ÖPU Logo offensiv :: professionell :: unabhängig

A- A A+

  f   

 
A- A A+

  f   

Medien-Zitate Oktober 2016

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Vorhersehbare Folgen:

„In many countries the problems of teacher shortage and high turnover of staff are felt most acutely in disadvantaged schools.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD,
„Equity, Excellence and Inclusiveness in Education“ (2014), S. 32

Personelle Autonomie gefährdet Schulen im ländlichen Raum:

„‚Der Markt funktioniert nicht wie in der Wirtschaft. Es bedarf der Bestellung durch die Behörde.‘ Sonst drohe die Gefahr, dass die besten Lehrer nur noch in die Zentralräume gehen.“
Dr. Felix Jonak, Sektionschef i.R., Die Presse online an 22. Jänner 2014

Sprachförderung ausweiten!

„Eine Ausweitung von Maßnahmen zur Sprachförderung von Schülerinnen und Schülern mit nicht ausreichender Kenntnis der deutschen Sprache ist unbedingt notwendig. Ein ganz besonderer Schwerpunkt sollte dabei auf den Bereich der Frühkind- und Elementarpädagogik gelegt werden.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Erhebliche Unterschiede ja nach Herkunftsland:

„A higher percentage of students originating from non-Islamic Asian countries increases the learning performance of both native students […] and for immigrant students origination outside non-Islamic Asian countries.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers u.a., „Positive but also Negative Effects of Ethnic Diversity in Schools on Educational Performance?“ in Windzio (Hrsg.), „Integration and Inequality in Educational Intitutions“ (2013), S. 90f

Enorme Rückstände:

„Die Kompetenznachteile der türkischstämmigen Jugendlichen sind auch dann noch substanziell und statistisch signifikant, wenn der soziale Hintergrund und die in der Familie gesprochene Sprache berücksichtigt werden.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Anand Pant u.a., „IQB-Ländervergleich 2012“ (2013), S. 324

Österreichs zusätzliche Herausforderung:

„On average Turkish immigrants in Austria, Belgium, Germany and Denmark have a lower occupational status than their compatriots in Turkey.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Dustmann u. a., „Educational achievement of second-generation immigrants:
an international comparison“ in „Economic Policy“ vom Jänner 2012, S. 171

In den nordischen Gesamtschulstaaten scheitern besonders viele MigrantInnen:

„In Denmark close to 40 % of migrants score at level 1 [Anm.: in der Lesekompetenz bei PIAAC] or below whereas this percentage is 13 % among the native-born population.“
Sara Bonfanti u. a., „Migrants’ skills: Use, mismatch and labour market outcomes“ in OECD (Hrsg.),
„Matching Economic Migration with Labour Market Needs“ (2014), S. 254

Finnlands Schulwesen scheitert an SchülerInnen mit Migrationshintergrund:

„Kaum jemand hat je zur Kenntnis genommen, dass Finnland in den Leistungen zu den Ländern gehört, die den größten Abstand zwischen Einheimischen und den Migrantenkindern überhaupt aufweisen.“
Univ.-Prof. Dr. Hartmut Esser, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 24. Oktober 2016

Homogenität lässt Leistungsrückstände schmelzen:

„Ethnically homogeneous schools are in a better position to decrease the educational disadvantages of immigrant students from certain countries or origin than ethnically diverse schools.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers u.a., „Positive but also Negative Effects of Ethnic Diversity in Schools on Educational Performance?“ in Windzio (Hrsg.), „Integration and Inequality in Educational Intitutions“ (2013), S. 94

Bildung Voraussetzung für Wohlstand:

„Ohne Integration ist ein Leben in Wohlstand nicht möglich. […] Ohne Bildung ist Integration nicht möglich.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD,
Festreferat beim 57. Internationalen Bodenseetreffen, Friedrichshafen am 9. Oktober 2016

Herkulesaufgabe Integration:

„Selbst wenn jemand ein Studium hat, bleibt Integration eine Herkulesaufgabe und dauert. Das Studium in Syrien ist nicht eins zu eins mit unserem vergleichbar, und man muss die Sprache dann besonders gut lernen.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Die Presse vom 28. Oktober 2016

Hat Österreichs Schulwesen solche Worte nicht verdient?

„Unser großer Dank gilt allen Verantwortlichen in den Schulverwaltungen, den Schulleitungen, allen Lehrkräften, den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Schulgemeinden und Elternpflegschaften, die an dieser großartigen Integrationsleistung tatkräftig beteiligt sind. Das Engagement hat jedes zu erwartende Maß bei weitem übertroffen.“
Dr. Claudia Bogedan, Präsidentin der Kultusministerkonferenz Deutschlands,
bildungsklick.de am 7. Oktober 2016

Ein „Nicht genügend“ für die Reformitis:

„Bundesländer, die ihre Schulen von einer Reform zur nächsten treiben und dann noch Schulstrukturen ändern, schwächen die Leistungsfähigkeit ihrer Schüler enorm. Das ist die zentrale Einsicht des IQB-Bildungstrends 2015 für Englisch und Deutsch.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 29. Oktober 2016

Ebenso einfach wie unbeachtet:

„Der Erfolg einer Reform bemisst sich daran, ob die Lernleistungen der Schüler nachher besser sind als vorher.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, Zeit online am 29. September 2016

„Schulpolitik“ bildungsferner Institutionen:

„Triebfeder der meisten schulpolitischen Reformen der letzten beiden Jahrzehnte war das Bestreben, dem Bildungssystem unternehmerische Steuerungsregeln überzustülpen. Schlagworte dabei waren Deregulierung, Privatisierung, Wettbewerb, Globalisierung, Rationalisierung, Kosten-Nutzen-Analysen, Konkurrenz, Beschleunigung, gesellschaftliche Rendite sowie Markt- und Outputorientierung.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes,
„Profil“ (Zeitung des dphv) vom Mai 2014, S. 3

Kinder benötigen und verdienen Schutz:

„Kinder haben nur eine Bildungsbiographie. Und deshalb gilt es, dass man damit besonders sorgsam umgeht. Unsere Kinder dürfen nicht als Versuchskaninchen für irgendwelche Ideologien hergenommen werden. Das wäre Kindesmisshandlung, ja Kindesmissbrauch.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Warum Reformen ins Leere gehen:

„Das Problem ist, dass alle Streitigkeiten immer auf Schulformstreitigkeiten, auf Standards, Überprüfung, Kontrollen oder Ähnliches hinauslaufen. Und das sind Maßnahmen, die dort, wo wir das größte Problem haben, nichts oder das Gegenteil bewirken. Nämlich im Hinblick auf eine relevante Gruppe von Schülern, die es nie schaffen werden, so weit zu kommen, dass sie eine Lehre oder den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt schaffen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Salzburger Nachrichten vom 15. Oktober 2016

Reformer sollten sich endlich einmal selbst evaluieren:

„Dass von den ursprünglichen Zielen nur wenig, wenn nicht überhaupt das Gegenteil des Intendierten erreicht wurde, kümmert die Reformer wenig.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 26

Was Österreichs Schulpolitik nicht verstehen will:

„Policies can only be effective if those responsible for implementing them are involved in shaping them. […] Given their reach, teacher unions are key partners for governments.“
UNESCO (Hrsg.), „Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014), S. 23

Höchste Zeit für Besinnung:

„Derzeit sind wir konfrontiert mit einer Reformhysterie. Damit muss dann einmal Schluss sein.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 18. Oktober 2016

Verleumdung als politisches Durchsetzungsmittel:

„Wer sich auf seine Hauptaufgaben konzentriert und nicht geneigt ist, an den vielen anderen Fronten Schule zu reformieren und zu innovieren, gilt als reformresistent.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 53

Wie wahr!

„Was man nicht machen darf, aber alle Bildungsreformen machen, ist das Personal zu zermürben.“
Jürgen Kaube, „Tele-Akademie“, 3sat vom 25. September 2016

DIE REFORM, die endlich fällig ist:

„Lehrerinnen und Lehrer leisten hervorragende Arbeit und hätten sich mehr Unterstützung durch Politik, Medien und der Öffentlichkeit verdient.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Eine Politik, die enerviert:

„Demotivated, faced with little social and symbolic recognition, teachers simply cannot experience their profession in a positive manner.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Study on Policy Measures to improve the Attractiveness
of the Teaching Profession in Europe“ (2013), Teil 2, S. 206

Finnlands „Geheimnis“:

„The Finnish example suggests that a critical condition for attracting the most able young people is that teaching is an independent and respected profession rather than just a technical implementation of externally mandated standards and tests.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, finnischer Bildungsexperte, „Developing Effective Teachers and School Leaders: The Case of Finland“ in Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u.a., „Teacher and Leader Effectiveness“ (2011), S. 20

„The model to be copied“:

„The situation in Finland and Ireland is considered the model to be copied: teachers are relatively autonomous and are viewed by society as being “real professionals” which provides them with a social status and prestige that encourages them to improve even further.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Study on Policy Measures to improve the Attractiveness
of the Teaching Profession in Europe“ (2013), Teil 1, S. 58

Je näher der Schulwirklichkeit, desto mehr Wertschätzung:

„Bei der generellen Bewertung des Schulsystems fällt auf: Je mehr die Befragten persönlich mit einer Schule zu tun haben, desto positiver ist das Urteil.“
Spiegel online am 14. September 2016

Vorzugszeugnis von den SchülerInnen:

„81 % der SchülerInnen in der 6. und 8. Schulstufe an einer NMS und 84 % an der AHS sagen, sie seien mit ihrer Schule sehr zufrieden bzw. zufrieden.“
Dr. Gabriele Böheim-Galehr u. a., „Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. Entwicklungen,
Bildungshaltungen und Bildungserwartungen. Projektbericht Band 1“ (2014), S. 78

Vorzugszeugnis von den Eltern:

„Ohne Unterschied in NMS und AHS ist die Zufriedenheit der Eltern mit der Schule ihres Kindes gleichermaßen hoch: 90 % der Eltern wissen ihr Kind in guten Händen, über 80 % der Schüler/innen der NMS und der AHS sind mit ihrer Schule zufrieden.“
Dr. Gabriele Böheim-Galehr u. a., „Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. Entwicklungen,
Bildungshaltungen und Bildungserwartungen. Projektbericht Band 1“ (2014), S. 162

Österreich auf Platz 5 unter 163 Staaten!

„The countries in the top group (Austria, Denmark, Finland, Germany, the Netherlands, and Norway) are well above the average of those in the bottom group (Cyprus, France, Greece, Italy, Malta, Portugal, and Spain) in both employment and education and made greater progress than the low-tier countries in both dimensions. As a result, the gap between the top and bottom tier is growing.“
The Boston Consulting Group (Hrsg.), „The private-sector opportunity to improve well-being“ (2016), S. 18

Und das aus dem Mund der OECD:

„Österreich ist traditionell für das hohe Bildungsniveau der Bevölkerung bekannt.“
Univ.-Prof. Dr. Barbara Ischinger, OECD-Direktorin für das Bildungswesen,
Presseaussendung vom 25. Juni 2013

Die Grünen bleiben ihrem Trugbild treu:

„Österreich ist in internationalen Rankings deutlich hinten. Die Tendenz ist keineswegs erfreulich.“
NR-Abg. Dr. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, Rotary-Club Feldkirch am 4. Oktober 2016

Nicht die Kinder vergessen!

„An manchen Standorten tun mir die Kinder leid, die den ganzen Tag in der Schule verbringen müssen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE Lehrer, Die Presse vom 8. November 2016

Qualität statt Zwang:

„Ein weiterer Ausbau ganztägiger Schulformen auf freiwilliger Basis unter strikter Berücksichtigung qualitativ hochwertiger organisatorischer, pädagogischer und räumlicher Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrerinnen und Lehrer ist vorzusehen.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Entsprechende Infrastruktur Voraussetzung:

„Wir können nicht Kinder zehn Stunden in der Klasse einsperren und mit einer Wurstsemmel zu Mittag abspeisen. Da muss die entsprechende Infrastruktur da sein. Da muss es Rückzugsräume geben. Da muss es eine vernünftige Kantine geben, in der ein entsprechend gutes Essen angeboten werden kann.“
Mag. Karl-Heinz Rosenkranz, Direktor des BG/BRG Lerchenfeld, „Streitkultur“,
ORF Radio Kärnten am 9. November 2015

„Verganztagung“ stresst:

„Die Sorge der Eltern, ihre Kinder seien gestresst, ist berechtigt. Gestresst werden sie allerdings nicht durch inhaltliche Überforderung, sondern durch den Trend zur Pädagogisierung und zur ‚Verganztagung‘, die den Kindern kaum mehr Freiräume lässt.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), „Leistungsdruck oder Erleichterungspädagogik? Ansprüche der Schule“,
Vortrag an der Universität Wien vom 14. Oktober 2015

LIFE-Studie:

„Der Besuch einer Gesamtschule schafft keineswegs verbesserte soziale Aufstiegsmöglichkeiten. Basis dieser Untersuchung mit dem Titel ‚LIFE = Lebensverläufe Kindheit ins frühe Erwachsenenalter‘ war die Analyse der Lebensläufe von 1527 Personen vom 12. bis zum 35. Lebensjahr im Großraum Frankfurt.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Mai 2015, S. 24

Von der Politik prophezeite Wirkung verfehlt:

„Insgesamt betrachtet erbringen die ganztägigen Schulen kaum die erhofften kompensatorischen Effekte bei den schulischen Leistungen.“
Österreichisches Institut für Familienforschung (Hrsg.),
„Betreuung, Bildung und Erziehung im Kindesalter“ (2015), S. 53

Politische Propaganda im Widerspruch zur Wissenschaft:

„Es gibt keinen Beleg, dass eine Ganztagsschule und eine verschränkte Ganztagsschule im Besonderen irgendetwas an der Chancengleichheitsschraube dreht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Salzburger Nachrichten vom 15. Oktober 2016

„Qualität der Angebote und … Freiwilligkeit der Teilnahme“:

„In der Gesamtschau bestätigen die Befunde von StEG-S, dass allein die Teilnahme an Ganztagsangeboten nicht mit positiven Entwicklungen im Lesen oder in sozialen Kompetenzen einhergeht. Von Bedeutung sind vielmehr die erlebte Qualität der Angebote und in gewissem Maß auch die Freiwilligkeit der Teilnahme.“
StEG-Konsortium (Hrsg.), „Ganztagsschule: Bildungsqualität und Wirkungen außerunterrichtlicher Angebote“ (2016), S. 29

Freiwilligkeit wird geschätzt:

Im Schuljahr 2015/16 wurden …
• an 202 AHS-Standorten eine offene Ganztagsschule,
• an 19 AHS-Standorten eine verschränkte Ganztagsschule
• an 2 AHS-Standorten beide Varianten ganztägiger Schule
… geführt.
Quelle: BMBF (Hrsg.), „Ganztägige Schulformen an AHS - Schuljahr 2015/16“ (2015)

„Wahlfreiheit oberstes Prinzip“:

„Die Eltern müssten entscheiden können, ob ihr Kind am Nachmittag in der Schule betreut werden soll - und wenn ja, ob es eine reine Nachmittagsbetreuung gibt oder eine verschränkte Form mit einem Wechsel aus Unterricht, Lern- und Freizeit, bei der die Anwesenheit der Schüler verpflichtend ist.“
Mag. Johannes Plötzeneder, LSR-Präsident Salzburgs, ORF online am 27. September 2016

Investitionen in die Zukunft der Jugend:

„Sparen an der (Aus-)Bildung der Kinder und Jugendlichen ist kurzsichtig und hat nachhaltig negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Wer an der Bildung spart, riskiert hohe Folgekosten. Wer zukünftige Erfolge will, muss in innovative Strategien und Lösungen investieren und benötigt dazu Geld und keine ‚Sparpakete‘ in den Schulen.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, beschlossen am 11. Oktober 2016

Hoher Ertrag für die gesamte Gesellschaft:

„Der gesamtgesellschaftliche Ertrag einer Investition in Bildung ist höher als der individuelle Ertrag.“
Prof. Dr. Oliver Falck, Direktor des „Ifo Center for Industrial Organisation and New Technologies“, u. a., „Ist die Ausbildung von Spitzenmathematikern wichtig für wirtschaftliches Wachstum?“. In: „Wirtschaftsdienst“, 2013/12, S. 863

Enorme Differenzen in der Bewertung von Bildung:

„In terms of expenditure as a percentage of GDP, New Zealand, Norway, Portugal and the United Kingdom spend the most on primary, secondary and post-secondary non-tertiary education (4.7 % of GDP or more), while in Indonesia, Latvia and the Russian Federation, expenditure on those levels accounts for less than 2.5 % of GDP.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), S. 200

Österreich ist mit 3,2 % Indonesien leider deutlich näher als Neuseeland.

Ausdruck des Stellenwerts, den die Bildung bei der Politik genießt:

„Education expenditure figures indicate the spending choice of public authorities on education in comparison to other policy areas, and, accordingly, the relative importance of education on the policy agenda.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015“ (2015), S. 25

Ressourcen unverzichtbare Basis:

„Wichtig ist in jedem Falle, dass es genug Ressourcen gibt, um die Kinder individuell und nach ihren Bedürfnissen zu fördern.“
Dr. Astrid Ebenberger, Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes,
Presseaussendung vom 18. Februar 2016

Auch die OECD bestätigt, dass Österreich am Wohlstand von morgen spart:

„Österreich investiert einen geringeren Anteil seines Wohlstandes und seines Budgets in Bildung als andere Länder.“
OECD (Hrsg.), „Österreich – Ländernotiz –Bildung auf einen Blick: OECD-Indikatoren“ (2015), S. 8

„Das kann nicht gut gehen“:

„In immer kürzerer Zeit sollen immer mehr junge Menschen aus immer unterschiedlicheren Milieus immer kostengünstiger immer besser ausgebildet werden. Das kann nicht gut gehen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Vortrag am Edith-Stein-Gymnasium in Bretten am 12. Jänner 2016

Manche bleiben ihrer Position leider noch immer treu:

„Wir haben laut OECD eines der teuersten Schulsysteme.“
NR-Abg. Dr. Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, Rotary-Club Feldkirch am 4. Oktober 2016

Nachhilfe für Aufklärungsbedürftige:

„Österreich investiert tatsächlich mehr in Bildung als Mexiko. In absoluten Zahlen. Gemessen am BIP nicht! Dort liegt Österreich hinter Mexiko und auch weit unter dem OECD-Durchschnitt.“
HR Mag. Wilhelm Zillner, Vorsitzender der AHS-DirektorInnen Österreichs,
Der Standard online am 11. April 2014

Investition in die Zukunft:

„Education must be seen as investment rather than spending.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015“ (2015), S. 3

Widerstand gegen Entmündigung des SGA:

„Der aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern bestehende Bundesschulgemeinschaftsausschuss spricht von einer völlig inakzeptablen Entmündigung und kündigt Widerstand an. Teile des Pakets würden ‚über Jahrzehnte mühsam erkämpfte Mitbestimmungsrechte zur Farce verkommen lassen‘.“
Die Presse online am 19. Oktober 2016

Es fehlt der Politik an Praxisnähe:

„Es ist völlig unverständlich, dass man auf das Wissen und die jahrelange Erfahrung von Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern auf Bundesebene absichtlich verzichtet. Das Ergebnis ist nun ein Entwurf der offensichtlich von Personen erstellt wurde, die mit der Materie ‚SGA‘ nur wenig oder gar nicht vertraut sind!“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an
mittleren und höheren Schulen, Presseaussendung des B-SGA vom 19. Oktober 2016

Ausdruck einer überheblichen Politik:

„Ich habe den Eindruck, Politiker meinen, sie seien gescheiter als diejenigen, die Schule täglich leben und gestalten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, ORF online am 20. Oktober 2016

Die Praktiker fragen!

„Die Theoretiker der Bildung glauben, dass sie es besser wissen als die Praktiker. Die Praktiker, das sind jene Eltern, die täglich mit echten Kindern zu tun haben. Die Praktiker, das sind auch viele Lehrer, die das sich seit Jahren erfolglos drehende Bildungsreformkarussell nur noch mit Sarkasmus ertragen.“
Harald Martenstein, Kolumnist der ZEIT, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2016, S. 24f

Wie wahr!

„It is foolish to choose non-educators to run schools systems because they don’t know as much as those they lead.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and
the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 275

Die Ignoranz des „Bildungsexperten“:

„Der Bildungsexperte, der in der Regel seit seiner eigenen Schulzeit keine Schule mehr von innen gesehen hat, ignoriert hartnäckig die Reformen, denen sich Bildungsinstitutionen seit einigen Jahrzehnten unterwerfen müssen und die genau von jenem Geist oder Ungeist getragen sind, der auch den Bildungsexperten kennzeichnet.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 36f

Unmissverständliche Botschaft:

„Die Entmündigung der Schulpartner finden wir leider nicht einmal fast geil.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, ORF online am 20. Oktober 2016

Beschluss des GÖD-Bundeskongresses:

„Die gesetzlichen Mitbestimmungsrechte aller Schulpartnerinnen und Schulpartner sind an jedem Standort in vollem Umfang zu wahren und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Umgehende Adaptierungen notwendig:

„Die Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer fordert die Bundesregierung auf, die im Rahmen ihres ‚Autonomiepakets‘ geplanten Maßnahmen zur Klassenschülerhöchstzahl und den Mitbestimmungsrechten von Schulpartnern im Sinne unserer Einwände umgehend zu adaptieren.“
Aus der Resolution der Gewerkschaft der PflichtschullehrerInnen,
einstimmig beschlossen von der Bundesleitung der Pflichtschullehrergewerkschaft am 24. Oktober 2016

Silberstreif am politischen Horizont?

„Schulreform kann nur mit den Betroffenen funktionieren. Daher werden wir bei der konkreten Ausformulierung der Gesetzestexte eine geeignete Einbindung der Schulpartner in schulpolitische Prozesse sicherstellen.“
NR-Abg. Brigitte Jank, Bildungssprecherin der ÖVP, Presseaussendung vom 23. Oktober 2016

Enorme Herausforderung:

„Im Schuljahr 2010/11 gab es 17.283 außerordentliche Schüler, 2015/16 waren es 31.118, hieß es auf Anfrage des STANDARD aus dem Büro von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ). Das ist ein Anstieg von mehr als 80 Prozent in nur fünf Jahren.“
Der Standard online am 3. Oktober 2016

„A key component of efforts“:

„Proficiency in the host country language is an important pre-requisite for effective learning. As a result language tuition is, across the OECD, a key component of efforts to integrate young migrants into the school system.“
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2015“ (2015), S. 87

Auf die Umgangssprache kommt es an:

„Kinder mit Migrationserfahrung, die mit ihren Eltern zu Hause Deutsch sprechen, weisen nicht nur in sprachbezogenen Untersuchungen bessere Leistungen auf, sondern auch in Studien, die andere für die Schule zentrale Kompetenzen in den Blick nehmen.“
Dr. Irmela Tarelli u. a., „Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund“ in Univ.-Prof. Dr. Wilfried Bos u. a.,„TIMSS 2011“ (2012), S. 248

Mehr jungen Menschen mit Migrationshintergrund Aufstieg ermöglichen:

„Obwohl Migrant/-innen höhere oder zumindest gleich hohe Bildungsaspirationen wie nicht-migrantische Jugendliche haben, gelingt ihnen der Bildungsaufstieg seltener (20 %).“
Sora (Hrsg.), „„Wohin gehst DU?“ – Ausbildungs- und Berufswege nach der Hauptschule (2010 -2013)“ (2014), S. 14

Mehr Förderung statt weniger Niveau:

„Statt das Niveau für alle abzusenken, sollte besser die Sprachförderung schon in den Kindergärten und Grundschulen intensiviert werden, damit jedes Kind die Chance auf eine erfolgreiche Bildungskarriere hat. Ein entwerteter Schulabschluss nutzt keinem etwas.“
Die Welt online am 12. Mai 2016

Leistung ermöglichen statt Anforderungen absenken!

„Das stete Absenken der Leistungsanforderungen ist Gift in der Integration.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD,
Festreferat beim 57. Internationalen Bodenseetreffen, Friedrichshafen am 9. Oktober 2016

Ankündigungen umsetzen!

„Mit dem klaren Bekenntnis der Bundesregierung zu Deutsch-Vorbereitungsklassen wurde ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Nun gilt es vor allem für Wien der Realitätsverweigerung abzuschwören und die Vorgaben umzusetzen.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 7. April 2016

Basis für erfolgreiche Integration:

„Die Forschung zeigt, dass erfolgreiche Arbeitsmarktintegration wesentlich vom Erwerb der Landessprache abhängt.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann u. a., ifo-Schnelldienst 17/2016 vom 15. September 2016, S. 37

Some education systems …

„Some education systems face more pressure than others: because they need to integrate a larger number of school-aged immigrants, because the profile of the immigrants makes them particularly vulnerable (for example, because their native language is very different from the language spoken in their host community), or because they and their parents are socio-economically disadvantaged.“
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 22

Österreich gehört zu den OECD-Staaten mit dem höchsten Migrantenanteil, mit den meisten MigrantInnen mit einer anderen Erstsprache und mit den sozial schwächsten MigrantInnen.

Sprachförderung forcieren!

„Die Beherrschung der Unterrichtssprache ist Voraussetzung für den Bildungserwerb. Kinder und Jugendliche müssen das der jeweiligen Schulstufe entsprechende Kompetenzniveau in der Unterrichtssprache aufweisen, um dem Unterricht folgen zu können. Ist dieses nicht vorhanden, haben sie so lange Sprachförderung zu erhalten, bis sie die erforderlichen Sprachkenntnisse erworben haben.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Finnland ist anders:

„For decades, ministers of education have, without fail, understood that carrying out a reform will be infinitely easier if the experts from the teachers’ union have been involved in the preparatory work for the reform.“
Jukka Sarjala, BA, Generaldirektor des finnischen National Board of Education a. D.,„Equality and Cooperation –Finland’s Path to Excellence“ in „American Educator“ (Frühjahr 2013), S. 36

Missbrauch von „Autonomie“:

„‚Ich habe den Eindruck, Politiker meinen, sie seien gescheiter als diejenigen, die Schule täglich leben und gestalten.‘ Autonomie werde von der Politik als Synonym für Entmündigung der Betroffenen und Mangelverwaltung missbraucht.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 19. Oktober 2016

Wen betrachtet die Unterrichtsministerin als „Beteiligte“?

„Die von der Unterrichtsministerin im ZIB2-Interview aufgestellte Behauptung, das Paket sei mit allen Beteiligten umfassend besprochen worden, ist ein Affront gegenüber der gewählten Vertretung von Schülern, Lehrern und Eltern. Offensichtlich versteht sie uns nicht als Beteiligte.“
Mag. Roland Gangl, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft, Presseaussendung des B-SGA vom 19. Oktober 2016

SGA wird entmündigt:

„Es ist ein Unterschied, ob ein Lehrer vor zehn Schülern oder fünfzig Schülern, ich übertreibe, spricht. Bisher mussten solche Teilungsziffern dem Schulgemeinschaftsausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden. Das wird in Zukunft nicht mehr der Fall sein.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an
mittleren und höheren Schulen, Ö1-Mittagsjournal vom 19. Oktober 2016

Debattierklub reicht nicht:

„Es sei zu wenig, dass Eltern, Lehrer und Schüler bei der Entscheidung über die Klassengröße nur eine Stellungnahme abgeben dürfen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 18. Oktober 2016

B-SGA:

„Der aus Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern bestehende Bundesschulgemeinschaftsausschuss spricht […] von einer völlig inakzeptablen Entmündigung und kündigt Widerstand an. Dass im Entwurf von einer beabsichtigten Stärkung der Schulpartnerschaft die Rede ist, sei eine Verhöhnung.“
Der Standard online am 19. Oktober 2016

„Autonomie“-Schwindelpaket:

„Die Verantwortlichkeit für Einsparungen in Form von Klassen- und Gruppenzusammenlegungen soll so vom Ministerium an die Schulen delegiert werden. Das Ministerium wäscht zukünftig seine Hände in Unschuld und verweist nur mehr auf die dann schulautonom getroffenen Einsparungen …
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“,
www.progymnasium.at am 18. Oktober 2016

„Nicht einmal fast geil“:

„Das Entmündigen der Schulpartner an den Schulen finden wir leider nicht einmal fast geil.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung des B-SGA vom 19. Oktober 2016

Wertschätzung statt Bevormundung:

„Es gilt, die Stimmungslage für Schule und Bildung zu heben. Man muss dem System einfach viel mehr Wertschätzung geben.“
Mag. Johann Heuras, Landesschulratspräsident Niederösterreichs,
Niederösterreichische Nachrichten online am 18. Oktober 2016

Leider von Österreichs Unterrichtsministerin noch nicht verstanden:

„The quality of the social dialogue is important for the success of planned reforms, human resource management that is both fair and efficient, the improvement of the education system, the well-being of teachers and the profession’s image in society.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Study on Policy Measures to improve the Attractiveness
of the Teaching Profession in Europe“ (2013), Teil 1, S. 59

Schlicht und einfach:

„Auch wenn man das Schülern, Eltern und Lehrern jahrelang eingeredet hat, dass eine Reduktion von 30 auf 25 pädagogische Fortschritte bringt, es stimmt schlicht und einfach wissenschaftlich belegt nicht.“
Dr. Andreas Salcher, Ö1-Mittagsjournal vom 19. Oktober 2016

Wichtiger Qualitätsfaktor:

„The average class size can be seen as an indicator of the quality of the teaching and the learning process in a country, which has an important impact on educational outcomes.“
Dr. Raphaela Schlicht u.a., „Educational Inequality in the EU“ in „European Union Policies 11 (2010), S. 37

Auch langfristig feststellbare Auswirkungen:

„Smaller classes increase completed education, wages, and earnings at age 27 to 42.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Fredriksson u.a., „Long-Term Effects of Class Size“ in „The Quarterly Journal of Economics“ (2013), S. 251f

Kleinere Klassen ermöglichen mehr Motivation:

„Smaller class sizes may increase the capacity of teachers to shape student motivation, to elicit effort, and to develop their resiliency in the face of educational challenges.“
Univ.-Prof. Dr. Thomas S. Dee u. a., „The Non-Cognitive Returns to Class Size“ in „Educational Evaluation and Policy Analysis“, März 2011, S. 25

Südtiroler Verhältnisse:

„In der Schule in Südtirol kommt bei den 15-Jährigen eine Lehrperson auf durchschnittlich 8,24 Schülerinnen und Schüler.“
OECD, „PISA 2009 – Ergebnisse Südtirol“ (2011), S. 134

Finnische Verhältnisse:

„Die von der Gemeinde Helsinki empfohlene Zahl an Schülern pro Klasse ist 18 - ich habe auch Klassen mit 15 Schülern und weniger unterrichtet. Durch die geringe Anzahl an Schülern kann sich der Lehrer den Schülern individuell widmen.“
Marlene Gerber, Comenius-Assistentin an einer finnischen Schule, Der Standard online am 24. Mai 2013

Vor einem Jahr selbst von der OECD bestätigt:

„Larger classes are correlated with less time spent on teaching and learning, and more time spent on keeping order in the classroom. One additional student added to an average-size class is associated with a 0.5 percentage-point decrease in time spent on teaching and learning activities.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015“. OECD Indicators“ (2015), S. 28

Die OECD hat’s inzwischen verstanden:

„The weak association between low performance and class size largely reflects the fact that in certain Asian countries and economies, notably Hong Kong-China, Japan, Korea, Macao-China, Shanghai-China, Singapore, Chinese Taipei and Viet Nam, large classes co-exist with small shares of low performers.“
OECD (Hrsg.), „Low-Performing Students“ (2016), S. 175

Ob jeder „Bildungsexperte“ die Satire versteht?

„Wer schon einmal mit so Knirpsen ‚gearbeitet‘ hat, wird wissen: Je mehr, desto einfacher, denn dann spielen sie miteinander.“
Gebrüder Moped, „Was macht der Kanzler eigentlich beruflich?“ (2015), S. 29

Rechtliche Vorgaben einhalten statt sie abschaffen:

„Die Österreichs Schulen zur Verfügung gestellten Lehrerinnen- und Lehrerstunden sind so zu erhöhen, dass alle rechtlichen Vorgaben (beispielsweise Klassen- und Gruppengrößen) eingehalten, schulautonome Schwerpunktsetzungen an jedem Standort vorgenommen und ein vernünftiges Ausmaß an Begabungs- und Talenteförderung über das gesamte Leistungsspektrum angeboten werden können.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, beschlossen am 11. Oktober 2016

Etikettenschwindel „Modellregion“:

„‚Hier wird den Betroffenen das Heft aus der Hand genommen.‘ Schon derzeit könne sich jedes Gymnasium, wo sich eine Mehrheit an Eltern und Lehrern dafür finde, in eine Neue Mittelschule umwandeln. ‚Weil das nicht passiert ist, versucht man das jetzt von oben herab. Das ist von Nordkorea nicht so weit entfernt.‘“
Mag. Herbert Weiß, seit 12. Oktober 2016 Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 14. Oktober 2016

Vielfalt schafft Zukunft:

„Die Vielfalt an Begabungen und Interessen sowie die Vielfalt an Aufgaben in der Gesellschaft verlangen nach einer Vielfalt an Bildungsangeboten. Einheitsbrei für alle und die Forderung nach Matura für möglichst viele führen hingegen in die Sackgasse.“
HR Mag. Dr. Thomas Plankensteiner, Landesschulinspektor der AHS Tirol, www.progymnasium.at am 19. September 2016

Fördern und fordern:

„High-quality and demanding learning environments and schools are important – not only for content-specific knowledge and skills but also for more general cognitive abilities that are not taught (directly) in the classroom.“
Dr. Michael Becker u. a., „The Differential Effects of School Tracking on Psychometric Intelligence“ in
„Journal of Educational Psychology“, 2012, Vol. 104, No. 3, S. 696

Barriere für erfolgreichen Unterricht:

„Bei der Zusammensetzung von Klassen wird eine starke Heterogenität der Schülerschaft vielfach als besondere Herausforderung für den schulischen Alltag und die Lern- und Vermittlungsprozesse angesehen.“
Dr. Kerstin Drossel u. a., „Merkmale der Lehr- und Lernbedingungen im Primarbereich“ in
Univ.-Prof. Dr. Wilfried Bos u. a., „TIMSS 2011“ (2012), S. 188

LeidensgefährtInnen unserer NMS-LehrerInnen:

„Die Fixierung auf das integrative Lernen geht so weit, dass in der Hamburger Sekundarschule (‚Stadtteilschule‘) die Fachleistungsdifferenzierung untersagt ist. Die Differenzierung muss im Klassenunterricht stattfinden, entweder in Arbeitsgruppen oder in Einzelarbeit (‚Binnendifferenzierung‘).“
https://guteschuleblog.wordpress.com am 30. September 2016

„Ersatzreligion“:

„Den Verfechtern der Gesamtschulidee scheint es nicht um den Willen der Bevölkerung zu gehen; es scheint ihnen auch nicht um Rationalität und Erkenntnis zu gehen, sondern um Ersatzreligion.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Ergebnis eines bildungswissenschaftlichen Vergleichs von US-Bundesstaaten betreff Differenzierung und deren Auswirkungen:

„States that had a larger percentage of eighth grade students in tracked math classes produced a larger percentage of high-scoring AP (Anm.: Advanced Placement) students four years later.“
Brown Center (Hrsg.), „How well are American Students Learning?“ (2016), S. 4

Englands Premierministerin kündigt das Ende des britischen Einheitsschulwesens an:

„We are going to build a country that works for everyone, not just the privileged few. A fundamental part of that is having schools that give every child the best start in life, regardless of their background.“
Theresa May, Premierministerin Großbritanniens, Ansprache vom 9. September 2016

Englands Schulwesen vor einer historischen Reform:

„Als Kernstück der Reform sollen lokale Schulbehörden befähigt werden, wie früher sogenannte Grammar Schools zu gründen, das sind Mittelschulen mit höheren Ansprüchen ähnlich den Gymnasien in der Schweiz.“
Neue Zürcher Zeitung online am 10. September 2016

„Vertrauen in unser gutes Schulsystem“:

„Jede einzelne Schulart bietet unseren Kindern und Jugendlichen ganz spezifische Möglichkeiten und Perspektiven. Ständige Diskussionen über schulorganisatorische Änderungen bis hin zur Abschaffung einzelner Schularten (Sonderschulen, Polytechnische Schulen, Gymnasien) sind kontraproduktiv und schaden dem Vertrauen in unser gutes Schulsystem.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, beschlossen am 11. Oktober 2016

Einer der stressigsten Berufe:

„Lärm im Klassenzimmer, Erwartungsdruck von allen Seiten, immer mehr Aufgaben neben dem Unterrichten: Seit Jahren kommen Studien zu dem Ergebnis, dass Lehrer einen der stressigsten Berufe haben.“
Bayerischer Rundfunk online am 2. Oktober 2016

Extreme Belastung:

„The teaching profession, in particular, is characterized by significantly long working hours, heavy workload and emotional demands from the government, students and parents.“
Dr. Jessica Janice Tang u. a., „The psychosocial work environment and mental health of teachers“
in „Int Arch Occup Environ Health“ (2013), 86, S. 657f

Belastungsfaktoren:

„Zu große Klassen, Konflikte mit Vorgesetzten und lange Arbeitszeiten sind an der Tagesordnung. Auch der Umgang mit schwierigen Schülern und fachfremde Vertretungsstunden aufgrund des Lehrermangels oder des Ausfalls von Kollegen fordern die Flexibilität der Lehrer. Zusätzlich sehen sich die Pädagogen einer zunehmenden Gewalt in den Schulen ausgesetzt, die Angst verbreitet und lähmen kann.“
www.news4teachers.de am 19. September 2016

Eine Reform der Schulpolitik wäre notwendig:

„Mangelhafte materielle und räumliche Ausstattung sowie die negative Wahrnehmung und Bewertung des Lehrberufs in der Öffentlichkeit gelten als lehrerbezogene Fehlbelastungsquellen.“
Dr. Reingard Seibt u. a., „Verausgabungs-Belohnungs-Verhältnis und Burnout-Risiko bei Lehrerinnen
und Ärztinnen“ in „Arbeitsmed.Sozialmed.Umweltmed.“ 47, 7, 2012, S. 397

Rücksichtslose Politik:

„Es ist erstaunlich, was Lehrer heute – neben dem eigentlichen Berufsauftrag, dem Unterrichten – nebenbei noch alles zu bewältigen haben: unzählige Qualitäts- und Projektgruppen, Schulevents, Sitzungen und Absprachen mit diversen Fachpersonen, Elterngespräche, administrative Aufgaben usw. Eine Kompensation dafür hat nicht stattgefunden, d. h., die Lehrpersonen leisten diese Arbeit immer noch zusätzlich, häufig nach dem anstrengenden Unterricht. Hilferufe der Lehrkräfte und der Berufsverbände verhallen bis jetzt ungehört.“
Prof. Dr. Jürg Frick, Neue Zürcher Zeitung vom 5. Oktober 2016

Packesel der Gesellschaft:

„Es sind die Schultern der Lehrerinnen und Lehrer, auf denen sämtliche gesellschaftlichen Verwerfungen, seien es ökonomische Krisen oder sittliche Verrohungen, abgeladen werden.“
Mag. Mathias Brodkorb, Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns, SPD, Cicero, 
Magazin für politische Kultur online am 25. September 2012

Eine kranke Schulpolitik, die krank macht:

„Die Lehrer, die sich aufgrund von Depressionen und Burnout in unserer Klinik behandeln lassen, fühlen sich oft nicht ernst genommen und fremdbestimmt. Sie haben das Gefühl, dass die Politik zu sehr in den Schulalltag eingreift und dass sie als Lehrer kaum Mitspracherecht haben. Dadurch fehlt ihnen dann häufig der Sinn in der Arbeit.“
Dr. Klaus Buch, Chefarzt der Parkklinik Heiligenfeld für psychosomatische Erkrankungen
in Bad Kissingen www.news4teachers.de am 19. September 2016

Vertuschen statt Support:

„Die Lehrkräfte, die trotz aller Reformen immer noch in den meisten Fällen völlig auf sich allein gestellt sind, sind anfällig für Erschöpfung, Resignation oder Burnout. Diesbezügliche Zahlen werden nicht oder selten veröffentlicht.“
Univ.-Doz. Mag. Dr. Georg Cavallar, Der Standard online am 23. Juni 2016

Österreichs Schulpolitik offensichtlich egal:

„Österreichweit leidet den eigenen Angaben der LehrerInnen zufolge mehr als ein Fünftel (21 %) unter psychischer Beeinträchtigung, darunter […] 12 % der eigenen Einschätzung zufolge und 9 % mit ärztlicher Diagnose.“
Mag. Christina Mogg, „Arbeitssituation und -zufriedenheit von LehrerInnen:
Von der Berufung zum Burnout“ (2013), S. 102

Der Dienstgeber muss sich endlich seiner Fürsorgepflicht bewusst werden:

„Am meisten belastet sind Lehrerinnen und Lehrer durch die ihnen ‚übertragene‘ Aufgabe, alle gesellschaftlichen Missstände zu kompensieren, durch auffälliges Verhalten, mangelnde Disziplin und zu geringe Leistungsbereitschaft von Schülerinnen und Schülern. Daran hat sich von der Arbeitszeitstudie ‚LehrerIn 2000‘ bis zur GÖD-Belastungsstudie 2016 nichts geändert.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Wertschätzung für den scheidenden Vorsitzenden:

„Eckehard Quin hat die AHS-Gewerkschaft in turbulenten Zeiten mit großer Umsicht und höchstem taktischen Geschick geführt. Ihm nachzufolgen ist eine ehrenvolle Aufgabe und eine große Herausforderung. Eckehard Quin hat sich in sehr bewegten Jahren ebenso unermüdlich wie erfolgreich für die AHS und ihre Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt. Sein Leitmotiv war stets der Erhalt bzw. die Steigerung der hohen Qualität des österreichischen Schulwesens. Er hat sich aber auch weit über Schule und Gewerkschaft hinaus einen Namen gemacht.“
Mag. Herbert Weiß, seit 12. Oktober 2016 Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft,
Presseaussendung vom 12. Oktober 2016

Grundsätze des neuen Vorsitzenden der AHS-Gewerkschaft:

„Weiß steht für ‚Vielfalt statt Einfalt‘. Die Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Schulart, ganztägiger Schulformen etc. müsse gewahrt bleiben. […] Weiß wird sich wie sein Vorgänger mit aller Kraft dafür einsetzen, dass ‚Lehrerinnen und Lehrer in der bildungspolitischen Debatte gehört werden‘ und ‚Vernunft statt Ideologie‘ die Diskussion prägen.“
Presseaussendung der AHS-Gewerkschaft vom 12. Oktober 2016

Eines der Hauptprobleme ist …

„ …dass diejenigen, die Bildung auch zu ihrem Beruf gemacht haben, also diejenigen, die diese Kompetenz mitbringen, oft nicht in der Bildungspolitik zu finden sind. Dass diejenigen, die sich in der Schulbildung auskennen, diese nicht gestalten dürfen.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a.,
„Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 72

Redlichkeit in die Politik!

„Die ‚Experten‘ tendieren […] bisweilen dazu, sich mit machtbewusstem Aplomb dem kritischen Diskurs zu entziehen, der für Popper unerlässliche Grundlage redlichen Forschens war.“
Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, „Vermessene Bildungsforschung“ (2015), S. 134

Höflich ausgedrückt:

„In Österreich sind auch die Bildungsdebatten nicht gerade von rasender Intellektualität geprägt.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Wiener Zeitung vom 9. Oktober 2014

Schulpolitik in die Hände der wirklichen ExpertInnen!

„Wir verlangen eine nachhaltige Bildungspolitik, die die Bildungswissenschaft und die Lehrerinnen und Lehrer als die Expertinnen und Experten der Praxis bei allen Überlegungen zur Weiterentwicklung unseres guten Schulsystems von Beginn an einbezieht.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Klare Worte des ehemaligen SPD-Bürgermeisters von Neukölln:

„Wir führen die Kinder nicht zur Leistung, sondern passen die Leistungsanforderung dem Niveau der Kinder an. […] Wir kommen damit nicht weiter, dass wir Leistungsanforderungen immer mehr absenken.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD,
Festvortrag beim 57. Internationalen Bodenseetreffen, Friedrichshafen am 9. Oktober 2016

Schüler sollen in der Schule lernen, Belastungen und Herausforderungen auszuhalten:

„Dazu gehören bestimmte Techniken des ‚Stressmanagement‘ und der Selbstberuhigung, die von Lehrern oder Psychologen vermittelt werden müssen. Schüler müssen lernen, mit der eigenen Aufregung umzugehen und vor Prüfungen und Klassenarbeiten einen kühlen und klaren Kopf zu bewahren.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ (2011), S. 291

Inflationäre Anerkennung schadet:

„Praise for students may be seen as affirming and positive, but a number of studies suggest that the wrong kinds of praise can be very harmful to learning.“
Dr. Robert Coe u. a., „What makes great teaching?“ (2014), S. 22

Ergebnis von PIRLS 2011 und TIMSS 2011:

„Students with the highest achievement in TIMSS and PIRLS 2011 typically attended schools that emphasized academic success.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics,
and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 113

Anspruchsdenken überdenken:

„‚Pflicht‘ ist ein Begriff, der in Mitteleuropa längst den Klang des Altertümlichen hat – ‚Anspruch‘ bzw. ‚Anrecht‘ sind höher im Kurs.“
Neue Zürcher Zeitung online am 23. September 2016

Anstrengungsbereitschaft kann man nicht verordnen:

„Western policymakers should not expect there to be an easy way to replicate East Asian students’ extraordinary educational success. The reality is that this may only be possible over the very long-term, requiring a cultural shift where all families instil a strong belief in the value of education amongst their children (along with the realisation that hard work and sacrifice may be needed to achieve it).“
Dr. John Jerrim, „Why do East Asian children perform so well in PISA?“ (2014), S. 4f

„One can learn“:

„Asian Americans are less likely than whites to believe that ability is inborn and more likely to believe that one can learn to be good at math.“
Dr. Amy Hsin u. a., „Explaining Asian Americans’ academic advantage over whites“ (2014), S. 4

Freude an Leistung und Anstrengung:

„Schule muss am Leistungsprinzip orientiert sein. Sie kann nicht nur Spaß- und Begeisterungspädagogik bieten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Kurier online am 21. November 2013

„Lernen müssen Schüler immer noch selber“:

„Ohne Bildungsanstrengung des Einzelnen gibt es keine Bildung. Lehrer können vieles, lernen müssen Schüler immer noch selber, wenn sie später ein Abschlusszeugnis in Händen halten wollen.“
Dr. Axel Bernd Kunze, „Ist Bildung ein Menschenrecht“ in „engagement“, Jg. 32, 2/2014, S. 141

Umdenken von Erziehungsverantwortlichen erforderlich:

„Viele Kinder weisen eine zu geringe Frustrationstoleranz auf, schmeissen die Sache hin, wenn es nicht auf Anhieb klappt, verweigern sich bei jeder Anforderung. Ihre Selbststeuerung, die Selbstkontrolle über ihre Gefühle und ihr Einfühlungsvermögen sind unterentwickelt.“
Prof. Dr. Jürg Frick, Neue Zürcher Zeitung vom 5. Oktober 2016

Sparen an der Bildung wird zum „Bumerang“:

„Statt zu sparen, wären deutlich mehr Investitionen in das Kerngeschäft der Schule zu tätigen: kleinere Klassen, mehr und rasche und unbürokratische Unterstützung bei ‚anspruchsvollen‘ Schülern und Eltern, eine bessere Einbindung und Unterstützung der Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe usw.“
Prof. Dr. Jürg Frick, Neue Zürcher Zeitung vom 5. Oktober 2016

Wenig überraschendes Ergebnis von PIRLS 2011 und TIMSS 2011:

„The 2011 data showed that students in schools not affected by resource shortages had higher average achievement than their counterparts in less well-resourced schools.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics,
and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 114

PISA-Sieger Südkorea:

„The share of GDP devoted to education, 7.6 % in 2011, is among the highest in OECD countries (OECD average of 6.1 %) and increased by 1.5 percentage points between 2000 and 2011.“
OECD (Hrsg.), „Teacher Remuneration in Latvia. An OECD Perspective“ (2014), S. 164

Österreichs Regierung war das Bildungswesen hingegen nur 5,7 % des Bruttoinlandsprodukts wert.

Das Asset des hohen Nordens:

„Denmark, Norway, Sweden and Finland spend some of the most money on education as a percentage of their gross domestic product, according to the World Bank.“
US News online am 20. Jänner 2016

Gilt leider nicht für Österreich:

„Within the last decade there has been an increase in the expenditure committed to education in most G20 countries.“
Eurostat (Hrsg.), „The EU in the world – 2016 edition“ (2016), S. 55

Indikator für den Stellenwert …

„Die Bildungsausgaben als zentrale Größe bildungspolitischer Rahmenbedingungen bestimmen mit, wie und in welchem Umfang äußere schulische Rahmenbedingungen, beispielsweise die Klassengröße, zusätzliches pädagogisches Personal und die Unterrichtszeit gestaltet werden können. […] Gleichzeitig kann die Höhe der Bildungsausgaben als Indikator für den Stellenwert gesehen werden, der Bildung in einer Gesellschaft beigemessen wird, stehen sie doch in unmittelbarem Zusammenhang mit individueller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung.“
Dr. Irmela Tarelli u. a., „Lehr- und Lernbedingungen an Grundschulen im internationalen Vergleich“ in Bos u. a., „IGLU 2011 - Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich“ (2012), S. 139

Gute Bildung wird von der Bevölkerung als großer Wert verstanden:

„Bereits in den vorherigen ifo Bildungsbarometern hat sich gezeigt, dass die deutsche Bevölkerung Ausgabenerhöhungen im Bildungsbereich positiv gegenübersteht. Auch in diesem Jahr spricht sich mit 77 % eine große Mehrheit der Befragten dafür aus, dass die Ausgaben für Bildung stark steigen oder steigen sollen. […] Die hohe Ausgabenbereitschaft für Schulen spricht dafür, dass die deutsche Bevölkerung großen Wert auf gute Bildung legt.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, ifo-Schnelldienst 17/2016 vom 15. September 2016, S. 25f

Most governments …

„Most governments try to protect education from dramatic reductions in public investment.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), S. 202

Sparen an der Schule kommt mittel- und langfristig teuer:

„Das Geld, was wir dort investieren, muss später weniger in Sozialsysteme investiert werden.“
Brunhild Kurth, Kultusministerin Sachsens, Sächsische Zeitung online am 2. Juli 2016

Den Worten mögen Daten folgen!

„Österreich habe keine Rohstoffe, daher brauche das Land für wirtschaftlichen Erfolg, kluge Köpfe und hervorragende Ideen. ‚Diese klugen Köpfe gilt es zu entwickeln.‘“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kurier online am 19. Mai 2016

„A complex and challenging profession“:

„We all know that teaching is a complex and challenging profession on a par with medicine, law, and engineering. Like those other fields, teachers save lives, advance the cause of justice and build stronger societies.“
Arne Duncan, U.S. Secretary of Education a. D., www.brookings.edu am 4. Oktober 2016
FaceBook  Twitter

Counter

Zugriffe total: 1168861

Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

-------------------------------
Initiative
"Pro Gymnasium"

----------------------------------
bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017