ÖPU Logo offensiv :: professionell :: unabhängig

A- A A+

  f   

 
A- A A+

  f   

Zitate

Medien-Zitate ab 1. April 2017
 
(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Echte Probleme bleiben ungelöst:

„Es gibt nicht mehr Geld für die Frühförderung, es gibt kein Unterstützungspersonal für die Schulen, die sprachliche Förderung der stark steigenden Zahl der Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, kommt zu kurz.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 22. Juni 2017

Themenverfehlung „Autonomiepaket“:

„Unser Problem ist, dass uns das Autonomiepaket bei den täglichen Problemen in den Schulen nicht helfen wird. Es fehlen so wichtige Dinge wie Sprachförderung oder Integrationsmaßnahen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 16. März 2017

Was brauchen die Schulen wirklich?

„Wir sollten uns die Frage stellen, welchen pädagogischen Mehrwert diese Reform hat – oder noch besser: Was brauchen die Schulen wirklich?“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“, www.progymnasium.at am 22. Mai 2017

Unbotmäßig?

„Ist es zu hoch gegriffen oder womöglich unbotmäßig, wenn wir Veränderungen als sinnvoll erleben und eine positive Relation zum Mehraufwand erkennen wollen? Die Sinnhaftigkeit erkennen wir bei der Reifeprüfung noch teilweise, bei der gerade in Umsetzung befindlichen ‚Neuen Oberstufe‘ nur wenig – beim geplanten Autonomiepaket gar nicht!“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at), stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“
(www.bildungsplattform.or.at) und Vorsitzende der AHS-Direktoren NÖ, www.andreas-unterberger.at am 8. Mai 2017

Peinlich bis zum Ende:

„Es bringt für Schulen und Kinder absolut nichts wirklich Positives, auch wenn die Kurzzeit-Bildungsministerin jetzt wie ein begeistertes Kind vor Freude hüpft.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 20. Juni 2017

An der Schulwirklichkeit vorbei:

„Wie wir glauben, ist das bildungspolitisch kein guter Wurf.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen,
„Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017

Echte Selbstbestimmung statt „Autonomie“-Schwindel:

„Könnte der Schule Besseres widerfahren, als wieder mehr echte, weil finanziell ausreichend dotierte Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit zurückzubekommen? Denn wer sollte besser wissen als die Lehrerinnen und Lehrer, was für die eine Klasse passt, für die andere aber nicht?“
Mag. Dr. Eckehard Quin, GÖD-Bereichsleiter für Dienstrecht, „vorrangmensch“ (Magazin der FCG im ÖGB) vom Frühling 2017, S. 4

Respekt vor den Betroffenen!

„Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) fordert von allen politischen Parteien Respekt vor den Menschen, die Schule leben und erleben, und ein verantwortungsbewusstes Handeln – auch in Vorwahlzeiten.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGS) vom 14. Juni 2017

Forderungen des Bundesschulsprechers:

„Wir fordern eine Beibehaltung des differenzierten Schulsystems und Mitsprache der Schülerinnen und Schüler in Bildungsfragen.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 12. Juni 2017

P-Ä-D-A-G-O-G-I-K:

„Ich wünsche mir auch von der künftigen Bundesregierung, dass es endlich um Pädagogik geht, um Inhalte, die uns in der Schule helfen, und nicht irgendwelche Organisationsstrukturen, die in Wirklichkeit keiner braucht.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017

Zum 250. Geburtstag Wilhelm von Humboldts:
Freiheit und Vielfalt statt Normierung und Kontrolle:

„Wilhelm von Humboldt sagte einmal, das Wichtigste für Bildung wären Freiheit und die ‚Mannigfaltigkeit‘ der Situationen. Heute glaubt man an Standards, Evaluierungen und Kontrollen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Wiener Zeitung vom 9. Oktober 2014

Humboldts Bildungsideal weder veraltet noch verstaubt:

„Für Humboldt geht es nicht darum, dem Individuum ein Curriculum überzustülpen und einem systematischen Bildungsdrill zu unterwerfen, um dann am Ende ein möglichst flächendeckend homogenes Humankapital erzeugt zu haben, dessen Kompetenzen sich gut mit standardisierten Bildungstests überprüfen lassen.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, Sozialforscher, jugendkultur.at, Download am 12. April 2013

Das Fehlen der kulturellen Leitidee:

„In den letzten fünfzehn, zwanzig Jahren gab es eine dichte Folge von Bildungsreformen, mit vielen Details und Fehlschlägen. Ihnen allen fehlte – anders als den großen Bildungsreformen Anfang des 19. Jahrhunderts – eine kulturelle Leitidee.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 31

Reformen als ministerielle „Duftmarken“:

„Da wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele Minister hatten, mussten die Schulen schon viele ‚Reformen‘ über sich ergehen lassen. Und auch jetzt kommt schon wieder eine neue, obwohl die letzten, etwa die (überflüssige) Oberstufenreform, die (dumme) Abschaffung der Hauptschule und die (in der Intention richtige, aber in der Durchführung mangelhafte) Zentralmatura noch überhaupt nicht richtig angekommen sind.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 11. Juni 2017

Die Innovationsfalle:

„Die Moderne habe stets das Neuere mit dem Besseren identifiziert, deshalb sei es heute auch so schwierig, gescheiterte Reformen wieder zurückzunehmen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Welt online am 13. Dezember 2015

Schulpolitik ohne bildungswissenschaftliches Fundament:

„Wir setzen Reformen mit ideologischem Schwung – aber fast nie auf wissenschaftlicher Grundlage – durch, sind dann irgendwann über ihr Ergebnis enttäuscht, und am Ende darf jede Schule individuell mit den Folgen weiterwursteln, so gut sie es eben hinbekommt.“
Die Welt vom 22. Oktober 2015

„Die Wirtschaft“ klagt über die Folgen ihres eigenen Tuns:

„Merkwürdigerweise führen gerade die im Namen ‚der Wirtschaft‘ durch OECD und EU konzipierten und national von großen Wirtschaftsverbänden und Stiftungen forcierten Bildungsreformen zu einem rapiden Verfall von realem Können und Wissen von Schülern und Studierenden. Dies wird mittlerweile gerade aus der Wirtschaft selbst beklagt.“
Prof. Dr. Jochen Krautz, „Zersetzung von Bildung: Ökonomismus als Entwurzelung und Steuerung“
in „COINCIDENTIA. Zeitschrift für europäische Geistesgeschichte“ (2015), Beiheft 5, S. 124f

Die Paranoia der Reformbesessenen:

„Bevor etwas überhaupt die Chance hatte, Erfolg zu haben oder zu scheitern, wurde und wird es durch die nächste Reformaktion überholt.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 54

Von Nordrhein-Westfalens Schuldebakel lernen!

„Dieses Bundesland zählt ja schon seit Jahrzehnten zum Vorreiter bei Schulreformen – und gehört andererseits bekanntlich zu den PISA-Schlusslichtern.“
Michael Felten, „Die Inklusionsfalle. Wie eine gut gemeinte Idee unser Bildungssystem ruiniert“ (2017), S. 68

Eine unverschämte Forderung?

„Was spräche dagegen, es einmal wieder mit einem modernen ‚altmodischen‘ Unterricht zu versuchen? Ausgeübt von Lehrern, die die Sachverhalte, um die es geht, gründlich fachlich und didaktisch studiert haben und deshalb über die ‚Kunst des Beibringens‘ und über ein reiches Methodenrepertoire verfügen? […] Eine neue alte Schule, deren oberstes Gebot ist: Du sollst nicht vergeuden deiner Schüler Lebenszeit!“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 44

Zurück zur Vernunft!

„Zunächst wäre es nötig, die Zeit der Reformen zu beenden. Seit Jahrzehnten werden die Bildungseinrichtungen von ihnen und einer Reformklasse heimgesucht, die im Ändern einen eigenen Beruf gefunden hat.“
Jürgen Kaube, „Im Reformhaus. Zur Krise des Bildungssystems“ (2015), (S. 18f)

Haftung für politisch Verantwortliche!

„Die Verursacher vorhandener oder heraufziehender Bildungsdesaster sind diejenigen, die nicht nur postfaktische, sondern parafaktische Politik machen. Denn es werden Reformen über Reformen in den Sand gesetzt, ohne Produkthaftung von Seiten derjenigen, die all dies inszeniert haben.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik
– eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Differenzierung statt Eintopf!

„Es wird keine Verbesserung der Chancen für Schülerinnen und Schüler geben, wenn man sie alle in einen Topf wirft. Ein differenziertes Schulsystem fördert Talente und Aufstiegschancen von Schülerinnen und Schülern.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 12. Juni 2017

Mogelpackung „Bildungscluster“:

„Die großen Bildungscluster […] könnten ein Schlüssel sein, um die AHS-Unterstufe (die ohnehin finanziell ausgehungert wird) noch weiter an den Rand zu drücken, um sie irgendwann ganz durch die Gesamtschule zu ersetzen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Berlin, wo die Politik auf Einheitsschulen setze:

„In der Schulqualität rangiert Berlin weit abgeschlagen auf dem letzten Rang. Dies erscheint auf den ersten Blick verwunderlich, belegt Berlin doch bei den Betreuungsbedingungen (Unterrichtsstunden je Klasse, Lehrer-Schüler-Relation) den 2. Platz und bei der Förderinfrastruktur (Kitabesuch, Anzahl der gebundenen Ganztagsschulen) den 4. Platz.“
guteschuleblog.wordpress.com am 19. August 2016

Wie wahr!

„Die Debatte über die Schulform wird heute vielfach zum Ersatzschauplatz erhoben, um von Problemen der Sozialpolitik abzulenken.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Juni 2015, S. 2

Wahlfreiheit erhalten!

„Die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler muss erhalten bleiben. Denn das Gymnasium ist ein Schultyp, der bestens angenommen wird und bestens funktioniert. Man kann nicht die Wiener Bildungsprobleme beseitigen, indem man einen funktionierenden Schultyp abschafft.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 12. Juni 2017

Chancengerechtigkeit durch Begabungsgerechtigkeit:

„Die für einen optimalen Schulerfolg notwendige Passung (sog. matching) zwischen individuellen Lernvoraussetzungen sowie schulischen Lern- und Leistungsanforderungen gelingt im Sinne des Aptitude-Treatment-Interaction (ATI)-Modells in homogeneren Lerngruppen besser als in stark heterogenen Begabungs- und Leistungsgruppen. Zudem wird damit das Prinzip der Chancengerechtigkeit nachweislich stärker unterstützt als in Einheitsschulen.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 8

OECD-weiter Trend zu mehr Differenzierung:

„Students with different academic abilities and needs were less likely to attend the same school in 2012 than in 2003, on average across OECD countries.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 52“ (Juni 2015), S. 1

„Es gibt Grenzen des Gemeinsamen“:

„Schnelle Lerner haben auch ein Recht auf besondere Herausforderungen – und Schwächere brauchen Schutz vor dem ständigen Vergleich mit den Besten.“
Michael Felten, „Die Inklusionsfalle. Wie eine gut gemeinte Idee unser Bildungssystem ruiniert“ (2017), S. 14

Differenzierung schon in der Grundschule:

„In primary education, differentiation is a topic of great concern to teachers. […] The desire to fit their instruction to the needs of individual students has led to some widely adopted grouping practices in primary education.“
Dr. Marjolein Deunk u. a., „Differentiation within and across classrooms“ (2015), S. 26

Respekt vor den Betroffenen!

„Die Betroffenen haben sich, wo immer man ein Gymnasium seiner Unterstufe berauben wollte, dem Versuch widersetzt. Die Antwort hätte schon längst ein Nachdenken der Politik über die Gründe dafür sein müssen.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGS) vom 14. Juni 2017

Österreichs Schulwesen von Schulpolitik geschädigt:

„Die Politik hat Druck auf die Schulen ausgeübt, keine schlechten Noten mehr zu vergeben und alle, auch schwerst geistig Behinderte, in den Unterricht zu integrieren. Das Leistungsprinzip wurde damit gesprengt und die Motivation der Lehrenden untergraben. Das rächt sich jetzt bitter.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Die OECD über die Ursachen des PISA-Absturzes von Schweden:

„Swedish students are not always putting in the necessary effort. The relatively low perseverance and students’ frequent belief that their underperformance is caused by something other than their own lack of effort support this conclusion.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (2015), S. 37

Leistungsprinzip suspendiert:

„Viele junge Menschen fühlen sich nicht mehr selbst für ihren Lern- und Lebenserfolg verantwortlich. […] Schulen und Hochschulen selbst züchten die Anspruchshaltung, unter der sie anschließend wortgewaltig leiden. Sie haben das Leistungsprinzip suspendiert.“
www.tagesspiegel.de am 21. März 2015

An den Kindern und der Natur liegt es nicht:

„Es ist nicht so, dass Kinder nicht leistungsbereit sind, sie mögen auch Leistungsvergleiche.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 119

Leistungsdrang natürlich:

„Kinder haben einen natürlichen Leistungsdrang, sie wollen sich beweisen – gegenüber sich selbst, den Eltern, Lehrern und auch den Mitschülern. Es ist einer der größten Schäden der deutschen Schulgeschichte, dass seit den 1960er Jahren schulische Leistungen mit Stress, Druck und Leistungsterror assoziiert werden.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, www.kath.net/news am 2. April 2014

Sozialer Aufstieg längst möglich:

„Kinder aus sogenannten Arbeitermilieus konnten schon in der Nachkriegszeit, aber spätestens in den 1970er-Jahren mit Witz und Fleiß über die Matura ins Studium gelangen, während träge Fabrikanten- und Lehrerkinder an den Leistungshürden scheiterten.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW;
http://bildung-wissen.eu), Die Presseonline am 27. März 2015

Leistungsfeindlichkeit auf Kosten sozial Schwacher:

„Wenn […] Einfachheit zum neuen Bildungsideal erklärt wird, um maximale Gleichheit zu erzielen, tritt das krasse Gegenteil dessen ein, was sich seine Verfechter wünschen. Die soziale Ungleichheit wird nicht geringer, sondern größer.“
Univ.-Prof. Dr. Hannah Bethke, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 14. Juli 2015

Politik auf Kosten der Zukunft:

„Wer Leistung zur Missgunst-Vokabel macht, versündigt sich an der Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik – eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Leistungsorientierte Lehrerinnen und Lehrer stärken:

„Wichtig wäre, das Fachpersonal an allgemeinbildenden Schulen bei der Hinführung zu Leistung (nicht gleichzusetzen mit Überforderung) zu stärken, denn nicht selten entstehen Absenkung des Leistungsniveaus und beschönigende Notengebung auf massiven Druck seitens Eltern und auch Politik, die in Folge Probleme junger Menschen in Ausbildung und Studium beklagen.“
Dr. Christine Henry-Huthmacher u. a., „Ausbildungsreife & Studierfähigkeit“ (2016), S. 8

Rückbesinnung täte gut:

„Dass der Begriff der Bildung im bürgerlichen Zeitalter mit dem der Leistung assoziiert wurde, hatte eine gegen die Privilegien der Aristokratie gerichtete Spitze: Nicht Geburt oder Geld, sondern die individuelle, aber messbare Leistung in entscheidenden Bereichen der Wissenschaft und der Kultur sollte für die Eröffnung von Chancen zentral sein.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Die inklusive Gesellschaft“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

„Küchensoziologisches Missverständnis“:

„Inklusion - wie jetzt ins Werk gesetzt - ist eine problemproduzierende Problemlösung. Schuld daran ist das küchensoziologische Missverständnis, dass die Bildungsgerechtigkeit durch den Besuch ein- und derselben Schulklasse möglich sei.“
Univ.-Prof. Dr. Werner Dollase, „Soziale Ablehnung statt institutioneller Separierung?“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

Verlogenheit der Politik:

„Was Politiker als gesellschaftlichen Fortschritt propagieren und als überfällige Umsetzung einer UN-Richtlinie zur Integration von Behinderten vorantreiben, ist in vielen Bundesländern in Wahrheit nichts anderes als ein sozial verbrämtes Sparprogramm. Denn die Inklusion macht viele der teuren Förderschulen, in denen Behinderte in Kleinstgruppen intensiv und passgenau unterrichtet werden, überflüssig.“
Die Welt online am 29. Mai 2017

Bestmögliche Bildung für alle:

„Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr sonderpädagogische Förderung: Alle Kinder, ob mit Defizit oder Hochbegabungen, sollen die für sie bestmögliche Bildung erhalten.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 16

Das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellen!

„Bei allen Maßnahmen der Inklusion muss das Wohl aller Kinder mitreflektiert werden. Auch Kinder ohne Behinderung haben ein Recht auf bestmögliche Förderung.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Referat bei der Tagung „Alles inklusive!?
Teilhabe und Wertschätzung in der Leistungsgesellschaft“, Mössingen am 9. November 2013

Rund 30 % der finnischen SchülerInnen erhalten sonderpädagogische Förderung:

„Some 30 percent of Finnish comprehensive school students receive special education services, by all accounts a much higher fraction of the school population than in other OECD countries.“
Univ.-Prof. Charles Sabel u.a., „Individualized Service Provision in the New Welfare State - Lessons from
Special Education in Finland“ (2011), S. 12

„Inklusiver Unterricht“ bedeutet in den USA, die meiste Zeit KEINE sonderpädagogische Förderung zu bekommen:

„Most inclusion classes are usually held during language arts and mathematics, which means that other core areas do not allot service delivery time for special education services. This would likely mean that a child who has a deficit in reading comprehension would struggle to read for understanding in subjects such as social studies and science, where reading is a critical part of the curriculum.“
Marquis C. Grant, „The New Segregation: An Analysis of Current Contexts of Inclusive Education“ (Juli 2014), S. 10

Missbrauch der UN-Konvention:

„Je offensiver Inklusionisten unter der Fahne der ‚Haltung‘ pädagogische und rechtliche Einwände in den Wind schlagen, desto wichtiger etwa der Hinweis, dass in der auch von Deutschland ratifizierten UN-Konvention, an deren Umsetzung die Kultusminister derzeit arbeiten, explizit an keiner Stelle davon die Rede ist, dass Sonderschulen (die auch Förderschulen heißen) abzuschaffen seien.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Juni 2014

Bundesweite Schulstudie in Deutschland erteilt einer Politik der „Inklusion statt Sonderschulen“ eine glatte Abfuhr:

„Die große Mehrheit der Befragten (89 %) erachtet die Förderschulen als wichtigen Bestandteil eines ganzheitlichen Bildungssystems. Lediglich 6 Prozent wollen Förderschulen abschaffen.“
Insa Consulere, „Schulstudie 2014“ (2014)

Der Ideenhimmel Schulfremder:

„Die Idee ‚Inklusion‘ ist nicht in der Schulpraxis entstanden. Sie gehört zum hohen Ideenhimmel, der sich über den Sozialwissenschaften wölbt und von dort in der Bildungsforschung Fuß gefasst hat. So war es schon bei der Idee ‚Gemeinschaftsschule‘ oder bei dem zeitweiligen Versuch, die deutsche duale Berufsausbildung schlechtzureden.“
Die Welt online am 7. Juli 2014

Vielfalt statt Bevormundung:

„Zum Wohl des Kindes bedarf es auch weiterhin unterschiedlicher schulischer Settings, Wahlmöglichkeiten müssen erhalten bleiben. Dann kann jedes Kind das bekommen, was es für seine Entwicklung benötigt.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion darf zu keiner Paradiesmetapher werden“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

Österreichs „Schulpolitik“ sollte endlich ihre Lesekompetenz beweisen:

„Schon vor einem Jahr hat das Bildungsforschungsinstitut Bifie festgestellt, dass vier von zehn Kindern nach Ende der Volksschulzeit nicht sinnerfassend lesen können. Das ist dramatisch, weil die Schüler diesen Nachteil später kaum mehr aufholen können.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Weder notwendig noch sinnvoll:

„Ein Aufschub schulischer Differenzierungsmaßnahmen über die vierjährige Grundschulzeit hinaus ist […] weder schuleignungsdiagnostisch notwendig noch pädagogisch sinnvoll.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 8

„Experimente an Schutzbefohlenen“:

„Da können Bildungsexperimente, die immer zugleich Experimente an Schutzbefohlenen sind, noch so völlig scheitern, sie werden dennoch durchgezogen oder – wie etwa im Fall der Gesamtschule mit ihrer durchschlagenden Erfolglosigkeit – in neuem Gewand unter dem Etikett ‚Gemeinschaftsschule‘ präsentiert.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 10

Fördern durch Fordern, ohne zu überfordern:

„Ability grouping or tracking during secondary schooling is widespread. […] Our results underline the importance of a cognitively stimulating learning environment in school to support students' cognitive development.“
Dr. Karin Guill u. a., „Academic tracking is related to gains in students' intelligence over four years“.
In: „Learning and Instruction 47 (2017), S. 43

Bei Weitem nicht nur in Europa:

„In school systems with hierarchical tracks, as they are common in some European countries (e.g. Germany, Luxembourg, Switzerland, Austria), but also in Korea, China, Brazil, Russia, and Japan, tracking does take place at the school level. In these school systems, students are allocated by teachers to different schools with different curricula and different final degrees on the basis of their achievements and interests in primary school.“
Prof. Dr. Florian Klapproth, „Do Algorithms Homogenize Students’ Achievements in Secondary School Better Than Teachers’ Tracking Decisions?“ in „Educatrion Policy Analysis Archives“, 23(62), 2015, S. 3

Klares Ablehnung der Gesamtschule:

„Der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien bekräftigt seine Ablehnung der Gesamtschule und geht in einer Aussendung am Freitag heftig mit der Wiener Bildungspolitik ins Gericht. Diese arbeite an den Bedürfnissen der Familien vorbei, so der Vorwurf. ‚Die Zahlen zeigen es deutlich: Eltern wollen, dass die AHS-Unterstufe flächendeckend erhalten bleibt.‘“
www.kathpress.at am 9. Juni 2017

Schulpolitik auf Basis von Fakten!

„Internationale Erfahrungen und Studien zeigen deutlich, dass Gesamtschulen kein Schlüssel zum Erfolg sind.“
Stellungnahme der VCL Österreich, beschlossen in der Bundesleitungssitzung am 23. Februar 2015

Grenzen erfolgreichen Unterrichts:

„Während kulturelle und soziale Vielfalt eine Bereicherung sind – übrigens eine Stärke des öffentlichen Schulwesens –, bedeutet die extreme Leistungsheterogenität das Ende von Unterricht als Kernelement von Schule.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Juni 2015, S. 3

Ausdruck von Qualität:

„Am Ende guten Unterrichts steht eine größer gewordene Heterogenität der Schülerschaft. Richtig guter Unterricht fördert jedes Kind, soweit das aufgrund des Potentials, das es mitbringt, möglich ist.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gold, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 22. Mai 2015

Vielfalt und Leistung statt einfältiger Gleichmacherei:

„Wir stehen ganz klar für mehr Vielfalt statt Einfalt in dieser Stadt, wo Leistung gefordert und gefördert werden soll und nicht durch Gleichmacherei verhindert wird.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 8. Juni 2017

Absage an rot-grüne Forderung:

„Eine größere Möglichkeit, in einigen Bundesländern die Gesamtschule einzuführen, das können wir uns nicht vorstellen.“
BM Sebastian Kurz, ZIB2, ORF2 vom 7. Juni 2017

Von den US-amerikanischen Erfahrungen lernen!

„Given the “college for all” ethos that has emerged in the United States, unrealistic educational expectations may be more apparent in this country than elsewhere.“
Dr. John Jerrim, „The Unrealistic Educational Expectations of High School Pupils“. In: „The Sociological Quarterly“ 55 (2014), S. 197

Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit:

„Die Gesamtschule hat in Deutschland Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit hinter sich. […] Seit den 1970/80er Jahren hat diese Schulform in allen Studien schlecht abgeschnitten.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 27

Die Folgen individueller Überforderung:

„Das Leistungsniveau der Klasse kann das emotionale Wohlbefinden beeinflussen: Schüler_innen in leistungsstarken Klassen berichteten geringere Freude an und stärkere Angst vor Mathematik sowie ein geringeres Interesse an Mathematik.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 51f

Demotivation durch Überforderung:

„Die SchülerInnen nehmen vermehrt ihre Schwächen wahr, und die Lernmotivation sinkt, wenn überhöhte Leistungserwartungen der LehrerInnen und negative Beurteilungen zusammenkommen.“
ihs (Hrsg.), „Ausbildung bis 18“ (2015), S. 64

Gerechtigkeit statt Gleichheit:

„Chancengerechtigkeit, im Sinne von gleich guten Entwicklungsbedingungen für alle Kinder, wird also auch unter optimalen Voraussetzungen nicht zu einer gleichen Ausprägung der Kompetenzen bei allen Kindern führen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Schule endlich beim Kind angekommen“ in Eva Wyss (Hrsg.), „Von der Krippe zum Gymnasium“ (2014), S. 26

Zwang versus Freiheit:

„Alle Fantasien über Zwangsumverteilung von Schülern sind in freien Gesellschaften stets gescheitert.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Der Vielfalt gerecht werden:

„Kinder sind sehr verschieden. Das bedeutet, dass Dinge, die das eine Kind herausfordernd und spannend findet, für ein anderes Kind Stress und Überforderung bedeutet.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 71

Ideologie von gestern auf Kosten der Zukunft:

„Jedes Kind nach seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten gezielt zu fördern, ist der einzige Weg, sein Potenzial auszuschöpfen. Doch das prioritäre Ziel vieler Politiker ist das gemeinsame Lernen: möglichst ab der Krippe und bis zum Abitur. Auf diese Weise werden wir auf Dauer nicht einmal das Mittelmaß halten können.“
Die Welt online am 29. Mai 2017

Nordrhein-Westfalens Bildungspolitik abgewählt:

„Lehrer sind mit der zunehmend heterogenen Schülerschaft total überfordert. Die Bildungspolitik zählt zu den beliebtesten Experimentierfeldern der Parteien – zum wachsenden Ärger der Bürger.“
Die Welt online am 29. Mai 2017

Widerstand wächst:

„Die Bildungspolitik zählt zu den beliebtesten Experimentierfeldern der Parteien – zum wachsenden Ärger der Bürger.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

„Bildungspolitik“ als Problemverursacherin:

„Ein großer Teil der Bildungspolitik löst keine Probleme, sondern schafft Probleme. Oder noch härter: Bildungspolitik ist in weiten Teilen eine Maßnahme zur vermeintlichen Lösung von Problemen, die es ohne eine bestimmte Bildungspolitik nicht gäbe.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Bilanz der österreichischen „Schulpolitik“:

„Im letzten halben Jahrhundert wurde die Schule politisch ständig nach unten ‚reformiert‘.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.vienna.at am 3. April 2017

Warum Sinnhaftes und Funktionierendes „reformieren“?

„Erfolgreiche Institutionen haben wenig Grund, sich ständig zu verändern; dass eine Einrichtung sich kaum wandelt, könnte auch als Indiz für ihre Sinnhaftigkeit und Funktionalität interpretiert werden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 119

Die Irrationalität der Reformen:

„Die Irrationalität der Reformen ist für all die mit Händen zu greifen, die das gut Gemeinte noch nicht mit dem Guten verwechseln und die sich eine realitätsnahe Haltung bewahrt haben.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 5

Reformen in Richtung Reduktion:

„Die gegenwärtigen permanenten Reformversuche im Bildungswesen bergen die Gefahr, dass am Ende das Bildungssystem als Ganzes lediglich zu einem Instrument des Arbeitsmarkts und ökonomischer Interessen gemacht wird.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 102

Was Finnlands Stärke ausmachte:

„Finland remained immune to the winds of market-driven education policy changes that arose in many other OECD countries during the 1990s.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 43

Das politische Treiben zeigt fatale Wirkung:

„Lehrer aller Schularten empfinden zunehmend Ohnmacht gegenüber dem, was ‚von oben‘ verordnet wird, sowie Frustration und Resignation.“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at) und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“
 (www.bildungsplattform.or.at), Kurier online am 7. Mai 2017

Eltern beginnen sich gegen den Missbrauch ihrer Kinder zur Wehr zu setzen:

„Eltern wünschen sich einfach nur Schulen, die in gutem Zustand sind, mit kleinen Klassen und motivierten Lehrern. Stattdessen sind die Schulen in gesellschaftliche Labore verwandelt worden, mit den Kindern als Versuchskaninchen.“
Tagesspiegel online am 31. Mai 2017

Ja zu sinnvollen Reformen, Nein zu Reformitis:

„Die GÖD sagt Ja zu sinnvollen Reformen, jedoch entschieden Nein zu Reformitis. Denn Reformen um der Reform willen führen erfahrungsgemäß lediglich wieder zu neuen Reformen, besonders dann, wenn nicht der Wille zur Verbesserung Vater des Gedankens ist, sondern die Sanierung des Budgets.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Gesamtschulstaat Schweden:

„Ergebnissen der PISA-Untersuchung zufolge war in Schweden das Schulniveau in den Jahren 2006 bis 2012 so stark gesunken wie nirgendwo sonst in den untersuchten Ländern.“
Die Presse online am 14. März 2016

Schweden:

„The proportion of high-performing students (at Level 5 or above) decreased from 15.8 % in 2003 to 8 % in 2013, below the OECD average of 12.6 %.
The proportion of low-performing students in Sweden (below proficiency Level 2) increased to 27.1 % in 2012 (17.3 % in 2003), above the OECD average of 23.1 %.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (2015), S. 67

„Kommunismus für die Schule“:

„Teile der Reformpädagogik wollen die Noten nach dem Vorbild Schweden am besten ganz oder möglichst bis zur 10. Klasse komplett abschaffen oder propagieren aus Liebe zu den Kindern das, was der ehemalige Kultus- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern als Kommunismus für die Schule bezeichnet hat: den Verzicht auf jedwede Form einer vergleichenden Notengebung zugunsten von individualisierten Lernfortschrittsberichten und damit die Verabschiedung des Leistungsprinzips aus der Schule.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Die Welt online am 17. Dezember 2016

Durchschnittsdauer für die Absolvierung von Primar- und Sekundarstufe (Stand 2013):

Schweden: 14,0 Jahre
Österreich: 11,9 Jahre
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), Table C1.5.

Schweden:

„The 9 % of foreign background pupils perform much worse than their native peers. First-generation immigrants are particularly disadvantaged.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 10

Schweden:

„Die elterliche Nachfrage nach neu gegründeten ‚Freischulen‘ (friskolor) verschärfte die Segregation von sozial benachteiligten Schülern und Schülern mit Migrationshintergrund.“
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (Hrsg.),
„Unter Einwanderungsländern: Deutschland im internationalen Vergleich“ (2015), S. 87

Schweden:

„Over time the attractiveness of the teacher profession declined and teacher education lost popularity. Declining teacher skills and an increasing share of teaching staff without adequate qualifications followed.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 19

Schwedens Gesamtschulsystem erfolglos trotz enormer Ressourcen:

„Sweden invests heavily in education and training, with general government expenditure on education being among the highest in the EU.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016“ (2016), S. 16

Gesamtausgaben für das Bildungswesen als Anteil am BIP (Stand 2013):

Schweden:
OECD-Mittelwert:
Österreich:
7,3 %
6,1 %
5,6 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Figure B2.1.+ Figure C2.5.

OECD-Empfehlung an Schweden:

„To improve results, the attractiveness of the teacher profession should be raised by monetary incentives, reduced administrative burdens, more flexibility and more workplace influence.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 86

Frankreich:

„There are large performance gaps between schools. Disadvantaged schools benefit less from experienced teachers, and school segregation reflects socioeconomic, academic and migrant backgrounds as well as residential segregation.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 99

Fast 2 Millionen NEETs:

„In France, close to 1.9 million young people between the ages of 15 and 29 are not in education, employment or training. “
Univ.-Prof. Dr. Pierre Cahuc u. a., „Youth unemployment in France“ in Univ.-Prof. Dr. Juan Dolado (Hrsg.),
„No Country for Young People?“ (2015), S. 47

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 28. April 2017):

Deutschland:
Österreich:
Frankreich:
6,6 %
10,6 %
23,6 %
AMS online am 2. Mai 2017

Frankreichs „Maturantenquote“:

„Man darf nicht übersehen, dass die Abschlusszeugnisse in Frankreich einen relativ geringen Wert haben.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hessische/Niedersächsische Allgemeine online am 14. Juni 2015

Inflation der Bildungsabschlüsse:

„In Frankreich beträgt die Abiturquote schon gut 80 Prozent. Parallel steigen die Absolventenzahlen an Universitäten und Hochschulen. Wie mit dem Geld, so ist es mit Zeugnissen und Zertifikaten: Je mehr im Umlauf sind, desto geringer ist ihr Wert.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. August 2014

Frankreich scheitert an der schulischen Integration von MigrantInnen:

„In France, immigrant students have both academic difficulties and report the weakest sense of belonging.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, in OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 6

Einheitsschulen für die Masse, Kaderschmieden für die „Entscheidungsträger“:

„ENA – dieses in Frankreich gut bekannte Akronym steht für die École nationale d'administration, die Kaderschmiede für angehende französische Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft.“
Die Presse vom 5. November 2015

Unter-35-Jährige, die in den letzten drei Jahren ein Studium abgeschlossen haben, aber keinen Arbeitsplatz haben (Stand 2016):

Deutschland:
Österreich:
Frankreich:
7,4 %
12,4 %
24,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 11. Mai 2017

„The French case“:

„The quality and not only the quantity of education is now debated, and also what kind of education, for whom and for what purpose.“
Univ.-Prof. Dr. Marie Duru-Bellat, „Access to Higher Education: the French case“ (2015), S. 42

Frankreich verlässt die „Matura für alle“-Politik und setzt auf duale Bildung:

„The government’s objective is to reach 500 000 apprentices by 2017. As set out in the plan to re-launch apprenticeship, a significant communication effort aimed at young people and companies has been undertaken to promote apprenticeships in private and public sectors.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015 - Country analysis“ (2015), S. 105

Gemeinsames Lernen lässt Potenziale verkümmern:

„Jedes Kind nach seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten gezielt zu fördern, ist der einzige Weg, sein Potenzial auszuschöpfen. Doch das prioritäre Ziel vieler Politiker ist das gemeinsame Lernen: möglichst ab der Krippe und bis zum Abitur.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

„Modellregionen“ führen zur Flucht derer, die es sich leisten können:

„Eltern mit gefüllter Brieftasche könnten dieser Zwangsbeglückung ausweichen und ihre Kinder in Privatschulen schicken. Damit würde genau jene soziale Schere aufgehen, welche die Gesamtschulbefürworter verhindern wollen. Ein Blick in Gesamtschulländer wie England bestätigt dies eindrucksvoll.“
HR Mag. Dr. Thomas Plankensteiner, Landesschulinspektor der AHS Tirol, Tiroler Tageszeitung vom 2. März 2016

Englands staatliches Gesamtschulwesen:

„Those most in need tend to be those least likely to access good educational provision, facing ‘double-disadvantage’.“
Sutton Trust (Hrsg.), „The impact of academy chains on low-income students“ (2015), S. 7

Leistungsschwach und sozial ungerecht:

„At present, initial schooling results in one third of 16-19 year-olds in England having low basic skills, and these poor outcomes by international standards depend more heavily on parental background than in most comparable countries.“
OECD, „Building Skills for All: A Review of England“ (2016), S. 61

Selektion nach der Wohnadresse:

„A recent Santander report suggested London parents were willing pay a premium of more than £70,000 to buy a house close to a good school.“
The Guardian online am 8. September 2016

Von England lernen!

„The evidence shows that in England, schooling at best replicates and at worst exacerbates existing inequality.“
Sutton Trust (Hrsg.), „The impact of academy chains on low-income students“ (2015), S. 7

Realitätsverweigerung als politische Maxime:

„Für manche Bildungspolitiker kann offenbar nicht sein, was nicht sein darf. Nur so sind die längst und vielfach empirisch widerlegten Mythen zum sog. längeren gemeinsamen Lernen, zur verlängerten Grundschulzeit oder zur vermeintlichen Überlegenheit ausländischer Einheits- oder Gesamtschulen usw. zu erklären.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 9

Den letzten Unbelehrbaren ins Stammbuch geschrieben:

„Nach über 100 Jahren Gesamtschuldiskussion ist es Zeit einzugestehen, dass diese Debatte unserer Bildungslandschaft und vor allem unseren Kindern und Jugendlichen keinen Nutzen gebracht, sondern nur zur Diffamierung des ursprünglich guten Images aller Bildungseinrichtungen beigetragen hat.“
Stellungnahme der VCL Österreich, beschlossen in der Bundesleitungssitzung am 23. Februar 2015

Talente zum Blühen bringen!

„Die Gene legen unser Intelligenzpotenzial fest. In welchem Ausmaß es zum Tragen kommt, entscheidet die Umwelt. Hier ist die Analogie zur Pflanzenwelt hilfreich: Aus einem Gänseblümchensamen entwickelt sich auch bei bester Pflege keine Rose. Aber damit Gänseblümchen und Rose ordentlich wachsen und ihre Pracht entfalten können, brauchen sie Sonne und müssen gegossen werden.“
Univ.-Prof. Dr. Aljoscha Neubauer, www.deutschlandradiokultur.de am 21. März 2015

Vielfalt statt Zwang!

„Demokratie darf nicht zum Diktat des Durchschnitts werden. Eine zur Gleichheit verurteilte Gesellschaft wäre zur Stagnation verurteilt.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Schweden:

„Student performance in Sweden is low compared to many other OECD countries and has been decreasing over the last decade, with large numbers of low performers and few high performers in all PISA domains.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (2015), S. 7

Die „moderne“ Schule:

„In der modernen Schule bekommen nicht alle Kinder, ihren Voraussetzungen entsprechend, die gleiche Chance. Stattdessen gibt es ideologisch geprägte Diskussionen darüber, dass alle gleich sein müssen.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 284f

Hollands Erfolgsrezept:

„In the Netherlands, the schooling system is characterised by a high degree of early streaming.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (2015), S. 62

Leistung statt Abstammung:

„Schulische Selektion fördere die Meritokratie, also eine Gesellschaft, die nicht Privilegien belohne, sondern Leistungen und Fähigkeiten.“
Theresa May, Premierministerin Großbritanniens, Neue Zürcher Zeitung online am 10. September 2016

Freiheit oder Gleichheit:

„Schule ist keine Institution zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit und Individualität. Gewiss ist das Spannungsverhältnis von Gleichheit und Freiheit nicht aufhebbar. Wer qua Schule Gleichheit und Freiheit zugleich verspricht, ist ein Scharlatan.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Es geht um die Passung:

„Guter Unterricht muss zu den Lernmöglichkeiten und den Lernbedürfnissen der einzelnen Schüler_innen passen. Sowohl ein Unterricht, der chronisch unterfordert als auch ein Unterricht, der beständig überfordert, ist nicht sinnvoll. Passend ist ein Unterricht dann, wenn die gestellten Anforderungen in einem Bereich liegen, der oberhalb des aktuellen Wissensstands liegt, aber auch nicht zu weit davon entfernt.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 63

Enorme Entwicklungsunterschiede:

„Wenn Kinder auf die Welt kommen, sind sie bereits sehr verschieden. […] Im Laufe der Entwicklung nehmen die Unterschiede zwischen den Kindern immer mehr zu. […] Bis zur Oberstufe nehmen die Unterschiede zwischen den Kindern noch einmal deutlich zu. Mit 13 Jahren variiert das Entwicklungsalter von zehn bis 16 Jahren zwischen den am weitesten entwickelten Kindern und jenen, die sich am langsamsten entwickeln.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 84ff

Differenzierung international üblich:

„Students in secondary education are generally assigned to educational tracks or grouped for specific subjects, mostly language and math (setting). Tracking and setting are based on student’s cognitive abilities, leading to homogeneous classes or courses.“
Dr. Marjolein Deunk u. a., „Differentiation within and across classrooms“ (2015), S. 38

„Widerspruch in sich“:

„Als ‚Widerspruch in sich‘ bezeichnete Hopmann angesichts der Autonomie-Bestrebungen, dass künftig Gesamtschul-Modellregionen auch eingeführt werden können, wenn die Schulpartner dies dort nicht wollen.“
Kleine Zeitung online am 17. November 2015

Für die OECD sensationelles Eingeständnis:

„A diversity of education programmes gives more chances to students to find the types of programmes that correspond to their needs, expectations and skills, and to continue education.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (2015), S. 61

Von Österreichs Schulpolitik übersehen?

„Beim Ehrgeiz halten sich die österreichischen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich sehr zurück. Nur 13 % der US-amerikanischen Schülerpopulation bezeichnen sich als ‚nicht ehrgeizig‘, in Schweden sind es 17,9 % und in Österreich 33,5 %.“
www.bildungsplattform.at am 27. April 2017

Die Saat geht auf:

„Leider ist es so, dass sogenannte ‚zeitgeistige Reformen‘ dazu geführt haben, dass die Leistungsbereitschaft ständig nachgelassen hat. Dazu tragen sogenannte ‚Experten‘ nicht unwesentlich bei, wenn sie glauben, die Abschaffung der Noten würde den Erfolg erhöhen, die Senkung der Zahl der Klassenwiederholungen würde leistungssteigernd wirken, Hausübungen seien nicht sinnvoll, das Streichen von Schultagen wäre notwendig und in heterogenen Gruppen würde man bessere Leistungen erzielen als in homogeneren Gruppen.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 5. Mai 2017

Mehr zutrauen, mehr zumuten!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Die um sich greifende Gute-Laune-Pädagogik schadet unseren Kindern. Wir müssen Kindern wieder mehr zutrauen und auch mehr zumuten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Leistungsbereitschaft wichtiger Bildungsinhalt:

„Die Fähigkeit, auch mal die ein oder andere Woche vor Abschlussprüfungen durchzulernen, oder die Härte, mit zeitlich begrenztem Leistungsdruck umzugehen, sind nicht nur in der Schule, sondern auch im späteren Leben eminent wichtig.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 11

Leistungsfeindlichkeit auf Kosten der Jugend:

„Seit Jahren sollen ‚unnötige Härten‘ vermieden werden: keine Grundregeln beim Schreiben, keine schriftlichen Prüfungen, kein Sitzenbleiben. Mit der wahren Arbeitswelt sind Jugendliche so überfordert.
Die Welt online am 26. März 2015

Infantilität statt Bildung:

„Ich beobachte, dass Jugendliche in einem Zustand der Infantilität behalten werden. Schüler, die Probleme haben, werden vielseitig betreut. Das ist einerseits sicher sinnvoll, birgt aber die Gefahr, dass die Jugendlichen zu spät in die Eigenverantwortlichkeit übergeben werden.“
Allan Guggenbühl, Kinder- und Jugendpsychotherapeut, www.blick.ch am 27. Jänner 2015

Anstrengungsbereitschaft fördern!

„Das Wichtigste ist, Kindern von Anfang an zu vermitteln, dass Anstrengung neben aller Freude, Spaß und Spiel notwendig ist, dass Nicht-Leistung einem selbst schadet.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.vienna.at am 3. April 2017

Leistungsorientierung wirkt mehrfach positiv:

„Eine Schule, die keine Forderungen an ihre Schüler stellt, produziert schlechte Ergebnisse und sinkendes Wohlbefinden.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 113

Die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren:

„Overall, some of school characteristics that were found to be associated with achievement are (ordered by the strength of the correlation): strong emphasis on academic success, strong and orderly school environment, and adequate environment and resources.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 21f

Österreichs Schulkultur hinterfragen!

„Wir brauchen und wollen keine Drillschulen ostasiatischer Prägung. Anstrengung und Ehrgeiz müssen aber wieder verstärkt Teil der österreichischen Schulkultur werden.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der Bildungsplattform „Leistung &Vielfalt“,
www.bildungsplattform.at am 27. April 2017

„Schier jakobinisch geht es zu“:

„Es scheint zu gelten: ‚Was nicht alle können, darf keiner können. Was nicht alle haben, darf keiner haben. Was nicht alle sind, darf keiner sein.‘ […] Manche Jakobiner machten sich in ihrem Tugendterror und Gleichheitseifer gar daran, Kirchtürme zu schleifen, weil diese ungleich seien.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Das individuelle Entwicklungspotential verwirklichen:

„Chancengerechtigkeit, im Sinne von gleich guten Entwicklungsbedienungen, wird […] auch unter optimalen Bedingungen nicht zu einer Gleichheit in den Kompetenzen bei Kindern führen. […] Mit mehr Chancengerechtigkeit soll daher jedes Kind die Möglichkeit erhalten, sein individuelles Entwicklungspotential besser zu verwirklichen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 92

Auf ungefähr gleiches Niveau achten!

„Gibt es denn Beweise dafür, dass ein ziemlich schlechter Fußballspieler besser wird, wenn er mit Gleichaltrigen spielen darf, die wesentlich besser spielen als er selbst? Oder anders herum: Worin liegt der Vorteil für den besseren Spieler, wenn er auf einem niedrigeren Niveau in einer Mannschaft spielen muss, deren Spieler nicht mit ihm mithalten können? Es wäre wohl am besten, wenn man darauf achtet, dass Kinder mit anderen Kindern auf ungefähr gleichem Niveau zusammen spielen und dass es kein Problem ist, in eine andere Mannschaft zu wechseln, wenn die Voraussetzungen sich mit der Zeit verändern.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 184f

Homogenität Basis für Qualität:

„Ich brauche Schulen mit Lernmilieus. Homogene Lerngruppen sind produktiver füreinander als inhomogene.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Qualität lässt Unterschiede größer werden:

„Bessere Umweltbedingungen für alle Individuen einer Population vergrößern in der Regel die Unterschiede zwischen den Individuen, da leistungsfähigere Personen mehr von der Maßnahme profitieren als leistungsschwächere.“
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Hrsg.), „Frühkindliche Sozialisation“ (2014), S. 47

Gesamtschulland England, Privatschulland England:

„Attending a Grammar or a private secondary school is associated with a greater likelihood of being a higher earner at age 42 relative to those who attend a comprehensive secondary school.“
Dr. Abigail McKnight, „Downward mobility, opportunity hoarding and the ‚glass floor‘“ (2015), S. 25

Schwedens staatliches Gesamtschulwesen in Auflösung:

„The number of independent schools (with grade levels 7–9) has increased tenfold since the reform, from 38 (3.8 % of all schools) registered independent schools in 1993 to 396 (22.3 % of all schools) in 2009.“
Anders Böhlmark u. a., „Independent Schools and Long-run Educational Outcomes“ in „Economica“ (2015), S. 5

Dänemarks Gesamtschulwesen:

„In Denmark, there are clear signs of polarisation of educational attainment across youth with an increasing share of both tertiary graduates and low achievers, and a declining share of middle-skilled.“
Margherita Bussi u. a., „Skills and Labour Market Performance in Sweden“ (2015), S. 6

Leider nicht nur der Wiener!

„Es ist klare Politik der Wiener Genossen: Wenn wir schon die achtjährigen Gymnasien nicht abschaffen und durch (Zwangs-)Gesamtschulen ersetzen dürfen, dann gehen wir halt so brutal mit den höheren Schulen um, dass ihnen die Luft ausbleibt.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 15. März 2017

Extrem beliebt und wertgeschätzt:

„Wer in Deutschland das Gymnasium abschaffen will, riskiert einen Volksaufstand.“

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Baumert, Spiegel online am 13. Mai 2017


„Key to all other aims”:

„Behaviour in school is inseparable from academic achievement, safety, welfare and well-being, and all other aspects of learning. It is the key to all other aims, and therefore crucial.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 12

Wachsendes Problem:

„Nach ihrer allgemeinen Einschätzung zur Entwicklung von Gewalt an Schulen in Deutschland gefragt, gehen 59 Prozent der befragten Lehrer davon aus, dass Gewalt an Schulen in den letzten fünf Jahren zugenommen hat, lediglich 4 Prozent glauben, dass Gewalt an Schulen eher abgenommen hat. 36 Prozent sehen diesbezüglich keine größeren Veränderungen.“
forsa (Hrsg.), „Gewalt gegen Lehrkräfte“ (2016), S. 3

„The most frequently occurring problem“:

„The Trends in International Mathematics and Science Study (TIMSS) showed that disruptive pupil behaviour in the classroom is perceived by head teachers to be the most frequently occurring problem for most countries.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 4

„One of the main demotivating factors”:

„Almost a third (31 %) of all teachers (and 46 % of secondary teachers) identified pupil behaviour and discipline as one of the main demotivating factors that they experienced at work.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 52

LehrerInnen mit hoher Burnout-Gefährdung:

„Lehrer, die eher als zurückhaltend, feinfühlig und dem Kind zugewandt gelten, fühlen sich über Gebühr durch Fehlverhalten von Schülern oder forderndem Auftreten von Eltern provoziert.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 56

Schule als Deponie:

„Im Wesentlichen will man alle Probleme einer zerbröselnden Gesellschaft auf die Schule schieben, was nicht nur die Lehrenden verunsichert. So muss die Schule zunehmend die Erziehung für unfähige Eltern und die Integrationsarbeit für einen notorisch überforderten Staat übernehmen. Möglichst zum Nulltarif, versteht sich!“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Die Presse online am 7. November 2016

Bildungslotterie:

„For too many pupils, having a calm and orderly environment for learning is a lottery.“
Ofsted (Hrsg.), „Below the Radar: Low-Level Disruption in the Country's Classrooms“ (2014), S. 5

Ehrliche Bestandsaufnahme:

„Es fehle vielfach am notwendigen Respekt: ‚Werte wie Grüßen, Anstand, Pünktlichkeit, Genauigkeit und Leistungsbereitschaft sind abhandengekommen.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 10. Jänner 2017

Auf einer fünfteiligen Skala sind „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für

93 % der Befragten die Vermittlung von Respekt und
86 % der Befragten die Vermittlung von Ordnung und Fleiß.
Insa Consulere (Hrsg.), „Schulstudie 2014“ (2014)

Disziplin unverzichtbar:

„Ich halte sehr viel von Disziplin und Pünktlichkeit. Ohne Disziplin kann man nichts erreichen im Leben.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Schwäbische online am 26. April 2017

Sprachbeherrschung Basis für Bildungserfolg:

„Es ist wichtig, die Kinder zunächst fit für die Sprache zu machen, bevor sie in den regulären Unterricht kommen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Oberösterreichische Nachrichten online am 3. März 2016

Erfolg und Scheitern lassen sich vorhersagen:

„Für das Fach Mathematik beispielsweise konnte die bedeutende Rolle der sprachlichen Kompetenzen in verschiedenen Längsschnittstudien gezeigt werden. So zeigte sich etwa, dass bereits die sprachlichen Kompetenzen von 7-jährigen Kindern eine Vorhersage der Schulnoten erlauben, die sie drei Jahre später erhalten – und zwar nicht nur im Fach Deutsch, sondern auch in Mathematik und Sachkunde.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 21

Ohne Sprachkenntnisse keine Integration:

„Across the OECD, knowledge of the host-country language is a key factor in determining the speed and success of integration.“
OECD (Hrsg.), „Finding the way: A discussion of the Finnish migrant integration system“ (2017), S. 10

Enorme Herausforderung:

„Der aktuelle Zustrom von Flüchtlingen und Migranten wird eine weitere Herausforderung im Bereich Integration darstellen. Im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl gehört Österreich zu den Ländern, die am stärksten vom jüngsten Zustrom von Flüchtlingen und Migranten betroffen sind.“
EU-Kommission (Hrsg), „Länderbericht Österreich 2016“ vom 26. Februar 2016, S. 79

Die 3 EU-Staaten mit den meisten Asylanerkennungen des Jahres 2016 (je 1000 EinwohnerInnen):

Schweden:
Deutschland:
Österreich:
Zum Vergleich:
Frankreich:
Großbritannien:
7,04
5,42
3,66
 
0,53
0,25

Eurostat, Pressemitteilung vom 26. April 2017, S. 3

Enorme Integrationsaufgabe über die Sprachvermittlung hinaus:

„Im Durchschnitt liegt das syrische Leistungsniveau 140 PISA-Punkte hinter dem deutschen, das albanische 123 Punkte. Diese Differenz – wohlgemerkt unter Gleichaltrigen – entspricht in etwa dem, was Schülerinnen und Schüler im Durchschnitt in vier bis fünf Schuljahren lernen.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, ifo-Schnelldienst 1/2016 vom 14. Jänner 2016, S. 22

Österreichs SchülerInnen mit Migrationshintergrund:

„Der Anteil an Kindern, deren Eltern maximal über eine Pflichtschulausbildung verfügen, ist […] bei jenen mit Migrationshintergrund etwa fünfmal so hoch wie bei jenen ohne Migrationshintergrund.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS & TIMSS 2011“ (2015), S. 68

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, von denen kein Elternteil einen Abschluss der Sekundarstufe II erworben hat (Stand 2013):

Kinder ohne Migrationshintergrund: 3,7 %
Kinder mit Migrationshintergrund: 25,3 %
Kinder mit türkischem Migrationshintergrund: 51,2 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), Abb. A2.a

Parallelgesellschaften drohen:

„Der Rückgang der natürlichen Reproduktionsraten in Kombination mit starker Zuwanderung, die auf wenige Nationalitäten beschränkt ist, kann unter ungünstigen Bedingungen das Entstehen von Parallelgesellschaften verstärken. […] In der Folge können sogar wichtige gesellschaftliche Errungenschaften auf dem Gebiet der Grundrechte (z. B. Gleichstellung von Mann und Frau) infrage gestellt werden.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 33

Akzeptanz der Angebote muss erreicht werden:

„In den vergangenen beiden Jahren wurden in Österreich umfangreiche und qualitativ hochwertige Integrationsangebote geschaffen. Entscheidend für die erfolgreiche Integration ist auch, wie diese Angebote angenommen und eigenverantwortlich erfolgreich absolviert werden.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF in ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbarometer 2017“ (2017), S. 7

„Autonomiepaket“ hat riesigen Verbesserungsbedarf:

„Wenn man nicht weiß wohin die Reise gehen soll, ist es völlig sinnlos, schneller dort sein zu wollen! Der Verbesserungsbedarf ist derart groß, dass es in höchstem Maße verantwortungslos wäre, diese Gesetzesvorlage noch vor dem Sommer durchzuwinken!“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, Presseaussendung vom 12. Mai 2017

Auch Familienbund lehnt „Autonomiepaket“ ab:

„Der Österreichische Familienbund sieht beim vorliegenden "Autonomiepaket" (Bildungsreformgesetz 2017 - Schulrecht sowie Dienstrechtsnovelle 2017 - Bildungsreform) den Umstand kritisch, dass viele Maßnahmen auf Einsparungen abzielen.“
Presseaussendung des Österreichischen Familienbundes vom 4. Mai 2017

Den Schulen fehlen die Ressourcen:

„Wenn es nicht doch mehr Geld für die Schulen gibt, wird diese Reform nicht mehr Chancengleichheit im Schulsystem bedeuten.“
Standard online am 26. April 2017

Ablehnung für erweiterte Mangelverwaltung:

„Den Schulen seien bereits in den vergangenen Jahren die Budgets massiv gekürzt worden. Autonomie sei daher nicht mehr als Mangelverwaltung, denn die Bildungsreform dürfe laut Gesetz keinen Cent mehr kosten.“
Heidrun Eibl-Göschl, Obfrau der Elternvereine Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 26. April 2017

Respekt vor den Betroffenen!

„Unzählige Organisationen, Vereine, Vertreter der Schulpartner und der Direktoren und auch Einzelpersonen, stellen dieser Gesetzesvorlage ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.“
Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV), Presseaussendung vom 12. Mai 2017

„Keine Verbesserung“:

„Aus pädagogischer Sicht bringt das vorliegende Gesetzespaket den Schülern und Lehrern keine Verbesserung.“
Stephan Maresch, Vorsitzender der Personalvertretung aller PflichtschullehrerInnen Wiens, ORF online am 9. Mai 2017

Schluss mit einer abgehobenen Schulpolitik!

„Die echte Stimmung wird nur erleben, wer an einem ganz normalen Tag in das Schulgeschehen eintaucht und mit Lehrern und Direktoren ‚off records‘ spricht. Da gibt es keinen vernehmbaren Wunsch nach Clustern, der totalen Inklusion oder der Abschaffung von Klassenschülerhöchstzahlen und Teilungszahlen. Da wird ehrlich über die zunehmende Belastung gesprochen – durch die schwieriger werdenden Bedingungen in den Klassen und den enormen Mehraufwand durch die Dauerreformen der letzten Jahre – in der Öffentlichkeit paradoxerweise als ‚Stillstand‘ wahrgenommen.“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at), stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at) und Vorsitzende der AHS-Direktoren NÖ, www.andreas-unterberger.at am 8. Mai 2017

Die Sorgen ernst nehmen!

„Wir ersuchen die Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, die Sorgen der Gewerkschaft ernst zu nehmen und auf die in der Praxis tätigen Lehrer zu hören. Das Paket in schnellen Verhandlungen durchzuziehen, würde die Zukunft der Kinder gefährden.“
Karl Nehammer, Obmann des ÖAAB Wien, Presseaussendung vom 28. April 2017

„Autonomiepaket“ nicht ausverhandelt:

„Von einer Einigung kann überhaupt keine Rede sein.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 13. Mai 2017

Die 100-Millionen-Frage:

„Würden in jeder Klasse tatsächlich nur 25 Schüler sitzen, müsste der Staat 100 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich investieren – nur um das aktuelle Gesetz einzuhalten. Darauf würde man mit dem neuen Autonomie-Paket verzichten können. Gesetzliche Höchstzahlen wären dann Geschichte.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft,
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, www.salzburger-fenster.at am 8. Mai 2017

Estland, Europas PISA-2015-Sieger:

„In 2012, the average class size in the private sector was 15 and 12 for primary and lower secondary education respectively, while it stood at 17 and 16 for the whole system for the same education levels.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Estonia“ (2016), S. 76

Österreichs Schulwirklichkeit:

„In der AHS-Unterstufe […] saßen im Schuljahr 2014/15 34,7 % der Kinder in Klassen mit mehr als 25 Kindern, in der Hauptschule und Neuen Mittelschule waren es hingegen deutlich unter 5 % der Kinder (1,5 % bzw. 2,1 %).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 80

Im Schuljahr 2015/16 stieg der Anteil der SchülerInnen in überfüllten Klassen von 34,7 % auf 38,4 %.

Eine Frage der Disziplin:

„Natürlich gibt es Studien, die belegen, dass sich selbst in sehr großen Schulklassen gute Lernerfolge erzielen lassen, aber ich bin sicher, dass sie nicht von österreichischen Schülern der aktuellen Generation mit ihrer mangelnden Fähigkeit zu Konzentration und ihren zahllosen innerfamiliären und sozialen Konflikte ausgehen.“
Peter Michael Lingens, Profil online am 2. Mai 2017

Anteil der 15-Jährigen, die in Klassen mit höchstens 20 SchülerInnen unterrichtet werden (Unterricht der Landessprache; Stand 2015):

Finnland:
Österreich:
Südkorea:
Singapur:
70,4 %
22,2 %
3,1 %
2,1 %
OECD-Datenbank zu PISA 2015, Abfrage vom 6. Jänner 2017

Klassengröße „nicht unerheblich“:

„Jedenfalls kann die Klassengröße das Unterrichtsgeschehen und auch die Möglichkeiten auf das individuelle Lernen der Schülerinnen und Schüler einzugehen, in nicht unerheblichem Ausmaß beeinflussen.“
Univ.-Prof. Dr. Kristina Reiss u. a., „PISA 2015. Eine Studie zwischen Kontinuität und Innovation“ (2016), S. 202

Einer „Bildungsexperten“ Österreichs am Wort:

„Alle internationalen Studien kommen zum Ergebnis, dass die Senkung von Klassenschülerhöchstzahlen, enorm teuer und nachweisbar pädagogisch die sinnloseste Maßnahme ist. Daher fordere ich, dass wir die Klassenschülerhöchstzahl von 25 auf 30 erhöhen, dafür aber Kindergartengruppengrößen radikal absenken.“
Dr. Andreas Salcher, Kurier online am 4. September 2016

„Wenig sinnvoll“:

„Der Verweis auf riesige Schulklassen in China oder Südkorea ist wenig sinnvoll - die Schüler dort sind ganz anders diszipliniert und stehen dem Lehrer und dem Lernen mental ganz anders gegenüber.“
Peter Michael Lingens, Profil online am 2. Mai 2017

Disziplin und Klassengröße:

„Teachers with a high share of students with behavioural problems and large classes may have to spend too much time keeping order in the classroom and not enough on teaching and learning activities.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus 46“ (Dezember 2016), S. 4

Die 5 OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen physische und psychische Gewalt unter SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen (Stand 2015):

1. Niederlande
2. Belgien
3. Finnland
4. Deutschland
5. Österreich
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), Table II.3.12

Schulwirklichkeit versus Politfiktion:

„Befürworter von Modellregion und gemeinsamer Schule argumentieren, dass die Kinder dort gemeinsam zur Schule gehen würden. Es gibt die fiktive Gesamtschule, wo Murat mit dem Arztsohn acht Jahr zusammensitzt, nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

EU-weit führt jede zweite Schule Unterricht auf verschiedenen Leistungsniveaus:

„On average across 26 EU 13 % of 15-year-olds are in schools reporting that students are grouped by ability within their Mathematics classes in all classes; 33 % are in schools whose students are grouped by ability within their classes in some classes and 54 % are in schools reporting they are not grouped by ability within any of their classes.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 76

In „Gesamtschulstaaten“ wird teilweise schon in der Grundschule nach Leistungsniveaus differenziert:

„In den USA sind Formen des Tracking beispielsweise ziemlich selbstverständlich bis in die Grundschule hinein verbreitet.“
Dr. Lorenz Lassnigg u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“
in Statistik Austria (Hrsg.), „Schlüsselkompetenzen von Erwachsenen – Vertiefende Analysen der PIAAC-Erhebung 2001/12“ (2014), S. 61

„Längst eindeutig widerlegt“:

„Die Idee, dass man durch eine Einheitsschule mehr soziale Gerechtigkeit oder Bildungsgerechtigkeit schaffen könnte, ist längst eindeutig widerlegt worden. Helmut Fend hat mit Bedauern festgestellt, dass es keine Unterschiede zwischen einem gegliederten und einem Einheitsschulsystem bezüglich der sozialen Gerechtigkeit gibt.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom März 2017, S. 32

Gleichheitsgrundsatz wirklich leben!

„Die Bundesverfassung stellt im Gleichheitsgrundsatz des Art 7 B-VG ganz strikt darauf ab, dass Gleiches gleich, Ungleiches aber ungleich behandelt werden muss, um Menschen nicht zu diskriminieren.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Rasenmäher-Schulpolitik:

„Weil es einfacher ist, mit dem Rasenmäher drüberzufahren, als sich um einzelne Grashalme zu kümmern, wird jeder gleich gefördert.“
Franz Welser-Möst, Oberösterreichische Nachrichten online am 1. September 2016

Englands Premierministerin plant das Ende des britischen Einheitsschulwesens:

„In a true meritocracy, we should not be apologetic about stretching the most academically able to the very highest standards of excellence.“
Theresa May, Premierministerin Großbritanniens, Ansprache vom 9. September 2016

Förderung statt Gleichmacherei:

„Schulen sind keine Anstalt zum Herstellen der Gleichheit, sondern zur Förderung der Individualität.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Saarbrücker Zeitung online am 25. April 2017

Politgeschwafel:

„Es ist ein pädagogischer Widerspruch, wenn in Schulgesetzen einerseits die Individualisierung des Unterrichts verlangt wird und andererseits das Erreichen von Lernzielen, die für alle verbindlich sind. Man kann nicht beides haben.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 145

Bildungserfolg setzt Anspruch an das Individuum voraus:

„Ein intellektuell fordernder und anspruchsvoller Unterricht wirkt sich […] nicht nur auf den Wissenszuwachs aus, sondern verbessert die Intelligenz und damit die Fähigkeit, schnell neue Informationen zu erfassen und zu verarbeiten.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 38

Eine extreme Herausforderung für Österreichs Universitäten:

„Einzelne (sehr beliebte) Studienrichtungen wie z. B. Psychologie weisen extrem hohe Anteile ausländischer Studierender, vorwiegend aus Deutschland, auf (bis knapp 90 % an den Universitäten Salzburg und Innsbruck).“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 38

OECD-weit Platz 4 für Österreich:

„Austria has one of the highest shares of international students in the OECD and although most of them are from EU/EFTA countries, the share of students from non-EU/EFTA countries has more than doubled since 2007.“
OECD (Hrsg.), „Recruiting Immigrant Workers: Austria 2014“ (2014), S. 14

Jeder vierte Studierende kommt aus dem Ausland, um in Österreich zu studieren:

„Der Anteil an internationalen Studierenden in Österreich ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern überdurchschnittlich hoch und lag im Studienjahr 2012/13 bei rund 25 % aller Studierenden. Damit zählt Österreich mit Australien, Neuseeland, Schweiz und Großbritannien zu jenen OECD-Staaten, die den höchsten Anteil an ausländischen Studierenden aufweisen.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2014“ (2014), S. 30

Gründe der Attraktivität:

„Geographic considerations and differences in entry requirements (such as numerus clausus or greater selectivity for some programmes) are the most likely explanations for the concentration of students from Germany in Austria and the Netherlands.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), S. 351

Jährlich eine Milliarde aus dem österreichischen Bildungsbudget für Studierende aus dem Ausland:

„Bei der Zurverfügungstellung der universitären Ausbildung ist die öffentliche Hand ausgesprochen großzügig. Diese Dienstleistung wird allen, auch den ausländischen Studierenden kostenfrei (oder nach Einhebung eines minimalen Kostendeckungsbeitrags) zur Verfügung gestellt, auch wenn keine entsprechenden Steuerleistungen von den Konsumierenden selbst oder deren Eltern vorhanden sind. Das ist international unüblich.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2014“ (2014), S. 33

Higher tuition fees for international students:

„An increasing number of OECD countries charge higher tuition fees for international students than for national students.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus“, Nr. 41 (April 2016), S. 1

Australien:

„Dort setzt man schon seit geraumer Zeit vor allem auf ‚Incoming‘ im Sinne der Anwerbung internationaler Studenten, die meist hohe Studiengebühren zahlen.“
Die Presse online am 27. April 2016

Kanadas ertragreicher Exportartikel:

„Education provided to international students is a growing export industry, worth over $ 6.5 billion in 2008, greater than our export of coniferous lumber or coal, and generating more than $291 million in government revenue.“
Erika Gates-Gasse, „‚Two Step‘-Immigration“ (1. Oktober 2010)

Nicht einmal jeder Sechste bleibt:

„Der Großteil deutscher Studierender des Diplomstudiums Humanmedizin zieht nach dem Abschluss aus Österreich weg. […] Innerhalb von drei Jahren hatten laut Berechnungen von Statistik Austria 84,3 % das Land verlassen.“
Statistik Austria, Pressemitteilung vom 3. Mai 2017

Politischer Handlungsbedarf:

„Das Potenzial international Studierender ist auszuschöpfen. Österreichs Investitionen in die Bildung und Ausbildung ausländischer Studierender sollen sich für Österreich langfristig rechnen.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 14

Jahrzehntelanges integrationspolitisches Versäumnis:

„Wir haben vor Jahrzehnten Gastarbeiter aus der Türkei geholt und nicht damit gerechnet, dass sie dableiben. Es gab kein Integrationsangebot und keinen Druck, dass diese Menschen das Angebot annehmen.“
BM Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse vom 5. Mai 2017

Dringender Handlungsbedarf:

„Von den 18- bis 24-Jährigen mit Migrationshintergrund, unter denen Jugendliche mit Abstammung aus dem ehemaligen Jugoslawien sowie mit türkischer Herkunft dominieren, zählen 15,5% zu frühen Schul- und Ausbildungsabgängerinnen und -abgängern.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 114

Unterschiede nach Herkunftsland:

„Migranten aus asiatischen Ländern, etwa Vietnamesen, erzielen zum Teil bessere Ergebnisse als deutsche Schüler. Schwierigkeiten bereiten vor allem Kinder mit türkischen, arabischen und jugoslawischen Wurzeln.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, www.kath.net am 2. April 2014

Staaten, deren ImmigrantInnen höhere Bildungsabschlüsse besitzen als die einheimische Bevölkerung:

„The foreign-born are particularly highly educated in Canada, New Zealand, Luxembourg, the United Kingdom, Israel, Australia, Ireland, Poland and Estonia, where some 40% or more have a university degree.“
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2014“ (2014), S. 47

Staaten mit extrem selektiver Einwanderungspolitik:

„Differences are particularly sharp in Canada where 58 % of foreign-born have higher education versus only 11 % with low education, in Estonia (44 versus 8 %), the United Kingdom (48 % versus 19 %) and Poland (46 % versus 13 %).“
Sara Bonfanti u. a., „Migrants’ skills: Use, mismatch and labour market outcomes“ in OECD (Hrsg.),
„Matching Economic Migration with Labour Market Needs“ (2014), S. 254

Der familiäre Background entscheidet:

„Wichtig ist die Bildung der Eltern. Wenn türkische Eltern einen Universitätsabschluss haben und in die Niederlande kommen, sind die Voraussetzungen natürlich besser, als wenn die Eltern ungeschult sind.“
Henk Beerten, Bildungsstadtrat in der niederländischen Stadt Nijmegen, Die Furche vom 18. Juni 2014

Bildungshintergrund des Elternhauses:

„Verfügten 2015 nur 11 % der inländischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren maximal über einen Pflichtschulabschluss, war dieser Anteil bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mit 26 % weit mehr als doppelt so hoch. Insbesondere Migrantinnen und Migranten aus der Türkei hatten überwiegend (zu 61 %) keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung abgeschlossen.“
Statistik Austria (Hrsg.), „migration & integration - zahlen.daten.indikatoren 2016“ (2016), S. 50

Enorme integrationspolitische Herausforderung:

„70 % der Frauen aus der Türkei haben lediglich einen Pflichtschulabschluss, bei Frauen aus Ex-Jugoslawien trifft dies immer noch bei über 40 % zu.“
Integrationsfonds online am 15. März 2017

„Identity matters in explaining outcomes”:

„The PISA exercise in separating the impact of social, economic and cultural features of students’ families from that of schools has limitations. The most important is its failure to capture the impact on education outcomes of religious and ethnic identities. Identity matters in explaining outcomes, even after allowing for socio-economic and school quality differences.“
Univ.-Prof. Dr. John Richards, „Warning Signs for Canadian Educators“ (2014), S. 8

Österreichs Arbeitslosenquote von Immigrantinnen 2015:

„Mit 21,9 % war die Arbeitslosenquote unter Türkinnen hoch, besonders auffällig war aber die Arbeitslosenquote unter Syrerinnen und Afghaninnen mit 75,0 % bzw. 56,2 %.“
ÖIF (Hrsg.), „Frauen – Statistiken zu Migration & Integration 2016“ (2017), S. 33

„Nicht vertretbar“:

„Der prinzipielle Verzicht auf spezielle Beschulungsformen (Klassen/Schulen) und die Aufgabe von Wahlfreiheiten sind aus fachlicher Sicht und im Sinne des Kindeswohls nicht vertretbar.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Institut für Rehabilitationswissenschaft an der Berliner Humboldt Universität,
www.news4teachers.de am 26. April 2017

SchülerInnen mit Behinderung werden auf dem Papier „inkludiert“, Personal für sie fehlt:

„Almost half of teachers work in schools where there is a reported need for teachers of students with special needs and a need for support personnel.“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2013 Results“ (2014), S. 32

Schweden Vorbild für Österreichs „Schulpolitik“?

„Besonders besorgniserregend erscheint die Verringerung der Zahl examinierter Sonderpädagogen.“
Dr. Thomas Barow, „Vorbild oder Zerrbild? Außen- und Innenperspektive auf inklusive Bildung in Schweden“,
erschienen in „Inklusion-online” (2011), Nr. 4

Die Erfahrung der SchuldirektorInnen:

„A significant number of EU school leaders view the lack of teachers to special needs students as a factor that hinders the provision of quality of instruction in their schools.“
Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 10

Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf, aus Englands „inklusivem“ Schulwesen ausgeschlossen:

„Pupils with a statement of Special Educational Needs (SEN) were around eight times more likely to receive a permanent exclusion than pupils with no SEN, and were nine times more likely to receive a fixed period exclusion.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 51

Die Manie des „Bildungsexperten“:

„Dass es unter bestimmten Bedingungen sinnvoller, zielführender und humaner sein kann, behinderte Kinder und Jugendliche von speziell ausgebildeten Kräften gesondert zu betreuen und zu fördern, ist für ihn undenkbar geworden. Ideologisch hat er entschieden, und die Schule, die Lehrer, die Eltern und die Mitschüler müssen sehen, wie sie damit zurechtkommen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 35

Zwangsläufige Überforderung:

„Kinder aus Zuwandererfamilien zu unterrichten, die schlecht Deutsch sprechen, ist eine schwere Aufgabe für sich. Wenn dazu die Inklusion behinderter Kinder kommt, dann muss ein Lehrer zwangsläufig scheitern. Das schafft auch kein zusätzlicher Sonderpädagoge.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Westfalen-Blatt online am 19. Dezember 2012

Kindeswohl berücksichtigen!

„Inklusion ist nur dann im Sinne des Kindeswohls, wenn begründete Aussichten bestehen, dass ein Schüler das Bildungsziel der betreffenden Schulform - durchaus auch mittels Nachteilsausgleich - erreichen kann und die Regelklasse durch die Inklusion nicht über Gebühr beeinträchtigt wird.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Referat bei der Tagung
„Alles inklusive!? Teilhabe und Wertschätzung in der Leistungsgesellschaft“, Mössingen am 9. November 2013

Optimalen Rahmen finden!

„It will remain very difficult to integrate students who require special attention into mainstream schooling. Youth with strong learning difficulties or social problems may then be served best by being taught in special classes with smaller class-sizes, an adjusted and more practically-oriented curriculum, and specially-trained teachers and support staff.“
Univ.-Prof. Dr. Stéphane Carcillo u. a., „Investing in Youth – Policies and Challenges“ (2014), S. 9

Kinderfeindliche Politik beenden!

„Eltern sollten für die Erhaltung bedrohter Förderschulen kämpfen, Lehrer sollten das Chaos inklusiver Klassen immer wieder öffentlich machen. Kinder mit und ohne Behinderung dürfen nicht Gegenstand von Experimenten sein, weder von Sparpolitikern noch von Ideologen.“
Dr. Michael Felten, Süddeutsche Zeitung online am 21. April 2017

Finnlands schwindender PISA-Erfolg als Folge von Reformen:

„Die guten Ergebnisse bei der ersten Pisa-Studie habe es nicht wegen der Reformen gegeben, sondern ihnen zum Trotz. Sie seien eine Nachwirkung der alten finnischen Schule, eines zentralisierten Systems mit autoritären Lehrern, das die Schüler auch früher schon zu Spitzenleistungen geführt habe.
Gabriel Heller Sahlgren, Die Zeit online am 23. März 2017

Finnland:

„Laut der neuesten Pisa-Studie aus dem Jahr 2015 haben die finnischen 15-Jährigen im Lesen und in Mathematik inzwischen fast den Stoff eines Schuljahrs weniger gelernt im Vergleich zu den 15-Jährigen im Jahr 2000.“
Die Zeit online am 23. März 2017

Auf die SchülerInnen wird vergessen:

„Ich habe das Gefühl, dass bei vielen Struktur- und Bildungsreformen die Schülermehrheit, der Durchschnittsschüler zunehmend aus dem Blick geraten ist.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, news4teachers.de online am 6. Dezember 2016

Haftung für SchulpolitikerInnen!

„Reformen über Reformen werden in den Sand gesetzt, ohne Produkthaftung von Seiten derjenigen, die all dies inszeniert haben. Dass die allermeisten Reformen eben gerade denen schaden, denen sie zugutekommen sollten, nämlich den sozial Schwächsten, wird verdrängt.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 12

Die Tretmühle dauernder Reformen:

„Der Alltag der Lehrenden in der Schule (Analoges gilt für die Universität) ist zunehmend gekennzeichnet durch die zur Tretmühle gewordene Dauerverpflichtung zur Teilnahme an Reformen.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 53

PIAAC-Erkenntnis:

„[Es] weisen die Ergebnisse zu den liberalen Ländern ziemlich eindringlich darauf hin, dass die vermeintlichen Königswege ‚neoliberaler‘ zeitgenössischer Bildungsreformen eher zu geradezu desaströsen Wirkungen als zum Erfolg führen könnten.“
Dr. Lorenz Lassnig u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“ (2014), S. 50

Ein Jahrzehnt schulpolitischen Desasters:

„Zehn Jahre SPÖ (Claudia Schmied, Gabriele Heinisch-Hosek, Sonja Hammerschmid) haben unser gutes Schulsystem systematisch ruiniert.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Vorsitzender des parlamentarischen Unterrichtsausschusses, Die Ganze Woche vom 5. Jänner 2017

Qualität statt Aktionismus!

„Reforming schools is a complex and slow process. To rush this process is to ruin it.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 3

„Bleiben wir nüchtern!“

„Der Blick auf die Realität ist in Bildungsdiskussionen allerdings ebenso verpönt wie das Eingeständnis, dass Schule vielleicht manches leisten, aber nicht jedes Defizit der Gesellschaft korrigieren kann. Bleiben wir also nüchtern.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 120

Eine Frage der Bildung:

„Je umfassender ein Mensch gebildet ist, desto skeptischer steht er natürlich in der Regel Bildungsreformen gegenüber. Wenn Bildungsreformer sich zur ‚Zukunft des Gymnasiums‘ äußern, dann ist das ungefähr so, als ob Nordkorea einen Aufruf zur ‚Zukunft der Meinungsfreiheit‘ veröffentlicht.“
Harald Martenstein, Kolumnist der ZEIT, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2016, S. 21

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 28. April 2017):



Deutschland:
Niederlande:
Tschechien:
Österreich:
Großbritannien
Schweden
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,6 %
9,6 %
10,3 %
10,6 %
11,9 %
17,2 %
17,3 %
20,0 %
23,6 %
35,2 %
41,5 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
11
10
16
16

16
15
14
16
AMS online am 2. Mai 2017

NEET – junge Menschen auf der Straße:

„As youth unemployment rates remain persistently high and transitions from education into work become increasingly difficult, a growing share of youth fall into the category of neither employed, nor in education or training (NEET), with the attendant risks of skills deterioration, underemployment and discouragement.“
ILO (Hrsg.), „World Employment Social Outlook 2016 - Trend for Youth 2016“ (2016), S. 17

Das böse Erwachen nach der Schule:

„Wenn die Schulen und Hochschulen nicht selektieren, also die Akademikerschwemme nicht durch objektives Testen stoppen, dann wird die Selektion der Abiturienten und Uni-Absolventen durch Unis bzw. Arbeitgeber durchgeführt. Zeugnisse werden durch die Noteninflation an Gymnasien und Unis wertloser als früher.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 22

Bertelsmann scheint es verstanden zu haben:

„There is evidence that a well-established VET system can contribute to lower levels of youth unemployment and a more equitable distribution of skills in the labour market by boosting the relative position of those in the lower half of the skills distribution.“
Bertelsmann (Hrsg.), „Social Policy in the EU —Reform Barometer 20163 (2017), S. 68

Wachstumsbremse Fachkräftemangel:

„Die Wachstumsbremse der Zukunft wird die Überakademisierung sein, weil sie einhergeht mit einem gigantischen Fachkräftemangel.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 16

Finnland steigt aus dem OECD-Wettrennen um die höchste Akademikerquote aus:

„In Finland the share of intermediate-level graduates has increased, partly thanks to a successful vocational education scheme.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 92

Italiens Schulwesen noch immer Vorbild für Österreichs Gesamtschulpropaganda?

„In Greece, 28 % of all youth aged 16 to 29 years are NEETs, and the shares of youth out of employment or education are also above 20 % in Italy, Ireland and Spain.“
Bertelsmann (Hrg.), „Long-term Unemployment in the EU: Trends and Policies“ (2016), S. 26

Wien verliert den Anschluss an die anderen acht Bundesländer:

„In Wien ist die Zahl der Arbeitslosen im April im Vergleich zum Vorjahr - anders als im gesamtösterreichischen Schnitt - leicht gestiegen.
Kurier online am 2. Mai 2017

Jugendarbeitslosenquoten nach Bundesländern (Stand März 2017):

Tirol:
Vorarlberg
Salzburg:
Oberösterreich:
Steiermark:
Niederösterreich:
Burgenland:
Kärnten:
Wien:
5,0 %
5,0 %
5,1 %
5,8 %
7,1 %
8,5 %
9,3 %
10,2 %
14,1 %
AMS-Datenbank, Abfrage vom 2. Mai 2017

Die Schweiz ist anders „anders“ als Wien:

„Die Schweiz ist auch in der Bildungspolitik ein Ausnahmefall – und international nach wie vor unter den Besten. Pro Kopf gibt man hier mehr als in jedem andern europäischen Land für Bildung und Forschung aus, das Berufsbildungssystem führt zu einer tiefen Jugendarbeitslosigkeit, die Universitäten gehören weltweit zu den besten.“
Neue Zürcher Zeitung online am 2. Dezember 2015

„Im Ausland bewundert und daher von Mexiko bis Vietnam als Modell für eigene Reformen angesehen …“

„Das duale System der beruflichen Ausbildung, diese große und historisch bewährte Stärke Deutschlands (und Österreichs und der Schweiz), droht nun durch den Akademisierungswahn der Politik unter die Räder zu kommen.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Miserable Ergebnisse der Gesamtschule:

„In allen Schulleistungsstudien im innerdeutschen Vergleich hat sich herausgestellt, dass eine Gesamtschule, dass eine Einheitsschule, dass eine Gemeinschaftsschule, egal wie man sie nennt, miserabel abgeschnitten hat“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Deutschlandfunk online am 20. März 2017

Berlin, wo die Politik auf Einheitsschulen gesetzt hat:

„Berlins Ausländeranteil an der Bevölkerung beträgt ‚nur‘ 27,4%, während er in München 37,7%, in Frankfurt/M. 39,5% und – das ist bundesdeutscher Rekord – in Stuttgart 40% beträgt. Die Schulen dieser Großstädte – vor allem die in Stuttgart und München – schneiden beim Leistungsvergleich bedeutend besser ab als die Schulen Berlins.“
guteschuleblog.wordpress.com am 19. August 2016

Brutale Scheinheiligkeit:

„Jeder Psychologe oder Sozialpsychologie müsste […] zugestehen, dass gerade dann, wenn man zusammen in einer Schulklasse ist, der ‚clash of cultures‘ oder der ‚soziale Vergleich‘ (‚social comparison‘) erst anfängt. Was man vorher eine ‚institutionelle Diskriminierung‘ genannt hat, wird nun eine ‚soziometrische‘, eine informelle Diskriminierung – und vor allen Dingen eine scheinheilige Leistungsdiskriminierung.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 19

Breit gefächertes Bildungssystem unabdingbar:

„Wer gebildet ist, besitzt Werte und weiß diese zu vertreten. Damit sind ihm Tür und Tor für Persönlichkeitsentwicklung, Lebensqualität, Zukunftsperspektiven und Wohlstand geöffnet. Für all dies ist ein breit gefächertes Bildungssystem, das jedem nach seinen individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten Chancen bietet, unabdingbar.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), Einlage „Bildung und Forschung“

Chancengerechtigkeit statt Einheitsschulen:

„Um ‚Bildungsvererbung‘ zu reduzieren, muss man schon in früher Kindheit ansetzen. 10-Jährige höchst unterschiedlicher Entwicklungsstände durch die gleiche Beschulung zu gleichem Erfolg führen zu wollen, funktioniert nicht, wie Bildungswissenschaft und Praxis zeigen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft,
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Österreichs vielfältige Bildungslandschaft:

„So vielfältig, so breit, so bunt gefächert die Zugänge, die Talente, die Interessen und die Möglichkeiten der jungen Leute sind, genauso bunt, breit und vielfältig gefächert müssen auch die Antworten unserer Bildungslandschaft sein!“
Mag. Thomas Stelzer, seit 6. April 2017 Landeshauptmann Oberösterreichs, BundeslehrerInnentag 2016 der ÖPU/FCG, Linz am 3. März 2016

Von NMS-Erfahrungen lernen:

„Alle Vorbehalte gegen die NMS scheinen sich zu bewahrheiten. Insofern wäre es fahrlässig, würde man sich von einem funktionierenden Schultyp wie dem Gymnasium verabschieden, ehe man die Schwierigkeiten beim anderen, nämlich den NMS, behebt.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Kurier online am 17. März 2016

Viel mehr Differenzierung!

„Wir brauchen nicht weniger, sondern wir brauchen viel mehr Differenzierung.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Journal Panorama, Ö1 am 22. März 2017

Die Wirklichkeit realisieren!

„Durch Migration und soziale wie kulturelle Unterschiede gebe es an den Schulen ‚eine derartige Leistungsvielfalt, dass sie von den Lehrern nicht ausgeglichen werden können‘.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 2. April 2016

BM Hammerschmid glaubt noch immer an die Gesamtschule …

„Ich hab‘ sie nicht vergessen. Das ist das nächste große Arbeitspaket …“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, SPÖ-Maiaufmarsch in St Pölten, 1. Mai 2017

Widerstand gegen Zwangsehen von Schulen:

„Auf einhelligen Widerstand stößt […] der Plan, dass Cluster unter bestimmten Bedingungen auch gegen den Willen der Lehrer gebildet werden können. ‚Gänzlich inakzeptabel‘ lautet etwa das Urteil des AHS-Direktorenverbands.“
ORF online am 27. April 2017

Schulen stärken!

„Wir brauchen keinen übergeordneten Verbund, sondern ein mittleres Management.“
Mag. Isabella Zins, Vorsitzende der AHS-Direktoren NÖ, Kurier online am 27. April 2017

„Abgehobenes Schreibtischpapier“:

„Für den Vorsitzenden des Bundeselternverbands an den mittleren und höheren Schulen, Gernot Schreyer, ist der Gesetzesentwurf ‚ein abgehobenes Schreibtischpapier, dem die Erdung fehlt‘.“
Kurier online am 27. April 2017

Demokratieverständnis auf der Probe:

„Der oberste Lehrervertreter in Österreich, Paul Kimberger (FCG), rechnet mit mehr als 1.000 Stellungnahmen zum Regierungsentwurf bis zum Ablauf der Begutachtungsfrist am Sonntag. Er erwartet, dass das Ministerium ‚das auch ernst nimmt und die wesentlichen Kritikpunkte in die Gesetzesentwürfe einarbeitet‘.“
http://www.salzburg24.at am 27. April 2017

Das Unterrichtsministerium verhöhnt die gesetzliche Klassenschülerhöchstzahl: Schon weit über 40.000 SchülerInnen der AHS-Unterstufe werden in Klassen mit mehr als 25 SchülerInnen unterrichtet („Ausnahmefälle“):

2013/14: 36.163
2014/15: 37.882
2015/16: 42.817
2015/16: Statistik Austria (Hrsg.), Schulstatistik vom 1. Februar 2017

„Wir brauchen mehr Geld“:

„‚Man kann nicht beginnen, innerhalb des Systems umzuverteilen‘, so Schreyer. Das sei auch das Problem mit der vom Ministerium versprochenen Ressourcengarantie: ‚Wir brauchen mehr Geld.‘“
Kurier online am 27. April 2017

Tatsächliche Autonomie ermöglichen:

„Die AHS-Gewerkschaft fordert […] eine Anhebung der Bildungsausgaben in Österreich um zwei Milliarden Euro pro Jahr. ‚Dieses Volumen würde den Bewegungsraum schaffen, den Schulen brauchen, um Autonomie leben zu können.‘“
ORF online am 27. April 2017

Unglaublich, aber leider wahr:

„Als ‚unbegründet‘ sieht man im Bildungsministerium die Sorgen der Eltern und Lehrer an.“
http://www.salzburg24.at am 27. April 2017

Widerstand der Eltern:

„Wir geben keine Ruhe, bis es nicht umfangreiche Änderungen gibt.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine
an mittleren und höheren Schulen, Kurier online am 27. April 2017

Die Bildungsministerin entscheidet, wie es weitergeht:

„Sollte Sonja Hammerschmid auf ihrer Position bleiben und diese Stellungnahmen nicht ernstnehmen, wird sie mit Widerstand aus der Lehrergewerkschaft rechnen müssen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, ZIB 17, ORF 2 am 17. April 2017

Österreichs Schulen fehlen die Ressourcen für Zusatzangebote:

„Freigegenstände und Unverbindliche Übungen, aus denen Schülerinnen und Schüler ihren Interessen entsprechend wählen konnten, gibt es mangels Ressourcen nur mehr in mikroskopischer Größe, im Schulrecht vorgesehene Teilungen können mangels Ressourcen nicht mehr eingehalten werden, gesetzlich vorgeschriebene Klassenschülerhöchstzahlen müssen massenweise überschritten werden.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 30. Jänner 2017

Die Bedeutung von Zusatzangeboten:

„Extracurricular activities, such as sports activities and teams, debate clubs, academic clubs, bands, orchestras or choirs, can improve students’ cognitive and non-cognitive skills.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 218

Less positive development:

„Linver et al. […] found that students with little or no involvement in organized activities had less positive development overall (social competence, confidence and positive identity, connections with peers and parents, character, and caring).“
Dr. Amy Feldman Farb u. a., „Recent advances in research on school-based extracurricular activities
and adolescent development“ in „Developmental Review“ 32 (2012), S. 37

Estland, Europas PISA-2015-Sieger:

„Most schools provide a rich offer of extracurricular activities in the large majority of municipalities.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Estonia“ (2016), S. 81

Die 10 OECD-Staaten, die ihren SchülerInnen über den Pflichtunterricht hinaus am meisten Aktivitäten im kreativen Bereich anbieten (Stand 2015):

1. Großbritannien
2. USA
3. Kanada
4. Neuseeland
5. Japan
6. Südkorea
7. Lettland
8. Australien
9. Polen
10. Luxemburg
Österreich belegt unter allen OECD-Staaten den vorletzten Platz!
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), Figure II.6.25

Massiver Ressourcenmangel:

„Man erlebe jetzt schon von Jahr zu Jahr, dass man aus Geldgründen Freifächer nicht mehr durchführen könne oder größere Gruppen bilden müsse.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine
an mittleren und höheren Schulen, Die Presse online am 18. Oktober 2016

Österreichs Schulpolitik lässt Talente verkümmern:

„Obwohl sich die österreichische Bundesregierung für die laufende Regierungsperiode den ‚Ausbau der Begabungs-/Begabtenförderung an Schulen‘ und das ‚Entdecken und fördern [sic!] aller Talente und Begabungen‘ zum Ziel gesetzt hat, fehlen in Österreichs Schulen die Ressourcen, um entsprechend umfangreiche Angebote an allen Schulstandorten machen zu können.“
Mag. Cornelia Sommer-Hubatschke, oepu4u-Ansprechpartnerin Niederösterreichs, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 7

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012):

Russland:
Hongkong:
Vietnam:
Südkorea:
Singapur:
Großbritannien:
OECD-Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
95,2 %
86,7 %
83,5 %
80,3 %
79,8 %
70,5 %
44,4 %
32,4 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), „What Makes Schools Successful?“ (2013), Table IV.3.29

Besondere Begabungen gehen verloren:

„In Zeiten einer um sich greifenden Nivellierung der Bildungsansprüche nach unten bei gleichzeitiger Inflation an Bestnoten drohen besonders Begabte unterzugehen. Entweder weil sie nicht genügend gefördert werden, weil sie sich anpassen, weil sie nicht schief angeschaut werden wollen oder weil ihre Neugier gelähmt wurde.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Die Tagespost online am 2. Dezember 2016

Ein Schulsystem ohne Begabtenförderung kann nicht gerecht sein:

„Begabtenförderung gehört ebenso wie die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit schwierigen Startbedingungen zum Kern von Bildungsgerechtigkeit.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Jänner 2017, S. 26f

Leistung rehabilitieren!

„Nicht nur in Asien, auch in England und Frankreich werden gute Schulleistungen mehr anerkannt als bei uns – und zwar durch die eigenen Klassenkameraden, nicht etwa die Eltern, die ja immer stolz sein werden.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes,
Oberbayerisches Volksblatt online am 20. April 2017

Ehrgeiz „weniger stark ausgeprägt“:

„Generell ist der Ehrgeiz der österreichischen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich weniger stark ausgeprägt. Nur 47 Prozent der Jugendlichen gaben bei Pisa 2015 an, dass sie zu den Klassenbesten gehören wollen. Im OECD-Schnitt sind es 59 Prozent.“
Der Standard online am 19. April 2017

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Studien, die über 40 und mehr Jahre durchgeführt wurden, zeigen, dass die Menschen mit stärkerer Willenskraft mehr verdienen, gesünder sind und länger leben.“
Univ.-Prof. DDr. Manfred Spitzer, Kurier online am 4. Dezember 2016

Wohldosierte Leistungsanforderungen:

„Bestimmte Formen von Stress werden nicht als negativ erlebt. In den Fällen, in denen man den Stress nicht als negativ empfindet, hat er auch keine negativen Auswirkungen. Man schafft sogar mehr, wenn man ein bisschen unter Druck steht.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 72

Anstrengungsbereitschaft wieder als Wert verstehen und vermitteln:

„Man muss auch ein Faktum wieder stärker in den Vordergrund rücken: Dass es ab dem Kindergarten notwendig ist, den jungen Menschen bewusst zu machen, dass das Leben nicht von selbst läuft und dass man vieles selbst dazu tun muss, um eine geordnete Zukunft, eine sinnerfüllte Zukunft zu haben.“
Dr. Wolfgang Eder, Vorstandsvorsitzender der Voestalpine, Bezirksrundschau Linz online am 28. August 2014

Wachstum durch Herausforderung:

„Wachstum entstehe ‚durch Anstrengung, durch ein eigenständiges Meistern von Aufgaben und Problemen‘. Wer nicht von klein auf Herausforderungen kenne, der werde sie auch später nicht meistern.“
Dr. Albert Wunsch, Erziehungswissenschaftler und Sozialpädagoge, www.sonntagsblatt.at am 11. Dezember 2014

Leistung als Allokationskriterium freier Gesellschaften:

„In unfreien Gesellschaften sind Geldbeutel, Geburtsadel, Gesinnung, Geschlecht Kriterien zur Positionierung eines Menschen in der Gesellschaft. Freie Gesellschaften haben an deren Stelle das Kriterium Leistung vor Erfolg und Aufstieg gesetzt.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 26

Über ein Lernjahr Vorsprung:

„On average across OECD countries, students who are among the most motivated score 38 points higher in science (the equivalent of more than one year of schooling) than students who are among the least motivated. […] Both teachers and parents have to find ways to encourage students’ motivation to learn and achieve without generating an excessive fear of failure.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 43

Weiß die „Schulpolitik“, was sie will?

„Viele unserer Schulen sind keine wirklichen Bildungsanstalten mehr, sondern Wohlfühlstätten, Aufbewahrungsorte und Sozialprojekte. Das mag gut sein, nur soll man dann nicht behaupten, die PISA-Resultate seien ‚inakzeptabel‘, sie sind logisch!“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU, Leserbrief an die Kleine Zeitung vom 14. Dezember 2016

Den goldenen Mittelweg finden!

„Was den Schülern in Japan, Singapur, Macau oder bestimmten chinesischen Provinzen an Leistungsdruck zugemutet wird, ist inakzeptabel. Lieber ein paar Punkte weniger im Pisa-Leistungstest und ein paar Punkte mehr beim ‚Wellbeing‘, also bei der Schüler-Zufriedenheit! Klar ist aber auch, dass eine Schule, in der nur das „Wellbeing“ zählt und die Leistung gar nichts, auch nicht weiterführt.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes,
Oberbayerisches Volksblatt online am 20. April 2017

Freiheit und Vertrauen:

„Meine Schulreform bestünde darin, dass ich den Schulen sagen würde: Ihr müsst herausfinden, was für euch notwendig ist. Erst wenn euch das überhaupt nicht gelingt, helfen wir euch. Ich würde den Schredder aufbauen und sämtliche Erlässe vom Minoritenplatz hineinwerfen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Es regiert die Ahnungslosigkeit:

„Zur Frage, warum denn im Bildungsbereich in Österreich so wenig vorangeht, meinte Mayrhofer (Anm.: Sr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs), dass die diversen Reformen schlicht an der Realität vorbeigehen würden, weil die verantwortlichen Entscheidungsträger nicht wüssten, ‚wie es an der Basis zugeht‘.“
www.kathpress.at am 27. Februar 2017

Wertschätzung für die Betroffenen!

„Solange die Betroffenen nicht in die Bildungsreformgruppen eingebunden werden, wird es nicht gehen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Standard online am 31. Mai 2016

Verunsicherungspolitik beenden!

„Was die Pädagogen heute mehr denn je brauchen, sind Klarheit, Perspektive und eine erkennbare Linie. Ständige Verunsicherung durch immer wieder neu angesagte und in der Folge abgesagte Änderungen ist kontraproduktiv für einen zielgerichteten Bildungsbetrieb.“
Mag. Johann Heuras, Landesschulratspräsident Niederösterreichs, Niederösterreichische Nachrichten online am 13. Jänner 2017

Ruhe und Konzentration:

„Um tatsächlich an der Verbesserung des Unterrichts zu arbeiten, brauchen Schulen Ruhe und Konzentration.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 29. Oktober 2016

Verlässlichkeit und Kontinuität :

„In der Schule kommt es auch auf Verlässlichkeit und Kontinuität an und darauf, nicht ständig alles über den Haufen zu werfen und neue Reformen auf den Weg zu bringen.“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, Nordwest Zeitung online am 30. Dezember 2016

Die Schule einmal zehn Jahre in Ruhe lassen:

„Der Zustand ist nicht optimal, aber die Vorstellung, man könne ihn optimieren, ist eben auch verrückt. Das ist einfach nur die nächste Reform, die scheitert. Damit können Politiker natürlich gar nichts anfangen. Da müssen sie nach Hause gehen.“
Jürgen Kaube, „Tele-Akademie“, 3sat vom 25. September 2016

Schulpolitik reanimieren!

„Ein Ziel wäre, dass man wirklich über Schulpolitik spricht und nicht über Tagespolitik. Richtige Schulpolitik wird seit langer Zeit nicht mehr gemacht.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, Kurier online am 24. Juli 2016

„Nicht mehr, sondern weniger Reformen“:

„Viel wäre gewonnen, würde man anstelle der üblichen Mischung aus Bildungsschwärmerei und Managementrhetorik einen klaren Blick für die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen, für die Chancen, aber auch die Risiken von Bildungsprozessen bekommen. Bildungseinrichtungen brauchen aktuell deshalb nicht mehr, sondern weniger Reformen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 29

Neubeginn – inhaltlich und personell!

„Die Bildungspolitik, das wird immer deutlicher, steht vor den Trümmern eines einst funktionierenden Systems, das sie selbst kaputtreformiert hat. […] Dass diejenigen, die das Zerstörungswerk zu verantworten haben, auch am besten dafür geeignet sind, es wieder zu errichten, ist zu bezweifeln.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

UN-Behindertenrechtskonvention wird missbraucht:

„Die UN-Behindertenrechtskonvention sollte in der Tat dafür sorgen, dass auch Kinder mit Handicaps freien Zugang zum Bildungswesen haben - aber sie verlangt eben gerade nicht, Förderschulen abzuschaffen. Diese sind ja genau jener Teil des allgemeinen Schulsystems, der spezifische Unterstützung bietet - was laut UN-Konvention ausdrücklich keine Diskriminierung ist.“
Dr. Michael Felten, Süddeutsche Zeitung online am 21. April 2017

Sonderschulen retten:

„Die CLÖ spricht sich eindeutig gegen die Abschaffung der Sonderschulen und der Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik aus. Das bewährte System der individuellen sonderpädagogischen Förderung und die Wahlmöglichkeit für Eltern müssen erhalten bleiben.“
Aus der Stellungnahme der CLÖ zum Begutachtungsentwurf des „Autonomiepakets“ vom 21. April 2017

Gegen Zwang und Bevormundung:

„Niemand darf einem Kind das Recht auf Inklusion verwehren. Dabei wird allerdings übersehen, dass dieses Ziel nicht alle betroffenen Eltern und Kinder teilen.“
Dr. Astrid Ebenberger, Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes, Kleine Zeitung vom 10. Februar 2017

Recht auf bestmögliche Förderung:

„Bei allen Maßnahmen der Inklusion muss das Wohl aller Kinder mitreflektiert werden. Auch Kinder ohne Behinderung haben ein Recht auf bestmögliche Förderung.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 168

„Inkludiert“ an den Rand gedrängt:

„In allen soziometrischen Untersuchungen wird nachgewiesen, dass Kinder mit Beeinträchtigung nicht unbedingt zu den beliebtesten oder normal beliebten Schülern und Schülerinnen gehören, sondern häufig genug eher unbeachtet, geduldet am Rande einer Schulklassengemeinschaft leben.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Die Vision des Machbaren“ in „Die politische Meinung“ Nr. 525, März/April 2014, S. 68

Verzweiflung an den Schulen:

„Psychisch auffällige Kinder und Jugendliche sind die wohl größte Herausforderung des mit aller Macht durchgesetzten Inklusionsprojektes. Lehrer verzweifeln daran nicht selten, die Kinder aber, die stark verhaltensauffälligen, immer.“
schulforum-berlin.de am 29. Dezember 2016

Praxiserfahrung respektieren:

„Wer Inklusion fordert, sollte die Realität in den Schulen kennen und von dieser ausgehen, um für Kinder mit besonderen Bedürfnissen etwas zu verbessern.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Standard online am 23. Jänner 2017

In Finnland erhalten über 80 % der „recipients of special support“ „nicht inklusive“ Förderung:
„Among the recipients of special support, 19 per cent received all education in a general education group and 42 per cent received all education in a special education group. Among the recipients of special support, 39 per cent received part of the education in a general education group and part in a special education group.“
Statistics Finland (Hrsg.), „Special education 2013“ (2014), S. 3

In Österreich hingegen nicht einmal die Hälfte …

Sonderpädagogik unverzichtbar:

„Das differenzierte staatliche Sonderschulwesen und die entsprechende Lehrerausbildung dürfen nicht aufgegeben werden.“
Bund Freiheit der Wissenschaft (Hrsg.), „Manifest zur Bildungs- und Schulpolitik im Jahr 2014“ (2014), S. 8

Nordrhein-Westfalen ein warnendes Beispiel:

„Im bevölkerungsreichsten Bundesland dürfen immer weniger behinderte Kinder Förderschulen besuchen, die meisten müssen langfristig am Regelunterricht teilnehmen. […] Die Folgen sind: behinderte Kinder, die man nur noch ruhigstellt; engagierte Lehrer, die sich vorzeitig pensionieren lassen; eine Heterogenität in den Klassen, die nicht mehr zu bewältigen ist.“
Dr. Michael Felten, Süddeutsche Zeitung online am 21. April 2017

Finnlands Gesamtschulen scheitern an den wenigen Einwanderkindern:

„Bei der ersten Pisa-Studie waren unter den getesteten 15-Jährigen fast keine Einwandererkinder. Inzwischen ist ihr Anteil in Finnland auf vier Prozent gewachsen. Das ist im Vergleich zu Deutschland (in dem es nach OECD-Kriterien 17 Prozent Einwandererkinder gibt) immer noch wenig, erklärt jedoch einen Teil des Leistungsabfalls.“
Die Zeit online am 23. März 2017

In Österreich beträgt der Anteil über 20 Prozent.

35 % SchulabbrecherInnen:

„In Finland […] even those migrants who arrive before the age of 15, struggle to integrate, and survey data suggests that 35 % of this group leave school early – the highest in the OECD.“
OECD (Hrsg.), „Finding the way: A discussion of the Finnish migrant integration system“ (2017), S. 18

Alles andere als vorbildlich:

„In Denmark and Finland, the integration of refugees into the educational system receives the highest need score.“
Bertelsmann (Hrsg.), „Social Policy in the EU —Reform Barometer 20163 (2017), S. 61

Segregation in Südtirols Gesamtschulwesen:

„Die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund betragen in den italienischen Schulen 15 %, in den deutschen Schulen 5 %.“
http://www.provinz.bz.it/evaluationsstelle-deutschsprachiges-bildungssystem/download/PISA_2015_dt.pdf, S. 2

Niederlande:

„Most of the native-Dutch parents choose a religious school for their children, and thus self-segregate into either a Catholic or Protestant denomination.“
Dr. Eddie Denessen u. a., „School and Classroom Diversity Effects on Cognitive and Non-Cognitive Student Outcomes“
in „Journal of Education Research“ (2010), Volume 4, Issue 2, S. 3

Anteil der 15-Jährigen, deren Umgangssprache nicht die Unterrichtssprache ist (Stand 2015):

Finnland:
Niederlande:
Frankreich:
Großbritannien:
OECD-Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
6,0 %
7,2 %
8,5 %
8,9 %
11,6 %
11,8 %
18,8 %
PISA 2015-Datenbank, Abfrage vom 15. Jänner 2017

Enorme Aufgabe für Österreichs Schulwesen:

„Die 2008 durchgeführte Sprachstandsbeobachtung bei 4½- bis 5½-Jährigen Kindern ergab für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache einen viel höheren Förderbedarf (58 %) als bei deutschsprachigen Kindern (10 %).“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 37

Fast die Hälfte aus Drittstaaten:

„Mit Jahresbeginn 2016 stammten 48,7 % der in Österreich lebenden Ausländerinnen aus einem Drittstaat.“
ÖIF (Hrsg.), „Frauen – Statistiken zu Migration & Integration 2016“ (2017), S. 8

Sprache und sozioökonomischer Background:

„Österreich zählt zu den Ländern, in denen Jugendliche mit Migrationshintergrund zu Hause am seltensten die Unterrichtssprache gebrauchen. Mehr als drei Viertel des Leistungsrückstands von 15-Jährigen mit Migrationshintergrund bei PISA 2015 sind auf Sprachdefizite und sozioökonomischen Background zurückzuführen.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU, Kleine Zeitung vom 7. März 2017

Unverzichtbare Basis für erfolgreiche Integration:

„Menschen, die nach Österreich kommen, um hier ihr Leben zu gestalten, müssen möglichst rasch und gut Deutsch lernen, den Einstieg in die Erwerbsarbeit schaffen, um auch selbsterhaltungsfähig zu werden, und Grundwerte wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau respektieren und leben.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF in ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbarometer 2017“ (2017), S. 6f

Anteil der 15-Jährigen, die nach eigener Angabe mehrmals pro Monat Opfer von „bullying“ sind (Stand 2015):

Niederlande:
Südkorea:
Deutschland:
Schweiz:
Finnland:
OECD-Mittelwert:
Österreich:
9,8 %
11,9 %
15,7 %
16,8 %
16,9 %
18,7 %
19,1 %
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), Table III.8.1

„One of the most important tasks“:

„A student’s experience in school remains one of the most insightful indicators of later life success in any one of a number of metrics. For many it is the best chance they will ever have to flourish. How they conduct themselves at school is crucial to that experience. Helping them develop good behaviour is therefore one of the most important tasks a school faces.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 4

Der lange Schatten früher Erfahrungen:

„Being bullied is not a harmless rite of passage but throws a long shadow over affected people’s lives. Interventions in childhood are likely to reduce long-term health and social costs.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Wolke u. a., „Impact of Bullying in Childhood on Adult Health, Wealth, Crime, and Social Outcomes“,
Psychological Science online am 19. August 2013

„A significant problem in Austrian schools“:

„Bullying, which can contribute to emotional and behavioural problems, including anxiety and depression, weak performance in school, and increased absenteeism and truancy, constitutes a significant problem in Austrian schools.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Austria“ (2016), S. 56

„A significant predictor of depression“:

„In a recent large-scale study with 14 500 participants in the UK, Bowles et al. reported that peer victimisation in adolescence is a significant predictor of depression in early adulthood.“
NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2016), S. 19

„An important risk factor“:

„Bullying has been identified as an important risk factor for suicidal ideations and behaviours in adolescents and youth.“
Dianne Byers u. a., „Teachers' attitudes towards overt and covert bullying, and perceived efficacy to intervene“
in „Australian Journal of Teacher Education“, 36(11), November 2011

Wegschauen beenden!

„Mobbing ist einer der zentralen Risikofaktoren für das Auftreten nicht nur psychischer Erkrankungen, sondern auch von selbstverletzendem Verhalten und Suizidalität im Kindes- und Jugendalter. […] Mobbing darf nichts sein, wo die Schüler wegschauen oder im schlimmsten Fall sogar noch applaudieren.“
Dr. Michael Kaess, Jugendpsychiater, Süddeutsche Zeitung online am 17. Jänner 2017

Kinder als Opfer:

„Die Kinder sind ja nicht schuld daran, sondern wir haben sie dazu gemacht. Die Kinder drücken mit ihren Auffälligkeiten ihr Leiden in einer Gesellschaft aus, die schon an ihren Kindern verdienen will und ein kindgerechtes Aufwachsen zunehmend verunmöglicht, obgleich sie vorgibt alles dafür zu tun.“
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 18. Oktober 2016

„Null-Toleranz-Praxis“:

„Andreas Schleicher, Bildungsdirektor der OECD, fordert eine ‚Null-Toleranz-Praxis‘ bei Mobbing, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird. Im Kampf gegen Schikanen an den Schulen müssten alle Beteiligten - Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Kinder - an einen Tisch gebracht werden.“
Die Presse online am 19. April 2017

Lehrkräfte stärken!

„Die Kompetenzen der Lehrer den Schülern gegenüber sind wieder zu erweitern, statt dass sie ständig noch weiter reduziert werden wie im letzten halben Jahrhundert.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.vienna.at am 3. April 2017

Wird Privatisierung vorbereitet?

„Je weniger das öffentliche Schulsystem differenziert, umso mehr werden die bildungsinteressierten Eltern auf eigene Rechnung differenzieren.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Anteil der Schulen für 15-Jährige, die frei finanzierte Privatschulen sind (Stand 2015):

Japan:
Australien:
Südkorea:
USA:
Framkreich:
Spanien:
Großbritannien:
Zum Verglreich:
Österreich:
28,1 %
15,2 %
11,6 %
7,5 %
6,3 %
5,8 %
5,5 %
 
1,5 %

OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results. Policies and Practices for Successful Schools“ (2016), Annex B1.4, Table II.4.7

Frei finanzierte Privatschulen finanzieren sich in erster Linie privat; das monatliche Schulgeld befindet sich meist im vierstelligen Eurobereich.

Mehr als ein Viertel der SchülerInnen in frei finanzierten Schulen:

„In Japan, Lebanon, Peru, Qatar, Chinese Taipei and the United Arab Emirates, at least one in four students are enrolled in government-independent private schools.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools“ (2016), S. 124

Gesamtschulland Frankreich:

„A recent study shows that among the about 546 top executives belonging to the 40 largest companies, 84 % had attended an elite school, and 46 % were coming from 3 of them.“
Univ.-Prof. Dr. Marie Duru-Bellat, „Access to Higher Education: the French case“ (2015), S. 41

Differenzierung nach Leistung, nicht nach Reichtum:

„Das achtjährige Gymnasium ist ein wesentlicher Bestandteil des leistungsorientierten und differenzierten österreichischen Schulsystems.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Vorarlberger ÖAAB-Lehrer, themavorarlberg.at am 2. Mai 2015

Gesamtschulland England:

„We find a clear advantage for children who attend a Grammar or a private secondary school.“
Dr. Abigail McKnight, „Downward mobility, opportunity hoarding and the ‚glass floor‘“ (2015), S. 40

Fortschreitende Privatisierung des Schulwesens in England und den USA:

„Profitorientierte Unternehmen betreiben jetzt mit öffentlichen Geldern autonome Schulketten und zahlen ihren Geschäftsführern riesige Gehälter. Weitere Gewinner der mit der Konkurrenz einhergehenden Marktöffnung des Schulsektors ist die ‚Testindustrie‘, d.h. die kommerziellen Anbieter von Prüfungsaufgaben und Bewertungsrichtlinien.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Rauch u. a., „Auswirkungen von Schulrankings auf Unterricht,
Schulorganisation und Bildungssystem“ (2016), S. 24

Zweiklassen-Bildung auch in Österreich?

„Ein Abschaffen der AHS-Unterstufe und die Errichtung von Gesamtschulen würde dazu führen, dass die Bildungsschere noch weiter aufgeht. Denn Eltern, die es sich leisten können, würden ihre Kinder vermehrt in Privatschulen geben, mit dem Resultat einer Zweiklassen-Bildung.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs
und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Anteil an den Kosten für das Schulwesen, der von den SchülerInnen bzw. ihren Eltern zu bezahlen sind (Stand 2013):

Australien:
Großbritannien:
Südkorea:
Neuseeland:
Portugal:
Spanien:
Zum Vergleich:
Österreich:
15,5 %
14,1 %
14,1 %
12,7 %
11,7 %
11,1 %
 
3,2 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Figure B3.2.

Res publica res populi:

„Die Privatisierungseuphorie und die Vorstellung, dass das, was danach vom Staat übrigbleibt, wie ein Unternehmen effizient gemanagt werden soll, verkennt nicht nur das Wesen des Staates, sondern auch das von Privatisierungsprozessen. Privatisieren bedeutet, die Sache, um die es geht, einem Privatinteresse zu überantworten, das sich mit den Interessen der Öffentlichkeit keinesfalls decken muss.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Festansprache zum Bundeskongress der GÖD, 13. Oktober 2016

„Autonomiepaket“:

„Die Streichung der Klassenschülerhöchstzahlen und Teilungszahlen ist […] ein Abrücken von einer lange erkämpften, sinnvollen Beschränkung, höchstens 25 Schüler in der Unterstufe einer AHS oder in der NMS und höchstens 30 Schüler in der Oberstufe zu unterrichten. Diese Höchstzahl konnte ohnedies bis jetzt schon um 20 % überschritten werden und wird dies allzu oft.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Salzburger Nachrichten vom 4. April 2017

Fraglich bis skandalös:

„Ob man es Fortschritt nennen darf, wenn ein Direktor gleichzeitig acht Schulen leiten kann, ist zumindest sehr fraglich. Dass eine Bildungsreform mit den vielen neuen Herausforderungen durch Kinder, die kein Wort Deutsch verstehen, kostenneutral erfolgen soll, ist fast ein Skandal.“
Vorarlberger Nachrichten online am 23. März 2017

Weiterer Ressourcenentzug droht:

„Wie lange wird es angesichts eines größer werdenden Budgetdefizits dauern, bis der Dienstgeber die Ressourcen weiter drosselt und noch mehr ‚Effizienz‘ von den ministeriell eingesetzten und dem Ministerium direkt unterstellten ClusterleiterInnen einfordert?“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at), stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at) und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der AHS-DirektorInnen Niederösterreichs, VCL news vom März 2017, S. 12

Schulautonome Klassengrößen …

„Damit wird der Klassenkampf im Konferenzzimmer freigegeben.“
Jürgen Kürner, Obmann des Verbands der Direktoren der Tourismusschulen, Die Presse online am 2. Februar 2017

Der größte Skandal am „Autonomiepaket“:

„Die echten Probleme bleiben ungelöst. Es gibt nicht mehr Geld für die Frühförderung, es gibt kein Unterstützungspersonal für die Pflichtschulen, die sprachliche Förderung der stark steigenden Zahl der Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, kommt zu kurz. Und die fehlende Leistungsorientierung der Neuen Mittelschule (NMS), die dazu führt, dass Privatschulen boomen, scheint den politisch Verantwortlichen egal zu sein.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 21. März 2017

Big Brother als Cluster-Leiter?

„Bis zu 2500 Schüler und Hunderte Lehrer in acht Schulen sollen dem Cluster-Leiter unterstellt werden. 2500 Schüler sind keine Automaten, die computergesteuert funktionieren. Es handelt sich um Menschen, um Kinder und Jugendliche, die in der Schulzeit die verschiedensten Entwicklungsphasen durchleben.“
Ronald Barazon, Chefredakteur der Salzburger Nachrichten a. D., Salzburger Nachrichten online am 23. März 2017

„Täuschung der Öffentlichkeit“:

„Der Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA) begrüßt eine allfällige Erweiterung des schulautonomen Gestaltungsspielraums. Ein ‚Autonomiepaket‘, das seinem Namen nicht gerecht wird, weil es mangels Ressourcen totes Recht ist, weisen wir jedoch als Täuschung der Öffentlichkeit mit Entschiedenheit zurück.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 30. Jänner 2017

Enttäuschung auch bei der Schulaufsicht:

„Im Zentrum muss immer die Überlegung stehen, was die uns anvertrauten jungen Menschen davon haben, was konkret bei den Schülerinnen und Schülern ankommt. Aber gerade die Konzentration auf die Pädagogik vermisse ich in den derzeitigen Diskussionen und den geplanten Entwicklungen, die sehr stark auf Strukturen konzentriert sind.“
LSI Dr. Michael Sörös, Präsident der Vereinigung österreichischer Landesschulinspektor/innen, Kurier online am 19. März 2017

Scheinautonomie:

„Schon jetzt reiche die finanzielle Ausstattung der Schulen nicht aus, um die Möglichkeiten der bestehenden Schulautonomie, etwa Freigegenstände und unverbindliche Übungen, auch tatsächlich anbieten zu können. Und nachdem das Schulautonomiepaket zwar mehr Aufgaben, nicht aber mehr Mittel auf den Direktor übertrage, sei diese Mangelverwaltung ein Scheinautonomiepaket.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen,
Der Standard online am 1. Februar 2017

Fiktionale Schulpolitik beenden!

„Ich wünsche mir, dass das Bildungsministerium mit dem Autonomiepaket die Entscheidungsfreiheit tatsächlich an die Schulen bringt und nicht fiktionale Pakete entwirft, um somit Grundsteine für die Gesamtschule zu schaffen.“
Aleksandar Marijanovic, Landesobmann der Schülerunion Vorarlberg, Vorarlberger Nachrichten vom 15. Februar 2017

Mangel und Bevormundung unter dem Deckmantel

„Unter dem Deckmantel der Autonomie kommt es zu einer Mängelverwaltung, es wird massiv gespart und die Abschaffung der Mitbestimmungsrechte der Schulpartner Eltern, Schüler und Lehrer soll Schulreformen erleichtern, die keine Mehrheit in der Bevölkerung haben, Stichwort ‚Modellregionen zur Erprobung der gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen‘.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“, www.progymnasium.at am 19. November 2016

Tatsächliche Autonomie gegen „Autonomiepaket“ verteidigen!

„Mitspracherechte von Eltern, Schülern und Lehrern dürfen nicht eingeschränkt werden.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Oberösterreichische Nachrichten online am 7. März 2017

Schulpartnerschaft unverzichtbar:

„Einen Schulerfolg gibt es nur, wenn Eltern, Lehrer, Schüler und Direktoren zusammenarbeiten.“
Mag. Walter Klopf, Vorsitzender der ÖPU Oberösterreich, Oberösterreichische Nachrichten online am 7. März 2017

Ein Beitrag zur politischen Bildung?

„Wir haben hier gesehen, wie Politik funktioniert - einfach über die Köpfe hinweg, über die Akteure hinweg, keine Beteiligung, obwohl wir sie immer angesprochen haben.“
Heidrun Eibl-Göschl, Obfrau der Elternvereine Salzburgs, ORF online Salzburg 1. Februar 2017

Eine erfolgreiche Schule lebt von überzeugten LehrerInnen:

„Ohne ein breites Commitment der Pädagoginnen und Pädagogen wird das Paket in der Praxis kaum erfolgreich umgesetzt werden können.“
Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Presseaussendung vom 30. Jänner 2017

Hebt sich BM Hammerschmid einen Bruch?

„Die Ministerin wird sich schwertun, eine Reform gegen den Willen der Betroffenen durchzusetzen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kleine Zeitung online am 18. März 2017

Geht jetzt auch BM Hammerschmid zu ihrem „Autonomiepaket“ auf Distanz?

„Da gibt‘s grobe Missverständnisse: alle suchen da irgendwie Pädagogik in den Gesetzesentwürfen.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Ö1-Mittagsjournal vom 3. April 2017

So lautete die Botschaft noch vor einer starken Woche:

„Das Autonomiepaket gibt den PädagogInnen die Möglichkeit, Kinder punktgenau zu fördern und ihre didaktischen Methoden auf die SchülerInnen zuzuschneiden.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Presseaussendung vom 28. März 2017

Prof. Hopmann vertraut auf Kraft und Erfahrung derer, die Schule leben:

„Das ist Österreich, es wird sich nichts ändern. Die Schulen hier sind den Kummer gewohnt und können damit umgehen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Neue Zürcher Zeitung online am 31. März 2017

Leistung und Anstrengung werden sukzessive diskreditiert:

„Die Noten werden immer besser, die Schüler immer schlechter. Das Leistungsprinzip wird untergraben, es herrscht Wohlfühl-Pädagogik. Lernen muss immer Spaß machen, es darf nicht anstrengend sein.“
Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands, Bild am Sonntag vom 26. Februar 2017

„Schule ist zum Lernen da“:

„Die Schüler sollten die Zeit dort intensiv nutzen und nicht verplempern. Schule ist zum Lernen da und nicht zum Herumhängen.“
Univ.-Prof. Dr. Elsbeth Stern, Basler Zeitung online am 24. Oktober 2014

Verräterische Sprache:

„Das einst durchaus wertneutrale ‚Lernen‘ wird heute nicht mehr ganz so wertneutral mit ‚Lernbelastung‘ ausgedrückt.“
Die Presse online am 22. Mai 2014

Leistung und Anstrengung wurden schlechtgeredet:

„Dass schulische Erfolge oft auch Anstrengung und Mühe erfordern, wird in unserem Land schon seit langem verdrängt. Allein das Wort ‚Leistung‘ ist bereits negativ besetzt. LehrerInnen, die ihre Schüler ernstlich fordern, laufen Gefahr, als schlechte Pädagogen verschrien zu werden.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU, Leserbrief an die Kleine Zeitung vom 14. Dezember 2016

Für einen wichtigen Erziehungswert halten … Prozent der Eltern:

in Österreich in Deutschland
gute, vielseitige Bildung 60 77
das Leben genießen 53 41
Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz 40 64
Sorgfalt, Genauigkeit 39 66
ÖIF (Hrsg.), „Erziehung – nicht genügend?“ (2016), S. 116

Aus den Konsequenzen lernen:

„‚Erfolg und Genuss ohne Anstrengung‘, dieses Ziel habe als Ergebnis ‚unmotivierte, leistungsschwache Jugendliche‘. Antriebslosigkeit bewirke Ausbildungslosigkeit und diese wiederum Arbeitslosigkeit. Wenn bis zu 25 Prozent der Lehrlinge die Berufsausbildung und bis zu 35 Prozent der Studierenden ihr Studium abbrechen, seien das alarmierende Zahlen.“
Dr. Albert Wunsch, www.sonntagsblatt.at am 11. Dezember 2014

Umgang mit Stress und Misserfolg lernen:

„Ich glaube, dass ein Grund für so manchen Studienabbruch darin besteht, dass viele Studierende in der Schule bzw. in ihrem bisherigen Leben nicht gelernt haben, mit Stress und Misserfolg umzugehen.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, bildungsklick.de am 12. Jänner 2017

Plädoyer für eine ehrliche Leistungsbeurteilung:

„Wenn die Zertifikate einer vornehmlich öffentlichen Schule nicht mehr Auskunft geben über die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, werden kapitalistische Unternehmen schlicht eigene Testverfahren entwickeln, um die ‚Verwertbarkeit‘ ihrer möglichen zukünftigen Mitarbeiter abzuschätzen – und zwar ganz ohne Sentimentalitäten.“
Mag. Mathias Brodkorb, Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns, SPD, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2013, S. 31

Lehrkräfte schützen:

„Jeder Schuldirektor, jeder Schulinspektor hat seinen Job zu verlieren, wenn er Druck auf Lehrer ausübt, dass diese keine konsequenten Leistungsanforderungen stellen.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.vienna.at am 3. April 2017

Leistung rehabilitieren:

„Leistung muss gefordert und gefördert werden und darf nicht durch Gleichmacherei verhindert werden.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Rede im Wiener Gemeinderat vom 16. Februar 2017

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand März 2017):



Deutschland:
Tschechien:
Niederlande:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,5 %
8,9 %
9,7 %
10,7 %
12,1 %
17,7 %
18,5 %
20,2 %
23,6 %
37,9 %
42,2 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
11
12
10
16

16
16
15
14
16
AMS-Datenbank, Abfrage vom 3. April 2017

Vielfalt der Bildungswege führt zum Erfolg:

„Youth unemployment is lowest in the Continental European countries (15.2% on average, but much lower in countries with a well-established dual apprenticeship training system, e.g. Austria, Germany and the Netherlands).“
Bertelsmann-Stiftung (Hrsg.), „Social Policy in the EU – Reform Barometer 2016“ (2017), S. 69

„LehrabsolventInnen sind am Arbeitsmarkt sehr gefragt“:

„LehrabsolventInnen haben beim Berufseinstieg mit € 1.900.- ein mehr als doppelt so hohes Einkommen wie ArbeitnehmerInnen mit maximal Pflichtschulabschluss (rund € 800.-). Nach dem Absolvieren einer Lehre finden BerufseinsteigerInnen nach durchschnittlich 43 Tagen einen Job, Personen die keine weitere Ausbildung machen, suchen durchschnittlich 220 Tage.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ vom November 2016, S. 7

Großbritannien imitiert inzwischen Österreichs duale Bildung:

„Britain’s success in expanding apprenticeship positions from about 150,000 in 2007 to over 850,000 in 2013 offers one example for how to create successful national and decentralized marketing initiatives.“
Univ.-Prof. Dr. Robert I. Lerman, „Expanding Apprenticeship Opportunities in the United States“ (2014), S. 4

Duale Bildung Säule der Wirtschaft:

„Die duale Ausbildung in Betrieben und an der Berufsschule ist ein Phänomen, das es nur in wenigen Ländern gibt, sie ist die Säule der deutschen, österreichischen und schweizerischen Wirtschaft. Meist führt sie in eine sichere berufliche Zukunft.“
Die Zeit vom 30. März 2017

Kurskorrektur für OECD:

„Den Gesetzen der Logik folgend müsste die OECD ihre bisherigen Empfehlungen korrigieren, denn das duale System hat bei Fortsetzung des jetzigen Akademisierungstrends keine Zukunft.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 19

Jugendarbeitslosenquoten nach Bundesländern (Stand Februar 2017)

Tirol:
Vorarlberg
Salzburg:
Oberösterreich:
Steiermark:
Niederösterreich:
Burgenland:
Kärnten:
Wien:
5,0 %
5,4 %
5,5 %
7,0 %
8,8 %
10,4 %
11,6 %
11,7 %
15,0 %
AMS-Datenbank, Abfrage vom 3. April 2017
FaceBook  Twitter

Counter

Zugriffe total: 1071353

Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

-------------------------------
Initiative
"Pro Gymnasium"

----------------------------------
bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

P-Ä-D-A-G-O-G-I-K:

„Ich wünsche mir auch von der künftigen Bundesregierung, dass es endlich um Pädagogik geht, um Inhalte, die uns in der Schule helfen, und nicht irgendwelche Organisationsstrukturen, die in Wirklichkeit keiner braucht.“

Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017


Peinlich bis zum Ende:

„Es [Das Autonomiepaket] bringt für Schulen und Kinder absolut nichts wirklich Positives, auch wenn die Kurzzeit-Bildungsministerin jetzt wie ein begeistertes Kind vor Freude hüpft.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 20. Juni 2017

Differenzierung statt Eintopf!

„Es wird keine Verbesserung der Chancen für Schülerinnen und Schüler geben, wenn man sie alle in einen Topf wirft. Ein differenziertes Schulsystem fördert Talente und Aufstiegschancen von Schülerinnen und Schülern.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 12. Juni 2017

Mogelpackung „Bildungscluster“:

„Die großen Bildungscluster […] könnten ein Schlüssel sein, um die AHS-Unterstufe (die ohnehin finanziell ausgehungert wird) noch weiter an den Rand zu drücken, um sie irgendwann ganz durch die Gesamtschule zu ersetzen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Österreichs Schulwesen von Schulpolitik geschädigt:

„Die Politik hat Druck auf die Schulen ausgeübt, keine schlechten Noten mehr zu vergeben und alle, auch schwerst geistig Behinderte, in den Unterricht zu integrieren. Das Leistungsprinzip wurde damit gesprengt und die Motivation der Lehrenden untergraben. Das rächt sich jetzt bitter.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Bestmögliche Bildung für alle:

„Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr sonderpädagogische Förderung: Alle Kinder, ob mit Defizit oder Hochbegabungen, sollen die für sie bestmögliche Bildung erhalten.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 1

Österreichs „Schulpolitik“ sollte endlich ihre Lesekompetenz beweisen:

„Schon vor einem Jahr hat das Bildungsforschungsinstitut Bifie festgestellt, dass vier von zehn Kindern nach Ende der Volksschulzeit nicht sinnerfassend lesen können. Das ist dramatisch, weil die Schüler diesen Nachteil später kaum mehr aufholen können.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Absage an rot-grüne Forderung:

„Eine größere Möglichkeit, in einigen Bundesländern die Gesamtschule einzuführen, das können wir uns nicht vorstellen.“
BM Sebastian Kurz, ZIB2, ORF2 vom 7. Juni 2017

Eltern beginnen sich gegen den Missbrauch ihrer Kinder zur Wehr zu setzen:

„Eltern wünschen sich einfach nur Schulen, die in gutem Zustand sind, mit kleinen Klassen und motivierten Lehrern. Stattdessen sind die Schulen in gesellschaftliche Labore verwandelt worden, mit den Kindern als Versuchskaninchen.“
Tagesspiegel online am 31. Mai 2017

Widerstand wächst:

„Die Bildungspolitik zählt zu den beliebtesten Experimentierfeldern der Parteien – zum wachsenden Ärger der Bürger.“
Die Welt online am 26. Mai 2017 

Unter-35-Jährige, die in den letzten drei Jahren ein Studium abgeschlossen haben, aber keinen Arbeitsplatz haben (Stand 2016):

Deutschland:
Österreich:
Frankreich:
7,4 %
12,4 %
24,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 11. Mai 2017

Gemeinsames Lernen lässt Potenziale verkümmern:

„Jedes Kind nach seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten gezielt zu fördern, ist der einzige Weg, sein Potenzial auszuschöpfen. Doch das prioritäre Ziel vieler Politiker ist das gemeinsame Lernen: möglichst ab der Krippe und bis zum Abitur.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

Freiheit oder Gleichheit:

„Schule ist keine Institution zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit und Individualität. Gewiss ist das Spannungsverhältnis von Gleichheit und Freiheit nicht aufhebbar. Wer qua Schule Gleichheit und Freiheit zugleich verspricht, ist ein Scharlatan.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik – 
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

„Schier jakobinisch geht es zu“:

„Es scheint zu gelten: ‚Was nicht alle können, darf keiner können. Was nicht alle haben, darf keiner haben. Was nicht alle sind, darf keiner sein.‘ […] Manche Jakobiner machten sich in ihrem Tugendterror und Gleichheitseifer gar daran, Kirchtürme zu schleifen, weil diese ungleich seien.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik – eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Disziplin unverzichtbar:

„Ich halte sehr viel von Disziplin und Pünktlichkeit. Ohne Disziplin kann man nichts erreichen im Leben.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Schwäbische online am 26. April 2017

Sprachbeherrschung Basis für Bildungserfolg:

„Es ist wichtig, die Kinder zunächst fit für die Sprache zu machen, bevor sie in den regulären Unterricht kommen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Oberösterreichische Nachrichten online am 3. März 2016

„Autonomiepaket“ hat riesigen Verbesserungsbedarf:

„Wenn man nicht weiß wohin die Reise gehen soll, ist es völlig sinnlos, schneller dort sein zu wollen! Der Verbesserungsbedarf ist derart groß, dass es in höchstem Maße verantwortungslos wäre, diese Gesetzesvorlage noch vor dem Sommer durchzuwinken!“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen,
Presseaussendung vom 12. Mai 2017

Respekt vor den Betroffenen!

„Unzählige Organisationen, Vereine, Vertreter der Schulpartner und der Direktoren und auch Einzelpersonen, stellen dieser Gesetzesvorlage ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.“
Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV), Presseaussendung vom 12. Mai 2017

Die 100-Millionen-Frage:

„Würden in jeder Klasse tatsächlich nur 25 Schüler sitzen, müsste der Staat 100 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich investieren – nur um das aktuelle Gesetz einzuhalten. Darauf würde man mit dem neuen Autonomie-Paket verzichten können. Gesetzliche Höchstzahlen wären dann Geschichte.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, 
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, www.salzburger-fenster.at am 8. Mai 2017

Jahrzehntelanges integrationspolitisches Versäumnis:

„Wir haben vor Jahrzehnten Gastarbeiter aus der Türkei geholt und nicht damit gerechnet, dass sie dableiben. Es gab kein Integrationsangebot und keinen Druck, dass diese Menschen das Angebot annehmen.“
BM Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse vom 5. Mai 2017

Förderung statt Gleichmacherei:

„Schulen sind keine Anstalt zum Herstellen der Gleichheit, sondern zur Förderung der Individualität.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Saarbrücker Zeitung online am 25. April 2017

(Betr.: Inklusion) „Nicht vertretbar“:

„Der prinzipielle Verzicht auf spezielle Beschulungsformen (Klassen/Schulen) und die Aufgabe von Wahlfreiheiten sind aus fachlicher Sicht und im Sinne des Kindeswohls nicht vertretbar.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Institut für Rehabilitationswissenschaft an der Berliner Humboldt Universität, www.news4teachers.de am 26. April 2017

Finnlands schwindender PISA-Erfolg als Folge von Reformen:

„Die guten Ergebnisse bei der ersten Pisa-Studie habe es nicht wegen der Reformen gegeben, sondern ihnen zum Trotz. Sie seien eine Nachwirkung der alten finnischen Schule, eines zentralisierten Systems mit autoritären Lehrern, das die Schüler auch früher schon zu Spitzenleistungen geführt habe.
Gabriel Heller Sahlgren, Die Zeit online am 23. März 2017

Miserable Ergebnisse der Gesamtschule:

„In allen Schulleistungsstudien im innerdeutschen Vergleich hat sich herausgestellt, dass eine Gesamtschule, dass eine Einheitsschule, dass eine Gemeinschaftsschule, egal wie man sie nennt, miserabel abgeschnitten hat“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Deutschlandfunk online am 20. März 2017

Viel mehr Differenzierung!

„Wir brauchen nicht weniger, sondern wir brauchen viel mehr Differenzierung.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Journal Panorama, Ö1 am 22. März 2017

„Abgehobenes Schreibtischpapier“:

„Für den Vorsitzenden des Bundeselternverbands an den mittleren und höheren Schulen, Gernot Schreyer, ist der Gesetzesentwurf ‚ein abgehobenes Schreibtischpapier, dem die Erdung fehlt‘.“
Kurier online am 27. April 2017

Widerstand der Eltern:

„Wir geben keine Ruhe, bis es nicht umfangreiche Änderungen gibt.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine 
an mittleren und höheren Schulen, Kurier online am 27. April 2017

Die Bildungsministerin entscheidet, wie es weitergeht:

„Sollte Sonja Hammerschmid auf ihrer Position bleiben und diese Stellungnahmen nicht ernstnehmen, wird sie mit Widerstand aus der Lehrergewerkschaft rechnen müssen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, ZIB 17, ORF 2 am 17. April 2017

Ehrgeiz „weniger stark ausgeprägt“:

„Generell ist der Ehrgeiz der österreichischen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich weniger stark ausgeprägt. Nur 47 Prozent der Jugendlichen gaben bei Pisa 2015 an, dass sie zu den Klassenbesten gehören wollen. Im OECD-Schnitt sind es 59 Prozent.“
Der Standard online am 19. April 2017

Freiheit und Vertrauen:

„Meine Schulreform bestünde darin, dass ich den Schulen sagen würde: Ihr müsst herausfinden, was für euch notwendig ist. Erst wenn euch das überhaupt nicht gelingt, helfen wir euch. Ich würde den Schredder aufbauen und sämtliche Erlässe vom Minoritenplatz hineinwerfen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Sonderschulen retten:

„Die CLÖ spricht sich eindeutig gegen die Abschaffung der Sonderschulen und der Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik aus. Das bewährte System der individuellen sonderpädagogischen Förderung und die Wahlmöglichkeit für Eltern müssen erhalten bleiben.“
Aus der Stellungnahme der CLÖ (Christliche Lehrerschaft Österreichs) zum Begutachtungsentwurf des „Autonomiepakets“ vom 21. April 2017

„Null-Toleranz-Praxis“:

„Andreas Schleicher, Bildungsdirektor der OECD, fordert eine ‚Null-Toleranz-Praxis‘ bei Mobbing, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird. Im Kampf gegen Schikanen an den Schulen müssten alle Beteiligten - Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Kinder - an einen Tisch gebracht werden.“
Die Presse online am 19. April 2017

Wird Privatisierung vorbereitet?

„Je weniger das öffentliche Schulsystem differenziert, umso mehr werden die bildungsinteressierten Eltern auf eigene Rechnung differenzieren.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Differenzierung nach Leistung, nicht nach Reichtum:

„Das achtjährige Gymnasium ist ein wesentlicher Bestandteil des leistungsorientierten und differenzierten österreichischen Schulsystems.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Vorarlberger ÖAAB-Lehrer, themavorarlberg.at am 2. Mai 2015

Geht jetzt auch BM Hammerschmid zu ihrem „Autonomiepaket“ auf Distanz?

„Da gibt‘s grobe Missverständnisse: alle suchen da irgendwie Pädagogik in den Gesetzesentwürfen.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Ö1-Mittagsjournal vom 3. April 2017