benutzt werden, dass es als fortschrittlich gilt, dazu drittklassige Autoren und sprachlich wenig anspruchsvolle Reportagen zu verwenden, dass niemand einen Gedanken daran verschwendet, was es bedeutet, wenn für eine Reifeprüfung aus dem Fach Deutsch die grundlegenden Kenntnisse der deutschsprachigen Literatur als entbehrlich, ja hinderlich gelten, zeugt von einem Willen zur Unbildung, der nur abenteuerlich genannt werden kann.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 90

„Das Potential der Poesie entdecken“:

„Weil die Einführung der Zentralmatura das Ende des Literaturunterrichts besiegelt hat, der diesen Namen verdient, wünsche ich mir eine Reform der Reform.“
Dr. Daniela Strigl, Die Furche vom 5. Jänner 2017

Die OECD(!) lobt die Teilzentralität der niederländischen Abschlussprüfungen:

„At the end of secondary school, a subject assessment consists of both a centrally prepared examination and a school-developed examination. The fact that schools have some flexibility in deciding the content of their examinations is a mark of educators’ professional autonomy, and can lead to improvements in the coverage of the syllabus.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education: Netherlands“ (2014), S. 197

Der Charme des Sowohl-als-auch:

„Die teilzentrale Matura, bei der nur ein Teil vorgegeben wird und der Rest bei den Lehrern bleibt, habe für ihn einen gewissen Charme.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Die Presse online am 2. Mai 2018

Überforderung der Schule:

„Den Lehrern und Lehrerinnen wurden im Laufe der Zeit zu viele Zuständigkeiten umgehängt, die gar nicht zu ihrem Berufsbild gehören. Die Kinder und Familien bräuchten in diesen Fällen gute Sozialarbeiter, die mit ihnen außerhalb der Schule arbeiten.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.),
„Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 22

Time to teach:

„Freeing up teacher resources by reducing administrative burdens would give more time for teachers to teach and prepare for teaching and for principals to engage in pedagogical leadership.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 102

Großbritanniens unglaublich großzügiges Supportpersonal:

„The number of support staff in schools more than doubled in the United Kingdom in ten years, from 134 000 in 1997 to 346 000 in 2009, with teaching assistants representing 52 % of this group.“
Francesc Masdeu Navarro, „Learning support staff: A literature review“ (2015), S. 8

Bayern startet:

„Wir starten das Programm ‚Schulsozialarbeit‘ mit 500 Schulpsychologen und Sozialpädagogen als multiprofessionelle Teams.“
Dr. Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Mai 2018, S. 9

Konzentration auf die Kernaufgabe:

„Lehrer müssen sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können, und das ist der gute Unterricht. Sie brauchen dafür Unterstützung durch Schulpsychologen und Sozialpädagogen.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Rhein-Neckar-Zeitung online am 20. April 2017

Drei Viertel aller SchuldirektorInnen Österreichs reklamierten einen Mangel an Supportpersonal:

„The 2008 TALIS survey found that between 70 % and 80 % of all school principals thought teaching at their schools was negatively affected by a shortage of school psychologists, psychopedagogues and social workers.“
OECD (Hrsg.), „Mental Health and Work: Austria“ (2015). S. 126

Unglaublich, aber leider wahr:

„Als 2009 die Talis-Studie gezeigt hat, dass Österreich beim Unterstützungspersonal international Schlusslicht ist, hat die Gewerkschaft darauf hingewiesen. In der Folge ist das Bildungsministerium aus der Studie ausgestiegen, um sich mit den Fakten nicht weiter konfrontieren zu müssen. Es ist verantwortungslos, dass wir für unsere Kinder immer noch kein Unterstützungspersonal in den Schulen haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 11. Juli 2017

LehrerInnen brauchen Support:

„Viele der früheren Aufgaben des Elternhauses sind in der Vergangenheit diskussionslos an die Schule übergegangen. Das ist mit dem klassischen Lehrerbild so nicht mehr bewältigbar.“
Rudolf Luftensteiner, Leiter des Bildungsreferates der Ordensgemeinschaften, erzdioezese-wien.at am 20. Oktober 2015

Bildungsauftrag bleibt auf der Strecke:

„Die Lehrer würden […] gerne ihren Bildungsauftrag wahrnehmen und unterrichten, dafür sind sie auch ausgebildet. Wenn so viel Zeit vonseiten der Lehrer für Sozialisation und Organisation aufgewendet werden muss, bleibt der Bildungsauftrag auf der Strecke. Dann muss man sich nicht wundern, wenn die Ergebnisse der BIST (Bildungsstandards, Anm.) so sind, wie sie sind.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.),
„Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 21

Beschämendes, aber verdientes Zeugnis für Österreichs Schulpolitik:

„Austria ranks poorly in the OECD when it comes to professionals able to dispense pedagogical support.“
OECD (Hrsg.), „Mental Health and Work: Austria“ (2015). S. 18

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zum Supportpersonal auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/support


Österreichs Schulen mit „besonderen Herausforderungen und Problemen“ konfrontiert:

„Für Schüler/innen mit Migrationshintergrund sind die größten Hindernisse für den Schulerfolg Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache sowie eine geringe formale Bildung und ein niedriger beruflicher Status der Eltern. Österreichweit hat mehr als ein Viertel aller Schüler/innen eine nicht-deutsche Umgangssprache, in Wien sogar mehr als die Hälfte.“
ÖIF (Hrsg), „Migration und Schule“ (Mai 2018), S. 1

Allen Kindern Bildungschancen geben:

„Ich habe zu oft erlebt, wie Kinder, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen, in der Regelklasse sitzen, nichts verstehen, am Unterricht daher auch nicht teilnehmen und auch nicht teilnehmen können und daher nur ihre wertvolle Zeit quasi ‚versitzen‘. Wenn man die Zeit des Kindes optimal nützen möchte, muss man intensiv die Sprache lehren, bis das Kind dem Unterricht zumindest ein bisschen folgen kann. Das geht nur in einem eigenen Sprachkurs, wo man sich dem Sprachunterricht voll widmen kann.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 12

Dänemark:

„A mandatory assessment of language development was introduced for all three-year-olds to diagnose possible language problems before children start school. If needed, children can receive support through additional language stimulation in their day-care facility. Children who are not enrolled in an early childhood education and care programme, but are in need of support can also receive help, and parents are required by law to accept the offer.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook. Denmark“ (2013), S. 6

Mehr als ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen:

„In Belgien, Spanien und Finnland zählte (Anm.: im Jahr 2013) […] mehr als ein Drittel der im Inland Geborenen mit zwei im Ausland geborenen Elternteilen zur Gruppe der NEET.“
OECD (Hrsg.), „Integration von Zuwanderern: Indikatoren 2015“ (2015), S. 260

In Österreich waren es 24,2 %, in Deutschland 12,5 %, in der Schweiz 8,4 %.

Finnlands restriktiver Umgang mit Migration:

„Only 5 % of the population is foreign-born and gross inflows are 0.3 % a year, of which half is work immigration, almost exclusively from other EU countries.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 94

Flucht in Spaniens teure Privatschulen:

„Spanish households responded to immigration by increasing their educational expenditures. This result was mainly driven by an important native flight from tuition-free schools toward private ones.“
Univ.-Prof. Dr. Lídia Farré u. a., „Immigration and School Choices in the Midst of the Great Recession“ (2015), Abstract

Viele Eltern wissen, was wichtig ist:

„In Berlin beispielsweise gibt es eine Schule, in der sich die Eltern der Schüler vertraglich verpflichten, dass ihre Kinder nur Deutsch sprechen. Diese Schule hat eine lange Warteliste und wird vor allem von Familien mit Migrationshintergrund überrannt, während sie gleichzeitig von Islamverbänden bekämpft wird. Über solche Schulmodelle sollte man auch in Österreich nachdenken. Denn ohne gute Sprachkenntnisse kann aus niemandem etwas werden.“
Zana Ramadani. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 6

Schulen benötigen Support:

„Das größte Problem in Bezug auf Integration im Kontext von Schule ist die mangelnde Möglichkeit der Kommunikation. Eltern sprechen und verstehen nicht Deutsch, sie kennen das österreichische Schulsystem nicht, sie kommen nicht zu Elternabenden, negieren Vorladungen, verstehen nicht die Wichtigkeit von Bildung, weil sie selbst oft Analphabeten sind, unterstützen ihre Kinder nicht, wenn es um Fragen der Bildung geht. Wir brauchen dringend Schulsozialarbeiter, damit die Kinder Unterstützung finden.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 21

Migrationspolitik stellt Weichen:

„Immigrant selection is among the most relevant of policies. Whether a country aims to attract high- or low-skill immigrants, or whether it emphasizes family reunification or refugee movements, determines the average educational level of first-generation immigrants and through them the educational attainment of the second-generation.“
Prof. Dr. Arthur Sweetman u. a., „Immigration: What About the Children and Grandchildren?“ (2014), S. 31

Ehrlich gesagt:

„Zu uns kommt nicht, wie in viele klassische Einwanderungsländer, die mittlere oder höhere Bildungsschicht, sondern wir haben ein hohes Ausmaß an gering qualifizierter Zuwanderung. Die niedrige Qualifikation setzt sich leider von einer Generation zur anderen fort und das Bildungssystem ist nur begrenzt in der Lage, Bildungsvererbung zu kompensieren. Es gibt kein Patentrezept, um diese Zusammenhänge zu durchbrechen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Academia“ vom Mai 2018, S. 18f

Situation in Österreich besser?

„Über 1.200 Schulleiter hat Forsa im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung befragt. Rolf Busch, Thüringer Lehrervertreter, kann schwarz auf weiß belegen, dass 50 Prozent aller Lehrkräfte in den letzten fünf Jahren psychische Gewalt erlebt haben und 20 Prozent körperliche Gewalt.“
Mitteldeutscher Rundfunk online am 1. Juni 2018

Erschreckend:

„Etwa 20 Prozent aller Grundschulkinder sind jetzt schon so verhaltensauffällig, dass sie eine Therapie brauchten.“
Dr. Karl Heinz Brisch, Kinder- und Jugendlichenpsychiater und Psychotherapeut, Die Zeit online am 25. Jänner 2015

Politischer Handlungsbedarf:

„Die Politik muss mit SchulleiterInnen und Lehrkräften Konzepte entwickeln, um mit gewaltbereiten SchülerInnen zu arbeiten, ihnen Grenzen zu setzen und Opfer von Gewalt zu unterstützen.“
Mag. Barbara Fruhwürth, Vorsitzende des Katholischen Familienverbands Österreichs, Presseaussendung vom 14. Mai 2018

Sozialverhalten lernen:

„Ein Kind, das nicht gelernt hat, sich um die Gefühle anderer zu kümmern und nicht zu viel Platz für sich selbst zu beanspruchen, wird nicht begreifen, wie man sich sozial integrieren kann.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 156

Zunahme an narzisstischen Kindern:

„Wir müssen uns klar sein, dass diese Menschen nicht lebenstüchtig sind. Sie sind zum Beispiel nicht in der Lage, ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen.‘ In der Schule würden sie sich häufig verweigern. Glückliche Kinder seien das nicht …“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, ORF online am 9. März 2015

Überforderung:

„‚Eltern sind oft nicht mehr in der Lage, die Kräfte aufzubringen, die es braucht, um ein Kind zu erziehen.‘ Doch es seien eben die Eltern, die die „Kernerziehungskompetenz“ hätten. ‚Wir können nicht allein richten, was zu Hause nicht vorgelebt wird.‘“
Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Die Welt online am 13. Mai 2018

Schulpolitischer Handlungsbedarf seit langem evident:

„Mobbing kommt dem Bericht zufolge nirgends so oft vor wie in Österreich und Estland. Ganze 17,5 Prozent der österreichischen 11-, 13- und 15-Jährigen gaben an, in den vergangenen zwei Monaten mindestens zweimal von Schulkameraden körperlich oder verbal angegriffen worden zu sein.“
Die Presse online am 14. Oktober 2015

Egal?

„Langfristig hat sich gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die während ihrer Schulzeit Opfer von Bullying-Attacken waren, ein signifikant höheres Depressionsrisiko im Erwachsenenalter aufweisen.“
BM für Gesundheit (Hrsg.), „Österreichischer Kinder- und Gesundheitsbericht“ (2016), S. 103

Rahmenbedingungen für erfolgreichen Unterricht:

„Research into what makes schools effective finds that learning requires an orderly, supportive and positive environment both in and outside the classroom.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 81

Keine Toleranz für Gewalt:

„Ganz wichtig aus unserer Sicht ist, dass Lehrer überhaupt reagieren, wenn sie Gewaltvorfälle beobachten, ob gegen sich selbst gerichtet oder unter Schülern. Unsere Studie zeigt, dass das nicht immer passiert. Und das sendet ganz ungünstige Signale. Der Lehrer als Modell signalisiert damit ja auch, dass er das als tolerabel und nicht relevant einschätzt."
Univ.-Prof. Dr. Ludwig Bilz, Mobbingforscher, Mitteldeutscher Rundfunk online am 1. Juni 2018

Extremes Risiko für Burnout:

„Bei einer Umfrage, die 2016 von der Arge Burnout im Auftrag der Lehrergewerkschaft durchgeführt wurde, gaben fast ein Drittel der Lehrpersonen an, überlastet zu sein oder bereits der Burn-out-Risikogruppe anzugehören. Eine 2014 vom Institut für Psychoneuronalogie erstellte Studie identifizierte fünf Prozent Lehrerinnen und Lehrer in Österreich, die bereits ausgebrannt waren, und weitere 20 Prozent, die nach eigenen Angaben knapp davor standen.“
NEWS vom 25. Mai 2018

Lehrersein ist mehr:

„Heutige Lehrer sind nicht nur (ihre Fächer) Unterrichtende, sondern in der Regel auch: Beziehungsarbeiter und Verwaltungsbeamte, Konfliktlotsen und Tröster, Ersatzeltern und Organisatoren und vieles mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Winkel, „Was ist (k)ein guter Lehrer, (k)eine gute Lehrerin“. In: Krautz u.a. (Hrsg.),
„Persönlichkeit und Beziehung als Grundlage der Pädagogik“ (2013), S. 253

Aufreibendes Spannungsfeld:

„Natürlich ist es anstrengender geworden. Die Lehrer haben mehr Schwierigkeiten mit Kindern, die die Sprache nicht hinreichend beherrschen. Eltern delegieren die Vermittlung grundlegender sozialer Fähigkeiten, die man früher voraussetzen konnte, in höherem Maß an die Schule. Dazu kommt, dass Öffentlichkeit und Medien zu Recht kritisch sind und gute Ergebnisse sehen wollen. In diesem Spannungsfeld reiben sich viele Lehrer auf.“
Erich Hotter, BSc(Hons)Psych., MSc Psych., NEWS vom 25. Mai 2018

„Support and autonomy“:

„Research shows that people in a high-performance job can cope with stress if they have support and autonomy, a model known as “decision latitude”. „It’s well established that you can cope with a very stressful job if you’ve got control and support. If you take support out, things become much more difficult. If there is a lack of control and autonomy for a long period while you have high job demands, things start to go very wrong. ””
Dr. Almuth McDowall, Guardian online am 13. Mai 2018

Extrem hohe Belastung:

„Der Pädagoge ist permanent mit seiner ganzen Persönlichkeit gefordert. Wissensvermittlung und pädagogische Führung mit dem Ziel der Persönlichkeitsreifung junger Menschen sind seine Hauptaufgaben und gleichzeitig auch seine Kernkompetenzen. Sie treffen naturgemäß nicht selten auf den Widerstand der Schüler. Insbesondere, wenn der Schüler sich entwicklungsbedingt infolge der Hirnreifung während der Pubertät zurückzieht.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 41

Hohe emotionale Belastung:

„The emotional demands found in work with young people often contribute to teachers’ high rates of mental health problems.“
Dr. Jessica Janice Tang u. a., „The psychosocial work environment and mental health of teachers“. In: „Int Arch Occup Environ Health“ (2013), 86, S. 657

Cybermobbing:

„Schulische Aufgaben der Lehrer werden durch Internet & Co deutlich erschwert und führen oft zu einer Überforderung der Pädagogen. Fast 60 % aller befragten Pädagogen kennen Cybermobbingfälle unter ihren Schülern.“
Bündnis gegen Cybermobbing, „Cyberlife – Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr“ (2013), S. 8

„Konflikte vorprogrammiert“:

„Der Lehrerberuf ist ein sehr stressender Beruf, da es in ihm in erster Linie um Beziehung zu anderen, und vor allem jungen Menschen geht.“
Dipl.-Psych. Dr. Heidrun Bründel, „Mobbing von Lehrkräften – antipädagogisches Handeln im Setting Schule“.
In: Jäger (Hrsg.), „Mobbing am Arbeitsplatz Schule“ (2013), S. 113

Zu viel verlangt?

„Pointiert gesagt, wäre schon einiges getan, wenn die Schulbehörden die Erkenntnisse der Gesundheitsforschung ernst nehmen würden. Unterrichten ist neben der Vermittlung von Wissen intensive Beziehungsarbeit, was bei einer Klassengrösse von bis zu 25 Kindern kaum zu leisten ist. Kleinere Klassen sind deshalb ein vordringliches Anliegen, umso mehr, als die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler wichtiger geworden ist.“
Prof. Dr. Jürg Frick, Schweizer Radio und Fernsehen online am 22. April 2018

Brennen bis zum Ausbrennen:

„Viele Lehrkräfte haben ein deutlich überhöhtes Engagement bis hin zur Selbstüberforderung, es fällt ihnen schwer, die Grenzen ihrer Arbeitstätigkeit zu bestimmen und einzuhalten. Ihre Ziele sind zu hoch gesteckt oder idealistisch, ihre Ansprüche an sich selbst realitätsfremd und die Erfüllung der Arbeit so unmöglich.“
news4teachers.de am 28. Mai 2018

Bildung wird aus den Schulen verbannt:

„Man spricht zwar noch von ‚Bildung‘, fordert aber in aller Regel eine an den Erfordernissen der Ökonomie orientierte, effizient und kostengünstig gestaltete ‚maßgeschneiderte‘ Qualifizierung von Menschen, also ihre ‚Ausbildung‘ und die Schulung diverser ‚Kompetenzen‘.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Die komplexen Aufgaben von LehrerInnen:

„Am Gängelband von Kompetenzrastern und gesteuerten Anpassungskontrollen wird es kaum gelingen, diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Es dürfte auch nicht wirklich helfen, die standardisierten Verfahren durch multiprofessionelle Sozialtechnologie zu erweitern, die demselben Steuerungsmodell zugehört. Vielmehr käme es hier auf die persönliche Erfahrung und Präsenz von Lehrerinnen und Lehrern an, auf ihre Sensibilität für Menschen und pädagogische Situationen, auf Takt und Fantasie, um einen Rahmen zu schaffen, der sachliche Auseinandersetzung möglich macht. Viele Lehrerinnen und Lehrer bringen diese Voraussetzungen mit, werden aber durch die Überforderungen der Steuerungs- und Kontrollmaschinerie an ihrer fachlichen und pädagogischen Arbeit gehindert.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

Bildung ist mehr:

„Für ein gelingendes soziales Miteinander ist Bildung der bestimmende Faktor, der weit über die Ausbildung hinausgeht.“
Univ. Prof. DDDr. Clemens Sedmak, Niederösterreichische Nachrichten online am 11. März 2016

Lernen fürs Leben:

„Literaturunterricht in seinen besten Stücken vermittelt nicht nur literarische Kompetenzen, sondern gibt Impulse für die Gestaltung des Lebens und die Wahl eigener Präferenzen.“
Univ.-Prof. Dr. Harro Müller-Michaels, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juli/August 2014

Die schöne neue Lernwelt:

„Fachlichkeit, pädagogische Urteilskraft, didaktische und methodische Fähigkeiten, geschweige denn Persönlichkeitsbildung sind in dem taylorisierten System der schönen neuen Lernwelt eher hinderlich.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), Der Standard vom 10. November 2014

„Kompetenzorientierung“:

„Mit dem traditionellen Bildungsbegriff und dem darauf basierenden Unterricht hat das im Kern nichts mehr zu tun. Vielmehr zeigt die Verwendung des Leitmotivs ‚Kompetenz‘ in aller Deutlichkeit, dass man diese Fähigkeit offenbar erwerben kann, ohne von irgendetwas Stofflichem irgendetwas zu verstehen – im Unterschied zum alltagsprachlichen Verständnis, wo jemand dann als kompetent gilt, wenn er etwas besonders gut kann.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 22

Feigheit:

„Wir sind zu feige geworden, um uns noch zu geistigen Inhalten zu bekennen, die einen Wert an sich darstellen und deren Kenntnis und Verständnis jenseits aller aktuellen Bedürfnisse eine Befriedigung zu geben vermag.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 56f

Trojanisches Pferd:

„Die Kompetenzenpädagogik ist jedenfalls eines der gefährlichsten Trojanischen Pferde deutscher Schulpolitik und Schulpädagogik. Das ist und bleibt der größte Kollateralschaden der Pisa-Testerei und der OECD-Gläubigkeit.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 95

Widerstand gegen OECD-Diktat!

„Das Bildungsverständnis der OECD ist am Volk vorbei eingeführt worden. Dagegen kann man sich wehren.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Neue Zürcher Zeitung online am 14. Juli 2014

Zurück zur Vernunft!

„Wir müssen in bestimmten Bereichen deutlicher machen, an welchem Lerngegenstand die Kompetenzen erworben werden sollen.“
Ties Rabe, Schulsenator Hamburgs, SPD, Die Welt am Sonntag online am 14. Dezember 2014

Bildung ist mehr:

„Bildung ist mehr als die Akkumulation von Kompetenzen in beliebiger Montierbarkeit von Einzelteilen. Wir brauchen den Umweg über das denkende Subjekt, das Sachen aneignet und Handeln verantwortet.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

„Damit gehen Bildungsinhalte schlicht verloren“:

„Die Kompetenzorientierung vernachlässigt Fachinhalte und würdigt sie zu reinen Trainingsobjekten herab. Ob Lesekompetenz anhand des ‚Faust‘ oder der Handy-Gebrauchsanweisung erlangt wird, ist dem kompetenzorientierten System egal.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Neue Zürcher Zeitung online am 14. Juli 2014

Bildung basiert auf Inhalten:

„Schon Hegel wusste, dass der Geist junger Menschen, der frei und neugierig ist, einen Stoff benötigt, an dem er sich nähren, schärfen, entzünden, wachsen und abarbeiten kann. Über diesen Stoff, also um die Frage, was gelernt und vermittelt werden soll, sollte es vorrangig in Bildungsdebatten gehen, und nicht nur um die Frage, in welcher Organisationsform, sozialen Zusammensetzung, mit welchen Chancen und mit welchen digitalen Hilfsmitteln gelernt oder auch nicht gelernt wird.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Fatale Reduktionskost:

„Wenn der schulische Bildungsauftrag nur noch auf Nützlichkeit, Brauchbarkeit und Prüfbarkeit – also auf Arbeitsmarktfähigkeit – ausgerichtet werde, gehe etwas kaputt.“
Prof. Dr. Rudolf Künzli, Neue Zürcher Zeitung online am 14. Juli 2014

Politischer Mut gefragt:

„Man hört zunehmend den Satz: Wir müssen wieder das Fachliche stärken. […] Natürlich wird kein Politiker öffentlich eingestehen, dass er auf das falsche Pferd gesetzt hat. Aber in den Schulen ist die Kompetenzorientierung bereits weitgehend im Lehrerbewusstsein als eine gescheiterte Reform abgelegt.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Dramatische Geistlosigkeit:

„Für ihn sei es dramatisch, dass die Frage, welche Literatur Gegenstand bei der Zentralmatura sein soll, nebensächlich geworden sei. Die Umstellung auf Standards und Kompetenz führe dazu, dass die Inhalte nebensächlich werden.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kurier online am 1. Oktober 2014

Ganzheitliche Bildung!

„Mit der Förderung von Kompetenzen wird wohl funktionale Intelligenz entwickelt, aber keine ganzheitliche Bildung.“
Univ.-Prof. Dr. Harro Müller-Michaels, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juli/August 2014

„Technologisches Menschenbild“:

„Als pädagogische Leitkategorie ist Kompetenz ungeeignet, weil damit ein technologisches Menschenbild verbunden ist, das – unter Umgehung der sachlichen und persönlichen Relationen – Schülerinnen und Schüler in standardisierten Steuerungsverfahren auf je bestimmbare Ergebnisse festlegt.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

„Die Praxis der Unbildung“:

„Die flächendeckende Umstellung der Lehr- und Studienpläne an Schulen und Universitäten von definierten Kenntnissen und Inhalten auf Kompetenzen ist nur das sichtbarste Zeichen einer generellen Entwertung des Wissens.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 55

Der Mensch ist mehr als Humankapital:

„Das ‚human capital‘-Menschenbild der OECD widerspreche unserem christlich-abendländischen, humanistischen Menschenbild, das den Menschen nicht auf einen reinen Wirtschaftsfaktor reduziert.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW), gemeinsame Presseaussendung von ÖPU, Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) und Bayerischem Philologenverband (bpv) vom 28. Oktober 2014

Zentralmatura in Mathematik Themenverfehlung:

„Es wird in Mathematik vor allem die Lesekompetenz getestet.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kurier online am 3. Mai 2018

Zulassung überprüfen:

„Eine Mathe-Matura sollte die Mathematik-Kenntnisse prüfen und nicht eine zweite Deutsch-Klausur werden. Jedes neue Auto muss nach drei Jahren zum ersten Check, auch die Zentralmatura muss endlich zum Pickerl!“
Harald Zierfuß, Österreichs Bundesschulsprecher, Kronen Zeitung online am 25. Mai 2018

Bildung statt Abarbeiten von Kompetenzlisten:

„Ich glaube, Lehrer wollen nicht bloß Trainer für Matura-Aufgaben sein. Sie wollen mehr vermitteln, als in Kompetenzlisten steht.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Kurier online am 25. Mai 2018

Pädagogik statt teaching to the test:

„Es ist eine völlig absurde Annahme, dass eine solche Grundorientierung ohne ‚teaching to the test‘ auskommt, wie es die Menschenmesser gelegentlich behaupten.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, „Unterrichten – standardisiertes Testen – Erziehen.
Effekte der Standardisierung“ in Susanne Lin-Klitzing u. a., „Zur Vermessung von Schule“ (2013), S. 202

TEILzentrale Matura statt Zentralmatura:

„Die erweiterten Kompetenzen sollten wie früher von den jeweiligen Lehrern individuell geprüft werden. So könnte man besser auf Schultypen und Interessen der einzelnen Schüler eingehen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Kleine Zeitung vom 12. Mai 2017

Sollte es nicht ums Individuum gehen?

„Je deutlicher die besondere Ausprägung eines Individuums, desto weniger lässt es sich mit anderen vergleichen, sofern der Vergleich quantifizierend ist wie in all diesen zentralisierten, zentralisierenden Tests. Bildung im humanistischen Sinn kann aber nur die Individualisierung des Individuums zum Ziel haben, nicht seine Reduktion auf die Ziffern eines Schemas.“
Dr. Leopold Federmair, Schriftsteller, Der Standard online am 16. Mai 2015

Teilzentrale Matura in vielen Staaten Realität:

„In many countries, these centrally designed standardised components are complemented by nonstandardised parts of the examinations that are locally designed and marked.“
OECD (Hrsg.), „Synergies for Better Learning“ (2013), S. 177

Beschlusslage des B-SGA:

„Der aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern gebildete Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) fordert von der nächsten Regierung eine ‚Weiterentwicklung der Zentralmatura zu einer teilzentralen Matura‘. Dadurch könne ‚der Vielfalt der Schularten und Schulformen besser Rechnung getragen werden‘.“
ORF online am 20. Oktober 2017

Grundlegende Fehlkonstruktion:

„Es war von Anfang an verfehlt, der Zentralmatura so einen hohen Stellenwert zuzuschreiben.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kurier online am 18. Mai 2018

Neu aufsetzen!

„Der Bundeselternverband fordert zum wiederholten Mal, die gesamte Zentralmatura, inklusive VWA, dringend neu aufzusetzen. Im Fach Mathematik sind unter anderem der ‚harte‘ Notenschlüssel – nur zu 100 % richtige und keine Teilantworten werden gewertet – und die sprachlastigen ‚Texträtsel‘ zu hinterfragen.“
Bundeselternverband, Pressemitteilung vom 27. Mai 2018

„Unsafe learning environments” und ihre Folgen:

„Unsafe learning environments create a climate of fear and insecurity and a perception that teachers do not have control or do not care about students’ well-being, and this reduces the quality of education for all students.“
UNESCO (Hrsg.), „School Violence and Bullying“ (2017), S. 27

Deutschland:

„An fast jeder zweiten deutschen Schule (48 Prozent) hat es in den letzten fünf Jahren Fälle von seelischer Gewalt gegen Lehrpersonen gegeben, an mehr als jeder vierten (26 Prozent) auch körperliche Übergriffe.“
Kyffhaeuser Nachrichten online am 4. Mai 2018

„Good students“:

„Study after study suggests that the best-performing students are ‘good’ students. A good student is one who is disciplined, follows rules, acts appropriately and respectfully towards teachers and fellow students, recognises authority, can sit for long periods of time, and follows instructions.“
OECD (Hrsg.), „The ABC of Gender Equality in Education“ (2015), S. 53

Das Versagen einer „Schulpolitik“, die sich darauf beschränkt, über ein schwaches Abschneiden bei internationalen Testungen zu jammern:

„Classroom climate is an important contributor to student achievement: the better the classroom disciplinary climate, the more time spent on actual teaching and learning.“
Francesc Masdeu Navarro, „Learning support staff: A literature review“ (2015), S. 16

Anteil der 10-Jährigen, an deren Schulen es laut Schulleitung nahezu keine disziplinären Probleme gibt (Stand 2016):

England:
Finnland:

Internationaler Mittelwert:
Österreich:
82 %
78 %

62 %
51 %
IEA (Hrsg.), „PIRLS 2016. International Results in Reading“ (2017), S. 220

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Evidence shows that a positive classroom climate is associated with both cognitive and motivational outcomes, including improved academic performance, motivation, engagement, school satisfaction, self-esteem and fewer disruptive behaviours.“
Francesc Masdeu Navarro, „Learning support staff: A literature review“ (2015), S. 16

Wenig überraschend:

„Attending schools with a better disciplinary climate positively affects students’ scores in Mathematics.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 115

Das Leid von Kindern:

„Die Kinder müssen einem nicht leidtun, nur weil wir Erwartungen an sie haben. Ganz im Gegenteil. Die Kinder sollten einem eher leidtun, wenn sie niemals zur Rechenschaft gezogen werden. Weil niemand den Mut hat, ihnen ein ehrliches Feedback zu geben.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 283

„Das dürfen wir nicht zulassen“:

„An einigen Brennpunkt-Schulen in Problembezirken laufen wir Gefahr, dass die Situation außer Kontrolle gerät.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Bild online am 25. März 2018

Elternverantwortung:

„Jedes Kind wird auch dadurch geprägt, was es tagtäglich in der eigenen Familie erlebt. Wenn ein Kind dies weiterträgt und aufgrund von Haltungen seiner Eltern psychische oder physische Gewalt gegen andere ausübt, sind die Eltern im Rahmen ihres Erziehungsauftrags natürlich in der Verantwortung. Sanktionen gegen die Eltern durch die Schule sind hier sicherlich wenig hilfreich. Erforderlich ist hier die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen bis hin zur Polizei.“
Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Die Welt online am 27. März 2018

Gesamtgesellschaftliches Problem:

„Grundsätzlich ist Gewalt an Schulen nicht hinnehmbar, egal ob verbal oder physisch. […] Wir haben es mit einem gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun. Da sind auch die Eltern in der Verantwortung, ihren Kindern respektvollen Umgang auch mit Lehrkräften zu vermitteln.“
Karin Prien, LL.M., Bildungsministerin Schleswig-Holsteins, CDU, news4teachers.de am 3. Mai 2018

Der Verlust von Grenzen:

„‚Die Hemmschwelle sinkt. Die Gewalt geht ein Stück weit ins Grenzenlose. Wenn früher einer am Boden gelegen hat, ist man nicht auch noch draufgetreten.‘ Das sei mittlerweile anders. Und zwar nicht nur in Schulen, sondern auch im öffentlichen Raum.“
Mag. Jürgen Bell, Schulpsychologe beim Wiener Stadtschulrat, Kurier online am 2. Mai 2018

Gewalt an Wiener Schulen:

„Die Stadtregierung muss das Thema Gewalt in den Schulen ernst nehmen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Kronen Zeitung vom 19. Jänner 2018

Grenzen und Konsequenzen unverzichtbar:

„Es kann nicht sein, dass einige SchülerInnen sowohl Lehrkräften als auch MitschülerInnen mit Gewalt begegnen und diese keine angemessenen Möglichkeiten haben, Grenzen zu ziehen und Konsequenzen zu setzen.“
Mag. Barbara Fruhwürth, Vorsitzende des Katholischen Familienverbands Österreichs, Presseaussendung vom 14. Mai 2018 

Gewalt keinen Raum bieten:

„Gewalt darf keinen Platz an den Schulen haben. […] Dafür müssen wir Schüler, die massiv und kontinuierlich den Unterricht stören und gewalttätig gegenüber Mitschülern und Schulpersonal sind, zeitweise auch aus dem Regelunterricht herausnehmen können, um sie in temporären Kleingruppen zu unterrichten.“
Sandra Scheeres, Bildungssenatorin Berlins, SPD, Berliner Morgenpost online am 21. April 2018

Dauerhafte Folgen:

„Victims of bullying are likely to experience several problems, such as depression, anxiety and loneliness, which can persist into adulthood.“
OECD (Hrsg.), „How’s Life? 2015“ (2015), S. 171

Inzwischen weit verbreitetes Problem:

„Laut einer Heidelberger Studie ist jeder vierte Schüler von teils grausamer Schikane betroffen, ein Drittel davon entwickelt eine psychische Störung.“
Süddeutsche Zeitung online am 5. Oktober 2015

Kein Kavaliersdelikt:

„Adolescents who report bullying by peers are significantly more likely to experience depression, to experience/report suicidal ideation and are at an increased risk of suicidal behaviour.“
Aoibheann McLoughlin u. a., „Global trends in teenage suicide: 2003–2014“. In: „The Quarterly Journal of Medicine“, 2015, 108, S. 776

Fragen der Vernunft:

„Welche Erklärung kann es dafür geben, dass es im Interesse der Kinder sein soll, dass man ihnen nicht beibringt, was richtig und was falsch ist? Wie kann es im Interesse des Kindes sein, dass ihm niemals widersprochen wird?“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 172

Tendenz zu amerikanischen Verhältnissen:

„Manche Schulen werden inzwischen von privaten Wachdiensten beschützt. Sie sollen in den Gebäuden, auf den Schulhöfen und an den Eingängen für Sicherheit sorgen. Das ist zwar gleichbedeutend mit einer Kapitulation der Pädagogik, aber zum Teil auch nachvollziehbar, denn immer wieder bringen Schüler Messer oder Reizgas-Sprays mit in die Schule. Wenn wir bei der Integration in diesen Problembezirken keine Fortschritte machen, drohen amerikanische Verhältnisse.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Bild online am 25. März 2018

Bildungswissenschaftliche Zitate zur Disziplin auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate/disziplin


Gesamtschulland England:

„Gesicherte Chancen haben nur die, die schon einen privilegierten Hintergrund haben. Oder aber Eltern, die sich intensiv um diese Frage kümmern. Jene aber, deren Eltern wenig Zeit, Geld und soziales Kapital haben, um das Bildungssystem zu durchdringen, sind klar im Nachteil.“
Alice Bradbury, Bildungsexpertin am University College London, Die Welt online am 31. März 2018

Großbritannien:

„Stark, persistent gaps, widening from pre-birth to post-graduation, characterise the UK, with students from the highest social class groups being three times more likely to enter university as those from the lowest social groups.“
Univ.-Prof. Dr. Chris Pascal u.a., „The impact of early education as a strategy in countering socio-economic disadvantage“ (2013), S. 9

Gesamtschulland Frankreich:

„In France, the difference in science performance on the 2015 PISA between the richest and the poorest students was 115 points. […] A 100-point difference in PISA scores is roughly equivalent to three years of schooling.“
The World Bank (Hrsg.), „Learning to Realize Education's Promise“ (2018), S. 78

Vernichtendes Urteil des „Haut conseil de l’éducation“ über Frankreichs gescheitertes Gesamtschulwesen („collège unique“):

„Un collège qui n’a d’unique que le nom.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Brenner, „Schule und Elite“. In: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.),
„Talente finden – Begabungen fördern – Eliten bilden“ (2014), S. 50

USA:

„The share of the population in large and moderate-sized metropolitan areas who live in the poorest and most affluent neighborhoods has more than doubled since 1970, while the share of families living in middle-income neighborhoods dropped from 65 percent to 44 percent.“
Univ.-Prof. Dr. Sean Reardon u. a., „Growth in the Residential Segregation of Families by Income“ (2011), S. 1

Niederlande:

„In the Netherlands, especially in the large cities, demographic and housing segregation leads to neighborhood schools with large proportions of students from lower socioeconomic and especially ethnic-cultural minority backgrounds.“
Dr. Eddie Denessen u. a., „School and Classroom Diversity Effects on Cognitive and Non-Cognitive Student Outcomes“.
In: „Journal of Education Research“ (2010), Volume 4, Issue 2, S. 3

Das Elternhaus, die erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„One of the most stable and consistently observed phenomena in the field of education is the impact of students’ home background on achievement.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics, and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 181

„In all participating countries“:

„Growing up in a family with highly educated parents offers benefits that are compounded over a lifetime, from a good vocabulary to a taste for reading. […] Evidence from PISA reveals an association between socio-economic background and the performance of 15-year-old students in reading, mathematics and science in all participating countries.“
OECD (Hrsg.), „Skills Outlook 2013“ (2013), S. 111f

Die sechs OECD-Staaten, in denen die Wahrscheinlichkeit zu studieren am stärksten vom Bildungsabschluss der Eltern abhängt (Stand 2012)

1. Italien
2. Polen
3. USA
4. England
5. Nordirland
6. Frankreich
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014. OECD Indicators“ (2014), Table A4.1b

In Österreich werde Bildung besonders stark vererbt, wurde von der Politpropaganda jahrelang behauptet:

„Im europäischen Vergleich zählt Österreich allerdings sogar zu den Ländern, in denen die Studierendenschaft relativ repräsentativ zur Wohnbevölkerung zusammengesetzt ist.“
BMBWF (Hrsg.), „Universitätsbericht 2017“ (2018), S. 35

Viele weitere bildungswissenschaftliche Zitate zur Chancengerechtigkeit auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate/chancengerechtigkeit


Gesamtschulland Großbritannien:

„Obwohl nur sieben Prozent der britischen Kinder nicht staatliche Schulen besuchen, sind ihren Absolventen die Top-Jobs sicher. Nur zwei Beispiele: 71 Prozent der Juristen und 61 Prozent der Mediziner besuchten eine privat finanzierte Schule.“
Die Welt online am 31. März 2018

Die Gefahr einer verengten Schulpolitik:

„Schule kann […] nicht Reparaturbetrieb der Gesellschaft sein. Sie muss auch auf die achten, die leistungswillig sind – weil sonst noch mehr Eltern solcher Kinder das öffentliche Schulsystem in Richtung Privatschule verlassen.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands des Jahres 2017, Der Spiegel vom 4. November 2017

New York:

„In New York, playdate coaches charging $450 an hour train small children in the social skills that might help secure their admission to the most prestigious private schools.“
The Guardian online am 9. Juni 2015

Noteninflation:

„In Sweden, a country in which education vouchers have been readily available since the early 1990s, it appears that an important means for private schools to attract voucher students involves grade inflation. That is, a school appears more attractive if students perceive that it is easier to make better grades on teacher-grades tests.“
Mercedes Schneider, „School Choice. The End of Public Education?“ (2016), S. 35

Experiment gescheitert:

„Die marktkonforme Öffnung der Schulen für private Angebote („Charter Schools“ in den USA, „Academies“ in England) als Konkurrenz zu den staatlichen Schulen führte zu keinen Verbesserungen der Schulqualität.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Rauch u. a., „Auswirkungen von Schulrankings auf Unterricht, Schulorganisation und Bildungssystem“ (2016), S. 17

Charter Schools:

„More than 80 % of charter schools are either no better or worse than traditional public schools at securing math and reading gains for their students.“
Univ.-Prof. Dr. David Berliner, „50 Myths and Lies That Threaten America's Public Schools“ (2014), S. 23f

Propaganda wurde von Wirklichkeit widerlegt:

„Advocates of charter schools claim they produce better academic results than traditional public schools and cost less because of lower overhead. Neither of these promises has been fulfilled.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 167

Englands Erfahrung mit der Privatisierung von Schulen („academies“):

„The gap between more disadvantaged pupils and others had grown wider on average in academies than in comparable maintained schools.“
Sutton Trust (Hrsg.), „The impact of academy chains on low-income students“ (2015), S. 8

„Flucht des Mittelstandes“:

„In vielen Ländern ist es nicht ungewöhnlich, einen Kredit aufs Haus aufzunehmen, um den Privatschulbesuch des Nachwuchses zu finanzieren. Eltern sind bereit, an allen Rädchen zu drehen, die sie nur irgendwie finden können, damit ihre Kinder auf die ‚richtige‘ Schule kommen – und die ist eben oft privat.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Vorbild für Wiens Schulpolitik?

„In Berlin sind öffentliche Schulen immer nur die zweite Wahl. Die Eltern fliehen in Richtung Privatschule, wenn sie können. […] Jeder Fünfte kann nicht richtig lesen und schreiben. In Sachsen und Bayern sind es dagegen nur 7,2 und 7,9 Prozent, die dieses Problem haben.“
Berliner Zeitung online am 9. Jänner 2018

Bildungswissenschaftliche Zitate zur Differenzierung auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-f-k/gesamtschule-differenzierung


Schüleradäquater Unterricht:

„Die Forschung dazu zeigt, dass Schüler mit Lernschwierigkeiten und defizitären Sprachkompetenzen unbedingt eine starke Struktur, eine klare Führung, ein kognitives Gerüst und viele kurzschrittige Hilfen, Anregungen und Rückmeldungen benötigen, ansonsten sind sie verloren. Begabte, lern- und leistungsstarke Schüler dagegen brauchen dies nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Helmke, news4teachers.de am 7. März 2018

Selbstentdeckendes Lernen von Bildungswissenschaft entzaubert:

„Enthusiasm for ‚discovery learning‘ is not supported by research evidence, which broadly favours direct instruction.“
Dr. Robert Coe u. a., „What makes great teaching?“ (2014), S. 22

Dogmatische Engführung:

„Alles, was irgendwie nach sogenanntem lehrerzentrierten Unterricht riecht und nicht der Vorstellung vom Lernbegleiter nahe kommt, wird verteufelt.“
Bernd Saur, Vorsitzender des Philologenverbands Baden-Württemberg, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 2

Worthülsen-Didaktik:

„Dass der Erwerb von Kulturtechniken, sprachlichen Fähigkeiten und basalem Wissen nicht ohne Disziplin, ohne Üben, ohne Wiederholungen zu haben ist, will einer modischen Didaktik nicht recht einleuchten, die gerne vom Lernen durch Innovation und dem kreativen Umgang mit der Sprache schwärmt.“

Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 124


„Niederschmetternde Ergebnisse“:

„Seit Jahrzehnten ist die Grundschule das pädagogische Experimentierfeld schlechthin. Das begann schon in den siebziger Jahren mit der unseligen Mengenlehre, hinzu kamen die flexible Einschulung fünf bis sieben Jahre alter Kinder, die Abschaffung der Ziffernoten in den ersten drei Klassen, das Schreiben nach Gehör und der ausgemachte Unsinn von Fächerverbünden, den auch Baden-Württemberg eingeführt hat. Fächerübergreifendes Lernen ist - wenn überhaupt - nur dann sinnvoll, wenn die Basis im Fach stimmt.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 26. Oktober 2017

PISA-Superstar Shanghai:

„Ironically, traditional approaches to education have likely contributed to the success of Shanghai’s students in PISA 2009, while contemporary curriculum reforms are looking outward in efforts to move the system away from these approaches.“
Dr. Sam Sellar u. a., „Looking East: Shanghai, PISA 2009 and the reconstitution of reference societies in the global education policy field“
in „Comparative Education“ (2013), 49:4, S. 470

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Das Wesentliche für den Lernvorgang aber sind: Geduld, Ausdauer, Fleiß und die Bereitschaft der Wiederholung.“
Prof. Dr. Jost Schieren, „Was sollen Lehrer können?“ in Krautz u.a. (Hrsg.),
„Persönlichkeit und Beziehung als Grundlage der Pädagogik“ (2013), S. 201

Appell eines Praktikers an die LehrerInnen:

„Sei ein ermutigender sensibler, souveräner Anführer! Selbstlerneuphorie ist fehl am Platz – zu viel und zu frühe Eigenverantwortlichkeit belastet vor allem schwächere Lerner.“
Michael Felten, „Lernwirksamkeit statt Methodenfeuerwerk – Unterrichten im Jahre 4 nach Hattie“.
In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 21

„The question before us today is how can evidence inform policy“:

„The body of evidence on effective teaching practice is now overwhelming. The PISA results from last year serve to confirm the ever-growing body of international evidence on this point, that teacher-led instruction is more effective than child-centred, enquiry-based approaches.“
Nick Gibb, Englands Schulminister, Ansprache vor dem Education World Forum, 24. Jänner 2017

Methodenmix und üben, üben, üben:

„Es gibt keine allein seligmachende Unterrichtsmethode. Das Beste ist der Methodenmix, eine Kombination aus Frontalunterricht, Gruppenunterricht und selbstständigem Lernen. Schüler lernen unterschiedlich. Der eine hört besser zu, der andere muss etwas selber machen, der Dritte arbeitet gerne in der Gruppe. Und dann natürlich: üben, üben, üben.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, bildungsklick.de am 16. April 2018

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu Unterrichtsmethoden auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-z/unterrichtsmethoden


„Ever more challenging”:

„The nature of the teaching profession is now ever more challenging. Among other things, teachers are expected to embrace student-centred methods, while grappling with the impact of globalisation and new technology in their classrooms.“
OECD (Hrsg.), „Teaching in Focus 20“ (Jänner 2018), S. 2

„Am Limit“:

„Viele Lehrer sind am Limit. Mit Solidarität oder gar Unterstützung können sie jedoch kaum rechnen.“
Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 18

„Emotional und sozial stehengeblieben“:

„Ich erlebe in meiner Praxis immer mehr Eltern, die ihre Kinder wie kleine Erwachsene behandeln, die mit ihnen in einer Symbiose leben und nicht mehr fähig sind, das Verhalten des Kindes kritisch zu hinterfragen. Das geschieht ohne böse Absicht, führt aber dazu, dass ich immer mehr Kinder sehe, die emotional und sozial auf dem Entwicklungsstand eines 16-monatigen Kleinkinds stehengeblieben sind.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, www.beobachter.ch am 16. Oktober 2016

„Noch ein bisschen schwieriger“:

„Erziehen ist ein mühseliges Geschäft. Das weiß jede Mutter und jeder Vater. Lehrer haben es noch ein bisschen schwieriger, weil sie nicht nur ein Kind vor der Nase haben, sondern gleich dreißig oder mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Gewalt gegen LehrerInnen an Deutschlands Schulen:

„45 Prozent der Befragten erwarten von der Schulverwaltung und 58 Prozent der Befragten von der Landesregierung und dem Schulministerium, dass sie endlich mehr unterstützt und besser geschützt werden.“
bildungsklick.de am 14. November 2016

In Österreich besser?

Besonders hohe gesundheitliche Belastung:

„Lehrkräfte werden in besonders hohem Maße beansprucht. Kaum ein anderer Beruf geht mit vergleichbar komplexen, intensiven und über viele Stunden praktisch ununterbrochen andauernden sozialen Interaktionen einher – vielfach verschärft durch ungünstige zwischenmenschliche, organisatorische und materielle Arbeitsbedingungen an der einzelnen Schule.“
Dipl.-Psych. Helmut Heyse, „Lehrergesundheit fördert Qualität von Schule: Landauer Empfehlungen zur Lehrergesundheit“
in Jäger (Hrsg.), „Mobbing am Arbeitsplatz Schule“ (2013), S. 165

Wachsender Druck:

„Verschiedene Studien zeigen, dass der Lehrerberuf seit langem zu den Spitzenreitern zählt, wenn es um psychische und psychosomatische Leiden geht – und eine Besserung der Verhältnisse ist nicht in Sicht. […] Der Druck an Schulen wächst. Es ist vor allem dieser Druck, der permanente Stress, der immer mehr Lehrer erkranken lässt.“
news4teachers.de am 13. Jänner 2018

Der Weg ins Burnout:

„Gewalterfahrung einerseits, einschließlich der Erfahrung, dieser ohne gesicherte Unterstützung der Kollegen, des Rektors oder der Schulbehörde ungeschützt ausgeliefert zu sein, sowie überlange Arbeitszeiten andererseits fördern die Entwicklung eines Burnouts.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 32f

„Niemals richtig Feierabend“:

„So geht das Arbeiten zu Hause nicht selten mit dem Gefühl einher, niemals richtig Feierabend zu haben bzw. immer im Dienst zu sein.“
Cosima Dorsemagen u.a., „Arbeitszeit an Schulen: Welches Modell passt in unsere Zeit?“
In: Martin Rothland (Hrsg.), „Belastung und Beanspruchung im Lehrerberuf“ (2012), S. 236

Die Schwierigkeit, sich abzugrenzen:

„Ein Problem im Lehrberuf ist, dass man nie fertig ist: Sie können eine Unterrichtsstunde immer noch besser vorbereiten, einen Ausflug noch attraktiver gestalten, jedes Jahr weitere zusätzliche Projekte übernehmen und bei einem Problemfall noch mehr und noch mehr Elterngespräche führen. Eine Schwierigkeit dabei ist, sich im richtigen Moment von übermässigen Ansprüchen abzugrenzen – auch den eigenen.“
Prof. Dr. Jürg Frick, Schweizer Radio und Fernsehen online am 22. April 2018

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Lehrerbelastung auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-l-bis-p/lehrerbelastung


Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 30. April 2018):



Deutschland:
Österreich:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich:
Italien:

 
6,2 %
10,1 %
15,9 %
18,9 %
21,6 %
32,8 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
10

16
15
14
AMS, „Übersicht über den Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 6

In Bayern beträgt die Jugendarbeitslosenquote sogar nur 2,4 %. Manche wollten trotzdem Finnland, Frankreich oder Italien schulpolitisch imitieren …

Arbeitslosenquote 20- bis 29-Jähriger nach Geburtsort (Stand 2017):

Österreich:
Ausland:
6,1 %
12,9 %
Eurostat, Abfrage vom 3. Mai 2018

Erstmals mehr als ein Drittel der Arbeitslosen Österreichs ohne österreichische Staatsbürgerschaft:

„Inländer hatten 256.005 (minus 9,6 Prozent) keinen Job, Ausländer 128.481 (minus 1,7 Prozent).“
Wiener Zeitung online am 2. Mai 2018

Arbeitslosenquote 15- bis 24-Jähriger (Stand 2015):

„Besonders hoch war die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen aus Syrien mit 78,6 % sowie aus Serbien mit 45,1 % und Afghanistan mit 42,1%.“
ÖIF (Hrsg.), „Kinder & Jugend. Statistiken zu Migration & Integartion 2016“ (2017), S. 8

„Das ist die Herausforderung“:

„Die ersten Ergebnisse unserer Kompetenzchecks haben ergeben, dass 25 Prozent der Afghanen noch nie in der Schule waren, das ist die Herausforderung.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Die Presse vom 28. Oktober 2016

Immigrantinnen aus Syrien und Afghanistan:

„In Hinblick auf die Arbeitslosenquote steht man insbesondere bei Frauen aus Syrien (75,0 Prozent) und aus Afghanistan (56,2 Prozent) vor großen Herausforderungen.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF. In: ÖIF (Hrsg.), „Frauen – Statistiken zu Migration & Integration 2016“ (2017), S. 5

„Rund 15 bis 20 Jahre“:

„Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der Europäischen Kommission, welche die Arbeitsmarktintegration von anerkannten Flüchtlingen vor 2014 untersucht hat, kommt zum Ergebnis, dass es im Schnitt rund 15 bis 20 Jahre dauert, bis sich die Beschäftigungsquote von Flüchtlingen an das Niveau von Einheimischen angeglichen hat.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), S. 40

„Obstacles to the successful integration“:

„Socio-economic disadvantage and language barriers are two of the greatest obstacles to the successful integration of students with an immigrant background.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 14

Schulen entscheiden über die Zukunft der Gesellschaft:

„Ob ‚wir es schaffen‘, um die Bundeskanzlerin zu zitieren, hängt davon ab, ob wir die Schulen in die Lage versetzen, schnell und spürbar etwas zum Besseren zu verändern.“
Cem Özdemir, Abgeordneter zum Deutschen Bundestag, 2008- 2018 Bundesvorsitzender der Grünen,
Die Welt online am 29. März 2018

Vielfältiges Schulwesen Basis für im internationalen Vergleich sehr gute Werte:

„Fast die Hälfte aller Arbeitslosen in Österreich haben keinen Schulabschluss oder maximal Pflichtschulabschluss. Das zeigt deutlich, wie wichtig Ausbildung ist, nicht nur, um in Beschäftigung zu kommen, sondern auch, um in Beschäftigung zu bleiben.“
Mag. Wolfgang Sobotka, Nationalratspräsident, Niederösterreichische Nachrichten online am 28. April 2018

Elternverantwortung:

„Zuallererst sind bei der Bildung und Erziehung der Kinder die Eltern gefordert, dann unterstützen Kindergärten und Schulen diese bei ihrem heute sicher nicht einfachen Erziehungsauftrag. Was in frühester Kindheit aus Unwissenheit, Nachlässigkeit oder auch Bequemlichkeit versäumt worden ist, lässt sich später - wenn überhaupt - nur mit großer Kraftanstrengung und hohem finanziellen Aufwand wieder ausbügeln.“
bildungsklick.de am 6. März 2018

Das Primat des Elternhauses:

„Eltern liefern als Heimathafen emotionale Geborgenheit und als Lotsen Beratungsleistung für die jungen Menschen bei ihrer Bewältigung von Entwicklungsaufgaben.“
Shell Deutschland Holding (Hrsg.), „Jugend 2015 – Eine pragmatische Generation im Aufbruch“ (2015), S. 306

Familiäre Prägung der ersten fünf Lebensjahre:

„Longitudinal studies conducted in Australia, Canada, the United Kingdom and the United States show that five-year-old children from low SES show higher levels of attention and behaviour problems compared to their peers from high SES.“
OECD (Hrsg.), „Educational Opportunity for All“ (2017), S. 65

Das erste Lebensjahrzehnt:

„Ability gaps across individuals and between socio-economic groups open up at early ages, for both cognitive and socio-emotional skills. Cognitive abilities become stable around the age of ten, suggesting that environmental conditions below this age are important and that early policy interventions pay off more than later interventions.“
Univ.-Prof. Dr. Giorgio Brunello, „Books are Forever: Early Life Conditions, Education and Lifetime Earnings in Europe“.
In: „The Economic Journal“ 127 (2015), S. 287

Quality parenting:

„Raw intelligence is not fixed solely by parental genes, although heritability plays an important role in shaping it. It is boosted by quality parenting and by caring environments. It becomes solidified around the time of puberty.“
Dr. Tim Kautz u. a., „Fostering and Measuring Skills:
Improving Cognitive and Non-Cognitive Skills to Promote Lifetime Success“ (2014), S. 11

Wohlstand nicht in erster Linie eine Frage des Geldes:

„15-year-olds with parents who reported that they 'spend time just talking to my child' or 'eat the main meal with my child around a table' regularly were more likely to report high life satisfaction levels.“
Anne Choi, „Emotional well-being of children and adolescents“ (2017), S. 20

USA:

„Socioeconomic status (SES) gaps in achievement are larger than in the past, and at least half these gaps are present at school entry. Neuroscience, developmental psychology, and economics point to importance of the early years.“
Univ.-Prof. Dr. Jane Waldfogel, brookings.edu am 27. Jänner 2014

„Family is of crucial importance“:

„A child’s early years matter tremendously in the development of skills, as they lay the foundations for future skill development. […] During these years, family is of crucial importance and the patterns of interaction between parents and children have significant impacts on cognitive, social and emotional skills.“
Hiroko Ikesako u. a., „Fostering social and emotional skills through families, schools and communities“ (2015), S. 14

Dialog mit den Eltern:

„Zur Sprachentwicklung, der Eintrittskarte in unser intellektuelles Leben, brauchen Kinder den Dialog mit den Eltern und anderen Erwachsenen, die sich um sie kümmern. Bücher regen diesen Dialog an, E-Books nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Manfred Spitzer, „Cyberkrank!“ (2015), S. 232

Smartphone als Ersatz:

„Eine Studie aus 2013 zeigt, dass fast 40 Prozent der Kinder unter zwei Jahren bereits Smartphones benutzen — zwei Jahre zuvor waren es noch zehn Prozent.“
www.businessinsider.de am 6. Jänner 2018

Bildungswissenschaftliche Zitate zum familiären Umfeld auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-f-k/famumfeld


OECD-Warnung:

„Academic underperformance among immigrant students is particularly critical in Austria, Belgium, Denmark, Finland, Germany, Iceland, Luxembourg, Slovenia, Sweden and Switzerland.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 82“ (März 2018), S. 5

Die OECD weiß um die dramatische Situation seit Spätherbst 2001 (Präsentation der Ergebnisse des ersten PISA-Durchgangs) und schickt im Frühjahr 2018 eine Warnung aus.

Schweden:

„Since 2016, Sweden has implemented a policy whereby diagnostic tests on students’ previous schooling and their level of academic knowledge are conducted within two months of the student’s arrival at school. Subsequently, additional tests are conducted in different school subjects. No more than two months after the student is enrolled in a school, the principal makes a decision regarding his or her grade and placement in either introductory (separate) or regular class.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 272

„Bürger, Demokraten und Eltern von morgen“:

„Häufig geht in der öffentlichen Diskussion unter, dass das Bildungssystem nicht nur die zukünftigen Beitragszahler und Arbeitskräfte ausbildet, sondern auch die Bürger, Demokraten und Eltern von morgen. Alle Versäumnisse werden also nicht nur monetäre Konsequenzen haben, sondern können sich auch dauerhaft auf die politische Kultur auswirken.“
Konrad Adenauer Stiftung (Hrsg.), „Muslimische Kinder und Jugendliche in Deutschland“ (2017), S. 154

Wenn nur mehr eine kleine Minderheit die Unterrichtssprache außerhalb der Schule spricht: 

„In Wien sind Bezirke zu finden, in denen mehr als die Hälfte der Volksschulkinder im Alltag überwiegend eine andere Sprache als Deutsch spricht. Die höchsten Anteile weisen dabei Volksschulen im 5. Wiener Gemeindebezirk auf (88,5 %), gefolgt vom 20. (83,1 %), 16. (81,6 %) und 15. Bezirk (79,5 %).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 26

Das Entstehen von Parallelwelten:

„Nur vier von zehn Türkinnen im erwerbsfähigen Alter gehen einer Beschäftigung nach. Im Vergleich dazu sind etwa sieben von zehn Österreicherinnen erwerbstätig.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Menschen türkischer Herkunft in Österreich“ (2017), Vorwort

Duale Bildung DIE Chance für Integration:

„Es ist […] vorranging darüber nachzudenken, ob das für Österreich, Deutschland und die Schweiz charakteristische und erfolgreiche Modell der dualen Ausbildung für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen besser genutzt werden kann. Die Zahlen an Lehrlingen mit Fluchthintergrund sind weiterhin niedrig.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), S. 48

80 Prozent unterstützen Deutschklassen:

„Laut einer aktuellen Umfrage des Nachrichtenmagazins ‚profil‘ sehen Herr und Frau Österreicher die geplante Deutschklassen-Offensive von Türkis-Blau durchaus positiv. Rund 80 Prozent halten die geplante Maßnahme für Schüler, die nicht gut Deutsch können, für ‚richtig‘. […] Lediglich acht Prozent empfinden die Einführung für ‚eher falsch‘ oder gar ‚ganz falsch‘ (5 Prozent).“
www.heute.at am 21. April 2018

ALLEN jungen Menschen eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglichen:

„Just as fluency in the language spoken in the host community is important for adults because it ensures their economic and social integration, language fluency among school-aged children ensures that they are able to make the most of the learning opportunities offered by schools.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 121

Erfolgreicher Schulbesuch setzt Kenntnis der Unterrichtssprache voraus:

„Klares Ziel sei es, dass Kinder erst dann ins Regelschulsystem einsteigen, wenn sie dem Unterricht auf Deutsch folgen können: ‚Das hilft allen‘, den Lehrern, den Kindern, die dem Unterricht nicht folgen können, und jenen Schülern in deren Klasse anderenfalls das Niveau sinken würde.“
Bundeskanzler Sebastian Kurz, Die Presse online am 18. April 2018

Gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft:

„Wir dürfen unsere Lehrerinnen und Lehrer mit den Problemen der Integration und des Zusammenlebens nicht länger alleine lassen. In den Schulen liegt der Schlüssel für unsere Zukunft.“
Cem Özdemir, Abgeordneter zum deutschen Bundestag, 2008-2018 Bundesvorsitzender der Grünen, Die Welt online am 29. März 2018

Berlin:

„Der Anteil der besonders verhaltensauffälligen Kinder – offiziell nennt sich das ‚Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung‘ – hat sich an den Förderschulen binnen sieben Jahren verzehnfacht. An den allgemeinbildenden Schulen stieg ihre Zahl im gleichen Zeitraum um gut 1300 auf insgesamt knapp 4000 Schüler.“
Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Wie wahr!

„Manche Situationen lassen sich pädagogisch nicht mehr lösen. […] Lehrkräfte müssen die Möglichkeit haben, störungsfrei zu unterrichten.“
Dipl.-Päd. Sandra Scheeres, Bildungssenatorin Berlins (SPD), Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Interkulturelle Konflikte nehmen zu:

„Viele Berliner Schulen sind ein Spiegel der Gesellschaft. Die Anzahl der Grundschüler, die zu Hause vornehmlich eine andere Sprache als Deutsch sprechen, ist seit 2008 von 35 auf mehr als 45 Prozent eines Jahrgangs angestiegen. Interkulturelle Konflikte unter Schülern, besonders an innerstädtischen Brennpunkt-Schulen, nehmen zu.“
Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Ensuring that pupils accept the institution of schooling:

„While society is moving in a direction towards less authority and more independence, this does not mean that education must follow suit. Indeed, it could be argued that it becomes even more important that schools retain some authoritative structures to ensure that pupils accept the institution of schooling.“
Gabriel Heller Sahlgren, „Real Finnish Lessons – The true story of an education superpower“ (2015), S. 65

Finnlands Premierminister Juha Petri Sipilä:

„Classroom discipline will be improved by ensuring that teachers can focus on their core task, which is teaching.“
Prime Minister’s Office (Hrsg.), „Finland, a land of solutions“ (2015), S. 18

Systems of rewards and sanctions:

„Using systems of rewards and sanctions for reinforcing good behaviour and punishing misbehaviour are central in schools’ behaviour policies in England.“
Gabriela Moriconi u. a., „Supporting teachers and schools to promote positive student behaviour in England and Ontario (Canada)“ (2015), S. 41

Disziplin Basis für erfolgreichen Unterricht:

„Girls’ better marks may reflect the fact that they tend to be ‚better students‘ than boys: they tend to do what is required and expected of them, thanks to better self-regulation skills, and they are more driven to excel in school. […] Disruptive behaviour and lack of engagement with school among boys affects not only the boys themselves, but often the entire class.“
OECD (Hrsg.), „The ABC of Gender Equality in Education“ (2015), S. 157

Feigheit schafft Hilflosigkeit:

„Man erreicht keinen höheren Respekt, wenn man sich nicht traut, einen Störer während des Unterrichts vor die Tür zu setzen. In der heutigen Schule herrscht ein Arbeitsklima, das keinen guten Nährboden für natürliche Autorität darstellt.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 278

Handlungsbedarf in Österreich besonders groß:

„Österreich hat die Kinderrechtskonvention 1992 unterzeichnet und die Rechte der Kinder auch in der Verfassung 2011 verankert. Österreich verpflichtet sich damit, alle Kinder und Jugendlichen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder Herkunft vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung zu schützen. [...] Aktuelle Daten zeigen, dass trotz intensiver Bemühungen Österreich im internationalen Vergleich noch aufzuholen hat. Über ein Drittel (35 %) der österreichischen SchülerInnen gibt an, an Mobbing von MitschülerInnen beteiligt gewesen zu sein. Fast ein Drittel (32 %) berichtet, Opfer von Mobbing geworden zu sein.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann. In: BMBWF (Hrsg.), „Mobbing an Schulen“ (April 2018), Vorwort

Schutz der Gemeinschaft:

„‚Wir müssen Schülerinnen und Schüler, die massiv und kontinuierlich den Unterricht stören und gewalttätig gegenüber Mitschülern und Schulpersonal sind, zeitweise auch aus dem Regelunterricht herausnehmen können.‘ Sie könnten dann in temporären Kleingruppen unterrichtet werden.“
Dipl.-Päd. Sandra Scheeres, Bildungssenatorin Berlins (SPD), Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur „Disziplin“ auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate/disziplin


Geringer Schulabbruch: Eine besondere Leistung unseres Schulwesens:

„Mit einem Wert von 7,3 % lag Österreich 2015 deutlich unter dem EU-15- bzw. EU-28-Durchschnitt (11,4 % bzw. 11,0 %).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2015/16 – Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2017), S. 124

Italien:

„Among the several reasons contributing to the low skill performance of Italians, early school drop-out is particularly worrisome as this is a barrier for young Italians to fully develop their skills in the formal education system.“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. Italy“ (2017), S. 37

Schweden:

„Harassment and bullying from peers or personnel in the school are clearly the most common causes, 46 percent cite that as a reason.“
EU-Kommission (Hrsg.), „10 reasons for dropping-out” (2013), S. 11

Immer weniger Platz für SchulabbrecherInnen am Arbeitsmarkt:

„Only 53 % of Europeans who have no upper secondary diploma are employed, against 74 % of those with upper secondary education and 84 % of those with tertiary education.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016“ (2016), S. 27

Großbritannien:

„Among 16- and 17-year-olds in the United Kingdom, school dropouts are three times more likely to commit crimes than those who have stayed in school, and this gap remains well into their early 20s.“
The World Bank (Hrsg.), „Learning to Realize Education's Promise“ (2018), S. 41

Working poor:

„Personen mit maximal Pflichtschulabschluss sind fast dreimal so häufig von einer ‚Working poor‘-Situation betroffen wie höher Gebildete.“
Mag. Doris Landauer, „Bildungsarmut und ihre lebenslangen Folgen“ (2016), S. 21

Frankreichs Reaktion auf die hohe Dropout-Quote:

„Since 2015, the right to return to school was opened up to all early school leavers aged 16 to 25, and investments has [sic] been made to make school leavers aware of this possibility, to provide bursaries for individuals returning to school, and to provide enough places.“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. France“ (2017), S. 65

Reducing the risk of radicalization:

„The most recent EU Council Conclusions on Youth and Education again stresses the need to reduce early school leaving as a way to reduce marginalization and, in turn, the risk of radicalization.“
Agnese Macaluso, „From Countering to Preventing Radicalization Through Education“ (2016), S. 4

19 von 20 schaffen einen Sekundarstufe II-Abschluss:

„Jugendliche, die in der 9. Schulstufe eine AHS-Oberstufe beginnen, haben die höchste Wahrscheinlichkeit diese auch erfolgreich abzuschließen. Etwas über 80 % von ihnen gelingt dies, weitere 13 % wechseln erfolgreich in eine andere Ausbildung der Sekundarstufe II (d.h. sie schließen diese dann schlussendlich erfolgreich ab). Nur 5 % aller AHS-AnfängerInnen gelingt kein erfolgreicher Abschluss der Sekundarstufe II.“
ibw (Hrsg.), „Schul- und Ausbildungsabbrüche in der Sekundarstufe II in Oberösterreich“ (2014), S. 54

Das Gegenteil dessen, was in Österreich jahrelang von „BildungsexpertInnen“ behauptet wurde, ist wahr:

„Österreich gehört zu den Ländern Europas mit den niedrigsten Schulabbruchsraten.“
Susanne Linde u. a., „„… damit niemand rausfällt““ (2016), S. 21

Die ersten drei Lebensjahre:

„In drei von vier Familien lesen Eltern in den ersten 3 Jahren bereits vor – in 28 Prozent der Familien aber (fast) nie.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – aber ab wann?“ (2017), S. 13

Lesekompetenz 10-Jähriger von Elternhaus geprägt:

„Es wird deutlich, dass in jedem Land die Eltern von lesestarken Kindern wesentlich häufiger zu Hause lesen als jene der leseschwachen. In Österreich lesen 63 % der Eltern von lesestarken Kindern mindestens 6 h pro Woche, bei den Leseschwachen geben hingegen nur 28 % der Eltern eine so hohe Lesezeit an.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS 2016. Die Lesekompetenz am Ende der Volksschule. Erste Ergebnisse“ (2017), S. 73

Finnlands Lese-„Wunder“:

„Finnish parents read a lot, books and newspapers are easily available through a dense library network, and children are exposed to subtitled television and movies at an early age.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 178

Anteil der Grundschulen, an denen laut Schulleitung nicht einmal 25 % der SchulanfängerInnen „Literacy Skills“ besitzen (Stand 2016):

Finnland:
Internationaler Mittelwert:
Deutschland:
Österreich
2 %
31 %
71 %
74 %
IEA (Hrsg.), „PIRLS 2016. International Results in Reading“ (2017), S. 182

Frühe Prägung:

„Wer schon vor dem Schulbeginn erste Fertigkeiten im Umgang mit Schrift aufbaue, profitiere langfristig davon. ‚Kinder, denen im Vorschulalter regelmäßig individuell vorgelesen wird, haben deshalb von Beginn an einen Vorteil.‘“
Univ.-Prof. Dr. Thomas Lachmann, www.news4teachers.de am 23. März 2017

Einmal mehr bestätigt:

„Machen sich Kindergartenkinder beim gemeinsamen Lesen mit Buchstaben vertraut, profitieren sie davon langfristig. Sie lernen auf diese Weise die Rolle von Buchstaben, was als wichtige Voraussetzung zum späteren Lesen- und Schreibenlernen gesehen wird, wie Psychologen der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachmagazin ‚Frontiers in Psychology‘ berichten.“
www.news4teachers.de am 23. März 2017

Die vier wichtigsten Quellen der Lesekompetenz 10-Jähriger:

„The main findings of the PIRLS 2011 model, both for the EU as a whole and for individual countries, show that the four variables that have a strong impact on reading achievement are: home resources for learning scale, students like reading scale, recognize most of the letters of the alphabet and parental book reading.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Reading Literacy in EU Countries: Evidences from PIRLS“ (2013), S. 55 

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Research shows that, from an early age, a significant contributor to children’s motivation to read and reading achievement is their parents’ attitudes and behaviors toward reading.“
IEA (Hrsg.), „Is reading contagious? Examining parents’ and children’s reading attitudes and behaviors“ (2015), S. 2

„Reading is a form of listening“:

„By reading we decode a text to be able to understand what the writer wants to communicate. Writing, on the other hand represents the speaking part of a conversation: it is about trying to communicate one’s own thought process to others. By reading and writing individuals exercise the ability to put themselves in other people’s shoes.“
Dr. Francesca Borgonovi u. a., „The educational roots of trust“ (2015), S. 33

Erlesen:

„Europa kann und muss im besten Sinn des Wortes erlesen werden, die Fähigkeit, sich lesend den unzähligen Stimmen dieses Kontinents, der schon längst seine Grenzen überschritten hat und sich der Idee der Weltliteratur verpflichtet fühlt, zu nähern, wäre eine europäische Tugend par excellence. Der grassierende Analphabetismus aber und die demonstrative Verächtlichmachung des Buches wären endlich als antieuropäische Phänomene zu begreifen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), S. 92

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Wie wahr!

„Um am Unterricht teilhaben zu können, ist das Beherrschen der deutschen Sprache unumgänglich.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, Neues Volksblatt vom 13. April 2018

Österreichweit spricht bereits mehr als ein Viertel der 10- bis 14-Jährigen eine andere Umgangssprache als Deutsch:

„In Neuen Mittelschulen sprechen 31,2 % der Schülerinnen und Schüler im Alltag überwiegend eine andere Sprache als Deutsch, in der AHS-Unterstufe liegt dieser Anteil bei 20,4 %.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 24

Höchste Zeit für Neues:

„Derzeit könne ein Drittel der Kinder nach Beendigung der Volksschule nicht ausreichend sinnerfassend lesen, viele würden dem Unterricht nicht folgen können. ‚Insofern ist es wichtig, hier ein neues Modell zu schaffen.‘“
Bundeskanzler Sebastian Kurz, Die Presse online am 18. April 2018

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, die die Bildungsstandards in Mathematik nicht oder nur teilweise erreichen (Stand 2012):

ohne Migrationshintergrund::
mit Migrationshintergrund: 
19 %
42 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), S. 183

SchulabbrecherInnen unter den 18- bis 24-Jährigen (Stand 2015):

Jugendliche ohen Migrationshintergrund:
MigrantInnen der 2. Generation:
MigrantInnen der 1. Generation:
4,3 %
16,0 %
19
,6 %
Quelle: www.bmb.gv.at unter Berufung auf Statistik Austria, Abfrage vom 28. Oktober 2016 

Hilfsarbeiterjobs haben keine Zukunft:

„Während nur drei von 100 Personen ohne Migrationshintergrund einen ‚Beruf für Ungelernte‘ ausüben, sind es bei den Migranten der zweiten Generation 11 von 100, also fast viermal so viel.“
Kurier online am 13. April 2018 

Arbeitslosenquote 20- bis 29-Jähriger nach Geburtsort (Stand 2016):


Deutschland:
Österreich::
Inland 
5,3 %
7,1 %
Ausland
9,1 %
13,5 %
Eurostat, Abfrage vom 19. April 2018

Deutschland hat „etwas“ schneller reagiert:

„Das schlechte Abschneiden von Kindern mit Migrationshintergrund bei den ersten PISA-Tests von 2000 hat uns in allen Bundesländern zu einem Umdenken bewegt. Damals hat man Zuwandererkinder einfach in die regulären Klassen gesteckt, wo sie weder die Sprache richtig erlernen, noch dem Fachunterricht folgen konnten. Heute wissen wir, dass der Besuch von eigenen Sprachförder-, Sprachlernklassen, Übergangsklassen oder Willkommensklassen, wie sie in anderen Bundesländern heißen, absolut sinnvoll ist, bevor diese Kinder in Regelklassen wechseln.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Die Tagespost online am 11. April 2018

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Research indicates that fluency in the host-country language is one of the most important determinants of social and economic integration of immigrant students. Since humans communicate first and foremost by speaking, writing and reading, learning the language spoken in the host country has an immediate impact on immigrants’ lives and on their integration.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 118

„Ein erster Schritt“:

„Das Konzept der Bundesregierung – standardisierte Tests vor Schuleintritt, Deutschförderklassen oder Verbesserung der Deutschkompetenz vor Übertritt in den Regelunterricht – geht in die richtige Richtung, ist aber nur ein erster Schritt. Das Ziel aller Reformbestrebungen muss sein, dass Kinder bereits vor dem Eintritt in die erste Schulstufe die deutsche Sprache ausreichend beherrschen, um dem Unterricht folgen zu können.“
Dr. Monika Köppl-Turyna, Agenda Austria, Kurier onine am 13. April 2018 

Kinder, die ein Jahr vor Schuleintritt besonderen Sprachförderbedarf aufweisen (Stand Herbst 2015):

Erstsprache
Deutsch:
Nicht-Deutsch:
Türkisch:

14 %

67 %
79 %
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 45

Früh fördern:

„Bereits nach spätestens 36 Monaten sollte im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung eine Sprachstandsfeststellung – mit Fokus auf die deutsche Sprache – durchgeführt werden. Bei einer unzureichenden Sprachentwicklung sollten die Eltern zu Beratungsgesprächen verpflichtet und entsprechende Fördermaßnahmen besprochen und eingeleitet werden.“
Agenda Austria (Hrsg.), Policy Brief vom 6. März 2018, S. 5

Wachsendes Problem:

„In 31 % der Schulen tritt mindestens mehrmals im Monat eine Form von Cybermobbing auf, in weiteren 39 % der Schulen finden solche Vorkommnisse seltener als monatlich statt. Lediglich 24 % der befragten Lehrkräfte geben an, im Lauf des vergangenen Jahres keinen konkreten Fall von Cybermobbing bei ihren Schülern erlebt zu haben. 6 % konnten hierzu keine Aussage machen.“
Bündnis gegen Cybermobbing (Hrsg.), „Cyberlife II. Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr.
Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“ (2017), S. 47

Multiple psychosocial and behavioural problems:

„Cyberbullying is significantly related to multiple psychosocial and behavioural problems such as feeling angry, anxious, depressed, skipping schools and not being able to focus on school tasks that often deteriorate children's emotional well-being and educational outcomes. When it becomes extreme, cyberbullying victims can ideate or attempt suicides.“
Anne Choi, „Emotional well-being of children and adolescents“ (2017), S. 19

Digitale Waffen in Kinderhand:

„Cybermobbing wird immer mobiler. Smartphones werden immer mehr zur digitalen Waffe. […] Gemeinheiten, Beleidigungen, Verleumdungen durch die Bildung von Hassgruppen in sozialen Netzwerken oder über WhatsApp nehmen deutlich zu.“
Dr. Catarina Katzer, Mitbegründerin des Bündnisses gegen Cybermobbing, Westfälische Nachrichten online am 16. April 2018

Beobachtete Folgen von Cybermobbing:

„Am häufigsten beobachten Lehrer (74 %) bei den betroffenen Schülern niedergeschlagene bzw. bedrückte Stimmungen. Fast jeder Zweite bemerkte zudem Angstzustände (48 %) und ein Leistungsabfall in der Schule (47 %). Weitere häufiger beobachtete Symptome sind Konzentrationsprobleme (42 %), plötzliche Verschlossenheit (40 %) und häufiges Fehlen im Unterricht (32 %).“
Bündnis gegen Cybermobbing (Hrsg.), „Cyberlife II. Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr.
Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“ (2017), S. 47

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Evidence shows that bullying, cyberbullying, discrimination, exclusion and violence lower performance at school.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2017“ (2017), S. 87

USA:

„In the USA, according to the 2013 Youth Risk Behaviour Survey, 15 % of children in grades 9-12 were bullied electronically through emails, chat rooms, instant messaging, websites or texting in the past year. Girls were more than twice as likely to report having been victims of cyberbullying than boys, at 21 % and 9 % respectively.“
UNESCO (Hrsg.), „School Violence and Bullying“ (2017), S. 23

A growing problem:

„Cyberbullying is a growing problem. Most available data on the prevalence of cyberbullying is from surveys conducted in industrialised countries, and this suggests that the proportion of children and adolescents who are affected by cyberbullying ranges from 5 % to 21 % and that girls appear to be more likely to experience cyberbullying than boys.“
UNESCO (Hrsg.), „School Violence and Bullying“ (2017), S. 9

Gefährlicher als „traditional bullying“:

„The insidious advent of cyberbullying poses a new challenge as bullying assumes a faceless yet ubiquitous presence. Recent research explicates that victims of cyberbullying and school bullying are at a significantly increased risk of mental distress (girls specifically), and suicidal ideation, plans and attempts, in comparison to teenagers who have not endured these threats. Moreover, cyberbullying has been suggested to have stronger associations with suicidal ideation for adolescents in comparison to traditional bullying.“
Aoibheann McLoughlin u. a., „Global trends in teenage suicide: 2003–2014“. In: „The Quarterly Journal of Medicine“, 2015, 108, S. 776

Sozioökonomische Barrieren überwinden helfen: 

„The results indicate that disadvantaged students attending schools with a better disciplinary climate in classrooms are significantly more likely to be resilient. “
Prof. Dr. Tommaso Agasisti u. a., „Academic resilience“ (2018), S. 26

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Das soziale Klima in einer Klasse beeinflusst das Erleben des Schulalltags sowie den Erfolg der Lehr-Lern-Prozesse nachhaltig.“
Dr. Anna Gronostaj u. a., „Inklusives Lernen und Lehren im Land Brandenburg“ (2015), S. 111

Ehrliches Übernehmen von Verantwortung:

„Zu einem Kind streng zu sein, bedeutet nichts anderes, als in allererster Linie zu sich selbst streng zu sein. Dieses ehrliche Übernehmen von Verantwortung spürt jedes Kind und jeder Jugendliche sofort und nimmt seine Bezugsperson ganz automatisch viel eher ernst.“
Gerhard Spitzer, „Kinder im Tyrannenmodus. Kann Erziehung noch Spaß machen?“ (2015), S. 79

Klare Regeln und klare Konsequenzen bei deren Missachtung:

„All schools should have a clear and clearly communicated policy on consequences, what they are, how they are incurred and avoided. Most importantly, they must be used consistently, across the whole community. The absence of this consistency is one of the key factors in the failure of a school behaviour policy to sustain or support good behaviour.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 42

Englands LehrerInnen steht Supportpersonal zur Seite:

„When students are being disruptive in the classroom, there is usually someone to talk to the student outside of the class and, if necessary, to take the student to a referral class. Teaching assistants are also present in all of these schools working individually or with groups of students who present learning disabilities but also behavioural challenges.“
Gabriela Moriconi u. a., „Supporting teachers and schools to promote positive student behaviour in England and Ontario (Canada)“ (2015), S. 42

LehrerInnen stärken!

„Um andere Menschen dazu zu bringen, dass sie einem zuhören, muss man sie erst einmal davon überzeugen, dass sie zuhören sollten. Dies gelingt am besten, wenn die Zuhörer begreifen, dass der Redende sich in der Hierarchie auf einer höheren Stufe befindet. Auf einen solchen Sockel gelangt man nicht in einer Schule, die davon geprägt ist, dass man sich als Lehrer kaum traut, die Kinder zurechtzuweisen, weil man sonst vielleicht von den Eltern angezeigt werden könnte.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 278

Basis-Erziehungsarbeit:

„Exzessiver Medienkonsum - vom ständig eingeschalteten Handy über den Computer, DVD-Player und TV-Apparat bis hin zur Spielekonsole - und in Erziehungsfragen grenzenlos nachgiebige, bisweilen sogar vernachlässigende oder gleichgültige Eltern erschweren Kindern und Jugendlichen, in der Schule konzentriert und selbständig zu arbeiten. Lehrer müssen daher oft, bevor sie ihren eigentlichen Bildungsauftrag wahrnehmen können, erst einmal Basis-Erziehungsarbeit leisten, damit Unterricht in zu vollen Klassen überhaupt stattfinden und gelingen kann.“
bildungsklick.de am 6. März 2018

Schulpolitischer Handlungsbedarf:

„The incidence of bullying among school children is high in some OECD countries, such as Estonia, Austria and Belgium, where more than 15 % of teenagers report having experienced bullying twice or more over the past 2 months.“
OECD (Hrsg.), „How’s Life? 2015“ (2015), S. 173

Basis für Erfolg:

„Positive, trustworthy, good-quality relationships protect students from loneliness, low academic performance, and mental and physical health problems. By contrast, negative and poor-quality relationships and experiences at school, such as bullying, can result in students skipping classes, performing poorly and even dropping out of school entirely.“
Dr. Tarek Mostafa u. a., „Science teachers’ satisfaction: Evidence from the PISA 2015 teacher survey“ (2018), S. 51

Ausländische Studierende bilden in Österreich bereits fast die Hälfte aller StudienanfängerInnen:

„Im Studienjahr 2016/17 wurden 22.946 nicht-österreichische Staatsangehörige erstmals zu einem Studium an einer österreichischen Universität zugelassen, darunter 17.123 zu einem ordentlichen Studium. Der Ausländeranteil unter den Studienanfängerinnen und Studienanfängern ist seit dem Studienjahr 2013/14 von 44 % auf 46 % gestiegen […] 62 % der ausländischen Studienanfängerinnen und Studienanfänger kommen aus EU-Staaten, darunter 27 % bzw. 6.202 Personen aus Deutschland.“
BMBWF (Hrsg.), „Universitätsbericht 2017“ (2018), S. 193

Österreich unter den sechs Staaten mit dem höchsten Anteil:

„Australia, Austria, Luxembourg, New Zealand, Switzerland and the United Kingdom have the highest proportion of international students as a percentage of their total tertiary enrolments.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), S. 342

Studiengebühren anderer Staaten:

„In Australien, Kanada, Neuseeland und den Vereinigten Staaten bezahlen ausländische Bildungsteilnehmer im Durchschnitt mehr als 10.000 US-Dollar mehr pro Jahr als inländische Bildungsteilnehmer. In Polen und Schweden ist der Besuch des Tertiärbereichs an öffentlichen Bildungseinrichtungen für inländische Bildungsteilnehmer kostenlos, während Bildungsteilnehmer aus Ländern außerhalb der EU mehr als 4.500 US-Dollar für einen Bachelorbildungsgang zahlen müssen.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 265

Anzahl ausländischer Studierender an Österreichs öffentlichen Universitäten innerhalb von 15 Jahren um 178 Prozent gestiegen

2001/02: 27.281
2016/17: 75.741
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Tabellenband“ (2018), S. 323

Durchschnittlich verursacht ein Studierender an der Universität im Jahr Kosten von 13.798 €. (Quelle: Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 95)

Studierende aus Deutschland:

„In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl deutscher Studierender in Österreich vervierfacht.“
ÖIF (Hrsg.), „International Studierende in Österreich“ (2014), S. 3f

Hotspots Salzburg und Innsbruck:

„Zuletzt kamen an der Uni Salzburg drei Viertel und an der Uni Innsbruck zwei Drittel der Bewerber aus der Bundesrepublik.“
Der Standard online am 3. Jänner 2017

Gelder, die für Österreichs Bildungswesen fehlen:

„In vielen Staaten, auch in der Europäischen Union, werden die Studienbeiträge der ausländischen Studierenden als wichtige Finanzierungsquelle erachtet.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2014“ (2014), S. 33

„Gewinnorientiert oder zumindest kostendeckend“:

„Die höchsten durchschnittlichen jährlichen Bildungsgebühren in Ländern, für die Daten vorliegen, verlangen private Bildungseinrichtungen in den Vereinigten Staaten (27.300 US-Dollar) und öffentliche Bildungseinrichtungen in Neuseeland (18.500 US-Dollar, ohne Promotionsbildungsgänge). Aber die hohe Zahl der Bildungsteilnehmer, die zur Ausbildung im Tertiärbereich in diese beiden Länder gehen, scheint darauf hinzuweisen, dass diese hohen Bildungsgebühren die Bildungsteilnehmer nicht von der Einschreibung abhalten.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 368

Abschied von Österreich nach dem Bachelor-Abschluss:

„Von den insgesamt 8.168 Personen, die im Studienjahr 2010/11 ein Bachelorstudium als höchste Ausbildung abgeschlossen haben, zogen innerhalb von drei Jahren 13,9 % aus Österreich weg. Während der Anteil bei den österreichischen Staatsangehörigen 2,8 % beträgt, liegt er bei den Deutschen bei 67,6 %, bei den restlichen EU-Bürgerinnen und -Bürgern bei 53,5 % und bei den Drittstaatsangehörigen bei 30,7 %.“
Statistik Austria, Pressemitteilung vom 3. Mai 2017

Kanada versucht mit Erfolg, international Studierende im Land zu halten:

„Kanadas zunehmende Werbung um zahlungskräftige internationale Studierende und seine langjährige Erfahrung mit der Bindung internationaler Studienabsolventen lassen annehmen, dass es hier am Übergang Studium–Beruf fest institutionalisierte Beratungs- und Betreuungsangebote gibt, die u. U. als Vorbild dienen können.“
Sachverständigenrat (Hrsg.), „Zugangstor Hochschule - Internationale Studierende als Fachkräfte von morgen gewinnen“ (2015), S. 8

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu „International Studierenden“ auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-f-k/internationa-studierende 


Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Hochrisikogruppe für Schulabbruch:

„Having a migration background is among the most important risk indicators for ESL (Anm.: Early School Leaving).“
Dr. Ward Nouwen u. a., „Reducing the Risk that Youth with a Migrant Background in Europe will Leave School Early“ (2015), S. 3

Vierfaches Risiko:

„12 % der Hauptschulkinder mit nichtdeutscher Umgangssprache verließen das Schulsystem nach der Hauptschule. Bei ihren Klassenkameraden mit deutscher Umgangssprache waren es hingegen nur 3%.“
ÖIF (Hrsg.), „Kinder & Jugend. Statistiken zu Migration & Integartion 2016“ (2017), S. 8

Mehr als jeder vierte ausländische Lehrling bricht die Lehre ab:

„28,8 Prozent aller ausländischen Lehrlinge brechen ihre Ausbildung ab, hat die Wirtschaftskammer festgestellt. Unter Österreichern liegt die Quote bei 12,6 Prozent.“
NEWS online am 8. November 2015

Dringender Handlungsbedarf:

„Das Negativranking führt der Wiener Bezirk 20. Brigittenau an, dort sind über ein Viertel der Jugendlichen frühe AusBildungsabbrecherInnen (25,9 %), gefolgt von den Wiener Bezirken 10. Favoriten und 16. Ottakring, 2. Leopoldstadt, 15. Rudolfsheim-Fünfhaus, 11. Simmering, 12. Meidling und 5. Margareten.“
Mag. Doris Landauer, „Bildungsarmut und ihre lebenslangen Folgen“ (2016), S. 60

Mehr als dreifaches Risiko:

„People with only basic education are almost three times more likely to live in poverty or social exclusion than those with tertiary education.”
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2017“ (2017), S. 9

Extrem hohe Arbeitslosenquote:

„Für 30-jährige Personen mit Pflichtschule als höchstem Abschluss liegt die Arbeitslosenquote für Frauen bei 24,1 % und für Männer bei 21,1 % - sie ist somit mehr als fünf Mal so hoch wie jene der entsprechenden Personen in der höchsten Bildungskategorie.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 110

Erhebung unter SchulabbrecherInnen Schwedens:

„The two foremost causes for dropping-out are bullying and insufficient pedagogical support, but young people also mention the work environment and insufficient support after extended absences. Everyone knows that the working environment is important to learning; young people have described a chaotic, boisterous and loud environment where it is impossible to concentrate.“
EU-Kommission (Hrsg.), „10 reasons for dropping-out” (2013), S. 30

Italien:

„The number of Italy’s students that left education and training with at most a lower secondary education diploma is still one of the highest figures across OECD countries.“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. Italy“ (2017), S. 37f

Wie wahr:

„The number of early school leavers (ESL) can be considered low in Austria when compared to other EU countries.“
Michael Bruneforth, MA, u. a., „Country Background Report for Austria“ (2015), S. 45

Doppelte Herausforderung:

„Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund ist in Österreich zwischen 2003 und 2015 um zwölf Prozentpunkte gewachsen – im OECD-Schnitt waren es nur sechs Prozentpunkte (Deutschland: sieben Prozentpunkte). Außerdem gehört Österreich zu jenen Ländern, in denen die Unterschiede im sozioökonomischen Status zwischen Einheimischen und Zuwanderern wesentlich stärker sind als im OECD-Schnitt.“
Die Presse online am 19. März 2018

Kanada, Australien und Neuseeland:

„Dort zeichnen sich Migranten durch einen Sozialstatus aus, wie er der einheimischen Bevölkerung entspricht. Der Grund dafür ist in der Migrationspolitik dieser Übersee-Länder zu sehen, die nur Zuwanderer ins Land nehmen, die sie aufgrund der mitgebrachten Qualifikationen ‚brauchen‘ können. Vor diesem Hintergrund fallen dort die Schul- und PISA-Leistungen der Zuwanderer kaum gegenüber denen der Einheimischen zurück. Allerdings ist das in diesen drei Einwanderungsländern wohl weniger eine Leistung der Schulen, sondern Ergebnis einer anderen Migrationspolitik und einer anderen Haltung der Migranten zu Fragen der Integration und zur Landesprache des Einwanderungslandes.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.tichyseinblick.de am 26. März 2018

„Wir müssen realistisch sein“:

„Den zwei Dritteln der jungen Syrer, die nach internationalen Bildungsstandards als funktionale Analphabeten gelten müssen, wird zumeist die nötige Ausbildungsreife für die hiesigen Betriebe fehlen. […] Wer – wie ich – möchte, dass Integration gelingt, der muss die Realität anerkennen, wie sie ist. Und dann daraus Konsequenzen ziehen.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, Die Zeit online am 4. Dezember 2015

Die duale Bildung als DIE Chance:

„Experience from Canada and Switzerland shows that utilising immigrants’ full skills is a challenge, but that well-developed apprenticeship schemes help integration of low-skilled immigrants and their children.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 38

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„The culture and education acquired before migrating are strongly related to the performance of firstgeneration immigrant students.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 102

Der besondere Schulerfolg von MigrantInnen aus Vietnam:

„In Deutschland schaffen 64 Prozent der vietnamesischen Jugendlichen den Sprung aufs Gymnasium. Dieser Anteil ist um 20 Prozentpunkte höher als der Anteil der deutschen Schüler und fünfmal so hoch wie bei türkischen Schülern.“
guteschuleblog.wordpress.com am 23. August 2017

OECD-weit:

„Geringe formale Bildung und niedriger beruflicher Status der Eltern sowie Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache sind die größten Hindernisse für den Schulerfolg von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund.“
OECD, Presseaussendung vom 19. März 2018

Hintergrund zu Finnlands extrem wenigen MigrantInnen:

„Non-EU work immigrants can only immigrate if their job offer is in an occupation where there is a lack of local supply, by improving systems for recognition of foreign qualifications and by bridging courses, and streamlining systems to integrate workers’ families.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 38

Die Bevölkerung verdient Ehrlichkeit:

„Die These müsste heißen: Wir wollen das schaffen. Aber zu diesem Wunsch gehört dann bitte auch, dass wir uns eingestehen, dass nicht jeder, der jetzt zu uns kommt, eine Fachkraft wird, und dass die Integration nicht bei jedem vorbildlich gelingen wird. So viel Ehrlichkeit dürfen die Bürger erwarten.“
Dr. Naiel Arafat, Traumatologe, Hannoversche Allgemeine vom 7. November 2015

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Sich an etwas bewähren: 

„Das Zutrauen zu Kindern, dass ich sage, du schaffst das, du kannst Leistung erbringen, wird durch diese Pisa- und Kompetenzorientierung zunehmend runtergefahren, indem man von den Kindern einen Berg von Trivialitäten verlangt, und die Möglichkeit des Sich-an-etwas-Bewährens im pädagogischen Raum kaum noch gegeben ist.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), Der Standard online am 5. Oktober 2015

Demoralisierte LehrerInnen:

„Viele Lehrer fürchten, von ihren Schützlingen zu viel zu verlangen, sie beim Lernen unter Stress zu setzen. Obwohl alle Unterrichtsforschung sagt: Hohe Erwartungen – verbunden mit guter Unterstützung – sind besonders entwicklungsförderlich, gerade auch für langsamere Lerner.“
Michael Felten, deutschlandfunkkultur.de am 8. Jänner 2018

PISA-„Geheimnis“:

„East Asian parents’ ability to instil a hard work ethic in their offspring, and a belief that they can succeed if they try hard enough, does indeed make an important contribution to their high PISA test scores.“
Dr. John Jerrim, „Why do East Asian children perform so well in PISA?“ (2014), S. 18

„Bildungsreformen“:

„Die Reformer möchten aus Liebe zu den Kindern alles Unangenehme von ihnen fernhalten. Anstrengende, mühsame, manchmal auch demotivierende und auf Durchhaltevermögen ausgerichtete Lernstrategien gelten als nicht zu akzeptierende autoritäre Maßnahmen, die lebenslange psychische Schänden hinterlassen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 183

Was soll denn an die Stelle von Leistung treten?

„Wer das Leistungsprinzip in der Schule außer Acht lasse, negiere eines der demokratischen Grundprinzipien. […] Denn in freien Gesellschaften sei Leistung ein Kriterium für Erfolg und Aufstieg.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.dtoday.de am 9. April 2014

Das Leistungsdilemma:

„Hierin besteht das große Dilemma vieler Eltern, dass sie einerseits hohe, manchmal überzogene Leistungserwartungen an den Nachwuchs haben, andererseits jedoch mit ihrer überbehütenden und verwöhnenden Haltung jede Anstrengung ablehnen und die Erziehung spielerisch gestalten wollen.“
Univ.-Prof. Dr. Margrit Stamm, „Lasst die Kinder los: Warum entspannte Erziehung lebenstüchtig macht“ (2016), S. 220

Bildungswissenschaft bestätigt Hausverstand:

„Verantwortungsvolle Teenager, die Interesse an schulischen Themen zeigen und ihre Aufgaben erledigen, haben nicht nur bessere Noten in der Schule, sondern sind auch erfolgreicher im Beruf und verdienen besser. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen, der University of Houston und der University of Illinois in Urbana-Champaign.“
Kurier online am 28. Februar 2018

Gilt nicht nur für Deutschland:

„Deutschland wird im weltweit ausgetragenen Wettbewerb um kreative Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft nur mithalten können, wenn wieder mehr auf die Leistungsfähigkeit unserer Schulen geachtet wird. Der Leistungsgedanke im Unterricht darf deshalb nicht länger der nebulosen Idee von sozialer Gerechtigkeit geopfert werden.“
guteschuleblog.wordpress.com am 26. Oktober 2016

Schule kann keine Wunder wirken:

„Mangelnder Fleiß, die falsche Arbeitshaltung, ständige Ablenkung, fehlende Begabung, vor allem aber ein hinderndes Elternhaus können durch guten Unterricht bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen, aber nicht völlig neutralisiert werden. Das wird übrigens auch durch eine forcierte Digitalisierung der Lehre nicht gelingen, wie manche Bildungstechnokraten jetzt schon wieder hoffen – so wie sie immer gehofft haben, dass durch irgendein Wundermittel, irgendeine Wundermethode das nötige Wissen per Knopfdruck in die Kinder hinein praktiziert werden könne.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018
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Wichtige Websites

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Aktuelle Zitate

 

 

 

 Eine in Österreichs Schulwesen ungewohnte Situation:

„Wir haben nach einer langen Durststrecke endlich einen Minister, der die Bedenken der Betroffenen ernst nimmt und versucht, jene Reformen, die in den letzten Jahren, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz optimal gelaufen sind, in eine richtige Richtung zu lenken.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 23

Zu viel verlangt?

„Es muss auch in Deutsch möglich sein, dass die einen mehr Hofmannsthal und Rilke, die anderen dafür mehr Handke und Jelinek machen – ohne den Fall, dass dann bei der Matura mit einem 0815-Text drübergefahren wird.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Kurier online am 10. Juni 2018

Ehrlich gesagt:

„Zu uns kommt nicht, wie in viele klassische Einwanderungsländer, die mittlere oder höhere Bildungsschicht, sondern wir haben ein hohes Ausmaß an gering qualifizierter Zuwanderung. Die niedrige Qualifikation setzt sich leider von einer Generation zur anderen fort und das Bildungssystem ist nur begrenzt in der Lage, Bildungsvererbung zu kompensieren. Es gibt kein Patentrezept, um diese Zusammenhänge zu durchbrechen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Academia“ vom Mai 2018, S. 18f

Keine Toleranz für Gewalt:

„Ganz wichtig aus unserer Sicht ist, dass Lehrer überhaupt reagieren, wenn sie Gewaltvorfälle beobachten, ob gegen sich selbst gerichtet oder unter Schülern. Unsere Studie zeigt, dass das nicht immer passiert. Und das sendet ganz ungünstige Signale. Der Lehrer als Modell signalisiert damit ja auch, dass er das als tolerabel und nicht relevant einschätzt."
Univ.-Prof. Dr. Ludwig Bilz, Mobbingforscher, Mitteldeutscher Rundfunk online am 1. Juni 2018

Extremes Risiko für Burnout:

„Bei einer Umfrage, die 2016 von der Arge Burnout im Auftrag der Lehrergewerkschaft durchgeführt wurde, gaben fast ein Drittel der Lehrpersonen an, überlastet zu sein oder bereits der Burn-out-Risikogruppe anzugehören. Eine 2014 vom Institut für Psychoneuronalogie erstellte Studie identifizierte fünf Prozent Lehrerinnen und Lehrer in Österreich, die bereits ausgebrannt waren, und weitere 20 Prozent, die nach eigenen Angaben knapp davor standen.“
NEWS vom 25. Mai 2018

Bildung ist mehr:

„Bildung ist mehr als die Akkumulation von Kompetenzen in beliebiger Montierbarkeit von Einzelteilen. Wir brauchen den Umweg über das denkende Subjekt, das Sachen aneignet und Handeln verantwortet.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

Neu aufsetzen!

„Der Bundeselternverband fordert zum wiederholten Mal, die gesamte Zentralmatura, inklusive VWA, dringend neu aufzusetzen. Im Fach Mathematik sind unter anderem der ‚harte‘ Notenschlüssel – nur zu 100 % richtige und keine Teilantworten werden gewertet – und die sprachlastigen ‚Texträtsel‘ zu hinterfragen.“
Bundeselternverband, Pressemitteilung vom 27. Mai 2018

Der Verlust von Grenzen:

„‚Die Hemmschwelle sinkt. Die Gewalt geht ein Stück weit ins Grenzenlose. Wenn früher einer am Boden gelegen hat, ist man nicht auch noch draufgetreten.‘ Das sei mittlerweile anders. Und zwar nicht nur in Schulen, sondern auch im öffentlichen Raum.“
Mag. Jürgen Bell, Schulpsychologe beim Wiener Stadtschulrat, Kurier online am 2. Mai 2018

Gesamtschulland England:

„Gesicherte Chancen haben nur die, die schon einen privilegierten Hintergrund haben. Oder aber Eltern, die sich intensiv um diese Frage kümmern. Jene aber, deren Eltern wenig Zeit, Geld und soziales Kapital haben, um das Bildungssystem zu durchdringen, sind klar im Nachteil.“
Alice Bradbury, Bildungsexpertin am University College London, Die Welt online am 31. März 2018 

Methodenmix und üben, üben, üben:

„Es gibt keine allein seligmachende Unterrichtsmethode. Das Beste ist der Methodenmix, eine Kombination aus Frontalunterricht, Gruppenunterricht und selbstständigem Lernen. Schüler lernen unterschiedlich. Der eine hört besser zu, der andere muss etwas selber machen, der Dritte arbeitet gerne in der Gruppe. Und dann natürlich: üben, üben, üben.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, bildungsklick.de am 16. April 2018

„Am Limit“:

„Viele Lehrer sind am Limit. Mit Solidarität oder gar Unterstützung können sie jedoch kaum rechnen.“
Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 18

Erstmals mehr als ein Drittel der Arbeitslosen Österreichs ohne österreichische Staatsbürgerschaft:

„Inländer hatten 256.005 (minus 9,6 Prozent) keinen Job, Ausländer 128.481 (minus 1,7 Prozent).“
Wiener Zeitung online am 2. Mai 2018

Schutz der Gemeinschaft:

„‚Wir müssen Schülerinnen und Schüler, die massiv und kontinuierlich den Unterricht stören und gewalttätig gegenüber Mitschülern und Schulpersonal sind, zeitweise auch aus dem Regelunterricht herausnehmen können.‘ Sie könnten dann in temporären Kleingruppen unterrichtet werden.“
Dipl.-Päd. Sandra Scheeres, Bildungssenatorin Berlins (SPD), Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Wie wahr!

„Integration ist eine Riesenherausforderung und eine Kulturleistung auf Gegenseitigkeit, für die die Schulen dringend mehr Mittel brauchen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. März 2018

Zeit für Besinnung:

„Es kann nicht sein, dass, wenn Schüler ein Klassenzimmer verwüsten, diese nicht fünf Minuten länger bleiben dürfen, um dieses wieder in Ordnung zu bringen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Wiener Zeitung online am 20. März 2018

Dropout als extremer Risikofaktor:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt diese Quote bei 24,8 %, für Frauen beträgt sie 22,5 %, für Männer 27,1 %.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 1

Bildung ist mehr als Kompetenzenerwerb:

„Der Mensch formt und gestaltet sich in einem persönlichen Bildungsprozess, nicht durch Aneignen von Kompetenzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, www.kathpress.at am 15. März 2018

Betroffene lehnen Abschaffung von Sonderschulen ab:

„Aus ihrer Erfahrung in Kärnten könne sie sagen, dass die Mehrheit der Eltern es ablehne, dass ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Regelschulsystem unterrichtet werden, da sie befürchten, dass dort nicht die benötigte intensive Betreuung zur Verfügung steht.“
NR-Abg. Angelika Kuss-Bergner, Parlamentskorrespondenz vom 13. März 2018

„Das ist eine einzige Katastrophe“

„Wenn Sie heute deutsche Schulen, insbesondere in den sogenannten ‚weichen‘ Fächern besuchen, dann werden sie erkennen, dass die Kompetenzorientierung dazu führt, dass die Schüler inhaltlich fast nichts mehr lernen. Es gibt keine Lernherausforderung mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Immer mehr Aufgaben für LehrerInnen:

„Ständig kommen zum normalen Unterricht neue Aufgaben von Inklusion bis Digitalisierung dazu, für Eltern und Schüler sollen sie möglichst jederzeit erreichbar sein, Korrekturarbeit und Stundenvorbereitung findet spätabends und am Wochenende statt.“
Süddeutsche Zeitung online am 9. Februar 2018

Fehlende Schulreife:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar.
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 23. Februar 2018

„Die Gewalt gegen Lehrer nimmt zu, die Angriffe steigen qualitativ und quantitativ an“

„Das beginne in Sozialen Netzwerken. ‚Da hagelt es Beschimpfungen und Ehrenbeleidigungen.‘ Und es ende in roher körperlicher Gewalt. Bei vielen Attacken sei Gefahr im Verzug, sodass die Polizei eingeschaltet werden müsse.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 24. Februar 2018

Hoffen auf die Zeit nach BM Häupl:

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Stadtregierung endlich aufwacht und die richtigen Reformen im Wiener Bildungsbereich angeht. […] Ich hoffe, dass der künftige Bürgermeister Ludwig diese gravierenden Probleme im Wiener Bildungsbereich erkennt und löst. […] Das ist Rot-Grün den Wiener Schülerinnen und Schülern für ihre erfolgreiche Zukunft in unserer Stadt schuldig.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 20. Februar 2018

Wertlose Regeln:

„Wenn es keine Sanktionen gibt, haben Regeln relativ wenig Wert für die Kinder.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Ganze Woche vom 30. Jänner 2018

Deutsch-Förderklasse Gebot der Stunde:

„Generationen von Kindern erhalten nun erstmals die Chance, mit gleichen Chancen und Möglichkeiten eine erfolgreiche Schulkarriere zu starten. Die Einrichtung von Deutsch-Förderklassen ist vor allem in Wien ein Gebot der Stunde sowie eine Frage der Fairness, der Vernunft und der Chancengerechtigkeit.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 30. Jänner 2018

Keine Zeit zu verlieren:

„Das Problem, dass so viele Kinder dem Unterricht nicht folgen können, ist so ernsthaft, dass wir keine Zeit verlieren dürfen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 25. Jänner 2018

Enorme Versäumnisse:

„Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft alleingelassen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Presseaussendung vom 24. Jänner 2018

Teppich gehoben:

„Jahrelang hat Österreichs Politik insgesamt und die Bildungspolitik im Besonderen das Problem der sprachlichen Integration unter den Teppich gekehrt. Mit BM Faßmann kann eine neue Ära beginnen, in der Leistung und Vielfalt im Bildungswesen wieder den ihnen gebührenden Stellenwert erhalten.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Presseaussendung vom 22. Jänner 2018

Leistungsrückstand mit 10:

„Alarmierend ist […] die Leistungsdifferenz zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Sie beträgt im Durchschnitt 51 Punkte und entspricht damit dem Fortschritt von zwei Lernjahren. Damit scheitern die Volksschulen bei ihrer wichtigsten schulischen und demokratischen Aufgabe: dem Ausgleich unterschiedlicher Startbedingungen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Projektleiter Bildung der „Agenda Austria“, Der Standard online am 28. Dezember 2017

Balsam auf die Wunden der von Österreichs „Schulpolitik“ lang genug geplagten Betroffenen:

„Es tut gut zu sehen, dass am Minoritenplatz (Sitz des Bildungsministeriums, Anm.) endlich auf die Expertise der Betroffenen gehört wird und nicht nur auf die Meinung selbsternannter Experten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Niederösterreichische Nachrichten online am 16. Jänner 2018