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Medien-Zitate Februar 2017
 
(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Italien:

„Italy has a weak school-to-work transition as there is a big gap between young graduates’ competencies and labour market needs. According to the Commission, only 54.6 % of those aged 15-34 who graduated from tertiary education within three years or fewer were employed in 2015, against the EU average of 79.7 %.“
Claire Dhéret u. a., „Towards a Europeanisation of Youth Employment Policies“ (2016), S. 43

Großbritannien:

„The unemployment rate of individuals aged 25-29 holding university degrees at bachelor, master or doctoral level (ISCED levels 5-8) in 2008q2 stood at 2.5 times the Eurozone average (15.4% versus 6.1%). Five years later it had gone up to 3.0 times as high (37.4% versus 12.6%).“
Univ.-Prof. Dr. Paul Gregg, „Youth unemployment in the UK“ in Univ.-Prof. Dr. Juan Dolado (Hrsg.),
„No Country for Young People?“ (2015), S. 83

„Frivol“:

„Es sei geradezu ‚frivol, wenn mit großem zeitlichen und finanziellen Aufwand Leute in Bereichen ausgebildet werden, für die es keine adäquaten Jobs gibt‘.“
Dr. Meinhard Miegel, Vorstandsvorsitzender von „Denkwerk Zukunft – Stiftung kulturelle Erneuerung“,
„thema vorarlberg“ vom 1. Oktober 2015

Südtirol:

„Es braucht eine Kehrtwende zu der negativen Entwicklung bei den Lehrlingszahlen – nur so kann man den Jugendlichen von morgen wieder Perspektiven und einen Ansporn bieten.“
Martin Haller, Südtirols Vizepräsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister,
Südtirolnews am 27. November 2016

Vielfalt der Bildungswege Basis für Erfolg:

„Unsere im Ausland viel gelobte duale Berufsausbildung ist ein wesentlicher Faktor für die Stärke des Wirtschaftsstandorts Deutschland.“
Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände,
Wirtschaftswoche online am 4. April 2016

Bertelsmann(!) weit weg vom „Matura für alle“-Denken:

„There is evidence that a well-established VET system can contribute to lower levels of youth unemployment and a more equitable distribution of skills in the labour market by boosting the relative position of those in the lower half of the skills distribution.“
Bertelsmann-Stiftung (Hrsg.), „Social Policy in the EU – Reform Barometer 2016“ (2017), S. 68

Englands SchülerInnen mit Migrationshintergrund übertreffen die einheimischen:

„White British FSM (Free School Meals) boys achieve the lowest grades at GCSE of any main ethnic group, with just 24 % achieving 5 A*-C grades at GCSE, inc. English and maths. […] White British FSM girls are also the lowest performing main female ethnic group, with 32% achieving the same measure.“
The Sutton Trust (Hrsg.), „Class differences: Ethnicity and disadvantage“ (2016), S. 1

Länder, in die Hochgebildete ziehen:

„More than half of the immigrants in Canada are highly educated. The United Kingdom and Israel are other countries with immigrants of which over 40% are tertiary educated.“
Cansin Arslan u.a., „A New Profile of Migrants in the Aftermath of the Recent Economic Crisis“ (2014), S. 15

Anteil der vor dem 15. Geburtstag zugewanderten 15- bis 34-Jährigen, die aus einem „higher income country“ kamen (Stand 2013):

Großbritannien:
Deutschland:
Österreich:
60 %
41 %
21 %
OECD (Hrsg.), „Indicators of Immigrant Integration 2015 - Settling In“ (2015), S. 237

Mehr als drei Viertel des Leistungsrückstands von 15-Jährigen mit Migrationshintergrund auf Sprachdefizite und sozioökonomischen Background zurückzuführen:

„In Österreich bleiben vom absoluten Leistungsunterschied von 70 Punkten nur mehr 16 Punkte übrig, wenn der sozioökonomische Hintergrund und die Lesekompetenz von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund statistisch konstant gehalten werden.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2015. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2016), S. 95

Integration beginnt im Elternhaus:

„Das Problem sind die Eltern, wenn sie zu Hause mit dem Kind in ihrer Muttersprache sprechen.“
Hans Niessl, Landeshauptmann Burgenlands, Die Presse online am 19. Jänner 2016

Womit Österreichs LehrerInnen alleine gelassen werden:

„Insgesamt sprechen Österreichs Schüler mehr als 80 Umgangssprachen.“
Oberösterreichische Nachrichten online am 17. Februar 2016

Wie wahr!

„Internationally comparative analyses should more fully consider differences in national migration policies when assessing the success of migrant integration.“
Dr. Maria Alejandra Cattaneo u. a., „Migration Policy can boost PISA Results“ (2012), Abstract

Staaten, in denen Zuwanderer ein höheres sozioökonomisches Niveau aufweisen als die Bevölkerung des Staates, in den sie einwandern:

1. Neuseeland
2. Kanada
3. Großbritannien
4. Australien
Univ.-Prof. Dr. Manfred Prenzel u. a., „PISA 2012 - Fortschritte und Herausforderungen in Deutschland“ (2013), S. 285

MigrantInnen höchst unterschiedlichen Bildungsniveaus:

„In countries where foreign-born parents are well educated, the children of immigrants tend to do well (sometimes better than their native peers). In countries where children of native-born parents outperform the children of immigrants, this is mainly due to the more disadvantaged family background of immigrant children.“
Dr. Jo Blanden u. a., „Reducing Inequality in Education and Skills: Implications for Economic Growth“ (2015), S. 23

Höchste Zeit für informierte PolitikerInnen und eine faktenbasierte Politik!

„Ohne Zweifel stellt die Integration der Flüchtlinge für unsere Gesellschaft eine große Herausforderung dar. Sie wird nur mit großen Anstrengungen gelingen – und nur dann, wenn die Politik von realistischen Prämissen über die qualifikatorischen Ausgangsbedingungen ausgeht.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, Die Presse online am 18. Jänner 2016

Schule kann nur einen Beitrag zum Bildungserfolg leisten:

„The importance of out-of-school factors, including students' socio-economic background and the educational level of parents or the language spoken at home cannot be overstated.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Structural Indicators on Achievement in Basic Skills in Europe - 2016“ (2017), S. 6

Wie wahr:

„Bildung beginnt bereits bei der Geburt. Das Entwickeln einer starken emotionalen Bindung und das Bilden von Urvertrauen werden heute als Basis eines erfolgreichen Bildungsweges angesehen. Die Entwicklung einer stabilen und konstanten Beziehung der Kinder zu ihren Eltern erfolgt vor allem in den ersten drei Jahren. Sie ist ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Lernfähigkeit der Kinder geht.“
„Familie“ (Zeitschrift des Österreichischen Familienbundes), Jänner 2017, S. 2

Der Nährboden für literacy:

„Reading to children from birth promotes emergent literacy skills like understanding that print carries a message and that in alphabetic languages letters encode speech and, above all, that reading for enjoyment is a pleasurable activity.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Reading Literacy in EU Countries: Evidences from PIRLS“ (2013), S. 60

Auf die ersten drei Lebensjahre kommt es an:

„Only very early interventions (before age 3) improve IQ in a lasting way, consistent with the evidence that early childhood is a critical period for cognitive development.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman, „Fostering and measuring skills: Interventions that improve character and cognition“ (2013), S. 35

Eltern als „Steigbügelhalter ihrer Kinder“:

„Das Erwachen ist bitter, wenn die Kinder als Jugendliche oder spätestens junge Erwachsene in einer beinharten Steigerungs- und Leistungsgesellschaft, die unter der Oberfläche der flockigen Spaßgesellschaft wartet, schlecht vorbereitet aufschlagen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 16. Mai 2016

„The most difference“:

„Young people aged 14 to 15 whose parents more frequently provided emotional support, physical care, educational support and supervisory monitoring tended to have higher levels of subjective well-being. Of these factors, the availability of emotional support seemed to make the most difference for this age group.“
The Children’s Society (Hrsg.), „The Good Childhood Report 2014“ (2014), S. 12

„International noch immer gescheitert“:

„Die Bestrebung, Chancengleichheit für alle Kinder durch strukturelle Verordnungen herzustellen, sei langfristig auch international noch immer gescheitert.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Tiroler Tageszeitung online am 27. Mai 2016

In ALLEN Ländern!

„In allen Ländern erweisen sich geringes Familieneinkommen und niedriger Bildungsabschluss der Eltern als Hauptursachen für schlechte Schülerleistungen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Rauch u. a., „Auswirkungen von Schulrankings auf Unterricht, Schulorganisation und Bildungssystem“ (November 2016), S. 21

Schule ist keine Deponie für außerschulische Probleme:

„To look to the educational system itself to provide a solution to the problem of inequality of opportunity is to impose an undue burden on it. Rather, a whole range of economic and social policies is needed.“
Univ.-Prof. Dr. John Goldthorpe, The Guardian online am 12. März 2016

„Unsoziologisch“:

„Die Vorstellung, die Schule könne das alles kompensieren, was in ihrer Umwelt stattfindet und was in der Erziehung zuvor stattfand, ist einfach unsoziologisch. Das ist das schlimmste Wort, das ich für ein Argument habe.“
Jürgen Kaube, „Tele-Akademie“, 3sat vom 25. September 2016

Allianz-Studie 2017:

„Am meisten gestresst sind die Lehrer (45 Prozent), gefolgt von der Handelsbranche (43 Prozent) und dem Transportwesen (42 Prozent).“
Die Presse online am 22. Februar 2017

Die 3 größten Belastungsfaktoren für LehrerInnen:

1. Klassenstärke
2. Verhalten schwieriger Schüler
3. Stundenzahl
Univ.-Prof. Dr. Joachim Bauer u. a., „Correlation between burnout syndrome and psychological and psychosomatic symptoms among teachers“ in „Int Arch Occup Environ Health“ (2006) 79, S. 199-204; zitiert nach: Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 14f

Quellen des Burnout:

„Als Fehlbelastungsquellen der Lehrertätigkeit wurden Zeitdruck, Arbeitszeit, häufige Unterbrechungen bei der Arbeit, zu große Klassen und Verhaltensauffälligkeiten der Schüler sowie die Lärmbelastung im Unterricht, aber auch das Verhalten der Eltern, mangelnde Autonomie und die verschiedenen Erwartungen von Schülern, Eltern und Ministerien an die Lehrperson identifiziert.“
Dr. Reingard Seibt u. a., „Verausgabungs-Belohnungs-Verhältnis und Burnout-Risiko bei Lehrerinnen und Ärztinnen“
in „Arbeitsmed.Sozialmed.Umweltmed.“ 47, 7, 2012, S. 397

Österreichs Schulpolitik zum Nachdenken:

„Hohe Motivation führt nicht selten geradewegs in den Burn-out: Gerade besonders idealistische Menschen stürzen sich in großen Engagement in ihre Aufgaben und überschreiten dabei ihre eigenen Grenzen. Erhalten sie dann keine Anerkennung, beginnt der schleichende Abstieg.“
gesundheitswelt.allianz.de am 23. Februar 2017

Hoher Stress:

„Fehlende Pausen, erhöhter Konflikt- und Lärmpegel, Multitasking, häufiges Controlling durch die Schulbehörde, überlange Arbeitsbeanspruchung u. v. m. bedeuten hohen Stress.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 121

Wie wahr:

„Gesunde und motivierte Lehrer sind für den Erfolg unserer Bildungssystems entscheidend und eine zentrale Voraussetzung für die Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen an unseren Schulen.“
Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann Salzburgs, Kronen Zeitung online am 23. November 2016

Ins Burnout reformiert:

„Die Bildungsbehörden ziehen pausenlos neue Reformen und Projekte durch, die erarbeitet und umgesetzt werden müssen. Statt dass die Schule endlich einmal etwas zur Ruhe kommt und die Lehrpersonen sich mit den drängendsten inhaltlichen Themen beschäftigen (Klassenführung, Integration von Kindern, Zusammenarbeit mit Fachkräften in der Schule, Elternkontakte), stehen die nächsten Projekte an.“
Prof. Dr. Jürg Frick, Neue Zürcher Zeitung vom 5. Oktober 2016

Die 5 EU-Staaten, in denen die meisten LehrerInnen teilzeitbeschäftigt sind (Stand 2015):

Niederlande:
Belgien:
Deutschland:
Estland:
Österreich:
Zum Vergleich:
OECD-Mittelwert:
Finnland:
60,0 %
33,0 %
32,1 %
30,2 %
28,0 %

20,5 %
8,7 %
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), Table II.6.9

Overworked and underappreciated:

„Most teachers are overworked, and many feel underappreciated.“
Dr. Ray Wolpow u. a., „The Heart of Learning and Teaching: Compassion, Resiliency, and Academic Success“ (2011), S. 46

Menschen mit dem höchsten Burnout-Risiko:

„Sie stecken sehr viel Energie und Zeit in ihre Arbeit, sind hoch motiviert und zeigen enormen Eifer. […] Wer sich abrackert und das Gefühl hat, weder entsprechende Anerkennung noch ein angemessenes Gehalt zu bekommen, fühlt sich ungerecht behandelt und ist enttäuscht.“
Allianz Private Krankenversicherung (Hrsg.), „Burn-out“, S. 7

Differenzierung mit 10 wirkt:

„Deutsche Länder mit einer längeren gemeinsamen Schulzeit wie Berlin und Brandenburg mit einer sechsjährigen Grundschule gehören zu den innerdeutschen PISA-Verlierern.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Extremes Scheitern der Gesamtschule in Deutschland:

„Der innerdeutsche Vergleich der Schulformen wurde nach einigen PISA-Durchgängen zurückgefahren, hatte doch – unpassend zur politischen Agenda der OECD – die Gesamtschule trotz einer personellen, sächlichen Ausstattung, kleinerer Klassen und umfangreicheren Unterrichts viel schlechter als das Gymnasium, deutlich schlechter als die Realschule und kaum besser als die Hauptschule (Anm.: Deutschlands Hauptschule entspricht in vielen Bundesländern eher einer Sonderschule als Österreichs Hauptschule) abgeschnitten.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Bender, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 24

Die britische Premierministerin will staatliches Einheitsschulwesen beenden:

„For too long we have tolerated a system that contains an arbitrary rule preventing selective schools from being established – sacrificing children’s potential because of dogma and ideology. The truth is that we already have selection in our school system – and its selection by house price, selection by wealth. That is simply unfair.“
Theresa May, Premierministerin Großbritanniens, Ansprache vom 9. September 2016

Die pädagogische Einheitsjacke:

„Wenn man das Schulsystem nicht nach den Individuen ausrichtet, ist es ‚… so, als würde man das ganze Jahr die gleiche Kleidung tragen. Im Winter wird man schrecklich frieren, und im Sommer wird es zu heiß sein.‘, um es mit Martin Ingvars Worten zu sagen.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 285

Unbelehrbar?

„Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) will als nächstes Großprojekt die geplanten Modellregionen bei der Gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen angehen.“
Salzburger Nachrichten online am 22. Februar 2017

„Eine sehr, sehr gute Schule“:

„Das Gymnasium ist sehr begehrt, viele wollen es besuchen – nicht ohne Grund, weil es eine sehr, sehr gute Schule ist, die eine ganz wichtige, fundierte Allgemeinbildung vermittelt.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle, Wissenschaftsminister a. D., Videobotschaft an die niederösterreichische Abschlussveranstaltung zum „Tag des Gymnasiums 2014“ am 18. November 2014

Schulpolitik auf Kosten der Zukunft:

„Die AHS schneidet nachweislich bei Bildungsstudien immer am besten ab und ist zudem der kostengünstigste Schultyp.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Bildungssprecher der FPÖ, Presseaussendung vom 1. Februar 2017

Gleichwertigkeit statt Gleichheit:

„Wenn es um Gleichwertigkeit geht, dann ist einzig entscheidend, wie ich zu einem erfüllten Leben komme, wie ich soziale und kulturelle Teilhabe erfahre, ganz gleich, ob ich Akademiker bin oder nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 58

Für alle Seiten das Beste:

„Langfristig ist es für alle Seiten das Beste, wenn das Kind eine Schulkarriere einschlägt, die seinen Fähigkeiten entspricht und die auf seine Stärken baut.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 120

Zukunftsorientierte Politik endlich beginnen!

„Anstatt bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Gesamtschule zu preisen und auf ganz Wien ausdehnen zu wollen, wäre Rot-Grün gut beraten, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und die Reformen im Wiener Bildungssystem endlich anzugehen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 11. November 2016

Von Österreichs Politik jahrzehntelang verdrängt oder sogar geleugnet:

„Jugendliche mit Migrationshintergrund haben ein höheres Risiko nur die Pflichtschule abzuschließen sowie die Schule früh abzubrechen und sind damit stärker gefährdet unfreiwillig in die NEET (Not in Education, Employment or Training) Kategorie zu fallen.“
think.difference (Hrsg.), „Jugendliche in der offenen Jugendarbeit“ (2016), S. 60

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe II beendet haben (Stand 2015):

im Land geboren:
aus einem EU-Staat zugewandert:
außerhalb der EU geboren:
5,5 %
12,0 %
24,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 21. Februar 2017

Das Einwanderungsland, das auf Integration vergessen hat:

„Wir haben massenweise Gastarbeiter nach Österreich geholt. […] Man hat sie durchaus freudig aufgenommen, aber man hat nicht wirklich darüber nachgedacht, ob sie dableiben werden, ob sie Kinder in Österreich bekommen, ob sie die Sprache lernen sollen oder ohnehin bald wieder zurückgehen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, BundeslehrerInnen-Tag 2016 der ÖPU/FCG, Linz am 3. März 2016

Gescheitert:

„Gerade Schwedens vielgelobte liberale Politik in Sachen Migration und in Sachen Bildung führte dazu, dass die Einwanderer sich nicht so gut integrierten, und ist im Wesentlichen gescheitert.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Bender, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 22

Warnende Beispiele:

„Schweden ist nicht nur immer mehr im Niveau gesunken, die Migrantenkinder in Schweden zeigen für 2012 wie die in Finnland niedrigere Leistungen und eine größere Leistungsdifferenz zu den Einheimischen als in Deutschland.“
Univ.-Prof. Dr. Hartmut Esser, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 24. Oktober 2016

Crucial:

„Learning the language of the destination country is crucial for third country nationals to succeed their integration process. Language integration programmes should be provided at the earliest stage possible after arrival, adapted to each person's linguistic competences needs and combining language learning with learning of other skills and competences or work experiences.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Action Plan on the integration of third country nationals“, Brüssel am 7. Juni 2016

Wie wahr:

„Wir werden nicht umhinkönnen, zu einer Integrationskultur zu gelangen, wie sie die einstigen USA ausgezeichnet hat: Wir müssen die Zuwanderer für uns gewinnen wollen – und sie müssen das dringende Bedürfnis haben, zu uns zu gehören. Gegenwärtig sind wir davon weit entfernt.“
Peter Michael Lingens, Profil online am 2. April 2016

Keine Gegenkulturen entstehen lassen:

„Wer zu uns kommt, muss sich integrieren wollen. Die Leute kommen, weil unser Land Attraktivität ausstrahlt. Daher müssen unsere Lebensart und unsere Werte akzeptiert und angenommen werden. Wir können nicht zulassen, dass Gegenkulturen entstehen.“
Mag. Thomas Stelzer, stv. Landeshauptmann Oberösterreichs, Oberösterreichische Nachrichten online am 6. August 2016

Integration über Leistung:

„Integration funktioniert sicher nicht mit rechter Hetze oder mit linken Träumereien, sondern nur mit Leistung.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister in ÖIF (Hrsg.), „5 Jahre Zusammen:Österreich“ (November 2016), S. 3

Endlich scheint Einsicht einzukehren:

„Es ist unsere Herausforderung und unsere Pflicht vom ersten Tag Sprache zu vermitteln, wenn wir uns verstehen, dann kann keine Parallelgesellschaft entstehen.“
Mag. Jürgen Czernohorszky, Bildungsstadtrat Wiens, ORF Wien online am 2. Februar 2017

Lehrerberuf zusehends härter:

„Die Situation an den Schulen ist für Lehrer in den vergangenen Jahren härter geworden. Die Kinder sind deutlich schwieriger geworden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 10. Jänner 2017

Orientierungslosigkeit der Jugendlichen

„Dass die Zahl der verhaltensauffälligen Schüler steigt, bestätigt Andreas Girzikovsky, Leiter der Schulpsychologie am Landesschulrat (Anm.: HR MMag Andreas Girzikovsky, Leiter der Schulpsychologie am LSR Oberösterreich). Grund sei unter anderem eine zunehmende Orientierungslosigkeit der Jugendlichen: ‚Sie wissen oft nicht mehr, welches Verhalten angemessen ist.‘“
Oberösterreichische Nachrichten online am 10. Jänner 2017

Spiegelbild der Gesellschaft:

„Angesichts der vielschichtigen Präsenz von Gewalt in der Gesellschaft ist nicht zu erwarten, dass Schule eine Zone des gewaltfreien Umgangs miteinander sein kann. Kinder und Jugendliche probieren Macht aus, suchen die Grenzen der Gewalt und verhalten sich dabei wie ihre Vorbilder zu Hause.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 23

Die 10 OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen disziplinlose SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen (Stand 2015)

1. Kanada
2. Niederlande
3. Portugal
4. Slowenien
5. Finnland
6. USA
7. Frankreich
8. Mexiko
9. Österreich
10. Türkei
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), Figure II.3.9

Was den PISA-Erfolg der Ostasiaten begründet:

„The magnitude concerning the effects of disciplinary climate strongly indicates that disciplinary climate is a universally powerful factor for the academic success in the six top-performing East Asian countries (regions).“
Univ.-Prof. Dr. Xin Ma u. a., „Exploring Reasons fort he East Asian Success in PISA“ in Heinz-Dieter Meyer u. a.,
„PISA, Power und Policy“ (2013), S. 239

Biggest reason:

„A survey by the General Teaching Council issued in July 2008 concluded that bad behaviour was the biggest reason why teachers quit their profession.“
Univ.-Prof. Dr. Frank Furedi, „Wasted: Why Education Isn't Educating“ (2009), S. 66

It makes sense:

„It makes sense that for a school to be effective, it needs a safe and orderly environment, and that schools with considerable disciplinary problems are not conducive to higher student achievement.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics,
and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 113

Österreichs Schulpolitik ins Stammbuch geschrieben:

„By making it easier for teachers to limit disruptive behavior, smaller class sizes may facilitate the development of attentiveness and self-control.“
Univ.-Prof. Dr. Thomas S. Dee u. a., „The Non-Cognitive Returns to Class Size“
in „Educational Evaluation and Policy Analysis“, März 2011, S. 25

Klare Position des bayerischen Kultusministers:

„Psychische und physische Gewalt gegen Lehrkräfte wie auch gegen Schülerinnen und Schüler an der Schule – sei es durch wen auch immer – ist nicht zu dulden.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, CSU, Bayernkurier online am 15. November 2016

„Wir müssen deutlich Flagge zeigen“:

„‚Wir debattieren darüber, dass das Land die Rechtskosten übernimmt, wenn Lehrer angegriffen werden.‘ Es habe sie erschüttert, wie wenige Lehrer solche Übergriffe überhaupt den Schulleitungen und Schulbehörden melden.“
Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, SPD, www.news4teachers.de am 21. November 2016

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe II
beendet haben („Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger"; Stand 2016):

Österreich:
Niederlande:
Finnland:
Frankreich:
Deutschland:
EU-Mittelwert:
Großbritannien:
Italien:
Spanien:
7,0 %
8,2 %
8,8 %
8,9 %
10,3 %
10,8 %
11,2 %
14,1 %
19,4 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 19. Februar 2017

Würden die Abgeordneten dies doch öffentlich sagen!

„Bei den frühzeitigen SchulabbrecherInnen übertrifft Österreich mit 7,3% derzeit deutlich das EU-Ziel von 10%.“
Parlamentskorrespondenz vom 10. Februar 2017

Die 7,3 % statt der korrekten 7,0 % seien der Politik verziehen!

Gesamtschulland Spanien:

„In Spain, a quarter of students leave school early, a third repeats a grade, and almost a quarter completes school as much as 2 years later than the rest of their Spanish peers.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Spain 2015“ (2015), S. 18

Doppeltes Dropout-Risiko:

„Across the EU, early school leaving rates amongst the foreign-born population are more than twice as high as the early school leaving rates for the native-born population, hinting at worrysome socioeconomic discrepancies between the two groups.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Europe 2020 Target – Early Leavers from Education and Training“ (2015), S. 3

Die traurige Konsequenz des jahrzehntelangen migrations- und integrationspolitischen Versagens:

„The largest differences in early leaving between the native population and people born elsewhere are observed in southern Europe (Italy, Spain and Greece) and Austria, with gaps of more than 18 percentage points.“
Eurostat (Hrsg.), „Sustainable development in the European Union“ (2016), S. 44

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe II
beendet haben („Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger"; Stand 2015):



Österreich:
EU-Mittelwert:
 im Land geboren

  5,5 %
10,3 %
aus einem EU-Staat
zugewandert
12,0 %
17,1 %
außerhalb der EU
geboren
24,5 %
19,9 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 19. Februar 2017

Wie wahr!

„The strong predictive power of literacy proficiency on employment underlines the importance to immigrants of learning the host-country language.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 23

Die Chance der frühen Intervention:

„Early childhood education is particularly beneficial for students with an immigrant background. Among 15-year-old immigrant students who arrived in their OECD host country before the age of 6, the gap in performance between those who had attended pre-primary education and those who had not is equivalent to around two years of schooling.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), S. 322

Enorme Aufgabe:

„Es kann davon ausgegangen werden, dass selbst unter günstigen Voraussetzungen (strukturierte durchgängige Förderung) fünf bis sieben Jahre notwendig sind, um die Zweitsprache auf muttersprachenähnlichem Niveau zu beherrschen.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS & TIMSS 2011“ (2015), S. 68

Das von der OECD seit zwei Jahrzehnten propagierte Wettrennen um immer höhere Maturanten- und Akademikerquoten:

„Diese Quoten lassen sich nur durch ein gezieltes Notendumping erreichen. So erreicht man Quantität auf Kosten der Qualität.“

Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Die Welt online am 17. Dezember 2016

Immer mehr AkademikerInnen der USA sind Taxifahrer:

„In 1970, fewer than one percent of taxi drivers and two percent of firefighters had college degrees, while now more than 15 percent do in both jobs.“
Univ.-Prof. Dr. Richard Vedder u. a., „Why Are Recent College Graduates Underemployed?“ (2013), S. 1

Nicht „nur“ für das Individuum frustrierend:

„Having a higher education but a low-paid job is not only depressing for the individuals concerned but is also an economic waste for the society.“
Univ.-Prof. Dr. Günther Schmid, „Youth Unemployment in Korea:
From a German and Transitional Labour Market Point of View“ (2013), S. 14

Wie wahr:

„Die Politik sollte aufhören, nur auf die Abiturientenquote zu starren, und die Gesellschaft sich fragen, welche negativen Folgen die Austrocknung der dualen Berufsausbildung hat.“
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Wolf, Die Welt online am 5. September 2016

Österreich, Schweiz und Bayern:

„Wo man in Europa die niedrigsten Abiturienten-Quoten hat, hat man zugleich die besten Wirtschaftsdaten, nämlich in Österreich, in der Schweiz sowie in Bayern.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

„Virtually uneducated“:

„In Sweden and France, pupils are generally expected to go on to post-secondary or university education after obtaining their lyceum or gymnasium diploma. Young people who do not continue their education have no practical work experience and employers regard them as being virtually uneducated.“
Univ.-Prof. Dr. Maurice Crul u. a., „super diversity“ (2013), S. 45

US-„AkademikerInnen“:

„Über achtzig Prozent aller Studierenden in den USA studieren an Einrichtungen, an denen es keine Forschung gibt, an denen die Lehrenden nicht forschen. […] Wenn Sie das unter akademischer Bildung verstehen, nämlich ein Studium, in dem die Lehre auf eigenen Forschungserfahrungen beruht, dann haben wir in den USA eine Akademikerquote um die neun Prozent.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom September 2016, S. 19

Duale Bildung auch in den USA in der Startbox?

„Although some argue that the free U.S. labor market and the weak apprenticeship tradition pose insurmountable barriers to scaling-up apprenticeship, the dramatic increases in apprenticeship in Britain offer strong evidence that building a robust apprenticeship program in the United States is feasible.“
Univ.-Prof. Dr. Robert I. Lerman, „Expanding Apprenticeship Opportunities in the United States“ (2014), S. 8

Österreichs vielfältiges Schulwesen wird zum Modell:

„Natürlich hat Österreich die Kultur, Mozart, die Landschaft. Aber auch das duale System ist inzwischen weltweit ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.“
Dr. Michael Landertshammer, WKO-Abteilungsleiter für Bildungspolitik, Die Presse vom 10. Juni 2016

Inzwischen hat’s auch die OECD-Bildungsabteilung verstanden:

„The main message should be that VET is a valid choice giving good prospects to students in the labour market or allowing students to pursue further studies at the higher education level and not the remaining alternative for students with weaker academic results in lower secondary education.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Estonia“ (2016), S. 100

Selektion an der Grenze:

„Die klassischen Einwanderungsländer Kanada, Australien und Neuseeland, die uns immer als Vorbilder hingestellt werden, wählen sich ihre Einwanderer sehr genau aus. Infolgedessen erbringen in diesen Ländern die Immigranten bessere PISA-Leistungen als die Autochthonen.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Bender, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 22

Kanada:

„In Toronto, 53.1 % of immigrants who arrived since 2001 had a university certificate, diploma, or degree at a Bachelor’s level or higher, compared to 33.6 % of people born in Canada.“
Erika Gates-Gasse, „‚Two Step‘-Immigration“ (2010)

USA:

„While fully three-fourths (78 %) of Asian immigrants in the U.S. speak English either very well or pretty well, about half of Hispanic immigrants (48 %) are English proficient.“
Pew Research Center (Hrsg.), „Second-Generation Americans“ (2013), S. 47

Die selektive Migrationspolitik der USA und Kanadas:

„The US and Canada, where skill-related earning differences are relatively large, receive 51.4 % of the OECD's immigrants, but 65.5 % of its immigrants with tertiary schooling. Europe, where skill-related earning differences are relatively small, receives 38.4 % of the OECD's immigrants, but only 23.6 % of its tertiaryschooled immigrants.“
Univ.-Prof. Dr. Jeffrey Grogger u. a., „Income maximization and the selection and sorting of international migrants“
in „Journal of Development Economics“ 95 (2011), S. 42

Immer mehr OECD-Staaten betreiben eine selektive Migrationspolitik:

„Member countries have become increasingly selective in their labour immigration, targeting the highly skilled. The objective is to recruit those who are perceived to offer the most economic benefit to the country.“
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2013“ (2013), S. 43

Schweiz:

„Switzerland radically changed its migration policy in the mid-nineties from a “non-qualified only” policy to one that favors the immigration of highly qualified migrants.“
Dr. Maria Alejandra Cattaneo u. a., „Migration Policy can boost PISA Results“ (2012), Abstract

Anteil der 15- bis 64-jährigen ImmigrantInnen aus einem „high-income country“ (Stand 2013):

Schweiz:
Deutschland:
Österreich:
58,2 %
50,9 %
33,4 %
OECD (Hrsg.), „Indicators of Immigrant Integration 2015 - Settling In“ (2015), S. 68

Deutschland:

„Der Bildungserfolg der Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Integration in den Arbeitsmarkt variieren teilweise deutlich. So hatten 2015 etwa 88 Prozent der 25 bis 35 Jahre alten Menschen mit chinesischen Wurzeln Abitur, aber nur 16 Prozent derer mit türkischen Wurzeln.“
www.news4teachers.de am 7. Februar 2017

Japan:

„School leaders report that it is difficult to recruit and retain teachers to work in schools with children born abroad.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, „Equity, Excellence and Inclusiveness in Education“ (2014), S. 25

Öffentliche Ausgaben für das Schulwesen als Anteil aller öffentlichen Ausgaben (Stand 2013):

Schweiz:
Großbritannien:
Kanada:
OECD-Mittelwert:
Deutschland:
Österreich:
10,8 %
9,0 %
8,8 %
8,2 %
6,5 %
6,3 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Table B4.1.

Ein gerechtes Schulwesen:

„Es sei eine Frage der Chancengerechtigkeit, dabei nicht nur die leistungsschwachen, sondern auch die leistungsstarken Schüler in den Blick zu nehmen. Auch diese bedürften einer individuellen Förderung.“
Brunhild Kurth, Kultusministerin Sachsens, Focus online am 29. Jänner 2017

Langeweile:

„While there are many possible causes for boredom in school, lack of challenge is usually considered the main cause of boredom in gifted students.“
Univ.-Prof. Dr. Franzis Preckel u. a., „Ability grouping of gifted students: Effects on academic self-concept and boredom“
in „British Journal of Educational Psychology“ 80 (2010), 3, S. 455

Begeisterung geht verloren:

„Gifted children face additional challenges in schools that may undermine the development of passion. One issue for gifted youth is the lack of challenge in regular classrooms that can lead to boredom and underachievement among gifted youth.“
Dr. Jennifer Fredricks u. a., „Developing and Fostering Passion in Academic and Nonacademic Domains“
in „Gifted Child Quarterly“ (2010), 54(1), S. 21

Anteil der 10-Jährigen mit sehr guten Leistungen („Advanced Benchmark“) in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften:

intern. Mittelwert: 5,1 %
Österreich: 2,7 %
Dr. Heike Wendt u. a., „Subject specific strength and weaknesses of fourth grade students in Europe“ (2016), S. 15

Massiver Handlungsbedarf:

„Gerade Talentierte werden etwa nicht in ihren Stärken gefördert – hier hinkt Österreich anderen Ländern massiv hinterher.“
Harald Zierfuß, Österreichs Bundesschulsprecher, Die Furche vom 5. Jänner 2017

Die LeistungsträgerInnen von morgen:

„‚Elite‘ muss zu einem politischen Ziel werden, statt zu einem Schimpfwort zu verkommen. Denn wenn es nicht gelingt, eine Trendumkehr zu schaffen, also mehr Leistungsfähige und -willige zu behalten und anzulocken, wird es bald zu wenige Leistungsträger geben, die die Schwachen mittragen.“
Dr. Gudula Walterskirchen, Die Presse vom 29. Juni 2014

Unverständnis, Ablehnung oder Ignoranz:

„Wer von Kindheit an Wertschätzung und Belohnung für seine intellektuellen Leistungen erhält, wird es leichter finden, sich an das gesellschaftliche System anzupassen und dort ihren/seinen Platz zu finden. Wer jedoch mit hoher Intelligenz auf Unverständnis, Ablehnung oder Ignoranz stößt, wird den Erwartungen des Bildungssystems nicht gerecht werden und auch später Probleme haben, sich anzupassen.“
Univ.-Prof Dr Tatjana Schnell, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 41

Die Gefährdung besonders begabter Kinder.

„Diese Kinder haben häufig ohne Anstrengung Fähigkeiten zum Lesen, Schreiben oder Rechnen erworben, hingegen nicht gelernt, auch bei schwierigeren oder weniger spannenden Aufgaben durchzuhalten. […] Wer sich nie anstrengen musste, kann möglicherweise nicht damit umgehen, wenn etwas nicht sofort klappt, und scheitert dann in höheren Jahrgangsstufen.“
Dr. Petra Barchfeld, Begabungspsychologin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 
Süddeutsche Zeitung online am 29. Jänner 2017

Sensationelles Eingeständnis aus dem Gesamtschulland England:

„The most able students appear to do best when there are more of them in a school. In schools where there are few most able students, they perform considerably less well.“
Ofsted (Hrsg.), „The most able students“ (2015), S. 26

Bayern wird um sein Schulwesen beneidet:

„Ich komme aus einem Bildungssystem, wie es andere Länder gerne hätten. Wir haben in Deutschland ein extremes Leistungsgefälle zwischen Süd und Nord. Das liegt nicht an den Schülern und Lehrern, sondern an der Schulpolitik.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Augsburger Allgemeine vom 28. Jänner 2017

Bildung versus PISA:

„Mit ‚Bildung‘ im Vollsinn des Wortes haben ‚Bildungstests‘ wie Pisa jedenfalls nichts zu tun. Echte Bildung bedeutet mehr als nur eine Summe von Kompetenzen (unsere neue "kompetenzorientierte Matura" legt hier die Latte beklagenswert tief).“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Der Standard online am 22. Dezember 2016

Das Streben nach „verwertbarem Humankapital“:

„Die Bildungslandschaft ist aktuell bestimmt von Pisa und Bologna: Humane und pädagogische Werte werden durch ökonomische ersetzt. Es geht nicht mehr um letztlich unberechenbare individuelle Bildungsprozesse – sondern um in Einzelteilen berechnetes verwertbares Humankapital.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 14. Dezember 2016

Die Rahmenbedingungen werden übersehen:

„One of the problems with the current search for ‘best practices’ is that it often overlooks important features of the contexts in which these practices are embedded.
Univ.-Prof. Dr. David Kamens, Globalization and the Emergence of an Audit Culture: PISA and the search for ‘best practices’ and magic bullets“ in Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 130

Vietnams Weg an die PISA-Spitze:

„Wer sich zusätzliche Nachhilfestunden nicht leisten kann, kommt schnell nicht mehr mit dem Stoff mit. Auch das ist einer der Gründe für das gute Pisa-Abschneiden: Der Test evaluiert die Leistung der 15-Jährigen. In Vietnam ist da bereits ein Drittel der Jugendlichen aus dem Schulsystem aussortiert worden. Jugendliche, die aus ärmeren Haushalten kamen, sowie Jugendliche, die nicht mehr mithalten konnten.“
Wiener Zeitung online am 19. Dezember 2016

Das Maß aller PISA-„Bildung“:

„Heute ist der diktatorische Staat Singapur das Maß aller Dinge, Rang eins in allen Disziplinen. Der Stadtstaat, in dem man verhaftet wird, wenn man auf der Straße einen Kaugummi ausspuckt, wird seine Methoden haben, um die Kinder PISA-fit zu machen.“
Chefredakteur Manfred Perterer, Salzburger Nachrichten online am 10. Dezember 2016

„Schulpolitik von oben nach unten“:

„Die PISA-Studien verleiten die Bildungsministerien dazu, mit Hilfe von Standards eine Schulpolitik von oben nach unten zu betreiben. Eine solche Drohgebärde an die Lehrer sollte unbedingt vermieden werden.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 171

Südostasiatische PISA-Sieger kein Vorbild:

„Die hohen Leistungen dort werden mit einem enormen Druck, viel privat finanzierter Nachhilfe, ohne musische Fächer und zusätzliche Fremdsprachen und nicht zuletzt einer hohen Selbstmordrate unter Jugendlichen erkauft.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 6. Dezember 2016

Funktionieren als oberste Maxime:

„Bildung als Erziehung des Menschen zur Freiheit, Bildung als Persönlichkeitsbildung, Bildung als Förderung von kreativen und ästhetischen Fähigkeiten, Bildung der ‚Gesinnung und des Charakters‘ (Humboldt) – alles längst verabschiedet und auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 8f

Very little information about the quality“:

A country’s position on the global PISA ranking provides very little information about the quality of its schools.
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Dieter Meyer u. a., „Gauging the Role of Non-educational Effects in Large-scale Assessments: socio-economics, culture and PISA outcomes“ in Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 207

Schön wär’s!

Bildungspolitiker sollten sich […] zunächst einmal kritisch mit der Studie auseinandersetzen, bevor sie aus ihr zitieren. Denn nur so können sie beurteilen, welche Schlussfolgerungen aus den Pisa-Ergebnissen zulässig sind – und welche nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Erich Neuwirth, Falter vom 2. Februar 2017, S. 14

Der hohe Wert des Elternhauses für das Kind und die gesamte Gesellschaft:

„Eine auf Neuseeland bezogene Arbeit zeigte, dass 20 Prozent der Bevölkerung 80 Prozent der Probleme verursachen, also etwa Kriminalität, hohe Gesundheitskosten, wenig Bildung, Drogenmissbrauch. Im Alter von drei bis fünf Jahren kann man relativ gut vorhersagen, wer davon betroffen sein wird.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
Der Standard online am 17. Jänner 2017

Eltern als Vorbilder:

„Parental habits and attitudes towards intellectually engaging activities, and towards books and academic achievement, shape their child’s attitudes towards reading, school and learning, and ultimately school performance as well.“
OECD (Hrsg.), „Education Today 2013“ (2013), S. 85f

Auf die ersten Lebensjahre kommt es an:

„It is family background, parental education, good parenting and the opportunities for learning and development in those crucial years that together matter more to children than money, in determining whether their potential is realised in adult life.“
Frank Fields, „The foundation years: Preventing poor children becoming poor adults“ (2010), S. 5

Das Engagement der Eltern:

„Das Engagement der Eltern für die Bildung ihrer Kinder im Allgemeinen und die Entwicklung ihrer Lesekompetenz im Besonderen beeinflussen deren Motivation und Leseleistung.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 113

Flandern:

„In the case of Flanders, a powerful Lutheran religious effect on family literacy, the motivation to learn and achievement has persisted. Family literacy is high in Flanders. Almost all families have in-home libraries.“
Univ.-Prof. Dr. David Kamens, „Globalization and the Emergence of an Audit Culture: PISA and the search for ‘best practices’ and magic bullets“ in Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 131

Bildungsmotivation im Elternhaus:

„Talking about social and political issues, or about books, films and television programmes with adolescent children is related to better reading performance at school. Children will enjoy reading more when they have parents who want to hear about what they have just read.“
OECD (Hrsg.), „Education Today 2013“ (2013), S. 85

Nudging parents:

„The importance of parental involvement (as measured by frequently reading to children) in predicting educational attainment suggests the potential benefits of a relatively low-cost informational campaign designed to 'nudge' parents towards taking a more active role in children’s development.“
Univ.-Prof. Dr. Bradley Hardy u. a., „Parental involvement, summer activities,
and the intergenerational transmission of educational attainment“ (2013), S. 19

Vereinbarkeit von Familie und Beruf statt Unterordnung der Familie:

„Wenn die Politik wirklich einen ernsthaften Beitrag zur Vereinbarkeit leisten will, dann muss sie Bedingungen für eine Arbeitswelt schaffen, die es beiden Elternteilen ermöglicht und sie auch ermuntert, weniger zu arbeiten und die Kindererziehung untereinander aufzuteilen. Davon allerdings ist die moderne 24-Stunden/Sieben-Tage-Ökonomie Lichtjahre entfernt.“
Rainer Stadler, „Vater Mutter Staat – Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ (2014), S. 107

Das „Match“, das es zu gewinnen gilt:

„Das Match über die Zukunft unserer Kinder wird im ersten Lebensjahrzehnt gewonnen oder verloren, hier gehören die Schwerpunkte gesetzt! Und noch etwas: Die Erziehungspflicht der Eltern gehört stärker eingefordert, der Begriff Leistung sollte auch in der Volksschule wieder Einzug halten, da haben wir noch Luft nach oben.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“ (www.progymnasium.at),
Presseaussendung vom 7. Dezember 2016

Wichtiger als alles andere:

„Familien leisten die wichtigste Arbeit überhaupt, sie bestimmen die Zukunft unserer Kinder und damit die Zukunft von uns allen. Familien bereiten ihre Kinder auf die täglichen Anforderungen vor und vermitteln ihnen die Fertigkeiten, die für die alltäglichen Tätigkeiten gebraucht werden. Dabei müssen die Erziehenden sich darüber im Klaren sein, dass Bildung ein hoher Wert ist und es in erster Linie an ihnen liegt, diese Haltung den Kindern zu vermitteln.“
„Familie“ (Zeitschrift des Österreichischen Familienbundes“, Jänner 2017, S. 2

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand Jänner 2017):



Deutschland:
Niederlande:
Österreich:
Tschechien
EU-Mittelwert:
Schweden:
Finnland:
Italien:
Spanien:


6,5 %
10,2 %
10,5 %
10,7 %
18,6 %
19,2 %
19,8 %
40,1 %
42,9 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
10
11

16
16
14
16
www.sozialministerium.at am 1. Februar 2017

Staaten mit Gesamtschulwesen alles andere als vorbildlich:

„Das Bildungssystem sollte so ausgestaltet sein, dass es den Weg in den Beruf erleichtert. Ein wesentlicher Indikator dafür ist die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 81

Vielfalt schafft Wohlstand:

„Wo die duale Berufsbildung fehlt, gibt es mehr Arbeitslose und mehr Jugendliche, die die Integration in den Arbeitsmarkt nicht schaffen.“
Rudolf Strahm, „Die Akademisierungsfalle“ (2014), S. 28

Im Schatten der hohen Jugendarbeitslosigkeit:

„In Italy, Spain and Ireland, around every tenth employee is an involuntary part-time worker. For youth, these rates are twice as high. Especially young women are likely to work shorter hours than they want to: around a quarter of young women aged 15-29 in Spain and Italy, but also in Australia.“
OECD (Hrsg.), „Society at a Glance 2016” (2016), S. 90

Jugendliche Langzeitarbeitslose:

„Across the Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) countries, more than two out of every ten unemployed youth have been without work for a year or more in 2015 (in the EU-28 this share reached almost one-third of unemployed youth in 2015).“
ILO (Hrsg.), „World Employment Social Outlook 2016 - Trend for Youth 2016“ (2016), S. 7

Arbeitslosenquote 25- bis 29-Jähriger, differenziert nach Bildungsabschluss (Stand 2015):



Deutschland:
Österreich:
Niederlande:
Schweden:
Finnland:
EU-Mittelwert:
Italien:
Spanien:
ohne erfolgr. Abschluss
der Sekundarstufe II
18,9%
19,9 %
13,4 %
26,0 %
23,1 %
25,9 %
28,4 %
39,6 %
mit Sek II- oder post-
sekundärem Abschluss
4,6 %
6,0 %
7,5 %
7,7 %
11,7 %
11,2 %
19,8 %
26,9 %
mit tertiärem
Abschluss
3,7 %
4,3 %
3,8 %
5,9 %
8,6 %
9,2 %
23,0 %
 20,4 %
Eurostat, Abfrage vom 1. Februar 2017
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Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

-------------------------------
Initiative
"Pro Gymnasium"

----------------------------------
bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017