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Medien-Zitate September 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Größtmögliche Leistungsförderung und Chancengerechtigkeit:

„Schulformspezifische Anforderungs- bzw. Leistungsmilieus bieten am ehesten leistungsförderliche Umgebungen für den effektiven Umgang mit Heterogenität. Zugleich garantieren solche differentiellen Entwicklungsmilieus größtmögliche Chancengerechtigkeit im Bildungsgang. Wissenschaftliche Belege für gegenteilige Behauptungen konnten trotz jahrzehntelanger Bemühungen bisher nicht erbracht werden.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Begabungsförderung und Schulleistung“. In: „Katholische Bildung“, 2012, Heft 7/8, S. 305

Die Praxis bestätigt die bildungswissenschaftlichen Befunde:

„Dass mit Berlin ein Bundesland in Fragen der Bildungsgerechtigkeit am schlechtesten abschneidet, das auf eine sechsjährige Grundschule setzt, die Gymnasien systematisch benachteiligt und eine miserable Unterrichtsversorgung aufweist, kann nicht verwundern!“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Profil“ (Printmedium des dphv) vom Juli/August 2017, S. 5

Von Bayern und Baden-Württemberg lernen!

„Unverkennbar existiert bei den Leistungen der Schulen ein Süd-Nord-Gefälle.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, „Geschichte der Erziehung“ (2010), S. 367

Das Scheitern des schwedischen Schulsystems:

„Kaum ein Schwede käme heutzutage auf den Gedanken, das Schulwesen des Landes als besonders nachahmenswert hervorzuheben.“
Thomas Barow, „Vorbild oder Zerrbild? Außen- und Innenperspektive auf inklusive Bildung in Schweden“ (2011)

Österreichs postfaktische „Schulpolitik“:

„Da wird immer ein Idealmodell von Gesamtschule dem grauen Alltag gegenübergestellt. Nur dieses Idealmodell gibt es nirgends. Das gibt es in skandinavischen Ländern nicht, das gibt es in Finnland nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017

Versagen und Gewalt:

„Wer schon einmal an einer Gesamt- oder Sekundarschule unterrichtet hat, konnte erleben, dass die Schüler, die auf Grund mangelnder Begabung oder schlechter häuslicher Fürsorge ins Hintertreffen geraten, ihre Versagensgefühle durch Aggressivität und Mobbing kompensieren.“
guteschuleblog.wordpress.com am 2. September 2017

Müsste …

„Jeder Psychologe oder Sozialpsychologe müsste […] zugestehen, dass gerade dann, wenn man zusammen in einer Schulklasse ist, der ‚clash of cultures‘ oder der ‚soziale Vergleich‘ (‚social comparison‘) erst anfängt.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase; in: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 45

Die „heilige“ Gleichheit:

„Robespierre wollte die ‚heilige‘ Gleichheit. Manche Jakobiner machten sich in ihrem Tugendterror und Gleichheitseifer gar daran, Kirchtürme schleifen, weil diese ungleich seien.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Frankreichs Schulpolitik hat ihre Lektion gelernt:

„Der wahre Feind des staatlichen Schulwesens ist die Gleichmacherei. Sein Freund ist die Freiheit.“
Jean-Michel Blanquer, Frankreichs Bildungsminister, Die Zeit online am 20. August 2017

Das schulpolitische Paradoxon:

„Nach dem Willen der OECD sollen die europäischen Bildungssysteme ihre Eigentümlichkeiten verlieren, um international genormtes Humankapital hervorzubringen. Paradox, dass ausgerechnet von links mit der Parole vom ‚gemeinsamen Lernen‘ die konsequenteste Hingabe an dieses Prinzip kommt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt, bildung-wissen.eu am 21. Mai 2017

„Reduzierter Begriff von Bildung“:

„PISA unterliegt ein arg reduzierter Begriff von Bildung. Was will man auch erwarten, wenn eine Wirtschaftsorganisation wie die OECD sich auf dem Feld der Pädagogik tummelt.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Bender, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 19

Verkümmerungsform:

„Was Pisa testet, ist nicht Bildung, sondern Pisa-Kompetenz. Das ist eine Verkümmerungsform.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), Kölner Stadtanzeiger online am 6. Dezember 2016

Bildungsdemontage:

„Durch den normativen bildungsökonomischen Charakter hat PISA das über Jahrhunderte auf der Basis europäischer Bildungstradition gewachsene Bildungswesen demontiert und umgesteuert.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, bildungsklick.de am 26. April 2017

Die drei PISA-Kompetenzen:

„Warum sind es gerade diese drei Fähigkeiten? Sagen Fertigkeiten in den Fremdsprachen nichts über die Qualität eines Bildungssystems aus? Die werden aber nicht gemessen. Wie steht es um ethische und soziale Kompetenzen? Die Fächer Sozialkunde, Politik, Geographie fehlen völlig bei den PISA-Messungen.“
Univ.-Prof. Dr. Volker Ladenthin, Junge Welt online am 10. Dezember 2013

Wider den Kern der Bildung:

„Es war der Ehrgeiz der großen Bildungsstudien der letzten eineinhalb Dekaden, schulische Leistungen global vergleichbar zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, mussten sie genau das neutralisieren, was den Kern von Bildung, Schule und Unterricht ausmacht: die Einbindung in kulturelle Wertsysteme, die eben nicht global gültig sind, sondern in spezifischen nationalen und regionalen Traditionen und Bedürfnissen verwurzelt sind.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Brenner, „Wissenswert“, Ausgabe 02-2013, S. 25f

Das „Bildungsverständnis“ der OECD:

„Lernen wird zum ‚Einlernen‘ vordergründig verwertbarer und für die Gesellschaft nützlicher Fertigkeiten degradiert. Eine derartige Instrumentalisierung von Menschen mag einer Wirtschaftsorganisation wie der OECD anstehen; in einer Schule, die sich als Ort der Menschenbildung versteht, hat sie nichts verloren.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Der Standard online am 22. Dezember 2016

Der Schulpolitik ins Stammbuch geschrieben:

„Die Schule darf sich keinesfalls nach den kurzfristigen und veränderlichen Ansprüchen der Wirtschaft richten.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 137f

Schule im Design der OECD-„Bildungsabteilung“:

„Am Ende verlässt schön verpacktes und gut portioniertes Humankapital die bildungsökonomisch hoch effizienten Ausbildungsfabriken.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 12

Fehlt’s an Einsicht oder Ehrlichkeit?

„Dieselben Leute, die ständig Lippenbekenntnisse von wegen Gleichheit, Gerechtigkeit, Kindgemäßheit absondern, betreiben unter Einflüsterung der Wirtschaft und der OECD eine Ökonomisierung von Bildung.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Utopien schaffen Bildungskrisen:

„Man sollte mit Versprechungen vorsichtig sein und der formalen Bildung nicht Dinge zutrauen, die sie nicht einlösen kann. Wer an Bildungssysteme überzogene, utopische und oft auch widersprüchliche Forderungen stellt, produziert jene Enttäuschungen, die dann wieder als Bildungskrise in Erscheinung treten.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 17. September 2017

„Patentlösungen gibt es nicht“:

„Es muss dringend darüber nachgedacht werden, ob […] die Schule der Ort sein kann, an dem jegliche sozialpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und vor allem Fehlentwicklungen der letzten 30 Jahre zu korrigieren sind.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 289

Die OECD handelt ohne Legitimation:

„Auch nach genauer Lektüre habe ich bisher an keiner Stelle entdeckt, dass die OECD oder die Bertelsmann Stiftung einen verfassungsmäßigen Auftrag zum Umbau unseres Bildungswesens hätten.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), www.nachdenkseiten.de am 14. März 2016

Es droht die Zerstörung des öffentlichen Schulwesens:

„Am Ende steht der alte Wunschtraum neoliberaler Fundamentalisten: ein öffentliches Restschulwesen, das diejenigen mit minimalen Bildungsangeboten versorgt, die nicht kapitalkräftig genug sind für den Bildungsmarkt. Die anderen können und sollen zukaufen.“
Univ.-Prof. Dr. Clemens Knobloch, „Wie man öffentlich über „Inklusion“ spricht und was man daraus schließen kann“,  
www.nachdenkseiten.de am 16. Jänner 2015

Wa(h)re Bildung (© Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz):

„Die OECD verfolgte immer das Vorhaben, die vermeintlich verkrusteten, staatlich kontrollierten Bildungsstrukturen in Europa aufzubrechen und einen Bildungsmarkt zu schaffen, durch den Unternehmen viel Geld verdienen können.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 103

Zeit für Reformen, die der Schule dienen!

„Die Bildungspolitik des letzten Jahrzehnts steht vor zahlreichen von ihr angerichteten Scherbenhaufen. Es ist also höchste Zeit für Reformen, die auf die Schulwirklichkeit und deren Erfolg fokussieren und nicht von Themenverfehlungen und Träumereien dominiert sind.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Juli/August 2017, S. 30

Eine ernüchternde Bilanz:

„Alle Reformbestrebungen der letzten Jahrzehnte waren im Zerstören stets sehr viel erfolgreicher als im Aufbauen.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 16

„Ein heilloses Durcheinander“:

„Für die mit der konkreten Bildungs- und Erziehungsarbeit beschäftigten Pädagogen stellen sich diese Reformversuche seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts häufig als eine hurrikanähnliche Erscheinung dar, die vieles in Bewegung setzte und vor allem eines bewirkte: ein heilloses Durcheinander.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 140

Eine scheinbar banale Forderung, aber leider eine schulpolitische Utopie:

„Man muss sich bei jeder Reform überlegen, welche Konsequenzen sie für den Unterricht hat. Was den Unterricht tatsächlich verbessert, sollte Priorität bekommen.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Stuttgarter Nachrichten online am 28. August 2017

Beherzter Appell an die Schulpolitik:

„Geht ehrlich mit euren Schulen und Lehrern um! Stellt euch vor sie – gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber Finanzministern, gegenüber schlauen Bildungsforschern! Und lasst sie einfach mal in Ruhe arbeiten. Mal keine Reform, das wäre doch mal eine Reform!“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 19

Einmal mehr:

„Nicht bestätigt werden konnte in TIMSS 2015, dass rhythmisierte Ganztagsschulen sozial bedingte Selektionseffekte stärker ausgleichen als andere Schultypen.“
Univ.-Prof. Dr. Wilfried Bos u. a., „TIMSS 2015: Wichtige Ergebnisse im Überblick“, in Dr. Heike Wendt u. a., „TIMSS 2015. Mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen von Grundschulkindern in Deutschland im internationalen Vergleich“ (2016), S. 21

Zielsetzung verfehlt:

„Etliche aktuelle Studien belegen, dass Hoffnungen, die in die Ganztagsschule gesetzt werden, unerfüllt bleiben. Weder erzielen SchülerInnen in Ganztagsschulen bessere Erfolge noch sinkt der Nachhilfeaufwand noch führen Ganztagsschulen zu einer Entkoppelung des Bildungserfolgs vom Elternhaus.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft,
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, ÖPU-Nachrichten vom März 2017, S. 9

Gezielte Förderungen statt Einheitsbrei:

„Schwächere SchülerInnen bräuchten gezielte Förderungen, um die gleichen Chancen zu haben wie ihre KollegInnen. Reformen wie die Ganztagsschule sind diesem Gedanken widersprüchlich, weil sie eben diese Unterschiede nicht ausgleichen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Seit Jahren erwiesen:

„Auch für Jugendliche aus niedrigeren sozialen Schichten oder mit Migrationshintergrund lässt sich über vier Jahre hinweg kein Effekt der reinen Ganztagsschulteilnahme auf ihre Schulleistungen nachweisen – es liegt in dieser Hinsicht also kein kompensatorischer Effekt für bildungsbenachteiligte Schülergruppen vor.“
StEG (Hrsg.), „Ganztagsschule: Entwicklung und Wirkung“ (2010), S. 15

Tatsächliche Ergebnisse werden ignoriert:

„Man hätte spätestens den Pisa-Studien entnehmen können, dass Ganztagsschule nicht mit besserer Schulleistung korreliert.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 148

„Schule ohne Schultasche …“:

„Man darf den Kindern und Eltern nicht vorgaukeln, sie hätten gar keine Verantwortung für die Bildung.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 14. Oktober 2016

Politik der Illusionen:

„Es gibt keinen messbaren Nachweis, dass die Ganztagsschule die Chancengleichheit fördert.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das Schulblatt“ (Printmedium des CLV Oberösterreich) vom Februar 2017, S. 11

Politik versus wissenschaftliche Evidenz:

„Umso wichtiger ist daher der Ausbau der Ganztagsschulen, der für mehr Chancengerechtigkeit sorgt.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Presseaussendung vom 28. März 2017

Rapider Ausbau:

„While in the school year 2007/08 only 76,979 pupils attended a form of all-day schooling (including lunch-time care at AHS), such offers were already used by 140,102 pupils in the school year 2014/15. About 40 % of all school locations offer all-day schooling.“
Michael Bruneforth, MA, u. a., „Country Background Report for Austria“ (2015), S. 101

„Pädagogisches Placebo“:

„Ganztagsschule ist zum politischen Prestigeobjekt geworden, und sie ist doch nur ein pädagogisches Placebo.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 138

Auf die Wirkung kommt es an!

„Kooperative Unterrichtsformen scheinen sakrosankt zu sein. Die Unterrichtsform bzw. Unterrichtskultur ist jedoch kein Selbstzweck. Sie muss im Dienste des Lernzuwachses, der Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Schülerinnen und Schüler stehen.“
Bernd Saur, Vorsitzender des Philologenverbands Baden-Württemberg, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2017, S. 2

Das Rad nicht immer neu erfinden lassen!

„Jungen Menschen viel Zeit einzuräumen, damit sie das Rad noch einmal erfinden, mag gut klingen, in Wirklichkeit wird ihnen damit Lebenszeit gestohlen. Das Rad muss erst dann noch einmal erfunden werden, wenn vergessen wurde, was es damit auf sich hat.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 13. September 2014

Eine Frage der Gerechtigkeit:

„Knowledge of the external world is also important for equality. If you only teach pupils using the knowledge they bring to the classroom and the knowledge they might pick up through experience, then you will reproduce educational inequalities. Pupils from educated families will bring a great deal of knowledge to the classroom. Pupils from uneducated and immigrant families will bring less knowledge.“
Daisy Christodoulou, „Seven Myths about Education“ (2014), S. 115

„Die Benachteiligten bleiben zurück“:

„Und gerade denen würden die klassischen Unterrichtsformen eines straffen lehrerorientierten Unterrichts helfen. Solche Formen werden aber gerne als Frontalunterricht runtergemacht.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), Main-Spitze online am 2. Mai 2017

Das Diktat der Didaktik-Theorie durchbrechen:

„Wenn man einem, der guten lehrerzentrierten Unterricht gemacht hat, sagt, er muss auf Teufel komm raus Gruppenarbeit einführen, tut man den Schülern nichts Gutes. Wir dürfen Lehrern nicht vermitteln, dass sie nur mit einer bestimmten Lernform die Schüler gut und glücklich machen können.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Die Presse online am 14. März 2017

Naive Theorien:

„Neues Wissen, gut aufbereitet von einem Experten - das ist sehr viel wert. Ich halte es für naiv, zu denken, Schüler könnten sich alles in Gruppen- und Projektarbeit selbst erarbeiten.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock, Süddeutsche Zeitung online am 7. April 2017

„Individualisierung“:

„Schaut man sich dazu wissenschaftliche Expertisen an, so stellt man verwundert fest, dass eine Individualisierung von Unterricht so gut wie keine nachweisbaren positiven Effekte auf Lernprozesse nach sich zieht, so ausgewiesen in der Metaanalyse des Neuseeländers John Hattie, die sich auf mehr als 52 000 Einzeluntersuchungen stützt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. Juli 2013

Eines der Erfolgsgeheimnisse des Gymnasiums:

„Ein konservativer Grundzug und eine gewisse Störrigkeit gegenüber Veränderungen haben sicher zum Erfolg dieser Schulform beigetragen
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Die Zeit vom 16. Februar 2012

Hattie rehabilitiert direkten Unterricht:

„Du darfst direkt unterrichten. Du darfst deinen Schülern etwas beibringen, je direkter, desto besser! Du darfst die ganze Klasse auf einmal unterrichten. Die Schule ist ja erfunden worden, damit man nicht jede und jeden einzeln unterrichten muss.“
Jochen Grell, „Das direkte Unterrichten und seine Feinde“. In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 37

Pädagogische „Weisheiten“ von gestern:

„Der Glaube an die pädagogische und psychologische Machbarkeit („erzieherischer Machbarkeitswahn“), an vereinfachte Sozialisations- und Lerntheorien. Keine dieser Thesen hat sich in der Form, wie sie im politischen Diskurs eine Rolle spielt, bewahrheitet.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 15

Österreichweiter Anstieg auf fast ein Drittel:

„2010/11 stammten 26 % der Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen aus nichtdeutschsprachigen Familien. In den folgenden fünf Jahren stieg dieser Anteil um knapp fünf Prozentpunkte auf 31 % im Kindergartenjahr 2015/16.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 44

Zugewanderte aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien:

„Fast 60 Prozent haben nur eine Pflichtschule (wenn überhaupt) absolviert, 13 Prozent eine mittlere oder höhere Schule und nur 4 Prozent eine Universitätsausbildung. Zum Vergleich haben bei allen in Österreich Geborenen 28 Prozent nur die Pflichtschule absolviert, dafür aber 33 Prozent eine mittlere oder höhere Schule und 13 Prozent ein Universitätsstudium.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Vorsitzender des Expertenrats für Integration, „Zusammen:Österreich“ vom Herbst 2017, S. 9

Verdoppelung der Anzahl „außerordentlicher Schüler“ innerhalb von sechs Jahren:

„Die Zahl jener Schüler, die der Unterrichtssprache Deutsch noch nicht folgen können, ist in Wien binnen nur sechs Jahren von 7900 auf 15.900 gestiegen.“
Kurier online am 29. Mai 2017

„Special challenges”:

„Austria has had the third-highest inflow of refugees per capita among OECD countries, and a relatively high share of asylum seekers have been allowed to stay. Immigration is not a new phenomenon in Austria, where more than a quarter of the population has a migrant background, but the composition of new arrivals creates special challenges.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – AUSTRIA“ (2017), S. 21

Eine enorme Herausforderung für Deutschlands und Österreichs Schulwesen:

„59 Prozent der arbeitssuchenden Flüchtlinge und Migranten haben keinen Schulabschluss. Bei Flüchtlingen aus Somalia, Eritrea und dem Irak sind es mehr als 70 Prozent, bei Afghanen 69 Prozent, bei Syrern 56 Prozent.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.tichyseinblick.de am 24. August 2017

Reformversäumnisse im Bildungsbereich:

„Die Auswirkungen vergangener Reformversäumnisse im Bildungsbereich werden aufgrund der großen Anzahl an Flüchtlingskindern umso sichtbarer.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister. In: ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2017“ (2017), Vorwort

Eine Frage der Chancengerechtigkeit:

„Kindern mit sprachrelevanten Defiziten muss von Anfang an die Chance gegeben werden, eine erfolgreiche Bildungskarriere starten zu können. Was am Anfang versäumt wird, kann nur schwer wieder aufgeholt werden. Wir brauchen daher echte, flächendeckende und effektive Deutsch-Vorbereitungsklassen für alle Kinder mit sprachrelevanten Defiziten.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, und LT-Abg. Sabine Schwarz,
Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 30. Mai 2017

Das Kanada-„Wunder“:

„20 Prozent alle Schüler haben Eltern nichtdeutscher Muttersprache. Dass Kanada trotz ähnlicher Verhältnisse bei Pisa besser abschneidet, ist einfach erklärt: Dort erfolgt die Zuwanderung gemäß beruflicher Qualifikation – bei uns nahm man Erntehelfer und Hilfsarbeiter auf.“
Peter Michael Lingens, lingens.online am 3. Juli 2017

(Anm.: In Kanada sprechen 40 % der im Land geborenen 15-Jährigen mit Migrationshintergrund zu Hause überwiegend nicht die Testsprache, in Österreich 73 %. Österreich gehört zu den OECD-Staaten, in denen 15-Jährige, die zugewandert sind, den größten sozioökonomischen Rückstand auf 15-Jährige ohne Migrationshintergrund aufweisen; in Kanada sind 15-Jährige, die zugewandert sind, den einheimischen 15-Jährigen sozioökonomisch sogar überlegen.)

Hohes Vertrauen der Eltern:

„Insgesamt zeigt sich ein sehr hohes Vertrauen der Eltern in die Schule ihres Kindes, unabhängig davon, ob das Kind an der NMS oder einer AHS ist. Auch kulturelle oder sprachliche Zugehörigkeiten machen hier keinen Unterschied.“
Dr. Gabriele Böheim-Galehr u. a., „Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. Entwicklungen, Bildungshaltungen und Bildungserwartungen. Projektbericht Band 1“ (2014), S. 74

Anerkennung auch von der Statistik Austria:

„Das österreichische Bildungssystem positioniert sich weltweit und im Vergleich zu anderen EU- oder OECD-Staaten insgesamt gut.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2015/16 – Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2017), S. 120

Hohes Lob für Österreichs Lehre:

„The Austrian vocational education and training system ensures high employability. Employment rates for 25-34 year-olds with an upper secondary or post-secondary non-tertiary vocational qualification are as high as for individuals with a tertiary one (86% and 88% respectively). “
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2017. Country Note Austria“ (2017), S. 3

Überhitzt:

„Over the past two decades, tertiary education in OECD countries has dramatically expanded. In 2014, 16 % of the adult population (25-64 year-olds) across OECD countries had a bachelor’s degree as their highest level of attainment and another 11 % had a master’s degree.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus 37“ (Dezember 2015), S. 1

Südkorea:

„The employment rate of university graduates in 2013 was 56 %. […] For vocational institutions, the employment rate of Meister high-schools in 2013 was over 90%.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Korea 2015“ (2015), S. 50

Abschied von der „Matura für alle“-Politik in Spanien:

„The Dual VET system was established in November 2012 through the Royal Decree 1529/2012. […] Within two years, the number of students participating in Dual VET has quadrupled, and the number of companies has increased tenfold.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Spain 2015“ (2015), S. 52

Auch Norwegen setzt auf duale Bildung:

„Norway does not have a tradition of apprenticeship, but recently developed an apprenticeship system successfully.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Korea 2015“ (2015), S. 103

„Exemplary“:

„The apprenticeship system is often regarded as exemplary because it provides the skills needed by firms and combines on-the-job training and formal education, thus offering substantial initial work experience.“
Univ.-Prof. Dr. Stéphane Carcillo u. a., „NEET Youth in the Aftermath of the Crisis“ (2015), S. 59

Anteil armutsgefährdeter Menschen
(differenziert nach ihrem Bildungsabschluss; Stand 2016)

Lehre oder mittlere Schule: 10,0 %
Hochschule oder Akademie: 10,8 %
Matura: 15,1 %
maximal Pflichtschule: 22,1 %
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2015/16 – Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2017), S. 105

Sehr hohe Zufriedenheit:

„Für den Erfolg des Ausbildungsmodells ‚Lehre‘ insgesamt spricht, dass sich 84 % der Befragten, für den Fall, dass sie nochmals im Alter von fünfzehn Jahren eine Ausbildungsentscheidung treffen müssten, wieder für eine Lehrausbildung entscheiden würden.“
ibw (Hrsg.), „Befragung österreichischer LehrabsolventInnen zwei Jahre nach Lehrabschluss“ (2016), S. 5

Aufruf zur Vernunft:

„Es ist keineswegs einzusehen, warum wir diese Stärke, die wir nun einmal in unserem Bildungssystem haben, jetzt abwracken sollten.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 45f

OECD, 2017:

„In vielen Ländern zeigt sich in der letzten Zeit wieder ein verstärktes Interesse an beruflichen Bildungsgängen, da diese als wirksames Instrument zur Entwicklung von Kompetenzen bei denjenigen eingeschätzt werden, die sonst nicht die notwendigen Qualifikationen für einen reibungslosen und erfolgreichen Übergang in den Arbeitsmarkt hätten. Ländern mit einem gut entwickelten und etablierten System der beruflichen Bildung einschließlich dualer Ausbildungsgänge ist es besser gelungen, die Jugenderwerbslosigkeit in Grenzen zu halten.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 313f

Frühe Erfahrungen mit Sprache:

„Schon lange vor dem Schuleintritt machen Kinder wichtige Erfahrungen mit Sprache. Hier muss man einen Appell an die Eltern richten, dass sie mit den Kindern lesen und dass sie den Kindern von Beginn an vorlesen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Leseaktivitäten außerhalb des formalen Lernumfelds der Schulen sind äußerst wichtig für die Entwicklung erfolgreicher Leser. Ein beträchtlicher Teil der Aktivitäten des Lesenlernens und des Lesens, um zu lernen, findet außerhalb des formalen Unterrichtskontexts statt.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 129

Die ersten drei Lebensjahre:

„Research in neuroscience shows that the brain sensitivity of highly important developmental areas – such as language and numeracy, social skills and emotional control – peaks in the first three years of life.“
OECD (Hrsg.), „Starting Strong V“ (2017), S. 18

Die sichere Bindung:

„Eine sichere Bindung ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder lernen, die Welt zu erforschen und zu verstehen. Fehlt diese Bindung, haben es diese Kinder auch später im Leben schwer. Der Wiener Verhaltensforscher Kurt Kotrschal bemerkt, bei etwa 80 Prozent der Kinder mit Lernstörungen liege ‚eine Bindungsproblematik zugrunde‘.“
Rainer Stadler, „Die Ganztagslüge“. In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 181

Ruhe und Zuwendung:

„Nur wer in sich selbst ruht, kann seinen Kindern die emotionale Zuwendung geben, die sie brauchen. Wenn ich etwa daheim ständig am Smartphone hänge und Nachrichten schreibe, spüren die Kinder, dass ich emotional nicht bei ihnen bin, nicht in realem Kontakt mit ihnen. Das schädigt die Psyche der Kinder auf Dauer.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, heute.de am 11. Juni 2017

Just talking …

„PISA data show that 15-year-old students whose parents routinely engage in home-based activities with them, such as eating a meal together or spending time 'just talking', not only score higher, but they are also more satisfied with their life.“
OECD (Hrsg.), „PISA In Focus 2017/71“ (April 2017), S. 5

Frühe Prägung:

„Early parental involvement with their children in home learning activities has strong effects on later behaviour in school. The amount of interest fathers take in their child’s learning is also associated with behaviour.“
Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 68

Mit Aufgaben überschüttet:

„Die Zahl der nicht-intakten Elternhäuser steigt, oft fehlen zu Hause Vorbilder. ‚Die Lehrer haben ganz andere Aufgaben als früher, sie werden allein gelassen.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen-Zeitung online am 15. Juni 2017

Auf die Familie kommt es an:

„Es ist verrückt, zu glauben, dass 1000 Dollar mehr die Probleme der benachteiligten Kinder lösen könnten. [...] Natürlich hilft Geld, aber die Familie macht den Unterschied aus.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften, Die Zeit online am 20. Juni 2013

Gemeinsame Verantwortung für das Gelingen:

„Einerseits ist natürlich kein Schulsystem perfekt, andererseits gibt es schon Länder, von denen wir einiges lernen können. So werden zum Beispiel in manchen skandinavischen Ländern die Eltern viel stärker in den Schulbetrieb miteinbezogen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, progress-online.at am 21. Juni 2017

Der Schlüssel zum Bildungserfolg:

„Proficiency in the language of instruction is a key to school success.“
OECD (Hrsg.), „Trends Shaping Education Spotlight 11. People on the Move.“ (Juli 2017), S. 3

Integration ermöglichen:

„Die Sprache ist die Basis und Grundvoraussetzung für Integration, Ausbildung und Selbsterhaltungsfähigkeit. Es ist unverantwortlich, wenn Generationen von Kindern vom System mitgeschleppt werden, die am Ende des Tages wegen Unvermittelbarkeit ihr Leben in der Mindestsicherung verbringen müssen. Was zu Beginn versäumt wird, kann später kaum aufgeholt werden.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 31. Mai 2017

Sprachstandsfeststellung 2015/16;

„Von jenen Kindern, für die Deutsch als Erstsprache angegeben wurde, hatten nur rund 14 % Förderbedarf. Unter jenen Kindern, für die eine andere Erstsprache angegeben wurde, benötigten hingegen rund 67 % zusätzliche Fördermaßnahmen.“
ÖIF (Hrsg.), „migration & integration. zahlen.daten.indikatoren“ (2017), S. 44

Ideologische Denkblockaden überwinden!

„Wo ist das schlüssige Argument, warum es so schrecklich sein soll, Kindern mit Sprachdefiziten zuerst Deutsch beizubringen, bevor man sie ins Regelschulwesen eingliedert?“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Integrationspolitischer Notstand:

„In Wien ist etwas entstanden, was im Schulsystem nie hätte passieren dürfen. Das ist eine Notfallsituation, die besonderer Maßnahmen bedarf. Es sollten keine Kinder an die weiterführende Schule, die nicht in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Agenda Austria, Kurier online am 11. Juli 2017

Verdoppelung:

„Die Zahl der Schüler, die der Unterrichtssprache Deutsch nicht ausreichend folgen können und deshalb speziellen Förderbedarf haben, ist in Wien in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Aktuell zählt die Stadt 15.866 sogenannte außerordentliche Schüler - rund doppelt so viele wie noch vor sechs Jahren.“
Die Presse online am 30. Mai 2017

Deutsch-Vorbereitungsklassen:

„Was es braucht, ist die Etablierung von Deutsch-Vorbereitungsklassen. Den Kindern mit sprachrelevanten Defiziten muss von Anfang an die Chance gegeben werden, eine erfolgreiche Bildungskarriere starten zu können“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 8. Juni 2017

Sprache und Werte vermitteln:

„Menschen, die nach Österreich kommen, um hier ihr Leben zu gestalten, müssen möglichst rasch und gut Deutsch lernen; den Einstieg in die Erwerbstätigkeit schaffen, um selbsterhaltungsfähig zu werden; und Grundrechte, wie Freiheit, Demokratie, Menschenrechte oder die Gleichberechtigung von Mann und Frau respektieren und leben.“
Franz Wolf, Geschäftsführer des ÖIF, Kurier online am 28. Juni 2017

Österreichs integrationspolitisches Versagen:

„In almost all countries (except Austria, Estonia and Greece), immigrants who have lived in the host country for more than five years are more proficient in literacy than those who have recently arrived. The difference between the two groups is particularly marked in the Nordic countries, where many immigrants need time to acquire language skills, and where comprehensive integration policies will have helped immigrants who have stayed in the country for longer to overcome any initial difficulties.“
OECD (Hrsg.), „Why are immigrants less proficient in literacy than native-born adults?“ (2017), S. 3

Schönreden beenden:

„‚Wir müssen aufhören, Dinge schön zu reden.‘ Natürlich sei es ein Problem, wenn jeder dritte Abgänger einer Volksschule nicht sinnerfassend lesen könne.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse online am 25. August 2017

UN-Konvention wird politisch missbraucht:

„Die Inklusionseuphoriker sollen endlich die UN-Konvention genau lesen. Die Auflösung der Förder- und Sonderschulen wird dort keineswegs gefordert.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 16

Es fehlt an Seriosität:

„In pädagogischer Hinsicht ist die bisherige Diskussion zur Inklusion äußerst dürftig verlaufen. Alle Kinder sollen in der gleichen Klasse in einer Schule miteinander lernen, dass dies möglich sei, wird lediglich postuliert, das bisherige Förderschulsystem soll aufgelöst, also zerstört werden, die Sonderschullehrer sollen sich stundenweise und von Schule zu Schule wandernd um die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Behinderten kümmern.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion als politisch-weltanschauliche Bewegung“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

„Die pädagogische Welt wird nicht neu erfunden“:

„Man fragt sich allenfalls, woher der frische Mut stammt, unter der Fahne der Inklusion jetzt alle Probleme bewältigen zu können, die sich nach historischer Erfahrung bei allen Reformen als resistent erwiesen haben.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, „Inklusion im Spannungsfeld von Universalisierung und Individualisierung“ (2011), S. 19

„Inklusion“, die zur Falle wird:

„Bei Menschen, denen das soziale Zusammenleben in der Schulklasse schwerfällt, weil sie Tobsuchtsanfälle bekommen […], ist Ablehnung und Diskriminierung durch die anderen Schüler vorprogrammiert. Der Unterricht wird fast unmöglich. Gleiches gilt für Schüler, die psychiatrisch auffällig sind.“
Univ.-Prof. Dr. Werner Dollase, „Soziale Ablehnung statt institutioneller Separierung?“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

Fachspezifische Expertise unverzichtbar:

„Die Sonderschullehrer haben Qualitäten und Kenntnisse, die nicht jede Lehrerin bzw. jeder Lehrer haben kann. Auch in der Medizin ist es so, dass selbst hervorragende Allgemeinmediziner die Fachärzte nicht ersetzen können.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

Kindeswohl statt Ideologie:

„Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen muss oberste Priorität haben und das kann oftmals nur in den Sonderschulen sichergestellt werden. […] Bei diesem sensiblen Thema darf ideologische Voreingenommenheit nicht über das Kindeswohl gestellt werden.“
LT-Abg. Mag. Bettina Rausch, Bildungssprecherin der ÖVP Niederösterreich, Presseaussendung vom 21. Juni 2017

Hoffen auf eine schulpolitische Kurskorrektur in Südtirol:

„Es wird sich vielleicht etwas ändern, wenn die jüngere Generation in den Selbsthilfeorganisationen das Sagen haben wird. Die hat diese Form der Inklusion erlebt und setzt den Fokus auf anderes, auf berufliche Teilhabe. Hier wird es hoffentlich um die Frage nach der bestmöglichen Förderung gehen.“
Univ.-Prof. Dr. Dino Capovilla, Kurier online am 22. August 2017

Sonderschulen erhalten!

„Ich bekenne mich zu den aktuell bestehenden Sonderschulen. […] Ich glaube, dass es notwendig ist, dass es die Form von Sonderschule auch über das Jahr 2020 hinausgehend gibt.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juli 2017, S. 13

Bevormundungspolitik beenden!

„Ich fordere von Bundesministerin Hammerschmid eine Klarstellung, dass Sonderschulen auch nach dem Jahr 2020 weiter bestehen bleiben. Neben inklusivem Unterricht, den wir weiter fördern wollen, brauchen wir trotzdem die individuelle Förderung für Kinder, für die der Unterricht in einer anderen Schulform nicht geeignet ist. Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf wissen am besten, was ihre Kinder benötigen und wollen Wahlfreiheit.
Bundesrätin Sandra Kern, NÖAAB-Landesgeschäftsführerin, Presseaussendung vom 5. Juli 2017

Das Interesse des Kindes hat zu zählen:

„Pädagogische Bedürfnisse müssen im Hinblick darauf beurteilt werden, was für den Einzelnen das Beste ist.“
WHO (Hrsg.), „Weltbericht Behinderung“ (2011), S. 205

Höchstleistungen gezielt fördern!

„Für ein Land, das von seinem Humankapital lebt, ist Mittelmaß zu wenig. Etlichen Bildungspolitikern geht es jedoch schon lange nicht mehr darum, in den Schulen Höchstleistungen hervorzubringen. Sie propagieren gleiche Bildung für alle.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

Diskriminierung leistungsstarker SchülerInnen beenden!

„Ein Mantra der Bildungsexperten lautet seit Jahren: Kinder müssen individuell gefördert werden. In der Praxis geht es dabei aber meist nur um leistungsschwache Kinder. Für starke Schüler gibt es viel zu wenig Angebote.“
Berliner Morgenpost online am 13. Juni 2105

Die Durchschnittsfalle:

„Für Schüler_innen mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz oder einer Hochbegabung ist ein traditioneller Unterricht, in dem sich die Lehrkraft in Tempo und Niveau vorrangig an Durchschnittsschüler_innen orientiert, nicht anregend und fördernd genug.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 93

England:

„Often, targets set for the most able students were too low, which reflected the low ambitions for these students. Targets did not consistently reflect how quickly the most able students can make progress.“
Ofsted (Hrsg.), „The most able students“ (2015), S. 8

Bayern:

„Um junge Menschen effektiv und nachhaltig fördern zu können, müssen ihre Begabungen möglichst frühzeitig erkannt und die Schülerinnen und Schüler intensiv beraten und begleitet werden.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Jänner 2017, S. 27

Angemessen fördern:

„Im Bereich der Sekundarstufe lässt sich […] zunehmend die Tendenz erkennen, dass besonders begabte Kinder in speziell zusammengesetzte Klassen wechseln. Das klassische Argument für die Gruppierung Hochbegabter in separaten Klassen ist das der angemessenen Förderung.“
Univ.-Prof. Dr. Franzis Preckel, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 36

Das individuelle Recht auf Persönlichkeitsentfaltung:

„Es braucht zielgenaue Förderangebote genauso wie die Förderung herausragender Leistungen. Beides darf nicht gegenseitig ausgespielt werden. Das Recht auf Persönlichkeitsentfaltung kann nicht kollektiv verrechnet werden.“
Dr. Axel Bernd Kunze, „Bildung ist mehr als Sozialpolitik“.
In: „elternforum“ (Zeitung der Katholischen Elternschaft Deutschlands), 2-2015, S. 9

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012)

Ungarn:
Italien:
Slowenien:
Slowakei:
OECD-Mittelwert:
Tschechische Republik:
Liechtenstein:
Deutschland:
Schweiz:
Österreich:
73,5 %
68,4 %
63,4 %
57,6 %
44,4 %
36,3 %
33,4 %
32,4 %
31,9 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), „What Makes Schools Successful?“ (2013), Table IV.3.29

Ein sozialpolitisches Gebot:

„Der humane Anspruch eines Gemeinwesens bemisst sich daran, was es für die Schwachen tut und wie es die Starken zur Entfaltung kommen lässt. Letzteres ist auch ein sozialpolitisches Gebot. Denn wenn die Starken ihre Stärken zur Entfaltung bringen können, hilft das allen, auch den Schwachen.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), Die Tagespost online am 2. Dezember 2016

Sowohl – als auch:

„Eine Politik, die die kognitiven Fähigkeiten effektiv stärkt, beeinflusst […] auch positiv das ökonomische Wachstum. Diese Politik sollte sich gleichzeitig auf zwei Ziele konzentrieren – Förderung der Bildung für alle und Förderung von Spitzenperformern.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 54

Wertschätzung für Österreichs Schulwesen seitens der OECD:

„Drop-out rates are significantly lower than in other European countries and Austria exhibits one of the lowest shares of 20-to-24 year-olds who are neither in employment nor in education or training (NEET) and one of the highest shares of those who are already in gainful employment at this age.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – AUSTRIA“ (2017), S. 120

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne einen Sekundarstufe II-Abschluss beendet haben („Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger") (Stand 2016)

Österreich:
Schweden:
Finnland:
Niederlande:
Frankreich:
Deutschland:
EU 28-Mittelwert:
Großbritannien:
6,9 %
7,4 %
7,9 %
8,0 %
8,8 %
10,2 %
10,7 %
11,2 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 7. September 2017

Schulabbruch vermeiden:

„Since early leavers from education and training face a higher risk of unemployment, poverty and social exclusion, investing to support the educational achievement of young people can help to break the cycle of deprivation and the intergenerational transmission of poverty and inequality.“
Council of the European Union, Brüssel am 24. November 2015

NEET-Anteil unter den 20- bis 24-Jährigen (Stand 2016)

Niederlande:
Schweden:
Österreich:
Deutschland:
Finnland:
Großbritannien:
EU-Mittelwert:
Frankreich:
7,0 %
8,8 %
9,7 %
10,9 %
13,5 %
16,6 %
17,7 %
18,9 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 7. September 2017
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Wichtige Websites

OPU4U - Website für
JunglehrerInnen

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Initiative
"Pro Gymnasium"

----------------------------------
bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate:

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Wie wahr!

„Integration ist eine Riesenherausforderung und eine Kulturleistung auf Gegenseitigkeit, für die die Schulen dringend mehr Mittel brauchen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. März 2018

Zeit für Besinnung:

„Es kann nicht sein, dass, wenn Schüler ein Klassenzimmer verwüsten, diese nicht fünf Minuten länger bleiben dürfen, um dieses wieder in Ordnung zu bringen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Wiener Zeitung online am 20. März 2018

Dropout als extremer Risikofaktor:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt diese Quote bei 24,8 %, für Frauen beträgt sie 22,5 %, für Männer 27,1 %.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 1

Bildung ist mehr als Kompetenzenerwerb:

„Der Mensch formt und gestaltet sich in einem persönlichen Bildungsprozess, nicht durch Aneignen von Kompetenzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, www.kathpress.at am 15. März 2018

Betroffene lehnen Abschaffung von Sonderschulen ab:

„Aus ihrer Erfahrung in Kärnten könne sie sagen, dass die Mehrheit der Eltern es ablehne, dass ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Regelschulsystem unterrichtet werden, da sie befürchten, dass dort nicht die benötigte intensive Betreuung zur Verfügung steht.“
NR-Abg. Angelika Kuss-Bergner, Parlamentskorrespondenz vom 13. März 2018

„Das ist eine einzige Katastrophe“

„Wenn Sie heute deutsche Schulen, insbesondere in den sogenannten ‚weichen‘ Fächern besuchen, dann werden sie erkennen, dass die Kompetenzorientierung dazu führt, dass die Schüler inhaltlich fast nichts mehr lernen. Es gibt keine Lernherausforderung mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Immer mehr Aufgaben für LehrerInnen:

„Ständig kommen zum normalen Unterricht neue Aufgaben von Inklusion bis Digitalisierung dazu, für Eltern und Schüler sollen sie möglichst jederzeit erreichbar sein, Korrekturarbeit und Stundenvorbereitung findet spätabends und am Wochenende statt.“
Süddeutsche Zeitung online am 9. Februar 2018

Fehlende Schulreife:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar.
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 23. Februar 2018

„Die Gewalt gegen Lehrer nimmt zu, die Angriffe steigen qualitativ und quantitativ an“

„Das beginne in Sozialen Netzwerken. ‚Da hagelt es Beschimpfungen und Ehrenbeleidigungen.‘ Und es ende in roher körperlicher Gewalt. Bei vielen Attacken sei Gefahr im Verzug, sodass die Polizei eingeschaltet werden müsse.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 24. Februar 2018

Hoffen auf die Zeit nach BM Häupl:

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Stadtregierung endlich aufwacht und die richtigen Reformen im Wiener Bildungsbereich angeht. […] Ich hoffe, dass der künftige Bürgermeister Ludwig diese gravierenden Probleme im Wiener Bildungsbereich erkennt und löst. […] Das ist Rot-Grün den Wiener Schülerinnen und Schülern für ihre erfolgreiche Zukunft in unserer Stadt schuldig.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 20. Februar 2018

Wertlose Regeln:

„Wenn es keine Sanktionen gibt, haben Regeln relativ wenig Wert für die Kinder.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Ganze Woche vom 30. Jänner 2018

Deutsch-Förderklasse Gebot der Stunde:

„Generationen von Kindern erhalten nun erstmals die Chance, mit gleichen Chancen und Möglichkeiten eine erfolgreiche Schulkarriere zu starten. Die Einrichtung von Deutsch-Förderklassen ist vor allem in Wien ein Gebot der Stunde sowie eine Frage der Fairness, der Vernunft und der Chancengerechtigkeit.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 30. Jänner 2018

Keine Zeit zu verlieren:

„Das Problem, dass so viele Kinder dem Unterricht nicht folgen können, ist so ernsthaft, dass wir keine Zeit verlieren dürfen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 25. Jänner 2018

Enorme Versäumnisse:

„Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft alleingelassen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Presseaussendung vom 24. Jänner 2018

Teppich gehoben:

„Jahrelang hat Österreichs Politik insgesamt und die Bildungspolitik im Besonderen das Problem der sprachlichen Integration unter den Teppich gekehrt. Mit BM Faßmann kann eine neue Ära beginnen, in der Leistung und Vielfalt im Bildungswesen wieder den ihnen gebührenden Stellenwert erhalten.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Presseaussendung vom 22. Jänner 2018

Leistungsrückstand mit 10:

„Alarmierend ist […] die Leistungsdifferenz zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Sie beträgt im Durchschnitt 51 Punkte und entspricht damit dem Fortschritt von zwei Lernjahren. Damit scheitern die Volksschulen bei ihrer wichtigsten schulischen und demokratischen Aufgabe: dem Ausgleich unterschiedlicher Startbedingungen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Projektleiter Bildung der „Agenda Austria“, Der Standard online am 28. Dezember 2017

Balsam auf die Wunden der von Österreichs „Schulpolitik“ lang genug geplagten Betroffenen:

„Es tut gut zu sehen, dass am Minoritenplatz (Sitz des Bildungsministeriums, Anm.) endlich auf die Expertise der Betroffenen gehört wird und nicht nur auf die Meinung selbsternannter Experten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Niederösterreichische Nachrichten online am 16. Jänner 2018
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