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 Medien-Zitate Juni - August 2018
(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 31. August 2018)



Deutschland:
Niederlande:
Österreich:
Estland:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Finnland:
Schweden:
Frankreich:

 
6,1 %
7,3 %
9,4 %
10,0 %
11,2 %
14,8 %
16,8 %
17,5 %
20,4 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
12
10
16
16

16
16
15
AMS, „Übersicht über den Arbeitsmarkt“ (August 2018), S. 6

Frankreich:

„Access to education and training remains unequal, with low participation rates among individuals from disadvantaged backgrounds and low-skilled individuals. Vocational education remains an unattractive option among students and their parents, and labour market outcomes for some vocational tracks are poor.“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. France“ (2017), S. 10

Was zur hohen Jugendarbeitslosigkeit Schwedens hinzukommt:

„For employed youth in Sweden, involuntary part-time work and temporary employment are common. One in eight young Swedish workers would like to work full-time hours, but cannot find a full-time job.“
OECD (Hrsg.), „Investing in Youth: Sweden“ (2016), S. 33

In Österreich trifft dies nur auf etwa jeden dreißigsten jungen Menschen zu.

Länder mit Lehre erfolgreich:

„Formal systems of vocational education and training that integrate extended phases of practical learning within the company seem successful in integrating young people into the labour market.“
Cedefop (Hrsg.), „The changing nature and role of vocational education and training in Europe“ (2017), S. 16

„Countries with a long tradition of apprenticeship systems“:

„Dual schooling systems combining class-based learning with work-based apprenticeships have received significant attention. This is partly because of the good performance in terms of low youth unemployment in countries with a long tradition of apprenticeship systems – notably Austria, Denmark, Germany and Switzerland – along with evidence that apprenticeship training helps make transitions from school to work smoother even for youth who are not subsequently retained by the firm providing the training.“
Dr. Glenda Quintini u. a., „Same Same but Different: School-to-work Transitions in Emerging and Advanced Economies“ (2014), S. 27

„The case of Austria“:

„The scope and diversity of Austria’s VET-oriented tracks are arguably key drivers for the country’s strong performance in the transition from school to work.“
Dr. Volker Ziemann, „Inclusive labour Markets in the digital era: The case of Austria“ (2017), S. 22

Hohe Zufriedenheit österreichischer LehrabsolventInnen

„Im direkten Vergleich mit gleichaltrigen Bekannten, die eine weiterführende Schule (mit oder ohne Matura) absolviert haben, sehen sich die befragten LehrabsolventInnen überwiegend im Vorteil: Die LehrabsolventInnen schätzen, dass sie es eher leichter haben, eine angemessene Arbeitsstelle zu finden (44 %), dass sie eher mehr Spaß beim Ausüben ihres Berufes haben (35 %) und dass ihre Tätigkeitsbereiche eher spannender und abwechslungsreicher sind (43 %).“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick“ (2017), S. 134

Auf die Jugend schauen, nicht auf die OECD hören!

„Unser Ziel kann es sicher nicht sein, gescheiterten Konzepten der OECD zu folgen und so auch unseren Jugendlichen Chancen zu rauben. Seien wir stolz auf unser duales Bildungswesen! Sehen wir es endlich als Stärke unseres Landes, und arbeiten wir gemeinsam daran, das Image der Lehrberufe zu heben!“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, quintessenzen.at am 16. Juni 2018

Österreichs vielfältiges Schulwesen internationales Vorbild:

„Staaten, die der OECD gehorchend die Akademikerquote schon früher in die Höhe getrieben haben, sind inzwischen bemüht, unsere duale Bildung in ihr Bildungswesen einzuführen bzw. sie in ihm auszubauen, um der hohen Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, quintessenzen.at am 12. Mai 2018

Erfreuliche Bilanz:

„Österreich weist im europäischen Vergleich (EU-28-Länder) in allen hier untersuchten Indikatoren, welche in direktem Zusammenhang zur Situation der Jugendbeschäftigung zu sehen sind und vor allem Jugendarbeitslosigkeit und erreichte Bildungsabschlüsse betreffen, vergleichsweise günstige Werte (bezogen auf den Durchschnitt der EU-28-Länder) auf.“
ibw+öibf (Hrsg.), „Bericht zur Situation der Jugendbeschäftigung und Lehrlingsausbildung, 2016-2017“ (2018), S. 90

Fundament für Bildung:

„Die Lesekompetenz ist das Fundament, auf dem alles weitere Lernen aufbaut. Fehlt es Schülern an Lesekompetenz, leidet auch ihre Leistung in anderen Fächern.“
OECD (Hrsg.), „PISA im Fokus 49“ (März 2015), S. 1

Lesen bildet, Bildung lässt lesen:

„Mit 18 Prozent ist […] fast jeder Fünfte unter den Zwölf- bis 19-Jährigen Nichtleser und beschäftigt sich in der Freizeit überhaupt nie mit Büchern. Dieser Anteil ist bei den Jungen mit 24 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei den Mädchen (11 %). […] Der formale Bildungsgrad hat einen deutlichen Effekt auf das Leseverhalten der Jugendlichen: Während Jugendliche mit formal niedrigerer Bildung nur zu gut einem Viertel regelmäßig lesen, greift bei den Gymnasiasten jeder Zweite in der Freizeit regelmäßig zum Buch.“
mpfs (Hrsg.), „JIM-Studie 2017“ (2017), S. 19

Eine wesentliche Ursache, warum Mädchen bei jedem nationalen und internationalen Vergleichstest eine höhere Lesekompetenz aufweisen:

„In ihrer Freizeit verbringen Jungen mehr Zeit mit Videospielen und weniger Zeit mit Lesen, vor allem von komplexen Texten, z.B. Romanen.“
OECD (Hrsg.), „PISA im Fokus 49“ (März 2015), S. 1

Mythen überwinden:

„One of the most prevailing myths is that the education system alone is responsible for reading and writing – a viewpoint that is not simply out of date but can hamper progress.“
EU-Kommission (Hrsg.), „EU High Level Group of Experts on Literacy. Final Report“ (2012), S. 37

Vorbildfunktion:

„Wenn Eltern nicht für Bücher und Zeitungen sorgen und in deren Nutzung Vorbild sind, wenn sich Eltern als schlechte Vorbilder selbst nahezu ausschließlich mit elektronischen Medien abgeben, dann lesen die Kinder eben kaum.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 241

Proaktive und kontinuierliche Förderung:

„Einschlägige Studien sprechen dafür, dass eine proaktive und kontinuierliche Förderung und Unterstützung durch die Eltern effektiver und nachhaltiger ist als eine bedarfsgesteuerte, die erst dann greift, wenn Probleme auftreten.“
Univ.-Prof. Dr. Kristina Reiss u. a., „PISA 2015. Eine Studie zwischen Kontinuität und Innovation“ (2016), S. 370

Bewusstseinsbildung:

„Eltern müssen davon überzeugt werden, dass ihre Kinder auch schon in den ersten Monaten vom Vorlesen profitieren. Frühes Vorlesen übt zudem ein Ritual ein, das sich mit höherer Wahrscheinlichkeit über die nächsten Jahre verstetigt.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – aber ab wann?“ (2017), S. 30

Den Wert der Familie erkannt:

„Evidence has shown that family-centered thinking is increasing among Finnish adults and within Finnish culture.“
Dag Anckar u. a., „2015 Finland Report“ (2015), S. 12

Haltung entscheidender als materielle Ressourcen:

„If parents hold low motivational beliefs toward a specific subject, their children are at risk to develop low interest and values for the respective subject as well.“
Isabelle Häfner u. a., „Robin Hood Effects on Motivation in Math“. In: „Developmental Psychology“ (2017), Vol. 53, No. 8, S. 1522

Proviant fürs Leben:

„Wer angemessenes Modellverhalten zeigt, gibt Kindern einen Rucksack mit vielen wichtigen Inhalten mit auf den Weg und weckt in ihnen die Lust auf Lernen und Erfahrung.“
Univ.-Prof. Dr. Margrit Stamm, „Lasst die Kinder los: Warum entspannte Erziehung lebenstüchtig macht“ (2016), S. 241

Ontario vor eineinhalb Jahrzehnten dort, wo Österreich jetzt steht:

„In Ontario, initiatives after 2003 have substantially improved the status and attractiveness of teaching because an era of teaching bashing and disinvestment in public education was replaced by a supportive approach from the provincial government.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 53

Seit vielen Jahren Finnlands „Geheimnis“:

„The Finns have realised that the operability of the educational system and the quality of the school system depend to a large extent on the performance of the teachers. Finnish teachers enjoy high social prestige: they are respected and their work is appreciated. This is demonstrated by a fivefold over-application rate to teaching programmes.“
Balázs Hornyák, „Pillars of Talent Support in Finland“. In: Győri, „International horizons of talent support.
Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 54

Die „Besten der Besten“ für den Lehrerberuf gewinnen und in ihm halten:

„Good teaching conditions, such as a manageable workload and class size, may also play a role in attracting young people to teach and help retain effective teachers in the profession.“
OECD (Hrsg.), „Education Indicators in Focus 58“ (Jänner 2018), S. 5

PISA-Sieger Shanghai:

„Over the years, because of the improvement in teachers’ salaries, teaching has risen up the ladder of preferred occupations.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 110

PISA-Top-Performer Singapur:

„Prospective teachers are carefully selected from the top one-third of the secondary school graduating class.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 141

Ergebnis einer inferioren „Schulpolitik“:

„Teachers come from the upper part of the college skill distribution in some countries (e.g., Finland, Singapore, Ireland, and Chile) and from the lower part in others (e.g., Austria, Denmark, the Slovak Republic, and Poland).“
Univ.-Prof. Dr. Eric Hanushek u. a., „The Value of Smarter Teachers: International Evidence on Teacher Cognitive Skills and Student Performance“ (2018), S. 11

Englands LehrerInnen ergreifen die Flucht:

„Just under 40,000 teachers quit the profession in 2016 – the latest figures available – representing about 9 % of the workforce, according to government figures. And not enough of them are being replaced – there is now a shortfall of 30,000 classroom teachers, particularly at secondary level, where 20 % of teacher training vacancies are unfilled.”
Guardian online am 13. Mai 2018

„Offensive der Bewusstwerdung“ notwendig:

„Wir brauchen eine ganz große Offensive der Bewusstwerdung, wie wichtig Schule ist, wenn wir die Gesellschaft der Zukunft prägen wollen. Wir brauchen eine Kampagne, die deutlich macht, was Lehrkräfte sind, was sie leisten – und was sie realistisch leisten können.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 19. Juni 2018

Lehrerberuf attraktivieren!

„Die Attraktivität kann man mit einem Schulsystem heben, das die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt rückt, aber auf die Lehrer nicht vergisst. Das Lehrerdasein soll durch bürokratische Maßnahmen nicht über Gebühr erschwert werden, da kann man einiges tun.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Neues Volksblatt online am 9. März 2018

Höchste Zeit fürs Umdenken!

„Es ist wichtig, dass wir jetzt handeln. Wir wollen auf diesen verantwortungsvollen und wunderbaren Beruf aufmerksam machen und Talente für unsere Schulen gewinnen.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, Die Presse online am 8. Februar 2018

Hoffentlich über die Fußball-Weltmeisterschaft hinaus:

„Jeder hat oder hatte etwas mit Schule zu tun - und es ist genau wie beim Fußball, da gibt es sehr viele Trainer und bei der Schule gibt es sehr viele Schulmeister. Ich habe mir vorgenommen, ein bisschen mehr Rationalität in die Schuldiskussion zu transportieren.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Krone online am 23. Dezember 2017

Schulpolitische Arroganz beenden:

„Das Problem ist, dass man die Leute, die vor Ort sind und eine Ahnung haben, nicht fragt und vor vollendete Tatsachen stellt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 14. Oktober 2016

„Flut an dilettantischem ‚Experten‘-Geschwätz“:

„Verlassen sollten wir uns […] vor allem auf das pädagogische Können und die Expertise unserer Lehrerinnen und Lehrer direkt vor Ort und nicht auf esoterische Bildungsgurus oder reformeifrige Bildungspolitiker, weit weg jeglicher Realität.
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Furche vom 5. Jänner 2017

Die Arroganz gegenüber den tatsächlichen ExpertInnen:

„Das ist schon interessant, dass niemand diejenigen als Bildungsexperten bezeichnet, die tatsächlich Tag für Tag mit diesen Bildungsprozessen zu tun haben, nämlich die Lehrer. Meines Erachtens wären das eigentlich die Experten. Denn sie kennen zumindest die Probleme, wenn sie sie auch nicht immer lösen können.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „science.talk“, ORF III vom 10. September 2014

Indirekte Proportionalität:

„Je weniger jemand von Schule versteht, umso intensiver diskutiert er die Schulreform auf der Ebene der Organisation.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom November 2016, S. 4

„Schulpolitik“ der Illusionen:

„Es ist schlicht eine Illusion zu glauben, man brauche nur Experten zu fragen, und schon hätte man die Lösung. Das würde selbst dann nicht stimmen, wenn das Expertentum nicht insbesondere vom ORF massiv missbraucht würde, der seit Jahren rund um die Uhr einseitig linksliberale bis linksradikale Ideologen als Experten ausgibt.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, VCL news vom Dezember 2017

„Demokratiewidrig“:

„Expertokratien sind wie andere Oligarchien demokratiewidrig. […] Es geht also konkret um die Frage, ob wir als Bürger wollen, dass das Bildungswesen nach vollständig anderen Maßgaben umgestaltet wird, ohne dass dies offen diskutiert würde.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Zersetzung von Bildung: Ökonomismus als Entwurzelung und Steuerung“.
In: „COINCIDENTIA. Zeitschrift für europäische Geistesgeschichte“ (2015), Beiheft 5, S. 106f

Brave New World:

„Ungeniert können Populisten Lügen verbreiten, ihre Anhänger wissen das und jubeln trotzdem oder vielleicht gerade deshalb.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 12. Oktober 2016

Eine Schulpolitik, die einer Demokratie würdig ist:

„Eine Politik, die der Schule wertschätzend begegnet und sie in eine erfolgreiche Zukunft führen möchte, hat die gewählten Repräsentanten der Schulpartner in alle weiteren Planungen einzubinden.“
Presseaussendung des Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA) vom 13. November 2015

Appell an die Lehrerinnen und Lehrer:

„Lasst euch nicht von irgendwelchen Scharlatanen der Bildungsforschung, der Hirnforschung und der Digitalwelt irre machen! Kapselt euch nicht in der Schule ab! Geht hinein in die Kommune! Seid politisch! Mischt euch ein – indem ihr euch Politiker vornehmt, indem ihr Leserbriefe und Blogeinträge schreibt.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 19

Enorme Herausforderung:

„Wir haben über hunderttausend Kinder mit Migrationshintergrund der zweiten, dritten oder vierten Generation in unseren Schulen, die nur rudimentär Deutsch können, und die nicht ausreichend gefördert werden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 18. Juni 2018

„Viele Versäumnisse“:

„Religiöses Mobbing etwa, Verbalattacken, Drohungen und Übergriffe auf Lehrer sowie Schüler sind keine Seltenheit mehr. In dieser Hinsicht gab es viele Versäumnisse. Und diese gehören aufgeholt.“
Zana Ramadani. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 5

„Kein Geheimnis“:

„Für die Bildungsexpertin und ehemalige Schuldirektorin Heidi Schrodt ist es ‚kein Geheimnis‘, dass die Situation an den Schulen viel herausfordernder geworden sei. Auf migrationsbedingte Probleme sei zu spät reagiert worden, österreichische Lehrer hätten viel mehr abzudecken als Lehrer in den meisten vergleichbaren Ländern. Und irgendwann geht das an die Substanz.“
NEWS vom 25. Mai 2018

Immer mehr LehrerInnen brennen aus:

„Eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der DAK nennt als größte Stressfaktoren Zeitdruck, fehlende Erholungspausen und große Leistungsunterschiede bei den Schülern.“
Dr. Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 305

LehrerInnen besonders gefährdet:

„Wer ausgebrannt ist, kann für sich in Anspruch nehmen, sich vorher in der Arbeit in besonderer Weise aufgeopfert zu haben.“
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (Hrsg.), „Psychische Belastungen und Burnout beim Bildungspersonal“ (2014), S. 19

Wege ins Burnout:

„‚Es fehlen Erholungsmöglichkeiten in den Schulpausen, die Sieben-Tage-Woche ist in der Schulzeit quasi obligatorisch und die Entgrenzung der Arbeitszeit ist fast die Regel.‘ Fast jeder fünfte Lehrer arbeite sogar deutlich mehr als 48 Stunden in einer Schulwoche.“
Dr. Frank Mußmann, Georg-August-Universität Göttingen, Der Spiegel online am 29. Jänner 2018

30 Prozent:

„Ein Gutachten des Aktionsrates Bildung im Auftrag der bayrischen Wirtschaft kam vor Kurzem zu dem Ergebnis, dass 30 Prozent der Beschäftigten im Bildungswesen unter psychischen Problemen leiden.“
Rainer Stadler, „Vater Mutter Staat – Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ (2014), S. 233

Überforderte Eltern:

„Um in den Schulen ihren Anteil am Erziehungsauftrag zu erfüllen, seien Lehrer auf die Kooperation der Eltern angewiesen. Doch offenbar sind immer mehr Eltern mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert.“
Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Die Welt online am 13. Mai 2018

Wachsende Belastung für Schulen:

„‚Seit Mitte der 90er-Jahre hat sich etwas verändert.‘ Früher seien Kinder in einer Umgebung aufgewachsen, in der sich ihre Psyche ihrem Alter gemäß entwickeln konnte.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Die Welt online am 13. Mai 2018

Die Lehrkraft von heute, eine „eierlegende Wollmilchsau“:

„Sie soll gleichzeitig Moderator, Erlebnispädagoge, Seelsorger, Sozialmoderator, Therapeut, Tagesbetreuer, Animateur und Liebeskummerabfänger sein. Und manchmal auch die einzige Bezugsperson, wenn das familiäre System zerbricht.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 19. Juni 2018

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Belastung von Lehrinnen und Lehrern auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lehrerbelastung


Nachhilfe in Südkorea Milliardengeschäft:

„Koreas Haushalte geben mehr als zehn Prozent ihres Budgets oder zusammen jährlich etwa 19 Billionen Won, 14,5 Milliarden Euro, für die Hagwon aus, einen großen Teil davon für Englischunterricht. Selbst jene Kinder, die keine Nachhilfe bräuchten, wollen in die Hagwon. Alle ihre Klassenkameraden gehen schließlich auch. Zudem bereiten die Paukschulen Mittelschüler gezielt auf die Universitäts-Aufnahmeprüfung vor, deren Ausgang die Weichen für das ganze Leben stellt.“
Süddeutsche Zeitung online am 23. Jänner 2018

China:

„Von den befragten Eltern geben 73 Prozent jährlich mindestens 10.000 Yuan (1300 Euro) für außerschulischen Englischunterricht aus.“
http://german.china.org.cn am 23. März 2018

Nachhilfe um monatlich durchschnittlich 500 US$ pro SchülerIn:

„According to a survey conducted by the Seoul Metropolitan Government in 2008, the average monthly payment for private tutoring per household in Seoul (the capital) is about $ 550 (or $ 500 per student), accounting for 16 percent of the monthly household income.“
Dr. Hyunjoon Park u. a., „Parental Involvement and Students’ Cognitive Outcomes in Korea: Focusing on Private Tutoring“ (2011), S. 5

Südkorea:

„Approximately 80 % of students received tutoring in 2008, on average participating in 7 hours of tutoring each week.“
Dr. Jaesung Choi, „Unequal Access to Shadow Education and Its Impacts on Academic Outcomes: Evidence from Korea“ (2012), S. 3

Hohe finanzielle Belastung für Eltern selbstverständlich:

„A great many of Japanese children go to private cram schools on evenings and/or weekends to supplement or catch up with their school lessons. […] Japanese families prioritize their children’s education and show a great readiness to invest in schooling.“
Yasuo Saito, „Distinctive Features of the Japanese Education System“ (2012), S. 3

Südostasiens expandierender Nachhilfemarkt:

„Private places of learning similar to the Korean hagwon, for example, are frequented by the majority of children in Japan and Taiwan (where they are known as ‚jukus‘ and ‚buxibans‘, respectively), and by a sizeable fraction of children in China, Hong Kong, and Singapore.“
Dr. Thomas M. Anderson u.a., „Education Fever and the East Asian Fertility Puzzle“ (2012), S. 5

Chinas Wertschätzung für Bildung:

„All pursuits except studying are of little value.“
Chinesisches Sprichwort, zitiert nach Dr. Jeng Liu, „Does cram schooling matter? Who goes to cram schools?
Evidence from Taiwan“. In: „International Journal of Educational Development“, 32 (2012), S. 47

Am häufigsten wurde bei einer im Jahr 2010 durchgeführten Befragung der südkoreanischen Eltern, was man gegen Nachhilfe-Exzesse unternehmen soll, geantwortet:

„Use tracking to separate students into classes based on their academic ability“
Dr. Randall S. Jones, Vorsitzender des „Japan/Korea Desk“ der OECD, „Education Reform in Korea“ (2013), S. 41

Taiwan:

„Many students travel from their schools to some form of cram schools days in and days out for extra lessons.“
Dr. Jeng Liu, „Does cram schooling matter? Who goes to cram schools? Evidence from Taiwan“.
In: „International Journal of Educational Development“, 32 (2012), S. 46

Singapurs Nachhilfewesen:

„Umgerechnet gut 780 Millionen Franken setzt die Branche im Jahr um – in einem Land mit gerade mal 5,5 Millionen Einwohnern.“
Luzerner Zeitung online am 26. August 2017

Viele bildungswissenschaftliche Zitate auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/nachhilfe


Leistungsfeindlichkeit ist „in“:

„Der Zeitgeist ist, dass Leistung nicht mehr in ist. Das fängt schon früh an. In der Schule werden die Leistungsträger als Streber in die Ecke gestellt. Sich anzustrengen ist mehr negativ als positiv besetzt.“
Univ.-Prof. Dr. Evi Hartmann, Die Presse online am 27. Mai 2018

Realitätsfremde Annahme:

„Wir gehen davon aus, dass junge Menschen nichts lieber wollen, als in der Schule gut zu lernen, aber eine Reihe von Umständen – demotivierende Lehrer, schlechter Unterricht, fehlende Medien, falsche Zeitplanung, zu wenig Betreuung – hindert sie daran. Ich kenne kaum Bildungswissenschafter, Pädagogen oder Politiker, die sagen würden: Ja, es gibt junge Menschen, die wollen nicht lernen, die verweigern das, weil sie andere Vorstellungen vom Leben haben, die interessiert Bildung nicht – und das müssen wir akzeptieren.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 4. Juni 2018

Singapur:

„Singapore is characterised by strong meritocratic values, and gifted education is accessible to all, irrespective of family, religious, sexual or other differences.“
Dr. János Gordon Győri, „Talent Support in Southeast Asia: The Singapore Example“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 152

Vietnam:

„Education traditionally plays a crucial role in Vietnamese culture and society. It is considered as the route of advancement and almost all Vietnamese families try to ensure that their offsprings can get the required education.“
Nguyen Van Tuan u. a., „Talent Support in Vietnamese Education“. In: Győri, „International horizons of talent support II. Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 187

PISA-Sieger Shanghai:

„In Schanghai weiß jeder, dass der Erfolg nicht von der Schule garantiert werden kann, sondern vom Schüler selbst erarbeitet werden muss.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 31. Juli 2014

Ursachen der Leistungsvarianz:

„Zu den Ursachen der Leistungsvarianz zählen in der Tat nicht nur die Lebensumstände der Schülerinnen und Schüler, sondern auch ihre unterschiedlichen Interessen und Erwartungen sowie ihre Einsatzbereitschaft.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 224

Schule kann nicht immer Spaß machen:

„Es gibt ganz einfach auch Inhalte, die ich mir aneignen muss, obwohl sie mir im Moment keinen Spaß machen. Das hat mit der Realität des Lebens etwas zu tun. Das erwartet auch die Gesellschaft. Das darf die Gesellschaft auch erwarten.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Welche Bildung brauchen wir?“, NDR Kultur kontrovers am 23. Februar 2015

Leistungsprinzip Grundlage sozialer Gerechtigkeit:

„Der Leistungsgedanke und die Vergabe von Sozialchancen nach Leistung lösen ja ein System des Feudalen ab, wo die Herkunft oder das Geld der Eltern darüber entscheidet, welche Sozialposition jemand einnimmt.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), Der Standard online am 5. Oktober 2015

Österreichs besondere Position:

„On average across OECD countries in 2012, only 38 % of students reported that they study mathematics because they enjoy it; in Austria, only 24 % of students reported that they enjoy studying mathematics.“
OECD (Hrsg.), „Equations and Inequalities“ (2016), S. 169

„Das Leben besteht nicht nur aus Spaß“:

„Manche Bildungsverweigerer verweigern ja vielleicht auch deshalb, weil es zu wenig Spaß macht. Sie wachsen in einer Spaß-, Ablenkungs- und Zerstreuungskultur auf und kommen dann in eine Schule, in der es nicht nur Spaß gibt, und das gefällt ihnen nicht. Sie müssen auch lernen: Das Leben besteht nicht nur aus Spaß.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 4. Juni 2018

Bildungswissenschaftliche Zitate zu Leistung/Leistungsbereitschaft auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/leistung-leistungsbereitschaft.


Familie prägt:

„Der Einfluss der Familie ist für das Kind normalerweise prägend, weil nicht nur der Schulbesuch die Bildungschancen determiniert. Es zählt vor allem auch die Gestaltung der Freizeit, wie etwa Museumsbesuche, Ausstellungen, Workshops, Lesen, Sportvereine, das Erlernen von Instrumenten etc. Obwohl viele genannte Möglichkeiten kostenlos sind, trifft man bei solchen Veranstaltungen selten Familien mit geringem Bildungsniveau an.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 20

Schicksal verteilt Bildungschancen:

„People’s literacy skills as adults are largely determined in their early years. Some children are lucky enough to be born into homes where a love of language, storytelling and songs is fostered within a loving relationship between the parents and their young children. But many children do not grow up in such homes. Many, especially from disadvantaged backgrounds, are already behind before they start school.“
EU-Kommission (Hrsg.), „EU High Level Group of Experts on Literacy. Final Report“ (2012), S. 57

„Gaps are evident before a child’s first birthday“:

„For children from disadvantaged backgrounds, adversities begin to accumulate before they are born. […] Steep socioeconomic gradients in cognitive, linguistic, and early literacy development help determine school outcomes. Language and cognitive gaps are evident before a child’s first birthday.“
The World Bank (Hrsg.), „Learning to Realize Education's Promise“ (2018), S. 78

Überforderung von Schule:

„Auch die beste Schule der Welt kann weder mitgebrachte Entwicklungsabstände verschwinden lassen noch engagierte und ressourcenstarke Eltern und Kinder daran hindern, Abstände immer wieder herzustellen, wenn sie durch Nachrücken anderer bedroht scheinen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann. In: „Alois Mock: Visionen im Spiegel der Zeit“ (2014), S. 101

Weltweit:

„Students whose parents have a higher level of education, a more prestigious occupation, or greater income tend to have higher achievement than students whose parents have a lower standing on such socio-economic status (SES) indicators.“
IEA (Hrsg.), „TIMSS and PIRLS 2011: Relationships among reading, mathematics, and science achievement at the fourth grade“ (2013), S. 181

Frühkindliche Weichenstellungen:

„Reading stories to younger children has been shown to encourage and improve literacy development. Fifteen-year-olds who reported their experience in daily interacting with their parents through reading, singing or playing word games when they were of pre-primary school age scored higher on the PISA reading test on average across OECD countries than their peers who did not have such experiences“
OECD (Hrsg.), „Educational Opportunity for All“ (2017), S. 93

Schule als „Ersatz- und Reparaturbetrieb“:

„Schule wurde […] zum grenzenlos überforderten, zusätzlich präventiven wie kompensatorischen Ersatz- und Reparaturbetrieb. Sie verlor damit die grundlegende Aufgabe der Erziehung und Bildung durch Unterricht immer stärker aus dem Blick.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 13

In ALLEN Staaten:

„PISA 2012 shows a strong relationship between ESCS index and student performance observed in all countries. Family background is crucial for student achievement.“
OECD (Hrsg.), „Teacher Remuneration in Latvia. An OECD Perspective“ (2014), S. 31

Parental involvement:

„The strongest associations between type of parental involvement and academic achievement were found when parents have high academic expectations for their children, develop and maintain communication with them about school activities and schoolwork, and promote the development of reading habits.“
Dr. Mario Castro u. a., „Parental involvement on student academic achievement“. In: „Educational Research Review“, 14 (2015), S. 41

„Das kann das beste System nicht ändern“:

„Die erste Entscheidung über die zukünftigen Bildungschancen fällt im Elternhaus und es wird nicht veränderbar sein, dass sich Eltern mit höherer Bildung intensiver und ‚besser‘ um die Entwicklung ihrer Kinder kümmern. Damit starten Kinder aus einer höheren Bildungsschicht schon mit Vorsprung in den Kindergarten und die Schere geht immer weiter auseinander. Das System ermöglicht allen die gleiche Bildung, betroffene Eltern und Kinder entscheiden aber, was sie daraus machen, das kann das beste System nicht ändern.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 12

Eine dreistellige Anzahl bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse zur entscheidenden Bedeutung des Elternhauses auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld


„In der Schule herrschen hoch erschwerte Arbeitsbedingungen“:

„Es sind vielfach ganz schlecht beschulbare Kinder, die in die Klassenzimmer geschoben werden, denen die Grundkompetenzen fehlen, sich auch nur über den kurzen Zeitraum einer Schulstunde hinweg in ein soziales System einzufügen und die eigenen Bedürfnisse zu unterdrücken. Der Pädagoge ist dann einen nicht unerheblichen Teil der Unterrichtsstunde nur damit beschäftigt, die Ausgangsbedingungen herzustellen, um dann das zu tun, was sein eigentlicher Auftrag ist: zu unterrichten.“
Prof. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 16. Juni 2018

Schulpolitik sorgt für Flucht aus dem öffentlichen Schulwesen:

„Die Integration schwieriger Schüler in die Regelklassen ist gescheitert. Die Lehrpersonen werden mit hochgradig verhaltensauffälligen Kindern alleine gelassen. Das führt zu einem schlechten Schulklima und nährt den Wunsch nach privater Bildung jener, die es sich leisten können.“
Gerhard Pfister, Präsident des Verbands Private Bildung Schweiz, Neue Zürcher Zeitung online am 28. März 2015

Risikofaktoren für aggressives Verhalten:

„Wir können bestimmte Risikofaktoren für aggressives Verhalten benennen. Zum Beispiel: Ein Kind, das Gewalt in der Familie erlebt, hat das größte Risiko, selbst gewalttätig zu werden. Defizite in den sozial-emotionalen Fähigkeiten, eine harsche, unberechenbare Erziehung oder ein hoher, aber instabiler Selbstwert können ebenfalls die Wahrscheinlichkeit aggressiven Verhaltens steigern, insbesondere, wenn mehrere dieser Faktoren zusammen auftreten.“
Univ.-Prof. Dr. Jan Pfetsch, Die Zeit online am 7. Mai 2018

Heterogenität verschärft disziplinäre Probleme:

„When students are presented with information and materials beyond their current skill level, they become frustrated and may engage in behaviours that avoid engagement in the lesson.“
Gabriela Moriconi u. a., „Supporting teachers and schools to promote positive student behaviour in England and Ontario (Canada)“ (2015), S. 14

Wie wahr:

„Disruptive student behaviour reduces teaching time and thus opportunities for learning for all students in a classroom and it is also related to student attendance in school.“
OECD (Hrsg.), „Teaching in Focus, Nr. 9“ (Jänner 2015), S. 4

Bullying, wo Österreich im Spitzenfeld liegt:

„Im internationalen Vergleich rangiert Österreich in allen Perspektiven (Opfer und Täter) im negativsten Drittel der HBSC-Länder, bei den 13- und 15-Jährigen sogar jeweils unter den Top 6.“
BM für Gesundheit (Hrsg.), „Österreichischer Kinder- und Gesundheitsbericht“ (2016), S. 106

Forderung an Österreichs Schulpolitik:

„Gebt den Schulen bzw. den LehrerInnen endlich Mittel in die Hand, damit sie die Erziehungsaufgaben, die ihnen von der Gesellschaft in immer größerem Ausmaß übertragen werden, auch tatsächlich übernehmen können!“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 3

Durch veröffentlichte Meinung irritiert?

„Wie kommen die Menschen überhaupt darauf, dass ein Mangel an Liebe dahintersteckt, wenn strenge Eltern versuchen, ihren Kindern beizubringen, wie man sich in unserer Gesellschaft zurechtfindet?“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 161

Für die Schule und das Leben danach lernen:

„Skills such as persistence, independence, following instructions, working well within groups, dealing with authority figures and fitting in with peers are needed for students to succeed in school – and beyond.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 218

Mangel an Toleranz und Respekt:

„‚Ein Teil des Problems ist, dass immer mehr Kindern das Wort Nein aus dem Elternhaus nicht mehr bekannt ist und ihnen auch Toleranz und Respekt vor anderen nicht beigebracht werden.‘ […] Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten kämen aus allen gesellschaftlichen Schichten.“
Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Die Welt online am 13. Mai 2018

Eine dreistellige Anzahl bildungswissenschaftlicher Zitate zu „Disziplin“ ist auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/disziplin nachzulesen.


„Recruitment, development, support“:

„Teachers in Top Performing Systems benefit from coherent systems of recruitment, development, and support that make their jobs easier and promote effective teaching These systems begin by attracting top candidates into teaching, filtering for quality, and providing an excellent induction into the profession“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 139

Finnland:

„Es bewerben sich für das Studium zehnmal mehr Personen, als es Ausbildungsplätze gibt. Folglich werden die Leistungsbesten und Motiviertesten eines Jahrgangs Lehrerinnen und Lehrer.“
Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel, Tiroler Tageszeitung online am 3. September 2017

Professionelles Wissen unverzichtbar:

„Es ist davon auszugehen, dass das professionelle Wissen eine zentrale Rolle spielt für die Gestaltung qualitativ hochwertigen Unterrichts und auch für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler.“
Univ.-Prof. Dr. Mareike Kunter u.a., „Professionelle Kompetenz von Lehrkräften“ (2011), S. 305

Was Chinas LehrerInnen von US-amerikanischen unterscheidet:

„The breadth, depth, and flexibility of Chinese teachers’ understanding of the mathematics they teach afford them a broader and more varied repertoire of strategies for representing and explaining mathematical content than what is available to their colleagues in the United States.“
Univ.-Prof. Dr. Jürgen Baumert u. a., „Teachers’ mathematical knowledge, cognitive activation in the classroom, and student progress“ in „American Educational Research Journal“ vom März 2010, S. 138

Baustelle Lehrerausbildung:

„Dass es auch zum Selbstbild der an einem Fach orientierten Lehrkräfte gehören könnte, mehr von diesem Fach zu wissen und zu verstehen, als am nächsten Tag unterrichtet werden kann oder muss, ist für viele schon eine ziemlich fremde Vorstellung, ja eine unerträgliche Zumutung geworden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), S. 63f

Von Finnland lernen:

„Reliable teacher selection and training mechanisms must be worked out; adequate initial salaries must be provided, and the professional prestige of teachers must be restored. Finnish practice might provide a model example for the other European countries in this respect.“
Balázs Hornyák, „Pillars of Talent Support in Finland“. In: Győri, „International horizons of talent support.
Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 69

Änderungsbedarf bei Ausbildung und Image:

„Es braucht eine bessere (wahrscheinlich auch selektivere) Lehrer-Ausbildung und eine Imageaufwertung des Berufs. Der Job ist herausfordernd, weil es in vielen Familien zwar große Flat Screens, aber keine fürsorglichen Eltern gibt.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 29. November 2017

„Specific support to teachers during the early stage”:

„The 2017 European Commission Communication on school development and excellent teaching stresses the importance of providing specific support to teachers during the early stage of their career.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teaching Careers in Europe“ (2018), S. 51

Im selben Jahr 2017 hat der österreichische Nationalrat das international vorbildliche Unterrichtspraktikum durch eine inhaltslose Induktionsphase ersetzt.

10 Jahre später soll das Unterrichtspraktikum in Österreich Geschichte sein …

„Efforts should be made to ensure that all newly qualified teachers receive sufficient and effective support and guidance during the first few years of their careers.“
EU-BildungsministerInnen, gemeinsame Erklärung vom November 2009

… wenn sich diese Hinterlassenschaft BM Hammerschmids nicht mehr entsorgen lässt.

„Not interchangeable widgets“:

„Teachers are not interchangeable widgets in an industrial assembly line; individual teachers can change lives – and improve the quality of education that schools provide.“
OECD (Hrsg.), „Effective Teacher Policies“ (2018), S. 30

Duale Bildung im Aufwind:

„Wenn wir uns die Arbeitslosigkeit bei Akademikern anschauen, wenn wir sehen, dass sich immer mehr Maturanten entscheiden, eine Lehre zu machen, dann sehen wir, dass hier ein Umdenken stattfindet und dass die Lehre auch bei Maturanten und auch in der Gesellschaft wieder einen besseren Stellenwert bekommt.“
Mag. Stefan Gratzl, Abteilungsleiter für Bildung bei der Wirtschaftskammer Niederösterreich, ORF Niederösterreich online am 12. Jänner 2018

Der hohe Preis eines „Matura für alle“-Denkens:

„44 Prozent derer, die ein Studium abbrechen, absolvieren danach eine Ausbildung. Es wäre wertvoll, wenn dieser Personenkreis sich schon gleich nach Schulabschluss für den für sich richtigen Weg entscheidet. Das erspart eine Menge Frustration.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin Baden-Württembergs, Stuttgarter Nachrichten online am 29. Mai 2017

Schwedens Jugend folgt gesellschaftlich erzeugtem Druck:

„Swedish youth reported the strongest social bias against vocational education of any country surveyed. Only 17 percent believed that vocational education is more valued by society than academic education, even though 70 percent considered vocational training more helpful in getting a job.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 72

Spanien:

„Many young people say they would like to follow the vocational path, yet only 40 percent of those who want to follow this track do so (compared to 86 percent of those who prefer an academic track). One reason is that vocational training is regarded as a lesser option.“
McKinsey Center for Government (Hrsg.), „Education to Emploment: Getting Europe’s Youth into Work“ (2014), S. 70

Österreichs vielfältiges Schulwesen als internationales Role Model:

„Positive effects on both employability and skills are found to be particularly strong in countries with well-developed traditions of VET and work-based learning, such as DE, AT and CZ.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014“ (2014), S. 71

Gefährliche Entwicklung:

„Ende des Jahres 2016 waren österreichweit 106.950 Lehrlinge in Ausbildung, um rund 3.000 weniger als 2015 (109.963) und mehr als 24.000 weniger als Ende 2009 (131.676).“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick“ (2017), S. 12

Akademisierungswahn beenden:

„Wer zum Meister vorgedrungen ist, der hat einen mindestens gleichwertigen Bildungsabschluss wie den Master.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Philosoph und bekennender Sozialdemokrat, www.deutsche-handwerks-zeitung.de am 26. März 2014

Viele Jahre lang gelebter Starrsinn der OECD:

„Die OECD verweigert sich seit Jahren, die Gleichwertigkeit der akademischen und beruflichen Bildung anzuerkennen. Wer als Industriemeister, Bilanzbuchhalter oder Fachwirt tätig ist, der muss sich nun wirklich nicht vor akademisch Gebildeten verstecken.“
Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Weser Kurier vom 10. September 2014

Die Folgen der OECD-Doktrin:

„Akademiker machen […] heute Jobs, die bisher Nichtakademiker innehatten. Aber dass ein akademisches Studium kompetentere Handwerker, Techniker und Kaufleute hervorbringt als das duale System, und damit die Volkswirtschaft insgesamt stärkt, kann man bezweifeln.“
Wirtschaftswoche online am 13. April 2017

Weltweite Renaissance:

„Apprenticeship is now experiencing a global revival. After a period of relative neglect in many countries, apprenticeship is now experiencing a revival, in the light of a wide range of evidence demonstrating its effectiveness as a means of transitioning young people into work, and serving the economy.“
OECD (Hrsg.), „Apprenticeship in England, United Kingdom“ (2018), S. 10

Bildungswissenschaftliche Zitate zur dualen Bildung auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/duale-bildung


Scholé statt Reformhektik!

„Die Absolventen eines klassischen Gymnasiums hätten noch gewusst, dass im deutschen Wort Schule das griechische ‚scholé‘ steckt: Es bedeutet so viel wie Muße. Wer in Bildungsfragen Hektik verbreitet – und dies macht fast jeder -, ist schon auf dem falschen Weg.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“, Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Unterricht leidet:

„In der Summe hat man das Gefühl, dass das ganze Feld umgepflügt wird und man aus dem Reformieren gar nicht mehr herauskommt und dazu kommt, seine ursprüngliche Tätigkeit zu vollziehen, nämlich zu unterrichten und Kinder auf den Weg des Lebens zu setzen.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), BundeslehrerInnen-Tag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

„Reform um der Reform willen“:

„Wir hatten in der Vergangenheit viel zu oft unter politischen Schnellschüssen zu leiden, die ohne entsprechende Evaluierung und Prüfung abgegeben worden sind, weil man eine Reform um der Reform willen durchziehen wollte. Solche Neuerungen bringen in aller Regel weit mehr Probleme, als sie lösen.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, GÖD-Bereichsleiter für Dienstrecht, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Februar 2018, S. 11

Unterrichtsbehinderungen:

„In letzter Konsequenz sind es […] ausgerechnet die permanenten Reformwellen, die den Lehrer überfordern und vom ‚Kerngeschäft‘, zu unterrichten, abhalten.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer u. a., „Die pädagogische Mitte“ (2016), S. 9

Wissenschaftliche Seriosität wäre gefragt:

„In the medical sphere there are well-established protocols that need to be adhered to prior to the introduction of any new drug or treatment. No such protocols apply in education, an area in which lives are also at stake.“
Univ.-Prof. Dr. Stephen Dinham, „The Worst of Both Worlds: How U.S. and U.K. Models are Influencing Australian Education“.
In: „Education Policy Analysis Archives“ vom 27. April 2015, S. 14

Kritische Reflexion statt Aktionismus:

„Jeder Politiker hat die verständliche Absicht, einen möglichst großen Fußabdruck zu hinterlassen, wenn er oder sie aus dem Amt scheidet. Bei der Schule braucht man aber relativ lange, bis man Auswirkungen einer Reform messen kann. Meine Ambition ist, die erfolgten Reformen kritisch zu reflektieren.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Neues Volksblatt online am 9. März 2018

Eine in Österreichs Schulwesen ungewohnte Situation:

„Wir haben nach einer langen Durststrecke endlich einen Minister, der die Bedenken der Betroffenen ernst nimmt und versucht, jene Reformen, die in den letzten Jahren, vorsichtig ausgedrückt, nicht ganz optimal gelaufen sind, in eine richtige Richtung zu lenken.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 23

Wie wahr!

„Meines Erachtens ist zu viel reformiert worden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Pro und Contra“, PULS 4 am 15. September 2014

„Schlachtfeld der siechenden Ideen und toten Theorien“:

„Das Schicksal vergangener Reformbemühungen und ihrer theoretischen Überzeugungen gehört nicht zufällig zu den Schweigezonen der Pädagogik.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom November 2015, S. 35

Gescheiterte Reformen zurücknehmen!

„Radikale Rücknahmebereitschaft von sog. ‚Reformen‘ nach ihrem Scheitern (oder ihrer Wirkungslosigkeit) ist das Alpha und Omega der Schulentwicklung.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Mai 2018, S. 40

Zu viel verlangt?

„Es muss auch in Deutsch möglich sein, dass die einen mehr Hofmannsthal und Rilke, die anderen dafür mehr Handke und Jelinek machen – ohne den Fall, dass dann bei der Matura mit einem 0815-Text drübergefahren wird.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Kurier online am 10. Juni 2018

Hohes Maß an Unzufriedenheit:

„Die Literatur hat einen zu geringen Stellenwert. Die Textsorten sind zum Teil sehr konstruiert. Und mit dem Beurteilungsraster im Fach Deutsch sind die wenigsten glücklich.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Kurier online am 3. Mai 2018

Gefangen im Schematismus:

„Im Fach Deutsch müssen die Aufgabenstellungen zur Matura einem starren Schematismus folgen, der die eigenständige sprachliche Entfaltung dermaßen einbremst, dass mittlerweile fast nur mehr fade, standardisierte Texte zu Allerweltthemen geschrieben werden. Gerade schreibbegabte Maturantinnen und Maturanten können ihr kreatives Potenzial in diesem Käfig aus Regeln und Richtlinien nicht entfalten.“
HR Mag. Dr. Christian Schacherreiter, Direktor des Peuerbach-Gymnasiums in Linz i. R., Oberösterreichische Nachrichten online am 29. Mai 2018

Verlässliche Schulbehörde …

„Auf unsere Schulbehörde ist Verlass: Rasch und effizient arbeitet sie an der Multiplikation der nationalen Analphabetenquote von derzeit 17,1 Prozent. Besonderer Stellenwert kommt dabei der Zentralmatura im Fach Deutsch zu. Seit ihrer Einführung vor drei Jahren wird der Literaturunterricht totgefahren.“
Heinz Sichrovsky, Kronen Zeitung vom 7. Mai 2017

Verheerende Wirkung der Zentralmatura:

„Die Frage, welche Botschaft die Literatur haben soll, ist völlig sekundär geworden.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kurier online am 1. Oktober 2014

Zentralmatura-Dilemma:

„In Deutsch ließe sich die Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Aber man versucht, alles messbar zu machen. Da kann man Abweichungen nicht brauchen. Das ist für uns das alte Dilemma.“
Gerhard Ruiss, Sprecher der IG Autorinnen und Autoren, Die Presse online am 4. Mai 2017

Gelebte Unbildung:

„Dass literarische Texte offenbar nur mehr als Anlassfall für modische Themenstellungen benutzt werden, dass es als fortschrittlich gilt, dazu drittklassige Autoren und sprachlich wenig anspruchsvolle Reportagen zu verwenden, dass niemand einen Gedanken daran verschwendet, was es bedeutet, wenn für eine Reifeprüfung aus dem Fach Deutsch die grundlegenden Kenntnisse der deutschsprachigen Literatur als entbehrlich, ja hinderlich gelten, zeugt von einem Willen zur Unbildung, der nur abenteuerlich genannt werden kann.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 90

„Das Potential der Poesie entdecken“:

„Weil die Einführung der Zentralmatura das Ende des Literaturunterrichts besiegelt hat, der diesen Namen verdient, wünsche ich mir eine Reform der Reform.“
Dr. Daniela Strigl, Die Furche vom 5. Jänner 2017

Die OECD(!) lobt die Teilzentralität der niederländischen Abschlussprüfungen:

„At the end of secondary school, a subject assessment consists of both a centrally prepared examination and a school-developed examination. The fact that schools have some flexibility in deciding the content of their examinations is a mark of educators’ professional autonomy, and can lead to improvements in the coverage of the syllabus.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education: Netherlands“ (2014), S. 197

Der Charme des Sowohl-als-auch:

„Die teilzentrale Matura, bei der nur ein Teil vorgegeben wird und der Rest bei den Lehrern bleibt, habe für ihn einen gewissen Charme.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Die Presse online am 2. Mai 2018

Überforderung der Schule:

„Den Lehrern und Lehrerinnen wurden im Laufe der Zeit zu viele Zuständigkeiten umgehängt, die gar nicht zu ihrem Berufsbild gehören. Die Kinder und Familien bräuchten in diesen Fällen gute Sozialarbeiter, die mit ihnen außerhalb der Schule arbeiten.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.),
„Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 22

Time to teach:

„Freeing up teacher resources by reducing administrative burdens would give more time for teachers to teach and prepare for teaching and for principals to engage in pedagogical leadership.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Sweden“ (2015), S. 102

Großbritanniens unglaublich großzügiges Supportpersonal:

„The number of support staff in schools more than doubled in the United Kingdom in ten years, from 134 000 in 1997 to 346 000 in 2009, with teaching assistants representing 52 % of this group.“
Francesc Masdeu Navarro, „Learning support staff: A literature review“ (2015), S. 8

Bayern startet:

„Wir starten das Programm ‚Schulsozialarbeit‘ mit 500 Schulpsychologen und Sozialpädagogen als multiprofessionelle Teams.“
Dr. Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Mai 2018, S. 9

Konzentration auf die Kernaufgabe:

„Lehrer müssen sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren können, und das ist der gute Unterricht. Sie brauchen dafür Unterstützung durch Schulpsychologen und Sozialpädagogen.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Rhein-Neckar-Zeitung online am 20. April 2017

Drei Viertel aller SchuldirektorInnen Österreichs reklamierten einen Mangel an Supportpersonal:

„The 2008 TALIS survey found that between 70 % and 80 % of all school principals thought teaching at their schools was negatively affected by a shortage of school psychologists, psychopedagogues and social workers.“
OECD (Hrsg.), „Mental Health and Work: Austria“ (2015). S. 126

Unglaublich, aber leider wahr:

„Als 2009 die Talis-Studie gezeigt hat, dass Österreich beim Unterstützungspersonal international Schlusslicht ist, hat die Gewerkschaft darauf hingewiesen. In der Folge ist das Bildungsministerium aus der Studie ausgestiegen, um sich mit den Fakten nicht weiter konfrontieren zu müssen. Es ist verantwortungslos, dass wir für unsere Kinder immer noch kein Unterstützungspersonal in den Schulen haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 11. Juli 2017

LehrerInnen brauchen Support:

„Viele der früheren Aufgaben des Elternhauses sind in der Vergangenheit diskussionslos an die Schule übergegangen. Das ist mit dem klassischen Lehrerbild so nicht mehr bewältigbar.“
Rudolf Luftensteiner, Leiter des Bildungsreferates der Ordensgemeinschaften, erzdioezese-wien.at am 20. Oktober 2015

Bildungsauftrag bleibt auf der Strecke:

„Die Lehrer würden […] gerne ihren Bildungsauftrag wahrnehmen und unterrichten, dafür sind sie auch ausgebildet. Wenn so viel Zeit vonseiten der Lehrer für Sozialisation und Organisation aufgewendet werden muss, bleibt der Bildungsauftrag auf der Strecke. Dann muss man sich nicht wundern, wenn die Ergebnisse der BIST (Bildungsstandards, Anm.) so sind, wie sie sind.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.),
„Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 21

Beschämendes, aber verdientes Zeugnis für Österreichs Schulpolitik:

„Austria ranks poorly in the OECD when it comes to professionals able to dispense pedagogical support.“
OECD (Hrsg.), „Mental Health and Work: Austria“ (2015). S. 18

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zum Supportpersonal auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/support


Österreichs Schulen mit „besonderen Herausforderungen und Problemen“ konfrontiert:

„Für Schüler/innen mit Migrationshintergrund sind die größten Hindernisse für den Schulerfolg Schwierigkeiten mit der Unterrichtssprache sowie eine geringe formale Bildung und ein niedriger beruflicher Status der Eltern. Österreichweit hat mehr als ein Viertel aller Schüler/innen eine nicht-deutsche Umgangssprache, in Wien sogar mehr als die Hälfte.“
ÖIF (Hrsg), „Migration und Schule“ (Mai 2018), S. 1

Allen Kindern Bildungschancen geben:

„Ich habe zu oft erlebt, wie Kinder, die die Unterrichtssprache nicht beherrschen, in der Regelklasse sitzen, nichts verstehen, am Unterricht daher auch nicht teilnehmen und auch nicht teilnehmen können und daher nur ihre wertvolle Zeit quasi ‚versitzen‘. Wenn man die Zeit des Kindes optimal nützen möchte, muss man intensiv die Sprache lehren, bis das Kind dem Unterricht zumindest ein bisschen folgen kann. Das geht nur in einem eigenen Sprachkurs, wo man sich dem Sprachunterricht voll widmen kann.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 12

Dänemark:

„A mandatory assessment of language development was introduced for all three-year-olds to diagnose possible language problems before children start school. If needed, children can receive support through additional language stimulation in their day-care facility. Children who are not enrolled in an early childhood education and care programme, but are in need of support can also receive help, and parents are required by law to accept the offer.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook. Denmark“ (2013), S. 6

Mehr als ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen:

„In Belgien, Spanien und Finnland zählte (Anm.: im Jahr 2013) […] mehr als ein Drittel der im Inland Geborenen mit zwei im Ausland geborenen Elternteilen zur Gruppe der NEET.“
OECD (Hrsg.), „Integration von Zuwanderern: Indikatoren 2015“ (2015), S. 260

In Österreich waren es 24,2 %, in Deutschland 12,5 %, in der Schweiz 8,4 %.

Finnlands restriktiver Umgang mit Migration:

„Only 5 % of the population is foreign-born and gross inflows are 0.3 % a year, of which half is work immigration, almost exclusively from other EU countries.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 94

Flucht in Spaniens teure Privatschulen:

„Spanish households responded to immigration by increasing their educational expenditures. This result was mainly driven by an important native flight from tuition-free schools toward private ones.“
Univ.-Prof. Dr. Lídia Farré u. a., „Immigration and School Choices in the Midst of the Great Recession“ (2015), Abstract

Viele Eltern wissen, was wichtig ist:

„In Berlin beispielsweise gibt es eine Schule, in der sich die Eltern der Schüler vertraglich verpflichten, dass ihre Kinder nur Deutsch sprechen. Diese Schule hat eine lange Warteliste und wird vor allem von Familien mit Migrationshintergrund überrannt, während sie gleichzeitig von Islamverbänden bekämpft wird. Über solche Schulmodelle sollte man auch in Österreich nachdenken. Denn ohne gute Sprachkenntnisse kann aus niemandem etwas werden.“
Zana Ramadani. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 6

Schulen benötigen Support:

„Das größte Problem in Bezug auf Integration im Kontext von Schule ist die mangelnde Möglichkeit der Kommunikation. Eltern sprechen und verstehen nicht Deutsch, sie kennen das österreichische Schulsystem nicht, sie kommen nicht zu Elternabenden, negieren Vorladungen, verstehen nicht die Wichtigkeit von Bildung, weil sie selbst oft Analphabeten sind, unterstützen ihre Kinder nicht, wenn es um Fragen der Bildung geht. Wir brauchen dringend Schulsozialarbeiter, damit die Kinder Unterstützung finden.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 21

Migrationspolitik stellt Weichen:

„Immigrant selection is among the most relevant of policies. Whether a country aims to attract high- or low-skill immigrants, or whether it emphasizes family reunification or refugee movements, determines the average educational level of first-generation immigrants and through them the educational attainment of the second-generation.“
Prof. Dr. Arthur Sweetman u. a., „Immigration: What About the Children and Grandchildren?“ (2014), S. 31

Ehrlich gesagt:

„Zu uns kommt nicht, wie in viele klassische Einwanderungsländer, die mittlere oder höhere Bildungsschicht, sondern wir haben ein hohes Ausmaß an gering qualifizierter Zuwanderung. Die niedrige Qualifikation setzt sich leider von einer Generation zur anderen fort und das Bildungssystem ist nur begrenzt in der Lage, Bildungsvererbung zu kompensieren. Es gibt kein Patentrezept, um diese Zusammenhänge zu durchbrechen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Academia“ vom Mai 2018, S. 18f

Situation in Österreich besser?

„Über 1.200 Schulleiter hat Forsa im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung befragt. Rolf Busch, Thüringer Lehrervertreter, kann schwarz auf weiß belegen, dass 50 Prozent aller Lehrkräfte in den letzten fünf Jahren psychische Gewalt erlebt haben und 20 Prozent körperliche Gewalt.“
Mitteldeutscher Rundfunk online am 1. Juni 2018

 

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Mut zur Korrektur:

„Ich appelliere an Bildungsminister Faßmann, die Reformen der letzten Jahre zu überdenken und dort, wo es erforderlich ist, die Reißleine zu ziehen. Ein mutiges Beispiel dafür hat er z. B. bei der NOST schon gesetzt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

Den Einstieg in die Praxis gelingen lassen!

„Wer in der Klasse bestehen will, braucht höchste fachliche, pädagogische, didaktische und menschliche Qualitäten. Gutes Coaching beim Einstieg in die Praxis hilft StudentInnen, sich zu erfolgreichen Lehrerpersönlichkeiten zu entwickeln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Kurier online am 11. Dezember 2018

Imageschäden schnellstmöglich beheben:

„Die Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns tagtäglich stellen, können wohl nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Möge es gelingen, unseren wichtigen und schönen Beruf auch in Zukunft den ‚Besten der Besten‘ unter den jungen Menschen schmackhaft zu machen! Die Kinder werden diese mehr denn je brauchen!“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 15

„Echter Vorteil“:

„Dass es in Österreich sowohl die Neuen Mittelschulen, als auch die Gymnasien in der Unterstufe gibt, ist ein echter Vorteil. Durch diese Differenzierung ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken und Talente und es ist notwendig, alle Potenziale zu nutzen. Fakt ist, dass das in den Neuen Mittelschulen jedoch nur durch verstärkte Leistungsdifferenzierung ermöglicht werden kann.”
Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion Österreich, Presseaussendung vom 1. Dezember 2018

Erkenntnis aus Deutschlands Nationalem Bildungspanel (NEPS):

„Integrative Systeme sind für die schwächsten Schüler am wenigsten zuträglich, die leistungsstarken können mit Komplexität viel besser umgehen und zuweilen sogar davon profitieren. Die Schwächsten dagegen geraten rasch ins Hintertreffen. Mit anderen Worten: Differenzierung nach Leistungsgruppen wäre im Sinne der Bildungsgerechtigkeit das Gebot der Stunde.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

Nach langem Irren am Ziel angekommen:

„Teacher-directed instruction is associated with better test scores regardless of the classroom environment.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 90“ (November 2018), S. 2

Das erste Lebensjahrzehnt entscheidet:

„Die schulischen Probleme beginnen natürlich schon viel früher als bei PISA, auf das Österreichs Politik und Medien seit vielen Jahren fixiert zu sein scheinen: Die neueste PIRLS-Auswertung (PIRLS misst die Leseleistung am Ende der Volksschule) zeigt auf, dass in Österreich Kinder, die zuhause nicht Deutsch sprechen, um 50 Punkte hinter ihren deutschsprachigen Kollegen zurückliegen, das entspricht beinahe zwei Lernjahren. Zum Vergleich beträgt dieser Abstand im OECD-Mittel 28 Punkte.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2018, S. 8

Gilt für Österreich noch mehr als für Deutschland:

„In Deutschland ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund im internationalen Vergleich sehr hoch. Bei uns stammen Migrantenkinder meistens aus der sozialen Unterschicht und haben allein deshalb schlechte Werte bei PISA. Zudem hat diese Gruppe mit der Unterrichtssprache Deutsch große Schwierigkeiten. Bei uns koppeln sich also zwei Nachteileffekte, nämlich der der sozialen Stellung und jener des Migrationsstatus.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Klemm, Neues Deutschland online am 21. November 2018

Österreich ist leider anders:

„All high-performing countries recognise that beginning teachers need intensive support to apply their knowledge to teaching, and to develop professional networks with more experienced mentors.“
OECD (Hrsg.), „Effective Teacher Policies“ (2018), S. 48

Grenzen erfahren, sich selbst finden:

„Die Schulzeit ist eine Zeit für Selbstfindung und um Opposition zu zeigen. Es braucht in diesem Alter Regeln, um Grenzen auszutesten und sich selbst einordnen zu können.“
Univ.-Prof. Dr. Barbara Schober, Dekanin der Fakultät für Psychologie der Universität Wien, Kurier online am 6. November 2018

Unterricht jenseits der Grenze des Möglichen: 

„Wir haben vor 20 Jahren die Situation gehabt, dass wir in unseren Klassenzimmern zwei oder drei verhaltensauffällige Schüler hatten. Jetzt ist es fast umgekehrt.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 13. November 2018

„Nicht gerade das Edelste“:

„Das Teaching to the test, das Lehren mit dem Fokus auf Prüfung, ist nicht gerade das Edelste.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Die Presse online am 2. November 2018

Kontinuität statt Reformitis:

„Bildung braucht Kontinuität und die zerstört man mit dem Reformfuror mutwillig.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Langfristige Perspektiven statt Reformitis:

„Ich plädiere für Entschleunigung und Relaxtheit. Es muss nicht jeden Tag eine neue Nachricht geben. Politiker müssten sagen: Ich habe eine langfristige Perspektive und da muss nicht gleich morgen alles realisiert sein. Da braucht es eine vernünftige Analyse und eine breite Diskussion mit Tiefgang. Wir lassen die Dinge reifen und brechen sie nicht übers Knie.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Die Presse vom 11. November 2018

Eltern Schlüsselpersonen für Bildungserfolg

„Ziel muss es sein, die Wertschätzung der Eltern für eine gute Bildung und Ausbildung ihrer Kinder zu steigern und sie viel stärker als Partner der Schulen in die Verantwortung zu nehmen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Oktober 2018, S. 4

Am Ende der Volksschule fast zwei Jahre (!) Rückstand:

„Warum zeigen alle internationalen Studien, dass Kinder, die eine andere Umgangssprache als die Unterrichtssprache sprechen, in Österreich in der vierten Klasse Volksschule fast zwei Lernjahre im Rückstand sind, während dieser Abstand in fast allen anderen Ländern nicht einmal halb so hoch ist? […] In den letzten Jahren wurden Ungleichheiten oder mögliche Defizite allzu oft kaschiert, im Sinne der Betroffenen nicht gelöst und somit unter den Teppich gekehrt.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Profil online am 11. Oktober 2018

Österreichs Schule dramatisch gefordert:

„Das Beherrschen der Unterrichtssprache ist unverzichtbar für den schulischen Erfolg eines Kindes. Umso dramatischer ist es, wenn der Anteil der Kinder, die eine andere Umgangssprache als Deutsch haben, in Wien bei über 50 % und in Österreich bei mehr als 25 % liegt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Oktober 2018, S. 4

Wertschätzung und Vertrauen Basis für Erfolg:

„Die Wertschätzung für LehrerInnen und das, was sie leisten, ist nicht nur hochverdient, sondern auch von eminenter Bedeutung für das Gelingen von Schule. Denn unser Wirken hat ungleich größere Chancen auf Erfolg, wenn uns die Eltern der jungen Menschen, die wir fördern und fordern und dadurch zu ihrer größtmöglichen Entfaltung bringen wollen, VERTRAUEN. Wie aber soll dieses Vertrauen gegeben sein, wenn unsere Arbeit von der Politik via Medien systematisch schlechtgeredet wird, wie wir es leider allzu lang erleben mussten?“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, ÖPU-Nachrichten vom September 2018, S. 4

„Erziehung kommt ohne Strafen nicht aus“:

„In der Erziehung und in der Bildung kommt man ohne liebevolle Konsequenz und auch spürbare Konsequenzen nicht aus. In Erziehungsfragen gibt hier zum Beispiel Haim Omer mit der neuen Autorität eine eindeutige Antwort: Ob man es Wiedergutmachung, Konsequenz oder Nachholen von versäumter Arbeit nennt ist letztlich egal, am Ende ist es ein anderes Wort für Strafe. Erziehung kommt ohne Strafen nicht aus.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf, VCLnews vom Oktober 2018, S. 7