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Medien-Zitate Juli - August 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Fast eine Millionen junger Menschen auf der Straße in Großbritannien:

„In the UK, there are nearly a million 16–24-year-olds who are recorded as being not in education, employment or training (NEET).“
Sue Maguire, „NEET, unemployed, inactive or unknown – why does it matter?“
in „Educational Research“, 2015, Vol. 57, No. 2, 121

Anteil der 20-Jährigen, die sich noch in der Sekundarstufe befinden (Stand 2012)

Österreich:
Frankreich:
OECD-Mittelwert:
Schweden:
Finnland:
Deutschland:
Niederlande:
8,0 %
8,1 %
13,2 %
14,2 %
18,6 %
23,5 %
29,9 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table C1.1b

Extrem verspätete Bildungsabschlüsse:

„Around 10 % of upper secondary graduates in Denmark, Finland and Norway are 25 years or older, rising to 20 % in Iceland, and to more than 40 % in Portugal.“
OECD (Hrsg.), „Education Today“ (2013), S. 36

Wie wahr!

„Ein großer Teil der Lehrer(innen) verdient Lob, weil sie in immer unerfreulicheren Grundsituationen sich um die Kinder bemühen, während Politik und Bürokratie über ihnen eine trostlose Verantwortungsflucht mit sinnlosen ‚Bildungsgipfeln‘ veranstalten.“
Der Standard online am 9. Juni 2017

Sprachstandsfeststellung 2015/16:

„14 % der Kinder aus deutschsprachigen Familien, jedoch 67 % der Kinder, deren Erstsprache nicht Deutsch war, benötigten zusätzliche Fördermaßnahmen.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 10

Anteil der SchülerInnen der 4. Schulstufe, von denen kein Elternteil einen Abschluss der Sekundarstufe II erworben hat (Stand 2013):

Kinder ohne Migrationshintergrund:
Kinder mit Migrationshintergrund:
Kinder mit türkischem Migrationshintergrund:
3,7 %
25,3 %
51,2 %
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), Abb. A2.a

Doppelte Herausforderung:

„Bildung und die Vermittlung von Deutschkenntnissen – gerade auch für Schülerinnen und Schüler, die erst vor Kurzem nach Österreich gekommen sind, genauso wie für MigrantInnen der zweiten Generation - sowie die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt zählen zu den wichtigsten Aufgabengebieten.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF, Österreich Journal online am 9. Juni 2017

Eklatante Defizite mit 10:

„10-jährige mit Migrationshintergrund weisen eklatant schwächere Leistungen, speziell beim Lesen und in Mathematik auf. Man muss diese Kinder fördern, aber es darf auf keinen Fall auf die anderen Schülerinnen und Schüler vergessen werden – auch ihre Talente müssen gefördert werden.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 2. Juni 2017

Politische Verantwortung:

„Wer jetzt nicht handelt, hat die Zukunft dieser Kinder auf dem Gewissen. Die SPÖ ist aufgefordert, der Wahrheit über die Herausforderungen an unseren Schulen ins Gesicht zu blicken. Denn durchs Wegschauen werden keine Probleme gelöst.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 31. Mai 2017

„Wichtigste Sicherheitseinrichtung unserer Republik“:

„Integration ist nicht nur Aufgabe der Schule, aber Schule ist wahrscheinlich die wichtigste Sicherheitseinrichtung unserer Republik. Alles, was wir dort auffangen können, bewahrt uns davor, dass wir in zehn, 15 Jahren ein Riesenproblem haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 11. Juli 2017

Klassische Einwanderungsländer:

„Australien, Kanada, Neuseeland und die Vereinigten Staaten sind sogenannte klassische Einwanderungsländer. […] Die Einwanderung in diesen Staaten ist zumeist an bestimmte Bedingungen wie Qualifikation und Bedarfslagen gebunden und in dieser Hinsicht selektiv.“
Dr. Markus Gebhardt u. a., „Mathematische Kompetenz von Schülerinnen und Schülern mit Zuwanderungshintergrund“ in Univ.-Prof. Dr. Manfred Prenzel u. a., „PISA 2012. Fortschritte und Herausforderungen in Deutschland“ (2013), S. 281

Österreich und Deutschland:

„Deutschland und Österreich haben im Vergleich zu anderen europäischen Ländern mehr Ausländer aufgenommen. Sie steuern ihre Einwanderung nicht und haben vor allem Menschen aufgenommen, die aus vormodernen patriarchalischen Ordnungen stammen, die mit der modernen liberalen Ordnung höflicher Nichtbeachtung vollkommen überfordert sind.“
Univ.-Prof. Dr. Jörg Baberowski. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Migration und Sicherheit“ (2017), S. 5f

Kanada:

„Bereits seit rund fünfzig Jahren steuert Kanada seine Zuwanderung über ein Punktesystem, bei dem etwa Sprachkenntnisse und Bildungsniveau bewertet werden.“
„Zusammen:Österreich“ vom Frühjahr 2014, S. 27

Jahrzehntelange Ignoranz:

„Österreich hat in der Vergangenheit lange genug im Bereich der Integration weggesehen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister. In: ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), Vorwort

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand Juli 2017):



Deutschland:
Tschechien:
Niederlande:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,5 %
8,5 %
8,8 %
9,7 %
12,1 %
16,9 %
18,2 %
20,5 %
23,4 %
35,5 %
38,6 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
11
12
10
16

16
16
15
14
16
Eurostat, Pressemitteilung vom 31. August 2017

Italien:

„The various deficiencies of the labour market and the educational system have resulted in high unemployment, low labour force participation, low skills levels and high skill mismatch.“
Dr. Paula Garda, „Enhancing employability and skills to meet labour market needs in Italy“ (2017), S. 3

Spanien:

„The country’s incidence of involuntary temporary employment, 91.5 percent, is one of the highest. In comparison, the rate in Austria, which ranks first place on this indicator, is 8.8 percent.“
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), „Social Justice in the EU – Index Report 2015“ (2015), S. 138

Schweden:

„Swedish youth reported the strongest social bias against vocational education of any country surveyed. Only 17 percent believed that vocational education is more valued by society than academic education, even though 70 percent considered vocational training more helpful in getting a job.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 72

Unglaublich, aber offensichtlich wahr:

„Vor lauter Akademisierungs- und Bildungsaufstiegsenthusiasmus hatte man eine schlichte Tatsache vergessen. Wenn alle studieren, macht keiner mehr eine berufliche Ausbildung.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Österreichs Vielfalt schulischer Angebote:

„Vocational education largely prevails in Austria, where only 19 % of secondary school graduates completed a general education programme, in Croatia (28 %) and the Czech Republic (29 %).“
Eurostat online am 29. Juni 2017

Jugendliche strafen Österreichs „BildungsexpertInnen“ Lügen:

„Dass rund 20-25 % der Befragten aus Akademikerhaushalten sowie von Eltern mit Matura eine Lehre als ‚sehr interessant‘ und weitere rund 20 % als ‚überlegenswert‘ einstuften, ist bemerkenswert. Dies widerspricht gängigen Vorstellungen enger sozial konnotierter Bildungsaspirationen.“
ibw (Hrsg.), „Schul- und Ausbildungsabbrüche in der Sekundarstufe II in Oberösterreich“ (2014), S. 82

Österreichs besondere Herausforderung:

„Die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren betrug im Jahr 2015 9,2 %. […] Besonders hoch war die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen aus Syrien mit 78,6 % sowie aus Serbien mit 45,1 % und Afghanistan mit 42,1%.“
ÖIF (Hrsg.), „Kinder & Jugend. Statistiken zu Migration & Integartion 2016“ (2017), S. 8

Noch nie in der Schule:

„Die ersten Ergebnisse unserer Kompetenzchecks haben ergeben, dass 25 Prozent der Afghanen noch nie in der Schule waren, das ist die Herausforderung.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Die Presse vom 28. Oktober 2016

„Das dauert“:

„Wir haben uns angesehen, wie viele von jenen, die 2015 nach ihrem Asylbescheid zum AMS gekommen sind, heuer Arbeit haben. Ende Juni waren es 10,1 Prozent, Ende September 14,2. Es ist ein langer Prozess. Diese Menschen kommen aus einer anderen Kultur, haben keine Netzwerke, die Ausbildungen sind nicht vergleichbar. Das dauert.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Die Presse vom 28. Oktober 2016

Rekordtief trotz fast 200.000 arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge:

Rekordtief trotz fast 200.000 arbeitslos gemeldeter Flüchtlinge:„Deutschland zählt so wenige Arbeitslose wie seit 1991 nicht mehr.“
Die Presse online am 30. Juni 2017

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich:(Stand 30. Juni 2017):



Deutschland:
Niederlande:
Tschechien:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich:
Italien:
Spanien:

 
6,8 %
9,0 %
9,1 %
10,1 %
12,3 %
16,7 %
17,6 %
20,4 %
21,7 %
34,0 %
39,3 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
11
10
16

16
16
15
14
16
AMS online am 5. Juli 2017

Deutschland:

„Die Wahrscheinlichkeit, die Arbeit zu verlieren, ist so gering, wie lange nicht. Dagegen sind die Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden, so gut wie selten zuvor.“
Mag. Andrea Nahles, Deutschlands Arbeitsministerin, ORF online am 30. Juni 2017

Österreichs Akademikerarbeitslosigkeit weiterhin im Steigen:

„Während im Juni im Jahresvergleich über alle Bildungsabschlüsse ein Rückgang bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet wurde, gab es bei Akademikern ein Plus von 0,9 Prozent. Deutlich zugenommen haben im Jahresvergleich auch die Schulungen bei Akademikern.“
NEWS online am 3. Juli 2017

Von den Unter-35-Jährigen, die in denletzten drei Jahren ein Studium abgeschlossenhaben, haben keinen Arbeitsplatz:(Stand 2016)

Deutschland:
Niederlande:
Schweden:
Österreich:
Großbritannien:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Estland:
Frankreich:
Spanien:
Italien:
7,4 %
7,8 %
8,6 %
12,4 %
15,4 %
19,3 %
19,4 %
22,5 %
24,5 %
29,2 %
42,3 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 6. Juli 2017

Schon fast 30.000 AkademikerInnen ohne Arbeitsplatz:

„Immer mehr Menschen mit einem Uni-Abschluss suchten einen Job. Die Arbeitslosigkeit bei Akademikern ist um 0,9 Prozent gestiegen. In Summe waren 23.315 Akademiker arbeitslos gemeldet. Hinzu kamen 5.151 Personen mit Uni-Abschluss, die sich in einer Schulung befinden (plus 26,7 Prozent).“
Die Presse online am 3. Juli 2017

Akademisierungswahn Falle für junge Menschen:

„Es wird deshalb Zeit, dass wir vom bildungspolitischen Ansatz her alle Schulabschlüsse wieder gleichermaßen wertschätzen. Wir müssen deutlich machen, dass nicht jeder das Abitur braucht und dass kognitive und handwerkliche Begabungen absolut gleichwertig sind.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz Deutschlands, Stuttgarter Nachrichten online am 29. Mai 2017

Bayern, Deutschlands Primus:

„Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Mai konstant bei 3,0 Prozent.“
Merkur online am 30. Juni 2017

Wien in jeder Hinsicht leider anders:

„Während die Arbeitslosenquote im Jahr 2015 in Österreich unter InländerInnen 8 % und unter AusländerInnen rund 14 % betrug, waren in Wien rund 11 % der ÖsterreicherInnen und etwas mehr als 19 % der AusländerInnen ohne Job – in keinem anderen Bundesland ist die Arbeitslosigkeit so hoch.“
Österreich Journal online am 9. Juni 2017

Arbeitslosenquoten nach Bundesländern:(Stand Juni 2017)

Salzburg:
Tirol
Oberösterreich:
Vorarlberg:
Steiermark:
Burgenland:
Niederösterreich:
Kärnten:
Wien:
Österreich:
4,5 %
4,9 %
5,0 %
5,3 %
6,3 %
7,2 %
7,8 %
8,0 %
12,4 %
7,0 %
Statista online am 5. Juli 2017
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Aktuelle Zitate

 

 

 

 Eine in Österreichs Schulwesen ungewohnte Situation:

„Wir haben nach einer langen Durststrecke endlich einen Minister, der die Bedenken der Betroffenen ernst nimmt und versucht, jene Reformen, die in den letzten Jahren, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz optimal gelaufen sind, in eine richtige Richtung zu lenken.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 23

Zu viel verlangt?

„Es muss auch in Deutsch möglich sein, dass die einen mehr Hofmannsthal und Rilke, die anderen dafür mehr Handke und Jelinek machen – ohne den Fall, dass dann bei der Matura mit einem 0815-Text drübergefahren wird.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Kurier online am 10. Juni 2018

Ehrlich gesagt:

„Zu uns kommt nicht, wie in viele klassische Einwanderungsländer, die mittlere oder höhere Bildungsschicht, sondern wir haben ein hohes Ausmaß an gering qualifizierter Zuwanderung. Die niedrige Qualifikation setzt sich leider von einer Generation zur anderen fort und das Bildungssystem ist nur begrenzt in der Lage, Bildungsvererbung zu kompensieren. Es gibt kein Patentrezept, um diese Zusammenhänge zu durchbrechen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Academia“ vom Mai 2018, S. 18f

Keine Toleranz für Gewalt:

„Ganz wichtig aus unserer Sicht ist, dass Lehrer überhaupt reagieren, wenn sie Gewaltvorfälle beobachten, ob gegen sich selbst gerichtet oder unter Schülern. Unsere Studie zeigt, dass das nicht immer passiert. Und das sendet ganz ungünstige Signale. Der Lehrer als Modell signalisiert damit ja auch, dass er das als tolerabel und nicht relevant einschätzt."
Univ.-Prof. Dr. Ludwig Bilz, Mobbingforscher, Mitteldeutscher Rundfunk online am 1. Juni 2018

Extremes Risiko für Burnout:

„Bei einer Umfrage, die 2016 von der Arge Burnout im Auftrag der Lehrergewerkschaft durchgeführt wurde, gaben fast ein Drittel der Lehrpersonen an, überlastet zu sein oder bereits der Burn-out-Risikogruppe anzugehören. Eine 2014 vom Institut für Psychoneuronalogie erstellte Studie identifizierte fünf Prozent Lehrerinnen und Lehrer in Österreich, die bereits ausgebrannt waren, und weitere 20 Prozent, die nach eigenen Angaben knapp davor standen.“
NEWS vom 25. Mai 2018

Bildung ist mehr:

„Bildung ist mehr als die Akkumulation von Kompetenzen in beliebiger Montierbarkeit von Einzelteilen. Wir brauchen den Umweg über das denkende Subjekt, das Sachen aneignet und Handeln verantwortet.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

Neu aufsetzen!

„Der Bundeselternverband fordert zum wiederholten Mal, die gesamte Zentralmatura, inklusive VWA, dringend neu aufzusetzen. Im Fach Mathematik sind unter anderem der ‚harte‘ Notenschlüssel – nur zu 100 % richtige und keine Teilantworten werden gewertet – und die sprachlastigen ‚Texträtsel‘ zu hinterfragen.“
Bundeselternverband, Pressemitteilung vom 27. Mai 2018

Der Verlust von Grenzen:

„‚Die Hemmschwelle sinkt. Die Gewalt geht ein Stück weit ins Grenzenlose. Wenn früher einer am Boden gelegen hat, ist man nicht auch noch draufgetreten.‘ Das sei mittlerweile anders. Und zwar nicht nur in Schulen, sondern auch im öffentlichen Raum.“
Mag. Jürgen Bell, Schulpsychologe beim Wiener Stadtschulrat, Kurier online am 2. Mai 2018

Gesamtschulland England:

„Gesicherte Chancen haben nur die, die schon einen privilegierten Hintergrund haben. Oder aber Eltern, die sich intensiv um diese Frage kümmern. Jene aber, deren Eltern wenig Zeit, Geld und soziales Kapital haben, um das Bildungssystem zu durchdringen, sind klar im Nachteil.“
Alice Bradbury, Bildungsexpertin am University College London, Die Welt online am 31. März 2018 

Methodenmix und üben, üben, üben:

„Es gibt keine allein seligmachende Unterrichtsmethode. Das Beste ist der Methodenmix, eine Kombination aus Frontalunterricht, Gruppenunterricht und selbstständigem Lernen. Schüler lernen unterschiedlich. Der eine hört besser zu, der andere muss etwas selber machen, der Dritte arbeitet gerne in der Gruppe. Und dann natürlich: üben, üben, üben.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, bildungsklick.de am 16. April 2018

„Am Limit“:

„Viele Lehrer sind am Limit. Mit Solidarität oder gar Unterstützung können sie jedoch kaum rechnen.“
Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 18

Erstmals mehr als ein Drittel der Arbeitslosen Österreichs ohne österreichische Staatsbürgerschaft:

„Inländer hatten 256.005 (minus 9,6 Prozent) keinen Job, Ausländer 128.481 (minus 1,7 Prozent).“
Wiener Zeitung online am 2. Mai 2018

Schutz der Gemeinschaft:

„‚Wir müssen Schülerinnen und Schüler, die massiv und kontinuierlich den Unterricht stören und gewalttätig gegenüber Mitschülern und Schulpersonal sind, zeitweise auch aus dem Regelunterricht herausnehmen können.‘ Sie könnten dann in temporären Kleingruppen unterrichtet werden.“
Dipl.-Päd. Sandra Scheeres, Bildungssenatorin Berlins (SPD), Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Wie wahr!

„Integration ist eine Riesenherausforderung und eine Kulturleistung auf Gegenseitigkeit, für die die Schulen dringend mehr Mittel brauchen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. März 2018

Zeit für Besinnung:

„Es kann nicht sein, dass, wenn Schüler ein Klassenzimmer verwüsten, diese nicht fünf Minuten länger bleiben dürfen, um dieses wieder in Ordnung zu bringen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Wiener Zeitung online am 20. März 2018

Dropout als extremer Risikofaktor:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt diese Quote bei 24,8 %, für Frauen beträgt sie 22,5 %, für Männer 27,1 %.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 1

Bildung ist mehr als Kompetenzenerwerb:

„Der Mensch formt und gestaltet sich in einem persönlichen Bildungsprozess, nicht durch Aneignen von Kompetenzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, www.kathpress.at am 15. März 2018

Betroffene lehnen Abschaffung von Sonderschulen ab:

„Aus ihrer Erfahrung in Kärnten könne sie sagen, dass die Mehrheit der Eltern es ablehne, dass ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Regelschulsystem unterrichtet werden, da sie befürchten, dass dort nicht die benötigte intensive Betreuung zur Verfügung steht.“
NR-Abg. Angelika Kuss-Bergner, Parlamentskorrespondenz vom 13. März 2018

„Das ist eine einzige Katastrophe“

„Wenn Sie heute deutsche Schulen, insbesondere in den sogenannten ‚weichen‘ Fächern besuchen, dann werden sie erkennen, dass die Kompetenzorientierung dazu führt, dass die Schüler inhaltlich fast nichts mehr lernen. Es gibt keine Lernherausforderung mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Immer mehr Aufgaben für LehrerInnen:

„Ständig kommen zum normalen Unterricht neue Aufgaben von Inklusion bis Digitalisierung dazu, für Eltern und Schüler sollen sie möglichst jederzeit erreichbar sein, Korrekturarbeit und Stundenvorbereitung findet spätabends und am Wochenende statt.“
Süddeutsche Zeitung online am 9. Februar 2018

Fehlende Schulreife:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar.
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 23. Februar 2018

„Die Gewalt gegen Lehrer nimmt zu, die Angriffe steigen qualitativ und quantitativ an“

„Das beginne in Sozialen Netzwerken. ‚Da hagelt es Beschimpfungen und Ehrenbeleidigungen.‘ Und es ende in roher körperlicher Gewalt. Bei vielen Attacken sei Gefahr im Verzug, sodass die Polizei eingeschaltet werden müsse.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 24. Februar 2018

Hoffen auf die Zeit nach BM Häupl:

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Stadtregierung endlich aufwacht und die richtigen Reformen im Wiener Bildungsbereich angeht. […] Ich hoffe, dass der künftige Bürgermeister Ludwig diese gravierenden Probleme im Wiener Bildungsbereich erkennt und löst. […] Das ist Rot-Grün den Wiener Schülerinnen und Schülern für ihre erfolgreiche Zukunft in unserer Stadt schuldig.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 20. Februar 2018

Wertlose Regeln:

„Wenn es keine Sanktionen gibt, haben Regeln relativ wenig Wert für die Kinder.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Ganze Woche vom 30. Jänner 2018

Deutsch-Förderklasse Gebot der Stunde:

„Generationen von Kindern erhalten nun erstmals die Chance, mit gleichen Chancen und Möglichkeiten eine erfolgreiche Schulkarriere zu starten. Die Einrichtung von Deutsch-Förderklassen ist vor allem in Wien ein Gebot der Stunde sowie eine Frage der Fairness, der Vernunft und der Chancengerechtigkeit.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 30. Jänner 2018

Keine Zeit zu verlieren:

„Das Problem, dass so viele Kinder dem Unterricht nicht folgen können, ist so ernsthaft, dass wir keine Zeit verlieren dürfen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 25. Jänner 2018

Enorme Versäumnisse:

„Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft alleingelassen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Presseaussendung vom 24. Jänner 2018

Teppich gehoben:

„Jahrelang hat Österreichs Politik insgesamt und die Bildungspolitik im Besonderen das Problem der sprachlichen Integration unter den Teppich gekehrt. Mit BM Faßmann kann eine neue Ära beginnen, in der Leistung und Vielfalt im Bildungswesen wieder den ihnen gebührenden Stellenwert erhalten.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Presseaussendung vom 22. Jänner 2018

Leistungsrückstand mit 10:

„Alarmierend ist […] die Leistungsdifferenz zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Sie beträgt im Durchschnitt 51 Punkte und entspricht damit dem Fortschritt von zwei Lernjahren. Damit scheitern die Volksschulen bei ihrer wichtigsten schulischen und demokratischen Aufgabe: dem Ausgleich unterschiedlicher Startbedingungen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Projektleiter Bildung der „Agenda Austria“, Der Standard online am 28. Dezember 2017

Balsam auf die Wunden der von Österreichs „Schulpolitik“ lang genug geplagten Betroffenen:

„Es tut gut zu sehen, dass am Minoritenplatz (Sitz des Bildungsministeriums, Anm.) endlich auf die Expertise der Betroffenen gehört wird und nicht nur auf die Meinung selbsternannter Experten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Niederösterreichische Nachrichten online am 16. Jänner 2018