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Medien-Zitate Dezember 2016

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)


Österreichs Jugend privilegiert:

„Österreich weist im europäischen Vergleich (EU-28-Länder) in allen hier untersuchten Indikatoren, welche in direktem Zusammenhang zur Situation der Jugendbeschäftigung zu sehen sind und vor allem Jugendarbeitslosigkeit und erreichte Bildungsabschlüsse betreffen, vergleichsweise günstige Werte (bezogen auf den Durchschnitt der EU-28-Länder) auf.“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick 2016“ (2016), S. 2

Inseln der Exzellenz:

„Ein Bildungssystem ist umso besser, je geringer die Jugendarbeitslosigkeit ist. Deutschland, Österreich und die Schweiz, Länder mit niedrigen Akademikerquoten, weisen hier im internationalen Vergleich exzellente Zahlen auf.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 81

Massen langzeitarbeitsloser Jugendliche:

„Countries with very high long-term youth-unemployment rates include Greece, Italy, Croatia and Slovakia.“
Bertelsmann (Hrg.), „Long-term Unemployment in the EU: Trends and Policies“ (2016), S. 18

Südtirol:

„Immer mehr junge Italiener verlassen ihr Land. Der Grund: ungewisse Zukunftsperspektiven und Arbeitslosigkeit. 2014 haben 90.000 Personen ihre Heimat verlassen und auch Südtirol ist von diesem Phänomen betroffen.“
Südtirolnews online am 11. Jänner 2016

Schweden, Österreichs Vorbild vergangener Jahrzehnte:

„In Sweden there are stronger persistent barriers to young people wishing to access the labour market. Almost a quarter of young people in Sweden do not receive proper qualifications, and those that do, are qualified for sectors with little demand for labour.“
Eurofound (Hrsg.), „Social inclusion of young people“ (2015), S. 84

Frankreichs Jugend in der Falle:

„France has a structurally high level of youth unemployment that has deteriorated further since the economic crisis.“
Eurofound (Hrsg.), „Social inclusion of young people“ (2015), S. 84

Duale Bildung:

„Insbesondere das System der dualen Lehrlingsausbildung (in Betrieb und Berufsschule) verschafft Österreich eine gute Position im internationalen Vergleich. Dieses erfolgreiche System ist allerdings mit einem (vor allem demographisch bedingten) starken Rückgang an Lehrlingen (und folglich auch Lehrbetrieben) konfrontiert.“
ibw (Hrsg.), „research brief“ vom Juni 2016, S. 2

Handwerk hat goldenen Boden:

„Es braucht nicht weniger, sondern mehr Wertschätzung für die Lehre und das Handwerk – und zwar nicht nur in Sonntagsreden der Politik. Dass heute Handwerk mehr denn je goldenen Boden hat, zeigen nicht nur, aber auch die Klagen der Wirtschaft über einen eklatanten Facharbeitermangel.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“ (www.progymnasium.at), Presseaussendung vom 20. April 2016

Deutschlands Bildungsministerin weiß um den Wert des vielfältigen Bildungssystems:

„Der Erfolg unseres Bildungssystems resultiert auch daraus, dass den jungen Menschen mit Hochschulausbildung und beruflicher Bildung zwei gleichwertige Alternativen zur Verfügung stehen. Beide bieten optimale Möglichkeiten für die berufliche Zukunft.“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, Südtirolnews am 27. November 2016

„Förderung einer positiven Elternschaft“:

„Kindern geht es am besten, wenn ihre Eltern u.a. Qualitätszeit mit ihnen verbringen und die Kinder warmherzig und unterstützend begleiten. Ich wünsche mir für Österreich eine starke Politik zur Förderung einer positiven Elternschaft.“
Mag. Bernhard Baier, Präsident des österreichischen Familienbundes,
„Familie“ (Zeitschrift des Österreichischen Familienbundes) vom Dezember 2016, S. 5

Eltern als Vorbilder:

„Eltern, die gern lesen und dies ihren Kindern vermitteln wollen, fördern eine positive Einstellung zum Lesen. Die frühe Beschäftigung mit Büchern in der Familie legt die Grundlagen dafür, dass Kinder in der Schule lesen lernen.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 113

„A critical springboard“:

„A child’s early experience of learning and development, especially during their first five years of life, is a critical springboard to their future success in education, work and life.“
Ofsted (Hrsg.), „Unseen children“ (2013), S. 37

Bedauernswerte „Alphakinder“:

„Leider haben wir in der heutigen Zeit eine Epidemie von Alphakindern: Sie wirken stark und unabhängig und sind dabei verzweifelt. Sie bräuchten das Gefühl, umsorgt und geliebt zu sein.“
Prof. Dr. Gordon Neufeld, Entwicklungspsychologe, Die Welt online am 11. Oktober 2016

„The interest of the parents”:

„It appears that the engagement young people value the most is the interest of their parents – parents asking about school days and offering guidance, as opposed to attending parents evenings and responding to school correspondence – and, as the literature suggests, it is this type of engagement that can have a greater effect on achievement.“
Sarah Miller u. a., „Texting Parents“ (2016), S. 8

Die OECD hat die Bedeutung der Familie schon längst erkannt:

„Parents in Canada are generally supportive of their children’s education and can be seen as an asset to the schools.“
OECD (Hrsg.), „Strong Performers and Successful Reformers in Education – Lessons from PISA fort he United States“ (2011), S. 68

Die erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Both cognitive and socio-emotional skills develop in early childhood, and their development depends on the family environment.“
Univ.-Prof. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
bostonreview.net am 1. September 2012

Startvorteil der ersten Lebensjahre:

„Mütter mit höherer Bildung verbringen mehr Zeit mit ihren Kindern mit Lesen, Basteln oder Malen.“
Univ.-Prof. Dr. Axel Schölmerich u. a., „Wohlergehen von Kindern“ (2013), S. 130

Elternhaus stärken:

„Parents need to be supported in their engagement with school education, be strongly encouraged to get involved and responsible for their children's school attendance and education.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Reducing early school leaving“ (2013), S. 15

„Parental involvement”:

„Research shows that parental involvement is a key factor in improving children’s educational performance and that high-quality parental involvement may help reduce performance differences across socio-economic groups.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Austria“ (2016), S. 138

Bildungspolitik im Einklang mit der Bildungswissenschaft:

„Regelmäßiges Vorlesen und Selberlesen ist von unschätzbarem Wert für die individuelle Entwicklung von Kindern, denn Lesekompetenz ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Bildungsbiographie.“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, www.bildungsklick.de am 28. Oktober 2016

Was Österreichs Politik nicht zu sagen wagt:

„There is a clear and independent relationship between parents who value reading and children who perform well in reading.“
Dr. Francesca Borgonovi u.a., „Parental Involvement in Selected PISA Countries and Economies“ (2012), S. 18

Vorbildwirkung:

„Reading at home benefits children because it shows them that reading is something that their parents value.“
OECD (Hrsg.), „Education Today 2013“ (2013), S. 85

Vorlesen:

„The most consistent finding in the literature on time use is that reading to children is positively associated with children’s verbal skills.“
Dr. Meredith Phillips, „Parenting, Time Use, and Disparities in Academic Outcomes“ (2011), S. 7

Finnlands Asset:

„Finnen lesen gern – auch Kinder. Das müssen sie auch. Denn ausländische Filme werden nicht synchronisiert, sondern mit Untertiteln gezeigt.“
Die Presse online am 10. Juni 2016

Lesen lässt soziale Schranken überwinden:

„Menschen, die gern lesen, lesen häufiger und verbessern damit ihre Lesekompetenz, was wiederum dazu führt, dass sie noch mehr Vergnügen am Lesen haben. Diese sich selbst verstärkende Spirale der Lesekompetenz könnte als mächtiges Werkzeug für die soziale Inklusion eingesetzt werden.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 130

Kanada:

„Comparative PISA data on the leisure reading habits of Canadian students suggest that Canadian students are more likely than any other children in the world to read daily for pleasure.“
OECD (Hrsg.), „Strong Performers and Successful Reformers in Education –
Lessons from PISA fort he United States“ (2011), S. 68

Lesen als Aufstiegshilfe:

„Es ist nicht verboten, kostenlos in der Bücherei ein Buch auszuleihen.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD,
Festreferat beim 57. Internationalen Bodenseetreffen, Friedrichshafen am 9. Oktober 2016

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft:

„Bildung und Erziehung sind nicht voneinander zu trennen. Eltern erziehen ihre Kinder nicht nur, sie tragen auch zu ihrer Bildung bei. Und Schule bildet nicht nur, sie erzieht ihre Schüler auch.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 7

Das sozioökonomisch bedingte Handicap:

„Noch immer liest nach Angaben der Stiftung Lesen rund ein Drittel aller Eltern ihren Kindern nicht regelmäßig vor. Das betrifft vor allem bildungsferne Familien. Gerade dort ist der Wunsch der Kinder nach Vorlese-Zeit besonders groß – und das Fehlen nehmen viele Kinder als Defizit wahr.“
news4teachers.de am 14. Oktober 2016

Bringt PISA 2015 ein sensationelles Umdenken der OECD?

„In PISA bedeutet Bildungsgerechtigkeit, dass allen Schülerinnen und Schülern, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrem familiären Hintergrund oder ihrem sozioökonomischen Status, qualitativ hochwertige Bildungschancen geboten werden. Nach dieser Definition bedeutet Bildungsgerechtigkeit weder, dass alle die gleichen Ergebnisse erzielen sollten, noch dass bei allen Schülerinnen und Schülern die gleichen Standardlehr- und -lernmethoden zum Einsatz kommen sollten.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 219

Klare Position der Gewerkschaft öffentlicher Dienst:

„Zur besseren Förderung von Kindern und Jugendlichen mit ganz besonderen Bedürfnissen müssen trotz aller inklusiver Bestrebungen unsere sonderpädagogischen Spezialeinrichtungen und Unterstützungssysteme nicht nur erhalten, sondern auch fachspezifisch weiter ausgebaut werden.“
Aus dem Leitantrag zum 17. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, beschlossen am 11. Oktober 2016

„Par ordre du mufti“:

„Möglicherweise haben viele Lehrer konkrete Erfahrungen gemacht und wissen, dass die Idee der Inklusion in der Schulwirklichkeit sehr schwer umzusetzen ist. Wir sehen hier ein klassisches Muster von Bildungsreform: Die Inklusion wurde par ordre du mufti deklariert, ohne die Lehrer mitzunehmen.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, Zeit online am 29. September 2016

Betroffenheit der Eltern:

„Ein Unterricht, der allen gerecht wird, ist nicht möglich – ein Grund, warum Eltern von Sonderschulkindern sich für den Erhalt der Sonderschulen aussprechen.“
Mag. Ute Brühl, Kurier online am 1. Juli 2016

Verzweifelte Hilferufe:

„Ich habe stapelweise Mails von Eltern und Lehrern erhalten, die mir schreiben, ich solle mich dafür einsetzen, dass die Sonderschulen erhalten bleiben. […] Wir tun manchen Kindern nichts Gutes, wenn sie eine Regelschule besuchen müssen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 5. Oktober 2016

„Inklusion“:

„Hier wird das behinderte Kind unter verzerrender Berufung auf eine UNO-Konvention instrumentalisiert für den Ladenhüter der Einheitsschule.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Schülerorientierung statt dogmatischer Verengung:

„There are two main pathways in special education in the Finnish comprehensive school. The first path sees the student included in a regular class and provided with part-time special education in small groups. […] The second pathway is to provide permanent special education in a special group or class in the student’s own school or, in some cases, in a separate institution.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „A Model Lesson – Finland Shows Us What Equal Opportunity Looks Like“
in „American Educator“ (Frühjahr 2012), S. 24

Finnland:

„Ungefähr 20 Prozent aller Schüler erhalten im Lauf eines Schuljahrs die Unterstützung in Form von ‚part-time special education‘ mit Hilfe von stundenweiser Förderung durch sonderpädagogische Fachkräfte in der allgemeinen Schule und 8 Prozent aller Schüler erhalten ihren Unterricht in ‚full-time special education‘, also in Spezialklassen innerhalb der allgemeinen Schule.“
Univ.-Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, Institut für Sonder- und Rehablitätspädagogik an der Universität Oldenburg, „Gymnasium und Inklusion – Möglichkeiten und Grenzen“ (Fachtagung des Deutschen Philologenverbandes), 6. Februar 2012 in Kassel

Verzweifelte Lehrkräfte:

„Ich hospitiere viel im Unterricht, auch an Inklusionsschulen. Dabei bin ich auf Lehrer getroffen, die Tränen in den Augen hatten, weil sie mit diesen vielen Heterogenitäten in einem Klassenraum nicht fertig werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Westfalen-Blatt online am 19. Dezember 2012

Fataler Fehler der reformierten Lehrerausbildung:

„Ich bin davon überzeugt, dass wir auch künftig Sonderschullehrer brauchen. Ich halte es daher für einen Fehler, kein eigenständiges Lehramt mehr für Sonderpädagogen anzubieten.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs,
„Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 10

Wie wahr:

„Die verschiedenen an PISA teilnehmenden Länder und Volkswirtschaften verfolgen eine sehr unterschiedliche Zuwanderungspolitik, was dazu beiträgt, dass die Schüler mit Migrationshintergrund und deren Familien in den einzelnen Ländern sehr unterschiedliche Merkmale aufweisen.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 264

Die Folgen jahrzehntelanger Migrationspolitik:

„In recent decades, the aggregate performance of ethnic minority pupils has overtaken white British pupils.“
The Sutton Trust (Hrsg.), „Class differences: Ethnicity and disadvantage“ (2016), S. 1

Die Folgen einer hochselektiven Migrationspolitik:

„In Australia and Canada, the children of immigrants perform better than the children of native-born parents in reading tests, while there are no significant differences in the other Anglo-Saxon countries.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Dustmann u. a., „Educational achievement of second-generation immigrants:
an international comparison“ in „Economic Policy“ vom Jänner 2012, S. 164

Kanada:

„Because the majority of immigrants are selected on the basis of their ability to contribute economically, many immigrant children have highly-educated parents.“
OECD (Hrsg.), „Strong Performers and Successful Reformers in Education –
Lessons from PISA fort he United States“ (2011), S. 71

Schweiz:

„The mean HISEI (Anm.: HISEI = Highest International Socio-Economic Index of Occupational Status) among the children of Turkish immigrants is lower than the mean HISEI for the children of native-born parents in all countries. The gap is largest in Austria, which is the country where Turkish immigrants have the lowest HISEI, and smallest in Switzerland, which is the country where the average HISEI of Turkish children is highest.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Dustmann u. a., „Educational achievement of second-generation immigrants:
an international comparison“ in „Economic Policy“ vom Jänner 2012, S. 170f

Österreichs besondere Herausforderung:

„Insgesamt sprachen in Österreich im Schuljahr 2014/15 rund 22 Prozent der Schüler im privaten Umfeld nicht Deutsch, in Wien waren es 48 Prozent.“
Die Presse online am 28. April 2016

Integrationsaufgabe wächst rasant:

„Von den aktuell rund 100.000 Pflichtschülern in Wien haben knapp mehr als 60.000 Schüler eine andere Erstsprache als Deutsch.“
Der Standard online am 3. Oktober 2016

Leistungsrückstand 15-jähriger Zugewanderter auf 15-Jährige ohne Migrationshintergrund in der naturwissenschaftlichen Kompetenz
(OECD-Staaten mit einem Migrantenanteil unter den 15-Jährigen von über 20 %; Stand 2015):


Österreich:
Schweiz:
OECD-Durchschnitt:
USA:
Luxemburg:
Australien:
Neuseeland:
Kanada:
PISA-Punkte
82
60
53
50
39
7
2
0
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), Tabelle I.7.4a

Etwa 40 PISA-Punkte entsprechen dem Lernfortschritt eines Lernjahres.

Schon beim Schuleintritt verloren:

„Auch ein mehrjähriger Kindergartenbesuch stellt nicht für alle Kinder sicher, dass bis zum Schuleintritt ein Niveau in der deutschen Sprache erreicht wird, das eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht ermöglicht.“
BIFIE (Hrsg.), „Begleitende Evaluation des Projekts „Frühe sprachliche Förderung im Kindergarten“ (2011), S. 102

„Kaum Chancen auf einen Job“:

„Wir haben ein massives Problem mit Kindern mit Migrationshintergrund. Unser Schulsystem führt diese Kinder als außerordentliche Schüler. Das bedeutet, dass sie nicht benotet werden. Das führt dazu, dass jemand zwei, drei Jahre in der Schule absitzt, niemals benotet wird und dann seine Schullaufbahn beendet, ohne lesen, schreiben und rechnen zu können, ja nicht einmal ordentlich Deutsch kann.“
BM Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse online am 29. November 2016

Leistung erfordert Anstrengung:

„Wenn wir bessere schulische Leistungen erzielen wollen, müssen wir von den Schülern auch mehr Leistung fordern – so einfach ist das.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg,
Vorarlberg online am 9. Dezember 2016

„Emphasize academic success”.

„Students with the highest achievement typically attended schools that emphasize academic success, as indicated by rigorous curricular goals, effective teachers, students that desire to do well, and parental support.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics,
and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 113

Anstrengung verpönt:

„Wieso ist es nahezu verpönt, dass wir erwarten, dass sich unsere Schüler anstrengen?“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs,
„Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 5

„68er-Missgunst-Vokabel“:

„Da ist im Zusammenhang mit Schule immer noch und in übler Weise die Rede von ‚Leistungsstress‘, ‚Leistungsdruck‘, ‚Leistungsterror‘. Wer Leistung und Anstrengung aber zu Missgunst-Vokabeln macht, versündigt sich an der Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Schule von morgen: Darf Selbstverständliches wieder gelten?“, Referat bei der B-SGA-Veranstaltung „Was macht Schule gut?“ in Wien am 21. November 2013

Die Freude nach einer Anstrengung:

„Ich finde es schrecklich, wenn man sagt, Schule muss den Kindern Spaß machen. Lernen muss nicht Spaß machen. Fernsehen oder Spielen machen Spaß. Erfolg kann Freude machen, die Freude nach einer Anstrengung, sich an etwas bewährt zu haben, ist durch kein Spaßmedium zu ersetzen. Wir betrügen die Kinder um diese Erfahrung, wenn die Schule auf herausfordernde Leistungsansprüche verzichtet.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW), „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 15

Fast-food-Bildung:

„So wie die Nahrung auch für Erwachsene einem Brei gleichen muss, so muss sich alles andere ohne Widerstand erwerben und einverleiben lassen: Gesundheit, Glück, gutes Gewissen, Schönheit und natürlich auch Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 114

Der Leistungsgedanke von Australiens ImmigrantInnen:

„Second-generation East Asian immigrants outperform their native Australian peers in mathematics by more than 100 PISA test points – the equivalent of two and a half years of schooling. Moreover, the magnitude of this achievement gap has increased substantially over the last ten years.“
Dr. John Jerrim, „Why do East Asian children perform so well in PISA?“ (2014), S. 1

Leistungsprinzip dient allen SchülerInnen:

„Die Abkehr vom Leistungsprinzip in der Schule schadet letztlich allen Schülern, weil sie nicht mehr wissen, was die von ihnen erbrachten Leistungen und Abschlüsse wirklich wert sind. Sie werden es spätestens merken, wenn sie im Hörsaal einer Universität sitzen und an den universitären Leistungsanforderungen scheitern.“
Rainer Werner, guteschuleblog.wordpress.com am 17. November 2016

Bundesweite Schulstudie in Deutschland:

„Von den Befragten stimmten immerhin 73 Prozent der Aussage zu, dass das Leistungsprinzip unverzichtbar für eine erfolgreiche Schulbildung ist. Dazu passt auch, dass die meisten Befragten – immerhin 81 Prozent - eine Leistungsbeurteilung durch Noten befürworten und bei schlechten Noten auch ein Sitzenbleiben beibehalten wollen (76 Prozent).“
www.wissen.de am 3. Juni 2014

Linke Bildungspolitik „völlig am Holzweg“:

„Wenn es nicht bald gelingt, Schulen zu Bildungseinrichtungen zu machen, die sich an den Kriterien Anstrengung, Leistung und Disziplin orientieren, dann ‚Gute Nacht‘ für Österreichs Kinder! Schulen sind primär Bildungs- und nicht Sozialeinrichtungen.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Bildungssprecher der FPÖ, Presseaussendung vom 6. Dezember 2016

Gleiches Recht für alle!

„Begabte Kinder haben genauso wie alle anderen Kinder auch das gesetzliche Recht auf Förderung.“
MMag. Dr. Claudia Resch, Geschäftsführerin des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und
Begabungsforschung (ÖZBF), „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom November 2016, S. 17

Gerechtigkeit leben:

„Um Bildungsgerechtigkeit herzustellen, muss auch das besonders begabte und potenziell hochleistende Kind stärker Berücksichtigung finden.“
Dr. Ingmar Ahl, Geschäftsführer der Karg-Stiftung für Hochbegabtenförderung,
Die Augsburger Zeitung online am 22. Oktober 2016

Diskriminierung beenden:

„Förderkurse sollen […] nicht nur zum Ausbügeln von Schwächen eingesetzt werden, sondern als unverbindliche Übung auch für Begabte zur Verfügung stehen.“
Harald Zierfuß, Österreichs Bundesschulsprecher, Die Presse online am 26. September 2016

Englands BIFIE hat das Problem erkannt:

„National data show that too many of the most able students are still being let down and are failing to reach their full potential.“
Ofsted (Hrsg.), „The most able students“ (2015), S. 7

Niederlande:

„The Dutch government has launched a general policy emphasising excellence in education. This includes a focus on providing better support to gifted and talented students and stimulating schools to aim for higher levels of achievement.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education: Netherlands“ (2014), S. 194

Österreichs Politik ins Stammbuch geschrieben:

„Im bestehenden System – mit 25 Schülern pro Klasse – sehe ich große Schwierigkeiten. Die erste Grenze, bei der eine Lehrkraft an Effektivität verliert, ist bei 7 bis 8 Schülern.“
Univ.-Prof. Dr. Albert Ziegler, Begabungsforscher, Salzburger Nachrichten online am 13. November 2013

Auch den besonders Begabten gerecht werden!

„In der Bildungspolitik ist immer wieder von der Umsetzung der Chancengerechtigkeit für alle die Rede. Deshalb muss es auch ein Ziel sein, die besonders Begabten uneingeschränkt zu fördern.“
Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, Bayerns Kultusminister a. D., in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.),
„Talente finden – Begabungen fördern – Eliten bilden“ (2014), S. 12

„Die Zukunft unserer Gesellschaft“:

„Eine breite Begabtenförderung ist die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Georg Eisenreich, Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium, Presseaussendung vom 5. Mai 2014

Könnten wir bitte die Minister tauschen?

„Begabtenförderung ist die gerechteste Form der Umsetzung von Bildungsgerechtigkeit, weil ich die Prägewirkung der sozialen Herkunft zurückdrängen kann.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, Bayerischer Rundfunk online am 13. September 2016

Ich bitte meine bayerischen Freunde um Verständnis und Verzeihung.

Österreichs Schulpolitik schädigt Österreichs Zukunft:

„Begabungen nicht zu fördern schädigt langfristig den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Österreich.“
MMag. Dr. Claudia Resch, Geschäftsführerin des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und
Begabungsforschung (ÖZBF), „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom November 2016, S. 17

Kanadas Weg:

„Kanada sucht sich seine Migranten gezielt nach Qualifikation und Sprachkenntnissen aus.“
Univ.-Prof. Dr. Hartmut Esser, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 24. Oktober 2016

Migrationspolitik:

„North America receives disproportionately high-skilled migrants, whereas Europe's immigrants are disproportionately low-skilled.“
Univ.-Prof. Dr. Jeffrey Grogger u. a., „Income maximization and the selection and sorting of international migrants“
in „Journal of Development Economics“ 95 (2011), S. 48

Australiens Migrationspolitik:

„In Australia, children from most origin groups have higher test scores than the children of Australians, and no groups display test score gaps.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Dustmann u. a., „Educational achievement of second-generation immigrants:
an international comparison“ in „Economic Policy“ vom Jänner 2012, S. 167

Längst bekannt:

„In England sind Migranten im Durchschnitt sogar besser ausgebildet als Einheimische, was vor allem an der Komposition der Migrantenpopulation liegt.“
Dr. Jens Ruhose, „Bildungsleistungen von Migranten und deren Determinanten“, Teil II, in ifo-Schnelldienst 10/2013 (Mai 2013), S. 27

Auch der OECD bewusst:

„In the Czech Republic, Portugal, Estonia, Australia, Hungary, New Zealand and Ireland, there are no overall differences in socio-economic background between immigrant students and those without.“
OECD (Hrsg.), „Untapped Skills – Realising the Potential of Immigrant Students“ (2012), S. 41

Staaten, die AkademikerInnen anziehen:

„Canada, Ireland, Israel, Luxembourg and the United Kingdom, are the five OECD countries with the highest share of tertiary graduates among immigrants.“
OECD (Hrsg.), „Settling In - OECD Indicators of Immigrant Integration 2012“ (2012), S. 22

In Österreich ist der Anteil hingegen OECD-weit am viertkleinsten.

‚Nation-building‘ program:

„Canada has viewed its immigration system as a ‚nation-building‘ program, whereby immigrants are selected by the federal government and supported in the settlement and integration process, with their permanent status acting as a protection of their labour and human rights.“
Erika Gates-Gasse, „‚Two Step‘-Immigration“ (2010)

Das „Geheimnis“ klassischer Einwanderungsländer:

„Immigrant students tend to perform at high levels in countries with very selective immigration policies.“
OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 30

England:

„Chinese pupils usually perform better than White British pupils and this is probably mainly because of their extremely positive attitudes to education and intense effort in home work.“
Univ.-Prof. Dr. Cheti Nicoletti u. a., „Productivity of school expenditure:
Differences across pupils from diverse backgrounds“ (2012), S. 18f

In Österreich sind mehr als drei Viertel des Leistungsrückstands 15-Jähriger mit Migrationshintergrund auf deren Sprachdefizite und sozioökonomischen Background zurückzuführen:

„In Österreich bleiben vom absoluten Leistungsunterschied von 70 Punkten nur mehr 16 Punkte übrig, wenn der sozioökonomische Hintergrund und die Lesekompetenz von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund statistisch konstant gehalten werden.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2015. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2016), S. 95

Frühe Prägung:

„Negative experiences in a child’s life often manifest themselves later as difficulties with learning, emotional development and management of anxieties.“
UNICEF (Hrsg.), „A fair chance for every child“ (2016), S. 50

Durch Erwachsene geführt werden:

„Kindern, die in Familien aufwachsen, in denen es keine oder nur ungenügende Führung durch Erwachsene gibt, geht es nicht gut, und sie können sich nicht richtig entwickeln.“
Dr. Jesper Juul, Familienberater und Familientherapeut, Familienberater und Familientherapeut,
www.news4teachers.de am 8. Februar 2016

Elternverantwortung:

„Eine Migrantin mit Volksschulabschluss kann ihr Kind sprachlich mehr fördern als eine hoch gebildete Mutter, die beim Spaziergang mit dem Buggy nur auf ihr Smartphone starrt.“
Univ.-Prof. Dr. Britta Hufeisen, www.news4teachers.de am 30. September 2016

Vorbildwirkung:

„Leseaktivitäten der Eltern im häuslichen Umfeld sind entscheidend für die Entwicklung der Lesekompetenz von Kindern, vor allem, wenn sie noch nicht zur Schule gehen.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 113

„The quality of parenting“:

„The proper measure of child adversity is the quality of parenting – not the traditional measures of family income or parental education, although they are correlated with the quality of parenting. It is important not to confuse correlation with causation.“
Univ.-Prof. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
bostonreview.net am 1. September 2012

„Strong links“:

„Parenting quality is not randomly distributed across the population. There are strong links between parenting quality and income, race, education, and family type.“
Dr. Richard Reeves u. a., „The Parenting Gap“ (2013), S. 6

„Parenting style“ Faktor Nr. 1:

„This factor emerges in recent research as the single largest domain explaining the poorer cognitive performance of low income children relative to middle income children, accounting for 19 % of the gap in mathematics, 21 % of the gap in literacy and 33 % of the gap in language.“
Univ.-Prof. Dr. Chris Pascal u.a., „The impact of early education
as a strategy in countering socio-economic disadvantage“ (2013), S. 19

„Wohl und geborgen fühlen“:

„Damit sich ein Kind in den ersten Lebensjahren gut entwickeln kann, muss es sich ausreichend wohl und geborgen fühlen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 115

Das restliche Drittel:

„Zwei Drittel der Eltern erziehen bodenständig und vernünftig. Aber vom restlichen Drittel kümmert sich die eine Hälfte um nichts - was gesellschaftlich für große Schwierigkeiten sorgt - und die andere Hälfte um alles.“
Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands, Krone online am 30. Jänner 2016

Was Österreichs Politik meist übersieht:

„All research shows that families are extraordinarily important for student achievement. This is widely recognized, and underscores the fact that existing achievement gaps – by income and by race – cannot be looked upon as a simple reflection of differences in school or teacher quality.“
Univ.-Prof. Dr. Eric Hanushek, „School human capital and teacher salary policies“.
In: „Journal of Professional Capital and Community“, 2016, Vol. 1, S. 24

Bildungswissenschaftliche Evidenz längst eindeutig:

„Die Idee, dass man durch eine Einheitsschule mehr soziale Gerechtigkeit oder Bildungsgerechtigkeit schaffen könnte, ist längst eindeutig widerlegt worden. Helmut Fend hat mit Bedauern festgestellt, dass es keine Unterschiede zwischen einem gegliederten und einem Einheitsschulsystem bezüglich der sozialen Gerechtigkeit gibt.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.),
„Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 33

„Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit“:

„In meinem Land, in Deutschland, hat man ja genug Erfahrung mit der Reform-Ruine Gesamtschule: Gesamtschule in Deutschland hat Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit hinter sich. Konkret: Deutsche Gesamtschule hat seit den 70/80er Jahren in allen einschlägigen Studien schlecht abgeschnitten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Sture Ideologie auf Kosten der Betroffenen:

„Dass die Ergebnisse egalitärer, auf Heterogenität setzender Lernkonzepte schlechter ausfallen als die in homogenen Lerngruppen, ficht sozialdemokratische Schulpolitiker nicht an. Sie nehmen schlechtere Schulergebnisse unserer Kinder in Kauf, wenn nur die ideologische Vorgabe des ‚gemeinsamen Lernens‘ eingehalten wird.“
guteschuleblog.wordpress.com am 26. Oktober 2016

Wie wahr:

„Niemand käme auf die Idee, Fußballer der Kreisliga gemeinsam mit Champions-League-Spielern in dieselbe Trainingsgruppe zu stecken.“
Abg. Karin Prien, Bildungssprecherin der CDU Hamburg, Hamburger Abendblatt online am 4. April 2016

Zusammenspiel von Freiheit und Gleichheit;

„Gerechtigkeit lässt sich nur im komplementären Zusammenspiel von Freiheit und Gleichheit verwirklichen; die bleibende Grundspannung zwischen beiden Prinzipien kann nicht einfach aufgelöst werden.“
Dr. Axel Bernd Kunze, Vortrag vor der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit
am 30. April 2016 an der Hochschule Düsseldorf

Bayern weiß um die Stärke seines Schulwesens:

„Das differenzierte Schulwesen bietet Bildungswege, die unterschiedlichen Begabungen und Interessen gerecht werden.“
Herbert Püls, Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus,
in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 18

Forderungen von Pro Gymnasium:

„Keine weiteren Gesamtschulversuche in Österreich, sondern Konzentration auf das Wesentliche: Dabei geht es v.a. um die Frühförderung, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, ein verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, mehr Unterstützung für die Schulen durch Psychologen, Sozialarbeiter, etc. und einen qualitativen Ausbau des ganztägigen Angebots und eine Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts.“
HR Mag. Dr. Thomas Plankensteiner, Landesschulinspektor der AHS Tirol,
www.progymnasium.at am 19. September 2016

Fairness statt Gleichheit:

„In einem fairen Bildungssystem erbringen nicht alle Schüler gleich gute Leistungen und erwerben langfristig gleich hohe Kompetenzen, sondern jedes Kind kann sein individuelles Entwicklungspotenzial möglichst gut ausschöpfen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 155

Wo bleibt der Erfolg der Gesamtschulstaaten?

„Ich kann nicht erkennen, dass das britische oder schwedische Bildungssystem besser ist, wenn es eine doppelte (GB) und dreifache (Schweden) Jugendarbeitslosigkeit hervorbringt.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom September 2016, S. 22

Die britische Premierministerin Theresa May zieht die Konsequenzen:

„In one of the biggest reforms to education policy since the introduction of the national curriculum, May in September announced a new generation of selective schools, reversing Tony Blair’s 1998 ban on grammars.“
The Guardian online am 19. Oktober 2016

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand November 2016):



Deutschland:
Niederlande:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden:
Finnland:
Frankreich: 
Italien:

 
6,8 %
10,5 %
11,1 %
13,0 %
18,2 %
18,3 %
20,1 %
23,9 %
37,1 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
10
16

16
16
15
14
www.sozialministerium.at, Abfrage vom 1. Dezember 2016

Vielfalt und Durchlässigkeit:

„Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrig und unser System hat eine ausgezeichnete Durchlässigkeit, das zu fast jedem Zeitpunkt einen Schulwechsel möglich macht und immer einen vernünftigen Abschluss ermöglicht.“
HR Mag. Dr. Thomas Plankensteiner, Landesschulinspektor der AHS Tirol,
www.progymnasium.at am 19. September 2016

Lehrabschluss immer begehrter:

„Das Arbeitslosigkeitsrisiko von Personen ohne Ausbildung liegt im Jahresdurchschnitt 2015 bei 26,6 %, bei Personen mit einem Lehrabschluss jedoch nur bei 7,8 %. […] LehrabsolventInnen sind am Arbeitsmarkt sehr gefragt.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ vom November 2016, S. 1

Extremrisikofaktor Schulabbruch:

„Fast die Hälfte der Arbeitslosen habe nur einen Pflichtschulabschluss.“
Dr. Beate Sprenger, Pressesprecherin des AMS, Wiener Zeitung online am 1. September 2016

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne einen über den Pflichtschulabschluss hinausgehenden Schulabschluss beendet haben („Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger"; Stand 2015):

Schweden:
Österreich:
Niederlande:
Finnland:
Frankreich:
Deutschland:
Großbritannien:
EU-Mittelwert:
Italien:
7,0 %
7,3 %
8,2 %
9,2 %
9,2 %
10,1 %
10,8 %
11,0 %
14,7 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 1. Dezember 2016
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Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

-------------------------------
Initiative
"Pro Gymnasium"

----------------------------------
bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017