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Medien-Zitate Oktober 2017

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand September 2017)



Deutschland:
Tschechien:
Niederlande:
Österreich:
EU-Mittelwert:
Schweden
Finnland:
Frankreich: 
Italien:

 
6,4 %
7,5 %
8,5 %
9,6 %
16,6 %
17,9 %
20,5 %
22,5 %
35,7 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
11
12
10

16
16
15
14
Eurostat, Pressemitteilung vom 31. Oktober 2017

„Matura für alle“ wird in immer mehr Staaten als Irrweg erkannt:

„Vocational education is increasingly considered as key to lowering youth unemployment rates and facilitating the transition of young people from education into work/the labour market.“
Eurostat (Hrsg.), „Eurostat regional yearbook 2017“ (2017), S. 78

OECD-Fetisch „Akademikerquote“:

„Auch mit prosperierender Wirtschaft hat diese Quote nichts zu tun. Bestes Beispiel dafür ist die Schweiz. Dort gibt es die europaweit niedrigste Akademikerquote und das Land ist wirtschaftlich höchst erfolgreich. Es sind also zum Teil Märchen, die hier verbreitet werden. Österreich sollte gegenüber diesen Einrichtungen deutlich selbstbewusster auftreten.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Österreichs Vielfalt schulischer Angebote:

„Vocational education largely prevails in Austria, where only 19 % of secondary school graduates completed a general education programme, in Croatia (28 %) and the Czech Republic (29 %).“
Eurostat online am 29. Juni 2017

Italiens Gesamtschulwesen:

„The various deficiencies of the labour market and the educational system have resulted in high unemployment, low labour force participation, low skills levels and high skill mismatch.“
Dr. Paula Garda, „Enhancing employability and skills to meet labour market needs in Italy“ (2017), S. 3

Italien:

„A reason for youth’s poor labour market outcomes is that there is a large disconnection between the education system and the world of work.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Italy 2017“ (2017), S. 148

Italien:

„Youth struggle to make the transition from education to the world of work. […] Many of them take too long to finish their studies and conduct independent lives – for example outside their parents’ houses.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Italy 2017“ (2017), S. 131

Italien:

„Employment rates of tertiary graduates are low vis-à-vis the OECD average while at the same time many firms cannot find the highly skilled people they need to fill job vacancies.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Italy 2017“ (2017), S. 26

Wie wahr:

„Es gibt allen Grund, die gesellschaftliche Wertschätzung der dualen Ausbildung wieder zu erhöhen.“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Für die Jugend fatale Empfehlungen der OECD:

„Eltern, aber auch Medien und Gesellschaft müssten begreifen: ‚Der Mensch beginnt nicht mit dem Abitur. Wir müssen uns gegen die Indoktrination der OECD wehren.‘“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), Frankfurter Neue Presse online am 3. Dezember 2015

Die Plage der „inkompetenten Zurufer“:

„Kluge Leute, die immer besser wissen, wie Schule funktioniert, gibt es viele. Es liegt in unserer Verantwortung, dass wir uns in Zukunft noch lauter und intensiver in unsere Angelegenheiten mischen und Forderungen von inkompetenten Zurufern autonom an uns vorbeigehen lassen.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5

Eine Frage des Horizonts:

„Menschen, die die Herausforderungen der Zukunft erkennen und Lösungsansätze entwickeln, werden dafür oftmals von PolitikerInnen und JournalistInnen geprügelt, denen der nötige Weitblick fehlt.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Mitglied des GÖD-Präsidiums, quinecke.wordpress.com am 16. Oktober 2016

Mutige Worte gegen den politischen Mainstream:

„Ich bin durchaus ein Freund der Lehrergewerkschaft, obwohl es modern geworden ist, sie zu denunzieren. Ich glaube, dass der ständige Rollenwechsel, den man Lehrern zumutet, zu viel ist. Zuerst hieß es, man soll Sozialarbeiter sein, dann Coach, dann überhaupt nur Animateur und jetzt ist der Lehrer zum Lernbegleiter mutiert. Nur Lehren darf er nicht. Dass man sich hier wehrt, ist verständlich.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Schulische Realität versus „schöne neue Schulwelt“:

„Die Bühne gehört zu oft Politprofis und selbst ernannten Bildungsexperten. Die schulische Realität sieht aber anders aus als die schöne neue Schulwelt, die sie uns immer mit großen Worten versprechen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Juli/August 2017, S. 30

Belastung für Schule und Unterricht:

„Was mich stört, ist, dass alle so tun, als wären sie Experten, nur weil sie selbst einmal in die Schule gegangen sind.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 19. Oktober 2016

Gilt auch für Österreich:

„Was das Bildungsverständnis betrifft, sind auch viele unserer Bildungsexperten und Bildungspolitiker Bildungsferne.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017), „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Finnlands Erfolgsgeheimnis:

„For decades, ministers of education have, without fail, understood that carrying out a reform will be infinitely easier if the experts from the teachers’ union have been involved in the preparatory work for the reform.“
Jukka Sarjala, BA, Generaldirektor des finnischen National Board of Education a. D.,
„Equality and Cooperation –Finland’s Path to Excellence“. In: „American Educator“ vom Frühjahr 2013, S. 36

„Bildungsexperten“:

„Die Bedeutung des Bildungsexperten liegt weniger in der Qualität seiner Expertise als in der medialen Aufmerksamkeit, die er genießt.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 31

Wie wahr!

„Wer sich dem Postfaktischen ergibt, für den zählen Fakten nicht mehr. Er verweigert stur den Blick auf das, was der Fall ist.“
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres 2004, Die Presse vom 13. Oktober 2016

Es wäre höchste Zeit:

„Statt teure Berater zu engagieren, sollte besser das große Know-how unserer Kolleginnen und Kollegen genutzt werden.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Dringender Handlungsbedarf:

„In kaum einem anderen Land der EU werden der gezielten Förderung besonderer Begabungen so wenig Raum und Ressourcen geboten wie in Österreich. Besonderen Begabungen ist auch in Österreich durch Zusatzangebote entsprechend Rechnung zu tragen.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012)

OECD-Mittelwert:
Österreich:
44,4 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), What Makes Schools Successful? (2013), Table IV.3.29

Anteil der Schulen, die die Teilnahme an einer künstlerischen Gruppe anbieten (Stand 2015)

OECD-Mittelwert:
Österreich:
62,5 %
27,5 %
OECD (Hrsg.), PISA 2015 Results. Policies and Practices for Successful Schools (2016), Figure II.6.24

Recht auf Förderung:

„So wie leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler einer besonderen Förderung bedürfen, so müssen leistungsstärkere ebenso gefordert und gefördert werden, nicht zuletzt deshalb, damit sie ihre besonderen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in den Dienst von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in eine mit immer komplexeren Problemstellungen befasste Welt einbringen können. Dies kann nur gelingen, wenn sie in der Schule individuell gefordert und gefördert werden und sich nicht langweilen.“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, „Stärker fördern und besser fordern“ in „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2015, S. 31

„Selbstverständlich“:

„Der Bildungs- und Erziehungsauftrag einer möglichst optimalen individuellen Förderung gilt […] selbstverständlich auch für besonders begabte Kinder und Jugendliche.“
Karg-Stiftung (Hrsg.), „Münstersche Empfehlungen zur Förderung begabter und besonders leistungsfähiger Kinder und Jugendlicher“ vom 12. September 2015

Zweckgewidmete Ressourcen:

„Jede Schule in jedem Bundesland braucht ein am Gesamtunterrichtsvolumen orientiertes Zusatzbudget von Unterrichtsstunden für eine breite Begabtenförderung.“
Heinz-Peter Meidinger, seit 1. Juli 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbands, www.aerztezeitung.de am 30. Juni 2015

Sowohl – als auch:

„Bayern fördert besonders begabte Schüler besonders gut. In Bayern erreichen aber auch besonders viele junge Menschen einen anerkannten Bildungsabschluss.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Oktober 2017, S. 7

Demokratie lebt von Vielfalt:

„Aus Demokratie darf jedenfalls keine Versammlung gleich Mittelmäßiger oder gar ein Konvent von ungefähr gleich Unwissenden werden. In seiner Schrift ‚Die Verachtung der Massen‘ hat Peter Sloterdijk 1999 eindringlich vor dieser Gefahr gewarnt. Eine zur Gleichheit verurteilte Gesellschaft wäre zur Stagnation verurteilt.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Den Worten mögen endlich Taten folgen!

„Jeder junge Mensch hat Anspruch darauf, dass seine Anlagen und Begabungen bestmöglich gefördert werden.“
Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann Salzburgs, www.salzburg.at am 13. November 2015

Es wäre höchst an der Zeit:

„Im Sport ist es in vielen Disziplinen üblich, Kinder und Jugendliche schon sehr früh zu beobachten und großen Talenten besondere Förderungsmöglichkeiten zukommen zu lassen. Wir sollten aber nicht nur unsere zukünftigen Schi-Olympioniken und Fußball-Stars, sondern auch die Chemie/Physik/Mathematik-Olympioniken und die Sprachen-Stars von morgen entsprechend fördern.“
„Der neue Weg. Das Programm der Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“, Teil2, veröffentlicht am 13. September 2017, S. 58

„A highly regarded profession”:

„Teaching is a highly regarded profession in Finland and one of the top occupational choices of young people. Entering salaries are comparable to those of other professions. However, the greater draw appears to be the high esteem with which the profession is held, the desirable working conditions, and the trust that allows teachers to be creative and innovative in their work.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 35

Stolz und Selbstwertgefühl als Basis für Erfolg:

„A common feature of all high performing schools is pride, students and staff taking pride in their school, valuing themselves and the institution they were part of.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 37

Vertrauen:

„In Finland, parents’ trust in education and teachers is less dependent on their social status than in many older industrialised countries.“
Univ.-Prof. Dr. Tiina Silander u. a., „The Theory and practice of Building Pedagogical Skill in Finnish Teacher Education“
in Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 77f

Wertschätzung:

„Valuing the profession starts with signals sent by system leaders and policy makers at the top. The signals are evident in how leaders speak about teachers, of course – whether they praise teachers as influential professionals who shape the future of the nation, or disparage them and their unions for perpetrating failure and obstructing political change.”
Univ.-Prof. Dr. Andy Hargreaves u. a., „The global fourth way“ (2011), S. 183

Den Beruf der PädagogInnen aufwerten:

„Raising the status of the profession, the bar to enter into the profession and the recruitment of top-performing graduates are some of the policy means that have proven their potential.“
OECD (Hrsg.), „Education Today 2013“ (2013), S. 94

Auch eine Frage des Gehalts:

„Die Gehälter der Lehrkräfte […] wirken sich unmittelbar auf die Attraktivität des Lehrerberufs aus. Sie beeinflussen die Entscheidung, eine Lehrerausbildung aufzunehmen, nach erzieltem Abschluss Lehrkraft zu werden, nach einer Unterbrechung in den Lehrerberuf zurückzukehren und/oder den Lehrerberuf weiterhin auszuüben (im Allgemeinen sinkt mit steigendem Gehalt die Neigung zu einem Berufswechsel).“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2017“ (2017), S. 457

Singapur:

„Salaries for beginning teachers, relative to other graduate salaries, are high. Working conditions in schools are supportive of good teaching. Career prospects as a teacher are good – the ratio of final salaries to starting salaries is comparatively high.“
IEA (Hrsg.), „Policy, Practice, and Readiness to Teach Primary and Secondary Mathematics in 17 Countries“ (2012), S. 42

Auf die LehrerInnen kommt es an:

„With all its great potential, technology can never substitute for inspired teaching. Students will respond with greater enthusiasm to a gifted teacher than to a computer with the world’s best software.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 180

Deutschland:

„Gerade vor dem Hintergrund des drohenden und zum Teil bereits bestehenden Personalmangels im Lehrersegment ist ein attraktives Arbeitsumfeld notwendig, um leistungsstarke Nachwuchslehrer anzuziehen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 30

Höchste Zeit für Österreichs Politik:

„Der Lehrerberuf muss auch in Österreich für die leistungsstärksten jungen Menschen wieder attraktiv werden. Ein erfolgreiches Schulwesen braucht leistungsstarke und motivierte Lehrerinnen und Lehrer. Wer diese Berufsgruppe schwächt, handelt auf Kosten der Zukunft.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 20. Oktober 2017

Exkludierende „Inklusion“:

„Wenn im Bereich der Schule Inklusion nicht bedeutet, Menschen mit Beeinträchtigungen so zu unterstützen, dass sie jenen Maßstäben genügen können, die auch für alle anderen gelten, handelt es sich gerade um keine Inklusion mehr, sondern um eine Exklusion auch dann, wenn sie unter einem gemeinsamen physischen Dach stattfindet. Am Ende können und wissen die einen immer etwas, was die anderen nicht können und nicht wissen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

„Vollkommen verfehlt“:

„Dass es keine Sonderschullehrerausbildung und Sonderschulen, in denen ja Reintegration stattfinden kann, mehr geben soll, halte ich für vollkommen verfehlt.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5

„Sonderpädagogische Zentren notwendig“:

„Bei gewissen Beeinträchtigungen wird auch in Zukunft die Betreuung durch speziell geschulte Lehrkräfte in Sonderpädagogischen Zentren notwendig sein.“
LT-Abg. Mag. Bettina Rausch, Bildungssprecherin der ÖVP Niederösterreich, Presseaussendung vom 21. Juni 2017

Die „überzeugten Inklusionisten“ …

„Ist Ihnen das auch schon aufgefallen, wie aggressiv und unnachgiebig häufig ausgerechnet die überzeugtesten Anhänger der Inklusion diskutieren? Genau genommen ist das ein performativer Selbstwiderspruch. Man tut also selbst genau das, was man zu tun für unzulässig erklärt: Ein überzeugter Inklusionist müsste nämlich vielmehr Vielfalt begrüßen, den Anderen schätzen und begeistert als Teil seiner Selbst in die Arme schließen, also auch den Kritiker der Inklusion.“
Mag. Mathias Brodkorb, sozialdemokratischer Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns 2011-2016,
„Warum Inklusion unmöglich ist“. In Brodkorb u. a., „Das Menschenbild der Inklusion“ (2012), S. 28f

UNO-Konvention wird missbraucht:

„Der Auftrag zur Etablierung eines inklusiven Bildungssystems wird nach UN-Konvention und der Begrifflichkeit der UNESCO […] keinesfalls durch die Auflösung der Förderschulen und die Aufnahme aller Schüler mit Behinderung in die Allgemeine Schule erfüllt, sondern durch die Erfüllung der Bedürfnisse aller Lernenden.“
Univ.-Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, „Inklusive Bildung in der Schule“ (2013), S. 366

Finnlands engagierter Umgang mit „special needs“:

„Up to half of those students who complete their compulsory education at the age of 16 have been in special education at some point in their schooling.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „A Model Lesson – Finland Shows Us What Equal Opportunity Looks Like“
in „American Educator“ (Frühjahr 2012), S. 24

Das Scheitern der Südtiroler „Inklusion“:

„Obwohl es seit den 70ern die Inklusion gibt, war ich einer der ersten, der mit einer so starken Sehbehinderung überhaupt bis zur Matura gekommen ist.“
Univ.-Prof. Dr. Dino Capovilla, Kurier online am 22. August 2017

Qualität statt Quote!

„Eine hohe Integrationsquote sagt noch nichts über die tatsächliche Integration bzw. die Qualität inklusiver Beschulung von Kindern und Jugendlichen aus.“
Univ.-Prof. Dr. Roland Stein, „Unlösbar oder gar kein Problem …? Die inklusive Beschulung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher“.
In: Cornelius Breyer u. a., „Sonderpädagogik und Inklusion“ (2013), S. 191

Sofort beenden!

„Inklusion, wie sie gegenwärtig sichtbar wird, ist nicht nur eine pädagogische Mogelpackung, sondern auch ein bildungspolitisches Fiasko - und sollte sofort beendet werden.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion als politisch-weltanschauliche Bewegung“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

„Inklusion“ à la USA:

„Laut der ACLU (Anm.: American Civil Liberties Union) wurden im Schuljahr 2011/12 3,5 Millionen Schülerinnen und Schüler vorübergehend von der Schule verwiesen und verpassten dadurch 18 Millionen Unterrichtstage. Der grösste Teil von ihnen waren Schüler mit Lernbehinderungen.“
Neue Zürcher Zeitung online am 19. Oktober 2017

„Chancengerechtigkeit“:

„Interessanterweise zeigen Studien, dass die Aufstiegsmobilität in den 70er-Jahren deutlich höher war. Mit dem staatlichen Ehrgeiz, Chancengerechtigkeit zu forcieren, nahm paradoxerweise die soziale Mobilität wieder ab.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Frankreich:

„Nirgendwo sonst in der Gemeinschaft der Industriestaaten der OECD hängt der Bildungserfolg so sehr von dem Milieu ab, in dem die Schüler aufwachsen. Pisa-Studien und nationale Untersuchungen bestätigen das. Seit vielen Jahren.“
Die Zeit online am 20. August 2017

Frankreichs Gesamtschulwesen:

„Von wegen ‚Liberté, Egalité, Fraternité‘. Frankreichs Schulen produzieren soziale Ungleichheit.“
Deutschlandfunk online am 5. Oktober 2016

Maximale inegalité:

„Frankreich zeigt eine Schullandschaft, in der das Schicksal für die Elite und die breite Masse am weitesten auseinanderklafft.“
Univ.-Prof. Dr. Christine Delory-Momberger, „Der Umgang mit Diversität als ein fundamentales Problem der französischen Schule“
in Univ.-Prof. Dr. Carla Schelle u. a., „Schule und Unterricht in Frankreich“ (2012), S. 18

Gesamtschulland Frankreich:

„In Bezug auf die soziale Kluft steht Frankreich deutlich schlechter da als Deutschland.“
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, news4teachers.de am 8. Mai 2017

Deutschlands vorbildliche Entwicklung:

„In der PISA-Studie wird angegeben, welcher prozentuelle Anteil der Varianz der Bildungsleistungen auf den Index des ökonomischen, sozialen und kulturellen Status (ESCS) zurückgeführt werden kann. Der Erklärungsanteil des ESCS an der Varianz der Lesekompetenzen ist in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2015 von 23,6 auf 12,9 Prozent zurückgegangen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg), „Bildungsstand, Bildungsmobilität und Einkommen“ (2017), S. 49

Österreichs Schulpolitik aber hat mit ihren Reformen den Erklärungsanteil des ESCS gegenüber 2000 deutlich vergrößert.

Der Preis „zeitgeistiger Reformen“:

„Leider ist es so, dass sogenannte ‚zeitgeistige Reformen‘ dazu geführt haben, dass die Leistungsbereitschaft ständig nachgelassen hat. Dazu tragen sogenannte ‚Experten‘ nicht unwesentlich bei, wenn sie glauben, die Abschaffung der Noten würde den Erfolg erhöhen, die Senkung der Zahl der Klassenwiederholungen würde leistungssteigernd wirken, Hausübungen seien nicht sinnvoll, das Streichen von Schultagen wäre notwendig und in heterogenen Gruppen würde man bessere Leistungen erzielen als in homogeneren Gruppen.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Lehrerinnen und Lehrer im ÖAAB-Vorarlberg, www.oeaab-lehrer.at am 5. Mai 2017

Talente zur vollen Entfaltung bringen:

„Im Sport steht es außer Streit, dass Spitzenleistungen nur mit intensivem Training erreichbar sind. Es sollte auch in der Schule wieder unbestritten sein. Damit jeder Schüler möglichst viel aus seinen individuellen Talenten macht, ist auch Anstrengung notwendig.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2016, S. 5

Sozial Schwache zahlen den höchsten Preis:

„Egalitäre Schulpolitik erzielt vermeintliche Gleichheit allenfalls durch Absenkung des Anspruchsniveaus. Wer aber die Ansprüche senkt, der bindet gerade junge Menschen aus schwierigeren Milieus in ihren restringierten Codes fest.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

NOCH liegt Österreich hinsichtlich des Bildungsaufstiegs „im europäischen Vergleich sehr gut“:

„In Wahrheit stammen in Österreich verglichen mit anderen Ländern relativ viele Studierende aus Elternhäusern, in denen weder Vater noch Mutter einen akademischen Abschluss haben, nämlich rund 67 Prozent. […] Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich sehr gut.“
Agenda Austria, Presseaussendung vom 5. Mai 2017

„Verheerende Erleichterungsdidaktik“:

„Dass die Lese- und Denkschwächen von Kindern und Jugendlichen auch mit einer verheerenden Erleichterungsdidaktik zu tun haben, die von der unseligen Rechtschreibreform bis zur «Leichten Sprache» alles tut, um Bildung als ein anspruchsloses Angebot für Anspruchslose zu installieren, sollte langsam ins allgemeine Bewusstsein rücken. Wer etwas für das Bildungswesen tun will, soll es mit solchen und ähnlichen Reformen verschonen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Berlin und Bremen auch bei der IQB-Schülerleistungsstudie Deutschlands Schlusslichter:

„Es gibt Grundschulen, die stark den spielerischen Charakter des Lernens betonen. Sie wollen die Kindlichkeit der Schüler so lange wie möglich bewahren und drängen dabei das Leistungsprinzip zurück. Das Berliner Schulgesetz kommt ihnen dabei entgegen, indem es den Schulen gestattet, bis zur 5. Klasse auf Noten-Zeugnisse zu verzichten.“
guteschuleblog.wordpress.com am 15. Oktober 2015

„Der Erfolg ostasiatischer Staaten“:

„So wie die Bildungsaffinität des Elternhauses den Schulerfolg eines Kindes prägt, so prägt auch die Bildungsaffinität einer ganzen Gesellschaft den Schulerfolg. Das wird spätestens dann deutlich, wenn Kinder mit ostasiatischem Hintergrund auch im oft gescholtenen deutschen Schulsystem regelmäßig zur Leistungsspitze gehören und bei der Matheolympiade oder bei ‚Jugend musiziert‘ überproportional erfolgreich sind – ganz anders als ihre Altersgenossen aus anderen Kulturkreisen.“
Ties Rabe, Schulsenator Hamburgs, SPD, „Endlich eine Diagnose, aber wo bleibt die Therapie?“.
In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 44

„Ordnung, Fleiß und Disziplin“:

„Erziehungswissenschaftler, die über den Schulerfolg vietnamesischer Kinder in Deutschland forschen, betonen, dass es vor allem die bei uns nicht mehr hoch angesehenen Sekundärtugenden seien, die den Erfolg der Kinder verbürgen: Ordnung, Fleiß und Disziplin.“
guteschuleblog.wordpress.com am 23. August 2017

Anstrengungsbereitschaft, Disziplin, Pflichtbewusstsein, Gewissenhaftigkeit, Fleiß ...

„Diese grundlegenden ‚Schlüsselkompetenzen‘ sind Voraussetzung für jegliche Art von Bildung und müssten als primäre Bildungsziele ganz oben in den Kerncurricula formuliert werden. Denn genau daran hapert es häufig bei den leistungsschwachen Schülern und denen aus bildungsfernen und sozial benachteiligten Schichten.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 218

Selbstüberwindung:

„Unter dem in unserer Spaßgesellschaft heute häufig vorherrschenden Mangel an Anstrengungsbereitschaft und Selbstdisziplin werden schulische Anforderungen, so nett sie auch verpackt sein mögen, gelegentlich Frustrationen hervorrufen.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 75

Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz;

„Kinder mit einer guten Selbstkontrolle und Frustrationstoleranz haben ein hohes Durchhaltevermögen, sind anstrengungsbereiter, lassen sich durch Enttäuschungen nicht lähmen oder behindern und können mit einem Belohnungsaufschub umgehen.“
Univ.-Prof. Dr. Margrit Stamm, „Lasst die Kinder los: Warum entspannte Erziehung lebenstüchtig macht“ (2016), S. 245f

Im Zentrum der Bildungsqualität:

„Es wird beim Reden über ‚Qualität‘ gerne übersehen, dass die Schüler selbst dazu den wichtigsten Teil beitragen, nämlich ihren natürlichen Lernwillen und Bildungswunsch.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Was ist pädagogische Qualität und warum wird sie durch Qualitätsmanagement verhindert?“
In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 118

Betrug an den jungen Menschen:

„Erfolg kann Freude machen, die Freude nach einer Anstrengung, sich an etwas bewährt zu haben, ist durch kein Spaßmedium zu ersetzen. Wir betrügen die Kinder um diese Erfahrung, wenn die Schule auf herausfordernde Leistungsansprüche verzichtet.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
Der Standard online am 5. Oktober 2015

„Moderne Pädagogik“ erzieht zur Oberflächlichkeit:

„Wenn etwas schwierig erscheint, dann denkt Pädagogik nicht darüber nach, wie man den Kindern das Schwierige beibringen könnte, sondern sie senkt die Ansprüche, statt eine Portion Durchhaltevermögen, Sitzfleiß und Dickschädeligkeit auch in Sachen Lernen zu fördern.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

„Die Ignoranz, mit der über Bildung gesprochen wird“:

„Wir sind eine Wissensgesellschaft, heißt es, jeder kann alles wissen, weil er es googlen kann. Das ist das Dümmste, das aktuell zu vernehmen ist. Und es ist nicht gut für die Idee der Bildung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

OECD brachte „erhebliche Einbußen von kultureller Bildung“:

„Wir haben Bildung jetzt kleingeredet und versuchen diese Kleinheit auf kürzerem Wege zu erreichen. Natürlich ist klar, dass all das, was unsere Tradition ausmacht, die Bildungstradition, dann als sogenanntes Gerümpel entsorgt werden kann und verzichtbar ist.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW;
http://bildung-wissen.eu), BundeslehrerInnen-Tag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

„Verengter Unterricht“:

„Die ‚Kompetenzorientierung‘ trainiert eng umgrenzte funktionale Fertigkeiten und verdrängt die Bedeutung der Inhalte aus dem Bildungsgeschehen.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. August 2013

Zielsetzung der Schule:

„Bisher galt es […] nicht in erster Linie als Aufgabe der Schule, Problemlösungsmaschinen für unsere Gesellschaft hervorzubringen, sondern selbstständige Persönlichkeiten mit solider Allgemeinbildung.“
Mag. Mathias Brodkorb, sozialdemokratischer Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns (2011-2016), 
„Von der Dynamis zur Energeia“. In: Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 24

Widerstand gegen das Diktat von oben:

„Zum Leidwesen mancher Bildungsreformer verweigern sich allerdings viele Lehrkräfte, soweit sie können, diesen deprofessionalisierenden Anmutungen und orientieren sich bei der Unterrichtsplanung weiter an Inhalten. […] Eine solche Verweigerung zeugt von der Erkenntnis, dass die Schule mehr ist als eine beliebig zu modellierende Serviceagentur für sich verändernde gesellschaftliche Bedürfnisse.“
Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, www.bildung-wissen.eu am 2. Oktober 2013

Kompetente Miniaturausgaben:

„Ist es nicht seltsam, dass die neuen Ziele, die wir für die Kinder formulieren, genau den Leitbildern entsprechen, die für den globalisierten Wettkampf gelten? Dass wir die Kleinen sozusagen als Miniaturausgabe des erwachsenen Arbeitnehmers sehen – ja, als dessen Idealform?“
Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar“ (2014), S. 72

Funktionieren statt Bildung?

„Vielleicht gilt das Ideal humanistischer Allgemeinbildung deshalb als überholt, weil ‚kompetenzorientierte‘ Absolventen im Erwerbsleben besser funktionieren als solche, die zum Eigensinn erzogen wurden.“
Dr. Daniela Strigl, Die Furche vom 5. Jänner 2017

„Entinhaltisierung des Unterrichts“:

„Wir brauchen nicht Schüler, die lernen, wie man sich bestimmter Worthülsen bedient, ohne zu verstehen, was damit eigentlich gemeint ist.“
Prof. Dr. Mathias Binswanger, „Bilanz“ online am 24. August 2013

Inhaltslos, aber leicht zu vermessen.

„Die durch die Kompetenzorientierung ‚erreichte‘ inhaltliche Entleerung der Studiengänge und der daraus resultierenden Beliebigkeit curricularer Inhalte vereinfacht die Einführung externer Steuerungsmechanismen des Qualitätsmanagements.“
Prof. Ralf Lankau, www.bildung-wissen.eu am 1. November 2013

„Brave New World“:

„‚Kompetenz‘ ist ein pädagogisches Hochglanz-, ja ein Reklame-Wort. Um nicht zu sagen ein Wort der Beschwörung und Autosuggestion. Dieses Wort lässt eine pädagogische ‚Brave New World‘ vermuten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands (1987-2017),
„Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 86

Missbrauch der Schule beenden!

„Schule ist keine Einrichtung zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit, von Individualität.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Von Bayerns und Sachsens Erfolg lernen!

„Während in den Stadtstaaten sowie in den Ländern Saarland und Schleswig-Holstein der Anteil der Schüler an Integrierten Gesamtschulen in der Sekundarstufe I im Schuljahr 2014/15 zwischen 40 und 65 Prozent lag, besuchten in Bayern und Sachsen jeweils weniger als 0,5 Prozent der Schüler der Sekundarstufe I eine Integrierte Gesamtschule.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 112

Illusionismus:

„Von verantwortungslosen Scheinexperten wird immer wieder die Illusion vermittelt, bei entsprechender Förderung könne jedes Kind, ohne Rücksicht auf die Begabung, jedes Ziel erreichen. Das ist eine Illusion – die Antwort darauf ist ein vielfältiges Angebot, das jedes Kind nach seinen Fähigkeiten fördert und fordert.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“
(www.progymnasium.at), Bregenzer Blättle vom 3. Dezember 2015

Nichts als Propaganda:

„Die Verfechter eines Modells heterogener Lerngruppen können den Nachweis über deren positive Wirkung für Motivation und Lernleistung nicht erbringen und sie liefern auch kein didaktisches Modell für den Umgang mit Verschiedenheit in der unterrichtlichen Praxis.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2015, S. 34

„Lesen lernt man normalerweise in der Volksschule“:

„Die Volksschule ist eine ‚Gesamtschule‘ – trotzdem bringt sie derzeit kein Leseheil. Rätselhafterweise wird aber nicht sie, sondern werden NMS und AHS an den Pranger gestellt.“
Peter Michael Lingens, lingens.online am 3. Juli 2017

Räumlich differenzierter Unterricht schon in der Primarstufe I:

„Setting or regrouping is used frequently in some countries such as the United Kingdom and Australia. This is mostly true in the upper primary school grades. For instance, almost 40 percent of grade 5 and 6 teachers in the United Kingdom use setting for mathematics instruction.“
Dr. Marjolein Deunk u. a., „Differentiation within and across classrooms“ (2015), S. 26

„One of the greatest detriments”:

„Mixed-ability classes have been found to be one of the greatest detriments to students learning at English language institutions (ELIs).“
Muneerah S. Al-Subaiei, „Challenges in Mixed Ability Classes and Strategies Utilized by ELI Teachers to Cope with Them“.
In: „English Language Teaching“, Vol. 10, No. 6, 2017, S. 182

Das konsequente Scheitern von Gesamtschulsystemen:

„Gesamtschulsysteme scheitern in ihrem Gleichheitsstreben nicht zuletzt daran, dass diejenigen, die können, andere Formen horizontaler (Trägerschaft, Programm usw.) oder vertikaler Differenzproduktion (Abschlüsse) suchen, um den innerschulischen Gleichheitszumutungen zu entkommen und sich selbst oder dem Nachwuchs Vorsprung zu sichern.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Das „Equity-Paradox““. In: „Rademacher u. a., „Bildungsqualen“ (2015), S. 100

Wer die Vielfalt demontiert, vertreibt alle, die es sich leisten können:

„Die Gymnasien und Realschulen sind nach etlichen Schulvergleichsstudien fachlich leistungsfähiger als die Gesamtschulen. Und diejenigen Eltern, die genug Initiative haben (und es sich finanziell leisten können), beantworten den Gesamtschultrend auf ihre Weise und optieren zunehmend für Privatschulen.“
Die Welt vom 22. Oktober 2015

Der schulpolitische Tiefpunkt des Jahres 2017:

„Die Forderung der Grünen, aus Gymnasien via ‚Modellregionen‘ auch dann Gesamtschulen zu machen, wenn sich nicht die Mehrheit der Betroffenen dafür gewinnen lässt, ist ein überraschender Höhepunkt und schockierender Tiefpunkt der aktuellen politischen Diskussion.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA) vom 14. Juni 2017

Auf besonders Begabte angewiesen:

„Je komplexer Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, umso mehr sind wir auf Eliten – Plural! – angewiesen: auf wissenschaftliche, technologische, wirtschaftliche, künstlerische, intellektuelle, handwerkliche, gewerbliche, kaufmännische, soziale, pädagogische.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Förderung besonders Begabter:

„Eine Quote von etwa 20 Prozent schlägt die Lernforscherin Elsbeth Stern von der ETH Zürich vor. Nur so könne man die Begabten optimal fördern - zum Nutzen der Gesellschaft.“
Süddeutsche Zeitung online am 12. Mai 2017

Talentbasierte Konkurrenzfähigkeit:

„Bei der talentbasierten Konkurrenzfähigkeit insgesamt erreicht die Schweiz 2017 vor Singapur und Großbritannien die Weltspitze, während Deutschland und Österreich auf den Plätzen 17 und 18 zu kämpfen haben.“
Univ.-Prof. Dr. Gunnar Heinsohn. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration - Parallelgesellschaften“ (September 2017), S. 38

Prosperität auch von Spitzenperformern abhängig:

„Nicht nur die durchschnittliche Ausbildung einer Bevölkerung oder die Kompetenzen einer Risikogruppe, sondern auch jene ihrer Spitzenperformer wirkt sich auf das Wirtschaftswachstum aus.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 54

Deutschland:

„Die einseitige Ausrichtung auf schwache Schüler ist ein großer Irrtum, der sich offensichtlich unter deutschen Bildungspolitikern herumgesprochen hat.“
Dr. Tim Schulze, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Jänner/Februar 2017, S. 30

„Begabte endlich fördern“:

„Am Ende ist es auch eine Frage der Bildungs- und Chancengerechtigkeit, wenn in den Schulen nicht nur die schwachen, sondern auch die starken Schüler gefördert werden.“
Berliner Morgenpost vom 13. Juni 2015

England:

„Where there is a reasonable proportion of most able students, they do far better than when they are in a very small minority.“
Ofsted (Hrsg.), „The most able students“ (2015), S. 5

Supported, encouraged and valued:

„We found that youth had more positive feelings toward school in classes where their learning was supported, encouraged, and valued by their peers. This is more likely to occur when gifted students are placed in classrooms with other students at their ability level.“
Dr. Jennifer Fredricks u. a., „Developing and Fostering Passion in Academic and Nonacademic Domains“ in „Gifted Child Quarterly“ (2010), 54(1), S. 27

Wissenschaftlich erwiesen:

„Special classrooms for the gifted usually combine ability tracking with changes in curriculum aimed to increase the quality of education. There is ample empirical evidence that this form of grouping is beneficial for gifted students' achievement and some evidence for socioaffective benefits, like improved social relationships or more positive attitudes towards subject matters.“
Univ.-Prof. Dr. Franzis Preckel u. a., „Ability grouping of gifted students: Effects on academic self-concept and boredom“
in „British Journal of Educational Psychology“ 80 (2010), 3, S. 452

Begabtenförderung, das Stiefkind österreichischer Schulpolitik:

„Wir geben für die Begabtenförderung genau so viel Geld aus wie alle anderen restlichen Bundesländer zusammen.“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Oktober 2017, S. 1

Schonungslose Bilanz österreichischer Schulpolitik:

„Vor lauter Angst, zu viel Leistung zu verlangen, jemanden zu frustrieren oder zu diskriminieren, haben wir das Schulwesen den Bach runtergehen lassen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 8. Juli 2017

Sozialdemokratie hat ihre Wurzeln vergessen:

„Das alte sozialdemokratische Aufstiegsrezept hieß: Bildung, Fleiß und Chancengleichheit. Die ersten beiden dieser drei Punkte hat die SPD aus ihrem Repertoire gestrichen. Schulabschlüsse sind durch Inflation entwertet. Der Leistungsgedanke wird verteufelt.“
Tagesspiegel online am 31. Mai 2017

Leistung statt Herkunft:

„Die Einführung des Leistungsprinzips ersetzte historisch das Prinzip der Verteilung von Sozialchancen allein nach Herkunft.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu),
„thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich) vom Juni 2015, S. 2

Leistung statt Brieftasche der Eltern:

„Der Gedanke der Selektion ist ein Schlüsselgedanke und eines der größten Tabus bei uns. Was ich unter Selektion verstehe und woran ich unbedingt festhalten möchte, ist eine Selektion, die sich über Leistung definiert.“
Univ.-Prof. Dr. Norbert Bolz, Cicero online am 8. Mai 2017

Eigenanstrengung:

„Unsere moderne Didaktik betont, Unterricht müsse Spaß machen. Die Eigenanstrengung beim Lernen blendet sie weitgehend aus. Wenn Spaß die höchste pädagogische Kategorie ist, drängt man die Lehrkraft in die Rolle des Entertainers und gibt letztlich ihm die Schuld, wenn der Schüler bei der Klassenarbeit oder der Prüfung versagt.“
guteschuleblog.wordpress.com am 23. August 2017

Geschönte Noten auf Druck von oben:

„Die Bildungspolitik hat aus PISA die falschen Schlüsse gezogen. Man hat keinen Leistungswettlauf begonnen, sondern einen reinen Notenwettlauf nach oben.“
Heinz-Peter Meidinger, seit 1. Juli 2017 Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Der schiefe Plan von PISA“, ZDF am 14. Juni 2017

Das Recht aller auf Förderung:

„Die Schwachen zu fördern ist ein wichtiges Ziel der Schule. Genauso wesentlich ist es aber auch, Leistungsstarke zu unterstützen. Auch die haben ein Recht auf individuelle, autonome Förderung. Das geht nicht immer spielerisch. Leistung muss von den Schülerinnen und Schülern auch gefordert werden.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2017, S. 5

Auf das Leben nach der Schule vorbereiten!

„Entwicklungen wie die ‚Schule ohne Schultasche‘ halte ich für falsch. Wir müssen Leistung von den Kindern verlangen und sie mit der Realität konfrontieren.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen-Zeitung online am 15. Juni 2017

Leistungsbereitschaft:

„Learner engagement needs to become an objective in itself. Without it, not only is the success of learning activities put in doubt, but the habits of lifelong learning are not being laid and reinforced.“
OECD (Hrsg.)., „Schooling Redesigned“ (2015), S. 28

Von Thomas Edison lernen!

„Bildung geht nur mit Anstrengung, Disziplin, Sorgfalt, Durchhaltevermögen, Selbstkritik, Wissensdurst. Das gilt auch für das Entstehen und für die Förderung von Kreativität. Hier halte ich es mit Edison: 10 Prozent von Kreativität sind Inspiration, 90 Prozent sind Transpiration.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Frühkindliche Prägung:

„The first years of a person’s life matter tremendously as they lay the foundations for future skill development and positive adult outcomes. Parents play a central nurturing and educational role in their children’s lives, particularly in early childhood.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Netherlands 2017“ (2017), S. 69

Die ersten 1000 Tage:

„The foundations set in the first thousand days of a child’s life, from conception to the second birthday, are critical for future well-being.“
UNESCO (Hrsg.), „Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014), S. 1

Anlagen leben von Aktivierung:

„Das Nervensystem ‚erwartet‘ Umweltreize, damit sich genetisch angelegte Strukturen entwickeln. Fehlen diese Erfahrungen oder werden nur eingeschränkte Erfahrungen gemacht, so entwickeln sich die neuronalen Verschaltungen atypisch und dies geht in der Regel mit funktionalen Einschränkungen einher, die gar nicht bzw. nicht vollständig reversibel sind.“
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Hrsg.), „Frühkindliche Sozialisation“ (2014), S. 26

Die Würfel fallen lang vor dem Schuleintritt:

„Eine Ursache für geringe sprachliche Kompetenzen wird in einer sprachlich wenig anregenden familiären Umgebung gesehen. Unterschiede in der sprachlichen Entwicklung zwischen Kindern verschiedener familiärer Herkunft zeigen sich bereits im sehr frühen Kindergartenalter.“
Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ (2017), S. 26

Die sozial bedingte Bildungsdifferenz:

„Research confirms that by the age of 3, children from low-income homes hear 30 million less words than children from more affluent families. Research has even revealed that the gap begins as early as 18 months of age.“
Sophia Shing u. a., „Mobile Technology Bridges the 30 Million Word Gap“.
In: „Journal of Education at Practice“, Vo8, Nr. 9, 2017, S. 64

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Leseaktivitäten zu Hause fördern und ein Umfeld schaffen, in dem Lesen generell wertgeschätzt wird, das sind beides wichtige Faktoren, um leistungsstarke Leser hervorzubringen.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 132

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Few relationships in life are as significant and enduring as the relationship between children and their parents or the adults who raised them. Families are the first social unit in which children learn and develop.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 156

„Of the utmost importance”:

„Evidence indicates that ensuring a literate environment in the home is of the utmost importance.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Reading Literacy in EU Countries: Evidences from PIRLS“ (2013), S. 60

Keine Frage des formalen Bildungsniveaus:

„Der Kinderpsychologe ist nicht notwendigerweise der bessere Vater, die ausgebildete Kinderpsychologin nicht notwendigerweise die bessere Erzieherin, selbst zur Leitung einer entsprechenden Einrichtung qualifiziert keineswegs erst ein akademisches Studium.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 124f

Die ersten drei Lebensjahre:

„Forschungen in der Neurowissenschaft haben offen gelegt, dass die Empfindlichkeit wichtiger Areale im Gehirn, wie Bereiche der emotionalen Kontrolle, Sozialverhalten und sprachliche sowie rechnerische Fähigkeiten in den ersten drei Jahren ihren Höhepunkt erreichen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2017“ (2017), S. 37

Respekt vor Leistung der Lehrerinnen und Lehrer:

„Der Lehrerberuf ist ein sehr anstrengender Beruf und ich habe großen Respekt vor dieser Leistung. Ich glaube, jeder, der das einmal selber macht, vor 25 Schülerinnen und Schülern zu stehen, und versucht, dort auch etwas zu vermitteln, sieht, wie schwierig das ist.“
Birgit Hesse, Bildungsministerin Mecklenburg-Vorpommerns, Nordmagazin, NDR am 1. Februar 2017

Die pädagogische Freiheit der LehrerInnen Finnlands:

„As trusted professionals, teachers have considerable pedagogical autonomy to interpret the curricula and to choose teaching methods and materials, as well as resources and methods to continuously assess students' progress.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook: Finland“ (2013), S. 10

Finnlands Asset!

„Teachers in Finland have positive symbolic capital. They are respected and admired in politics and the media, rather than criticized and abused by them.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Hargreaves u. a., „The global fourth way“ (2011), S. 54

Schwer und wichtig:

„Lehrerin oder Lehrer zu sein - das ist ein schwerer Job. Und es ist ein äußerst wichtiger Job.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Südwest-Rundfunk aktuell am 8. Mai 2017

Eine Kampagne für die Lehrer:

„Meine erste Lanze wäre es, politisch eine Kampagne für die Lehrer einzufordern, sodass wir in Österreich wirklich wieder die gute Chance haben, wie das andere Ländern haben, die Besten zu bekommen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, „Pro und Contra“, PULS 4 am 15. September 2014

Überheblichkeit beenden!

„Bildungsministerien sollten sich weniger als Oberaufsicht, sondern vielmehr als Dienstleister gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern verstehen und für möglichst gute Rahmenbedienungen sorgen. Sie sollten den Schulen mehr Autonomie gewähren sowie den Lehrern Vertrauen schenken und mehr Verantwortung übertragen.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Lernen geht anders. Bildung und Erziehung vom Kind her denken“ (2010), S. 172

Probleme auf der Ebene der österreichischen Schulpolitik:

„Die wesentliche Botschaft besteht darin, dass in Österreich auf der Ebene der Politik die größeren Probleme liegen als auf der Ebene der Praxis in den Schulen.“
Dr. Lorenz Lassnigg, „Faktenbasierte Anregungen für eine neue Kultur in der Bildungspolitik und Bildungsreform“,
IHS – POLICY BRIEF vom 15. September 2016, S. 2

„Es ist etwas zu tun mit dem Lehrerimage“:

„Wir haben ganz einfach zu wenige, die in die Ausbildung gehen. Viele werden durch die gesellschaftlichen Ressentiments abgeschreckt, die da sind. Daher ist es mir wichtig, am Lehrerimage zu arbeiten, dem Beruf mehr Wertschätzung entgegenzubringen, ihn aufzuwerten.“
Mag. Johann Heuras, Präsident des LSR Niederösterreich, ORF Niederösterreich online am 7. Juni 2017

Wie wahr!

„Der Pädagogenberuf ist schwierig geworden. Man ist Elternersatz, Sozialarbeiter, Integrationsbeauftragter, Animateur, Bürokratie-Verwalter und hat immer weniger Zeit für die Kernaufgaben.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

„Proud to say that they are teachers”:

„Teaching is a profession that is well respected by the Canadian public. A 2013 survey conducted by the Alberta Teachers association found that 9 in 10 teachers agreed that they are very committed to teaching as a profession and that in public they are proud to say that they are teachers.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 31

Qualität statt Mode!

„Das Scheitern von pädagogischen Moden, wie etwa das selbstgesteuerte Lernen, die Kompetenzorientierung, obskure Schreiblernmethoden oder der willkürliche Einsatz von Lernsoftware, können nicht durch Niveauabsenkung beim Abitur oder durch Trivialisierung des Akademischen in Bachelor-Studiengängen weggezaubert werden.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), „Digitalisierung in der beruflichen Bildung“, bbw 5/2017, S. 4

Hatties „Visible learning“:

„Visible learning hat die Lehrperson als differenziert lenkende und sensibel ermutigende Leitinstanz schulischer Lernprozesse machtvoll rehabilitiert – und damit jeder Selbstlerneuphorie den Boden entzogen.“
Prof. Dr. Michael Felten, „Lernwirksamkeit statt Methodenfeuerwerk – Unterrichten im Jahre 4 nach Hattie“.
In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 20

Hattie rehabilitiert den direkten Unterricht:

„Als ein Hochschullehrer über die Ergebnisse der Hattie-Studie referierte, bedankten sich Studenten hinterher: ‚Heute haben wir gehört, dass man als Lehrer auch mal etwas erklären darf.‘“
Jochen Grell, „Das direkte Unterrichten und seine Feinde“. In: BELTZ (Hrsg.), PÄDAGOGIK, 66. Jahrgang, Heft 1, 2014, S. 37

Finnlands LehrerInnen widersetzen sich OECD-„Empfehlungen“:

„Only lower-secondary school teachers in Japan and Croatia report lower rates of using technology, small-group learning, and projects that take longer than 1 week.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 195

Finnlands Stärke:

„Finnish pedagogical methods remained traditional in approach throughout the era of educational improvements, in sharp contrast to the constructivist and progressive ideal.“
Gabriel Heller Sahlgren, „Real Finnish Lessons – The true story of an education superpower“ (2015), S. 45

„Confusion, frustration and misconceptions“:

„New Information combined with minimal guidance does not lead to effective learning. Instead, it leads to confusion, frustration and misconceptions.“
Daisy Christodoulou, „Seven Myths about Education“ (2014), S. 39

Lehren statt moderieren!

„Die Flucht in die Moderation an Stelle des demonstrierenden Lehrens muss unterbunden werden.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 56

Wichtiger als jede Unterrichtstechnik:

„Es ist absolut notwendig, dass der Lehrende ein Vertrauensverhältnis zu den Lernenden aufbaut, wie lange dies auch immer dauern mag, das von Sympathie, Kompetenz, Verlässlichkeit und Autorität gekennzeichnet ist.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ (2011), S. 195f

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Es gibt weltweit keine einzige Studie, die belegen könnte, dass weitgehend digitalisierter Unterricht irgendetwas an Vorteil brächte. Nein, auch hier sind die Kollateralschäden zu bedenken: Dass ein überdimensionaler Einsatz von digitalen Medien dazu verführt, sich nur noch flüchtig Häppchen zu holen, ‚downzuloaden‘, ‚just-intime‘-mäßig. Zudem fällt mir auf, dass viele der so genannten Studien, denen zufolge wir mehr Digitalisierung in der Bildung brauchen, aus den Häusern Vodafone, Telekom, Bitkom, Bertelsmann und Co. stammen. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Dass sich Bildungsminister vor deren Karren spannen lassen, hat – wie man im Ländle sagt – ein Gschmäckle.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 16

„Moderne“ Unterrichtsformen auf Kosten sozioökonomisch Schwacher:

„Alle ‚modernen‘ Unterrichtsmaßnahmen (sie sind natürlich nicht neu, sondern alle mindestens hundert Jahre alt) – selbständiges Lernen, Projektarbeit, schülerkontrollierter Unterricht, eigenständiges Lernen, Gruppenarbeit etc. – favorisieren den Nachwuchs der Bildungsschicht.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2017, S. 19

Gleichheitsfetischismus:

„Unser Bildungssystem möchte seine Absolventen am liebsten vom Kommunismus in die Marktwirtschaft schicken. Aber es ist nicht sinnvoll, alle gleich zu machen! Wenn die Grünen sagen: ‚Jedes Kind ist sehr gut‘, so ist das schlicht falsch.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, NEWS online am 1. Oktober 2017
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Wichtige Websites

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Aktuelle Zitate

 

 

 

 Eine in Österreichs Schulwesen ungewohnte Situation:

„Wir haben nach einer langen Durststrecke endlich einen Minister, der die Bedenken der Betroffenen ernst nimmt und versucht, jene Reformen, die in den letzten Jahren, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz optimal gelaufen sind, in eine richtige Richtung zu lenken.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 23

Zu viel verlangt?

„Es muss auch in Deutsch möglich sein, dass die einen mehr Hofmannsthal und Rilke, die anderen dafür mehr Handke und Jelinek machen – ohne den Fall, dass dann bei der Matura mit einem 0815-Text drübergefahren wird.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Kurier online am 10. Juni 2018

Ehrlich gesagt:

„Zu uns kommt nicht, wie in viele klassische Einwanderungsländer, die mittlere oder höhere Bildungsschicht, sondern wir haben ein hohes Ausmaß an gering qualifizierter Zuwanderung. Die niedrige Qualifikation setzt sich leider von einer Generation zur anderen fort und das Bildungssystem ist nur begrenzt in der Lage, Bildungsvererbung zu kompensieren. Es gibt kein Patentrezept, um diese Zusammenhänge zu durchbrechen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Academia“ vom Mai 2018, S. 18f

Keine Toleranz für Gewalt:

„Ganz wichtig aus unserer Sicht ist, dass Lehrer überhaupt reagieren, wenn sie Gewaltvorfälle beobachten, ob gegen sich selbst gerichtet oder unter Schülern. Unsere Studie zeigt, dass das nicht immer passiert. Und das sendet ganz ungünstige Signale. Der Lehrer als Modell signalisiert damit ja auch, dass er das als tolerabel und nicht relevant einschätzt."
Univ.-Prof. Dr. Ludwig Bilz, Mobbingforscher, Mitteldeutscher Rundfunk online am 1. Juni 2018

Extremes Risiko für Burnout:

„Bei einer Umfrage, die 2016 von der Arge Burnout im Auftrag der Lehrergewerkschaft durchgeführt wurde, gaben fast ein Drittel der Lehrpersonen an, überlastet zu sein oder bereits der Burn-out-Risikogruppe anzugehören. Eine 2014 vom Institut für Psychoneuronalogie erstellte Studie identifizierte fünf Prozent Lehrerinnen und Lehrer in Österreich, die bereits ausgebrannt waren, und weitere 20 Prozent, die nach eigenen Angaben knapp davor standen.“
NEWS vom 25. Mai 2018

Bildung ist mehr:

„Bildung ist mehr als die Akkumulation von Kompetenzen in beliebiger Montierbarkeit von Einzelteilen. Wir brauchen den Umweg über das denkende Subjekt, das Sachen aneignet und Handeln verantwortet.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

Neu aufsetzen!

„Der Bundeselternverband fordert zum wiederholten Mal, die gesamte Zentralmatura, inklusive VWA, dringend neu aufzusetzen. Im Fach Mathematik sind unter anderem der ‚harte‘ Notenschlüssel – nur zu 100 % richtige und keine Teilantworten werden gewertet – und die sprachlastigen ‚Texträtsel‘ zu hinterfragen.“
Bundeselternverband, Pressemitteilung vom 27. Mai 2018

Der Verlust von Grenzen:

„‚Die Hemmschwelle sinkt. Die Gewalt geht ein Stück weit ins Grenzenlose. Wenn früher einer am Boden gelegen hat, ist man nicht auch noch draufgetreten.‘ Das sei mittlerweile anders. Und zwar nicht nur in Schulen, sondern auch im öffentlichen Raum.“
Mag. Jürgen Bell, Schulpsychologe beim Wiener Stadtschulrat, Kurier online am 2. Mai 2018

Gesamtschulland England:

„Gesicherte Chancen haben nur die, die schon einen privilegierten Hintergrund haben. Oder aber Eltern, die sich intensiv um diese Frage kümmern. Jene aber, deren Eltern wenig Zeit, Geld und soziales Kapital haben, um das Bildungssystem zu durchdringen, sind klar im Nachteil.“
Alice Bradbury, Bildungsexpertin am University College London, Die Welt online am 31. März 2018 

Methodenmix und üben, üben, üben:

„Es gibt keine allein seligmachende Unterrichtsmethode. Das Beste ist der Methodenmix, eine Kombination aus Frontalunterricht, Gruppenunterricht und selbstständigem Lernen. Schüler lernen unterschiedlich. Der eine hört besser zu, der andere muss etwas selber machen, der Dritte arbeitet gerne in der Gruppe. Und dann natürlich: üben, üben, üben.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, bildungsklick.de am 16. April 2018

„Am Limit“:

„Viele Lehrer sind am Limit. Mit Solidarität oder gar Unterstützung können sie jedoch kaum rechnen.“
Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 18

Erstmals mehr als ein Drittel der Arbeitslosen Österreichs ohne österreichische Staatsbürgerschaft:

„Inländer hatten 256.005 (minus 9,6 Prozent) keinen Job, Ausländer 128.481 (minus 1,7 Prozent).“
Wiener Zeitung online am 2. Mai 2018

Schutz der Gemeinschaft:

„‚Wir müssen Schülerinnen und Schüler, die massiv und kontinuierlich den Unterricht stören und gewalttätig gegenüber Mitschülern und Schulpersonal sind, zeitweise auch aus dem Regelunterricht herausnehmen können.‘ Sie könnten dann in temporären Kleingruppen unterrichtet werden.“
Dipl.-Päd. Sandra Scheeres, Bildungssenatorin Berlins (SPD), Berliner Zeitung online am 24. April 2018

Aus der Erfahrung Konsequenzen ziehen:

„Die Resultate der bisherigen Modelle sind alles andere als berauschend. Es hat wenig Sinn, Schülerinnen und Schüler ohne Vorbereitung ins Sprachbad der Mehrheitsgesellschaft eintauchen zu lassen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 17. April 2018

Österreichs Spitzenwert trotz des enorm hohen Migrantenanteils:

„2016 verfügten im EU-28-Durchschnitt nur 83,1 % über einen weiterführenden Abschluss; Österreich lag mit 89,5 % deutlich über dem Durchschnitt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 124

Die besondere Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Österreichs Schule ist vor eine Aufgabe gestellt, die in anderen Staaten nicht annähernd in dieser Dimension existiert. Wenn Österreichs Schule sie bewältigen können soll, braucht sie für Aufgaben, die keine ursächlich schulischen sind, Ressourcen, die dem Schulwesen dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“
Stellungnahme der AHS-Gewerkschaft vom 11. April 2018

Wohlfühlstimmung statt Leistungsorientierung:

„Schule soll heute offenbar vor allem für eine Wohlfühlstimmung sorgen. Niemand darf herausgefordert, angestrengt oder kränkend benotet werden. Und da Lob und gute Noten zum Wohlbefinden nötig sind, erwächst den Lernenden gleichsam ein Anspruch auf beides – egal, ob sie sich das verdient haben oder nicht.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Wie wahr!

„Integration ist eine Riesenherausforderung und eine Kulturleistung auf Gegenseitigkeit, für die die Schulen dringend mehr Mittel brauchen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. März 2018

Zeit für Besinnung:

„Es kann nicht sein, dass, wenn Schüler ein Klassenzimmer verwüsten, diese nicht fünf Minuten länger bleiben dürfen, um dieses wieder in Ordnung zu bringen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Wiener Zeitung online am 20. März 2018

Dropout als extremer Risikofaktor:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2017 liegt diese Quote bei 24,8 %, für Frauen beträgt sie 22,5 %, für Männer 27,1 %.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ (April 2018), S. 1

Bildung ist mehr als Kompetenzenerwerb:

„Der Mensch formt und gestaltet sich in einem persönlichen Bildungsprozess, nicht durch Aneignen von Kompetenzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, www.kathpress.at am 15. März 2018

Betroffene lehnen Abschaffung von Sonderschulen ab:

„Aus ihrer Erfahrung in Kärnten könne sie sagen, dass die Mehrheit der Eltern es ablehne, dass ihre Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Regelschulsystem unterrichtet werden, da sie befürchten, dass dort nicht die benötigte intensive Betreuung zur Verfügung steht.“
NR-Abg. Angelika Kuss-Bergner, Parlamentskorrespondenz vom 13. März 2018

„Das ist eine einzige Katastrophe“

„Wenn Sie heute deutsche Schulen, insbesondere in den sogenannten ‚weichen‘ Fächern besuchen, dann werden sie erkennen, dass die Kompetenzorientierung dazu führt, dass die Schüler inhaltlich fast nichts mehr lernen. Es gibt keine Lernherausforderung mehr.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

Immer mehr Aufgaben für LehrerInnen:

„Ständig kommen zum normalen Unterricht neue Aufgaben von Inklusion bis Digitalisierung dazu, für Eltern und Schüler sollen sie möglichst jederzeit erreichbar sein, Korrekturarbeit und Stundenvorbereitung findet spätabends und am Wochenende statt.“
Süddeutsche Zeitung online am 9. Februar 2018

Fehlende Schulreife:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar.
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 23. Februar 2018

„Die Gewalt gegen Lehrer nimmt zu, die Angriffe steigen qualitativ und quantitativ an“

„Das beginne in Sozialen Netzwerken. ‚Da hagelt es Beschimpfungen und Ehrenbeleidigungen.‘ Und es ende in roher körperlicher Gewalt. Bei vielen Attacken sei Gefahr im Verzug, sodass die Polizei eingeschaltet werden müsse.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 24. Februar 2018

Hoffen auf die Zeit nach BM Häupl:

„Es ist allerhöchste Zeit, dass die Stadtregierung endlich aufwacht und die richtigen Reformen im Wiener Bildungsbereich angeht. […] Ich hoffe, dass der künftige Bürgermeister Ludwig diese gravierenden Probleme im Wiener Bildungsbereich erkennt und löst. […] Das ist Rot-Grün den Wiener Schülerinnen und Schülern für ihre erfolgreiche Zukunft in unserer Stadt schuldig.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 20. Februar 2018

Wertlose Regeln:

„Wenn es keine Sanktionen gibt, haben Regeln relativ wenig Wert für die Kinder.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Ganze Woche vom 30. Jänner 2018

Deutsch-Förderklasse Gebot der Stunde:

„Generationen von Kindern erhalten nun erstmals die Chance, mit gleichen Chancen und Möglichkeiten eine erfolgreiche Schulkarriere zu starten. Die Einrichtung von Deutsch-Förderklassen ist vor allem in Wien ein Gebot der Stunde sowie eine Frage der Fairness, der Vernunft und der Chancengerechtigkeit.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 30. Jänner 2018

Keine Zeit zu verlieren:

„Das Problem, dass so viele Kinder dem Unterricht nicht folgen können, ist so ernsthaft, dass wir keine Zeit verlieren dürfen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 25. Jänner 2018

Enorme Versäumnisse:

„Viel zu lange wurde das Problem der sprachlichen Integration von den bildungspolitischen Verantwortungsträgern vernachlässigt und die Lehrerinnen und Lehrer sehr oft alleingelassen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Presseaussendung vom 24. Jänner 2018

Teppich gehoben:

„Jahrelang hat Österreichs Politik insgesamt und die Bildungspolitik im Besonderen das Problem der sprachlichen Integration unter den Teppich gekehrt. Mit BM Faßmann kann eine neue Ära beginnen, in der Leistung und Vielfalt im Bildungswesen wieder den ihnen gebührenden Stellenwert erhalten.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Presseaussendung vom 22. Jänner 2018

Leistungsrückstand mit 10:

„Alarmierend ist […] die Leistungsdifferenz zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Sie beträgt im Durchschnitt 51 Punkte und entspricht damit dem Fortschritt von zwei Lernjahren. Damit scheitern die Volksschulen bei ihrer wichtigsten schulischen und demokratischen Aufgabe: dem Ausgleich unterschiedlicher Startbedingungen.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, Projektleiter Bildung der „Agenda Austria“, Der Standard online am 28. Dezember 2017

Balsam auf die Wunden der von Österreichs „Schulpolitik“ lang genug geplagten Betroffenen:

„Es tut gut zu sehen, dass am Minoritenplatz (Sitz des Bildungsministeriums, Anm.) endlich auf die Expertise der Betroffenen gehört wird und nicht nur auf die Meinung selbsternannter Experten.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Niederösterreichische Nachrichten online am 16. Jänner 2018