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Medien-Zitate November 2016

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Anerkennung für das österreichische Schulwesen:

„The early school leaving rate is markedly better than the EU average.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016“ (2016), S. 11

Jeder einzelne Schulabbrecher verursacht in Summe Kosten von fast einer Viertelmillion Euro:

„In a comparison of those who drop out of high school and those who complete high school, the average high school dropout costs the economy approximately $260,000 over his or her lifetime in terms of lower tax contributions, higher reliance on Medicaid and Medicare, higher rates of criminal activity, and higher reliance on welfare.“
ies (Hrsg.), „Trends in High School Dropout and Completion Rates in the United States: 2013“ (2016), S. 1

Schon fast jeder vierte Schüler verlässt das US-Schulsystem als Dropout:

„The U.S. high school graduation rate peaked at around 80 percent in the early 1970s and has since declined by 4–5 percentage points. Roughly 65 percent of blacks and Hispanics now leave school without a high school diploma, substantially higher than the dropout rate for non-Hispanic whites.“
Univ.-Prof. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
bostonreview.net am 1. September 2012

Österreichs, Deutschlands und der Schweiz Asset:

„Das duale System steht für eine Praxis, junge Menschen in Unternehmen auszubilden und sie so schon während der Ausbildung an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Diese Praxis zeichnet Österreich, Deutschland und auch die Schweiz gegenüber anderen Ländern aus.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom September 2016, S. 22

Unser System wird von immer mehr Staaten imitiert:

„Unser dreiteiliges System – Allgemeinbildung, Berufsbildung und duale Berufsbildung – ist ein internationales Erfolgsmodell, das mittlerweile die halbe Welt kopieren will.“
NR-Abg. Brigitte Jank, Bildungssprecherin der ÖVP, Presseaussendung vom 6. Juli 2016

Berlin, Deutschlands schulleistungsmäßiges Schlusslicht:

„Da die Berliner Grundschule sechs Schuljahre umfasst, geht wertvolle Zeit verloren, die die Kinder am Gymnasium in einem anspruchsvollen Fachunterricht verbringen könnten. Gegenüber den Schülern, die eines der wenigen Grundständigen Gymnasien (ab Klasse 5) besuchen, ergibt sich bei den Grundschülern in den Fächern Englisch und Mathematik teilweise ein Lernrückstand von bis zu zwei Schuljahren.“
Rainer Werner, guteschuleblog.wordpress.com am 17. November 2016

Das Verbot von Leistungsgruppen und seine Folgen:

„Wohin ein solches Diktat führt, konnte man jüngst in einer Studie nachlesen (‚Kermit 2016‘). Danach erreichten in den Kernkompetenzen ‚Leseverstehen‘ 35 % der Schüler nicht den geforderten Regelstandard. Von diesen Schülern scheiterten 15 % sogar am niedrigeren Mindeststandard. Im Bereich ‚Sprachgebrauch‘ sieht es nicht besser aus. Hier verfehlten 43 % der Schüler den Regelstandard. Im Fach Mathematik gibt es einen ähnlich düsteren Befund: 77 % der Schüler liegen unterhalb des Mindeststandards. Beim ‚Englisch-Hörverstehen‘ liegt die Quote bei 48,5 %.“
https://guteschuleblog.wordpress.com am 30. September 2016

Bessere Ergebnisse bei geringerer Belastung:

„Educating a class where students have a similar achievement level has been seen as more efficient and less demanding for the teacher than educating a class with students with very heterogeneous achievement levels.“
Paule Schaltz u. a., „The Effect of Ability-based Tracking in Secondary School on Subsequent School Achievement“ in „British Journal of Education, Society & Behavioural Science“ 4(4), 2014, S. 442

Passendes Anspruchsniveau Basis für erfolgreichen Unterricht:

„Even though boredom has traditionally been assumed to be caused by a lack of challenge, interestingly, students expressed to be bored both due to underchallenge (e.g., already knowing the content well) and overchallenge (e.g., problems with understanding).“
Univ.-Prof. Dr. Franzis Preckel u. a., „Ability grouping of gifted students: Effects on academic
self-concept and boredom“ in „British Journal of Educational Psychology“ 80 (2010), 3, S. 455

Differenzierung international die Regel:

„Unlike most elementary school systems, secondary schooling is generally characterized by the grouping of learners in one way or another, based on the rationale that teaching is easier and more effective in groups of students with more homogeneous abilities and interests.“
Dr. Michael Becker u. a., „The Differential Effects of School Tracking on Psychometric Intelligence“
in „Journal of Educational Psychology“, 2012, Vol. 104, No. 3, S. 684

Differenzierung teilweise auch schon im Grundschulbereich:

„Between-class achievement grouping is common in high schools, and is also practised in a number of primary schools in various countries.“
Suzanne Macqueen, „Academic outcomes from between-class achievement grouping:
the Australian primary context“ in „Australian Educational Researcher“ 39, 2012, S. 59

“All educational systems”:

„It could be argued that all educational systems inherently involve some form of tracking.“
Dr. Thijs Bol u. a., „Curricular Tracking and Central Examinations“ in „Social Forces 92(4), Juni 2014, S. 1548

Retro-Politik endlich beenden!

„Eine zeitgemäße Bildungspolitik sollte Chancengerechtigkeit während der ganzen Kindheit herstellen und der Vielfalt der individuellen Begabungen mit einer differenzierten schulischen und beruflichen Ausbildung möglichst gerecht werden.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 160

Bekenntnis zur Leistungsdifferenzierung:

„Wir sind klar gegen eine einheitliche Schule ohne Leistungsdifferenzierung.“
Aus dem Leitantrag zum Landestag der Jungen ÖVP Vorarlberg, beschlossen am 11. November 2016

Hoffentlich haben es auch in Österreichs Unterrichtsministerium bald alle verstanden:

„Das Gleiche für alle ist definitiv nicht das Beste für jeden!“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 11. November 2016

TALIS-Ergebnissen endlich gerecht werden!

„Um wenigstens internationales Mittelmaß zu erreichen, fehlen hierzulande 13.500 Vollbeschäftigte als Supportpersonal. Um für skandinavische Verhältnisse zu sorgen, müssten sofort 23.500 vollbeschäftigte Supportkräfte angestellt werden, wie der TALIS-Studie der OECD zu entnehmen ist.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

In Österreich noch WEIT mehr als in Deutschland:

„Es fehlt an sonderpädagogischem und psychologischem Beratungspersonal, an Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und Betreuern für kleine Gruppen.“
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Baumert, Die Welt vom 24. Juni 2010

Ganzheitliche Betrachtung:

„Im Zusammenhang mit der Frage nach Klassen-, Jahrgangs- und Schulgrößen sollten auch jeweils zusätzliche personelle Ressourcen in Betracht gezogen werden, die an Schulen zur Verfügung stehen, da zusätzliches Personal die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler optimieren und die Belastung für Lehrkräfte kompensieren kann.“
Dr. Irmela Tarelli u. a., „Lehr- und Lernbedingungen an Grundschulen im internationalen Vergleich“ in Bos u. a., „IGLU 2011 - Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich“ (2012), S. 142

Finnland:

„Every school has a special teacher and pupil support group who support the classroom teacher and intervene early on if any child shows signs of falling behind.“
Asia Society (Hrsg.), „Improving Teacher Quality Around the World:
The International Summit on the Teaching Profession“ (2011), S. 8

Finnland:

„Schools and teachers are responsible for identifying those who may be falling behind. These students receive additional support, such as remedial instruction. If required, teacher's assistants and special needs teachers are available to provide further support.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook: Finland“ (2013), S. 7

Können wir uns mit Finnland messen?

„Wollen und können wir uns eine Vervielfachung des pädagogischen Unterstützungspersonals leisten, welches die Arbeitsbelastung der Lehrer in Finnland auf ein Maß reduziert, das ihnen jene Betreuungsintensität ermöglicht, die den Lehrberuf in Finnland zum angesehensten aller Berufe macht?“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“
(www.bildungsplattform.or.at), Referat bei der Enquete des Katholischen Familienverbands 
„Machen PISA & Co unsere Kinder klüger?“ am 13. Oktober 2014 in Wien

Vielfältiges Supportpersonal auch an Englands Schulen:

„Their tasks usually include, for example, preparing material and equipment for lessons and working with small groups of students or individual students that need extra support due to instructional or behavioural challenges, which may happen in or out of a class. Their tasks can also include work with children with special educational needs. Teachers often may count with more than one teaching assistant in the classroom.“
Gabriela Moriconi u. a., „Supporting teachers and schools to promote positive student behaviour
in England and Ontario (Canada)“ (2015), S. 37

Österreichs Politik ins Stammbuch geschrieben:

„The greater use of support staff in the classroom can enable teachers to concentrate on their specialist expertise.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Wales“ (2014), S. 58

LehrerInnen entlasten!

„Gute Kooperation mit Sozialarbeitern und Kinder- und Jugendpsychiatern und –psychotherapeuten bzw. Beratungsstellen entlasten den einzelnen Lehrer und erweitern sein eigenes Handlungsspektrum durch den Erfahrungsaustausch.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 44

Systemische Überforderung:

„Over the last several decades, schools have been asked to take on a plethora of new responsibilities. A teacher is not equipped to be a social worker or speech pathologist, so new staff with specific skills were needed to achieve the school system’s expanded mandate to serve well the proliferating needs of all children.“
Thomas Fordham Institute (Hrsg.), „The Hidden Half: School Employees Who Don’t Teach“ (2014), S. 9

Österreichs Politik bleibt Lehrkräften (auch) die finanzielle Anerkennung ihrer Leistung schuldig:

„Im PISA-Musterland Südkorea verdienen Lehrer um 36 % mehr als andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit tertiärer Ausbildung. In Deutschland oder Finnland ist das Lohnniveau der Lehrerinnen und Lehrer etwa gleich hoch wie das von Universitäts- oder Hochschulabsolventen. In Österreich hingegen liegt es um unglaubliche 40 % darunter!“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, beschlossen am 11. Oktober 2016

Attraktive Lehrergehälter, um die Leistungsstärksten als Lehrkräfte zu gewinnen und zu behalten:

„The top-performing countries provide competitive compensation. South Korea emphasizes salary the most, with Singapore being especially strategic in the use of bonuses and retention incentives.“
McKinsey (Hrsg.), „Closing the Talent Gap: Attracting and Retaining Top Third Graduates to a Career in Teaching“ (2010), S. 24

In Südostasien will man „die Besten der Besten“ für den Lehrerberuf gewinnen:

„Chinese Taipei is an example of a country in which the government has had a longstanding policy of providing and supporting favorable conditions for teachers. […] Singapore is another country where the incentive policies are very favorable and competitive relative to other occupations in both the public and private sectors.“
IEA (Hrsg.), „Policy, Practice, and Readiness to Teach Primary and Secondary Mathematics in 17 Countries“ (2012), S. 39

PISA-Topperformer Singapur gewinnt die Leistungsstärksten für den Lehrberuf:

„Singapore monitors starting salaries in the market to assure that new teachers are paid competitively.“
McKinsey (Hrsg.), „Closing the Talent Gap: Attracting and Retaining Top Third Graduates to a Career in Teaching“ (2010), S. 16

Auch in der Schweiz weiß man um den Wert von LehrerInnen:

„Sicher kann nicht alles, was im Ausland gut funktioniert, einfach so auf andere Gesellschaften mit unterschiedlicher Kultur und Geschichte übertragen werden. Mit Blick auf die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte der Schweiz dürfte sich aber die Entscheidung, viel Geld für Lehrkräfte auszugeben als langfristig kluge Strategie erweisen.“
Die Welt online am 25. August 2015

Kein Wunder:

„Vorarlberg seems to compete for teachers with neighbouring Switzerland and the working conditions offered there.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Austria“ (2016), S. 167

„A top priority“:

„Teachers play a vital role in the lives of children and, as everyone knows, can make all the difference to their future. Teachers' remuneration and working conditions should be a top priority in order to attract and retain the best in the profession.“
Androulla Vassiliou, ehem. EU-Kommisarin für Bildung (2010-2014), Presseaussendung vom 5. Oktober 2013

Eine Frage der Wertschätzung:

„Paying teachers low salaries sends a negative signal to society about the value of teachers’ contribution to education quality.“
UNESCO (Hrsg.), „Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014), S. 302

Was PISA lehrt, wird von Österreichs Politik ignoriert:

„The only type of resource that PISA shows to be correlated with student performance is the level of teachers’ salaries relative to national income.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 44

Zeilingers Worte Österreichs „reformorientierter“ Regierung ins Stammbuch geschrieben:

„Die bestbezahlte Berufsgruppe eines Landes sollten seine Pädagogen sein.“
Univ.-Prof. Dr. Anton Zeilinger, zitiert nach Markus Hengstschläger, „Die Durchschnittsfalle“ (2012), S. 167

BM Hammerschmid mache sich etwas vor:

„Es gebe auch keine belastbaren Befunde, die zeigen würden, dass Nachteile ausgeglichen würden. ‚Man würde sich etwas vormachen, würde man sagen: Das bringt einen Schub für das Kerngeschäft von Schule: die Leistungen.‘“
Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder, Die Presse online am 25. November 2016

Nicht auf die Betroffenen vergessen!

„Die zeitliche Ausdehnung der Schule in den Nachmittag ist eine Überforderung, die dem Kind Zeit zur Muße und für außerschulische Bildung nimmt.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW), „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 15

Keine Zwangsbeglückung:

„Die Ganztagesschule ist kein Allheilmittel für Probleme im Schulwesen, wie es vermittelt wird. […] Dabei wird das Wohl des einzelnen Kindes komplett aus den Augen gelassen und Eltern zusehends ihre Erziehungskompetenz abgesprochen.“
Mag. Barbara Fruhwürth, Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Wien (KFVW), 
Presseaussendung vom 24. November 2016

„Auf die Kinder wird eben gerne vergessen“:

„Wir kennen viele Standorte, die beides anbieten und bei der traditionellen Nachmittagsbetreuung einen Boom feststellen, während die verschränkte Form kaum angenommen wird. Ein Problem sind sicher die fehlenden Rückzugsmöglichkeiten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Furche vom 24. November 2016

Schulbauoffensive:

„Die meisten Schulbauten sind keineswegs für einen ganztägigen Aufenthalt aller Schüler geeignet. Es wären längst notwendige Investitionen in den Schulbau dringend erforderlich, um Schülern wie Lehrern Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige ganztägige Schule zu bieten.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA) vom 13. Oktober 2015

Was Österreichs Politik verdrängt:

„Die Ausstattung so manch finnischer Schule lässt internationale Delegationen, die seit Jahren durch die Schulen des Landes pilgern, um den Schlüssel des finnischen Erfolgs zu finden, vor Neid erblassen.“
Die Presse online am 10. Juni 2016

Propaganda „nicht nachvollziehbar“:

„Die positive Wertung flächendeckender Ganztagsschulen ist im Hinblick auf die bescheidenen bis dürftigen Resultate anderer Länder mit schulischer Ganztagsbetreuung wie Frankreich, Großbritannien und die USA nicht nachvollziehbar.“
WirtschaftsWoche online am 16. Februar 2016

Politik der Bevormundung beenden!

„Es ist nicht nachvollziehbar und völlig unverständlich, warum jeglicher Schulneubau als verschränkte Ganztagsschule geführt werden muss und offene Formen der Nachmittagsbetreuung bei Neubauprojekten nicht angeboten werden.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 23. November 2016

Überzogene Erwartungen:

„Übereinstimmend mit dem bisherigen Forschungsstand zeigen auch die aktuellen StEG-Teilstudien, dass allein die Teilnahme an Ganztagsangeboten noch nicht ausreicht, um kognitive Kompetenzen zu verbessern. […] Auch im Bereich sozialer Kompetenzen hat die Teilnahme an Angeboten allein noch keinen messbaren Effekt.“
StEG-Konsortium (Hrsg.), „Ganztagsschule:
Bildungsqualität und Wirkungen außerunterrichtlicher Angebote“ (2016), S. 4

Unehrliche Politik:

„In ein paar Jahren wird man überrascht tun, wenn sich zeigt: Nichts von dem, was versprochen wurde, ist eingetreten. Lösen lässt sich auf diese Weise maximal das Betreuungsproblem berufstätiger Eltern. Das ist ein ehrenwertes Ziel. Aber dann soll der Herr Bundeskanzler bitte nicht behaupten, es gehe um die Förderung sozial schwacher Kinder – denn das ist unwahr.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Der Standard online am 24. November 2016

Aus Absturz Baden-Württembergs lernen:

„Verlässlichkeit und Konstanz sind für Schulen sehr wichtig. Das hat der Vergleich der Bundesländer im neuesten Bildungsbericht in besonderer Schärfe gezeigt.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 29. Oktober 2016

Ideologisch diktierte Schulpolitik gefährdet Jugend:

„In der Medizin gilt es als selbstverständlich, dass nur Therapien und Medikamente zur Anwendung kommen, deren Wirksamkeit eindeutig erwiesen ist. In der Pädagogik kann man oft den Eindruck gewinnen, dass das politisch Wünschenswerte an die Stelle dessen tritt, was wirklich Qualität verspricht.“
Rainer Werner, guteschuleblog.wordpress.com am 17. November 2016

„Mit all dem verschlechtern Sie die Situation“:

„Sie machen eine Ganztagsschule ohne entsprechende Fördermöglichkeiten, Sie führen Standards, Kontrollen und Vorgaben ein, durch die Sie die Schulen unter Druck bringen, ohne dass diese Ressourcen haben, darauf zu reagieren, Sie schrauben an Schulstrukturen rum, ohne zu überlegen, wo wirklich die Probleme liegen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Salzburger Nachrichten vom 15. Oktober 2016

Praxisnähe fehlt:

„Im Ministerium und im Bifie werden viele Reformen am grünen Tisch erdacht, ohne mitzubedenken, was diese für den Schulalltag bedeuten. Lehrer und Schulleiter erhalten Vorgaben von oben, die sich häufig in der Praxis als untauglich erweisen.“
Mag. Ute Brühl, Kurier online am 1. Juli 2016

Klingt banal, ist aber in Österreichs Politik noch immer nicht angekommen:

„Neuerungen können nur zum gewünschten Ziel führen, wenn die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung stimmen.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 48

„Es wiederholt sich alles“:

„Ein bekannter Schuldirektor hat kürzlich zu mir gemeint, wenn ein Lehrer konsequent bei seiner Meinung bleibt, ist er mindestens zwei bis drei Mal in seinem Leben modern.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, Kurier online am 24. Juli 2016

Misstrauen ist angesagt:

„Ich bin immer dann misstrauisch, wenn mit einer Reform bestimmte Heilsversprechen verbunden sind, aber nicht wissenschaftlich belegt ist, dass die Maßnahme auch die Qualität des Unterrichts verbessert.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Der Spiegel online am 29. Oktober 2016

„Nicht genügend“ für viele Reformen der letzten Jahre:

„Theories of educational change must be judged not by their ideological or philosophical underpinnings, but by their outcomes and effects on students.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Hargreaves u. a., „The global fourth way“ (2011), S. 5

„Zeichen von Unbildung“:

„Es ist ein Zeichen von Unbildung zu glauben, dass die Gegenwart der Vergangenheit in allen Belangen überlegen ist. Dieser Punkt muss deshalb besonders betont werden, da die historischen Kenntnisse auch bei Meinungsführern und den wirtschaftlichen Eliten in einem atemberaubenden Ausmaß verschwinden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 161

Konzentration auf die SchülerInnen statt Blick nach oben:

„Eine Art Moratorium bei der Bildungsreform hätte zumindest den einen Effekt, dass das Personal einmal zehn Jahre lang unter denselben Bedingungen unterrichten könnte und sich auf sie einstellen könnte.“
Jürgen Kaube, „Tele-Akademie“, 3sat vom 25. September 2016

Was im „Autonomiepaket“ enthalten ist:

„Die ersatzlose Streichung der Klassenschülerhöchstzahl bzw. aller Eröffnungs- und Teilungszahlen lässt angesichts knapper Ressourcen größere Klassen und Gruppen und damit erhebliche pädagogische Qualitätseinbußen befürchten.“
Aus der am 18. November 2016 einstimmig beschlossenen Resolution der ARGE LehrerInnen

Durchschnittliche Anzahl von SchülerInnen in Klassen der Sekundarstufe I (Stand 2014):

Großbritannien: 19,1
Finnland: 19,7
Südtirol: 19,7
Österreich: 21,0
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Figure D2.1.; für Südtirol:
Südtirols Landesinstitut für Statistik (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-2015“ (2015), S. 39

Bildung braucht und verdient Ressourcen:

„Education providers must have adequate resources to keep the size of teaching groups sufficiently small.“
Finnlands Unterrichtsministerium, „Tomorrow's comprehensive school“ (2015), S. 3

Investitionen in das Schulwesen als Anteil am BIP (Stand 2013):

Großbritannien: 4,8 %
Finnland: 3,9 %
Österreich: 3,2 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Figure B2.2.

Positive Auswirkungen kleinerer Klassen erwiesen:

„Class size reductions have been associated with positive students’ outcomes other than achievement, such as effort, self-control, confidence and emotional stability in primary schoolers.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 168

Klarer Zusammenhang:

„Larger classes are associated with a higher proportion of students with behavioural problems, which, in turn, is associated with less time spent on teaching and learning activities.“
OECD (Hrsg.), Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), S. 418

Und morgen, Frau Unterrichtsministerin?

„Heute können Schulen durch die Schulautonomie viel mehr eigenständig bestimmen als früher.“
BMB (Hrsg.), „Wissenswertes für Elternvertreter und Elternvertreterinnen“ (2016), S. 3

Schulpartner lassen sich nicht täuschen:

„Die gewählten Eltern-, Schüler- und Lehrervertreter haben selbstverständlich erkannt, dass der aktuelle Entwurf mit Autonomie oder einer Stärkung der Schulpartnerschaft ganz und gar nichts zu tun hat.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Kleine Zeitung online am 24. Oktober 2016

Klare Ansage:

„Die Schulpartner auf Bundesebene empfinden diese Entmündigung der Schulpartnerschaft als völlig inakzeptabel und werden sie mit erheblichen Mitteln bekämpfen.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an
mittleren und höheren Schulen, Die Presse online am 18. Oktober 2016

Demokratischer Widerstand ist angesagt:

„Pro Gymnasium wird in Kooperation mit den Ländern, Schülern, Eltern und Lehrern alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um dieses Spar- und Entmündigungspaket zu verhindern!“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“,
www.progymnasium.at am 19. November 2016

Leistung und Anstrengung rehabilitieren!

„Bildung ist nicht ohne Leistung und Anstrengung zu erreichen. Um den Anforderungen des zukünftigen Lebens gerecht werden zu können, braucht man Zielstrebigkeit, Übung und Ausdauer.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst,
beschlossen am 11. Oktober 2016

Leistungsbereitschaft vermitteln:

„Wir müssen unseren Schülern wieder beibringen, dass es sich lohnt, sich anzustrengen, und dass es ohne Anstrengung einfach mal nicht geht.“
Josef Kraus, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, dradio.de, 24. April 2013

„Gängig, aber eigentlich Blödsinn“:

„Der Satz ‚Das Kind da abholen, wo es steht‘ ist gängig, aber eigentlich Blödsinn. Das Kind steht. Warum soll es sich nicht auf mich und die Welt zubewegen? Daran sieht man doch schon: Pädagogik als Busunternehmen. Ich fahre dich zum Ziel und erspare dir jede Anstrengung.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW), „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 15

Leistungsprinzip fördert Aufstieg:

„In order to achieve excellence, it is not enough to simply 'keep order'; the school administration and teachers as well as the students and their parents must press for academic success. A school with a positive atmosphere supportive of high achievement and a rigorous academic program can even overcome socioeconomic disadvantages.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics,
and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 113f

Auf den „demand to learn“ kommt es an:

„There are many hypotheses as to why American schools are less efficient than those of many other countries. One hypothesis is that American school children express a lower ‘demand to learn’ than do school children in countries with high efficiency in their school systems.“
Dr. Stephen Heyneman, „The International Efficiency of American Education:
the bad and the not-so-bad news“ in „Current Issues in Comparative Education“ (2013), 16(1), S. 76

„Überflieger“ aus Asien:

„Asiatische Schüler in den USA haben vor allem deshalb bessere Noten, weil sie ehrgeiziger sind. Harte Arbeit macht sich bezahlt: In den USA gelten viele Menschen asiatischer Abstammung als ‚high-achiever‘, also als erfolgreiche, ehrgeizige und fleißige Überflieger.“
Wirtschaftswoche online am 6. Mai 2014

Die prägende Wirkung des Elternhauses:

„The attitudes and beliefs East Asian parents instil in their children make an important contribution to their high levels of academic achievement.“
Dr. John Jerrim, „Why do East Asian children perform so well in PISA?“ (2014), S. 20

Ergebnis einer aktuellen Umfrage in Deutschland:

„Grundsätzlich halten fast drei Viertel der Befragten das Leistungsprinzip für unverzichtbar – eine klare Absage an Schulmodelle ohne Schulnoten und Sitzenbleiben.“
Die Welt online am 2. Mai 2014

Anstrengung soll sich lohnen:

„Zu den wichtigen Grundsätzen einer modernen und pluralen Gesellschaft gehört auch das Leistungsprinzip. Belohnt werden soll derjenige, der sich anstrengt.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, Die Zeit online am 9. April 2014

Klare Worte:

„Lernen und Wissenserwerb sind ohne Entsagungen unmöglich. Zum Lernen gehört auch Druck!“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD,
Festreferat beim 57. Internationalen Bodenseetreffen, Friedrichshafen am 9. Oktober 2016

Konzentration auf den Unterricht:

„Je mehr die Lehrer durch Umstrukturierungen und gewagte Experimente wie das jahrgangsübergreifende Lernen von ihrer Arbeit abgelenkt sind, desto weniger lernen die Schüler.“
Tagesspiegel online am 30. Oktober 2016

„Reformen“:

„Though they speak of ‘reform’, what they really mean is deregulation and privatization. When they speak of ‘accountability’, what they really mean is a rigid reliance on standardized testing as both the means and the end of education.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement
and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 34

Vorbild für Österreich?

„In England, Frankreich und in den USA geben Eltern ihre Kinder auf eine Privatschule, wenn sie sich dafür pro Kind (auch für ein weniger begabtes Kind) jährlich zwanzig - bis dreißigtausend Euro leisten können.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Südkorea:

„Private expenditure for primary and lower secondary education in Korea accounts for 21.5 % of the total investment, one of the highest proportions among OECD countries.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 190

In Österreich macht dieser privat finanzierte Anteil 4,5 % aus. (Quelle: OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2013“ (2013), S. 206)

Japan:

„In Japan, access to higher education is often very expensive and selective, forcing the family to consciously elaborate complex educational strategies and to undertake significant investment to support them.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers, „Quality and Inequality of Education:
Cross-National Perspectives“ (2010), S. 248

Im Gesamtschulstaat Schweden sprießen die Privatschulen:

„In 2008/09, 14 % of the compulsory schools and 44 % of the upper secondary schools in Sweden were independent schools.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education – Sweden“ (2011), S. 27

Kahlschlag für die Demokratie:

„The charter movement has become a vehicle for privatizations of large swaths of public education, ending democratic control of the public schools and transferring them to private management.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement
and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 179

Arizona, US-Pionierstaat privatisierter Schulen („charter schools“):

„On average, charter schools in Arizona do no better, and sometimes worse, than the traditional public schools.“
Dr. Matthew M. Chingos u. a., „Mixed Results for Arizona’s Charter Schools“,
www.brookings.edu am 6. November 2014

„Global Educational Reform Movement“ (GERM):

„It is like an epidemic that spreads and infects education systems through a virus. It travels with pundits, media and politicians. Education systems borrow policies from others and get infected. As a consequence, schools get ill, teachers don’t feel well, and kids learn less.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, The Washington Post online am 29. Juni 2012

Schulen sind keine Verkaufsläden:

„Nein, der ‚freie Markt‘ kann uns den Weg zu einem besseren Bildungssystem nicht ebnen.“
Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar (2014), S. 203

Kontinuität statt Reformitis:

„Schulsysteme sind dann erfolgreich, wenn die Verantwortlichen ambitionierte Ziele formulieren, den Unterricht in den Mittelpunkt stellen und überflüssige Reformen vermeiden. Das sind neben anderen Faktoren allgemeine Qualitätsmerkmale, die in Bayern und Sachsen besonders ausgeprägt sind.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Der Spiegel online am 29. Oktober 2016

Für Demokratie und Qualität:

„Die vorgesehene Streichung von Mitbestimmungsrechten widerspricht unserem demokratischen Selbstverständnis und der gelebten Vereinbarungskultur an unseren Schulen. Auf Kontrollrechte durch schulpartnerschaftliche Gremien kann daher auch im Sinne der Qualitätssicherung nicht verzichtet werden.“
Aus der einstimmig beschlossenen Resolution der Bundesleitung der APS-Gewerkschaft, 24. Oktober 2016

Schwindelpaket:

„Statt die Schulpartnerschaft endlich auch auf Landes- und Bundesebene gesetzlich zu verankern, will das ‚Autonomiepaket‘ den schulpartnerschaftlichen Gremien ihre Entscheidungskompetenz rauben. Sämtliche Eröffnungs- und Teilungszahlen können bisher vom Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) der jeweiligen Schule autonom geändert werden. In Zukunft soll darüber die externe Schulclusterleitung entscheiden.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Kleine Zeitung online am 24. Oktober 2016

„Chaos im Schulalltag“:

„Es klingt zwar gut, wenn man alle Eröffnungs- und Teilungszahlen freigibt und flexibilisiert, aber in Wirklichkeit schafft man damit Chaos im Schulalltag. Wie soll Individualisierung stattfinden, wenn man dann aus Sparzwang wieder Klassen vollstopfen muss?“
Mag. Dr. Karl Digruber, Vorsitzender der AHS Gewerkschaft Tirol,
Tiroler Tageszeitung online am 20. Oktober 2016

Personelle Autonomie und ihre Folgen in der Schulwirklichkeit:

„On average it is the small municipalities that face greater challenges in recruiting qualified school staff and providing adequate support for school quality development.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education – Norway“ (2011), S. 19

Hintergrund zu Schwedens PISA-Platzierung unter den schwächsten OECD-Staaten:

„In Sweden, 90 % of students are in schools where selecting teachers for hire is the sole responsibility of the school.“
OECD (Hrsg.), „Resources, Policies and Practices in Sweden’s Schooling System“ (2014), S. 11

Von Schwedens Desaster lernen:

„Es ist zu betonen, dass die ‚Autonomisierung‘ per se keine Verbesserung verspricht, und dass eine Änderung in dieser Hinsicht im Prinzip große Herausforderungen an alle beteiligten AkteurInnen mit sich bringt. Autonomisierung kann auch gravierend scheitern, wenn sie ohne die nötigen Voraussetzungen zu rasch durchgesetzt wird, wie das Beispiel Schweden deutlich zeigt.“
Dr. Lorenz Lassnigg, „Politics – Policy – Practice.
Eckpunkte einer sinnvollen Weiterentwicklung des Schulwesens“ (2015), S. 74

Wo außen „Autonomie“ draufsteht, ist Zentralismus drinnen:

„Auf der einen Seite legt man Autonomie als Kernpunkt dieser Reform fest, andererseits führt man damit aber Zentralismus ein.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, Kleine Zeitung online am 14. November 2016

Schwindel:

„Autonomie wird als Zauberwort beworben, ist in dem Fall aber lediglich eine Worthülse.“
Mag. Johann Heuras, Landesschulratspräsident Niederösterreichs,
Niederösterreichische Nachrichten online am 15. November 2016
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Aktuelle Zitate

 

 

 

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017