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Medien-Zitate Februar 2014
(Ältere Zitate siehe Archiv!)

Heinisch-Hosek im Erklärungsnotstand:

„Zehn Wochen lang dümpelten die Testdaten von 400.000 Schülern und persönliche E-Mail-Adressen von 37.000 Lehrern ungeschützt im Netz – obwohl das Bifie und das Unterrichtsministerium seit Dezember informiert waren.“
Salzburger Nachrichten vom 28. Februar 2014

Das Maß ist voll:

„Die Lehrer seien verunsichert und verärgert. Die ‚Testmania‘ des Ministeriums werde mehr und mehr infrage gestellt. Viele Schulen hätten angekündigt, bei den Testungen künftig nicht mehr mitzumachen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGe LehrerInnen, Salzburger Nachrichten vom 28. Februar 2014

Worauf wartet Faymann noch?

„Wenn das Leck der Ministerin seit Dezember bekannt ist, dann weiß ich nicht, warum sie noch in dieser Position bleibt. Was macht sie dort noch?“
Theodor Saverschel, MBA, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an
mittleren und höheren Schulen, Der Standard vom 28. Februar 2014

Auch das Schülerverwaltungsprogramm „Sokrates“ weist Sicherheitslücken auf:

„Eckehard Quin, Vorsitzender der Gewerkschaft der AHS-Lehrer, äußert Kritik an der zentralen Speicherung der Daten. Er sieht hier die Gefahr, dass bei einem einmaligen Hackerangriff des Systems sämtliche Daten aller Bundesschüler verfügbar seien.“
Der Standard vom 28. Februar 2014

Synchronschwimmen Heinisch-Hoseks und Burgstallers:

„Der Umgang der einen Gabi mit dem enormen Datenleck im BIFIE lässt bemerkenswerte Parallelen zum Umgang der anderen Gabi mit dem Salzburger Finanzskandal erkennen. […] Es bleibt abzuwarten, ob Gabi Heinisch-Hosek das gleiche Schicksal wie Gabi Burgstaller widerfährt, die schlussendlich nach einer massiven Wahlschlappe bei vorgezogenen Landtagswahlen zurücktreten musste.“
Mag. Matthias Hofer, Bundesobmann der AHS-LehrerInnen im ÖAAB,
http://hofermatthias.wordpress.com am 27. Februar 2014

Österreichs besonderer „Bildungsexperte“:

„Das österreichische Bildungssystem ist um ein Drittel teurer als im OECD-Durchschnitt, und die PISA-Tests sind unterdurchschnittlich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt nicht.“
Georg Kapsch, IV-Präsident, Format ONLINE am 7. Jänner 2014

In Wirklichkeit liegt der BIP-Anteil, der in Österreich für das Schulwesen ausgegeben wird, UNTER dem OECD-Mittelwert und liegen Österreichs PISA-Ergebnisse ÜBER dem Durchschnitt.

Warum nur, warum?

„Für die Firma Kapsch, der das offensichtlich passiert ist, ist die Sache eigentlich besonders unerfreulich. Kapsch wird aber in den Medien überaus freundlich ausgespart.“
Dr. Andreas Unterberger, ONLINE-Journalist des Jahres 2010,
www.andreas-unterberger.at am 28. Februar 2014

Doppelter Skandal:

„Das ist zweifellos der größte Datenskandal der österreichischen Schulgeschichte. Meines Erachtens gibt es aber einen nahezu gleich großen politischen Skandal.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft,
Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

„Präpotenz statt Kompetenz“:

„BM Heinisch-Hosek und das BIFIE, zuständig für die kompetenzorientierte Reifeprüfung, legten in den letzten zehn Wochen eine eher präpotenzorientierte Performance hin, die einem kalte Schauer über den Rücken jagt.“
Mag. Helmut Jantschitsch, ÖPU-Generalsekretär, www.quintessenzen am 27. Februar 2014

Datenleck seit 70 Tagen bekannt!

„Man hat weder Polizei noch andere Behörden eingeschaltet.“
Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

Zehn Wochen in den Wolken?

„Wenn die Ministerin Heinisch-Hosek jetzt sagt, sie ist aus allen Wolken gefallen, frage ich mich, warum sie erst nach zehn Wochen aus allen Wolken gefallen ist.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Ö1-Morgenjournal am 27. Februar 2014

Wort der Ministerin wertlos:

„Die Befürchtungen der Eltern haben sich bestätigt. In jeder Vorbereitungssitzung, die zu den Testungen im BMUKK stattfand, haben die Eltern ihre Bedenken bezüglich Datensicherheit geäußert. Die damals zuständige BM Schmied versicherte uns, dass keine Daten an die Öffentlichkeit kommen können.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Vorsitzende des Verbandes der Elternvereine
an den höheren und mittleren Schulen Wiens, Presseaussendung vom 26. Februar 2014

Eltern lassen sich nicht alles bieten:

„Man muss sich darauf verlassen können, dass sensible Daten sicher sind. Wenn nicht, verstehe ich vollkommen, dass manche Eltern sagen: Da lasse ich mein Kind nicht mehr mitmachen.“
Theodor Saverschel, MBA, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine
an mittleren und höheren Schulen, Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

Letztklassig:

„Das Datenleck des BIFIE ist schlimm. Viel schlimmer ist, dass das Institut und auch das Unterrichtsministerium davon wussten und nichts taten.“
Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

Moralisches Versagen folgt dem politischen:

„Es sei schlichtweg erschütternd, dass eine Ministerin, die immerhin die volle Verantwortung für das BIFIE trägt, seit Dezember diesem Datenleck tatenlos gegenübersteht und sich nun an den Geschäftsführern abputzen möchte.“
Claudia Wolf-Schöffmann, Obfrau des Kärntner Lehrerbundes,
Presseaussendung vom 27. Februar 2014

Wer soll dem BMUKK noch vertrauen?

„Dieser Skandal zerstört jegliches Vertrauen in zentrale Datenerhebungen unseres Dienstgebers.“
Presseaussendung der Vorsitzenden der Lehrergewerkschaften in der GÖD (Paul Kimberger,
Eckehard Quin, Judith Roth, Jürgen Rainer und Dominikus Plaschg) vom 26. Februar 2014

Eine Frage des Anstands:

„Bereits Kindern erklärt man, dass man für seine Fehler gerade stehen und Verantwortung tragen muss. Dazu gehört auch, Konsequenzen zu ziehen. Wie die Konsequenzen ausschauen, sollte eine Ministerin selbst wissen.“
Thomas Gaar, Bundesobmann der Schülerunion, Presseaussendung vom 27. Februar 2014

„Dilettantismus“:

„Kein anderes Wort beschreibt die Vorgänge rund um das riesige Datenleck, bei dem die E-Mail-Adressen von 37.000 Lehrern und 400.000 Testergebnisse auf einem rumänischen Server aufgetaucht sind, so gut wie dieses.“
Die Presse vom 27. Februar 2014

Standardtestungen, PISA, Zentralmatura etc.:

„Solange nicht klar ist, wie es zu diesem unglaublichen Datenleck kommen konnte, und solange dieses Datenleck nicht vollständig gestopft ist, haben zum Schutz der Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer alle zentralen Datenerhebungen und -sammlungen zu unterbleiben.“
Presseaussendung der Vorsitzenden der Lehrergewerkschaften in der GÖD (Paul Kimberger,
Eckehard Quin, Judith Roth, Jürgen Rainer und Dominikus Plaschg) vom 26. Februar 2014

„Angriff auf die Anonymität der Schüler“:

„Es darf nicht sein, dass derart private und persönliche Informationen in die Öffentlichkeit gelangen. […] Das ist eine grobe Unfairness gegenüber den Schülern.“
Thomas Gaar, Bundesobmann der Schülerunion, Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

Causa sofort aufklären!

„Das ist eine Katastrophe. Da steckt man wahnsinnig viel Geld in solche Tests und dann passiert so etwas.“
Theodor Saverschel, MBA, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren
und höheren Schulen, Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

„Die Daten landen ja nicht zufällig auf einem Server in Rumänien“:

„Die Verunsicherung ist riesig. Das ist ein Vertrauensbruch.“
Christian Morawek, Vertreter der Pflichtschuleltern, Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

Inkompetenz und Impertinenz:

„Verantwortlich sei hier eine gewisse Inkompetenz, gepaart mit einer Art Missachtung von Bürgerrechten.“
Hans Zeger, Mitglied des österreichischen Datenschutzrates, Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

„Kein Kavaliersdelikt“:

„‚Das BIFIE hat eine Informationspflicht, wenn durch das Datenleck jemandem Schaden droht‘. Sollten die Daten von einem (Ex-)Mitarbeiter des BIFIE auf den Server gelegt worden sein, dann drohe dieser Person eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. ‚Das ist kein Kavaliersdelikt.‘“
Dr. Rainer Knyrim, Datenschutzexperte, Die Presse ONLINE am 25. Februar 2014

Restlose Aufklärung und Konsequenzen:

„Ohne umgehende und restlose Aufklärung und ohne entsprechende Konsequenzen wird Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek sicher nicht zur Tagesordnung übergehen können.“
Gemeinsame Presseaussendung der Vorsitzenden der Lehrergewerkschaften in der GÖD (Paul Kimberger, Eckehard Quin, Judith Roth, Jürgen Rainer und Dominikus Plaschg) vom 26. Februar 2014

Politische Verantwortung:

„Wenn das Unterrichtsministerium das bereits seit Mitte Dezember weiß, lastet da einiges auf der Ministerin. In anderen Ländern wüssten Politiker, was sie zu tun haben.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft,
Die Presse ONLINE am 26. Februar 2014

Amtlich:

„Heinisch-Hosek räumte ein, dass das Ministerium bereits im Dezember Hinweise über ein drohendes Datenleck erhalten habe.“
Parlamentskorrespondenz vom 26. Februar 2014

Vertrauensfrage:

„Wenn ich dem Staat gegenüber das Vertrauen nicht mehr aufbauen kann, brennt der Staat.“
Josef Pichlmayr, Chef des Security-Unternehmens „Ikarus“, Format ONLINE am 26. Februar 2014

Weichenstellungen in den ersten beiden Lebensjahren:

„Die Kluft öffne sich schon ab dem Alter von 18 Monaten. Kinder aus ärmeren Verhältnissen erreichten ihrer Studie zufolge erst mit zwei Jahren ein Sprachverständnis, dass bessergestellte Jungen und Mädchen schon sechs Monate früher hatten.“
Dr. Anne Fernald, Direktorin des „Center for Infant Studies“ der Universität Stanford,
Die Welt ONLINE am 14. Februar 2014

Vorlesen wird in sozioökonomisch schwachen Elternhäusern vernachlässigt:

„At the highest SES quartile, 62 percent of parents reported reading to their children every day, compared to only 36 percent of parents at the lowest SES quartile. These are very large differences.“
Paul E. Barton, „The Family: America’s Smallest School“ (2007), Seite 20

Seit mindestens 40 Jahren bekannt, von Österreichs Politik ignoriert:

„Hill and Stafford (1974), using nationally representative data from the 1965 Productive Americans Survey conducted by the Survey Research Center of the University of Michigan, found that high-socioeconomic-status mothers spend two to three times as much time in preschool child care as do low-socioeconomic-status mothers.“
Dr. Jonathan Guryan u. a., „Parental Education and Parental Time with Children“
in „Journal of Economic Perspectives“, Vol. 22, No 3 (2008), Seite 25

Sozial Schwache bleiben in Englands Gesamtschulen extrem zurück:

„The educational attainment of White British pupils from economically disadvantaged circumstances is particularly low.“
Univ.-Prof. Dr. Steve Strand, „Minority Ethnic Pupils in the
Longitudinal Study of Young People in England (LSYPE)“ (2007), Seite 12

Höchste Zeit, die Gesamtschulrhetorik zu beenden:

„The time has come to dispel the myths, to stop criticizing ability grouping using disingenuous rhetoric and to redouble efforts to support teachers and others as to how to appropriately use this tool so all students can maximize their abilities and achieve their full potential.“
Dr. Paula Olszewski-Kubilius, http://fairfieldmathadvocates.com am 20. Mai 2013

Den größten Einfluss hat das Bildungsniveau der Eltern in den postkommunistischen Staaten:

„The degree of educational inequality based on educational background is highest in Hungary, Slovakia, Czech Republic, and Poland.“
Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle u. a., „Logics of Educational Stratification:
A Cross-National Map of Educational Inequality“ (2012), Seite 7

OECD-Staaten, in denen 15-Jährige in den sozioökonomisch stärksten Elternhäusern aufwachsen:

   1. Island
   2. Norwegen
   3. Dänemark
   4. Kanada
   5. Finnland
   6. Schweden
OECD (Hrsg.), „Excellence Through Equity“ (Dezember 2013), Seite 212

Finnlands Realität hinter dem Mythos:

„Students from families with higher incomes and higher parental education levels are more likely to enrol in tertiary education.“
OECD (Hrsg.), „Equity in Education – Finland“ (2005), Seite 21

In Frankreich und Großbritannien entscheidet das Einkommen der Eltern am meisten:

„In France, individuals aged between 18 and 24 from households in the highest quintile of the income distribution have a probability of access to university which is three times higher than that of the lowest quintile. These inequalities are also evident in the United Kingdom and, to a lesser extent, in the United States.“
OECD, „Growing Unequal?“ (2008), Seite 231

Homogene Lerngruppen erhöhen die Wirksamkeit von Unterricht:

„We find strong evidence that sorting students into more homogeneous groups is beneficial, particularly for sorting by previous testing score. […] This is consistent with the hypothesis that dividing students into more homogeneous groups allows teachers to direct their focus to a more narrow range of students and meet the needs of their particular classroom more efficiently.“
Courtney A. Collins, „Does Sorting Students Improve Scores“ (Februar 2013), Seite 19f

„Differenziertes Schulsystem, keine Einheitsschule“:

„Die Schule ist für die Kinder da, nicht die Kinder für irgendwelche grün-roten bildungspolitischen Experimente.“
Abg. Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU im deutschen Bundestag,
Rhein-Neckar –Zeitung ONLINE am 17. Februar 2014

Gleichbehandlung lässt Schwache scheitern:

„In einem System, das alle SchülerInnen gleich behandeln möchte, wird die Schere immer größer, da jene SchülerInnen mit entsprechend guten Voraussetzungen das Angebot besser, schneller und effizienter umsetzen und für sich nutzen können als SchülerInnen, die aus einer armutsgefährdeten und bildungsentfernten Familie stammen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Der öffentliche Dienst aktuell“, Februar 2014, Seite 27

Der Mensch im Mittelpunkt:

„An Bayerns Schulen stünde der junge Mensch mit seiner individuellen Persönlichkeit im Mittelpunkt. Deswegen könne nur ein differenziertes Schulwesen mit Schularten mit eigenem Profil dem Einzelnen gerecht werden.“
Dr. Ludwig Spaenle, Kultusminister Bayerns, „Das Gymnasium in Bayern“, Jänner 2014, Seite 18

Die besorgniserregende Wirkung staatlicher Einheitsschulen in England:

„The fact that social class has become a more important determinant of educational achievement is particularly worrying.“
Dr. Fernando Galindo-Rueda u.a., „Class Ridden or Meritocratic?
An Economic Analysis of Recent Changes in Britain“ (2002), Seite 36

Durchschnittlicher Rückstand von SchülerInnen mit Migrationshintergrund auf die ohne Migrationshintergrund bei den Bildungsstandardüberprüfungen nach Berücksichtigung des Sozialstatus:

Mathematik auf der vierten Schulstufe: 34 Punkte
Englisch auf der achten Schulstufe: 6 Punkte
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Mathematik, 4. Schulstufe“ (2014), Seite 31
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Englisch, 8. Schulstufe“ (2014), Seite 51

Leistungsdifferenzierung auch schon in der Grundschule „quite common“:

„Research on within-class ability grouping comes primarily from the United States where such grouping is quite common, especially in elementary schools.“
Univ.-Prof. Dr. Janet Ward Schofield, „Migration Background,
Minority-Group Membership and Academic Achievement“ (2006), Seite 66

Wo Differenzierung nicht erlaubt ist, …

„Where classes grouped by ability are in principle disallowed, it is often observed that head teachers reintroduce them in one way or another.“
Univ.-Prof. Dr. Vincent Dupriez, „Methods of Grouping Learners at School“ (2010), Seite 7

Grob fahrlässige Schulpolitik:

„Wer sich in Budgetloch-Zeiten eine Gesamtschule ohne Leistungsgruppen bei gleichzeitiger Abschaffung von Gymnasien und sonderpädagogischen Zentren wünscht, handelt grob fahrlässig. Dauert diese leidige Debatte an, wird unser bisher erfolgreiches Bildungssystem endgültig an die Wand gefahren.“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at) und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Kurier vom 20. Jänner 2014

Bekenntnis zum Schulwesen der Vielfalt:

„Die bestehenden NMS-Standorte seien zu evaluieren, um letztendlich ein Modell für ein differenziertes Schulsystem basierend auf der vorhandenen Struktur zu schaffen.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Bildungssprecher der FPÖ,
Parlamentskorrespondenz vom 20. Februar 2014

Der Vergleich mit Südtirol ist unzulässig:

„Die Südtiroler haben ganz andere Verhältnisse. In Südtirol gibt es deutsche, italienische und ladinische Schulen. In den deutschen Schulen ist der Migrantenanteil gering.“
Dr. Bernadette Mennel, Bildungslandesrätin Vorarlbergs,
„Neue am Sonntag“ vom 16. Februar 2014

Was BM Schmied trotz aller Erklärungen leider nie verstanden hat oder nie verstehen wollte:

„Voll zentrale Überprüfung bedeutet, dass Sie immer nur Mindestlevels abprüfen können, weil die Leistungslevels an unterschiedlichen Standorten einfach unterschiedlich sind, und Sie natürlich nicht einen Level ansetzen können, wo es einzelne Standorte gibt, die dann 90 Prozent nicht schaffen.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft,
Ö1-Mittagsjournal vom 21. Februar 2014

Lust auf Bücher hat keinen Platz mehr:

„Eine junge Kollegin berichtet mir, dass sie mit ihren Schülern der 5. Klasse in einem Jahr keine Literatur gelesen hat. Dabei hätte sie gerne etwas Anständiges mit ihnen gelesen.“
HR Mag. Fritz Malli, ÖPU-Vorsitzender der Steiermark, Kurier vom 8. Jänner 2014

Literatur auf dem Abstellgleis:

„Lehrer stehen unter Druck, nur das zu unterrichten, was bei der Matura abgefragt wird: Das sind vor allem Textsorten wie Leserbriefe, Zusammenfassungen, Postings oder ein offener Brief.“
HR Dr. Christian Schacherreiter, Schulleiter des Peuerbach-Gymnasiums in Linz,
Kurier vom 8. Jänner 2014

Goethe, Nestroy und Bernhard sollen Platz finden:

„Goethe, Nestroy oder Bernhard machen unsere Identität als Kollektiv aus. […] Ein Teil der Deutsch-Matura soll zentral, ein Teil vom Lehrer gestellt werden.“
Mag. Lina Hofstädter, AHS-Lehrerin und Autorin, Kurier vom 8. Jänner 2014

Trivialisierung der Matura:

„Was wir erreichen, ist das, was auch andere Länder mit der Zentralmatura erreicht haben – die Trivialisierung der Matura. Shakespeare als Hörbeispiel. Die Frage ist dann nicht ‚Worum geht’s in Romeo in Julia?‘, sondern ‚War es eine Lerche, war es eine Nachtigall, war es ein Hahn oder…? Ankreuzen!‘“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Bildungswissenschaftler,
Referat beim „Weis(s)en Salon“ am 16. Oktober 2013

Massives Versagen des BMUKK bei Zentralmatura:

„Es darf nicht sein, dass die jungen Menschen das Versagen der Behörde ausbaden müssen.“
Mag. Mechtild Lang, Vositzende des Katholischen Familienverbandes Wien,
„Sonntag“ vom 1. September 2013

Fehlkonstruktion Zentralmatura:

„Ich bin mit ihr auch gar nicht glücklich. Ich hätte gesagt: ‚Macht das zur Hälfte!‘“
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres 2004, NEWS vom 1. August 2013

Standardisierte Schülerinnen und Schüler:

„Einheitliche Prüfungen sind eigentlich nur nach einheitlichem Unterricht und  - ich wähle bewusst das Wort „an“ – an standardisierten Schülerinnen und Schülern gerechter.“
Dr. Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern,
Referat anlässlich 100 Jahre KSGR vom 6. Mai 2013

In Deutschland macht die Zentralmatura nur einen Teil der Abiturgesamtnote aus:

„Die sich aus den zahlreichen Kursergebnissen und Prüfungskomponenten zusammensetzende Abiturgesamtnote hat sich in vielen Untersuchungen als bester Prädiktor für den Studienerfolg erwiesen.“
Dr. Marko Neumann u.a., „Vergleichbarkeit von Abiturleistungen“ in
„Zeitschrift für Erziehungswissenschaft“ (2009), Seite 711

BMUKK hätte auf die Schulpartner hören sollen:

„Bitte zurück! Das ist eine Aufforderung an die Politik, nicht an die Leute, die die Tests entwickeln, setzt euch noch einmal hin, überlegt euch genau, warum machen die anderen nur eine teilzentrale Matura?“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, ZIB 24 am 26. November 2013

Langweiliger Unterricht:

„Die Lehrer hier sind gar keine Götter, der Unterricht oft langweilig, die Kinder wirken unmotiviert,... Das sollen die PISA-Sieger sein? Ich bin mit der Erwartung gekommen, von den finnischen Lehrern viel mehr lernen zu können als von Lehrern in Österreich. Das was ich gelernt habe ist, dass wir alle Menschen sind und österreichische Lehrer um Welten besser sind als ihr Ruf.“
Marlene Gerber, Comenius-Assistentin an einer finnischen Schule,
Der Standard ONLINE am 24. Mai 2013

Was Österreichs „ExpertInnen“ verschweigen:

„In keinem anderen Land gehen die Kinder weniger gern zur Schule als in Finnland.“
Univ.-Prof. Dr. Mathias Binswanger, „Sinnlose Wettbewerbe –
Warum wir immer mehr Unsinn produzieren“ (2010), Seite 129

Finnlands hoher Preis:

„Some countries may ‚prefer‘ to have students who are satisfied with their school life and have learned to cooperate with their peers, but have less brilliant academic performance.“
Univ.-Prof. Dr. Marie Duru-Bellat, „From the Appealing Power of PISA Data to the Delusions
of Benchmarking“ in Pereyra u.a. (Hrsg.), „PISA Under Examination“ (2011), Seite 161

Von wegen Finnland:

„Korea, Shanghai and Hong Kong have the smallest distance between highest and lowest performing students.“
IPPR, „Oceans of Innovation“ (August 2012), Seite 43

Großer Vorsprung Deutschlands:

„In Germany, the children of professionals are among the world’s best performers in mathematics, and outperform Finnish children of professional parents by a wide margin.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus“ Nr. 36, Februar 2014, Seite 2

Die Daten zu Österreich fehlen. Das BMUKK hat den Eltern-Kontextfragebogen zu PISA neuerlich nicht zum Einsatz gebracht.

Hochbegabte werden vernachlässigt:

„I am concerned that the Finnish education system is letting down our brightest students.“
Dr. Juha Ylä-Jääski, Präsident der Technology Academy Finland,
The Guardian ONLINE am 4. Dezember 2013

Finnland:

„Universities have continuously complained that too many students begin their studies at university with insufficient basic knowledge, inappropriate attitudes and undeveloped independent learning skills.“
Dr. Pasi Sahlberg, „A short history of educational reform in Finland“ (2009), Seite 15

Selektion, die zu spät kommt:

„Die skandinavischen Einheitsschulsysteme sind deshalb so wenig selektiv, weil die Selektion erst nach Abschluss der allgemeinbildenden Schulen einsetzt. So liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland bei neun, in Finnland aber bei 22 %. Das Abitur besitzt in Deutschland einen einklagbaren Rechtsstatus für einen Studienplatz; in Finnland ist es wenig wert.“
Univ.-Prof. Dr. Dieter Neumann, Bildungswissenschaftler,
Vortrag vor dem Bildungskonvent Sachsen-Anhalts am 7. März 2009

Kein „Repetieren“, aber …

„The average age of new tertiary education students in Finland is 21 years.“
Dr. Pasi Sahlberg, „A short history of educational reform in Finland“ (2009), Seite 15

Finnlands Jugend nicht zu beneiden:

„Länder wie Finnland mit hoher Jugendarbeitslosigkeit brauchen wir trotz PISA-Erfolgen und hoher Akademikerquote nicht zu beneiden.“
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres 2004,
„Österreich“ vom 13. Oktober 2013

Kinder brauchen Orientierung:

„Kinder brauchen für ihre Entwicklung einen lehrerzentrierten Unterricht. Der Lehrer muss als konstante Orientierung dienen.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Bild ONLINE am 26. September 2013

„Significantly less effective and efficient“:

„Minimal guidance during instruction is significantly less effective and efficient than guidance specifically designed to support the cognitive processing necessary for learning.“
Univ.-Prof. Dr. Paul Kirschner u.a., „Why Minimal Guidance During Instruction Does Not Work?“
in „Educational Psychologist“ 41(2) (2006), Seite 76

Pädagogischer Irrweg:

„Die Vorstellungen von einem fachübergreifenden, projektorientierten, allenfalls lehrermoderierten und vor allem schülerzentrierten Unterricht führen in die Irre.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Schule von morgen:
Darf Selbstverständliches wieder gelten?“, Referat bei der B-SGA-Veranstaltung
„Was macht Schule gut?“ in Wien am 21. November 2013

„Direct instruction“ zu Unrecht schlechtgeredet:

„Direct instruction has been shown to be an efficient way to teach procedures that are difficult for students to discover on their own, such as those involved in geometry, algebra, and computer programming.“
Univ.-Prof. Dr. David Klahr u.a., „The equivalence of learning paths in early science instruction:
effects of direct instruction and discovery learning“ (2004), Seite 1

Gesamtschulpädagogik gefloppt:

„Das in den 1970er Jahren – vorab von Vertretern der Gesamtschule – propagierte Unterrichtskonzept ‚Zielerreichendes Lernen für alle‘ hat sich nach jahrzehntelangen Erprobungen als Flop erwiesen.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, Bildungsforscher, „Gymnasium in Niedersachsen“ 3/2013, Seite 15

Gescheiterte Heilslehren:

„Lernen gelingt nicht allein dadurch, dass die Schüler durch den Klassenraum von Station zu Station laufen.“
Univ.-Prof. Dr. Olaf Köller, www.bildungsklick.de am 7. August 2013

Unterschiedliche Bedürfnisse:

„Von offenen, flexiblen, individualisierten Lernformen in heterogenen Klassen profitieren oft besonders aufgeweckte Schüler, die viel Vorwissen besitzen. Diejenigen aber, die weniger mitbringen, brauchen eher klare Strukturen und klare Vorgaben sowie viel Zeit zum Üben der grundlegenden Kenntnisse.“
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Südwest Presse ONLINE am 24. Juli 2013

„Fortschritt“ ohne Rücksicht auf sozial Schwächere:

„Nahezu alles, was die moderne Schulpädagogik für fortschrittlich hält, benachteiligt die Kinder aus bildungsfernem Milieu. Gerade das sozial benachteiligte Kind bedarf, um sich aus diesem Status zu befreien, eines geradezu altmodischen, direkt angeleiteten, aber auch geduldigen und ermutigenden Unterrichts.“
Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Warum die Schule soziale Ungleichheiten verstärkt“
in „Neue Sammlung“, 2/2003, Seite 254

Fachbezogener Unterricht unterscheidet Finnland:

„Finland is the most subject oriented country among the Nordic countries.“
Tomas Matti (Hrsg.), „Northern Lights on PISA 2006“ (2009), Seite 52

Warum Österreichs Schulen erfolgreich sind:

„Österreich ist in einem Punkt genial: Es funktioniert nicht wegen, sondern trotz. Die Schulen haben so eine Kultur, ich nenne das die ‚Kultur des kontrollierten Regelverstoßes‘. Die machen solange vernünftige Arbeit, wie keiner kommt und meckert. Und das ist enorm, was manche Schulstandorte, manche Schulleitungen vor allem da zustande bringen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Bildungswissenschaftler,
Referat beim „Weis(s)en Salon“ am 16. Oktober 2013

„Sisu“:

„Finnish ‚sisu‘, a cultural trademark that refers to a principle of sticking with and not giving up whatever on is aiming at, coexists with calmness and tenderness.“
Dr. Pasi Sahlberg, „Paradoxes of educational improvement: The Finnish experience“ in
„Scottish Educational Review“, 43 (1), 2011, Seite 13

Traumhafte Rahmenbedingungen für Finnlands Vorschulpädagogik:

„The recommended maximum number of children per ECEC (Anm.: ECEC = „Early Childhood Education and Care) professional in Finland is among the most favourable in the OECD (1:4 for zero-to-three-year-olds; 1:7 for older children in ECEC; and 1:4 in family day care).“
OECD, „Quality Matters in Early Childhood Education and Care: Finland“ (2012), Seite 10

Selektion schon bei der Aufnahme in die Grundschule:

„Only in four countries (Czech Republic, England, Estonia and Finland) are primary schools allowed to be selective academically.“
OECD, „School Choice and Equity“ (2012), Seite 15

Finnische Zustände:

„Wir haben in manchen Regionen einen Migrantenanteil von 30, 40 bis 60 Prozent. In Finnland liegt er bei zwei Prozent. Das skandinavische Land hat auch sonst paradiesische Schulzustände: 18 Schüler pro Klasse; Förderlehrer, die sich um die drei schwächsten Schüler kümmern; Gesundheitstrainer, Psychologen etc. Das hätte ich bei uns auch gerne.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Kurier ONLINE am 21. November 2013

Was man in Finnland unter „innerer Differenzierung“ versteht:

„Während man in Österreich als Lehrer sowieso nur mehr Zeit für die absoluten Härtefälle hat, gibt es für Schüler mit Lernschwierigkeiten in Finnland eigene Klassen.“
Der Standard ONLINE am 24. Mai 2013

Wer in Finnland Probleme hat oder macht, wird in der Förderklasse unterrichtet:

„In Förderklassen dürfen höchstens 10 Schüler gleichzeitig unterrichtet werden. Unterrichtet wird von einer Lehrperson mit sonderpädagogischer Ausbildung, wobei Sonderpädagogik in Finnland im weitesten Sinn verstanden wird.“
Der Standard ONLINE am 24. Mai 2013

Professionelles Vertrauen:

„Unlike nations that have bureaucratic accountability systems that make teachers feel threatened, overcontrolled, and undervalued, teaching in Finland is a very sophisticated profession, in which teachers feel they can truly exercise the knowledge and skills they have learned in the university.“
Dr. Pasi Sahlberg, „Lessons from Finland“ in „American Educator“ (Sommer 2011), Seite 36

Wertschätzung und Respekt Basis der finnischen Schule:

„Die Situation der finnischen Lehrer steht in engem Zusammenhang mit der hohen Wertschätzung, die das Thema ‚Bildung‘ Finnland genießt. Dort ist es undenkbar, dass Politiker Lehrer als Faulenzer oder Halbtags-Jobber beschimpfen. Auch die Eltern respektieren die Fachkompetenz der Lehrer.“
Dr. Bernd Franzinger, „NO auf Bildungsreise“ (2013), Seite 112

Bildungsbegeisterung im Elternhaus:

„More than 50 % of the Finnish adult population participates in adult-education programs.“
Dr. Pasi Sahlberg, „A short history of educational reform in Finland“ (2009), Seite 4

Finnland, Land des Lesens:

„The library network is among the densest per capita in the world; Finnish people borrow more books from libraries than does anyone else.“
Dr. Pasi Sahlberg, „Education policies for raising student learning: The Finnish approach“ in
„Journal of Education Policy“ Vol. 22, No. 2 (März 2007), Seite 158

Anteil der bei PISA 2012 getesteten SchülerInnen mit türkischem Migrationshintergrund:

  Deutschland:
  Österreich:
  Niederlande:
  Belgien:
  Schweiz:
  Dänemark:
  Finnland:
3,6 %
3,6 %
2,8 %
1,7 %
1,5 %
1,1 %
0,1 %
OECD (Hrsg.), „Excellence Through Equity“ (Dezember 2013), Seite 252f

Von der Politik unter den Teppich gekehrt:

„Jugendliche mit türkischem Zuwanderungshintergrund erreichen Kompetenzwerte, die im Vergleich zu Jugendlichen ohne Zuwanderungshintergrund einer Lernzeitdifferenz von etwa drei bis vier Schuljahren entsprechen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Anand Pant u.a., „IQB-Ländervergleich 2012“ (2013), Seite 318

Im Elternhaus gesprochene Sprache entscheidet:

„The family language seems to be an important determinant of immigrant students’ disadvantage in achievement.”
Aileen Edele u.a., „PISA’s Potential for Analyses of Immigrant Students’ Educational Success“
in Pereyra u.a. (Hrsg.), „PISA Under Examination“ (2011), Seite 195

Ohne Sprache keine Integration:

„Ich vergleiche das mit einem Hotelzimmer, wenn ich hineinwill, brauche ich einen Code. Für die österreichische Gesellschaft ist dieser Code die deutsche Sprache.“
Univ.-Prof. MMag. Dr. Ilan Knapp, Mitglied des Expertenrats für Integration,
„Zusammen:Österreich“ (Winter 2013), Seite 8

Kinder mit unterschiedlichstem Bildungshintergrund:

„In der 4. Schulstufe haben 55 % der Kinder einheimischer Eltern wenigstens einen Elternteil mit mindestens Matura und nur 5 % haben Eltern mit lediglich Pflichtschulabschluss. [...] Schüler/innen mit türkischen Wurzeln haben zu 55 % Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss, während dies für Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien und den anderen Herkunftsländern nur jeweils bei 17 % zutrifft.“
BIFIE, „Nationaler Bildungsbericht - Österreich 2012;
Indikatoren und Themen im Überblick“ (2013), Seite 5

Hochselektive Einwanderungspolitik klassischer Einwanderungsländer:

„In Australia, Canada and the UK, the share of the foreign-born population with high education exceeds the share of the native-born population with high education by 5.5 percentage points, 7.3 percentage points and 16.1 percentage points, respectively.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Dustmann u.a., „Migration and Education“ (2011), Seite 9

Skandinaviens Einheitsschulen scheitern:

„Especially in the case of Denmark the ‚education for all‘ philosophy does not succeed with regard to immigrant youth.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Walther u. a., „Thematic Study on Policy Measures
concerning disadvantaged youth” (2005), Seite 134

Schweden denkt nach den Krawallen des Jahres 2013 um:

„Der Sprachunterricht soll nun verbessert, mehr Förderklassen in den Schulen sollen eingerichtet werden.“
Die Welt ONLINE am 24. Mai 2013

Enorme Herausforderung für Österreichs Schule:

„Im Schuljahr 2011/12 hatten rund 19 % der insgesamt 1,15 Millionen Schüler/innen in Österreich eine andere Umgangssprache als Deutsch. Mit über 40 % führte Wien die Bundesländerstatistik an.“
Expertenrat für Integration, „Integrationsbericht 2013“ (2013), Seite 16f

Tendenz weiterhin steigend:

„Im Jahr 2011 stammten etwas mehr als ein Viertel (26 %) der Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen aus nichtdeutschsprachigen Familien.“
Österreichischer Integrationsfonds, „migration & integration -
zahlen.daten.indikatoren 2013“, Seite 42

Absolutismus in modernem Gewand:

„Das ist eben das Paradoxon des modernen Denkens. Es setzt ‚Moderne‘, den damit scheinbar verbundenen Fortschritt und die daraus ebenso scheinbar resultierende Freiheit als absolute Werte und unterbindet jede rationale Diskussion.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, „SOS Kinderseele“ (2013), Seite 63

Politik der Gehirnwäsche:

„The constant language changes belie the real assessment, pedagogical and organisational changes that lie behind the glossy policy-document phrases that frontline providers are running to keep up with.“
Sarah Gracey u.a., „Changing the NEET mindset“ (2010), Seite 21

Ideologische Manipulationen beenden!

„In der Schulpolitik der letzten Jahre sind in allen Ländern grundsätzliche Weichenstellungen erfolgt, denn alle Parteien unterlagen – mal mehr und mal weniger – den schulpolitischen Modetrends und –gags, den ideologischen Manipulationen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Wünschel, „Profil“ (Zeitung des dphv) 3/2013, Seite 23

Die Folgen der Reformitis:

„Die negativen Konsequenzen und perversen Effekte dürfen dann Lehrer, Ärzte, Wissenschaftler und andere von Wettbewerben betroffenen Berufsgruppen ausbaden, ohne dass sie ernsthafte Möglichkeiten besitzen, daran etwas zu ändern.“
Univ.-Prof. Dr. Mathias Binswanger, „Sinnlose Wettbewerbe –
Warum wir immer mehr Unsinn produzieren“ (2010), Seite 224

Eine Heilslehre hetzt die andere:

„Dass dies für Frustrationen und eine konservative Grundhaltung in der Lehrerschaft sorgt, kann kaum verwundern, sondern wirkt eher wie eine gesunde Überlebensstrategie.“
Mag. Mathias Brodkorb, Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns, SPD,
„Das Gymnasium in Bayern“ (April 2013), Seite 11

Achtung vor dem jungen Menschen!

„Übt endlich Zurückhaltung beim schulpolitischen und schulpädagogischen Experimentieren und Reformieren. Junge Menschen habe nur eine Bildungsbiographie. Mit ihr gilt es sorgsam umzugehen. Werkstücke kann man recyceln, aus einer Experimentierlaune heraus verkorkste Bildungsbiographien sind kaum reversibel.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, „Schule von morgen:
Darf Selbstverständliches wieder gelten?“, Referat bei der B-SGA-Veranstaltung
„Was macht Schule gut?“ in Wien am 21. November 2013

Plage des Bildungswesens:

„Allmählich greift die Einsicht um sich, dass nicht die Humboldtschen Bildungsideale, sondern die seit den 60er Jahren in rascher Abfolge initiierten Bildungsreformen für die derzeitigen Schwächen des Bildungssystems verantwortlich sind.“
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Der Wert der Bildung und die Bildung von Werten“,
Vortrag in Linz vom 8. April 2007

Eine unbescheidene Forderung?

„Man sollte sich einig werden, was man mit der Schule überhaupt will.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, derbund.ch am 20. November 2013

Schluss mit Aktionismus und Manipulation!

„Lassen wir PädagogInnen in Ruhe arbeiten und die Talente der Kinder in unserem vielfältigen System bestmöglich fördern!“
Mag. Isabella Zins, Bundesobfrau der VCL (www.vcl-oe.at) und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ (www.bildungsplattform.or.at), Kurier vom 20. Jänner 2014

Pädagogisches Feuer bewahren:

„Ich sehe mich als konservativer Gewerkschafter nicht als Hüter der Asche, sondern als Bewahrer des Feuers.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft,
„Presse“-Chat vom 11. Dezember 2013

Der Nachlass der Frau Dr. Schmied:

„Der Rechnungshof hat kritisiert, dass die NMS ins Regelschulwesen übernommen wurde, ohne dass der Schulversuch überhaupt evaluiert wurde. Die Standardtests haben jetzt gezeigt, dass die NMS nicht einmal das Niveau der Hauptschulen erreichen.“
Mag. Johann Sohm, Niederösterreichische Nachrichten vom 10. Februar 2014

Bildungsstandards belegen BM Schmieds Pleite:

„Das Ergebnis ist klar und eindeutig. Die ‚Neuen Mittelschulen‘ schneiden bei diesem Test um nichts besser ab als die Hauptschulen.“
Dr. Andreas Unterberger, ONLINE-Journalist des Jahres 2010,
www.andreas-unterberger.at am 31. Jänner 2014

Unterricht wird überfordert:

„Die Kinder sind sehr unterschiedlich. Die Möglichkeiten der Schule, diese Ungleichheiten auszugleichen, werden überschätzt.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Der Standard ONLINE am 1. Februar 2014

Differenzierung nach Leistung:

„Students in many countries are commonly divided into separate classes based on their ability or achievement.“
Univ.-Prof. Dr. Janet Ward Schofield, „Migration Background,
Minority-Group Membership and Academic Achievement“ (2006), Seite 68

Ohne Vielfalt kein Leben:

„Vielfalt ist evolutionär entscheidend. Gäbe es nur Klone, wären die unter geänderten klimatischen Bedingungen alle weg.“
Univ.-Prof. Renée Schroeder, Biochemikerin, Kurier vom 5. Februar 2014

Segregation durch Normierungswahn:

„Wer für Schulwesen ohne jegliche Differenzierung eintritt, schafft Spielraum für eine Trennung nach der Brieftasche. Elitäre Privatschulen würden sofort das beliebte Segment der gymnasialen Bildung ausfüllen, privilegierte Wohngegenden über die ‚besseren‘ Schulen verfügen.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU,
Leserbrief an die Kleine Zeitung vom 10. Februar 2014

England vor und nach Einführung der staatlichen Gesamtschule:

„For the 1958 cohort, the effect of ability was almost independent of income. For the 1970 cohort the positive effect of ability on attainment is only noticeable for those with higher family incomes.“
Dr. Fernando Galindo-Rueda u.a., „Class Ridden or Meritocratic?
An Economic Analysis of Recent Changes in Britain“ (2002), Seite 11f

Gymnasium erhalten!

„‚Ich bin eine Anhängerin der Wahlfreiheit‘, das Gymnasium solle nicht abgeschafft werden.“
MMag. Dr. Sophie Karmasin, Familienministerin, „Heute“ ONLINE am 18. Jänner  2014

NMS-SchülerInnen Opfer der Frau Dr. Claudia Schmied:

„Die größten Verlierer sind wohl die Kinder der NMS-Jahrgänge. Sie wurden durch die Abschaffung der Leistungsgruppen in den Hauptfächern und durch das Vorgaukeln allzeit positiver Noten durch ein auf sieben Noten aufgeblähtes Beurteilungsschema in Wahrheit zu pädagogischen Versuchskaninchen degradiert und ihre Zukunft (absichtlich?) aufs Spiel gesetzt.“
Mag. Matthias Hofer, Mediensprecher der AHS-Gewerkschaft, http://hofermatthias.wordpress.com am 1. Februar 2014

Schmied-Zwangsvorgabe für NMS vor ihrem Ende?

„Man müsste temporär begrenzt Schwächere herausholen können und mit ihnen gesonderte Einheiten machen.“
Mag. Wolfgang Erlitz, Vizepräsident des LSR Steiermark, Kleine Zeitung vom 11. Februar 2014

In den OECD-Staaten, in denen mehr als 5 % der 15-Jährigen im Ausland geboren sind, leben diese in den …

…sozioökonomisch stärksten Elternhäusern in
  1. Kanada
  2. Australien
  3. Großbritannien
  4. Irland
  5. Neuseeland
  6.  Island
… sozioökonomisch schwächsten Elternhäusern in
  1. Griechenland
  2. Spanien
  3. Portugal
  4. Italien
  5. Frankreich
  6.  Österreich
Eigenberechnung aus den PISA-2012-Ergebnissen (gemäß OECD (Hrsg.),
PISA Data Analysis Manual, Second Edition (2009)) vom 27. Dezember 2013

Migrationspolitik klassischer Einwanderungsländer:

„In traditional countries of immigration like Australia, New Zealand and Canada immigration policies try to attract highly skilled immigrants. These immigrants are very likely to differ in their motivations and expectations from immigrants in the former ‘guest worker’ countries like Switzerland and Germany.“
Dr. Sylke Viola Schnepf, University of Southampton
„How Different are Immigrants?“ (2004), Seite 4

Extreme Selektivität an der Grenze:

„Canada, for instance, has a highly restrictive immigration policy and admits immigrants based on a system assigning points to such characteristics as level of education and English language proficiency. Immigrants are only admitted if they reach a specified number of points.“
Aileen Edele u.a., „PISA’s Potential for Analyses of Immigrant Students’ Educational Success“
in Pereyra u.a. (Hrsg.), „PISA Under Examination“ (2011), Seite 191

„Global competition for talent“:

„Special efforts will be needed to attract highly skilled migrants in the global competition for talent.“
EU-Kommission, „Youth on the Move“ (15. September 2010), Seite 13

Integrationspolitik jahrzehntelang versäumt:

„Das betrifft auch und gerade Wien, wo der Großteil der Zuwanderer beheimatet ist. […] Die Versäumnisse der Vergangenheit kann man aber leider nicht in wenigen Jahren aufholen, unsere Arbeit hat erst begonnen.“
BM Sebastian Kurz, „Stadtblicke“ 03/13, Seite 7

PISA-Ergebnisse von MigrantInnen:

„With some exceptions, emigrants reproduce the PISA scores of their aboriginal counterparts wherever they go.“
Univ.-Prof. Dr. Julio Carabana, „Why do the Results of Immigrant Students depend so much
on their Country of Origin and so little on their Country of Destination?“ in Pereyra u.a. (Hrsg.),
„PISA Under Examination“ (2011), Seite 212

Jeder sechste Jugendliche ausländischer Herkunft:

„Zu Jahresbeginn 2012 lebten rund 366.200 Kinder und Jugendliche ausländischer Herkunft in Österreich, das entsprach etwa 16 % der jugendlichen Gesamtbevölkerung (0 bis 25 Jahre). [... ] Die meisten Jugendlichen ausländischer Herkunft stammten Anfang 2012 aus der Türkei.“
Österreichischer Integrationsfonds, „migration & integration, Schwerpunkt Jugend“ (2012), Seite 6

3 Lernjahre Rückstand:

„Turkish students in Austria score 115 points below the OECD average.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 33“ (Oktober 2013), Seite 2

„Largely a replication“:

„Interventions to address the needs of low attaining minority ethnic groups should focus to a greater extent than at present on processes occurring during primary school. This is because ethnic group differences in attainment at age 14 are largely a replication of pre-existing ethnic group differences at the end of primary school.“
Univ.-Prof. Dr. Steve Strand, „Minority Ethnic Pupils in the Longitudinal Study of
Young People in England (LSYPE)“ (2007), Seite 12

Schule kann Migrations- und Integrationspolitik nicht ersetzen:

„Education can compensate for society only to a very limited extent. The individual backgrounds of immigrants, such as parental capital and societal characteristics, guest-worker origin and the destination countries’ immigration histories, have a much larger influence on educational performance than characteristics of educational systems.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers u.a., „Negative Selectivity of Europe's
Guest-Workers Immigration?“ (2010), Seite 99

Die drei OECD-Staaten, in denen SchülerInnen mit Migrationshintergrund am weitesten zurückbleiben:

   1. Finnland
   2. Mexiko
   3. Belgien
Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle u. a., „Logics of Educational Stratification:
A Cross-National Map of Educational Inequality“ (2012), Seite 8

Anteil der 15-Jährigen in Österreichs Schulen, in deren Haushalt sich höchstens 10 Bücher befinden:

PISA 2003:   9 %
PISA 2006: 10 %
PISA 2009: 13 %
PISA 2012: 14 %
PISA-Datenbanken (http://acer.edu.au/), Abfrage vom 8. Februar 2014

Vorlesen:

„Reading books to children when they are young is an effective way – and not overly time-consuming or resource-demanding – for parents to be involved in their children’s education because it helps children understand words in context and highlights the value of reading from an early age.“
Dr. Francesca Borgonovi u.a., „Parental Involvement in Selected PISA Countries
and Economies“ (2012), Seite 51

Die ersten Lebensjahre entscheiden:

„Bildungsfeindlichkeit der primären Bezugspersonen verhindert in geschätzten 95 Prozent der Fälle gute Bildungsfortschritte der Kinder.“
Dr. Niki Harramach und Mag. Nina Marvalics, Standard ONLINE am 6. November 2013

Developmental care:

„Both fathers and mothers with bachelor or postgraduate degrees allocate more time to developmental care than do otherwise equivalent fathers and mothers without qualifications.“
Lyn Craig, University of New South Wales, „Parental education, time in paid work and time with children: an Australian time-diary analysis“ in „The British Journal of Sociology“ (2006), Seite 558

Was die Staaten in Europas Norden unterscheidet:

„In Scandinavian countries higher education levels are not systematically associated with lower fertility outcomes.“
OECD (Hrsg.), „Doing Better for Families“ (2011), Seite 107

Kinderzahl von Frauen mit...



Österreich:
Dänemark:
Finnland:
Schweden:
Norwegen:
höchstens abgeschlossener
Schulpflicht (ISCED 0-2)
1,56
1,44
1,77
2,04
1,72
 
hohem Bildungsabschluss
(ISCED 5-6)
1,30
1,90
1,94
2,00
2,01
Quelle: Eurostats, „Statistics in focus“ (13/2013), Seite 11

Entwicklungsförderende Umgebung:

„Je besser das Kind sich in seiner Umgebung aufgehoben und von ihr angenommen fühlt, je vielfältiger und dem eigenen Entwicklungsstadium angemessen die Anregungen sind, die es auf verschiedenen Feldern (Bewegung, Sprache, Musik, soziale Beziehungen) erhält, umso komplexer werden die Gehirnstrukturen und umso größer sind die Chancen des Kindes, seine Potentiale zu entwickeln.“
Dr. Cornelia Heintze, „Bildung und Gesundheit als öffentliche Güter
im wohlfahrtstaatlichen Kontext“ (Juni 2007), Seite 15

Ein ganzes Jahr Rückstand zum dritten Geburtstag:

„By the time they reach their third birthday, children from deprived backgrounds can be as much as a year behind their peers in cognitive and social development.“
The Scottish Government ONLINE am 12. Jänner 2014

„The accident of birth“:

„Families play a powerful role in shaping adult outcomes. The accident of birth is a major source of inequality.“
Univ.-Prof. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
„Schools, Skills, and Synapses“ in „Economic Inquiry“, Vol. 46 No. 3, Juli 2008, Seite 289

Armut von SchülerInnen:

„Armut muss nicht ökonomisch sein. Armut kann auch familiär sein. Das kann auch sein, wenn zu Hause niemand ist der fragt ‚Was hast du heute in der Schule gemacht?‘ Armut kann kulturell sein. Es gibt viele Formen von Armut.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Bildungswissenschaftler, Referat beim
„Weis(s)en Salon“ am 16. Oktober 2013

Schwachsinnige Schulpolitik:

„Wenn alle das Gleiche lernen, das ist Schwachsinn. Jeder soll sich überlegen, wo sein Kind hinpasst, und wo es sich am besten entfalten kann. Wäre ich Unterrichtsministerin, gäbe es 50 verschiedene Schultypen.“
Univ.-Prof. Renée Schroeder, Biochemikerin, Kurier vom 5. Februar 2014

Neue Mittelschule Opfer der Ideologie:

„Obwohl sehr viel Geld in dieses Prestigeprojekt gesteckt wurde und dort zwei Lehrer im Teamteaching unterrichten dürfen, lassen sich kaum messbare Erfolge nachweisen. Warum wohl? Man hat aus ideologischen Gründen die Leistungsgruppen abgeschafft, ein kapitaler Fehler.“
Mag. Harald Pennitz, Kleine Zeitung vom 4. Februar 2014

Neue Mittelschule von Schmieds Zwangsjacke befreien:

„Landesschulratspräsident Enzenhofer will, dass es mehr Möglichkeiten gibt, Gruppen auch getrennt zu unterrichten.“
Oberösterreichische Nachrichten vom 6. Februar 2014

Geld sinnvoll einsetzen:

„Der Einsatz von Fördermitteln für die Schülerinnen und Schüler der Neuen Mittelschule muss verbessert werden. Derzeit werden pro Schülerin und Schüler pro Schuljahr in der Neuen Mittelschule 7.200 Euro ausgegeben, im Vergleich dazu sind es in der AHS-Unterstufe nur 4.700 Euro.“
BM Mag. Johanna Mikl-Leitner, ÖAAB-Bundesobfrau, Presseaussendung vom 8. Jänner 2014

Bevormundung der Betroffenen beenden:

„Besser wäre es, die nicht unbeträchtlichen Summen für die Neue Mittelschule so zu verwenden, dass die Schulstandorte selbst aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation entscheiden können, welche Förderangebote für Schwächere notwendig sind und wie man begabte Schüler bestmöglich fordern und unterstützen kann.“
Mag. Matthias Hofer, Mediensprecher der AHS-Gewerkschaft,
http://hofermatthias.wordpress.com am 1. Februar 2014

Einheitsbrei hilft niemandem:

„Wolle man, dass es weniger Kinder und Jugendliche mit eklatanten Schwächen gebe, müsse man diese gezielt fördern.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Der Standard ONLINE am 3. Februar 2014

Kreisky rotiert im Grab:

„Als die Sozialdemokratie in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts erkannte, dass zu wenige Kinder aus einfachen Verhältnissen ins Gymnasium kamen, reagierte man mit einer Bildungsoffensive. […] Die heutige Sozialdemokratie reagiert auf die gleiche Herausforderung damit, dass sie einen Kampf gegen jenen Schultyp führt, der nachweislich bei jeder Testung die besten Ergebnisse erbringt.“
HR Mag. Wilhelm Zillner, Sprecher der AHS-DirektorInnen Österreichs,
Der Standard vom 5. Februar 2014

MKV fordert, aus den Ergebnissen der Bildungsstandards-Überprüfung zu lernen:

„Die Zukunft unseres Schulsystems - auch dies zeigen die aktuellen Ergebnisse – könne nicht im Modell der Gesamtschule liegen. Sie bleibt ein ideologischer Ladenhüter links-grüner Parteien, die mangels neuer Ideen auf den Konzepten des frühen 20. Jahrhunderts beharren.“
StS a.D. Mag. Helmut Kukacka, Kartellvorsitzender des MKV,
Presseaussendung vom 3. Februar 2014

Englands staatliches Gesamtschulwesen hat Bildungserfolg von der Brieftasche der Eltern abhängig gemacht:

„The impact of cognitive ability on educational attainment has actually decreased, while the role of parental social class and income has increased.“
Dr. Fernando Galindo-Rueda u.a., „Class Ridden or Meritocratic?
An Economic Analysis of Recent Changes in Britain“ (2002), Seite 34

„Eine vorsätzliche Täuschung“:

„Die Gemeinschaftsschule ist unter anderem deshalb gemein, weil sie den Eltern suggeriert, dass auf diesem vermeintlich neuen Königsweg auch ihr Kind quasi mühelos hochwertige Schulabschlüsse erreichen wird.“
Dr. Bernd Franzinger, „NO auf Bildungsreise“ (2013), Seite 62

Selektion nach der Brieftasche der Eltern im Gesamtschulland England:

„By removing ‚elitist‘ ability related selection mechanisms in the system, such as grammar schools and streaming students by ability, we have actually enabled parental social class to become a more important determinant of success.“
Dr. Fernando Galindo-Rueda u.a., „Class Ridden or Meritocratic?
An Economic Analysis of Recent Changes in Britain“ (2002), Seite 37

Gesamtschulsysteme reduzieren Chancen für sozialen Aufstieg:

„The influence of parental education on the educational performance of immigrants is weaker in highly and moderately differentiated education systems than in comprehensive systems.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers u.a., „Immigrant Pupils‘ Scientific Performance“ (2012), Seite 13

Finnland ist keine Ausnahme:

„What students learn in schools is, in fact, a result of a complex set of factors – most of them beyond real control of school or teachers. Finland is not an exception.“
Dr. Pasi Sahlberg, „A short history of educational reform in Finland“ (2009), Seite 22

Auch in Schweden folgte auf die Einführung von Einheitsschulen die große Enttäuschung:

„The students’ performance in Swedish compulsory schools at the end of the 1990s was strongly affected by the student’s social origin.“
Univ.-Prof. Dr. Carl le Grand u.a., „Education and Inequality in Sweden“ in Dr. Rita Asplund u.a. (Hrsg.),
„Education and Wage Inequality in Europe“ (2005), Seite 336

Der Bildungserfolg hängt in den USA immer mehr von der Brieftasche der Eltern ab:

„A given difference in family incomes now corresponds to a 30 to 60 percent larger difference in achievement than it did for children born in the 1970s.“
Univ.-Prof. Dr. Sean Reardon, „The Widening Academic Achievement Gap
Between the Rich and the Poor“ (Juli 2011), Seite 2

England:

„The children of educated or wealthy parents who scored poorly in the early tests (Anm.: Intelligenztests mit 22 Monaten), had a tendency to catch up whereas children of worse off parents who scored poorly were extremely unlikely to catch up and are clearly shown to be an at-risk group.“
Univ.-Prof. Dr. Leon Feinstein, „Inequality in the early cognitive development
of British children in the 1970 Cohort“ (2010), Abstract

Gesamtschulstaat Australien:

„In 2005, men with a university-educated father were almost three times more likely to have graduated from university than other men and that women with a university-educated father were almost four times more likely to have graduated from university than other women.“
Dr. Jenny Chesters u.a., „Understanding the persistence of inequality in higher education:
evidence from Australia“ in „Journal of Education Policy“, 28:2 (2013), Seite 211

Die Brieftasche der Eltern entscheidet den Bildungserfolg OECD-weit in Frankreich am meisten:

„The impact of economic background on individuals’ educational achievement is highest in France.“
Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle u. a., „Logics of Educational Stratification:
A Cross-National Map of Educational Inequality“ (2012), Seite 7

Staatliche Gesamtschulen, teure Privatschulen, soziale Diskriminierung:

„Intergenerational mobility fell markedly over time in Britain, with there being less mobility for a cohort of people born in 1970 compared to a cohort born in 1958.“
Dr. Jo Blanden, London School of Economics,
„Intergenerational Mobility in Europe and North America“ (2005), Seite 2

Soziale Ungleichheiten ausgleichen, aber Talente zur vollen Entfaltung bringen!

„Ein gutes Bildungssystem verstärkt die Ungleichheit. Es gleicht zwar soziale Ungleichheit weitgehend aus, fördert und verstärkt aber durchaus die unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Kinder.“
Dr. Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung,
Die Presse vom 12. November 2012

Rückkehr zu einer sachlichen Schulpolitik!

„Die Aufrechterhaltung und Stärkung des Gymnasiums, die Verbesserung und Aufwertung der Hauptschule vor allem im städtischen Bereich ist notwendig und sachlich gerechtfertigt und wird zudem von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt.“
StS a.D. Mag. Helmut Kukacka, Kartellvorsitzender des MKV,
Presseaussendung vom 3. Februar 2014

Zusätzliche Ressourcen sinnvoll nutzen!

„Die zusätzlichen sechs Stunden, die den Neuen Mittelschulen pro Klasse zur Verfügung stehen, sollen optimal eingesetzt werden, insbesondere dort, wo es Kinder mit Förderbedarf wie z.B. Kinder mit Lernschwächen, Kinder mit Migrationshintergrund, usw. gibt.“
BM Mag. Johanna Mikl-Leitner, ÖAAB-Bundesobfrau, Presseaussendung vom 8. Jänner 2014

Die Kompetenz der Frau Dr. Claudia Schmied:

„Eines muss man der ehemaligen Unterrichtsministerin Claudia Schmied schon lassen: Sie hat ein feines Sensorium dafür, wann ein sinkendes Schiff idealerweise zu verlassen ist. […] Aus ‚unerklärlichen‘ Gründen wurde die für Anfang Dezember 2013 angesetzte Präsentation der Ergebnisse der Bildungsstandardüberprüfung vom April 2013 gleich um zwei Monate auf Ende Jänner 2014 und damit auf einen Zeitpunkt nach ihrem Abgang als Unterrichtsministerin verschoben.“
Mag. Matthias Hofer, Mediensprecher der AHS-Gewerkschaft, http://hofermatthias.wordpress.com am 1. Februar 2014

Das Dienstrecht musste als Steigbügel herhalten:

„SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied habe versucht, über das Dienstrecht die Gesamtschule zu etablieren.“
Mag. Barbara Schwarz, Bildungslandesrätin Niederösterreichs, ÖVP, Kurier vom 3. Februar 2014

Bevölkerung schätzt Vielfalt:

„Bei uns sprechen sich die Eltern in einer riesigen Mehrheit gegen die Gesamtschule aus.“
Dipl.-Ing. Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann Niederösterreichs, Die Presse vom 23. Jänner 2014

Aus Erfahrung lernen:

„Mit der Volksschule haben wir schon eine Gesamtschule. Ergebnis: Jeder vierte Schüler kann nicht lesen.“
Dr. Erhard Busek, Vorarlberger Nachrichten vom 13. Jänner 2014

Bekenntnis zur Vielfalt:

„Wir glauben, dass das öffentliche differenzierte Schulsystem das Beste ist und die besten maßgeschneiderten Lösungen für jedes Kind bietet.“
NR-Abg. Dr. Walter Rosenkranz, Bildungssprecher der FPÖ,
Der Standard ONLINE am 16. Jänner 2014

Unrechtspolitik sofort beenden!

„Es müsse einen ‚sofortigen Stopp des Aushungerns der Gymnasien und einen Ausbau dieses Schultyps‘ geben.“
LAbg. Mag. Doris Schulz, ÖVP, Neues Volksblatt vom 3. Februar 2014

Verbot von Gymnasien wird von Bevölkerung nicht hingenommen:

„Eltern wollen sicher nicht, dass auf dem Rücken ihrer Kinder Sozialpolitik betrieben wird.“
Dr. Wilfried Haslauer, Landeshauptmann Salzburgs, Die Presse vom 8. Jänner 2014

Am meisten schaden Einheitsschulen besonders Begabten aus sozial schwachen Verhältnissen:

„Mixed-ability schooling, the former claim, has reduced educational achievement, particularly of the most able but less well off.“
Dr. Fernando Galindo-Rueda u.a., „The Heterogeneous Effect of Selection in
Uk Secondary Schools“ (2007), Seite 122

Leider werden in Österreich bildungswissenschaftliche Erkenntnisse seit vielen Jahren ignoriert.

Jugendarbeitslosigkeit in der EU versus Schulsystem:



Deutschland:
Österreich:
Niederlande:
Finnland:
Großbritannien:
Schweden:
Frankreich:
Polen:
Italien:
Spanien
Griechenland


7,4 %
8,9 %
11,3 %
19,4 %
20,1 %
22,6 %
25,6 %
27,4 %
41,6 %
54,3 %
59,2 %
Differenzierung im
öffentl. Schulwesen ab
10
10
12
16
16
16
15
16
14
16
14
Eurostat (Abfrage vom 31. Jänner 2014)

Arbeitslosigkeit veranlasst Italiens Jugend zum Exodus:

„Gegenüber 2011 wurde ein Plus von 28,8 Prozent gemeldet. 54 Prozent der Italiener, die die Heimat verlassen, sind unter 35 Jahre alt.“
Salzburger Nachrichten ONLINE am 7. Dezember 2013

Wo höhere Bildungsabschlüsse in die Arbeitslosigkeit führen:

„Unemployment rates in southern Europe are often even higher at the upper secondary level as compared to those of the lowest qualified leavers, and not much reduced for tertiary level graduates either."
Eliza Kritikos u.a., „Study on access to education and training,
basic skills and early school leavers“ (2005), Seite 90f

Hoffnungslosigkeit unter Schwedens Jugendlichen:

„Ohne Frage ist die EU-Kommission der Ansicht, dass das derzeitige Niveau der Jugendarbeitslosigkeit inakzeptabel ist. Momentan sind in Schweden etwa 150.000 junge Menschen auf der Suche nach einem Job und können keinen finden.“
Jonathan Todd, Sprecher der EU-Kommission in Arbeitsmarktfragen,
Radio Schweden am 4. Dezember 2013

Nach der Schule wartet das Loch:

„The length of school-to-work transition in Iceland, Italy and Norway is over three years.“
Edefop (Hrsg.), „Guiding at-risk youth through learning to work:
Lessons from across Europe“ (2010), Seite 30

Stop „lying to children“!

„‚For years, ministers in previous governments looked at the way more and more people were getting GCSEs and they congratulated themselves, like Soviet economics ministers on the growth in statistics. […] The truth is that we were lying to children’ by telling them they would be able to go to university or find skilled work.“
Michael Gove, Bildungsminister Englands, The Guardian ONLINE am 18. Oktober 2013

Betrogene Jugendliche:

„In Frankreich steckten vor Jahren die Jugendlichen auch deshalb Autos an, weil sie gemerkt hatten, dass ihnen Zertifikate als solche gar nichts nützen, wenn fast alle sie haben.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung ONLINE am 22. Juni 2013

Ebenso primitiv wie unverantwortlich:

„Die Aufforderung von Ökonomen an die Bildungspolitik, die Zahl der höheren Abschlüsse zu erhöhen, ist in etwa so wie die Aufforderung an Zentralbanken, mehr Geld beizuschaffen. Dafür ist leicht gesorgt, solange sein Wert nicht stabil zu bleiben hat.“
Ferdinand Knauß, Wirtschaftswoche ONLINE am 5. Juli 2013

Österreich vorbildlich:

„Vieles, was in Österreich erfolgreich für eine verhältnismäßig niedrige Jugendarbeitslosigkeit sorgt, dient anderen europäischen Ländern als Vorbild.“

Sozialminister Rudolf Hundstorfer, bmask ONLINE am 13. November 2013


Ein stolzer Bundeskanzler vergisst jetzt sogar auf unsere deutschen Nachbarn:

„Österreich kann im EU-Vergleich auf die beste Situation bei den Beschäftigungszahlen von Jugendlichen verweisen.“
Bundeskanzler Werner Faymann, Nationalrat am 29. Jänner 2014

Die Bildungsstandards in Mathematik erreichen von den 10-Jährigen nicht oder nur teilweise in …

Oberösterreich
Salzburg
Niederösterreich
Steiermark
Burgenland
Tirol
Kärnten
Vorarlberg
Wien
Österreich
19 %
19 %
20 %
22 %
23 %
23 %
25 %
29 %
30 %
23 %
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Mathematik, 4. Schulstufe“ (2014), Seite 45

Die Bildungsstandards in Mathematik erreichen von den 10-Jährigen nicht oder nur teilweise …

19 % derer ohne Migrationshintergrund
42 % derer mit Migrationshintergrund
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Mathematik, 4. Schulstufe“ (2014), Seite 29

(Anm.: Das BIFIE definiert Migrationshintergrund mit der Tatsache, dass beide Elternteile weder in Österreich noch in Deutschland geboren sind.)

Nicht oder nur teilweise erreichen von den 10-Jährigen die Bildungsstandards in Mathematik Kinder von Eltern mit …

universitärer oder ähnlicher Ausbildung
Matura
Berufsausbildung (ohne Matura)
höchstens Pflichtschulabschluss
10 %
17 %
28 %
52 %
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Mathematik, 4. Schulstufe“ (2014), Seite 35

Was Schilcher, Androsch & Co dem differenzierten Schulwesen vorwerfen, gilt in Wirklichkeit mit 10, also VOR Beginn der Differenzierung:

„Bildung wird in erheblichem Ausmaß gewissermaßen vererbt.“
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Mathematik, 4. Schulstufe“ (2014), Seite 59

Ergebnis der Bildungsstandardüberprüfung in Englisch auf der achten Schulstufe:


AHS
Hauptschule
NMS
Mittelwert aller SchülerInnen
600 Punkte
480 Punkte
478 Punkte
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Englisch, 8. Schulstufe“ (2014), Seite 32

So interpretiert Österreichs Unterrichtsministerin dieses Ergebnis:

„Die AHS müssten noch stärker überzeugt werden, die Rückmeldemoderatoren stärker einzusetzen und dadurch Schulentwicklung voranzutreiben.“
BM Heinisch-Hosek, Die Presse ONLINE am 31. Jänner 2014

Rückstand von SchülerInnen mit Migrationshintergrund bei der Bildungsstandard-Überprüfung in Englisch:

AHS
NMS
Hauptschule
18 Punkte
24 Punkte
38 Punkte
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2013 - Englisch, 8. Schulstufe“ (2014), Seite 32

Die Interpretation einer Bildungssprecherin:

„Die NMS liefere ‚einen großen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit, die Leistungsunterschiede zwischen Mädchen und Buben, aber auch zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund sind deutlich kleiner als in Hauptschulen und AHS.‘“
NR-Abg. Laura Rudas, Bildungssprecherin der SPÖ, Neues Volksblatt vom 1. Februar 2013

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019

Wie wahr!

„Wir dürfen die Institution Schule nicht überfordern und ihr nicht die Verantwortung für alles und jeden zuschieben.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Wiener Zeitung online am 27. April 2019

Der Nährboden für „Bildungsreformen“:

„Zuerst wird aufgrund höchst zweifelhafter Kriterien und in der Regel plakativ verkürzter Testergebnisse eine Krise des Bildungssystems beschworen, um dann das Mantra der notwendigen Bildungsreform anzustimmen.“
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 1

Idealismus schätzen, nicht missbrauchen!

„Viele Lehrerinnen und Lehrer wählen den Beruf, weil sie Schülerinnen und Schüler beeinflussen wollen – kaum einer wählt diesen Beruf, um ein Armutsgelübde abzulegen. Wir müssen Lehrkräfte sowohl in der Gesellschaft als auch durch die Entlohnung wertschätzen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, news4teachers.de am 30. März 2019

Häppchenbildung:

„Kompetenzorientierung meint die Segmentierung der Lerninhalte in kleine Häppchen. Die sogenannten Bildungsstandards spitzen das noch zu, dort gilt nur noch das als Bildung, was standardisierten Tests zugänglich ist. Es wurde quasi gesagt: Alles, was nicht Häppchen ist, gilt ab sofort nicht mehr als Bildung. Mit Adorno würde man sagen: Hier wurde radikal Halbbildung zu Bildung umetikettiert.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

Von Englands und Frankreichs Gesamtschulerfahrungen lernen!

„Das Gegenteil dessen, was Österreichs Schulpolitik der Bevölkerung als Konsequenz eines staatlichen Gesamtschulwesens verkaufen wollte, ist in Europas traditionsreichen Gesamtschulstaaten Wirklichkeit. Das gesteht inzwischen auch die OECD ein.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 19

 


Schluss mit dem Verdrängen!

„Das Problem Aggression von Schülern gegenüber Lehrern wird noch viel zu oft tabuisiert.“
Gerhard Seier, Vorsitzender der GÖD Tirol, Tiroler Tageszeitung online am 17. März 2019 

Fatale Verengung:

„Durch diese Reduktion auf nur drei Kompetenzen geht genau das an Bildung verloren, was eigentlich das Wesen von Bildung ausmachte, nämlich die Vielfalt, die unterschiedlichsten Dimensionen des Lebens, die unterschiedlichsten Dimensionen von Kultur und Gesellschaft, die unterschiedlichsten Formen von Weltaneignung, Weltverständnis und Selbstverständnis, die immer im Fokus von Bildungskonzepten und Bildungsanstrengungen gestanden sind.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Bundeslehrertag 2019 der ÖPU Oberösterreich, 27. März 2019

Sparen auf Kosten der Jugend beenden!

„Um eine Erhöhung des Budgets für die Schulen werden wir nicht herumkommen, wenn wir die Chancen für unsere Jugend nicht verschlechtern wollen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7 

Ressourcen statt Privatisierung!

„Mehr Ressourcen, vor allem auch fürs Gymnasium, müssen endlich her, denn in vielen Ländern lautet die Alternative zu einem stiefmütterlich behandelten öffentlichen Schulwesen schlicht Privatschule.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 3

Auf die Qualität kommt es an:

„Ich halte nichts davon, das Medium in den Vordergrund zu schieben und zu sagen, der Unterricht muss jetzt digital ablaufen. Der Unterricht muss zuerst und vor allem fachlich gut sein, und wenn digitale Medien einen guten Beitrag dazu leisten können, kann man das ja machen. Ich habe nur Sorge, dass gegenwärtig im politischen Diskurs angenommen wird, der Unterricht wird grundsätzlich besser, wenn wir ihn digital gestalten. Das glaube ich nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Thein, Standard online am 2. April 2019

Auf die ersten Lebensjahre kommt es an:

„‚Von Anfang an gehen aufgrund uneinheitlicher Startbedingungen sehr viele Chancen verloren. Auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten ist dieses Defizit nur schwer auszugleichen. Wir müssten früher, in den ersten Lebensjahren und im Kindergarten, mit individuellen Fördermaßnahmen ansetzen.‘ Ob einem Kind daheim vorgelesen oder mit ihm gesprochen werde, oder Kinder nur vor Fernseher oder Computer sitzen, mache einen massiven Unterschied aus.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Rapider Anstieg:

„Österreichweit geben 24 % der Kinder Deutsch nicht als ihre Erstsprache an, was einen Anstieg dieses Anteils von 7 Prozentpunkten im Vergleich mit 2013 darstellt. Im Vergleich der Bundesländer steigt dieser Anteil in Wien mit 12 Prozentpunkten (auf 50 %) am deutlichsten.“
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2018. Mathematik, 4. Schulstufe. Bundesergebnisbericht“ (2019), S. 56

Das US-amerikanische „Gesamtschulsystem“:

„Der Stanford Soziologe Sean F. Reardon zeigt auf Basis von Millionen Leistungstests aus allen US-Schulbezirken, wie ungleich Schulbildung nach Region und ethnischer Herkunft verteilt ist. Die Studierenden der besten Schulen, die nicht zufällig im Silicon Valley und bei Boston liegen, sind den schlechtesten um sechs Jahre voraus.“
Der Standard online am 4. März 2019

„Bildungspolitik“ im Fahrwasser der OECD:

„Einigen dürfte nicht einmal bewusst sein, in welchem Fahrwasser sie sich bewegen. Das trifft auch und gerade auf Teile der Reformpädagogik oder vielmehr der unentwegten Reformer zu, die die Schulen in einem bis zur Jahrtausendwende nie gekannten Eifer mit immer neuen Kursänderungen an den Rand der Verzweiflung getrieben haben.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Durchbruch nach zwei Jahrzehnten!

„Damit findet eine seit Langem erhobene Forderung der VCL endlich Einzug ins Regelschulwesen. […] Die Erfahrungen der Schulversuche lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass ein verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertevermittlung sowie zu gegenseitiger Toleranz und Respekt bringt und eine spürbare Verbesserung des Schulklimas bewirkt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der Vereinigung Christlicher Lehrerinnen und Lehrer an den höheren Schulen (VCL), Presseaussendung vom 6. März 2019