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Medien-Zitate Juli - August 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Fast eine Millionen junger Menschen auf der Straße in Großbritannien:

„In the UK, there are nearly a million 16–24-year-olds who are recorded as being not in education, employment or training (NEET).“
Sue Maguire, „NEET, unemployed, inactive or unknown – why does it matter?“
in „Educational Research“, 2015, Vol. 57, No. 2, 121

Anteil der 20-Jährigen, die sich noch in der Sekundarstufe befinden (Stand 2012)

Österreich:
Frankreich:
OECD-Mittelwert:
Schweden:
Finnland:
Deutschland:
Niederlande:
8,0 %
8,1 %
13,2 %
14,2 %
18,6 %
23,5 %
29,9 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table C1.1b

Extrem verspätete Bildungsabschlüsse:

„Around 10 % of upper secondary graduates in Denmark, Finland and Norway are 25 years or older, rising to 20 % in Iceland, and to more than 40 % in Portugal.“
OECD (Hrsg.), „Education Today“ (2013), S. 36

Wie wahr!

„Ein großer Teil der Lehrer(innen) verdient Lob, weil sie in immer unerfreulicheren Grundsituationen sich um die Kinder bemühen, während Politik und Bürokratie über ihnen eine trostlose Verantwortungsflucht mit sinnlosen ‚Bildungsgipfeln‘ veranstalten.“
Der Standard online am 9. Juni 2017

Sprachstandsfeststellung 2015/16:

„14 % der Kinder aus deutschsprachigen Familien, jedoch 67 % der Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch war, benötigten zusätzliche Fördermaßnahmen.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 10

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, von denen kein Elternteil einen Abschluss der Sekundarstufe II erworben hat (Stand 2013):

Kinder ohne Migrationshintergrund:
Kinder mit Migrationshintergrund:
Kinder mit türkischem Migrationshintergrund:
3,7 %
25,3 %
51,2 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), Abb. A2.a

Doppelte Herausforderung:

„Bildung und die Vermittlung von Deutschkenntnissen – gerade auch für Schülerinnen und Schüler, die erst vor Kurzem nach Österreich gekommen sind, genauso wie für MigrantInnen der zweiten Generation - sowie die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt zählen zu den wichtigsten Aufgabengebieten.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF, Österreich Journal online am 9. Juni 2017

Eklatante Defizite mit 10:

„10-jährige mit Migrationshintergrund weisen eklatant schwächere Leistungen, speziell beim Lesen und in Mathematik auf. Man muss diese Kinder fördern, aber es darf auf keinen Fall auf die anderen Schülerinnen und Schüler vergessen werden – auch ihre Talente müssen gefördert werden.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 2. Juni 2017

Politische Verantwortung:

„Wer jetzt nicht handelt, hat die Zukunft dieser Kinder auf dem Gewissen. Die SPÖ ist aufgefordert, der Wahrheit über die Herausforderungen an unseren Schulen ins Gesicht zu blicken. Denn durchs Wegschauen werden keine Probleme gelöst.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 31. Mai 2017

„Wichtigste Sicherheitseinrichtung unserer Republik“:

„Integration ist nicht nur Aufgabe der Schule, aber Schule ist wahrscheinlich die wichtigste Sicherheitseinrichtung unserer Republik. Alles, was wir dort auffangen können, bewahrt uns davor, dass wir in zehn, 15 Jahren ein Riesenproblem haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 11. Juli 2017

Klassische Einwanderungsländer:

„Australien, Kanada, Neuseeland und die Vereinigten Staaten sind sogenannte klassische Einwanderungsländer. […] Die Einwanderung in diesen Staaten ist zumeist an bestimmte Bedingungen wie Qualifikation und Bedarfslagen gebunden und in dieser Hinsicht selektiv.“
Dr. Markus Gebhardt u. a., „Mathematische Kompetenz von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungshintergrund“ in Univ.-Prof. Dr. Manfred Prenzel u. a., „PISA 2012. Fortschritte und Herausforderungen in Deutschland“ (2013), S. 281

Österreich und Deutschland:

„Deutschland und Österreich haben im Vergleich zu anderen europäischen Ländern mehr Ausländer aufgenommen. Sie steuern ihre Einwanderung nicht und haben vor allem Menschen aufgenommen, die aus vormodernen patriarchalischen Ordnungen stammen, die mit der modernen liberalen Ordnung höflicher Nichtbeachtung vollkommen überfordert sind.“
Univ.-Prof. Dr. Jörg Baberowski. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Migration und Sicherheit“ (2017), S. 5f

Kanada:

„Bereits seit rund fünfzig Jahren steuert Kanada seine Zuwanderung über ein Punktesystem, bei dem etwa Sprachkenntnisse und Bildungsniveau bewertet werden.“
„Zusammen:Österreich“ vom Frühjahr 2014, S. 27

Jahrzehntelange Ignoranz:

„Österreich hat in der Vergangenheit lange genug im Bereich der Integration weggesehen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister. In: ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), Vorwort

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand Juli 2017):



Deutschland:
Tschechien:
Niederlande:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,5 %
8,5 %
8,8 %
9,7 %
12,1 %
16,9 %
18,2 %
20,5 %
23,4 %
35,5 %
38,6 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
11
12
10
16

16
16
15
14
16
Eurostat, Pressemitteilung vom 31. August 2017

Italien:

„The various deficiencies of the labour market and the educational system have resulted in high unemployment, low labour force participation, low skills levels and high skill mismatch.“
Dr. Paula Garda, „Enhancing employability and skills to meet labour market needs in Italy“ (2017), S. 3

Spanien:

„The country’s incidence of involuntary temporary employment, 91.5 percent, is one of the highest. In comparison, the rate in Austria, which ranks first place on this indicator, is 8.8 percent.“
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), „Social Justice in the EU – Index Report 2015“ (2015), S. 138

Schweden:

„Swedish youth reported the strongest social bias against vocational education of any country surveyed. Only 17 percent believed that vocational education is more valued by society than academic education, even though 70 percent considered vocational training more helpful in getting a job.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 72

Unglaublich, aber offensichtlich wahr:

„Vor lauter Akademisierungs- und Bildungsaufstiegsenthusiasmus hatte man eine schlichte Tatsache vergessen. Wenn alle studieren, macht keiner mehr eine berufliche Ausbildung.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Österreichs Vielfalt schulischer Angebote:

„Vocational education largely prevails in Austria, where only 19 % of secondary school graduates completed a general education programme, in Croatia (28 %) and the Czech Republic (29 %).“
Eurostat online am 29. Juni 2017

Jugendliche strafen Österreichs „BildungsexpertInnen“ Lügen:

„Dass rund 20-25 % der Befragten aus Akademikerhaushalten sowie von Eltern mit Matura eine Lehre als ‚sehr interessant‘ und weitere rund 20 % als ‚überlegenswert‘ einstuften, ist bemerkenswert. Dies widerspricht gängigen Vorstellungen enger sozial konnotierter Bildungsaspirationen.“
ibw (Hrsg.), „Schul- und Ausbildungsabbrüche in der Sekundarstufe II in Oberösterreich“ (2014), S. 82

Österreichs besondere Herausforderung:

„Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren betrug im Jahr 2015 9,2 %. […] Besonders hoch war die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen aus Syrien mit 78,6 % sowie aus Serbien mit 45,1 % und Afghanistan mit 42,1%.“
ÖIF (Hrsg.), „Kinder & Jugend. Statistiken zu Migration & Integartion 2016“ (2017), S. 8

Noch nie in der Schule:

„Die ersten Ergebnisse unserer Kompetenzchecks haben ergeben, dass 25 Prozent der Afghanen noch nie in der Schule waren, das ist die Herausforderung.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Die Presse vom 28. Oktober 2016

„Das dauert“:

„Wir haben uns angesehen, wie viele von jenen, die 2015 nach ihrem Asylbescheid zum AMS gekommen sind, heuer Arbeit haben. Ende Juni waren es 10,1 Prozent, Ende September 14,2. Es ist ein langer Prozess. Diese Menschen kommen aus einer anderen Kultur, haben keine Netzwerke, die Ausbildungen sind nicht vergleichbar. Das dauert.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Die Presse vom 28. Oktober 2016

Rekordtief trotz fast 200.000 arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge:

Rekordtief trotz fast 200.000 arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge:„Deutschland zählt so wenige Arbeitslose wie seit 1991 nicht mehr.“
Die Presse online am 30. Juni 2017

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich:(Stand 30. Juni 2017):



Deutschland:
Niederlande:
Tschechien:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich:
Italien:
Spanien:

 
6,8 %
9,0 %
9,1 %
10,1 %
12,3 %
16,7 %
17,6 %
20,4 %
21,7 %
34,0 %
39,3 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
11
10
16

16
16
15
14
16
AMS online am 5. Juli 2017

Deutschland:

„Die Wahrscheinlichkeit, die Arbeit zu verlieren, ist so gering, wie lange nicht. Dagegen sind die Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden, so gut wie selten zuvor.“
Mag. Andrea Nahles, Deutschlands Arbeitsministerin, ORF online am 30. Juni 2017

Österreichs Akademikerarbeitslosigkeit weiterhin im Steigen:

„Während im Juni im Jahresvergleich über alle Bildungsabschlüsse ein Rückgang bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet wurde, gab es bei Akademikern ein Plus von 0,9 Prozent. Deutlich zugenommen haben im Jahresvergleich auch die Schulungen bei Akademikern.“
NEWS online am 3. Juli 2017

Von den Unter-35-Jährigen, die in denletzten drei Jahren ein Studium abgeschlossenhaben, haben keinen Arbeitsplatz:(Stand 2016)

Deutschland:
Niederlande:
Schweden:
Österreich:
Großbritannien:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Estland:
Frankreich:
Spanien:
Italien:
7,4 %
7,8 %
8,6 %
12,4 %
15,4 %
19,3 %
19,4 %
22,5 %
24,5 %
29,2 %
42,3 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 6. Juli 2017

Schon fast 30.000 AkademikerInnen ohne Arbeitsplatz:

„Immer mehr Menschen mit einem Uni-Abschluss suchten einen Job. Die Arbeitslosigkeit bei Akademikern ist um 0,9 Prozent gestiegen. In Summe waren 23.315 Akademiker arbeitslos gemeldet. Hinzu kamen 5.151 Personen mit Uni-Abschluss, die sich in einer Schulung befinden (plus 26,7 Prozent).“
Die Presse online am 3. Juli 2017

Akademisierungswahn Falle für junge Menschen:

„Es wird deshalb Zeit, dass wir vom bildungspolitischen Ansatz her alle Schulabschlüsse wieder gleichermaßen wertschätzen. Wir müssen deutlich machen, dass nicht jeder das Abitur braucht und dass kognitive und handwerkliche Begabungen absolut gleichwertig sind.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Stuttgarter Nachrichten online am 29. Mai 2017

Bayern, Deutschlands Primus:

„Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Mai konstant bei 3,0 Prozent.“
Merkur online am 30. Juni 2017

Wien in jeder Hinsicht leider anders:

„Während die Arbeitslosenquote im Jahr 2015 in Österreich unter InländerInnen 8 % und unter AusländerInnen rund 14 % betrug, waren in Wien rund 11 % der ÖsterreicherInnen und etwas mehr als 19 % der AusländerInnen ohne Job – in keinem anderen Bundesland ist die Arbeitslosigkeit so hoch.“
Österreich Journal online am 9. Juni 2017

Arbeitslosenquoten nach Bundesländern:(Stand Juni 2017)

Salzburg:
Tirol
Oberösterreich:
Vorarlberg:
Steiermark:
Burgenland:
Niederösterreich:
Kärnten:
Wien:
Österreich:
4,5 %
4,9 %
5,0 %
5,3 %
6,3 %
7,2 %
7,8 %
8,0 %
12,4 %
7,0 %
Statista online am 5. Juli 2017

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Wichtige Websites

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019

Wie wahr!

„Wir dürfen die Institution Schule nicht überfordern und ihr nicht die Verantwortung für alles und jeden zuschieben.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Wiener Zeitung online am 27. April 2019

Der Nährboden für „Bildungsreformen“:

„Zuerst wird aufgrund höchst zweifelhafter Kriterien und in der Regel plakativ verkürzter Testergebnisse eine Krise des Bildungssystems beschworen, um dann das Mantra der notwendigen Bildungsreform anzustimmen.“
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 1

Idealismus schätzen, nicht missbrauchen!

„Viele Lehrerinnen und Lehrer wählen den Beruf, weil sie Schülerinnen und Schüler beeinflussen wollen – kaum einer wählt diesen Beruf, um ein Armutsgelübde abzulegen. Wir müssen Lehrkräfte sowohl in der Gesellschaft als auch durch die Entlohnung wertschätzen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, news4teachers.de am 30. März 2019

Häppchenbildung:

„Kompetenzorientierung meint die Segmentierung der Lerninhalte in kleine Häppchen. Die sogenannten Bildungsstandards spitzen das noch zu, dort gilt nur noch das als Bildung, was standardisierten Tests zugänglich ist. Es wurde quasi gesagt: Alles, was nicht Häppchen ist, gilt ab sofort nicht mehr als Bildung. Mit Adorno würde man sagen: Hier wurde radikal Halbbildung zu Bildung umetikettiert.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

Von Englands und Frankreichs Gesamtschulerfahrungen lernen!

„Das Gegenteil dessen, was Österreichs Schulpolitik der Bevölkerung als Konsequenz eines staatlichen Gesamtschulwesens verkaufen wollte, ist in Europas traditionsreichen Gesamtschulstaaten Wirklichkeit. Das gesteht inzwischen auch die OECD ein.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 19

 


Schluss mit dem Verdrängen!

„Das Problem Aggression von Schülern gegenüber Lehrern wird noch viel zu oft tabuisiert.“
Gerhard Seier, Vorsitzender der GÖD Tirol, Tiroler Tageszeitung online am 17. März 2019 

Fatale Verengung:

„Durch diese Reduktion auf nur drei Kompetenzen geht genau das an Bildung verloren, was eigentlich das Wesen von Bildung ausmachte, nämlich die Vielfalt, die unterschiedlichsten Dimensionen des Lebens, die unterschiedlichsten Dimensionen von Kultur und Gesellschaft, die unterschiedlichsten Formen von Weltaneignung, Weltverständnis und Selbstverständnis, die immer im Fokus von Bildungskonzepten und Bildungsanstrengungen gestanden sind.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Bundeslehrertag 2019 der ÖPU Oberösterreich, 27. März 2019

Sparen auf Kosten der Jugend beenden!

„Um eine Erhöhung des Budgets für die Schulen werden wir nicht herumkommen, wenn wir die Chancen für unsere Jugend nicht verschlechtern wollen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7 

Ressourcen statt Privatisierung!

„Mehr Ressourcen, vor allem auch fürs Gymnasium, müssen endlich her, denn in vielen Ländern lautet die Alternative zu einem stiefmütterlich behandelten öffentlichen Schulwesen schlicht Privatschule.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 3

Auf die Qualität kommt es an:

„Ich halte nichts davon, das Medium in den Vordergrund zu schieben und zu sagen, der Unterricht muss jetzt digital ablaufen. Der Unterricht muss zuerst und vor allem fachlich gut sein, und wenn digitale Medien einen guten Beitrag dazu leisten können, kann man das ja machen. Ich habe nur Sorge, dass gegenwärtig im politischen Diskurs angenommen wird, der Unterricht wird grundsätzlich besser, wenn wir ihn digital gestalten. Das glaube ich nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Thein, Standard online am 2. April 2019

Auf die ersten Lebensjahre kommt es an:

„‚Von Anfang an gehen aufgrund uneinheitlicher Startbedingungen sehr viele Chancen verloren. Auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten ist dieses Defizit nur schwer auszugleichen. Wir müssten früher, in den ersten Lebensjahren und im Kindergarten, mit individuellen Fördermaßnahmen ansetzen.‘ Ob einem Kind daheim vorgelesen oder mit ihm gesprochen werde, oder Kinder nur vor Fernseher oder Computer sitzen, mache einen massiven Unterschied aus.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Rapider Anstieg:

„Österreichweit geben 24 % der Kinder Deutsch nicht als ihre Erstsprache an, was einen Anstieg dieses Anteils von 7 Prozentpunkten im Vergleich mit 2013 darstellt. Im Vergleich der Bundesländer steigt dieser Anteil in Wien mit 12 Prozentpunkten (auf 50 %) am deutlichsten.“
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2018. Mathematik, 4. Schulstufe. Bundesergebnisbericht“ (2019), S. 56

Das US-amerikanische „Gesamtschulsystem“:

„Der Stanford Soziologe Sean F. Reardon zeigt auf Basis von Millionen Leistungstests aus allen US-Schulbezirken, wie ungleich Schulbildung nach Region und ethnischer Herkunft verteilt ist. Die Studierenden der besten Schulen, die nicht zufällig im Silicon Valley und bei Boston liegen, sind den schlechtesten um sechs Jahre voraus.“
Der Standard online am 4. März 2019

„Bildungspolitik“ im Fahrwasser der OECD:

„Einigen dürfte nicht einmal bewusst sein, in welchem Fahrwasser sie sich bewegen. Das trifft auch und gerade auf Teile der Reformpädagogik oder vielmehr der unentwegten Reformer zu, die die Schulen in einem bis zur Jahrtausendwende nie gekannten Eifer mit immer neuen Kursänderungen an den Rand der Verzweiflung getrieben haben.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Durchbruch nach zwei Jahrzehnten!

„Damit findet eine seit Langem erhobene Forderung der VCL endlich Einzug ins Regelschulwesen. […] Die Erfahrungen der Schulversuche lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass ein verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertevermittlung sowie zu gegenseitiger Toleranz und Respekt bringt und eine spürbare Verbesserung des Schulklimas bewirkt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der Vereinigung Christlicher Lehrerinnen und Lehrer an den höheren Schulen (VCL), Presseaussendung vom 6. März 2019