ÖPU Logo offensiv :: professionell :: unabhängig

A- A A+

  f   

 
A- A A+

  f   

Medien-Zitate März 2017
 
(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Wien verliert Anschluss:

„Die neuen Arbeitsmarktdaten zeigen neuerlich, dass die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik der rot-grünen Stadtregierung desaströs gescheitert ist.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 1. März 2017

Kein Platz für junge Menschen mit Migrationshintergrund?

„Die Unterrepräsentation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist (Anm.: mit 13,8 %) in der Lehrlingsausbildung besonders stark ausgeprägt. […] Selbst in der AHS-Oberstufe (17,2 %) bzw. in den kaufmännischen höheren Schulen (Handelsakademien) (32,2 %) ist der Anteil an Jugendlichen mit nichtdeutscher Umgangssprache höher.“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick 2016“ (2016), S. 46

Arbeitslosenquoten nach Migrationshintergrund (Stand 2015)

ohne Migrationshintergrund:
MigrantInnen der ersten Generation:
MigrantInnen der zweiten Generation:
4,2 %
10,7 %
14,9 %
Statistik Austria (Hrsg.), „Arbeitsmarktstatistiken“ (2016), F1

„Nur die Spitze des Eisberges“:

„Viele Lehrer beklagen sich über mangelnden Respekt ihnen gegenüber. Doch nur wenige sprechen darüber, welche Ausmaße dieser annehmen kann. Die Straftaten gegen die Pädagogen werfen ein Schlaglicht darauf, mit welchen Problemen sie in ihrer täglichen Arbeit konfrontiert werden – nicht nur an Sonder- und Hauptschulen. Die Zahlen belegen, dass es sich keineswegs um Einzelfälle handelt, wie so häufig behauptet wird. Sie sind vermutlich nur die Spitze des Eisberges.“
Neue Osnabrücker Zeitung online am 10. März 2017

Gesellschaftliche Fehlentwicklung:

„Der Ton in der Gesellschaft werde immer rauer, die Sprache verrohe, Konflikte eskalierten öfter, schneller und werden mit härteren Mitteln ausgetragen, Autoritäten werden nicht mehr anerkannt. Diese gesamtgesellschaftliche Entwicklung mache auch vor der Schule nicht halt.“
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), bildungsklick.de am 14. November 2016

Aggressionen und Gewalt:

„Lehrer sind in ihrem Schulalltag einer Vielzahl von ganz konkreten verbalen und körperlichen Aggressionen und Gewalt ausgesetzt, die zu seelischer Erkrankung beitragen können.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 26

„The most striking variable“:

„The most striking variable among all school climatic attributes is school disciplinary climate, with statistically significant positive effects on academic performance across all three areas in Hong Kong, Japan and Taipei.“
Univ.-Prof. Dr. Xin Ma u. a., „Exploring Reasons fort he East Asian Success in PISA“
in Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 235

Ordnung Basis für erfolgreichen Unterricht:

„TIMSS and PIRLS 2011 results showed that students who attended schools with disorderly environments and who reported more frequent bullying had much lower achievement than their counterparts in safe and orderly schools.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics,
and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 113

Südostasiens LehrerInnen haben es unendlich leichter:

„The norm to subordinate oneself to the group makes the teacher’s job infinitely easier.“
Dr. Yong Zhao u. a., „High on PISA, Low on Entrepreneurship? What PISA Does Not Measure“
in Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 276

Politisches Versagen:

„Gewalt gegen Lehrkräfte wird zum Privatproblem erklärt. Fehlende Unterstützung der Verantwortlichen, Zweifel an der Erfolgsaussicht und die Angst vor Konsequenzen verhindern die konsequente Meldung und Verfolgung von psychischen und physischen Angriffen.“
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), bildungsklick.de am 14. November 2016

Gewalt gegen LehrerInnen:

„Die Leidtragenden sind dann nicht nur die Pädagogen, sondern auch die Schüler, die unter dem Klima von Aggressivität und Gewalt leiden können.“
Neue Osnabrücker Zeitung online am 10. März 2017

Deutschland:

„Fälle an der Schule, in denen Lehrkräfte körperlich in den letzten 5 Jahren angegriffen wurden, wussten 21 Prozent bundesweit berichten. Selbst Erfahrungen mit körperlicher Misshandlung, zum Beispiel schlagen, schütteln, stoßen, treten, boxen, mit Gegenständen werfen, an den Haaren ziehen, mit den Fäusten oder Gegenständen prügeln haben 6 Prozent der befragten Lehrkräfte gemacht.“
bildungsklick.de am 14. November 2016 In Österreich besser?

Handlungsbedarf für Gesetzgeber:

„Wenn es keine Einsicht bei Kindern und Eltern gibt, müssen auch restriktive Maßnahmen möglich sein.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 10. Jänner 2017

Vorzugszeugnis für Österreichs Schulen:

„Schüler/innen in österreichischen Schulen der Sekundarstufe 1 stehen der Schule größtenteils positiv oder zumindest neutral gegenüber: 60 % geben an, gern oder sehr gern in die Schule zu gehen, etwa ein Viertel äußert sich neutral.“
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2016 – Deutsch, 8. Schulstufe, Bundesergebnisbericht“ (2017), S. 36

Nur 12 Prozent der AHS-SchülerInnen und 16 Prozent der HauptschülerInnen bzw. NMS-SchülerInnen gehen „ungern“ oder „sehr ungern“ in die Schule!

Gesamtschulland Schottland:

„Scottish adolescents are less likely to report liking school than students in many countries, and liking drops sharply in secondary school.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Scotland“ (2015), S. 15

PISA-„Wunderland“ Finnland:

„Ein anderes Bild zeichnet etwa eine Unicef-Studie: In keinem anderen OECD-Land gehen Kinder so ungern zur Schule wie in Finnland."
Die Zeit online am 23. März 2017

Die PISA-Sieger …

„Korean students are certainly among the least likely to feel that they belong at school or to report that they are happy at school.“
OECD (Hrsg.), „Low-Performing Students“ (2016), S. 126

Estland, Europas PISA-2015-Sieger:

„While 15 year-olds in Estonia do very well in international assessments, the percentage of students who feel happy at school, however, is one of the lowest among OECD countries.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Estonia“ (2016), S. 65

Vorbildlich?

„OECD data indicate that there are a number of high-achieving nations where many students are not happy with school. These high achievement/low engagement systems include Korea, where students describe their secondary school experience as ‚Examination Hell‘, and Finland“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Scotland“ (2015), S. 121

Von der Schule belastet fühlen sich in … (Stand 2013/14)

     
Finnlands Gesamtschulen:
Österreichs differenziertem Schulwesen:
 11-Jährige
28 %
10 %
13-Jährige
46 %
19 %
15-Jährige
59 %
27 %
WHO (Hrsg.), HBSC-Studie 2013/14 (2016), S. 60f

Suicide rates:

„Suicide rates among under 30s are highest in Finland, Japan, Korea and New Zealand, with 15 or more suicides per 100 000 youth.“
OECD (Hrsg.), „Society at a Glance 2016” (2016), S. 118

Anteil der SchülerInnen der achten Schulstufe, deren Leseverständnis die Standards erfüllt (Stand 2016)

Deutsch als Erstsprache: 61 %
andere Erstsprache: 29 %
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2016 – Deutsch, 8. Schulstufe, Bundesergebnisbericht“ (2017), S. 44

Integration ohne Sprachkenntnisse zum Scheitern verurteilt:

„Proficiency in the majority language is the clearest case in point and constitutes a relevant selection criterion for almost any job outside ethnic enclaves.“
Ruud Koopmans, „Does assimilation work? Sociocultural determinants of labour market participation of European Muslims“
in „Journal of Ethnic and Migration Studies“ (2016), 42:2, S. 198

Dropout-Quote mehr als doppelt so hoch:

„Der Anteil an LehrabbrecherInnen unter den LehrabgängerInnen 2008-2013 beträgt bei den österreichischen StaatsbürgerInnen 14,8 %, bei den nicht-österreichischen StaatsbürgerInnen hingegen 31,8 %.“
ibw (Hrsg.), „Nach der Lehre: Ausbildungserfolg und Erwerbskarrieren der LehrabgängerInnen 2008-2013 in Österreich“ (2016), S. 16

Deutschlands Politik ist um einige Jahre früher erwacht:

„Following its 2007 National Integration Plan, in 2011 Germany developed the National Action Plan on Integration, which aims to improve participation and success of students with immigrant background, based on goals in education, training and continuing education. Progress has been made in recent years: the share of young people with immigrant background without secondary education has decreased, and the share of graduates with a university-entrance qualification among those with immigrant background has increased.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), S. 76

Unterrichtssprache Basis für Bildungserfolg:

„Eine bildungspolitische Maßnahme, die zu raschen Erfolgen führt, ist das Angebot einer nachhaltigen Sprachförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, die nur über eingeschränkte Kenntnisse der Unterrichtssprache verfügen. Sprachkenntnisse sind für die meisten Lernprozesse von grundlegender Bedeutung, so dass Schüler, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen, einen erheblichen Nachteil haben.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 299

Was Österreichs Politik jahrzehntelang nicht realisiert hat:

„Learning the local language is a prerequisite for participating in the host society, a gateway to further education and a determinant of success in the labour market.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016“ (2016), S. 21

Startnachteile bekämpfen:

„Der Kindergarten muss als Bildungseinrichtung verstanden werden und Deutschkenntnisse müssen frühzeitig gefördert werden, damit Kinder – unabhängig von Staatsbürgerschaft und Migrationshintergrund – beim Eintritt in die Grundschule keine Startnachteile mehr haben.“
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (Hrsg.),
„Unter Einwanderungsländern: Deutschland im internationalen Vergleich“ (2015), S. 21

Österreichs Schulen extrem gefordert:

„Österreich zählt gemeinsam mit Luxemburg und Slowenien zu den Ländern, in denen Jugendliche mit Migrationshintergrund zu Hause am seltensten die Unterrichtssprache gebrauchen.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2015. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2016), S. 91

Die zusätzliche Aufgabe des österreichischen Schulwesens wächst von Jahr zu Jahr:

„Über die letzten Jahre ließ sich ein steter Anstieg des Anteils der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in Kinderbetreuungseinrichtungen (2010: 26,2 %; 2012: 28,5 %) als auch jener der SchülerInnen mit nichtdeutscher Umgangssprache (2008/09: 16,9 %; 2013/14: 21,1 %) beobachten.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2015“ (2015), S. 38

Helsinki handelt:

„The City of Helsinki has established preparatory classes with a specific curriculum for immigrants and refugees. They provide instruction in the Finnish/Swedish language and all other core school subjects for one year. Those under 10 receive 900 hours of instruction and those over 10 receive 1 000 hours of instruction.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 92

Österreich setzt auf ein kostenneutrales „Autonomiepaket“ ...

Nachhilfe in politischer Bildung fällig!

„Am 17. März 2017 hat Bildungsministerin Sonja Hammerschmid das Schulreformpaket in Begutachtung gegeben – mit dem Zusatz, dass es nichts zu verhandeln gebe. Das ist schon eine etwas eigenartige Vorgangsweise. Da teilt die Exekutive (Bundesregierung) der Legislative (Parlament) mit, dass sie nichts zu sagen habe! […] Es bleibt zu hoffen, dass die Abgeordneten zum National- und Bundesrat diesen Irrweg erkennen und rechtzeitig ‚Stopp‘ sagen!“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 21. März 2017

Vertrauen verspielt:

„Es sei vereinbart, dass man weiter nach einer sozialpartnerschaftlichen Einigung suchen werde. […] Leider habe Hammerschmid in Zusammenhang mit dem Schulautonomiepaket bereits öfter Versprechen nicht gehalten. […] So habe sie angekündigt, dass Schulen nur freiwillig Teil eines Clusters werden sollen, im Gesetzesentwurf klinge das hingegen anders.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kleine Zeitung online am 18. März 2017

Ministerium fingiert Freiwilligkeit:

„Möglichkeit der Bildung von Schulclustern: Zwei bis maximal acht Schulstandorte in einer Region können sich zu einem Schulcluster zusammenschließen.“
Presseaussendung des Bildungsministeriums vom 17. März 2017

Freiwilligkeit bedeutet Freiwilligkeit:

„Was ich mir gerade für Wien überhaupt nicht vorstellen kann, ist der Zusammenschluss der ohnehin meistens sehr großen Schulen zu ‚Clustern‘. Deshalb hoffe ich, dass die zugesagte Freiwilligkeit auch wirklich eine Freiwilligkeit bedeutet.“
LSI Dr. Michael Sörös, Präsident der Vereinigung österreichischer Landesschulinspektor/innen,
Kurier online am 19. März 2017

„Kein tatsächlicher Nutzen“:

„Wenig Freude mit dem derzeit vorliegenden Paket haben die Schüler- und Elternvertreter. Für Gernot Schreyer vom Bundeselternverband ist ‚kein tatsächlicher Nutzen für die Schüler erkennbar‘.“
Kleine Zeitung online am 17. März 2017

Schulwirklichkeit vor Unterrichtsministerium schützen:

„Uns geht es immer um die Frage, wie Lehrer, Schüler und Eltern am Ende von der Bildungsreform profitieren.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Vorarlberger Nachrichten online am 9. März 2017

„Autonomie-Farce“:

„Mit dieser Autonomie-Farce – und fast noch schlimmer – wird die einst mühsam erkämpfte Mitbestimmung von Eltern und Oberstufenschülern aufgeweicht. Das ist neben dem Gefügigmachen der Direktoren ein weiteres Element des zunehmenden Durchgriffs der Politik auf die Schulen.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 15. März 2017

Politlyrik:

„Hört man Bildungsministerin Sonja Hammerschmid zu, dann brechen mit der am Freitag vorgestellten Bildungsreform alsbald paradiesische Zustände in den Klassenzimmern an.“
Kurier online am 19. März 2017

Seriöses Begutachtungsverfahren gefordert:

„Allen Beteiligten muss man nun in den nächsten Wochen die Gelegenheit geben, ihre Einwände vorzubringen. Denn alle Verhandlungspartner sollen am Ende ihre Forderungen so gut als möglich umgesetzt wissen und schließlich an einem Strang ziehen.“
Mag. Barbara Schwarz, Bildungslandesrätin Niederösterreichs, Presseaussendung vom 17. März 2017

Das Demokratieverständnis einer Bildungsministerin:

„Das Paket wird jetzt zum Wohl unserer Kinder durchgezogen.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Presseaussendung vom 17. März 2017

Eine unglaubliche Entgleisung:

„Wir haben eines der teuersten Schulsysteme im OECD-Vergleich, schneiden bei internationalen Testungen aber maximal durchschnittlich ab. Das zeigt ganz klar, dass das Problem nicht am Mangel an finanziellen Mitteln liegt.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Der Standard online am 21. März 2017

Ein Vergleich bietet sich an:

„Um einen europäischen Vergleich der Bildungsausgaben zu ermöglichen, bietet es sich an, die jeweiligen Anteile am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu vergleichen.“
Dr. Irmela Tarelli u. a., „Lehr- und Lernbedingungen an Grundschulen im internationalen Vergleich“
in Bos u. a., „IGLU 2011 - Lesekompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich“ (2012), S. 139

Investitionen in das Schulwesen als Anteil am BIP (Stand 2013):

Großbritannien
Norwegen:
Dänemark:
Finnland:
Niederlande
OECD-Mittel:
Schweden:
Österreich:
Deutschland:
4,8 %
4,7 %
4,6 %
3,9 %
3,8 %
3,8 %
3,7 %
3,2 %
3,1 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Figure B2.2.

Innerhalb von 16 Jahren ein Viertel weniger:

„Zwischen 1997 und 2013 wurde der Anteil am Brutto-Inlandsprodukt, der dem Schulwesen gewidmet wird, von 4,3 % auf 3,2 % reduziert. Das entspricht 4,5 Milliarden pro Jahr, die Österreichs Schulwesen jetzt weniger zur Verfügung stehen und an den Schulen schmerzlich fehlen.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 30. Jänner 2017

Öffentliche Ausgaben für das Schulwesen als Anteil aller öffentlichen Ausgaben (Stand 2013):

Großbritannien:
Norwegen:
Dänemark:
OECD-Mittelwert:
Niederlande:
Schweden:
Finnland:
Deutschland:
Österreich:
9,0 %
8,7 %
8,7 %
8,7 %
7,8 %
7,5 %
7,0 %
6,5 %
6,3 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Table B4.1.

Eine Frage der Priorität:

„Public expenditure on education as a percentage of total public expenditure indicates the government’s priority to education compared to other public services such as health, social protection or defence.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Wales“ (2014), S. 32

Wie wahr:

„Lehrer müssen immer mehr Aufgaben erfüllen – ohne zusätzliche Ressourcen.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen,
Der Standard online am 1. Februar 2017

Den Worten mögen Taten folgen:

„Mittel, die wir heute nicht für Bildung ausgeben, werden uns zukünftig in vielfacher Höhe als Ausgaben für Arbeitsmarkt- und Sozialleistungen einholen.“
NR-Abg. Brigitte Jank, Bildungssprecherin der ÖVP, Presseaussendung vom 23. Februar 2017

Politik der Unwahrheiten:

„Es heißt immer, Österreich hätte das teuerste Schulsystem international, aber das ist nicht wahr."
Dr. Sandra Ballner, Obfrau des Landeselternverbands Tirol, Tiroler Tageszeitung online am 26. Februar 2017

Demokratie verdient Verteidigung:

„Lassen wir es nicht dazu kommen, dass sich Macht wieder ohne das wahrheitsgestützte Argument durchsetzt. Verteidigen wir stattdessen die Demokratie als eine Macht, die sich dem Argument anvertraut und sich von ihm leiten lässt.“
Aus der Abschiedsrede Joachim Gaucks als Bundespräsident Deutschlands, Berlin am 18. Jänner 2017

„Trotz …“

„In Finnland gibt es so wenig Arbeiterkinder an den Unis wie nirgends sonst in der Europäischen Union, trotz eines lückenlosen Gesamtschulsystems.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom März 2017, S. 32

„Naiv und sozialromantisch“:

„Geradezu naiv und sozialromantisch ist die Annahme, durch den Aufenthalt aller Schüler in einer Schule bzw. in einer Klasse würden demokratische Ansprüche und so etwas wie Bildungsgerechtigkeit für sozial und ökonomisch benachteiligte Schüler eingelöst.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 45

Auch Finnlands Eltern wollen wählen:

„Choosing a school other than the neighborhood school is an increasing phenomenon in larger urban areas in Finland.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 63

Segregation nach dem Wohnort in den USA:

„Studies of residential income segregation show that neighborhood income segregation grew considerably between 1970 and 2009. Much of the growth in income segregation was due to the increasing segregation of the rich from all other families.“
Univ.-Prof. Dr. Sean Reardon u. a., „60 Years After Brown: Trends and Consequences of School Segregation“
in „The Annual Review of Sociology“ 2014, 40, S. 205

Differenzierung mit 10:

„Der Zeitpunkt der Wahl ist genau richtig, nur eine Vielfalt an Schultypen kann die unterschiedlichen individuellen Fähigkeiten unserer Kinder abdecken!“
Mag. Christian Höfner, www.osttirol-online.at am 30. Jänner 2017

Expertise der GrundschullehrerInnen:

„Es ist am Ende der 4. Klasse auch eine valide Aussage darüber möglich, welche nachfolgende Schullaufbahn für ein Kind die richtige ist. Die Grundschullehrer haben nämlich einen genauen Blick für das Leistungsvermögen ihrer Schüler. Dieses Urteil kann gar nicht hoch genug einschätzt werden.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“,
Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Wenn Ideologie das Denken blockiert:

„Ein grundlegender Fehler der heutigen Schule ist, dass man in der modernen Pädagogik anscheinend nicht begriffen hat, dass das Gehirn in der Tat etwas mit den Lernfähigkeiten eines Kindes zu tun hat.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 269

Im Gesamtschulstaat England wissen sich die Schulen inzwischen zu helfen:

„In the United Kingdom over 94 % of 15-year-olds are in schools where school principals reported that students are grouped by ability within their Mathematics classes for all or some classes.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 76

Vielfalt der Veranlagungen:

„Selbst wenn alle Kinder unter gleich guten sozialen, kulturellen und religiösen Bedingungen aufwachsen, entwickeln sie sich immer noch sehr verschieden, weil ihre individuellen Veranlagungen unterschiedlich sind. Das heißt, ein entscheidender Anteil an der Vielfalt unter Kindern liegt in ihnen selbst.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 92

Illusion des 19. und 20. Jahrhunderts:

„Die Schulformen mit der Wirkungsbehauptung des ‚längeren gemeinsamen Lernens‘ haben keinen Einfluss auf die unterschiedliche Schichtallokation gehabt, also nirgendwo die sogenannte Bildungsgerechtigkeit hergestellt. Das war eine Illusion des 19. und 20. Jahrhunderts, stark geprägt vom Industriezeitalter.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom März 2017, S. 35

UN-Behindertenrechtskonvention:

„Artikel 5 (4) der UN-Konvention spricht davon, daß ‚besondere Maßnahmen … zur Beschleunigung oder Herbeiführung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen‘ nicht als Diskriminierung gelten. In Artikel 7 (2) heißt es: ‚Bei allen Maßnahmen, die Kinder mit Behinderungen betreffen, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.‘“
Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands, www.jungefreiheit.de am 18. März 2017

Sonderpädagogische Einrichtungen unverzichtbar:

„Es gibt Fälle, bei denen die Eltern eine sonderpädagogische Einrichtung für die bessere Lösung halten: weil bestimmte Krankheiten oder Behinderungen eine ganz spezielle Ausbildung des Lehrpersonales und einen höheren Betreuungsschlüssel erfordern oder weil viele sonderpädagogische Einrichtungen hoch spezialisierte Therapiezentren sind.“
Dr. Astrid Ebenberger, Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes, Kleine Zeitung vom 10. Februar 2017

Aggressivität und Intoleranz:

„Ist Ihnen das auch schon aufgefallen, wie aggressiv und unnachgiebig häufig ausgerechnet die überzeugtesten Anhänger der Inklusion diskutieren? Genau genommen ist das ein performativer Selbstwiderspruch.“
Mag. Mathias Brodkorb, Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns, SPD, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2013, S. 32

Vielfalt der Angebote belassen:

„Ich bin dafür, im Interesse der betroffenen Kinder alle Möglichkeiten zu belassen: von Sonderschulbetreuung bis hin zu inklusiven Schulformen.“
MMag. Dr. Sophie Karmasin, Bundesministerin für Familien und Jugend, Der Standard online am 26. Jänner 2017

„Hochspezialisierte Ausbildung“:

„Während meiner Zeit an der TU Dortmund hatte ich Gelegenheit, die hochspezialisierte Ausbildung angehender Förderschullehrer, die auf ganz bestimmte Förderbedarfe hin ausgerichtet war, kennen zu lernen und auch zu sehen, wie komplex ein solches Fördergeschäft ist, wie kompetent die entsprechenden Absolventen waren und vor allem über welche Fähigkeiten sie verfügten, um ihre Schüler angemessen fördern zu können.“
Univ.-Prof. Dr. David-S. Di Fuccia, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Mai 2013, S. 20

Fast doppelter Bedarf an LehrerInnen:

„Für die Inklusion braucht man auf jeden Fall mehr Personal - und zwar so viel, dass praktisch in jeder Unterrichtsstunde auch jemand dabei ist, der notfalls helfend eingreifen kann.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Bildungswissenschaftler, Saarbrückner Zeitung vom 14. März 2013

„Inklusion“ ohne SonderpädagogInnen …

„Schon jetzt würden – nimmt man skandinavische Länder als Vergleich – österreichweit rund 2600 bis 3000 Sonderpädagoginnen und -pädagogen fehlen. ‚Wie soll da Inklusion gelingen, die den Kindern gerecht wird und die Lehrerinnen und Lehrer nicht total überfordert?‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Standard online am 23. Jänner 2017

Wie wahr:

„Die Sonderschulen haben eine ausgezeichnete Qualität.“
Mag. Heinrich Himmer, seit 16. Februar 2017 Präsident des Wiener Stadtschulrates, Kurier online am 25. Februar 2017

Unrealistisch, verantwortungslos und verlogen:

„‚Unrealistisch, verantwortungslos und verlogen‘ sei das Vorhaben der Regierung, die Sonderschulen bis 2020 zu schließen.“
Dr. Matthias Strolz, Neos-Vorsitzender, Die Presse online am 9. März 2017

Behindertenrechtskonvention wird politisch missbraucht:

„Diese UN-Konvention enthält keinerlei Passus, mit dem die Beschulung in Förderschulen als Diskriminierung betrachtet würde.“
Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands, www.jungefreiheit.de am 18. März 2017

Österreichs Schulpolitik egal?

„Der Anteil der leistungsstarken Schüler ging im Bereich Naturwissenschaften von 10 % im Jahr 2006 auf 8 % im Jahr 2015 zurück. Diese Entwicklungen könnten das künftige Innovationspotenzial hemmen.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Länderbericht Österreich 2017“ vom 22. Februar 2017, S. 33

„Breite Förderung von Begabungen“:

„Nur eine breite Förderung von Begabungen ermöglicht in weiterer Folge auch Spitzenförderung. Davon profitieren letztlich alle Schüler/innen.“
Mag. Florian Schmid, Österreichisches Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 3

Ergebnis einer Umfrage der Bundesschülervertretung (BSV):

„Die Fragen, ob Stärken bzw. Talente der Schüler im Unterricht gefördert werden, haben ca. 70 Prozent der Teilnehmer verneint.“
Harald Zierfuß, Österreichs Bundesschulsprecher, Der Standard online am 18. Jänner 2017

Anteil der Schulen 15-Jähriger, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012):

Ungarn:
Slowenien:
Slowakei:
EU-Mittelwert:
Tschechische Republik:
Deutschlandl:
Österreich:
73,5 %
63,4 %
57,6 %
44,4 %
36,3 %
32,4 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), „What Makes Schools Successful?“ (2013), Table IV.3.29

Vorbild für Österreich?

„Leistungsstarke Schüler werden an den Berliner Schulen nicht gezielt gefördert. Zu diesem Ergebnis kommen die Inspektoren, die zwischen 2006 und 2011 alle 700 öffentlichen Schulen in einem ersten Durchgang begutachtet haben.“
Berliner Morgenpost vom 5. Mai 2014

Vernachlässigte Talente:

„Der Anteil derjenigen, die mit einem ungewöhnlich hohen Intelligenzquotienten auf dem Bildungsweg scheitern – wobei ich der Letzte bin, der den Intelligenzquotienten zum Maß aller Dinge macht -, ist schon auffällig. Vielleicht liegt es daran, dass das Bildungssystem nicht angemessen auf sie reagiert.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a.,
„Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 76f

Brauch ma ned?

„Was zum Beispiel bei Slalomfahrern oder Opernsängerinnen vollkommen akzeptiert ist, hat aber in unserem Wirtschafts- und Bildungssystem noch nicht wirklich Einzug gehalten: Talent und harte Arbeit.“
Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger, Trend online am 2. Februar 2017

„Eine Frage der Gerechtigkeit“:

„Jedes Kind soll maximale Bildungschancen haben – das ist auch eine Frage der Gerechtigkeit. Wir müssen uns deshalb stärker auch um die leistungsstarken und besonders begabten Schülerinnen und Schülern kümmern.“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, www.open-report.de am 13. Juni 2015

Gesamtgesellschaftliches Interesse:

„Wir brauchen die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler nicht zuletzt auch für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland.“
Brunhild Kurth, Kultusministerin Sachsens, www.aerztezeitung.de am 30. Juni 2015

Enorme Zusatzaufgabe für Österreichs Schulwesen:

„Im Jahr 2015 beantragten insgesamt 88 851 Menschen Asyl in Österreich, bis September 2016 kamen noch einmal 35 000 dazu. Damit war der Wert 2015 dreimal so hoch wie 2014 und umfasste auch 9331 unbegleitete Minderjährige unter 18 Jahren und 663 unter 14 Jahren.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Länderbericht Österreich 2017“ vom 22. Februar 2017, S. 36

Zwei Drittel „funktionale Analphabeten“:

„Auf Basis der TIMSS-Zahlen ergebe sich, dass ‚zwei Drittel der jungen Syrer selbst in ihrer Muttersprache nur einfachste Aufgaben lösen können‘, schreibt Bildungsökonom Wößmann. […] Er fordert mehr Deutschkurse. Qualifikationsmaßnahmen sollten sich mehr an der Vorbildung der Betroffenen orientieren.“
Der Standard online am 19. Jänner 2016

Neuer Rekordwert:

„Die Zahl der in Österreich lebenden Staatsangehörigen aus Nicht-EU-Staaten erhöhte sich im Laufe des Jahres 2015 um rund 75.000 Personen (+13,0 %) auf mehr als 650.000 Personen, was einem Anteil von 51,3 % an allen ausländischen Staatsangehörigen in Österreich entspricht.“
Statistik Austria (Hrsg.), Pressemitteilung vom 2. Februar 2016

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, von denen kein Elternteil einen Abschluss der Sekundarstufe II erworben hat (Stand 2013):

Kinder ohne Migrationshintergrund:
Kinder mit Migrationshintergrund:
Kinder mit türkischem Migrationshintergrund:
3,7 %
25,3 %
51,2 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), Abb. A2.a

Hoffentlich der Unterrichtsministerin bekannt:

„Ein entscheidender Faktor für den künftigen Erfolg im Bildungssystem ist die ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache. Die Zahl der Kinder, die die Unterrichtssprache nicht ausreichend beherrschen, stieg bereits in den Schuljahren 2011/2012 und 2013/2014 deutlich an: in den Grundschulen um 15 %, in der Sekundarstufe I um 38 % und in den Gymnasien um 31 %.“
EU-Kommission (Hrsg), „Länderbericht Österreich 2016“ vom 26. Februar 2016, S. 81

Es wäre höchst an der Zeit!

„Wir werden weiter dafür kämpfen, dass es endlich ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für die gibt, die Deutschdefizite haben, weil wir wissen, dass der Kindergarten die erste Bildungseinrichtung ist, und weil wir wissen, dass, wenn jemand zwei, drei Jahre den Kindergarten besucht, er im Normalfall beim Schuleintritt schon so gut Deutsch kann, dass er dem Unterricht ordentlich folgen kann, auch wenn er zu Hause nicht deutschsprachig aufwächst.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, BundeslehrerInnen-Tag 2016 der ÖPU/FCG, Linz am 3. März 2016

Die Kluft wird tiefer:

„Rund 9,3 % der österreichischen Bevölkerung wurden außerhalb der EU geboren. Mit einer Beschäftigungsquote von 60,6 % im Jahr 2015 sind sie deutlich seltener in einer Beschäftigung als im Inland Geborene, deren Beschäftigungsquote bei 76,4 % lag. […] Seit 2011 hat sich die Kluft vergrößert: Während die Beschäftigungsquote der in Österreich geborenen Menschen um 0,6 Prozentpunkte gestiegen ist, ist die der außerhalb der EU geborenen Menschen um 3,6 Prozentpunkte zurückgegangen.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Länderbericht Österreich 2017“ vom 22. Februar 2017, S. 32

Fahrlässige Vernachlässigung:

„Die aktuellen Herausforderungen waren, wenn auch nicht in der Dimension der letzten drei Monate, vorhersehbar. Die Frage, wie neu zugewanderte Kinder und Jugendliche im Bildungssystem aufgenommen werden können, ist jahrelang vernachlässigt worden.“
Univ.-Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, www.mercator-institut-sprachfoerderung.de am 9. Oktober 2015

Schlüssel zur Integration:

„Sprache ist der Schlüssel zur Teilnahme am Alltagsleben und zu unserer Kultur.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at) und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), VCL news vom März 2016, S. 5

Gefährliche Gaukelei:

„Um die Einwanderer für die Zukunft, wie wir sie uns wünschen, zu rüsten, muss man viel Geld in die Hand nehmen. […] Und wer meint, dies betreffe bloß Deutschland, in Österreich aber werde sich alles wie von selbst einrichten, macht sich bloß etwas vor und nennt eine Ente eine Schwalbe.“
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Österreichs Wissenschaftler des Jahres 2004, Die Presse online am 8. März 2017

Heterogenität versus Förderung des Individuums:

„Die heterogene Schülerschaft macht das Unterrichten für Lehrer anspruchsvoller und oft mühsamer, vor allem weil wir jedem Kind gerecht werden wollen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Brügelmann, Bild am Sonntag vom 26. Februar 2017

Nährboden von Burnout:

„Für Lehrkräfte gilt Heterogenität als belastender Faktor an zweiter Stelle nach den störenden Verhaltensweisen von Schülern.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Keine Experimente mit unseren Kindern“, Referat vom 15. September 2016 in Götzis

Berlin, wo die Politik auf Einheitsschulen setzte:

„Seit Jahren schon belegt Berlin im innerdeutschen Ländervergleich des Schulsystems unter 16 Ländern den letzten Platz. Auch die neueste Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft („Bildungsmonitor 2016“) weist Berlin wieder die Rote Laterne zu.“
guteschuleblog.wordpress.com am 19. August 2016

Verantwortungslose Politik beenden!

„Eine vielfältige Gesellschaft alternativlos in ein einfältiges Bildungssystem zu zwingen, ist schlichtweg verantwortungslos!“
Mag. Christa Pospischil, Vorsitzende der Landesfachgruppe AHS im ÖAAB Steiermark, Salzburger Nachrichten vom 21. März 2016

Was auf staatliche Gesamtschulen folgt:

„Privatschulen würden auch bei uns wie Pilze aus dem Boden schießen, denn die Eltern, die es sich leisten können, werden auf Differenzierung niemals verzichten wollen. Dann wird man wirklich von zwei getrennten Welten sprechen müssen, die miteinander nichts zu tun haben wollen.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU, Leserbrief an die Presse vom 16. März 2016

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Alle seriösen Studien über Schulqualität belegen, dass eine egalitäre Schulform wie die Gemeinschaftsschule im Leistungsvermögen hinter dem gegliederten Schulsystem zurückbleiben muss.“
guteschuleblog.wordpress.com am 27. August 2016

Die Erfahrung der Praxis:

„Dass unter ‚mehr Gleichheit‘ das fachliche Niveau einer Klasse leiden muss, ist jeder Lehrkraft, die schon einmal heterogene Lerngruppen unterrichtet hat, geläufig. In Hamburg stimmen die Eltern mit den Füßen über die Qualität der Schulformen ab. Immer mehr Eltern entziehen der ‚egalitären‘ Stadtteilschule den Zuspruch und melden ihre Kinder am Gymnasium an, wo sie noch eine intakte Leistungskultur vermuten.“
guteschuleblog.wordpress.com am 19. August 2016

Differenzierung durch Bildung homogener Lerngruppen:

„Mit einer Doppelbesetzung à la Neue Mittelschule (NMS), wo in den Hauptfächern Teamteaching vorgesehen ist, sei hingegen keine ausreichende Differenzierung des Unterrichts möglich.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 18. März 2016

Vielfalt und Leistungsorientierung:

„Würde Bayern als eigener Staat an PISA teilnehmen, wäre es Europas PISA-Star, nicht Finnland. Es gilt, von den erfolgreichsten Bundesländern Deutschlands (Bayern und Sachsen) zu lernen, um auf der Überholspur zu bleiben. Gesamtschulen wird man dort aber nicht finden.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, www.andreas-unterberger.at am 23. August 2016

Gerechtigkeit für jeden statt Gleichmacherei:

„Für die großen Unterschiede zwischen den Schülern sind offensichtlich Einflüsse verantwortlich, die deutlich stärker sind als die gleichmacherischen Bemühungen der Schule: unterschiedliche Anlage, andere Lernerfahrungen bei gleichen Lernplänen und verschiedene außerschulische Lebensbedienungen. Die Schule sollte sich endlich eingestehen, dass sie diese Kräfte nicht auszuschalten vermag. Ihr Ziel sollte sein, die Kinder mit ihren unterschiedlichen Begabungen möglichst gut zu fördern.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 146

Die brutale Wahrheit hinter den Fassaden der Politpropaganda:

„Ich war in einer ‚hochgelobten‘ Grundschule in Berlin mit 650 Schülern. Auf die Frage nach Integration kam seitens der Rektorin ein empörtes ‚Wir haben 100% Inklusion!‘ Auf meine Zusatzfrage, warum ich dann keine Kinder mit einer schweren Beeinträchtigung gesehen habe, kam eine klare Antwort der Rektorin: ‚Die sind ja nicht beschulbar.‘“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Printmedium des CLV Oberösterreich) vom Februar 2017, S. 5

Sonderschulen unverzichtbar:

„Sonderschulen erweisen sich als gut funktionierende und notwendige Bildungseinrichtungen. Ihr Erhalt garantiert die Wahlfreiheit. Sie grenzen nicht aus! Sie ermöglichen vielen Kindern den Weg in ein selbstbestimmtes Leben!“
Mag. Astrid Ebenberger, Vizepräsidentin des Katholischen Familienverbandes, Kleine Zeitung vom 10. Februar 2017

Die „schöne, heile Schulwelt“:

„Das Inklusionsmodell verspricht eine schöne, heile Schulwelt, ohne dass dessen Zielsetzungen und die von den Advokaten der Inklusion vollmundig verkündeten Fördereffekte oder gar eine Verbesserung der Bildungs- und Lebenschancen aller Kinder und Jugendlichen, wie explizit unterstellt, bisher auch nur annähernd wissenschaftlich und schulpraktisch bestätigt werden konnten.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Muss eine inklusive ‚Schule für alle‘ die Auflösung des gegliederten Schulsystems zur Folge haben?“ in Mathias Brodkorb u. a. (Hrsg.), „Inklusion – Ende des gegliederten Schulsystems?“ (2013), S. 48

Chancenraub:

„Wenn Unterschiede nicht mehr benannt werden dürfen, werden Kinder der Anerkennung ihrer besonderen Situation beraubt.“
Ilse Schmid, Präsidentin des steirischen Landesverbands der Elternvereine und Erstunterzeichnerin
der Bürgerinitiative „Wahlfreiheit braucht Wahlmöglichkeit“, Die Presse online am 1. Juni 2016

Besonderes Schutzbedürfnis:

„Children with special educational needs and disabilities (SEND) are particularly vulnerable to bullying and more likely to be over-represented in bullying experiences.“
NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2016), S. 27

„Blinder Dogmatismus auf dem Rücken der Kinder, Jugendlichen und Eltern“:

„Die Bedürfnisse der Betroffenen würden ignoriert. […] Es müsse im Sinne der behinderten Kinder Schluss mit der ‚Tabuisierung durch Political Correctness‘ sein. Die ‚undifferenzierte Menschrechtskeule‘ dürfe nicht über jene gezogen werden, die sich gegen eine Sonderschulabschaffung bis 2020 aussprechen.“
Dr. Matthias Strolz, Neos-Vorsitzender, Die Presse online am 9. März 2017

Sonderschulen nicht abschaffen!

„Dass die Bildungsministerin mutwillig aus ideologischen Gründen ein funktionierendes System zerstören will, ist grob fahrlässig.“
NR-Abg. Ing. Robert Lugar, Klubobmann des Team Stronach, Presseaussendung vom 18. Februar 2016

BM Hammerschmid isoliert:

„Es gibt eine breite Front gegen die Abschaffung der Sonderschulen – nicht nur in der Lehrerschaft, sondern auch bei vielen Eltern.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Standard online am 23. Jänner 2017

Eltern machen sich für die Rechte ihrer Kinder stark:

„Ich war gerade einmal zwei Stunden angelobt und schon hatte ich die Mails von betroffenen Eltern im Postfach. Tenor: ‚Wir fürchten uns vor der Abschaffung der Sonderschulen, weil unsere Kinder eine spezielle Unterstützung benötigen.‘“
Mag. Heinrich Himmer, seit 16. Februar 2017 Präsident des Wiener Stadtschulrates, Kurier online am 25. Februar 2017

UN-Konvention wird missbraucht:

„Von einer Abschaffung der Sonderschulen ist in der UN-Konvention an keiner Stelle die Rede. Im Gegenteil: Es wird sogar in Artikel 5, Abs. 4 ausdrücklich betont, dass ‚besondere Maßnahmen, die zur ... tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen erforderlich sind, ... nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Übereinkommens‘ angesehen werden dürfen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Vortrag vor der Fachtagung der Paritätischen Sprachheilkindergärten Niedersachsen am 5. März 2013

„Unverzichtbare Voraussetzung für ein besseres Leben“:

„Eine funktionierende Verwaltung, ein unbestechliches rechtsstaatliches Justizwesen, eine vernünftige und ausgewogene Sicherheitspolitik, ein funktionierendes und den Prinzipien der europäischen Aufklärung verpflichtetes Bildungswesen machen diese Gesellschaft noch nicht zu einem Paradies – aber sie sind eine unverzichtbare Voraussetzung für ein besseres Leben.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Festansprache zum Bundeskongress der GÖD, 13. Oktober 2016

Fundament der Republik Österreich:

„Die öffentlich Bediensteten leisten hochwertige Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes und sorgen insbesondere für Rechtsstaatlichkeit, innere und äußere Sicherheit, Bildung, Gesundheitsversorgung, korruptionsfreie Verwaltung und vieles mehr.“
Resolution des GÖD-Vorstandes vom 10. April 2015

Personalstand des Öffentlichen Bundesdienstes (in Vollbeschäftigungsäquivalenten; exklusive der ausgegliederten Bereiche):

1999: 166.491
2015: 131.361
Bundeskanzleramt (Hrsg.), „Das Personal des Bundes 2016“ (2016), S. 8

Anteil der Öffentlich Bediensteten an allen Berufstätigen (Stand 2011):

Norwegen:
Dänemark:
Schweden:
Finnland:
Frankreich:
Großbritannien:
OECD-Mittelwert:
Österreich:
Deutschland:
30,5 %
29,9 %
26,0 %
22,8 %
21,9 %
18,3 %
15,5 %
10,7 %
10,6 %
Bundeskanzleramt (Hrsg.), „Das Personal des Bundes 2016“ (2016), S. 12

Wie wahr!

„Österreich hat ohne Zweifel einen hervorragenden Öffentlichen Dienst.“
NR-Präsidentin Doris Bures, Festakt zum 50. Geburtstag des PVG, Parlament am 9. März 2017

Wertschätzung aus der Wirtschaft:

„Unsere Lehrer machen einen Topjob.“
Ing. Mag. Peter Hochegger, Leiter des Wirtschaftsförderungsinstituts der Wirtschaftskammer Steiermark (WIFI Steiermark), 
Kleine Zeitung vom 18. Juni 2016

„Nicht nur gerecht“:

„Eine insbesondere von Seiten der Politiker betonte Wertschätzung der Lehrer in der Öffentlichkeit als die Leistungsbringer im Schulsystem würden diesen nicht nur gerecht, sie würden auch ihre Autorität den Schülern und Eltern gegenüber stärken und ihre Arbeit erleichtern.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 130

Finnland:

„Education has always been an integral part of Finnish culture and society. Teachers currently enjoy great respect and trust in Finland.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, finnischer Bildungsexperte, „Developing Effective Teachers and School Leaders:
The Case of Finland“ in Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u.a., „Teacher and Leader Effectiveness“ (2011), S. 13

Es wäre an der Zeit:

„Wir sollten endlich bereit sein anzuerkennen: Die wirkliche Bildungsarbeit wird nicht von Bildungspolitikern und Bildungswissenschaftlern, sondern von den Lehrern geleistet.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 172

„Werkzeug der Republik“:

„Wir verstehen uns als das Werkzeug der Republik. Und jeder Werksmeister weiß, dass er mit seinem Werkzeug pfleglich umgehen muss.“
Fritz Neugebauer, Ansprache zum Abschied als Vorsitzender der GÖD, Bundeskongress der GÖD am 11. Oktober 2016

Bildungswissenschaft versus Ganztagsschulpropaganda:

„In ein paar Jahren wird man überrascht tun, wenn sich zeigt: Nichts von dem, was versprochen wurde, ist eingetreten. Lösen lässt sich auf diese Weise maximal das Betreuungsproblem berufstätiger Eltern.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das Schulblatt“ (Printmedium des CLV Oberösterreich) vom Februar 2017, S. 11

Qualitätsvolle Angebote statt Zwang!

„Kinder haben ein Recht auf Eltern, ein Elternhaus und liebevolle Zuwendung. Mit der verpflichtenden verschränkten Ganztagsschule nimmt man Familien dieses Recht.
Mag. Bernhard Baier, Präsident des österreichischen Famlienbundes, Presseaussendung vom 15. Dezember 2016

Sachlichkeit und Orientierung am Kind:

„An die Ganztagsschulen dürften keine zu hohen Erwartungen gestellt werden, bremste ÖVP-Wissenschaftssprecher Karlheinz Töchterle die Euphorie der SPÖ. Nur mit hoher Qualität könnte dort kompensiert werden, was die Kinder daheim vermissen. Durch die Ganztagsschule dürfte Kindern nicht ihre Kindheit genommen werden.“
Parlamentskorrespondenz vom 14. Dezember 2016

Deutschland:

„Mittlerweile ist fast jede zweite Grundschule eine Ganztagsschule. Doch die Qualität der Bildung hat sich durch die Verlängerung der Schulzeit nicht verbessert, stellt eine Analyse des Aktionsrats Bildung fest.“
Die Welt online am 6. November 2013

Distanzierung aus überraschendem Mund:

„Die Ganztagsschule ist eine sinnvolle sozialpolitische Maßnahme, aber man darf sie nicht als eine pädagogische Maßnahme verkaufen.“
Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder, Die Presse online am 25. November 2016

„Ein Ganztagsschulbesuch ersetzt nicht die Notwendigkeit eines Nachhilfeunterrichts“:

„Während insgesamt 25 % der Eltern Nachhilfe für ihre Schulkinder nutzen, sind es unter jenen, die ihre Kinder in den Schulen ausschließlich ganztägig betreuen lassen, mit 23 % fast gleich viele. Somit treten auch in diesem Bereich keine positiven Auswirkungen eines Besuchs ganztägiger Schulen auf.“
Österreichisches Institut für Familienforschung (Hrsg.), „Betreuung, Bildung und Erziehung im Kindesalter“ (2015), S. 50

Durchschnittliche monatliche Ausgaben für Nachhilfe je SchülerIn:

Österreich: 9 €
Korea: 222 US$
IFES (Hrsg.), „Nachhilfe in Österreich“ (2016), S. 42
Ji Yun Lee, „Private Tutoring and its Impact on Students‘ Academic Achievement,
Formal Schooling, and Educational Inequality in Korea“ (2013), S. 8

Bildungswissenschaftliche Evidenz im Unterrichtsausschuss angekommen:

„Es gebe keinen messbaren Nachweis, dass die Ganztagsschule die Chancengleichheit fördert.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Vorsitzender des parlamentarischen Unterrichtsausschusses,
Parlamentskorrespondenz vom 14. Dezember 2016

Postfaktische Schulpolitik ohne Ende:

„Im Unterrichtsausschuss habe ich auf die fehlenden wissenschaftlichen Belege für den Nutzen der Ganztagsschule hingewiesen, woraufhin Bildungsministerin Sonja Hammerschmid unmissverständlich gesagt hat: Das sei ihr völlig egal, sie glaube trotzdem daran. Daraufhin habe ich alle weiteren Termine gecancelt.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das Schulblatt“ (Printmedium des CLV Oberösterreich) vom Februar 2017, S. 11

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne einen über den Pflichtschulabschluss hinausgehenden Schulabschluss beendet haben (Stand 2015):



Österreich:
EU 28-Mittelwert:
 im Land geboren:
  
5,5 %
10,3 %
aus einem EU-Staat
zugewandert:
12,0 %
17,1 %
außerhalb der EU:
  geboren:
24,5 %
19,9 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 5. März 2017

Dringender Handlungsbedarf für Österreichs Politik:

„Schüler der ersten Migrantengeneration zeigten im Jahr 2015 mit dreimal größerer Wahrscheinlichkeit als einheimische Schüler Leistungsschwächen in naturwissenschaftlichen Fächern und verließen die Schule dreimal häufiger vor Abschluss der Sekundarstufe II.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Länderbericht Österreich 2017“ vom 22. Februar 2017, S. 3

Eines der führenden Einwanderungsländer der OECD:

„Derzeit leben im Bundesgebiet 1,54 Mio. Menschen, die nicht in Österreich geboren sind; das sind knapp 18 % der Gesamtbevölkerung.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Österreichischer Zahlenspiegel“ vom Dezember 2016, S. 5

OECD-weiter Sonderfall:

„Gegenwärtig haben in Wien rund 48 % der Gesamtbevölkerung einen Migrationshintergrund. Sie sind entweder selber nach Wien zugewandert oder als Kind von zugewanderten Eltern in Österreich geboren.“
think.difference (Hrsg.), „Jugendliche in der offenen Jugendarbeit“ (April 2016), S. 19

In Finnlands Gesamtschulen bleiben MigrantInnen am weitesten zurück:

„The performance gap between immigrant and non-immigrant students in Sweden is 58 points on the PISA scale. […] In Finland the performance gap is 85 score points, significantly higher than in the other Nordic countries; however, the share of immigrant students in Finland is relatively low, at 3%.“
OECD (Hrsg.), „Resources, Policies and Practices in Sweden’s Schooling System“ (2014), S. 30

Über 40 % RisikoschülerInnen unter den 15-jährigen MigrantInnen Frankreichs:

„Immigrants in France face particular problems, with less than 60 % passing the minimum benchmark – equivalent to the average for students in Mexico.“
UNESCO (Hrsg.), „Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014), S. 20

Differenzierung hilft MigrantInnen aus bildungsfernen Familien am meisten:

„Migrant children with low educated parents do not perform less in highly stratified systems and even perform better in moderately differentiated systems than they do in comprehensive one.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers u. a., „Migrant pupils’ scientific performance“ (2014), S. 1

„Exceptionally inept“:

„Immigrants to Sweden have severe problems successfully entering into the labor market. Sweden shares this problem with a large number of countries but it has proven to be exceptionally inept at this aspect of integration.“
Univ.-Prof. Dr. Jon Pierre, „2015 Sweden Report“ (2015), S. 8

Beherrschung der Unterrichtssprache unverzichtbar:

„Language is essential for interaction and it forms a foundation for learning, therefore children who face difficulties in their language development need to get timely additional support.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Structural Indicators on Early Childhood Education and Care in Europe – 2016“ (2017), S. 18

Politisches Versagen:

„Das Schönfärben führt dazu, dass Parteien erodieren, dass ihre Werte und Haltungen in Frage gestellt werden und in Folge die extreme Rechte massiven Zulauf erfährt. Das laste ich der Linken in Österreich und Europa massiv an, dass sie diese Entwicklungen völlig verkannt und unterschätzt hat.“
Efgani Dönmez BR-Abg.a.D., Die Grünen, „Academia“ Nr. 1/2017, Februar 2017, S. 1

Die Diskreditierung der dualen Bildung und ihre Folgen:

„Im Zuge der Diskreditierung von praktischer Ausbildung und eines Akademisierungswahns studieren immer mehr junge Menschen, die entweder an Universität oder Hochschule scheitern oder, wenn sie sich bis zum Abschluss durchquälen, am Ende garantiert nicht ihrer Qualifikation gemäß eingesetzt werden können und insofern besser etwas anderes gemacht hätten.“
Univ.-Prof. Dr. Johannes Varwick, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 22. August 2016

Schon jeder zweite beginnt ein Studium:

„Wenn diese sich wieder von derzeit über 50% auf ca. ein Drittel pro Jahrgang wie noch im Jahr 2000 reduzieren würde, täte dies sowohl der akademischen als auch der beruflichen Bildung gut und trüge zur Stabilisierung des akademischen und des nichtakademischen Arbeitsmarktes gleichermaßen bei.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 128

Frankreich:

„Frankreich hat eine Baccalauréat-Quote von 51 Prozent, ein elitäres Bildungssystem und eine auffallende Geringschätzung der handwerklichen und praktischen Qualifikationen. Wer nicht einen Hochschulabschluss vorweist, hat kaum Karrierechancen. Frankreich sitzt in der Akademisierungsfalle und bezahlt dies mit einem dramatischen Niedergang der Industrie und einem wachsenden Rückstand zum deutschen Produktivitätsniveau.“
Rudolf Strahm, lic. oec. „Die Akademisierungsfalle“ (2014), S. 50

OECD-Fetisch:

„Abgesehen davon, dass in den verschiedenen Ländern ‚Akademiker‘ völlig unterschiedlich definiert sind, fragt es sich angesichts der realen Entwicklungen doch, ob man hier nicht einem Fetisch nachläuft, der zwar die Bildungspolitik in Atem hält, aber zunehmend geringere Aussagekraft über den tatsächlichen Bildungsstand junger Menschen und ihre Berufschancen enthält.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 20

Inflation universitärer Abschlüsse:

„Korea has a problem with ‘academic inflation’ or over-education. Over 50 percent of university graduates do not get a job within the first year or only jobs much below their formal education level.“
Univ.-Prof. Dr. Günther Schmid, „Youth Unemployment in Korea: From a German and Transitional Labour Market Point of View“ (2013), S. 16

Von den Erfahrungen anderer lernen!

„Eine weitere Erhöhung der Maturanten- und Akademikerquote ist nicht nur nicht notwendig, sondern sogar schädlich. Das beweisen Spanien, Griechenland u.a. mit einer hohen Maturanten- und Akademikerrate – aber gleichzeitig einer Rekordjugendarbeitslosigkeit.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“ (www.progymnasium.at), Presseaussendung vom 20. April 2016

Österreichs OECD-hörige „Matura für alle“-Politik hat’s geschafft:

„Seit Monaten steigt die Arbeitslosigkeit unter Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen viel stärker als die allgemeine Arbeitslosigkeit.“
Die Presse online am 1. Juni 2016

Jugendarbeitslosigkeit unter AkademikerInnen ebenso hoch wie unter SchulabbrecherInnen!

„In both Greece and Portugal, for example, youth unemployment is as high among university graduates as for those with only a lower-secondary education.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 37

Österreichs Politik ins Stammbuch geschrieben:

„Die viel gelobte Tertiarisierung verstärkt anscheinend eher die Ungleichheit und erhöht nicht die Kompetenzen, während die viel kritisierten segregierten Systeme der Berufsbildung die Ungleichheit eher zu reduzieren scheinen.“
Dr. Lorenz Lassnigg u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“
in Statistik Austria (Hrsg.), „Schlüsselkompetenzen von Erwachsenen – Vertiefende Analysen der PIAAC-Erhebung 2001/12“ (2014), S. 73

Irrsinn!

„Der Akademisierungswahn ist ein Irrsinn. Es gibt auch andere gute Möglichkeiten – eine Lehre etwa.“
Mag. Johann Heuras, Landesschulratspräsident Niederösterreichs, Die Presse online am 28. Juni 2016

Niedrigste Arbeitslosenquote seit einem Vierteljahrhundert:

„Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar auf 2,762 Millionen gesunken. […] Die Arbeitslosigkeit ging damit stärker zurück als im Schnitt der vergangenen drei Jahre und erreichte den niedrigsten Wert in einem Februar seit 1991.“
http://www.t-online.de am 1. März 2017

Arbeitslosenquoten im internationalen Vergleich (Stand Februar 2017):

Deutschland:
Österreich:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich:
Italien:
Spanien:
3,9 %
5,7 %
8,2 %
8,7 %
9,6 %
12,0 %
18,4 %
Sozialministerium online am 1. März 2017

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand Februar 2017):



Deutschland:
Österreich:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:


7,0 %
10,4 %
11,2 %
13,0 %
18,4 %
18,8 %
22,2 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
10

16
15
14
16
Sozialministerium online am 1. März 2017

In Österreich neues Phänomen:

„Ende Februar waren beim AMS insgesamt 24.500 Akademiker als arbeitslos gemeldet, um 1139 bzw. 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Inklusive Schulungsteilnehmern waren es knapp 30.000.“
Kurier online am 1. März 2017
FaceBook  Twitter

Counter

Zugriffe total: 1168861

Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

-------------------------------
Initiative
"Pro Gymnasium"

----------------------------------
bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017