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Medien-Zitate Mai 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Von den US-amerikanischen Erfahrungen lernen!

„Given the “college for all” ethos that has emerged in the United States, unrealistic educational expectations may be more apparent in this country than elsewhere.“
Dr. John Jerrim, „The Unrealistic Educational Expectations of High School Pupils“. In: „The Sociological Quarterly“ 55 (2014), S. 197

Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit:

„Die Gesamtschule hat in Deutschland Jahrzehnte durchschlagender Erfolglosigkeit hinter sich. […] Seit den 1970/80er Jahren hat diese Schulform in allen Studien schlecht abgeschnitten.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 27

Die Folgen individueller Überforderung:

„Das Leistungsniveau der Klasse kann das emotionale Wohlbefinden beeinflussen: Schüler_innen in leistungsstarken Klassen berichteten geringere Freude an und stärkere Angst vor Mathematik sowie ein geringeres Interesse an Mathematik.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 51f

Demotivation durch Überforderung:

„Die SchülerInnen nehmen vermehrt ihre Schwächen wahr, und die Lernmotivation sinkt, wenn überhöhte Leistungserwartungen der LehrerInnen und negative Beurteilungen zusammenkommen.“
ihs (Hrsg.), „Ausbildung bis 18“ (2015), S. 64

Gerechtigkeit statt Gleichheit:

„Chancengerechtigkeit, im Sinne von gleich guten Entwicklungsbedingungen für alle Kinder, wird also auch unter optimalen Voraussetzungen nicht zu einer gleichen Ausprägung der Kompetenzen bei allen Kindern führen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Schule endlich beim Kind angekommen“ in Eva Wyss (Hrsg.), „Von der Krippe zum Gymnasium“ (2014), S. 26

Zwang versus Freiheit:

„Alle Fantasien über Zwangsumverteilung von Schülern sind in freien Gesellschaften stets gescheitert.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Der Vielfalt gerecht werden:

„Kinder sind sehr verschieden. Das bedeutet, dass Dinge, die das eine Kind herausfordernd und spannend findet, für ein anderes Kind Stress und Überforderung bedeutet.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 71

Ideologie von gestern auf Kosten der Zukunft:

„Jedes Kind nach seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten gezielt zu fördern, ist der einzige Weg, sein Potenzial auszuschöpfen. Doch das prioritäre Ziel vieler Politiker ist das gemeinsame Lernen: möglichst ab der Krippe und bis zum Abitur. Auf diese Weise werden wir auf Dauer nicht einmal das Mittelmaß halten können.“
Die Welt online am 29. Mai 2017

Nordrhein-Westfalens Bildungspolitik abgewählt:

„Lehrer sind mit der zunehmend heterogenen Schülerschaft total überfordert. Die Bildungspolitik zählt zu den beliebtesten Experimentierfeldern der Parteien – zum wachsenden Ärger der Bürger.“
Die Welt online am 29. Mai 2017

Widerstand wächst:

„Die Bildungspolitik zählt zu den beliebtesten Experimentierfeldern der Parteien – zum wachsenden Ärger der Bürger.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

„Bildungspolitik“ als Problemverursacherin:

„Ein großer Teil der Bildungspolitik löst keine Probleme, sondern schafft Probleme. Oder noch härter: Bildungspolitik ist in weiten Teilen eine Maßnahme zur vermeintlichen Lösung von Problemen, die es ohne eine bestimmte Bildungspolitik nicht gäbe.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Bilanz der österreichischen „Schulpolitik“:

„Im letzten halben Jahrhundert wurde die Schule politisch ständig nach unten ‚reformiert‘.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.vienna.at am 3. April 2017

Warum Sinnhaftes und Funktionierendes „reformieren“?

„Erfolgreiche Institutionen haben wenig Grund, sich ständig zu verändern; dass eine Einrichtung sich kaum wandelt, könnte auch als Indiz für ihre Sinnhaftigkeit und Funktionalität interpretiert werden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 119

Die Irrationalität der Reformen:

„Die Irrationalität der Reformen ist für all die mit Händen zu greifen, die das gut Gemeinte noch nicht mit dem Guten verwechseln und die sich eine realitätsnahe Haltung bewahrt haben.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 5

Reformen in Richtung Reduktion:

„Die gegenwärtigen permanenten Reformversuche im Bildungswesen bergen die Gefahr, dass am Ende das Bildungssystem als Ganzes lediglich zu einem Instrument des Arbeitsmarkts und ökonomischer Interessen gemacht wird.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 102

Was Finnlands Stärke ausmachte:

„Finland remained immune to the winds of market-driven education policy changes that arose in many other OECD countries during the 1990s.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 43

Das politische Treiben zeigt fatale Wirkung:

„Lehrer aller Schularten empfinden zunehmend Ohnmacht gegenüber dem, was ‚von oben‘ verordnet wird, sowie Frustration und Resignation.“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at) und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“
 (www.bildungsplattform.or.at), Kurier online am 7. Mai 2017

Eltern beginnen sich gegen den Missbrauch ihrer Kinder zur Wehr zu setzen:

„Eltern wünschen sich einfach nur Schulen, die in gutem Zustand sind, mit kleinen Klassen und motivierten Lehrern. Stattdessen sind die Schulen in gesellschaftliche Labore verwandelt worden, mit den Kindern als Versuchskaninchen.“
Tagesspiegel online am 31. Mai 2017

Ja zu sinnvollen Reformen, Nein zu Reformitis:

„Die GÖD sagt Ja zu sinnvollen Reformen, jedoch entschieden Nein zu Reformitis. Denn Reformen um der Reform willen führen erfahrungsgemäß lediglich wieder zu neuen Reformen, besonders dann, wenn nicht der Wille zur Verbesserung Vater des Gedankens ist, sondern die Sanierung des Budgets.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Gesamtschulstaat Schweden:

„Ergebnissen der PISA-Untersuchung zufolge war in Schweden das Schulniveau in den Jahren 2006 bis 2012 so stark gesunken wie nirgendwo sonst in den untersuchten Ländern.“
Die Presse online am 14. März 2016

Schweden:

„The proportion of high-performing students (at Level 5 or above) decreased from 15.8 % in 2003 to 8 % in 2013, below the OECD average of 12.6 %.
The proportion of low-performing students in Sweden (below proficiency Level 2) increased to 27.1 % in 2012 (17.3 % in 2003), above the OECD average of 23.1 %.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (2015), S. 67

„Kommunismus für die Schule“:

„Teile der Reformpädagogik wollen die Noten nach dem Vorbild Schweden am besten ganz oder möglichst bis zur 10. Klasse komplett abschaffen oder propagieren aus Liebe zu den Kindern das, was der ehemalige Kultus- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb (SPD) aus Mecklenburg-Vorpommern als Kommunismus für die Schule bezeichnet hat: den Verzicht auf jedwede Form einer vergleichenden Notengebung zugunsten von individualisierten Lernfortschrittsberichten und damit die Verabschiedung des Leistungsprinzips aus der Schule.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Die Welt online am 17. Dezember 2016

Durchschnittsdauer für die Absolvierung von Primar- und Sekundarstufe (Stand 2013):

Schweden: 14,0 Jahre
Österreich: 11,9 Jahre
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), Table C1.5.

Schweden:

„The 9 % of foreign background pupils perform much worse than their native peers. First-generation immigrants are particularly disadvantaged.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 10

Schweden:

„Die elterliche Nachfrage nach neu gegründeten ‚Freischulen‘ (friskolor) verschärfte die Segregation von sozial benachteiligten Schülern und Schülern mit Migrationshintergrund.“
Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (Hrsg.),
„Unter Einwanderungsländern: Deutschland im internationalen Vergleich“ (2015), S. 87

Schweden:

„Over time the attractiveness of the teacher profession declined and teacher education lost popularity. Declining teacher skills and an increasing share of teaching staff without adequate qualifications followed.“
Jon Kristian Pareliussen u. a., „Skills and Inclusive Growth in Sweden“ (2015), S. 19

Schwedens Gesamtschulsystem erfolglos trotz enormer Ressourcen:

„Sweden invests heavily in education and training, with general government expenditure on education being among the highest in the EU.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016“ (2016), S. 16

Gesamtausgaben für das Bildungswesen als Anteil am BIP (Stand 2013):

Schweden:
OECD-Mittelwert:
Österreich:
7,3 %
6,1 %
5,6 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), Figure B2.1.+ Figure C2.5.

OECD-Empfehlung an Schweden:

„To improve results, the attractiveness of the teacher profession should be raised by monetary incentives, reduced administrative burdens, more flexibility and more workplace influence.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 86

Frankreich:

„There are large performance gaps between schools. Disadvantaged schools benefit less from experienced teachers, and school segregation reflects socioeconomic, academic and migrant backgrounds as well as residential segregation.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 99

Fast 2 Millionen NEETs:

„In France, close to 1.9 million young people between the ages of 15 and 29 are not in education, employment or training. “
Univ.-Prof. Dr. Pierre Cahuc u. a., „Youth unemployment in France“ in Univ.-Prof. Dr. Juan Dolado (Hrsg.),
„No Country for Young People?“ (2015), S. 47

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 28. April 2017):

Deutschland:
Österreich:
Frankreich:
6,6 %
10,6 %
23,6 %
AMS online am 2. Mai 2017

Frankreichs „Maturantenquote“:

„Man darf nicht übersehen, dass die Abschlusszeugnisse in Frankreich einen relativ geringen Wert haben.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Hessische/Niedersächsische Allgemeine online am 14. Juni 2015

Inflation der Bildungsabschlüsse:

„In Frankreich beträgt die Abiturquote schon gut 80 Prozent. Parallel steigen die Absolventenzahlen an Universitäten und Hochschulen. Wie mit dem Geld, so ist es mit Zeugnissen und Zertifikaten: Je mehr im Umlauf sind, desto geringer ist ihr Wert.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. August 2014

Frankreich scheitert an der schulischen Integration von MigrantInnen:

„In France, immigrant students have both academic difficulties and report the weakest sense of belonging.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, in OECD (Hrsg.), „Immigrant Students at School“ (2015), S. 6

Einheitsschulen für die Masse, Kaderschmieden für die „Entscheidungsträger“:

„ENA – dieses in Frankreich gut bekannte Akronym steht für die École nationale d'administration, die Kaderschmiede für angehende französische Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft.“
Die Presse vom 5. November 2015

Unter-35-Jährige, die in den letzten drei Jahren ein Studium abgeschlossen haben, aber keinen Arbeitsplatz haben (Stand 2016):

Deutschland:
Österreich:
Frankreich:
7,4 %
12,4 %
24,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 11. Mai 2017

„The French case“:

„The quality and not only the quantity of education is now debated, and also what kind of education, for whom and for what purpose.“
Univ.-Prof. Dr. Marie Duru-Bellat, „Access to Higher Education: the French case“ (2015), S. 42

Frankreich verlässt die „Matura für alle“-Politik und setzt auf duale Bildung:

„The government’s objective is to reach 500 000 apprentices by 2017. As set out in the plan to re-launch apprenticeship, a significant communication effort aimed at young people and companies has been undertaken to promote apprenticeships in private and public sectors.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015 - Country analysis“ (2015), S. 105

Gemeinsames Lernen lässt Potenziale verkümmern:

„Jedes Kind nach seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten gezielt zu fördern, ist der einzige Weg, sein Potenzial auszuschöpfen. Doch das prioritäre Ziel vieler Politiker ist das gemeinsame Lernen: möglichst ab der Krippe und bis zum Abitur.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

„Modellregionen“ führen zur Flucht derer, die es sich leisten können:

„Eltern mit gefüllter Brieftasche könnten dieser Zwangsbeglückung ausweichen und ihre Kinder in Privatschulen schicken. Damit würde genau jene soziale Schere aufgehen, welche die Gesamtschulbefürworter verhindern wollen. Ein Blick in Gesamtschulländer wie England bestätigt dies eindrucksvoll.“
HR Mag. Dr. Thomas Plankensteiner, Landesschulinspektor der AHS Tirol, Tiroler Tageszeitung vom 2. März 2016

Englands staatliches Gesamtschulwesen:

„Those most in need tend to be those least likely to access good educational provision, facing ‘double-disadvantage’.“
Sutton Trust (Hrsg.), „The impact of academy chains on low-income students“ (2015), S. 7

Leistungsschwach und sozial ungerecht:

„At present, initial schooling results in one third of 16-19 year-olds in England having low basic skills, and these poor outcomes by international standards depend more heavily on parental background than in most comparable countries.“
OECD, „Building Skills for All: A Review of England“ (2016), S. 61

Selektion nach der Wohnadresse:

„A recent Santander report suggested London parents were willing pay a premium of more than £70,000 to buy a house close to a good school.“
The Guardian online am 8. September 2016

Von England lernen!

„The evidence shows that in England, schooling at best replicates and at worst exacerbates existing inequality.“
Sutton Trust (Hrsg.), „The impact of academy chains on low-income students“ (2015), S. 7

Realitätsverweigerung als politische Maxime:

„Für manche Bildungspolitiker kann offenbar nicht sein, was nicht sein darf. Nur so sind die längst und vielfach empirisch widerlegten Mythen zum sog. längeren gemeinsamen Lernen, zur verlängerten Grundschulzeit oder zur vermeintlichen Überlegenheit ausländischer Einheits- oder Gesamtschulen usw. zu erklären.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 9

Den letzten Unbelehrbaren ins Stammbuch geschrieben:

„Nach über 100 Jahren Gesamtschuldiskussion ist es Zeit einzugestehen, dass diese Debatte unserer Bildungslandschaft und vor allem unseren Kindern und Jugendlichen keinen Nutzen gebracht, sondern nur zur Diffamierung des ursprünglich guten Images aller Bildungseinrichtungen beigetragen hat.“
Stellungnahme der VCL Österreich, beschlossen in der Bundesleitungssitzung am 23. Februar 2015

Talente zum Blühen bringen!

„Die Gene legen unser Intelligenzpotenzial fest. In welchem Ausmaß es zum Tragen kommt, entscheidet die Umwelt. Hier ist die Analogie zur Pflanzenwelt hilfreich: Aus einem Gänseblümchensamen entwickelt sich auch bei bester Pflege keine Rose. Aber damit Gänseblümchen und Rose ordentlich wachsen und ihre Pracht entfalten können, brauchen sie Sonne und müssen gegossen werden.“
Univ.-Prof. Dr. Aljoscha Neubauer, www.deutschlandradiokultur.de am 21. März 2015

Vielfalt statt Zwang!

„Demokratie darf nicht zum Diktat des Durchschnitts werden. Eine zur Gleichheit verurteilte Gesellschaft wäre zur Stagnation verurteilt.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Schweden:

„Student performance in Sweden is low compared to many other OECD countries and has been decreasing over the last decade, with large numbers of low performers and few high performers in all PISA domains.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (2015), S. 7

Die „moderne“ Schule:

„In der modernen Schule bekommen nicht alle Kinder, ihren Voraussetzungen entsprechend, die gleiche Chance. Stattdessen gibt es ideologisch geprägte Diskussionen darüber, dass alle gleich sein müssen.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 284f

Hollands Erfolgsrezept:

„In the Netherlands, the schooling system is characterised by a high degree of early streaming.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (2015), S. 62

Leistung statt Abstammung:

„Schulische Selektion fördere die Meritokratie, also eine Gesellschaft, die nicht Privilegien belohne, sondern Leistungen und Fähigkeiten.“
Theresa May, Premierministerin Großbritanniens, Neue Zürcher Zeitung online am 10. September 2016

Freiheit oder Gleichheit:

„Schule ist keine Institution zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit und Individualität. Gewiss ist das Spannungsverhältnis von Gleichheit und Freiheit nicht aufhebbar. Wer qua Schule Gleichheit und Freiheit zugleich verspricht, ist ein Scharlatan.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Es geht um die Passung:

„Guter Unterricht muss zu den Lernmöglichkeiten und den Lernbedürfnissen der einzelnen Schüler_innen passen. Sowohl ein Unterricht, der chronisch unterfordert als auch ein Unterricht, der beständig überfordert, ist nicht sinnvoll. Passend ist ein Unterricht dann, wenn die gestellten Anforderungen in einem Bereich liegen, der oberhalb des aktuellen Wissensstands liegt, aber auch nicht zu weit davon entfernt.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 63

Enorme Entwicklungsunterschiede:

„Wenn Kinder auf die Welt kommen, sind sie bereits sehr verschieden. […] Im Laufe der Entwicklung nehmen die Unterschiede zwischen den Kindern immer mehr zu. […] Bis zur Oberstufe nehmen die Unterschiede zwischen den Kindern noch einmal deutlich zu. Mit 13 Jahren variiert das Entwicklungsalter von zehn bis 16 Jahren zwischen den am weitesten entwickelten Kindern und jenen, die sich am langsamsten entwickeln.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 84ff

Differenzierung international üblich:

„Students in secondary education are generally assigned to educational tracks or grouped for specific subjects, mostly language and math (setting). Tracking and setting are based on student’s cognitive abilities, leading to homogeneous classes or courses.“
Dr. Marjolein Deunk u. a., „Differentiation within and across classrooms“ (2015), S. 38

„Widerspruch in sich“:

„Als ‚Widerspruch in sich‘ bezeichnete Hopmann angesichts der Autonomie-Bestrebungen, dass künftig Gesamtschul-Modellregionen auch eingeführt werden können, wenn die Schulpartner dies dort nicht wollen.“
Kleine Zeitung online am 17. November 2015

Für die OECD sensationelles Eingeständnis:

„A diversity of education programmes gives more chances to students to find the types of programmes that correspond to their needs, expectations and skills, and to continue education.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (2015), S. 61

Von Österreichs Schulpolitik übersehen?

„Beim Ehrgeiz halten sich die österreichischen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich sehr zurück. Nur 13 % der US-amerikanischen Schülerpopulation bezeichnen sich als ‚nicht ehrgeizig‘, in Schweden sind es 17,9 % und in Österreich 33,5 %.“
www.bildungsplattform.at am 27. April 2017

Die Saat geht auf:

„Leider ist es so, dass sogenannte ‚zeitgeistige Reformen‘ dazu geführt haben, dass die Leistungsbereitschaft ständig nachgelassen hat. Dazu tragen sogenannte ‚Experten‘ nicht unwesentlich bei, wenn sie glauben, die Abschaffung der Noten würde den Erfolg erhöhen, die Senkung der Zahl der Klassenwiederholungen würde leistungssteigernd wirken, Hausübungen seien nicht sinnvoll, das Streichen von Schultagen wäre notwendig und in heterogenen Gruppen würde man bessere Leistungen erzielen als in homogeneren Gruppen.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 5. Mai 2017

Mehr zutrauen, mehr zumuten!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Die um sich greifende Gute-Laune-Pädagogik schadet unseren Kindern. Wir müssen Kindern wieder mehr zutrauen und auch mehr zumuten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Leistungsbereitschaft wichtiger Bildungsinhalt:

„Die Fähigkeit, auch mal die ein oder andere Woche vor Abschlussprüfungen durchzulernen, oder die Härte, mit zeitlich begrenztem Leistungsdruck umzugehen, sind nicht nur in der Schule, sondern auch im späteren Leben eminent wichtig.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 11

Leistungsfeindlichkeit auf Kosten der Jugend:

„Seit Jahren sollen ‚unnötige Härten‘ vermieden werden: keine Grundregeln beim Schreiben, keine schriftlichen Prüfungen, kein Sitzenbleiben. Mit der wahren Arbeitswelt sind Jugendliche so überfordert.
Die Welt online am 26. März 2015

Infantilität statt Bildung:

„Ich beobachte, dass Jugendliche in einem Zustand der Infantilität behalten werden. Schüler, die Probleme haben, werden vielseitig betreut. Das ist einerseits sicher sinnvoll, birgt aber die Gefahr, dass die Jugendlichen zu spät in die Eigenverantwortlichkeit übergeben werden.“
Allan Guggenbühl, Kinder- und Jugendpsychotherapeut, www.blick.ch am 27. Jänner 2015

Anstrengungsbereitschaft fördern!

„Das Wichtigste ist, Kindern von Anfang an zu vermitteln, dass Anstrengung neben aller Freude, Spaß und Spiel notwendig ist, dass Nicht-Leistung einem selbst schadet.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.vienna.at am 3. April 2017

Leistungsorientierung wirkt mehrfach positiv:

„Eine Schule, die keine Forderungen an ihre Schüler stellt, produziert schlechte Ergebnisse und sinkendes Wohlbefinden.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 113

Die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren:

„Overall, some of school characteristics that were found to be associated with achievement are (ordered by the strength of the correlation): strong emphasis on academic success, strong and orderly school environment, and adequate environment and resources.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 21f

Österreichs Schulkultur hinterfragen!

„Wir brauchen und wollen keine Drillschulen ostasiatischer Prägung. Anstrengung und Ehrgeiz müssen aber wieder verstärkt Teil der österreichischen Schulkultur werden.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der Bildungsplattform „Leistung &Vielfalt“,
www.bildungsplattform.at am 27. April 2017

„Schier jakobinisch geht es zu“:

„Es scheint zu gelten: ‚Was nicht alle können, darf keiner können. Was nicht alle haben, darf keiner haben. Was nicht alle sind, darf keiner sein.‘ […] Manche Jakobiner machten sich in ihrem Tugendterror und Gleichheitseifer gar daran, Kirchtürme zu schleifen, weil diese ungleich seien.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Das individuelle Entwicklungspotential verwirklichen:

„Chancengerechtigkeit, im Sinne von gleich guten Entwicklungsbedienungen, wird […] auch unter optimalen Bedingungen nicht zu einer Gleichheit in den Kompetenzen bei Kindern führen. […] Mit mehr Chancengerechtigkeit soll daher jedes Kind die Möglichkeit erhalten, sein individuelles Entwicklungspotential besser zu verwirklichen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 92

Auf ungefähr gleiches Niveau achten!

„Gibt es denn Beweise dafür, dass ein ziemlich schlechter Fußballspieler besser wird, wenn er mit Gleichaltrigen spielen darf, die wesentlich besser spielen als er selbst? Oder anders herum: Worin liegt der Vorteil für den besseren Spieler, wenn er auf einem niedrigeren Niveau in einer Mannschaft spielen muss, deren Spieler nicht mit ihm mithalten können? Es wäre wohl am besten, wenn man darauf achtet, dass Kinder mit anderen Kindern auf ungefähr gleichem Niveau zusammen spielen und dass es kein Problem ist, in eine andere Mannschaft zu wechseln, wenn die Voraussetzungen sich mit der Zeit verändern.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 184f

Homogenität Basis für Qualität:

„Ich brauche Schulen mit Lernmilieus. Homogene Lerngruppen sind produktiver füreinander als inhomogene.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Qualität lässt Unterschiede größer werden:

„Bessere Umweltbedingungen für alle Individuen einer Population vergrößern in der Regel die Unterschiede zwischen den Individuen, da leistungsfähigere Personen mehr von der Maßnahme profitieren als leistungsschwächere.“
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Hrsg.), „Frühkindliche Sozialisation“ (2014), S. 47

Gesamtschulland England, Privatschulland England:

„Attending a Grammar or a private secondary school is associated with a greater likelihood of being a higher earner at age 42 relative to those who attend a comprehensive secondary school.“
Dr. Abigail McKnight, „Downward mobility, opportunity hoarding and the ‚glass floor‘“ (2015), S. 25

Schwedens staatliches Gesamtschulwesen in Auflösung:

„The number of independent schools (with grade levels 7–9) has increased tenfold since the reform, from 38 (3.8 % of all schools) registered independent schools in 1993 to 396 (22.3 % of all schools) in 2009.“
Anders Böhlmark u. a., „Independent Schools and Long-run Educational Outcomes“ in „Economica“ (2015), S. 5

Dänemarks Gesamtschulwesen:

„In Denmark, there are clear signs of polarisation of educational attainment across youth with an increasing share of both tertiary graduates and low achievers, and a declining share of middle-skilled.“
Margherita Bussi u. a., „Skills and Labour Market Performance in Sweden“ (2015), S. 6

Leider nicht nur der Wiener!

„Es ist klare Politik der Wiener Genossen: Wenn wir schon die achtjährigen Gymnasien nicht abschaffen und durch (Zwangs-)Gesamtschulen ersetzen dürfen, dann gehen wir halt so brutal mit den höheren Schulen um, dass ihnen die Luft ausbleibt.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 15. März 2017

Extrem beliebt und wertgeschätzt:

„Wer in Deutschland das Gymnasium abschaffen will, riskiert einen Volksaufstand.“

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Baumert, Spiegel online am 13. Mai 2017


„Key to all other aims”:

„Behaviour in school is inseparable from academic achievement, safety, welfare and well-being, and all other aspects of learning. It is the key to all other aims, and therefore crucial.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 12

Wachsendes Problem:

„Nach ihrer allgemeinen Einschätzung zur Entwicklung von Gewalt an Schulen in Deutschland gefragt, gehen 59 Prozent der befragten Lehrer davon aus, dass Gewalt an Schulen in den letzten fünf Jahren zugenommen hat, lediglich 4 Prozent glauben, dass Gewalt an Schulen eher abgenommen hat. 36 Prozent sehen diesbezüglich keine größeren Veränderungen.“
forsa (Hrsg.), „Gewalt gegen Lehrkräfte“ (2016), S. 3

„The most frequently occurring problem“:

„The Trends in International Mathematics and Science Study (TIMSS) showed that disruptive pupil behaviour in the classroom is perceived by head teachers to be the most frequently occurring problem for most countries.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 4

„One of the main demotivating factors”:

„Almost a third (31 %) of all teachers (and 46 % of secondary teachers) identified pupil behaviour and discipline as one of the main demotivating factors that they experienced at work.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 52

LehrerInnen mit hoher Burnout-Gefährdung:

„Lehrer, die eher als zurückhaltend, feinfühlig und dem Kind zugewandt gelten, fühlen sich über Gebühr durch Fehlverhalten von Schülern oder forderndem Auftreten von Eltern provoziert.“
Dr. Wolfgang Hagemann, „Burnout bei Lehrern: Ursachen, Hilfen, Therapien“ (2009), S. 56

Schule als Deponie:

„Im Wesentlichen will man alle Probleme einer zerbröselnden Gesellschaft auf die Schule schieben, was nicht nur die Lehrenden verunsichert. So muss die Schule zunehmend die Erziehung für unfähige Eltern und die Integrationsarbeit für einen notorisch überforderten Staat übernehmen. Möglichst zum Nulltarif, versteht sich!“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Die Presse online am 7. November 2016

Bildungslotterie:

„For too many pupils, having a calm and orderly environment for learning is a lottery.“
Ofsted (Hrsg.), „Below the Radar: Low-Level Disruption in the Country's Classrooms“ (2014), S. 5

Ehrliche Bestandsaufnahme:

„Es fehle vielfach am notwendigen Respekt: ‚Werte wie Grüßen, Anstand, Pünktlichkeit, Genauigkeit und Leistungsbereitschaft sind abhandengekommen.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 10. Jänner 2017

Auf einer fünfteiligen Skala sind „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für

93 % der Befragten die Vermittlung von Respekt und
86 % der Befragten die Vermittlung von Ordnung und Fleiß.
Insa Consulere (Hrsg.), „Schulstudie 2014“ (2014)

Disziplin unverzichtbar:

„Ich halte sehr viel von Disziplin und Pünktlichkeit. Ohne Disziplin kann man nichts erreichen im Leben.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Schwäbische online am 26. April 2017

Sprachbeherrschung Basis für Bildungserfolg:

„Es ist wichtig, die Kinder zunächst fit für die Sprache zu machen, bevor sie in den regulären Unterricht kommen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Oberösterreichische Nachrichten online am 3. März 2016

Erfolg und Scheitern lassen sich vorhersagen:

„Für das Fach Mathematik beispielsweise konnte die bedeutende Rolle der sprachlichen Kompetenzen in verschiedenen Längsschnittstudien gezeigt werden. So zeigte sich etwa, dass bereits die sprachlichen Kompetenzen von 7-jährigen Kindern eine Vorhersage der Schulnoten erlauben, die sie drei Jahre später erhalten – und zwar nicht nur im Fach Deutsch, sondern auch in Mathematik und Sachkunde.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 21

Ohne Sprachkenntnisse keine Integration:

„Across the OECD, knowledge of the host-country language is a key factor in determining the speed and success of integration.“
OECD (Hrsg.), „Finding the way: A discussion of the Finnish migrant integration system“ (2017), S. 10

Enorme Herausforderung:

„Der aktuelle Zustrom von Flüchtlingen und Migranten wird eine weitere Herausforderung im Bereich Integration darstellen. Im Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl gehört Österreich zu den Ländern, die am stärksten vom jüngsten Zustrom von Flüchtlingen und Migranten betroffen sind.“
EU-Kommission (Hrsg), „Länderbericht Österreich 2016“ vom 26. Februar 2016, S. 79

Die 3 EU-Staaten mit den meisten Asylanerkennungen des Jahres 2016 (je 1000 EinwohnerInnen):

Schweden:
Deutschland:
Österreich:
Zum Vergleich:
Frankreich:
Großbritannien:
7,04
5,42
3,66
 
0,53
0,25

Eurostat, Pressemitteilung vom 26. April 2017, S. 3

Enorme Integrationsaufgabe über die Sprachvermittlung hinaus:

„Im Durchschnitt liegt das syrische Leistungsniveau 140 PISA-Punkte hinter dem deutschen, das albanische 123 Punkte. Diese Differenz – wohlgemerkt unter Gleichaltrigen – entspricht in etwa dem, was Schülerinnen und Schüler im Durchschnitt in vier bis fünf Schuljahren lernen.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, ifo-Schnelldienst 1/2016 vom 14. Jänner 2016, S. 22

Österreichs SchülerInnen mit Migrationshintergrund:

„Der Anteil an Kindern, deren Eltern maximal über eine Pflichtschulausbildung verfügen, ist […] bei jenen mit Migrationshintergrund etwa fünfmal so hoch wie bei jenen ohne Migrationshintergrund.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS & TIMSS 2011“ (2015), S. 68

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, von denen kein Elternteil einen Abschluss der Sekundarstufe II erworben hat (Stand 2013):

Kinder ohne Migrationshintergrund: 3,7 %
Kinder mit Migrationshintergrund: 25,3 %
Kinder mit türkischem Migrationshintergrund: 51,2 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), Abb. A2.a

Parallelgesellschaften drohen:

„Der Rückgang der natürlichen Reproduktionsraten in Kombination mit starker Zuwanderung, die auf wenige Nationalitäten beschränkt ist, kann unter ungünstigen Bedingungen das Entstehen von Parallelgesellschaften verstärken. […] In der Folge können sogar wichtige gesellschaftliche Errungenschaften auf dem Gebiet der Grundrechte (z. B. Gleichstellung von Mann und Frau) infrage gestellt werden.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 33

Akzeptanz der Angebote muss erreicht werden:

„In den vergangenen beiden Jahren wurden in Österreich umfangreiche und qualitativ hochwertige Integrationsangebote geschaffen. Entscheidend für die erfolgreiche Integration ist auch, wie diese Angebote angenommen und eigenverantwortlich erfolgreich absolviert werden.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF in ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbarometer 2017“ (2017), S. 7

„Autonomiepaket“ hat riesigen Verbesserungsbedarf:

„Wenn man nicht weiß wohin die Reise gehen soll, ist es völlig sinnlos, schneller dort sein zu wollen! Der Verbesserungsbedarf ist derart groß, dass es in höchstem Maße verantwortungslos wäre, diese Gesetzesvorlage noch vor dem Sommer durchzuwinken!“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, Presseaussendung vom 12. Mai 2017

Auch Familienbund lehnt „Autonomiepaket“ ab:

„Der Österreichische Familienbund sieht beim vorliegenden "Autonomiepaket" (Bildungsreformgesetz 2017 - Schulrecht sowie Dienstrechtsnovelle 2017 - Bildungsreform) den Umstand kritisch, dass viele Maßnahmen auf Einsparungen abzielen.“
Presseaussendung des Österreichischen Familienbundes vom 4. Mai 2017

Den Schulen fehlen die Ressourcen:

„Wenn es nicht doch mehr Geld für die Schulen gibt, wird diese Reform nicht mehr Chancengleichheit im Schulsystem bedeuten.“
Standard online am 26. April 2017

Ablehnung für erweiterte Mangelverwaltung:

„Den Schulen seien bereits in den vergangenen Jahren die Budgets massiv gekürzt worden. Autonomie sei daher nicht mehr als Mangelverwaltung, denn die Bildungsreform dürfe laut Gesetz keinen Cent mehr kosten.“
Heidrun Eibl-Göschl, Obfrau der Elternvereine Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 26. April 2017

Respekt vor den Betroffenen!

„Unzählige Organisationen, Vereine, Vertreter der Schulpartner und der Direktoren und auch Einzelpersonen, stellen dieser Gesetzesvorlage ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.“
Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV), Presseaussendung vom 12. Mai 2017

„Keine Verbesserung“:

„Aus pädagogischer Sicht bringt das vorliegende Gesetzespaket den Schülern und Lehrern keine Verbesserung.“
Stephan Maresch, Vorsitzender der Personalvertretung aller PflichtschullehrerInnen Wiens, ORF online am 9. Mai 2017

Schluss mit einer abgehobenen Schulpolitik!

„Die echte Stimmung wird nur erleben, wer an einem ganz normalen Tag in das Schulgeschehen eintaucht und mit Lehrern und Direktoren ‚off records‘ spricht. Da gibt es keinen vernehmbaren Wunsch nach Clustern, der totalen Inklusion oder der Abschaffung von Klassenschülerhöchstzahlen und Teilungszahlen. Da wird ehrlich über die zunehmende Belastung gesprochen – durch die schwieriger werdenden Bedingungen in den Klassen und den enormen Mehraufwand durch die Dauerreformen der letzten Jahre – in der Öffentlichkeit paradoxerweise als ‚Stillstand‘ wahrgenommen.“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at), stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at) und Vorsitzende der AHS-Direktoren NÖ, www.andreas-unterberger.at am 8. Mai 2017

Die Sorgen ernst nehmen!

„Wir ersuchen die Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, die Sorgen der Gewerkschaft ernst zu nehmen und auf die in der Praxis tätigen Lehrer zu hören. Das Paket in schnellen Verhandlungen durchzuziehen, würde die Zukunft der Kinder gefährden.“
Karl Nehammer, Obmann des ÖAAB Wien, Presseaussendung vom 28. April 2017

„Autonomiepaket“ nicht ausverhandelt:

„Von einer Einigung kann überhaupt keine Rede sein.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 13. Mai 2017

Die 100-Millionen-Frage:

„Würden in jeder Klasse tatsächlich nur 25 Schüler sitzen, müsste der Staat 100 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich investieren – nur um das aktuelle Gesetz einzuhalten. Darauf würde man mit dem neuen Autonomie-Paket verzichten können. Gesetzliche Höchstzahlen wären dann Geschichte.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft,
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, www.salzburger-fenster.at am 8. Mai 2017

Estland, Europas PISA-2015-Sieger:

„In 2012, the average class size in the private sector was 15 and 12 for primary and lower secondary education respectively, while it stood at 17 and 16 for the whole system for the same education levels.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Estonia“ (2016), S. 76

Österreichs Schulwirklichkeit:

„In der AHS-Unterstufe […] saßen im Schuljahr 2014/15 34,7 % der Kinder in Klassen mit mehr als 25 Kindern, in der Hauptschule und Neuen Mittelschule waren es hingegen deutlich unter 5 % der Kinder (1,5 % bzw. 2,1 %).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 80

Im Schuljahr 2015/16 stieg der Anteil der SchülerInnen in überfüllten Klassen von 34,7 % auf 38,4 %.

Eine Frage der Disziplin:

„Natürlich gibt es Studien, die belegen, dass sich selbst in sehr großen Schulklassen gute Lernerfolge erzielen lassen, aber ich bin sicher, dass sie nicht von österreichischen Schülern der aktuellen Generation mit ihrer mangelnden Fähigkeit zu Konzentration und ihren zahllosen innerfamiliären und sozialen Konflikte ausgehen.“
Peter Michael Lingens, Profil online am 2. Mai 2017

Anteil der 15-Jährigen, die in Klassen mit höchstens 20 SchülerInnen unterrichtet werden (Unterricht der Landessprache; Stand 2015):

Finnland:
Österreich:
Südkorea:
Singapur:
70,4 %
22,2 %
3,1 %
2,1 %
OECD-Datenbank zu PISA 2015, Abfrage vom 6. Jänner 2017

Klassengröße „nicht unerheblich“:

„Jedenfalls kann die Klassengröße das Unterrichtsgeschehen und auch die Möglichkeiten auf das individuelle Lernen der Schülerinnen und Schüler einzugehen, in nicht unerheblichem Ausmaß beeinflussen.“
Univ.-Prof. Dr. Kristina Reiss u. a., „PISA 2015. Eine Studie zwischen Kontinuität und Innovation“ (2016), S. 202

Einer „Bildungsexperten“ Österreichs am Wort:

„Alle internationalen Studien kommen zum Ergebnis, dass die Senkung von Klassenschülerhöchstzahlen, enorm teuer und nachweisbar pädagogisch die sinnloseste Maßnahme ist. Daher fordere ich, dass wir die Klassenschülerhöchstzahl von 25 auf 30 erhöhen, dafür aber Kindergartengruppengrößen radikal absenken.“
Dr. Andreas Salcher, Kurier online am 4. September 2016

„Wenig sinnvoll“:

„Der Verweis auf riesige Schulklassen in China oder Südkorea ist wenig sinnvoll - die Schüler dort sind ganz anders diszipliniert und stehen dem Lehrer und dem Lernen mental ganz anders gegenüber.“
Peter Michael Lingens, Profil online am 2. Mai 2017

Disziplin und Klassengröße:

„Teachers with a high share of students with behavioural problems and large classes may have to spend too much time keeping order in the classroom and not enough on teaching and learning activities.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus 46“ (Dezember 2016), S. 4

Die 5 OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen physische und psychische Gewalt unter SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen (Stand 2015):

1. Niederlande
2. Belgien
3. Finnland
4. Deutschland
5. Österreich
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), Table II.3.12

Schulwirklichkeit versus Politfiktion:

„Befürworter von Modellregion und gemeinsamer Schule argumentieren, dass die Kinder dort gemeinsam zur Schule gehen würden. Es gibt die fiktive Gesamtschule, wo Murat mit dem Arztsohn acht Jahr zusammensitzt, nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

EU-weit führt jede zweite Schule Unterricht auf verschiedenen Leistungsniveaus:

„On average across 26 EU 13 % of 15-year-olds are in schools reporting that students are grouped by ability within their Mathematics classes in all classes; 33 % are in schools whose students are grouped by ability within their classes in some classes and 54 % are in schools reporting they are not grouped by ability within any of their classes.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Practices in Primary and Secondary Schools in Europe“ (2015), S. 76

In „Gesamtschulstaaten“ wird teilweise schon in der Grundschule nach Leistungsniveaus differenziert:

„In den USA sind Formen des Tracking beispielsweise ziemlich selbstverständlich bis in die Grundschule hinein verbreitet.“
Dr. Lorenz Lassnigg u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“
in Statistik Austria (Hrsg.), „Schlüsselkompetenzen von Erwachsenen – Vertiefende Analysen der PIAAC-Erhebung 2001/12“ (2014), S. 61

„Längst eindeutig widerlegt“:

„Die Idee, dass man durch eine Einheitsschule mehr soziale Gerechtigkeit oder Bildungsgerechtigkeit schaffen könnte, ist längst eindeutig widerlegt worden. Helmut Fend hat mit Bedauern festgestellt, dass es keine Unterschiede zwischen einem gegliederten und einem Einheitsschulsystem bezüglich der sozialen Gerechtigkeit gibt.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom März 2017, S. 32

Gleichheitsgrundsatz wirklich leben!

„Die Bundesverfassung stellt im Gleichheitsgrundsatz des Art 7 B-VG ganz strikt darauf ab, dass Gleiches gleich, Ungleiches aber ungleich behandelt werden muss, um Menschen nicht zu diskriminieren.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Rasenmäher-Schulpolitik:

„Weil es einfacher ist, mit dem Rasenmäher drüberzufahren, als sich um einzelne Grashalme zu kümmern, wird jeder gleich gefördert.“
Franz Welser-Möst, Oberösterreichische Nachrichten online am 1. September 2016

Englands Premierministerin plant das Ende des britischen Einheitsschulwesens:

„In a true meritocracy, we should not be apologetic about stretching the most academically able to the very highest standards of excellence.“
Theresa May, Premierministerin Großbritanniens, Ansprache vom 9. September 2016

Förderung statt Gleichmacherei:

„Schulen sind keine Anstalt zum Herstellen der Gleichheit, sondern zur Förderung der Individualität.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Saarbrücker Zeitung online am 25. April 2017

Politgeschwafel:

„Es ist ein pädagogischer Widerspruch, wenn in Schulgesetzen einerseits die Individualisierung des Unterrichts verlangt wird und andererseits das Erreichen von Lernzielen, die für alle verbindlich sind. Man kann nicht beides haben.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 145

Bildungserfolg setzt Anspruch an das Individuum voraus:

„Ein intellektuell fordernder und anspruchsvoller Unterricht wirkt sich […] nicht nur auf den Wissenszuwachs aus, sondern verbessert die Intelligenz und damit die Fähigkeit, schnell neue Informationen zu erfassen und zu verarbeiten.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 38

Eine extreme Herausforderung für Österreichs Universitäten:

„Einzelne (sehr beliebte) Studienrichtungen wie z. B. Psychologie weisen extrem hohe Anteile ausländischer Studierender, vorwiegend aus Deutschland, auf (bis knapp 90 % an den Universitäten Salzburg und Innsbruck).“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 38

OECD-weit Platz 4 für Österreich:

„Austria has one of the highest shares of international students in the OECD and although most of them are from EU/EFTA countries, the share of students from non-EU/EFTA countries has more than doubled since 2007.“
OECD (Hrsg.), „Recruiting Immigrant Workers: Austria 2014“ (2014), S. 14

Jeder vierte Studierende kommt aus dem Ausland, um in Österreich zu studieren:

„Der Anteil an internationalen Studierenden in Österreich ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern überdurchschnittlich hoch und lag im Studienjahr 2012/13 bei rund 25 % aller Studierenden. Damit zählt Österreich mit Australien, Neuseeland, Schweiz und Großbritannien zu jenen OECD-Staaten, die den höchsten Anteil an ausländischen Studierenden aufweisen.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2014“ (2014), S. 30

Gründe der Attraktivität:

„Geographic considerations and differences in entry requirements (such as numerus clausus or greater selectivity for some programmes) are the most likely explanations for the concentration of students from Germany in Austria and the Netherlands.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), S. 351

Jährlich eine Milliarde aus dem österreichischen Bildungsbudget für Studierende aus dem Ausland:

„Bei der Zurverfügungstellung der universitären Ausbildung ist die öffentliche Hand ausgesprochen großzügig. Diese Dienstleistung wird allen, auch den ausländischen Studierenden kostenfrei (oder nach Einhebung eines minimalen Kostendeckungsbeitrags) zur Verfügung gestellt, auch wenn keine entsprechenden Steuerleistungen von den Konsumierenden selbst oder deren Eltern vorhanden sind. Das ist international unüblich.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2014“ (2014), S. 33

Higher tuition fees for international students:

„An increasing number of OECD countries charge higher tuition fees for international students than for national students.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus“, Nr. 41 (April 2016), S. 1

Australien:

„Dort setzt man schon seit geraumer Zeit vor allem auf ‚Incoming‘ im Sinne der Anwerbung internationaler Studenten, die meist hohe Studiengebühren zahlen.“
Die Presse online am 27. April 2016

Kanadas ertragreicher Exportartikel:

„Education provided to international students is a growing export industry, worth over $ 6.5 billion in 2008, greater than our export of coniferous lumber or coal, and generating more than $291 million in government revenue.“
Erika Gates-Gasse, „‚Two Step‘-Immigration“ (1. Oktober 2010)

Nicht einmal jeder Sechste bleibt:

„Der Großteil deutscher Studierender des Diplomstudiums Humanmedizin zieht nach dem Abschluss aus Österreich weg. […] Innerhalb von drei Jahren hatten laut Berechnungen von Statistik Austria 84,3 % das Land verlassen.“
Statistik Austria, Pressemitteilung vom 3. Mai 2017

Politischer Handlungsbedarf:

„Das Potenzial international Studierender ist auszuschöpfen. Österreichs Investitionen in die Bildung und Ausbildung ausländischer Studierender sollen sich für Österreich langfristig rechnen.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), S. 14

Jahrzehntelanges integrationspolitisches Versäumnis:

„Wir haben vor Jahrzehnten Gastarbeiter aus der Türkei geholt und nicht damit gerechnet, dass sie dableiben. Es gab kein Integrationsangebot und keinen Druck, dass diese Menschen das Angebot annehmen.“
BM Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse vom 5. Mai 2017

Dringender Handlungsbedarf:

„Von den 18- bis 24-Jährigen mit Migrationshintergrund, unter denen Jugendliche mit Abstammung aus dem ehemaligen Jugoslawien sowie mit türkischer Herkunft dominieren, zählen 15,5% zu frühen Schul- und Ausbildungsabgängerinnen und -abgängern.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 114

Unterschiede nach Herkunftsland:

„Migranten aus asiatischen Ländern, etwa Vietnamesen, erzielen zum Teil bessere Ergebnisse als deutsche Schüler. Schwierigkeiten bereiten vor allem Kinder mit türkischen, arabischen und jugoslawischen Wurzeln.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, www.kath.net am 2. April 2014

Staaten, deren ImmigrantInnen höhere Bildungsabschlüsse besitzen als die einheimische Bevölkerung:

„The foreign-born are particularly highly educated in Canada, New Zealand, Luxembourg, the United Kingdom, Israel, Australia, Ireland, Poland and Estonia, where some 40% or more have a university degree.“
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2014“ (2014), S. 47

Staaten mit extrem selektiver Einwanderungspolitik:

„Differences are particularly sharp in Canada where 58 % of foreign-born have higher education versus only 11 % with low education, in Estonia (44 versus 8 %), the United Kingdom (48 % versus 19 %) and Poland (46 % versus 13 %).“
Sara Bonfanti u. a., „Migrants’ skills: Use, mismatch and labour market outcomes“ in OECD (Hrsg.),
„Matching Economic Migration with Labour Market Needs“ (2014), S. 254

Der familiäre Background entscheidet:

„Wichtig ist die Bildung der Eltern. Wenn türkische Eltern einen Universitätsabschluss haben und in die Niederlande kommen, sind die Voraussetzungen natürlich besser, als wenn die Eltern ungeschult sind.“
Henk Beerten, Bildungsstadtrat in der niederländischen Stadt Nijmegen, Die Furche vom 18. Juni 2014

Bildungshintergrund des Elternhauses:

„Verfügten 2015 nur 11 % der inländischen Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren maximal über einen Pflichtschulabschluss, war dieser Anteil bei der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mit 26 % weit mehr als doppelt so hoch. Insbesondere Migrantinnen und Migranten aus der Türkei hatten überwiegend (zu 61 %) keine über die Pflichtschule hinausgehende Ausbildung abgeschlossen.“
Statistik Austria (Hrsg.), „migration & integration - zahlen.daten.indikatoren 2016“ (2016), S. 50

Enorme integrationspolitische Herausforderung:

„70 % der Frauen aus der Türkei haben lediglich einen Pflichtschulabschluss, bei Frauen aus Ex-Jugoslawien trifft dies immer noch bei über 40 % zu.“
Integrationsfonds online am 15. März 2017

„Identity matters in explaining outcomes”:

„The PISA exercise in separating the impact of social, economic and cultural features of students’ families from that of schools has limitations. The most important is its failure to capture the impact on education outcomes of religious and ethnic identities. Identity matters in explaining outcomes, even after allowing for socio-economic and school quality differences.“
Univ.-Prof. Dr. John Richards, „Warning Signs for Canadian Educators“ (2014), S. 8

Österreichs Arbeitslosenquote von Immigrantinnen 2015:

„Mit 21,9 % war die Arbeitslosenquote unter Türkinnen hoch, besonders auffällig war aber die Arbeitslosenquote unter Syrerinnen und Afghaninnen mit 75,0 % bzw. 56,2 %.“
ÖIF (Hrsg.), „Frauen – Statistiken zu Migration & Integration 2016“ (2017), S. 33

„Nicht vertretbar“:

„Der prinzipielle Verzicht auf spezielle Beschulungsformen (Klassen/Schulen) und die Aufgabe von Wahlfreiheiten sind aus fachlicher Sicht und im Sinne des Kindeswohls nicht vertretbar.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Institut für Rehabilitationswissenschaft an der Berliner Humboldt Universität,
www.news4teachers.de am 26. April 2017

SchülerInnen mit Behinderung werden auf dem Papier „inkludiert“, Personal für sie fehlt:

„Almost half of teachers work in schools where there is a reported need for teachers of students with special needs and a need for support personnel.“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2013 Results“ (2014), S. 32

Schweden Vorbild für Österreichs „Schulpolitik“?

„Besonders besorgniserregend erscheint die Verringerung der Zahl examinierter Sonderpädagogen.“
Dr. Thomas Barow, „Vorbild oder Zerrbild? Außen- und Innenperspektive auf inklusive Bildung in Schweden“,
erschienen in „Inklusion-online” (2011), Nr. 4

Die Erfahrung der SchuldirektorInnen:

„A significant number of EU school leaders view the lack of teachers to special needs students as a factor that hinders the provision of quality of instruction in their schools.“
Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 10

Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf, aus Englands „inklusivem“ Schulwesen ausgeschlossen:

„Pupils with a statement of Special Educational Needs (SEN) were around eight times more likely to receive a permanent exclusion than pupils with no SEN, and were nine times more likely to receive a fixed period exclusion.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 51

Die Manie des „Bildungsexperten“:

„Dass es unter bestimmten Bedingungen sinnvoller, zielführender und humaner sein kann, behinderte Kinder und Jugendliche von speziell ausgebildeten Kräften gesondert zu betreuen und zu fördern, ist für ihn undenkbar geworden. Ideologisch hat er entschieden, und die Schule, die Lehrer, die Eltern und die Mitschüler müssen sehen, wie sie damit zurechtkommen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 35

Zwangsläufige Überforderung:

„Kinder aus Zuwandererfamilien zu unterrichten, die schlecht Deutsch sprechen, ist eine schwere Aufgabe für sich. Wenn dazu die Inklusion behinderter Kinder kommt, dann muss ein Lehrer zwangsläufig scheitern. Das schafft auch kein zusätzlicher Sonderpädagoge.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Westfalen-Blatt online am 19. Dezember 2012

Kindeswohl berücksichtigen!

„Inklusion ist nur dann im Sinne des Kindeswohls, wenn begründete Aussichten bestehen, dass ein Schüler das Bildungsziel der betreffenden Schulform - durchaus auch mittels Nachteilsausgleich - erreichen kann und die Regelklasse durch die Inklusion nicht über Gebühr beeinträchtigt wird.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), Referat bei der Tagung
„Alles inklusive!? Teilhabe und Wertschätzung in der Leistungsgesellschaft“, Mössingen am 9. November 2013

Optimalen Rahmen finden!

„It will remain very difficult to integrate students who require special attention into mainstream schooling. Youth with strong learning difficulties or social problems may then be served best by being taught in special classes with smaller class-sizes, an adjusted and more practically-oriented curriculum, and specially-trained teachers and support staff.“
Univ.-Prof. Dr. Stéphane Carcillo u. a., „Investing in Youth – Policies and Challenges“ (2014), S. 9

Kinderfeindliche Politik beenden!

„Eltern sollten für die Erhaltung bedrohter Förderschulen kämpfen, Lehrer sollten das Chaos inklusiver Klassen immer wieder öffentlich machen. Kinder mit und ohne Behinderung dürfen nicht Gegenstand von Experimenten sein, weder von Sparpolitikern noch von Ideologen.“
Dr. Michael Felten, Süddeutsche Zeitung online am 21. April 2017

Finnlands schwindender PISA-Erfolg als Folge von Reformen:

„Die guten Ergebnisse bei der ersten Pisa-Studie habe es nicht wegen der Reformen gegeben, sondern ihnen zum Trotz. Sie seien eine Nachwirkung der alten finnischen Schule, eines zentralisierten Systems mit autoritären Lehrern, das die Schüler auch früher schon zu Spitzenleistungen geführt habe.
Gabriel Heller Sahlgren, Die Zeit online am 23. März 2017

Finnland:

„Laut der neuesten Pisa-Studie aus dem Jahr 2015 haben die finnischen 15-Jährigen im Lesen und in Mathematik inzwischen fast den Stoff eines Schuljahrs weniger gelernt im Vergleich zu den 15-Jährigen im Jahr 2000.“
Die Zeit online am 23. März 2017

Auf die SchülerInnen wird vergessen:

„Ich habe das Gefühl, dass bei vielen Struktur- und Bildungsreformen die Schülermehrheit, der Durchschnittsschüler zunehmend aus dem Blick geraten ist.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, news4teachers.de online am 6. Dezember 2016

Haftung für SchulpolitikerInnen!

„Reformen über Reformen werden in den Sand gesetzt, ohne Produkthaftung von Seiten derjenigen, die all dies inszeniert haben. Dass die allermeisten Reformen eben gerade denen schaden, denen sie zugutekommen sollten, nämlich den sozial Schwächsten, wird verdrängt.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 12

Die Tretmühle dauernder Reformen:

„Der Alltag der Lehrenden in der Schule (Analoges gilt für die Universität) ist zunehmend gekennzeichnet durch die zur Tretmühle gewordene Dauerverpflichtung zur Teilnahme an Reformen.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 53

PIAAC-Erkenntnis:

„[Es] weisen die Ergebnisse zu den liberalen Ländern ziemlich eindringlich darauf hin, dass die vermeintlichen Königswege ‚neoliberaler‘ zeitgenössischer Bildungsreformen eher zu geradezu desaströsen Wirkungen als zum Erfolg führen könnten.“
Dr. Lorenz Lassnig u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“ (2014), S. 50

Ein Jahrzehnt schulpolitischen Desasters:

„Zehn Jahre SPÖ (Claudia Schmied, Gabriele Heinisch-Hosek, Sonja Hammerschmid) haben unser gutes Schulsystem systematisch ruiniert.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Vorsitzender des parlamentarischen Unterrichtsausschusses, Die Ganze Woche vom 5. Jänner 2017

Qualität statt Aktionismus!

„Reforming schools is a complex and slow process. To rush this process is to ruin it.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 3

„Bleiben wir nüchtern!“

„Der Blick auf die Realität ist in Bildungsdiskussionen allerdings ebenso verpönt wie das Eingeständnis, dass Schule vielleicht manches leisten, aber nicht jedes Defizit der Gesellschaft korrigieren kann. Bleiben wir also nüchtern.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 120

Eine Frage der Bildung:

„Je umfassender ein Mensch gebildet ist, desto skeptischer steht er natürlich in der Regel Bildungsreformen gegenüber. Wenn Bildungsreformer sich zur ‚Zukunft des Gymnasiums‘ äußern, dann ist das ungefähr so, als ob Nordkorea einen Aufruf zur ‚Zukunft der Meinungsfreiheit‘ veröffentlicht.“
Harald Martenstein, Kolumnist der ZEIT, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2016, S. 21

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 28. April 2017):



Deutschland:
Niederlande:
Tschechien:
Österreich:
Großbritannien
Schweden
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,6 %
9,6 %
10,3 %
10,6 %
11,9 %
17,2 %
17,3 %
20,0 %
23,6 %
35,2 %
41,5 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
11
10
16
16

16
15
14
16
AMS online am 2. Mai 2017

NEET – junge Menschen auf der Straße:

„As youth unemployment rates remain persistently high and transitions from education into work become increasingly difficult, a growing share of youth fall into the category of neither employed, nor in education or training (NEET), with the attendant risks of skills deterioration, underemployment and discouragement.“
ILO (Hrsg.), „World Employment Social Outlook 2016 - Trend for Youth 2016“ (2016), S. 17

Das böse Erwachen nach der Schule:

„Wenn die Schulen und Hochschulen nicht selektieren, also die Akademikerschwemme nicht durch objektives Testen stoppen, dann wird die Selektion der Abiturienten und Uni-Absolventen durch Unis bzw. Arbeitgeber durchgeführt. Zeugnisse werden durch die Noteninflation an Gymnasien und Unis wertloser als früher.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 22

Bertelsmann scheint es verstanden zu haben:

„There is evidence that a well-established VET system can contribute to lower levels of youth unemployment and a more equitable distribution of skills in the labour market by boosting the relative position of those in the lower half of the skills distribution.“
Bertelsmann (Hrsg.), „Social Policy in the EU —Reform Barometer 20163 (2017), S. 68

Wachstumsbremse Fachkräftemangel:

„Die Wachstumsbremse der Zukunft wird die Überakademisierung sein, weil sie einhergeht mit einem gigantischen Fachkräftemangel.“
Josef Kraus, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 16

Finnland steigt aus dem OECD-Wettrennen um die höchste Akademikerquote aus:

„In Finland the share of intermediate-level graduates has increased, partly thanks to a successful vocational education scheme.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 92

Italiens Schulwesen noch immer Vorbild für Österreichs Gesamtschulpropaganda?

„In Greece, 28 % of all youth aged 16 to 29 years are NEETs, and the shares of youth out of employment or education are also above 20 % in Italy, Ireland and Spain.“
Bertelsmann (Hrg.), „Long-term Unemployment in the EU: Trends and Policies“ (2016), S. 26

Wien verliert den Anschluss an die anderen acht Bundesländer:

„In Wien ist die Zahl der Arbeitslosen im April im Vergleich zum Vorjahr - anders als im gesamtösterreichischen Schnitt - leicht gestiegen.
Kurier online am 2. Mai 2017

Jugendarbeitslosenquoten nach Bundesländern (Stand März 2017):

Tirol:
Vorarlberg
Salzburg:
Oberösterreich:
Steiermark:
Niederösterreich:
Burgenland:
Kärnten:
Wien:
5,0 %
5,0 %
5,1 %
5,8 %
7,1 %
8,5 %
9,3 %
10,2 %
14,1 %
AMS-Datenbank, Abfrage vom 2. Mai 2017

Die Schweiz ist anders „anders“ als Wien:

„Die Schweiz ist auch in der Bildungspolitik ein Ausnahmefall – und international nach wie vor unter den Besten. Pro Kopf gibt man hier mehr als in jedem andern europäischen Land für Bildung und Forschung aus, das Berufsbildungssystem führt zu einer tiefen Jugendarbeitslosigkeit, die Universitäten gehören weltweit zu den besten.“
Neue Zürcher Zeitung online am 2. Dezember 2015

„Im Ausland bewundert und daher von Mexiko bis Vietnam als Modell für eigene Reformen angesehen …“

„Das duale System der beruflichen Ausbildung, diese große und historisch bewährte Stärke Deutschlands (und Österreichs und der Schweiz), droht nun durch den Akademisierungswahn der Politik unter die Räder zu kommen.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Miserable Ergebnisse der Gesamtschule:

„In allen Schulleistungsstudien im innerdeutschen Vergleich hat sich herausgestellt, dass eine Gesamtschule, dass eine Einheitsschule, dass eine Gemeinschaftsschule, egal wie man sie nennt, miserabel abgeschnitten hat“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Deutschlandfunk online am 20. März 2017

Berlin, wo die Politik auf Einheitsschulen gesetzt hat:

„Berlins Ausländeranteil an der Bevölkerung beträgt ‚nur‘ 27,4%, während er in München 37,7%, in Frankfurt/M. 39,5% und – das ist bundesdeutscher Rekord – in Stuttgart 40% beträgt. Die Schulen dieser Großstädte – vor allem die in Stuttgart und München – schneiden beim Leistungsvergleich bedeutend besser ab als die Schulen Berlins.“
guteschuleblog.wordpress.com am 19. August 2016

Brutale Scheinheiligkeit:

„Jeder Psychologe oder Sozialpsychologie müsste […] zugestehen, dass gerade dann, wenn man zusammen in einer Schulklasse ist, der ‚clash of cultures‘ oder der ‚soziale Vergleich‘ (‚social comparison‘) erst anfängt. Was man vorher eine ‚institutionelle Diskriminierung‘ genannt hat, wird nun eine ‚soziometrische‘, eine informelle Diskriminierung – und vor allen Dingen eine scheinheilige Leistungsdiskriminierung.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 19

Breit gefächertes Bildungssystem unabdingbar:

„Wer gebildet ist, besitzt Werte und weiß diese zu vertreten. Damit sind ihm Tür und Tor für Persönlichkeitsentwicklung, Lebensqualität, Zukunftsperspektiven und Wohlstand geöffnet. Für all dies ist ein breit gefächertes Bildungssystem, das jedem nach seinen individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten Chancen bietet, unabdingbar.“
Migrationsrat für Österreich (Hrsg.), „Bericht des Migrationsrats“ (2017), Einlage „Bildung und Forschung“

Chancengerechtigkeit statt Einheitsschulen:

„Um ‚Bildungsvererbung‘ zu reduzieren, muss man schon in früher Kindheit ansetzen. 10-Jährige höchst unterschiedlicher Entwicklungsstände durch die gleiche Beschulung zu gleichem Erfolg führen zu wollen, funktioniert nicht, wie Bildungswissenschaft und Praxis zeigen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft,
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Österreichs vielfältige Bildungslandschaft:

„So vielfältig, so breit, so bunt gefächert die Zugänge, die Talente, die Interessen und die Möglichkeiten der jungen Leute sind, genauso bunt, breit und vielfältig gefächert müssen auch die Antworten unserer Bildungslandschaft sein!“
Mag. Thomas Stelzer, seit 6. April 2017 Landeshauptmann Oberösterreichs, BundeslehrerInnentag 2016 der ÖPU/FCG, Linz am 3. März 2016

Von NMS-Erfahrungen lernen:

„Alle Vorbehalte gegen die NMS scheinen sich zu bewahrheiten. Insofern wäre es fahrlässig, würde man sich von einem funktionierenden Schultyp wie dem Gymnasium verabschieden, ehe man die Schwierigkeiten beim anderen, nämlich den NMS, behebt.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Kurier online am 17. März 2016

Viel mehr Differenzierung!

„Wir brauchen nicht weniger, sondern wir brauchen viel mehr Differenzierung.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Journal Panorama, Ö1 am 22. März 2017

Die Wirklichkeit realisieren!

„Durch Migration und soziale wie kulturelle Unterschiede gebe es an den Schulen ‚eine derartige Leistungsvielfalt, dass sie von den Lehrern nicht ausgeglichen werden können‘.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 2. April 2016

BM Hammerschmid glaubt noch immer an die Gesamtschule …

„Ich hab‘ sie nicht vergessen. Das ist das nächste große Arbeitspaket …“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, SPÖ-Maiaufmarsch in St Pölten, 1. Mai 2017
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Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

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Initiative
"Pro Gymnasium"

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bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

Mobbing unter 15-Jährigen:

„Fast jeder sechste 15-Jährige aus Deutschland (15,7 Prozent) wird Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. Das geht aus einer PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen hervor, die im Frühjahr dieses Jahres vorgestellt wurde.“
Abendblatt online am 10. November 2017

In Österreich sind es sogar 19,1 Prozent.

Inklusion: Eltern schätzen der Mehrwert:

„In Baden-Württemberg wählen drei Viertel der Eltern von Kindern mit Behinderungen weiterhin den geschützten Bereich der Förderschulen. Ein Viertel entscheidet sich für Inklusionsbeschulung.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, 
Der Spiegel vom 4. November 2017

Höchste Zeit für Besinnung:

„Der Leistungsgedanke ist uns in der Schule abhanden gekommen. Eltern, Lehrer und auch Schüler wollen, dass der wieder in die Klassenzimmer einzieht. Lernen funktioniert nicht ohne Anstrengung, das gilt für das Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf genauso wie für Hochbegabte."
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 29. Oktober 2017

Eine wachsende Anzahl von Eltern lässt aus:

„Die Eltern sind nicht nur erziehungsberechtigt, sondern auch erziehungsverpflichtet. Wir stellen aber fest, dass es eine zunehmende Zahl gibt, die wenig Unterstützung leisten können oder wollen. Das zeigt sich in der Entwicklung der Kinder. Viele können nicht schwimmen oder Rad fahren.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Der Spiegel vom 4. November 2017

Berlins Schulweg am unteren Ende der Leistungsskala angelangt:

„Der Lehrer wurde für praktisch überflüssig erklärt, ‚Partnerarbeit‘ und ‚Selbstkontrolle‘ waren die neuen Zauberworte. Keine Namen, Zahlen und Vokabeln sollten die Schüler lernen, sondern nur noch ‚Kompetenzen‘ erwerben.“
Berliner Zeitung online am 18. Oktober 2017

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5 

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1 

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“, 58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017