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 Medien-Zitate September 2018

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Österreich im „Spitzenfeld“:

„Unemployment rates of first-generation immigrants exceed unemployment rates of natives by 50 to 100 percent in Croatia, France, Finland and Germany. The relative gap between people with and without immigrant background is especially high in Luxemburg (127 %), Sweden (188 %), Austria (203 %) and Belgium (221 %).“
Prof. Dr. Holger Bonin, „The Potential Economic Benefits of Education of Migrants in the EU“ ( 2017), S. 27

Sprache Schlüssel zur Bildung:

„Nur wer Deutsch beherrscht, kann sich in Österreich bilden. Oberstes Ziel ist es daher, Schülerinnen und Schüler mit anderen Umgangssprachen rasch und direkt an das nötige Sprachniveau heranzuführen.“
Prof. Mag. Ilan Knapp. In: ÖIF (Hrsg), „Zusammen“, Ausgabe vom Herbst 2018, S. 12

Wo Integration nicht stattfindet:

„Oft kommen Kinder in die Schule, die hier geboren sind und trotzdem kaum Deutsch sprechen.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg), „Zusammen“, Ausgabe vom Herbst 2018, S. 8

Faire Chancen setzen Kenntnis der Unterrichtssprache voraus:

„Oft sind es mangelnde oder schlechte Deutschkenntnisse, die die schulische Laufbahn von Kindern, die aus dem Ausland zu uns kommen, begleiten. Umso wichtiger ist es, genau hier anzusetzen und gezielt jene Kinder und Jugendlichen zu fördern, die unzureichende Kenntnisse der Unterrichtssprache aufweisen. Nur so können wir eine gleichberechtigte Teilhabe von allen Kindern und Jugendlichen fördern und eine gute Integration junger Menschen in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt sicherstellen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Presseaussendung vom 11. September 2018

Chancen vor dem Schuleintritt:

„Without pre-school education, the children of labour migrants start off with an enormous language development delay. […] Attending pre-school, or getting off to an early start at nursery school, prepares them for primary school by improving their second language skills.“
Univ.-Prof. Dr. Maurice Crul u. a., „super diversity“ (2013), S. 52

Um ein ganzes Jahr voraus:

„According to PISA, native-born children of immigrants who attended pre-primary school are a full year ahead of their peers who stayed at home, in terms of reading skills.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (2015), S. 57

Estlands Offensive für Kinder, deren Umgangssprache nicht die Sprache des Landes ist:

„In Estonia, where there is publicly-funded universal ECE (Anm.: Early Childhood Education), the enrollment level of these children is very high: 100 % for ECED (Anm.: Early Childhood Education für die ersten drei Lebensjahre) and PPE (Anm.: Pre-Primary education zwischen dem 3. Geburtstag und dem Schuleintritt).“
IEA (Hrsg.), „Early Childhood Policies and Systems in Eight Countries“ (2016), S. 68

Schule allein kann nicht alles lösen:

„Es brauche jetzt dringend ein ganzes Bündel an Maßnahmen – aber dabei dürfe man die Schule auf keinen Fall alleine lassen. Denn die Schule allein könne nicht alles lösen. Es gehe auch um die Wohn-, Sicherheits- und Familienpolitik. […] Man sei jetzt an einem Punkt angelangt, wo man nur mit pädagogischen Mitteln nichts mehr ausrichten könne.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen Zeitung online am 17. September 2018

Die traurige Wirklichkeit dessen, was der Bevölkerung als „Inklusion“ verkauft wird:

„TALIS 2013 results show that, across all participating systems, teachers who teach a larger number of students with special needs are employed in less supportive and collaborative, as well as low-resourced, school environments. Students in high-need classrooms are more likely to be taught by less-experienced teachers and by those who have received less training than teachers in other classrooms.“
OECD (Hrsg.), „Teaching in Focus 23“ (September 2018), S. 3

UN-Behindertenrechtskonvention politisch missbraucht:

„Die UN-Behindertenrechtskonvention verbietet weder die Beschulung in Spezialeinrichtungen, wenn sie der Förderung des betroffenen Kindes am besten dienen, noch lässt sich auf ihrer Grundlage das Ende einer eigenständigen sonderpädagogischen Ausbildung fordern.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 14. Juni 2018

Abschaffung der Sonderschulen im Widerspruch zur UN-Konvention:

„Weiterhin so zu tun, als sei das Wohl aller Kinder von dem Besuch einer sog. Regelschule abhängig, ist absurd und steht der tatsächlichen Zielsetzung der UN, eine bestmögliche Förderung und Unterstützung im Falle einer Behinderung zu leisten, sogar unversöhnlich entgegen.“
Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsens, bildungsklick.de am 25. Juli 2018

Sowohl als auch, nicht entweder oder:

„Wer über Inklusion redet, muss auch über Förderschulen sprechen. Für mich sind das zwei Seiten einer Medaille, wenn es darum geht, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und für sie den bestmöglichen Förderort zu finden.“
Yvonne Gebauer, Bildungsministerin Nordrhein-Westfalens, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 12. Juli 2018

Auflösung spezieller Einrichtungen „keine vertretbare Lösung“:

„Als besonders schwierig erweist sich die gemeinsame Beschulung von Schülern, die schwere Verhaltensstörungen aufweisen. Häufig sind sie massiven Ablehnungen ausgesetzt, geraten in Außenseiterrollen, die sie nur schwer ertragen können, und bleiben in der Klasse ohne innere Anbindung. In überschaubaren pädagogischen Settings mit einer intensivpädagogischen Betreuung geht es ihnen zwar nicht immer, aber häufig besser. Erst dort finden sie einen Raum, in dem sie sich mit ihren Schwierigkeiten angenommen fühlen. Die Erfahrung zeigt, was die empirische Forschung bestätigt: Die Auflösung spezieller Einrichtungen stellt für diese Schüler keine vertretbare Lösung dar. Denn dann bahnen sich andere institutionelle Lösungen den Weg, psychiatrische Einrichtungen und Klinikschulen werden umso häufiger frequentiert.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Das Gleiche ist nicht immer gleich gut“.  In: „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juli/August 2014, S. 15

Kinder mit besonderen Bedürfnissen vor Missbrauch schützen:

„Es muss vermieden werden, dass Schüler mit Anforderungen konfrontiert werden, denen sie nicht gewachsen sind. Inklusion ist insofern nur dann im Sinne des Kindeswohls, wenn begründete Aussichten bestehen, dass ein Schüler das Bildungsziel der betreffenden Schulform – durchaus mittels Nachteilsausgleich – erreichen kann und auch die Regelklasse durch die Inklusion nicht über Gebühr beeinträchtigt wird. […] Wer all diese Argumente über Bord wirft und auf Zwangsinklusion macht, der instrumentalisiert (vulgo: missbraucht) junge Menschen für seinen marxistischen Egalisierungswahn.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, www.tichyseinblick.de am 18. Mai 2018

Etikettenschwindel:

„Inklusion ist oft ein Etikettenschwindel. Kinder können im Unterricht dabei sein, aber sie werden nicht spezifisch gefördert.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Die Vision des Machbaren“. In: „Die politische Meinung“ Nr. 525, März/April 2014, S. 65

Sonderpädagogik braucht ein eigenes Lehramtsstudium, nicht nur Schnellsiederkurse:

„One of the most striking observations from TALIS is that only a small percentage (27 %) of teachers who participated in special needs education training felt that such programmes had a large positive impact on their teaching practice.“
OECD (Hrsg.), „Teaching in Focus 23“ (September 2018), S. 4

Politik auf dem Rücken der Schwächsten:

„The shortage of special education teachers combined with the greater inclusion of children with disabilities into mainstream classrooms has forced schools in many countries to employ teachers without the appropriate qualifications.“
North Cook, „Who Needs Special Education Professional Development?“ (2018), S. 9

Gelebte Ahnungslosigkeit?

„Die Vorstellung, man könne sie ein paar Stunden an dieser und danach an einer anderen Schule wirken und somit den Kontakt zu den einzelnen Förderschülern immer wieder unterbrechen und abbrechen lassen, ist so absurd, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob die politischen und administrativen Autoren solcher Pläne wirklich wissen, was sie da tun.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 17

Notenwahrheit:

„Vieles spricht für, nichts gegen das klassische Notensystem. Menschen werden letztlich ihr ganzes Leben lang nach ihren Leistungen beurteilt und das ist auch in Ordnung.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 13

Klare und verlässliche Rückmeldungen

„Das Ziffernnoten-System hat sich bewährt und ist extrem wichtig, um klare und verlässliche Rückmeldungen zu erhalten.“
Jürgen Böhm, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes, Mannheimer Morgen online am 8. Jänner 2018

Mut zur Wahrheit:

„Lernen heißt auch - wenn auch nicht nur - aus Fehlern lernen. […] Dazu gehört aber auch der Mut, zuerst einmal zu sagen: Das ist falsch! […] Niemand macht gerne Fehler - es ist meines Erachtens aber nicht richtig, Kindern und jungen Menschen diese Erfahrung, dass sie eben auch Fehler machen, aus falsch verstandener Empathie zu nehmen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard vom 14. April 2014

Keine „Vollkasko-Erfolgsgarantie-Erziehung“!

„Kinder müssen die Chance auf Erfolg und das Recht auf Irrtum haben. Sind aber die Erfolgsaussichten nahe bei hundert Prozent, dann ist man unterfordert und langweilt sich. Sind die Erfolgsaussichten zu gering, so resigniert man und steckt zurück.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Helikoptereltern – Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“,
Referat an der KPH Wien/Krems am 27. Oktober 2014

Wichtiges Element des Lernprozesses:

„Die Schule hat die Aufgabe, die Leistungen der Schüler zu beurteilen, das gehört zum Lernprozess.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, derbund.ch am 5. Jänner 2015

Ehrliche Gutachten!

„Ein Lehrer, der, damit er keine Konflikte mit den Schülern hat, alles, was von den Schülern kommt, positiv beantwortet und gute Noten verteilt, korrumpiert die pädagogische Tätigkeit. Schüler erkennen das. Sie wissen, dass sie betrogen werden.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, bildungsklick.de am 5. März 2018

„Schule hat die Pflicht zur Bewertung“:

„Wenn es nicht die Schule tut, dann tun es andere; und dann greifen knallharte Mechanismen, wenn es um die Zukunft der jungen Leute geht und um Chancen: klassischer gesellschaftlicher Konkurrenzkampf. Mit gerechter Bewertung und Pädagogik hat das nichts mehr zu tun.“
Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Süddeutsche Zeitung online am 21. Juni 2015

Menschenverachtend:

„Es ist geradezu menschenverachtend, Neunjährige im Glauben leben zu lassen, ohnehin den schulischen Anforderungen zu entsprechen, und sie dann plötzlich mit der harschen Realität zu konfrontieren.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 19. Februar 2016

Klassisches Notensystem optimal:

„Das klassische Notensystem mit fünf Noten halte ich für optimal, weil es klar und eindeutig ist, eine lange Tradition in Österreich hat und auch für alle Lehrbetriebe und Firmen nachvollziehbar ist.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 21

Schulpolitisches Paradoxon:

„Es ist eigenartig: Eine Gesellschaft, in der inzwischen alle ständig aufgefordert werden, irgendetwas zu ‚bewerten‘ – vom Zeitungsartikel über das zuletzt besuchte Restaurant bis zum Tantra-Yoga-Studio – traut sich im Kernbereich des Lernens und des Lernerfolgs keine ernsthafte Bewertung mehr zu.“
Deutschlandfunkkultur online am 5. April 2018

Ein Befund, der sehr nachdenklich stimmt:

„Psychische und Verhaltensstörungen zählen mit einer Prävalenz von 26 % zu den vier häufigsten Krankheitsbildern bei Kindern und Jugendlichen.“
DAK (Hrsg.), „Kinder- und Jugendreport 2018“ (2018), S. XXII

Überforderung:

„Kinder sind heute nicht durch schulische Inhalte, sondern durch die außerschulischen überfordert! Feststellungen, dass es vielen jungen Menschen von heute an sozialen Grundfertigkeiten und Benehmen fehlt und diese Kulturtechniken in den Familien zu wenig vermittelt werden, müssen endlich dazu führen, die Ursachen ‚an der Wurzel zu packen‘. Nicht die Schule und wir Lehrerinnen und Lehrer versagen, wenn immer mehr Eltern an der Entwicklung ihrer Kinder nicht mehr teilnehmen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2018, S. 3

Die ersten drei Lebensjahre:

„Forschungen in der Neurowissenschaft haben gezeigt, dass die Empfindlichkeit wichtiger Areale im Gehirn, wie Bereiche der emotionalen Kontrolle, Sozialverhalten und sprachliche sowie rechnerische Fähigkeiten in den ersten drei Lebensjahren ihren Höhepunkt erreichen.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2018“ (2018), S. 39

Finnlands „Neuvola-System“:

„Ein flächendeckendes Beratungsangebot für alle werdenden Eltern und Familien mit Babys und Kleinkindern. Finnland unterstützt Eltern und ihren Nachwuchs damit früher als andere Länder. Ein Netz aus Ärzten, Hebammen, Logopäden, Psychotherapeuten und Sozialarbeitern berät sie hier bis zum Schuleintritt der Kinder. […] Nahezu 100 Prozent der Eltern nehmen die Beratung in Anspruch und verbessern damit auch langfristig die Lernvoraussetzungen ihrer Kinder. […] Es ist notwendig, frühkindliche Entwicklung und Bildung stärker zusammenzudenken und entsprechend integrierte Förderungsprogramme, wie etwa das finnische Neuvola-System, bereitzustellen. Vor allem sozial benachteiligte Kinder können von verbesserten Entwicklungsbedingungen zu Beginn ihres Lebens profitieren.“
Adrián Carrasco Heiermann, M.Sc., u. a., „Mehr Humankapital wagen!“ (2018), S. 9

Frühe Prägung:

„Intellectual, social, and emotional development early in life all affect how well children perform academically in primary school and get along with their peers and teachers.“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 20

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Zusammenfassend lässt sich sagen, dass anregungsreichere familiäre Lernumwelten, in denen z. B. häufiger vorgelesen und gelesen, Lesen und Schreiben gelehrt und eher weniger ferngesehen wird und die auch eine größere Bücher- und Kinderbücheranzahl aufweisen, zu besseren schriftsprachlichen Leistungen bei den in diesen Lernumwelten lebenden Kindern beitragen.“
Dr. Frank Niklas, „Die familiäre Lernumwelt und ihre Bedeutung für die kindliche Kompetenzentwicklung“. In: „Psychologie in Erziehung und Unterricht“, 2015, 62, S. 114f

The importance of out-of-school factors:

„The importance of out-of-school factors, including students' socio-economic background and the educational level of parents or the language spoken at home cannot be overstated. Significantly reducing the proportion of low achievers, therefore, would require a combined approach that simultaneously targets a range of factors both in and out of school.“
EU-Kommission (Hrs.), „Structural Indicators for Monitoring Education and Training Systems in Europe 2015“ (2015), S. 23

Geborgenheit Basis für Beweglichkeit:

„Kinder, die unbeschwert von Erwachsenen-Problemen, frei von zu früher Verantwortung und getragen von liebevoller Fürsorge aufwachsen dürfen, zeichnen sich durch besondere Beweglichkeit im Denken aus.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 40

Auf das Elternhaus kommt es mit Abstand am meisten an:

„Several studies investigate how much of the variation in educational attainment can be attributed to schools versus families and peers. They all suggest that families are much more important.“
Dr. Jo Blanden u. a., „Reducing Inequality in Education and Skills: Implications for Economic Growth“ (2015), S. 30

„Konstanz, Konsequenz, Konsistenz und Zuverlässigkeit“:

„Für das Gelingen der Eltern-Kind-Beziehung haben wir Geborgenheit und ein sicheres Angenommenwerden als Grundvoraussetzungen identifiziert. […] Konstanz, Konsequenz, Konsistenz und Zuverlässigkeit bilden hier die Blätter eines Glückskleeblatts, wobei der liebevolle Grundumgang die erdende Verbindung bildet, die die Anlieferung der Seelengrundbausteine erst ermöglicht.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, „Der Tyrannenkinder-Erziehungsplan“ (2018), S. 204f

Talente entwickeln:

„Viel zu lang haben wir uns schon damit beschäftigt, unseren Fokus fast ausschließlich auf Schwächen zu richten. Wir sollten uns wieder stärker auch auf das Fördern der Talente und Fähigkeiten unserer Schüler konzentrieren und sie dort stark machen, wo sie Fähigkeiten mitbringen, anstatt Durchschnittsschüler anzustreben. Begabungsförderung macht Sinn, für das Individuum und für die Gesellschaft, die ihre geistigen Potentiale bestmöglich nutzen möchte.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2018, S. 5

ALLE optimal fördern:

„Wenn man alle optimal fördern will, stellt sich natürlich die Frage, warum wir es bei den Hochleistenden nicht dürfen. Das heißt, es spricht nichts gegen soziales Lernen, es spricht auch nichts gegen Unterrichtssituationen, in denen die Leistungsstärkeren den Leistungsschwächeren helfen. Das schließt aber nicht aus, dass man dann auch für diese Gruppe der Leistungsstarken zusätzliche Angebote macht, die letztendlich ihren Bedürfnissen, ihren Möglichkeiten gerecht werden.“
Univ.-Prof. Dr. Olaf Köller, www.deutschlandfunkkultur.de am 29. Jänner 2018

Versteckte Talente:

„In einer Schulklasse, die von einem durchschnittlichen Leistungsniveau geprägt ist, läuft ein Schüler, der sich durch besonders gute Noten vom Rest der Gruppe abhebt, Gefahr, gemobbt zu werden. Ist derselbe Schüler in eine Klasse eingebettet, in der Leistung großgeschrieben wird, besteht dieses Risiko nicht.“
MMag. Nicole Trummer, Psychotherapeutin, NEWS online am 14. Dezember 2017

In Österreich wie in Deutschland:

„Während Franzosen oder US-Amerikaner mit ‚Elite‘ sowie mit Eliten keinerlei Probleme haben, ist ‚Elite‘ bei uns immer noch ein Reizwort – ganz in der Nähe von ‚Privileg‘, ‚Arroganz‘, gerne assoziiert mit reaktionär-repressiver, gar kryptofaschistischer Haltung.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wir brauchen gebildete Eliten“,
58. Internationales Bodenseetreffen, Bregenz am 30. September 2017

Bei den 10-Jährigen im letzten Drittel:

„Im Vergleich zu anderen teilnehmenden EU-Staaten gibt es in Österreich signifikant weniger leistungsstarke Leser/innen. Unter den 24 EU-Vergleichsländern befindet sich Österreich im unteren Drittel.“
MMag. Dr. Claudia Resch, Geschäftsführerin des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF),
Pressemitteilung vom 6. Dezember 2017

Finnland:

„At secondary level, 37 of the 463 general secondary schools of the country provide special education. These could also be defined as talent support institutions, for it is very difficult to be admitted there. Selection is based on the marks of the student, while most places organise their own an admission exam as well.“
Balázs Hornyák, „Pillars of Talent Support in Finland“. In: „Győri, „International horizons of talent support.
Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 56

Singapur:

„In the first four years of secondary education, the subsequent level, students are distributed in several streams. There is a 'Special Stream' which gathers the top 10 % best-performing students. Children in this stream learn English and their mother tongue (Malay, Chinese etc.) at the highest linguistic level. The Special Stream is followed by the 'Express', the 'Normal Academic' and the 'Normal Vocational' streams, respectively, the academic quality of which decreases in that order.“
Dr. János Gordon Győri, „Talent Support in Southeast Asia: The Singapore Example“.
In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 148

Schulpolitisches Umdenken in Schweden:

„Historically, Sweden has had an ideology, with a social activist’s agenda, to reduce the hierarchic structure in our society. The main goal for defining and identifying gifted mathematics students in this ideology is to help all students to gain access to mathematical knowledge and career opportunities. However, there is now an emphasis on the interest of the gifted students as well as on the development of the abilities of the gifted students in Swedish schools.“
Linda Mattsson, „Tracking mathematical giftedness in an egalitarian context” (2013), S. 67

Fast „all over the world“:

„Talent support is a key educational and economic-policy topic all over the world.“
Dr. Andrea Frank u. a., „Freedom and Creativity – Programmes of the Israel Center for Excellence through Education“.
In: Győri, „International horizons of talent support II. Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 86

Blockaden von oben und außen:

„Wer das Mittelmaß zum Maßstab macht, wird eben immer nur Mittelmaß produzieren. Das zeigt auch, dass die wahren Bildungsverweigerer mitunter in den Zentren der Bildungsbürokratie und in den Reformkommissionen sitzen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 4. Juni 2018

„Es herrscht Dschungelkrieg. Täglich“:

„Der Unterricht ist von vielfachen Störungen begleitet. Wir haben auf der einen Seite die sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Schüler, auf der anderen Seite die zunehmende Zahl der Schüler mit Autismus-assoziierten Syndromen, die durch nichts zur Mitarbeit zu bewegen sind. In der Schule herrschen hoch erschwerte Arbeitsbedingungen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 16. Juni 2018

Selbstdisziplin üben:

„Zwischenmenschliche Beziehungen, die nicht von Respekt und Rücksichtnahme gekennzeichnet sind, stellen eine Belastung dar. Ein Gemeinwesen ohne akzeptierte Regularien führt zu chaotischen Egotrips. Und Lernen ohne Disziplin führt nicht weit. Leistung ist mit Mühe und Arbeit verbunden und das heißt, Selbstdisziplin zu üben.“
Univ.-Prof.  Dr. Manfred Bönsch, news4teachers.de am 20. Juli 2018

Folgenreiche Quasigleichsetzung:

„Dass Autoritäten es heute schwer haben, ist längst eine Binsenwahrheit. […] ‚Autorität‘ wird heute gerne mit ‚autoritär‘ gleichgesetzt. Und wer will schon autoritär sein? Doch für die Lehrer und ihren Lehr- und Erziehungsauftrag war diese im Zuge der 68er-Bewegung erfolgte Quasigleichsetzung der beiden Begriffe folgenreich.“
Dr. Mario Andreotti, Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen, Tagblatt online am 2. Juli 2018

Von der veröffentlichten Meinung entmutigt:

„‚Moderne Eltern‘ trauen sich einfach nicht, ihre Kinder zu erziehen.“
Dr. David Eberhard, Facharzt für Psychiatrie, „Kinder an der Macht“ (2015), S. 225

Wachsende Anforderungen:

„Dass die Stimmung vor allem in Grundschulen aggressiver ist, hat auch mit der immer heterogeneren Schülerschaft zu tun. Es gibt mehr Schülerinnen und Schüler mit Lern- oder Aufmerksamkeitsstörungen und mit unterschiedlichen sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Prägungen und Herausforderungen, die aufeinanderstoßen – aber nicht unbedingt mehr Lehrkräfte, die sich individuell um sie kümmern könnten.“
Univ.-Prof. Dr. Jan Pfetsch, Die Zeit online am 7. Mai 2018

Österreichs letzter Platz betreff Supportpersonal an Schulen mit und seine Folgen:

„The lack of pedagogical support staff is also of concern considering the apparent problem of bullying in schools. According to data from the World Health Organization’s (WHO) Health Behaviour in School-aged Children survey for 2009/10, 40 % of children aged 11, 13 and 15 reported having been bullied at school at least once in the past couple of months.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Austria“ (2016), S. 176

Aufbegehren gegen den Druck von oben:

„Das abgelaufene Schuljahr hat teilweise das beendet, was als Realitätsverweigerung bezeichnet werden könnte. Gewalt an Schulen wird offener angesprochen.“
Univ.-Doz. Mag. Dr. Georg Cavallar, Der Standard online am 28. Juni 2018

„No-go-Areas“ entschlossen verhindern:

„In der Rütli-Schule flogen die Stühle und Papierkörbe aus dem Fenster. […] Wichtig ist unsere klare Ansage, was geht und was nicht. Der Satz ‚Musste nicht machen, es passiert ja nichts‘ darf nicht mehr zu hören sein.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD, Die Zeit online am 11. Dezember 2015

Banal, aber von der politischen Diskussion ausgeblendet:

„Positive classroom climate, with minimal interference, gives teachers more time to spend on teaching, and makes those great teaching days possible. Teachers don’t have to spend time addressing disruptions, and the classroom becomes an environment in which learning can take place.“
OECD (Hrsg.), „Ten Questions for Mathematics Teachers“ (2016), S. 27

Mut zur Wahrheit:

„Manchmal ist sanfter Zwang nötig. Gerade in schwierigen Lebensphasen kann man nicht davon ausgehen, dass Menschen immer für sich selbst wissen, was sie tun sollen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 4. September 2018

Bedeutung der Familie erkennen:

„Vergleicht man […] das Gelingen und das Scheitern der Familien in Europa, die Wertehaltungen unserer Gesellschaft und das Funktionieren unseres Schulsystems, dann drängt sich eine Frage geradezu auf: Stellen wir viel zu sehr die Schulen ins Scheinwerferlicht und suchen dort Probleme zu lösen, die möglicherweise ganz woanders ihren Ursprung haben?“
Andreas Gjecaj, „Christliche Soziallehre“ (2018), S. 54

Elternhaus prägt:

„Wir haben […] leider den Trend, dass immer mehr Eltern Erziehungsverantwortung an die Schule delegieren. Das zeigt sich in so seltsamen Forderungen wie: Die Schule muss auch Medien-, Freizeit-, Konsum-, Umwelt- und Ernährungserziehung leisten. Das zeigt doch eigentlich, dass ein zunehmender Teil der Eltern sich nicht bewusst ist, dass die entscheidenden Prägungen in diesem Bereich zu Hause immer seltener stattfinden.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Focus online am 12. März 2018

Familie braucht und verdient Unterstützung:

„Eine Familie zu gründen und die damit verbundene Kindererziehung sind enorm wichtige gesellschaftliche Leistungen, die durch begleitende Maßnahmen bestmöglich unterstützt werden müssen.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, Presseaussendung vom 12. September 2018

Interesse der Eltern:

„Students who reported that their parents are interested in their school activities perform better in PISA than students who reported a lack of interest from their parents.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015. Students’ Well-Being“ (2017), S. 164

Bildschirm als Belohnung:

„Eltern mit einer niedrigen Bildung setzen Medien auffällig häufiger zur Belohnung und Bestrafung ihrer Kinder ein als Eltern mit hoher Bildung.“
AOK (Hrsg.), „AOK-Familienstudie 2014“ (2014), S. 46

Eltern statt Bildschirm:

„Technische Geräte können die Eltern nicht ersetzen. Die Zeit mit den Eltern (z. B. Vorlesen oder Gespräche über den Tag) sollte zeitlich immer überwiegen.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Bild online am 26. September 2013

Überforderung der Schule:

„Den Schulen die Erziehungsverantwortung zu übertragen, das ist doch längst passiert. Den Schulen ist durch die Hintertür eine riesige Verantwortung zugeschoben worden.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 16. Juni 2018

„Verantwortung der Eltern bleibt erhalten“:

„Wir dürfen die Schule auch nicht überfordern, mit all den Themen, die in der Gesellschaft vielleicht nicht ganz so funktionieren. Die Verantwortung der Eltern bleibt erhalten. Die kann man nicht an eine Institution abgeben.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 3. August 2018

„Fatale Verkennung der Lage“:

„Man muss aufpassen, dass man nicht in einer fatalen Verkennung der Lage jenen Eltern, die selbst noch lesen und diese Lust an ihre Kinder weitergeben, daraus nun einen Vorwurf macht.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 122

Ergebnis einer Erhebung im Auftrag des Familienbunds:

„Für 80 Prozent der Befragten stellt die Familie die erste Bildungseinrichtung dar. Mit Elternbildung soll das Bewusstsein hierfür auch noch gestärkt werden, erklärte Baier (Anm.: Mag. Bernhard Baier, Präsident des Österreichischen Familienbunds). Er fordert daher, dass Elternbildung im Mutter-Kind-Pass verankert wird.“
Kurier online am 28. August 2018

Österreich eines der führenden Einwanderungsländer der OECD:

„Zu Jahresbeginn 2018 lebten in Österreich 1.697.000 Personen mit ausländischem Geburtsort (19,2 % der Gesamtbevölkerung).“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2018“ (2018), S. 20

Fast ein Drittel der 15-Jährigen Österreichs:

„In 2015, 23 % of 15-year-old students in OECD countries were either foreign-born or had at least one foreign-born parent, on average across OECD countries.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 82“ (März 2018), S. 2

In Österreich waren es 31 %. (Stand 2015)

PISA auf den zweiten Blick:

„Während knapp drei Viertel aller SchülerInnen ohne Migrationshintergrund Grundkenntnisse in den drei PISA-Kategorien (Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften) vorweisen können (Anm.: in Wirklichkeit mit 76,3 % knapp mehr als drei Viertel; OECD-Schnitt: 72,0 %), sind es bei SchülerInnen mit Migrationshintergrund nur etwas weniger als die Hälfte (Anm.: 47,3 %).“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2018“ (2018), S. 37

Österreichs Schule in besonderer Situation:

„Auf migrationsbedingte Probleme sei zu spät reagiert worden, österreichische Lehrer hätten viel mehr abzudecken als Lehrer in den meisten vergleichbaren Ländern. ‚Und irgendwann geht das an die Substanz.‘“
Mag. Heidi Schrodt, Schuldirektorin i. R., NEWS online am 4. Juni 2018

Offen gesagt:

„Ich finde es nicht hinnehmbar, wenn Menschen, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, sich nicht auf Deutsch unterhalten können, keine Elternabende ihrer Kinder besuchen oder diese sogar vom Unterricht oder vom Sport fernhalten.“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands a. D., Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 7. Juni 2018

Die Mehrheit der SchülerInnen Wiens spricht eine andere Umgangssprache als Deutsch:

„In Favoriten (10. Bezirk) findet sich der höchste Anteil (fast 70 Prozent) an Schulkindern mit einer anderen Umgangssprache als Deutsch.“
Agenda Austria online am 8. Mai 2018

„Eine schlichte Notwendigkeit“:

„Wenn Integration in Zukunft nicht besser gelingt, steuern wir auf Zustände wie in Paris oder Stockholm zu. Integration ist daher in Wahrheit nicht ‚nur‘ eine weltanschauliche Frage, sondern eine schlichte Notwendigkeit – für die integrierenden und die zu integrierenden Menschen.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, GÖD-Bereichsleiter für Dienstrecht, quintessenzen.at am 24. Februar 2018

Nur ein Schritt, aber ein essentieller Schritt:

„Die Einführung der Deutschförderklassen ist ein essentieller Schritt zur Verbesserung der Sprachkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, BMBWF-Journal, 1.2018, S. 5

Eine besondere Chance für Kleinkinder, in deren Elternhaus eine andere Sprache gesprochen wird:

„Although all children can be expected to benefit from attendance in pre-primary education, attendance can be especially beneficial for children of immigrants, in particular those who do not speak the host-country language at home.“
OECD (Hrsg.), „Settling In - OECD Indicators of Immigrant Integration 2012“ (2012), S. 78

Die Chance der frühen Kindheit:

„Children exposed to a new language during the critical period become fluent relatively easily, whereas those exposed later have much less certainty regarding attaining fluency.“
Prof. Dr. Arthur Sweetman u. a., „Immigration: What About the Children and Grandchildren?“ (2014), S. 18

Folgen der in Österreich verabsäumten Integrationspolitik:

„Im Vergleich mit dem OECD-Schnitt ist der Anteil der SchülerInnen, die zu Hause eine andere Sprache als die Unterrichtssprache sprechen, in Österreich überproportional hoch. Besonders interessant ist dabei, dass es OECD-weit deutliche Unterschiede bei der Umgangssprache der ersten und zweiten Generation gibt. Während sich der Anteil der SchülerInnen mit anderer Umgangssprache im OECD-Schnitt innerhalb von einer Generation von 60 % auf knapp 40 % verringert (also um ein Drittel), bleibt dieser Wert in Österreich mit rund 75 % konstant.“
Expertenrat für Integration (Hrsg.), „Integrationsbericht 2018“ (2018), S. 36

Generationenwechsel kommt auf Österreichs Schulen zu:

„Austria has one of the oldest teaching forces among OECD countries, after Italy. In 2016, 39 % of primary school teachers, 49 % of lower secondary school teachers and 45 % of upper secondary school teachers were 50 years old or older. Across the OECD, the averages were 32 % for primary teachers, 36 % for lower secondary teachers and 39 % for upper secondary teachers.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2018. Country Note Austria“ (2018), S. 6f

Finnland, Südkorea, Singapur, …

„Several top-performing countries, such as Finland, Korea and Singapore, build high-quality education workforces by recruiting the best high school graduates into teacher-education institutions and then channelling them into the teaching profession.“
OECD (Hrsg.), „Effective Teacher Policies“ (2018), S. 136

PISA-Top-Performer Kanada:

„Teaching has historically been a respected profession in Canada, one that continues to draw its candidates from the top one-third of secondary school graduates.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 159

Vertrauen und Respekt:

„As long as teachers’ practice is not trusted and they are not respected as professionals, talented young people are unlikely to consider teaching as their lifelong career.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 190

Investition in die Zukunft:

„Educational systems perform best when they have teachers who are respected, prepared, selected on merit, and supported in their work. East Asia and Pacific systems provide many lessons for developing such high-performing systems. A foundational aspect is attracting high-quality candidates into the profession by offering not only competitive compensation but also an appealing professional environment founded on respect and support.“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 159

Job satisfaction and self-efficacy:

„If serving teachers report higher levels of job satisfaction and self-efficacy this is not only a good indicator that fewer of them may drop out prematurely, but it can also boost the perception of an attractive profession which in turn will help countries recruit the best candidates for teaching jobs.“
Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 13

Eine Frage der Wertschätzung für Bildung:

„In Austria, teachers’ statutory salaries are below salaries of other tertiary-educated workers. Primary and lower secondary teachers in general programmes with 15 years experience and typical qualifications earned about 30 % less than other full-time, full-year workers with tertiary education in 2017, and upper secondary teachers earned 23 % less.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2018. Country Note Austria“ (2018), S. 6

Höchste Zeit für eine zukunftsorientierte Schulpolitik:

„‚Wir werden bald einen enormen Lehrerbedarf haben.‘ Man müsse sich daher vor allem überlegen, ‚wie ich die Richtigen in den Beruf hineinbringe‘. Es brauche Maßnahmen, mit denen die Attraktivität und das gesellschaftliche Ansehen des Berufes und vor allem die Motivation der Lehrer gehoben werden.“
HR Fritz Enzenhofer, LSR-Präsident Oberösterreichs a. D., Kurier online am 29. Juni 2018

Ebenso banal wie wahr:

„Wenn der Berufsstand nicht hoch erstrebenswert ist, werden wir nicht die Besten für ihn bekommen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, „Pro und Contra“, PULS 4 am 15. September 2014

Österreichs Politik ist gefordert:

„Eine Möglichkeit, das Schulwesen dabei zu unterstützen, die besten Kandidaten als Lehrkräfte zu gewinnen, besteht im Angebot höherer Gehälter für die Lehrkräfte. Bei der Notwendigkeit, gute Kandidaten als Lehrkräfte zu gewinnen und die kompetenten Lehrkräfte zu halten, geht es jedoch nicht nur um die Erhöhung der Gehälter. Dazu gehört u. a. auch die Qualität der Ausbildung vor und während der Berufsausübung und die Beziehung zwischen Lehrkräften und Gesellschaft.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren“ (2018), S. 417

Elternhaus Basis für Bildungserfolg:

„Der Grundstein für Bildung wird im familiären Umfeld gelegt und kann von der Schule als Institution gut gefördert und weiterentwickelt werden. Wenn Eltern allerdings ihre Kinder in ihrer Entwicklung behindern, wird auch der Bildungserfolg nur mäßig ausfallen.“
Andrea Walach, Direktorin einer NMS in Wien Margareten. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 21

„Kindergarten als Bildungseinrichtung begreifen“:

„Schon bei der Einschulung zeigen sich riesige Entwicklungsunterschiede zwischen den Kindern. Bildungspsychologin Spiel fordert deshalb: ‚Wir müssen den Kindergarten als Bildungseinrichtung begreifen und massiv in die Qualität investieren.‘“
Kurier online am 27. Juni 2018

Auf die Familie kommt es an:

„Wenn ein Kind zu Hause genügend Anregungen hat, wird ein Kindergartenbesuch eine Ergänzung sein. Wenn ein Kind zuhause vor dem Fernseher oder Computer geparkt wird, die Eltern überfordert sind, keine aktive Förderung stattfindet, dann ist ein früher Kindergartenbesuch besser.“
Mag. Bernhard Baier, Präsident des österreichischen Familienbundes, Aussendung vom 22. September 2016

SCHOLASTIK-Grundschulstudie:

„Weinert und Helmke konnten in der SCHOLASTIK-Grundschulstudie zeigen, dass Kinder ihren Leistungsrückstand zu Beginn der Grundschulzeit während der Grundschulzeit nicht mehr aufholen konnten, d. h. Leistungspositionen bleiben im Grundschulalter relativ stabil, weshalb die mathematische Frühförderung im Elternhaus und/oder auch die externe Frühförderung, z. B. in Kindergärten, wesentlich für die Leistungsentwicklung ist.“
BIFIE (Hrsg.), „PIRLS & TIMSS 2011“ (2015), S. 87

„Mostly present at age six”:

„The gaps in cognitive achievement by level of maternal education that we observe at age eighteen – powerful predictors of who goes to college and who does not – are mostly present at age six, when children enter school.“
Univ.-Prof. Dr. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften, bostonreview.net am 1. September 2012

Besondere Chance:

„Kinder aus Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status oder mit Migrationshintergrund profitieren in besonderem Maße von vorschulischer Bildung.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2016“ (2016), S. 56

Schulpolitik der Illusionen beenden:

„Ob wir es wollen oder nicht, wir finden Ungleichheit vor, die mit pädagogischen Mitteln allein nicht aus der Welt geschafft werden kann. Daher ist die Aufforderung an die Schule, sie solle Chancengleichheit herstellen, ähnlich illusorisch wie die Aufforderung an den Arzt eines Armenviertels, er möge seinen Patienten die gleiche Lebenserwartung schaffen wie der besseren Gesellschaft in Luxuswohngegenden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom Juni 2018, S. 3

Früh verspielte Bildungschancen:

„Der Bildungsweg eines jeden Menschen beginnt mit dem ersten Tag seines Lebens. Schon vor dem Schuleintritt werden mehr Bildungschancen verspielt, als nach dem Schuleintritt eröffnet werden können. Es ist höchste Zeit dafür, dass dies auch in unserem Land verstanden wird.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, quintessenzen.at am 3. März 2018

Soziale Schranken vor der Schule überwinden:

„Die vorschulische Erziehung ist der entscheidende Baustein zur Überwindung sozialer Schranken. Dort, wo Eltern, warum auch immer, zu einer zielgerichteten vorschulischen Erziehung nicht in der Lage sind, dort muss der Kindergarten an ihre Stelle treten.“
Heinz Buschkowsky, „Die andere Gesellschaft“ (2014), S. 287f

Bewusstseinsbildung erforderlich:

„Wir brauchen auch die Elternarbeit, das gemeinsame Bestreben, Schülerinnen und Schüler weiterzubringen. Das kann die Schule letztlich nur gemeinsam mit den Eltern leisten. […] Die Vorstellung, dass man einen Sohn oder eine Tochter abgibt und sagt: ‚Bringt uns den perfekt qualifizierten Absolventen zurück‘, das ist eine ganz naive Vorstellung.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 3. August 201

Allerhöchste Zeit!

„Österreich habe ‚eine Zuwanderungsgeschichte, die gut und gern 50 Jahre lang ist, wenn man ab der Gastarbeiterwanderung rechnet‘. Man habe viele Jahrzehnte lang eine konzeptive Integrationspolitik vernachlässigt, weil immer gedacht wurde, die Zuwanderer kämen nur auf Zeit: ‚Wir müssen jetzt etwas tun.‘“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 2. August 2018

Ernüchterung bei denen, die die Wirklichkeit erleben:

„Flüchtlingskindern, Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen früher eingewanderter Eltern sowie Kindern mit unterschiedlichen Behinderungen gleichermaßen gerecht zu werden erweist sich im Schulalltag zunehmend als Illusion. Nach der anfänglichen Euphorie ist inzwischen eine große Ernüchterung eingetreten.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 14. Juni 2018

Überholte Blockadepolitik der Vergangenheit:

„Manche parteipolitischen Diskussionen, die in der Vergangenheit integrationspolitische Forderungen begleitet haben, sind angesichts der Brisanz der Situation vollkommen unangebracht und haben sich auch selbst überholt. Die manchmal als Ghettoklassen diskreditierten Maßnahmen der konzentrierten und zeitlich begrenzten Sprachförderung werden inzwischen in vielen Bundesländern Österreichs und Deutschlands, unabhängig von parteipolitischen Zugehörigkeiten der Landesregierungen realisiert.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2016“ (2016), S. 20

Pragmatismus löst ideologische Knoten:

„Die geplanten Deutschförderklassen sind ein einschlägiges Beispiel dafür, wie die Diskussionen teilweise nach dem bekannten Links-rechts-Muster ablaufen. Diese Diskursebene wird jedoch durch einen vermehrten Pragmatismus – im Sinne der Anpassung an Gegebenheiten – überlagert.“
Univ.-Doz. Mag. Dr. Georg Cavallar, Der Standard online am 28. Juni 2018

In Österreich jahrzehntelang übersehen:

„Developing receiving country language skills is an extremely important part of intergenerational immigrant integration.“
Prof. Dr. Arthur Sweetman u. a., „Immigration: What About the Children and Grandchildren?“ (2014), S. 17

Wien:

„Von den 17.456 Kindern, die derzeit eine erste Klasse Volksschule besuchen, sind 4934 als außerordentlich eingestuft. Dazu kommen weitere 1505 außerordentliche Schüler, die eine Vorschulklasse besuchen. Ergibt: Rund ein Drittel aller ‚Taferlklassler‘ im Schuljahr 2017/18 wurden als ‚außerordentlich‘ geführt.“
Der Standard online am 21. Juni 2018

„An essential prerequisite“:

„Language skills are an essential prerequisite in the ability of the foreign-born to form networks with the native-born population and search for a job.“
OECD (Hrsg.), „Working Together: Skills and Labour Market Integration of Immigrants and their Children in Sweden“ (2016), S. 105

Hotspot Wien:

„Mit Leugnen und Wegschauen kommen wir in der Bildungspolitik nicht weiter, so verspielt Rot-Grün die Zukunft einer ganzen Generation.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 17. Juni 2018

Gilt für Österreich leider in noch höherem Ausmaß:

„Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund weisen im Schnitt signifikant geringere Deutschkompetenzen auf. Diese Disparitäten lassen sich bereits im Kindergartenalter feststellen und bestehen über die Sekundarstufe I bis in die Hochschule fort.”
Dr. Melanie Olczyk u. a., „Migranten und ihre Nachkommen im deutschen Bildungssystem“. In: Diehl u. a., „Ethnische Ungleichheiten im Bildungsverlauf“ (2016), S. 54

Finnlands Schulpolitik braucht kein halbes Jahrhundert, um auf das Scheitern von Kindern mit Migrationshintergrund zu reagieren:

„Across the OECD, knowledge of the host-country language is a key factor in determining the speed and success of integration. The Finnish language, in particular, is both highly complex and rarely spoken outside Finland. In this context, Finland has placed much emphasis on language training and taken the unusual step of publicly financing language courses for all new migrants who are outside employment.“
OECD (Hrsg.), „Finland must focus on integrating migrant women and their children to boost their contribution to the economy and society“, OECD online am 5. September 2018

Dringender Handlungsbedarf:

„Nur die Hälfte (51 %) der innerhalb der letzten zehn Jahre aus dem nichteuropäischen Ausland zugezogenen Jugendlichen hat bisher einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Statistics Brief“ vom August 2018, S. 3

Ein Zuwanderungsland, das sich nicht als Zuwanderungsland begriff:

„Österreich war durch Jahrzehnte ein Zuwanderungsland, ohne als solches verwaltet zu werden. […] Natürlich hätten wir heute einen Bruchteil unserer Schulprobleme, wenn wir die ganze Zeit über, wie etwa Kanada, Wert darauf gelegt hätten, dass z. B. zuwandernde Türken aus qualifizierten Berufen kommen.“
Peter Michael Lingens, Falter vom 5. September 2018

Eine Zukunftsfrage Österreichs:

„Integration durch Bildung ist ein zentrales Thema. Die Zuwanderung nach Österreich in den letzten Jahren war quantitativ sehr beachtlich und sie brachte viele mäßig oder gar nicht qualifizierte Menschen in das Land. Österreich ist nicht Kanada. Wir haben daher durch das Bildungssystem einen ordentlichen Aufholbedarf zu leisten. Das ist eine Herausforderung.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier online am 3. August 2018

Weitere Maßnahmen notwendig:

„Der Bedarf betrifft nicht nur Kinder, die als Flüchtlinge kommen, sondern auch viele aus Familien, die schon in zweiter, dritter Generation hier leben. Man müsste da schon früher ansetzen, zum Beispiel im Vorschul-Bereich.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen Zeitung online am 3. September 2018

Schönreden ad absurdum geführt:

„Niemand kann behaupten, das System habe ‚eh ganz gut funktioniert‘, wenn am Ende der Schulpflicht ein viel zu hoher Prozentsatz an Jugendlichen Texte nicht sinnerfassend lesen kann. […] Die bildungsnahen Eltern haben schon längst mit den Füßen abgestimmt und ihre Kinder in jene Schulen geschickt, in denen nicht die bunte sprachliche und kulturelle Vielfalt angesagt ist.“
Univ.-Doz. Mag. Dr. Georg Cavallar, Der Standard online am 28. Juni 2018

Zentralmatura 2018:

„An den Schulen mit dem schlechtesten Notendurchschnitt liegt der Anteil der Kinder, die nicht Deutsch als Umgangssprache haben, in den AHS bei 40 Prozent und in den BHS bei 22 Prozent. An den Standorten mit dem besten Notendurchschnitt beträgt dieser Anteil jeweils unter 10 Prozent.“
Morgenjournal, Ö1 am 27. Juni 2018

Ein ERSTER Schritt:

„Das Vorhaben Minister Faßmanns mit der Schaffung von Deutschförderklassen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht worden, dem aber sicher weitere folgen müssen. Die Sprache, das weisen alle namhaften Studien aus, ist der Schlüssel für die Bildung.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2018, S. 4

„Ohne Deutschkenntnisse gibt es definitiv keine gleichen Chancen für alle“:

„Die bisherigen Maßnahmen dieser Stadtregierung haben nicht dazu geführt, dass die Kinder ordentlich und ausreichend Deutsch lernen. Ganz im Gegenteil, alle Tests zeigen, die bisherigen Maßnahmen versagen. Andere und wirksamere Maßnahmen sind deshalb jetzt gefordert, um tatsächlich allen Kindern einen gleichen Start in der Bildungslaufbahn zu ermöglichen.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 29. August 2018

Sprachförderklassen brauchen und verdienen Ressourcen:

„Ich hoffe, dass die Ergebnisse bei den Sprachstandserhebungen die Dimension der Probleme verdeutlichen werden und dass man im nächsten Schritt, der hoffentlich nicht lang auf sich warten lässt, die Mittel für die Fördermaßnahmen deutlich erhöhen wird.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ vom Mai/Juni 2018, S. 5

In Finnland und Mexiko bleiben SchülerInnen mit Migrationshintergrund am weitesten zurück:

„As in many OECD countries, the children of immigrants do worse in school in Finland than children with native-born parents. In Finland, however, these differences are particularly striking. According to the OECD Programme for International Student Assessment, mathematics performance among native-born children with foreign-born parents lags that among those with native-born parents by equivalent to close to two years of schooling. Alongside Mexico, this is the largest gap of all surveyed countries.“
OECD (Hrsg.), „Finland must focus on integrating migrant women and their children to boost their contribution to the economy and society“, OECD online am 5. September 2018

Die drei Unterrichtsministerinnen der letzten zehn Jahre aber glaubten, von Finnland lernen zu müssen …

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Von den Erfahrungen von Gesamtschulländern lernen!

„‚Wenn man auf alle Schulen entweder AHS oder NMS schreibt, dann gibt es trotzdem Schulen, die als ,gute Gesamtschule’ gelten, und Schulen, die als ,weniger gute Gesamtschule’ gelten. Den Elternwillen kann man nicht steuern.‘ Zudem würden die Privatschulen noch mehr ausgebaut werden: ‚Wir sehen das in Gesamtschulländern. Dort ist der Privatschulsektor sehr stark, weil die Eltern dann diesen Weg wählen.‘“
MMag. Dr. Corinna Geppert, ORF online am 18. Februar 2019

Politisches Gaukeln beenden!

„Von Schulen zu verlangen, an einem sehr belasteten Standort Chancengerechtigkeit herzustellen, ist illusorisch. Das wäre, als würde man von einem Arzt in einem Armenviertel verlangen, die Lebenserwartung der Patienten auf das Niveau einer Luxuswohngegend zu bringen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Die Würfel fallen vor dem Schuleintritt:

„Schon beim Eintritt in die Volksschule betrage der Leistungsunterschied zwischen den Kindern zwei bis drei Jahre. ‚Das ist auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten nur schwer auszugleichen. […] Es macht einen massiven Unterschied, ob man mit einem Kind viel spricht und ihm vorliest, oder ob man es nur vor Fernseher und Computer setzt.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 15. Februar 2019

Kinder und Familie in den Mittelpunkt:

„Wir müssen unsere Gesellschaft neu aufbauen, mit einem fokussierten Blick auf die Kinder und die Familie. Anders können wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Dann schafft der Mensch sich schon sehr bald selbst ab.“
Mag. Michael Hüter, Focus online am 15. Jänner 2019

Jahrzehntelanges politisches Versagen:

„Die größte und von Jahr zu Jahr größer werdende Herausforderung des österreichischen Schulwesens ergibt sich aus der Tatsache, dass Österreich ein Einwanderungsland ist, das sich leider jahrzehntelang nicht als Einwanderungsland verstanden und dementsprechend integrationspolitische Maßnahmen gröblichst vernachlässigt hat.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 18

Hohe Dunkelziffer:

„Es sei dringend notwendig etwas zu tun. Und das bedeute auch, dass ‚man Geld in die Hand nehmen wird müssen‘. Denn an den Schulen passiere viel und es werde viel erst gar nicht zur Anzeige gebracht.“
Thomas Krebs, Vorsitzender Wiener der Pflichtschullehrer, ORF Wien online am 7. Jänner 2019

Schulpolitik kann Wohnpolitik nicht ersetzen:

„Gerade die Frage der Segregation in der Schule ist letztlich immer nur eine Folge von Segregation im Wohnviertel. Da langfristige Maßnahmen zu setzen, wäre sehr wichtig.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Österreichs Privileg:

„Wir haben ein kostenfreies Schulsystem, das mit gut qualifizierten Lehrkräften operiert. Das ist ein Privileg, verglichen mit den USA oder Großbritannien. Es ist ein offenes Schulsystem, das Chancen generiert, aber sie müssen auch wahrgenommen werden, und die Verantwortung kann man den Eltern auch nicht abnehmen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

20 Jahre, nachdem die VCL diese Forderung erstmals aufgestellt hat:

„Ethik aus dem Schulversuch herauszuholen und als systematisches Fach zu platzieren, ist eine Intention unseres Hauses. Ein guter Einstieg wäre in der Sekundarstufe 2, also in der AHS-Oberstufe. Von dort sollte es über die Sekundarstufe 1 schrittweise hinuntergehen, letztlich bis in die Volksschule.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Tiroler Tageszeitung online am 10. Jänner 2019


Schule „kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren“:

„Schule kann nicht alles kompensieren, was Gesellschafts-, Familien-, Sozial- oder Sicherheitspolitik versäumen. Die Schule ist ohnehin eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen in diesem Land. Aber Chancengleichheit herstellen kann sie nicht allein, sie kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wir brauchen jedenfalls mehr Unterstützung und mehr Ressourcen, wenn wir uns wirklich bestmöglich um alle Kinder kümmern sollen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. Dezember 2018

Bildung beginnt mit der Geburt:

„Die gelingende Einbeziehung und Aktivierung von Eltern in die frühkindliche und schulische Bildung ist der Schlüssel, denn in der Tat beginnt die Bildungsbiografie mit der Geburt des Kindes!“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2018, S. 5

Finnlands Politik hat „etwas“ schneller reagiert:

„Für Kinder, die zu Hause kein Finnisch oder Schwedisch sprechen, gibt es die Möglichkeit, Extra-Unterricht zu bekommen, eine Art Intensivkurs, bevor sie in die ‚richtige‘ Schule kommen. Dem Weltbildungsbericht zufolge besuchten 2012 fast 80 Prozent der Migrantenkinder (erste Migrantengeneration) mit wenig Finnischkenntnissen solche Kurse.“
Focus online am 10. Dezember 2018

In Summe erfreulich, die Differenz wird aber immer größer:

„Im Dezember gab es erneut weniger Arbeitslose. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 413.936 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber 2017. […] Bei Inländern ging die Zahl der Arbeitslosen um 8,4 Prozent zurück, bei Ausländern um ein Prozent.“
ORF online am 1. Jänner 2019

An Europas Spitze:

„Das Bildungssystem funktioniere, Österreichs Jugendarbeitslosigkeit sei eine der niedrigsten in Europa.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

Auf den Punkt gebracht:

„Kindern vorzulesen, auf Deutsch, auf Türkisch oder mit ihnen Deutsch zu lernen, anstatt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen, ist keine Frage des Geldes. Aber wer es nicht macht, reduziert die Chancen von Kindern, oft mehr als vieles andere.“
Mag. Carina Kerschbaumer, Kleine Zeitung vom 1. Dezember 2018

„Spiegelbild der Gesellschaft“:

„‚Das ist ein allgemeingesellschaftliches Problem.‘ Die Hemmschwelle für Aggression sei gesunken, ‚daher müssen wir bei der Konfliktkultur ansetzen. Die Schulen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft.‘“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Salzburger Nachrichten vom 22. November 2018

Mut zur Korrektur:

„Ich appelliere an Bildungsminister Faßmann, die Reformen der letzten Jahre zu überdenken und dort, wo es erforderlich ist, die Reißleine zu ziehen. Ein mutiges Beispiel dafür hat er z. B. bei der NOST schon gesetzt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

Den Einstieg in die Praxis gelingen lassen!

„Wer in der Klasse bestehen will, braucht höchste fachliche, pädagogische, didaktische und menschliche Qualitäten. Gutes Coaching beim Einstieg in die Praxis hilft StudentInnen, sich zu erfolgreichen Lehrerpersönlichkeiten zu entwickeln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Kurier online am 11. Dezember 2018

Imageschäden schnellstmöglich beheben:

„Die Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns tagtäglich stellen, können wohl nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Möge es gelingen, unseren wichtigen und schönen Beruf auch in Zukunft den ‚Besten der Besten‘ unter den jungen Menschen schmackhaft zu machen! Die Kinder werden diese mehr denn je brauchen!“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 15

„Echter Vorteil“:

„Dass es in Österreich sowohl die Neuen Mittelschulen, als auch die Gymnasien in der Unterstufe gibt, ist ein echter Vorteil. Durch diese Differenzierung ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken und Talente und es ist notwendig, alle Potenziale zu nutzen. Fakt ist, dass das in den Neuen Mittelschulen jedoch nur durch verstärkte Leistungsdifferenzierung ermöglicht werden kann.”
Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion Österreich, Presseaussendung vom 1. Dezember 2018

Erkenntnis aus Deutschlands Nationalem Bildungspanel (NEPS):

„Integrative Systeme sind für die schwächsten Schüler am wenigsten zuträglich, die leistungsstarken können mit Komplexität viel besser umgehen und zuweilen sogar davon profitieren. Die Schwächsten dagegen geraten rasch ins Hintertreffen. Mit anderen Worten: Differenzierung nach Leistungsgruppen wäre im Sinne der Bildungsgerechtigkeit das Gebot der Stunde.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

Nach langem Irren am Ziel angekommen:

„Teacher-directed instruction is associated with better test scores regardless of the classroom environment.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 90“ (November 2018), S. 2