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Medien-Zitate ab Mai 2015
(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

EU-weit Platz 3 bei der Arbeitslosigkeit:

Deutschland:
Großbritannien:
Österreich:
Dänemark
Niederlande:
Finnland:
Frankreich:
Italien:
Kroatien:
Spanien:
Griechenland
4,7 %
5,4 %
5,6 %
6,4 %
7,0 %
9,4 %
10,6 %
13,0 %
18,2 %
23,0 %
25,4 %
Eurostat, Abfrage vom 28. Mai 2015

Arbeitslosenquoten nach Bundesländern (Stand 4. Quartal 2014):

Tirol:
Vorarlberg:
Oberösterreich:
Salzburg:
Steiermark:
Burgenland:
Niederösterreich:
Kärnten:
Wien:
3,2 %
3,4 %
3,7 %
3,8 %
4,4 %
5,1 %
5,2 %
5,8 %
10,2 %
Statistik Austria (Hrsg.), „Arbeitsmarktstatistiken, 4. Quartal 2014“ (2015), Seite 12

Brennendes Interesse an unserer dualen Bildung:

„The global economic crisis has sparked renewed interest in VET in OECD countries, as those countries with strong VET systems, notably Austria and Germany, have been relatively successful in maintaining stable employment rates among young people throughout the crisis.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (Mai 2015), Seite 40

Frankreich:

„Frankreich will sich die Lehrausbildung im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit zum Vorbild nehmen.“
Kurier online am 2. April 2015

Großbritannien:

„In the UK, the government has introduced interventions designed to make apprenticeships ‘the country’s gold standard for vocational training’, with the aim of one in five of all 16–17 year-olds being in an apprenticeship by 2020.“
Eurofound (Hrsg.), „Mapping youth transitions in Europe“ (2014), Seite 64

Südkorea:

„In den letzten zwei Jahrzehnten versuchte die Regierung, Berufsschulen als eigenen Bildungszweig zu etablieren, um den Andrang zu den Hochschulen zu bremsen.“
Neue Zürcher Zeitung online am 4. Mai 2015

Auch Schweden setzt jetzt auf die duale Bildung:

„Sweden has also recently reformed its VET system, placing a greater emphasis on apprenticeships.“
Eurofound (Hrsg.), „Mapping youth transitions in Europe“ (2014), Seite 64

Österreichs Erfolgsmodell:

„Die hochwertige duale Berufsausbildung ist ein österreichisches Erfolgsmodell, das in vielen anderen Ländern hohe Anerkennung findet.“
„Der Salzburger Weg - Unsere Werte. Unsere Grundsätze. Unsere Stärke.“, beschlossen vom 38. a.o. Landeskongress der ÖVP Salzburg am 10. April 2015, Seite 31

Realitäten im Interesse der Jugend erkennen:

„In Europa sind diejenigen Regionen wirtschaftlich erfolgreich, die eine niedrige Maturanten- und Akademikerquote haben, wie etwa Bayern, Baden-Württemberg, St. Gallen und Vorarlberg – und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit haben die Länder mit den höchsten Maturanten- und Akademikerraten wie Frankreich, Spanien und Griechenland!“
Mag. Wolfgang Türtscher, Vorarlberger Landessprecher der Initiative
„Pro Gymnasium“, Presseaussendung vom 22. Mai 2015

Empirisch erwiesen:

„Das duale Berufsbildungssystem, wie es in deutschsprachigen Ländern parallel zu guten Universitäten praktiziert wird, entpuppt sich rein empirisch als das weltbeste!“
Rudolf Strahm, „Die Akademisierungsfalle“ (2014), Seite 229

„Having a strong educational system and a strong apprenticeship system“:

„Germany is renowned for its high technology, its sophisticated industries, and its productivity. Yet only 26 percent of its population aged twenty-five to thirty-four received a degree from a postsecondary institution. Germany has succeeded economically by having a strong educational system and a strong apprenticeship system.“
Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and the Danger
to America’s Public Schools“ (2013), Seite 85

Österreichs und Deutschlands besondere Stärke:

„Wir haben, anders als in den meisten Ländern der Welt und speziell in den USA, attraktive Wege in attraktive Berufe mit guten Zukunftsperspektiven – auch ohne Studium.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, SPD, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom März 2015, Seite 8

„Skills Outlook 2015“ bringt sensationelle Kehrtwende der OECD:

„Noch mehr würden wir uns aber freuen, wenn die OECD endlich offen zugeben würde, dass ihre jahrelange Fixierung auf Akademisierungsquoten als Gradmesser der Bildungsqualität und wirtschaftlichen Leistungskraft nicht nur falsch, sondern auch schädlich war, wie die Länder zeigen, die derzeit unter einer Überakademisierung und hoher Jugendarbeitslosigkeit leiden.”
Peter Meidiger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes,
www.news4teachers.de am 27. Mai 2015

OECD-weit 39 Millionen junge Menschen ohne Arbeit …

„In 2013, 18 million young adults in OECD countries were unemployed. […] When those who are not in education and not even looking for a job are added to the young unemployed, the number is more than doubled: 39 million young adults in OECD countries were neither in employment nor in education or training in 2013, the so-called NEET group.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (Mai 2015), Seite 18

Nicht „nur“ für die betroffenen Jugendlichen schlimm:

„Youth unemployment and underemployment have adverse and long-lasting consequences for both the individuals and the countries involved.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (Mai 2015), Seite 3

Jugendarbeitslosigkeit ist nur ein Teil der Wahrheit:

„Among those employed, the incidence of part-time employment has strongly risen and temporary employment is much more frequent among youth than among other working-age persons.“
Univ.-Prof. Dr. Stéphane Carcillo u. a., „NEET Youth in the Aftermath of the Crisis“ (2015), Seite 8

Staaten, die den von der OECD empfohlenen Weg gegangen sind:

„The proportion of NEETs among 15 to 29 year-olds in France has been, on average over the last decade, one of the highest in the OECD countries, after Italy, Spain and Greece.“
Univ.-Prof. Dr. Pierre Cahuc u. a., „Youth unemployment in France“ in
Univ.-Prof. Dr. Juan Dolado (Hrsg.), „No Country for Young People?“ (2015), Seite 47

Massen junger Menschen stehen auf der Straße:

„The Spanish rate of young people not in employment, education or training (as a percentage of the total population) is currently among the highest in Europe: about 18.6 % of young workers in Spain are in this situation, only surpassed by a rate of 22.2 % among Italian youngsters.“
Dr. Ignacio García Pérez u. a., „Youth unemployment in Spain“ in
Univ.-Prof. Dr. Juan Dolado (Hrsg.), „No Country for Young People?“ (2015), Seite 124

Klassische Gesamtschulstaaten Europas größte Sorgenkinder:

„In Frankreich, das neben Italien als größtes Sorgenkind in der Euro-Zone gilt, liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem Rekordwert.“
Der Standard online am 28. November 2014

„AkademikerInnen“:

„Ein Universitätsabschluss gewisser europäischer Staaten entspricht niveaumässig manchmal nicht einmal einem Berufslehre-Abschluss in der Schweiz.“
Rudolf Strahm, „Die Akademisierungsfalle“ (2014), Seite 129

Bildungsabschlüsse ohne jede Aussagekraft:

„In some OECD countries, including Canada, France, Italy, Ireland, Poland, Spain, the United Kingdom and the United States, large proportions of young adults who have upper secondary qualifications also perform (Anm.: bei PIAAC) below Level 2 in numeracy.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (Mai 2015), Seite 38

Italiens, Irlands, Spaniens und Englands unter 30-jährige AkademikerInnen haben, wie jetzt auch die OECD bestätigt, eine geringere Mathematikkompetenz als Österreichs unter 30-Jährige, deren höchster Bildungsabschluss die Sekundarstufe II ist (siehe: OECD (Hrsg.), „OECD Skills Outlook 2015“ (Mai 2015), Seite 35).

Österreich als Role Model:

„Compared with other OECD countries, the labour market performance of young workers in Austria has been relatively strong, both before and since the Great Recession.“
Univ.-Prof. Dr. Josef Zweimüller, „Labour market integration of young workers and policies against youth unemployment: The case of Austria“ in Univ.-Prof. Dr. Juan Dolado (Hrsg.), „No Country for Young People?“ (2015), Seite 15

Betroffene zu Beteiligten machen statt umgekehrt:

„Eine Schule der Zukunft kann immer nur mit den Betroffenen, niemals aber gegen sie entwickelt werden. Die Vorarlberger Landesregierung wäre daher gut beraten, den Dialog mit den Betroffenen zu suchen und ihnen nicht über die Medien die Streichung ihrer gesetzlichen Mitbestimmungsrechte auszurichten.“
Mag. Helmut Kukacka, MKV-Vorsitzender a. D., Presseaussendung vom 26. Mai 2015

Vorzugszeugnis für die LehrerInnen:

„Das wichtigste Ergebnis des Vorarlberger Forschungsprojekts ist, dass 90 % der befragten Eltern mit der Schulform, die ihre Kinder besuchen, zufrieden sind. Das ist zuerst einmal ein tolles Kompliment für die Arbeit der Vorarlberger Lehrerinnen und Lehrer an den verschiedenen Schulformen in unserem Land.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Vorarlberger Landessprecher der Initiative Pro Gymnasium,
Presseaussendung vom 22. Mai 2015

Was nicht alle können, soll niemand mehr lernen dürfen:

„Promoters of a so-called ‚inclusive education‘ frequently decry the teaching of traditional subjects as a form of social exclusion, labelling them ‚elitist‘ or ‚middle class‘. More challenging intellectually based subjects like physics and maths are often criticized by advocates of social inclusion because they were not readily accessible to every pupil.“
Univ.-Prof. Dr. Frank Furedi, „Wasted: Why Education Isn't Educating“ (2009), Seite 139

Gesamtschulstaat Schweden:

„In the most recent PISA assessment, in 2012, Sweden ranked 28 among the 34 OECD countries in mathematics, 27 in reading and 27 in science. […] No other country participating in PISA experienced a steeper decline over the past decade than Sweden.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (Mai 2015), Seite 27

Gesamtschulstaat Frankreich:

„Die Einführung der einheitlichen Mittelstufe vor 40 Jahren hat nicht dazu geführt, dass mehr Arbeiterkinder studieren. Stattdessen macht man eine weitere Reform, die das Desaster noch verschlimmert. Ich glaube, jetzt will man unsere republikanische Schultradition endgültig begraben.“
Dr. Alain Finkielkraut, Philosoph und Mitglied der Académie française, Die Zeit vom 21. Mai 2015

Leistungsschwächere geraten in Einheitsschulen an den Rand:

„In comprehensive education systems, teachers appear to provide high-expectation students with more support and caring than their low-expectation schoolmates.“
Dr. Svenja Vieluf u. a., „Who has a good relationship with the teachers?
A comparison of comprehensive education systems with education systems using between-school tracking“ in „Oxford Review of Education“ (2015), Vol. 41, No. 1, Seite 17

Hausverstand und Wissenschaft bestätigen:

„Die für den Schulerfolg notwendige Passung (sog. matching) zwischen den individuellen Lernvoraussetzungen einerseits sowie den schulischen Lern- und Leistungsanforderungen andererseits gelingt offensichtlich in homogeneren Lerngruppen besser als in stark heterogenen Begabungs- bzw. Leistungsgruppen.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Muss eine inklusive ‚Schule für alle‘ die Auflösung des gegliederten Schulsystems zur Folge haben?“ in Mathias Brodkorb u. a. (Hrsg.), „Inklusion – Ende des gegliederten Schulsystems?“ (2013), Seite 58

Hollands differenziertes Schulwesen:

„Das holländische Schulsystem ist dem klassisch gegliederten, deutschen System der Grund-, Haupt-, Realschule und der Gymnasien ähnlich. Jedoch gehen rund zwei Drittel der Schüler auf private Schulen.“
boersenblatt.net am 29. April 2015

Niederlande:

„Vermutlich ist das Tracking in den Niederlanden am stärksten von allen ausgewählten Ländern ausgeprägt, mehr als in Deutschland und Österreich und auch stärker als im Vereinigten Königreich als sonstiger Spitzenreiter.“
Dr. Lorenz Lassnigg u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“ in Statistik Austria (Hrsg.), „Schlüsselkompetenzen von Erwachsenen – Vertiefende Analysen der PIAAC-Erhebung 2001/12“ (Oktober 2014), Seite 62

Dem Vorarlberger Landeshauptmann und seiner Bildungslandesrätin ins Stammbuch geschrieben:

„Für uns ist das Gymnasium kein Auslaufmodell.“
Dr. Reinhold Lopatka, Klubobmann der ÖVP, Kleine Zeitung online am 10. April 2015

Die nächste großspurige Ankündigung:

„2016 soll auch der Startschuss für die große Schulbau-Offensive werden, wo wir in großem Ausmaß ganztägige Schulen mit verschränktem Unterricht starten wollen.“
Bundeskanzler Werner Faymann, „Österreich“ online am 2. Mai 2015

Investitionen in Milliardenhöhe:

„Mindestens achtzig Prozent der 6000 Schulen in Österreich sind völlig ungeeignet für einen Ganztagsbetrieb. Da müsste man massiv investieren, damit das möglich wird und jeder Lehrer auch einen Arbeitsplatz erhält.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier vom 25. April 2015

Nachweis für Leistungsförderung und Kompensation sozialer Benachteiligung fehlt:

„Auch wenn im Rahmen der Forschung zu ganztägiger Bildung und Betreuung in den vergangenen Jahren eine Reihe von Arbeiten vorgelegt wurden, steht der empirische Nachweis für den Beitrag von Ganztagsschule hinsichtlich der zentralen Zieldimensionen Leistungsförderung und Kompensation sozialer Benachteiligung bislang aus.“
Aktionsrat Bildung (Hrsg.), „Zwischenbilanz Ganztagsgrundschulen:
Betreuung oder Rhythmisierung?“ (2013), Seite 58

Arbeitsmarktkonformität statt Persönlichkeitsentfaltung:

„Die Ganztagsschule mag zwar dabei helfen, arbeitsmarktkonforme Menschen mit ebensolchen Kompetenzen zu produzieren und die Väter und Mütter eben diesem Arbeitsmarkt nicht ganz so lange zu entziehen. Ob sie aber auch bei der Herausbildung einer selbständigen und kritischen Persönlichkeit hilft, indem sie Freiheit auf ein paar Stunden am Wochenende reduziert, die nicht unter Aufsicht verbracht werden müssen, ist mehr als fraglich.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier u. a., „Generation Ego –
Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert“ (2013), Seite 193f

Von wegen Leistungssteigerung:

„Ein/e Schüler/in, der/die in eine Schule mit Nachmittagsbetreuung geht, erreicht eine um rund 16 Punkte schlechtere Leistung in Mathematik, als ein/e Schüler/in mit der gleichen Merkmalskombination, der/die jedoch eine Schule ohne Nachmittagsbetreuung besucht.“
Mag. Dr. Christoph Helm u. a., „Effekte der NMS-Konzeptmerkmale auf die fachlichen Schülerleistungen“ in Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Eder u. a., „Evaluation der Neuen Mittelschule (NMS). Befunde aus den Anfangskohorten.“ (März 2015), Seite 294

Der Bundeskanzler dürfte den von der Unterrichtsministerin in Auftrag gegebenen NMS-Evaluierungsbericht noch nicht gelesen haben.

Verpflichtende Ganztagsschule führt zu den schwächsten Ergebnissen:

„Ist die Schule als gebundene Ganztagsschule organisiert, entwickeln sich die Schüler/innen in Mathematik – wie auch in Deutsch – schlechter als in offenen ganztägigen Schulen.“
Österreichisches Institut für Familienforschung (Hrsg.),
„Betreuung, Bildung und Erziehung im Kindesalter“ (Februar 2015), Seite 49

Wahlfreiheit statt Zwang!

„Die SPÖ akzeptiert nur den über den ganzen Tag verteilten Unterricht, also eine verschränkte Ganztagsschule. Das bedeutet, dass die Schüler von Montag bis Freitag ganztägig in die Schule gehen. Mein Zugang hingegen ist, dass das die Eltern vor Ort entscheiden sollen. Das bevorzugte Modell der Eltern ist die nicht verschränkte Form.“
Mag. Doris Hummer, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, Kurier online am 10. Mai 2015

Gegen staatliche Bevormundung:

„Die Politik sollte einem Bedarf nachkommen und sich nicht so leichtfertig herausnehmen, Eltern zu bevormunden.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse online am 30. August 2013

Brandsteidls „richtige Strategie“:

„Die richtige Strategie ist aber ohnehin die Ganztagsschule. Für alle, Montag bis Freitag von acht bis 16 Uhr, mit Betreuungsmöglichkeit bis 18 Uhr. Das ist meine Idealvorstellung und der große Gedanke hinter sozialdemokratischer Schulpolitik.“
Dr. Susanne Brandsteidl, amtsführende Präsidentin des Wiener Stadtschulrats,
Die Presse online am 31. August 2014

Wie wahr!

„Jeder behauptet etwas über Kinder, was ihm in den Kram passt. Jede Theorie findet eine gläubige Anhängerschaft – und jede Theorie (und sei sie noch so verquer) kommt garantiert einmal wieder.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), Seite 10f

Erinnerungen an die erfolgreiche Revolte der Hamburger Bevölkerung gegen Einheitsschulen werden wach:

„Am Tag nach der Ankündigung Mennels (Anm.: Dr. Bernadette Mennel, Bildungslandesrätin Vorarlbergs), ganz Vorarlberg zur Gesamtschulmodellregion machen zu wollen, sprachen sich mehr als 60 % der Befragten in einer Umfrage der Vorarlberger Nachrichten gegen dieses Vorhaben aus.“
Mag. Matthias Hofer, Mediensprecher der AHS-Gewerkschaft, https://hofermatthias.wordpress.com am 23. Mai 2015

Politischer Selbstmord:

„Sollte daran gedacht sein, ganz Vorarlberg zur Modellregion (für eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen) zu machen, wird das jede Landesregierung - unabhängig von ihrer Zusammensetzung - politisch nicht überleben.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der ÖABB-Lehrer Vorarlbergs,
Vorarlberger Kirchenblatt vom 21. Mai 2015

Frankreichs „Collège inique“:

„Die Einheitsschule war in Frankreich Mitte der siebziger Jahre durch die Schaffung des Collège unique bis zur 9. Klasse verlängert worden. Das Gymnasium beginnt heute im Gegensatz zu Deutschland oder der Schweiz erst mit der 10. Klasse. Das Ziel davon ist Chancengleichheit, doch die sozialen und schulischen Ungleichheiten werden nur noch verstärkt, wie vor einiger Zeit sogar der Haut conseil de l'éducation einräumte.“
Neue Zürcher Zeitung online am 8. Mai 2015

Auch England zeigt, was staatliche Einheitsschulen in Wirklichkeit bedeuten:

„Dieses Land wird von einem Club der Bildungsprivilegierten dominiert. Sieben von zehn Spitzenbeamten und sechs von zehn Wirtschaftsführenden haben Privatschulen besucht, obwohl die britischen Privatschulen nur 7 % aller Schüler unterrichten. So eine Entwicklung ist weit entfernt von der immer wieder zitierten ‚Chancengerechtigkeit‘ und wäre schlichtweg eine Katastrophe.“
Mag. Michaela Germann, Vorsitzende der ÖPU Vorarlberg, Presseaussendung vom 25. Mai 2015

Gesamtschulstaat Schweden:

„Student performance on the Programme for International Student Assessment (PISA) has declined dramatically, from near the OECD average in 2000 to significantly below the average in 2012. No other country participating in PISA saw a steeper decline than Sweden over that period.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (Mai 2015), Seite 7

Schwedens PISA-Ergebnisse:

„The share of 15-year-old students in Sweden who do not reach the baseline level of mathematics proficiency increased from 17 % to 27 % between 2003 and 2012, above the OECD average of 23 %.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (Mai 2015), Seite 28

In Österreich betrug dieser Anteil im Jahr 2003 ebenso wie im Jahr 2012 19 Prozent.

Österreichs Gesamtschule:

„Es gibt längst eine Gesamtschule - sie heißt Volksschule, wird von allen Kindern zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr besucht. Und sie erreicht ihr Bildungsziel erwiesenermaßen nicht.“
Conrad Seidl, Der Standard online am 11. Mai 2015

Sozial Schwache profitieren vom differenzierten Schulwesen am meisten:

„In education systems with between-school tracking, but not in comprehensive education systems, the quality of student–teacher relations was higher in schools with a disadvantaged social composition.“
Dr. Svenja Vieluf u. a., „Who has a good relationship with the teachers? A comparison of
comprehensive education systems with education systems using between-school tracking“
in „Oxford Review of Education“ (2015), Vol. 41, No. 1, Seite 3

Kinder statt Ideologie in den Mittelpunkt der Schulpolitik stellen:

„Es geht darum, Kindern die richtigen Schulen für ihre Stärken anzubieten, die Kinder gut auf ihrem Bildungsweg zu begleiten, und da ist es für mich unerlässlich, auch die gymnasiale Form anzubieten.“
Mag. Barbara Schwarz, Bildungslandesrätin Niederösterreichs, Videobotschaft an die niederösterreichische Abschlussveranstaltung zum „Tag des Gymnasiums 2014“ am 18. November 2014

Einheitsschulpolitik der rot-grünen Koalition in Baden-Württemberg am Ende?

„Jetzt hat Ministerpräsident Kretschmann (Anm.: der von den Grünen gestellte Regierungschef Winfried Kretschmann) ein Machtwort gesprochen: Am Gymnasium werde nicht gerüttelt, so ließ er wissen.“
news4teachers.de am 4. Mai 2015

Singapur:

„In Singapore, when school ends, other lessons start — expensive tuition lessons that parents pay for privately!“
Univ.-Prof. Dr. Andy Hargreaves, Today online am 9. Juli 2013

Hongkong (Stand 2011/12):

„53.8% of Grade 9 students and 71.8% of Grade 12 students were receiving private supplementary tutoring.“
Univ.-Prof. Dr. Mark Bray u. a., „Regulating Private Tutoring for Public Good“ (2014), Executive Summary

In Macao bekommen Nachhilfe in … (Stand 2007):  


Primarstufe:
Sekundarstufe I:
Sekundarstufe II:
Mathematik
 50,2 %
55,1 %
67,4 %
Englisch
53,2 %
48,3 %
27,9 %
Univ.-Prof. Dr. Mark Bray u. a., „Regulating Private Tutoring for Public Good“ (2014), Seite 18

Indien (Stand 2012):

„73.0 % of children aged 6-14 in rural West Bengal were receiving tutoring.“
Univ.-Prof. Dr. Mark Bray u. a., „Regulating Private Tutoring for Public Good“ (2014), Executive Summary

Japan:

„Yano Research Institute, based in Tokyo, estimated that during the 2012 fiscal year, the private preparatory school market in Japan was valued at $9.2 billion, with private instruction growing in particular.“
New York Times online am 10. August 2014

Nachhilfeunterricht „big business“ bei den PISA-Siegern:

„Private tuition is big business in Singapore and other high-performing East Asian countries like South Korea and Japan.“
Dr. Ng Pak Tee, National Institute of Education Singapur, Today online am 9. Juli 2013

Südkorea:

„Ein erfolgreicher Hakwon-Lehrer ist eine Berühmtheit in Korea und verdient das Mehrfache eines Schullehrers.“
Neue Zürcher Zeitung online am 4. Mai 2015

Hongkong:

„The estimated burden of tutoring costs per child reached between 20.3 % and 30.5 % for households with estimated incomes between HK$ 4,000 and HK $5,999.“
Univ.-Prof. Dr. Mark Bray, „Benefits and Tensions of Shadow Education“ in
„Journal of International and Comparative Education“ (2013), Vol. 2, Issue 1, Seite 22

Das Schicksal der PISA-Siegerstaaten:

„Zahlen der Vereinten Nationen belegen, dass einige asiatische Länder – besonders die reichsten, modernsten Staaten – inzwischen die wenigsten Neugeborenen weltweit zu verbuchen haben. Wachstum und Wohlstand steigen, die Babys bleiben aus.“
Die Welt online am 30. Juni 2013

43 % der Bildungskosten entfallen in Taiwan auf Nachhilfeinstitute:

„The Ministry of Education reported that, from June 2007, 43 % of this industry is cram schools, and in the past ten years, the number of cram schools has increased fivefold.“
Dr. Jeng Liu, „Does cram schooling matter? Who goes to cram schools? Evidence from Taiwan“ in
„International Journal of Educational Development“, 32 (2012), Seite 47

In Österreich sind es laut aktueller Arbeiterkammerstudie etwa 1 %.

Englands Gesamtschulen Schulen für die breite Masse:

„Studien zeigen immer wieder, dass das Land von einem Club der Bildungsprivilegierten dominiert wird. So haben sieben von zehn Spitzenbeamten und sechs von zehn Wirtschaftsführern in Großbritannien Privatschulen besucht, obwohl diese nur rund 7 Prozent aller Schüler unterrichten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 26. April 2015

Das staatliche Gesamtschulwesen Englands und seine Auswirkung auf die Gesellschaft:

„Earnings and educational attainment differentials have moved sharply over time in favour of privately educated versus state educated individuals.“
Univ.-Prof. Dr. Francis Green u. a., „The changing economic advantage
from private schools“ (2010), Seite 15

In Schweden findet eine Massenabwanderung ins Privatschulwesen statt:

„At the compulsory level, the proportion of students attending independent schools has grown from about 0.9 % to 10 % between 1990 and 2008. At the upper secondary level, the share has increased from 1.5 % to 20 % during the same period.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education – Sweden“ (2011), Seite 27

USA als warnendes Beispiel:

„Längst haben inzwischen große Privatunternehmen das Schulwesen für sich erschlossen und finanzieren sogenannte Charter Schools, die als Wirtschaftsunternehmen geführt werden und den finanziell ausgehungerten öffentlichen Schulen Konkurrenz machen.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU, Leserbrief an die Presse vom 5. März 2015

Nachhaltiger Schaden durch Privatisierung des US-amerikanischen Schulwesens:

„The public schools, an essential element in our democracy for many generations, have suffered damage that may be irreparable.“
Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and
the Danger to America’s Public Schools“ (2013), Seite 179

„A normal phenomenon in a mature democracy?“

„Considering that OECD countries encourage private payments to public education and even track them through official statistics, are private contributions to public education a normal phenomenon in a mature democracy?“
Dr. Stephen Heyneman, Vorwort zu Elmina Kazimzade u. a., „Drawing the line“ (2010), Seite 7

„Wer kann, rennt weg“:

„In den USA gehen nur noch arme Kinder in öffentliche Schulen. Wer kann, rennt weg.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Ringvorlesung anlässlich des Jahres der Bildung 2015
der Evangelischen Kirchen, Wien am 25. März 2015
(zitiert nach „epd für Österreich“, Nr. 14 vom 1. April 2015, Seite 10

Die Mittelschicht zahlt die Zeche:

„Der Niedergang der Mittelschicht in den USA hat viel mit dem Niedergang der öffentlichen Schulen zu tun.“
Süddeutsche Zeitung online am 20. Jänner 2015

Was auch uns droht, wenn die Schulpolitik unser öffentlich finanziertes Schulwesen weiter demontiert:

„Immer weniger Kinder in New York City gehen in den Kindergarten oder die Vorschule, weil den Eltern schlicht das Geld dafür fehlt. Je nach Stadtteil und Art der Schule (privat oder öffentlich) kostet der Besuch einer Pre-K-Schule zwischen 10.000 und 40.000 Dollar pro Jahr.“
www.blog.wiwo.de am 5. Dezember 2013

Eltern greifen notfalls tief in ihre Tasche:

„Parents are prepared to pay substantial amounts of money to get their children educated in better performing schools.“
Sandra E. Black u. a., „Housing Valuations of School Performance“ (2010), Abstract

VolksschülerInnen, die die Unterrichtssprache nicht als Umgangssprache sprechen (Schuljahr 2013/14):

„In Wien sind Bezirke zu finden, in denen mehr als die Hälfte der Volksschulkinder im Alltag überwiegend eine andere Sprache als Deutsch spricht. Die höchsten Anteile weisen dabei Volksschulen im 5. Wiener Gemeindebezirk auf (88,5 %), gefolgt vom 20. (80,9 %), 15. (79,8 %) und 16. Bezirk (79,6 %).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2013/14 –
Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2015), Seite 26

60 % Zuwachs innerhalb von vier Jahren:

„Laut Bildungsministerium gab es 2010/11 rund 17.000 außerordentliche Schüler. Zu Beginn des Schuljahres 2014/15 waren es rund 27.000, also um gleich 10.000 mehr als vor vier Jahren.“
Der Standard vom 29. April 2015

Anteil der 15- bis 34-jährigen MigrantInnen der zweiten Generation, von denen zumindest ein Elternteil aus einem wirtschaftlich hochentwickelten OECD-Staat eingewandert ist (Stand 2008):

Schweiz: 66 %
Schweden: 52 %
OECD-Mittelwert: 41 %
Deutschland: 32 %
Österreich: 10 %
OECD (Hrsg.), „Settling In - OECD Indicators of Immigrant Integration 2012“ (2012), Seite 37

In Schweden sprechen weniger SchülerInnen zu Hause nicht die Unterrichtssprache als in Österreich, aber …

„The 8.4 % of the Swedish students who are immigrants and speak another language than Swedish at home seem to be particularly disadvantaged.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (Mai 2015), Seite 81

„Überkochende Wut junger Migranten in Schweden“:

„In Gebäuden seien Feuer gelegt worden. Im Einwandererbezirk Rinkeby wurde die Feuerwehr beim Löschen angesteckter Autos von hunderten zumeist jugendlichen Menschen umringt.“
Die Welt online am 24. Mai 2013

Hohes Gefahrenpotenzial:

„Wenn das Integrationstempo nicht stimmt, kann das zu Konflikten führen.“
Bilkay Öney, Integrationsministerin Baden-Württembergs, SPD, Die Welt online am 30. April 2015

Eine Gesellschaft, die zu zerbrechen droht:

„Ein wachsender Teil gerade der Einwanderer-Nachkommen strebt nicht mehr in die Gesellschaft hinein, sondern verharrt außerhalb in Parallelgesellschaften. Im günstigsten Fall mit emotionsloser Nichtachtung. Im schlimmsten Fall mit aggressiver Distanz und Feindschaft.“
Heinz Buschkowsky, Bürgermeister von Berlin-Neukölln a. D., SPD, www.kath.net am 17. März 2015

Mit der eigenen Mutter sprechen von den bei PISA 2012 getesteten 15-Jährigen meistens nicht in der Unterrichtssprache in ...

Finnland: 2,9 %
Österreich: 22,7 %
PISA 2012-Datenbank, EC07Q01, Abfrage vom 19. Mai 2015

Finnlands wenige SchülerInnen mit Migrationshintergrund bleiben weit zurück:

„In Finland, there are large differences in reading performance between students without an immigrant background and first- and second-generation immigrant students.“
OECD (Hrsg.), „Quality Matters in Early Childhood Education and Care: Finland“ (2012), Seite 59

Schweden zieht die Konsequenzen:

„Sweden has already introduced several measures to support integration of immigrant students. For immigrant students, reception classes and Swedish language provision are offered.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (Mai 2015), Seite 81

Eltern-Kind-Pass erweitern:

„Eltern sollen verpflichtet werden, für ihre Kinder mit drei oder vier Jahren eine Sprachstandsfeststellung und eine Entwicklungsstandsfeststellung durchführen zu lassen. Wenn das Kind die entsprechenden Fertigkeiten nicht besitzt, dann muss es Förderungen in Anspruch nehmen.“
StS Mag. Dr. Harald Mahrer, Salzburger Nachrichten vom 12. November 2014

Nicht einmal Minimalstandard erreichen von den 15-Jährigen, die aus dem sozial schwächsten Bevölkerungsfünftel kommen (Stand PISA 2012):


Österreich:
Frankrech:
Mathematik
 9 %
15 %
Lesen
22 %
25 %
Naturwiss.
5 %
10 %
Quelle: „Education for All Global Monitoring Report“-Datenbank, Abfrage vom 17. Mai 2015

Frankreich:

„Fast jedes dritte Kind aus einer unterprivilegierten Familie muss repetieren. In der Regel aus unteren Schichten stammen auch die 150 000 Jugendlichen, die Jahr für Jahr ohne Abschluss aus dem Schulsystem ausscheiden.“
Neue Zürcher Zeitung online am 28. Februar 2015

Frankreichs Schulen für die sozioökonomische Elite:

„The student body of the elite schools themselves is always as remote from the global population profile as it was fifty years ago, with about 80 % of high SES children in the most prestigious elite schools…“
Univ.-Prof. Dr. Marie Duru-Bellat, „Access to Higher Education: the French case“ (Jänner 2015), Seite 16

Collège unique gescheitert:

„Das Collège schafft es nicht nur nicht, die sozial begründeten schulischen Ungleichheiten zu verringern, sondern es hat eher die Tendenz, diese noch zu verstärken.“
Haut Conseil de l‘ Education, übersetzt von und zitiert nach Univ.-Prof. Dr. Christine Delory-Momberger, „Der Umgang mit Diversität als ein fundamentales Problem der französischen Schule“ in Univ.-Prof. Dr. Carla Schelle u. a., „Schule und Unterricht in Frankreich“ (2012), Seite 17f

Die beiden OECD-Staaten, in denen der finanzielle Background den Schulerfolg mit Abstand am meisten entscheidet:

1. Frankreich
2. Korea
Dr. Raphaela Schlicht-Schmälzle u. a., „Logics of Educational Stratification:
A Cross-National Map of Educational Inequality“ (2012), Seite 7

Sozial Schwache sind die Opfer:

„On observe une forte corrélation entre les performances scolaires et le milieu social des élèves : les élèves en difficulté sont très majoritairement issus des milieux défavorisés.“
Haut Conseil de l’Education (Hrsg.), „Le collège“ (2010), Seite 10

Die fünf OECD-Staaten, in denen ein Migrationshintergrund die Gefahr, zum leistungsschwächsten Viertel zu gehören, am meisten erhöht (PISA 2012; Mathematik):

1. Mexiko
2. Finnland
3. Dänemark
4. Belgien
5. Frankreich
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Sweden: An OECD Perspective“ (Mai 2015), Seite 80

Nicht einmal den Minimalstandard erreichen von den 15-Jährigen, die zu Hause nicht die Unterrichtssprache sprechen (PISA 2012):


Österreich:
Dänemark:
Finnland:
Norwegen
Schqeden:: 
Island:
Frankrech:
Mathematik
 11 %
11 %
15 %
16 %
19 %
20 %
21 %
Lesen
31 %
29 %
31 %
29 %
39 %
50 %
34 %
Naturwiss.
7 %
12 %
12 %
14 %
17 %
23 %
14 %
Quelle: „Education for All Global Monitoring Report“-Datenbank, Abfrage vom 17. Mai 2015

Frankreichs Gesamtschule segregiert und senkt das Niveau:

„Seit langem weisen Bildungsexperten warnend darauf hin, dass diese Mittelstufe zwischen der Primarschule und dem Gymnasium wesentlich zur sozialen Segregation der französischen Gesellschaft und zu einem sinkenden Ausbildungsniveau beitrage.“
Neue Zürcher Zeitung online am 8. Mai 2015

„Paradies der sozialen Prädestination“:

„Laut der Erziehungswissenschafterin Christine Delory-Momberger ist Frankreich geradezu ein Paradies der sozialen Prädestination geworden und hat die republikanische Schule kläglich versagt.“
Neue Zürcher Zeitung online am 28. Februar 2015

Bildung im europäischen Verständnis:

„Wir haben in Europa eine breite Tradition des Humanismus, eine ganze Reihe von Denkern und Erziehern, die Wege zur Vermenschlichung des Menschen aufgezeigt haben. Und darum sollte es immer noch gehen, um die Persönlichkeitsentfaltung möglichst vieler, möglichst aller jungen Menschen aufgrund der Anlagen, die sie mitbringen und die es zu wecken gilt.“
Dr. Leopold Federmair, Schriftsteller, Der Standard online am 16. Mai 2015

China als Vorbild?

„Wer unsere Kleinen so erziehen will, wie chinesische Kindern erzogen werden, darf sich nicht wundern, wenn sie dann auch leben werden, wie chinesische Erwachsene leben.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), Seite 178

Mehr als ein Schmiermittel:

„In einer gemeinwohlorientierten Wirtschaft ist die Bildung des Einzelnen nicht einfach ein taugliches Schmiermittel, um das System zum Vorteil einiger Weniger am Laufen zu halten.“
Prof. Dr. Jochen Krautz, Festvortrag am Philologentag Niedersachsens am 2. Dezember 2012

Die Ökonomisierung wurde fatalerweise zum Gärtner der Bildung gemacht:

„Die vorgeblich durch Zwänge der Wirtschaft erforderliche Ökonomisierung der Bildung ist der falsche Weg. Indizien belegen, dass eben sie die Schäden verursacht, die man beklagt.“
Eberhard von Kuenheim, ehemaliger BMW-Manager, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13. April 2011

Der Eigenwert der Bildung und die Einzigartigkeit des Menschen werden übersehen:

„Today, policy makers think of education solely in terms of its secondary purpose. They speak of children as future global competitors. They sometimes refer of children in rather ugly terms as ‘human assets’, forgetting that they are unique people and they are not fungible.“
Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement and
the Danger to America’s Public Schools“ (2013), Seite 237

Radikalisierung:

„Was wir heute erleben, ist eine Radikalisierung, eine Intensivierung dieses gesellschaftlichen Zugriffs auf die Nachkommenschaft im Zeichen des neoliberalen Umbaus der Gesellschaft.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Bernd Hackl, „Dimensionen - die Welt der Wissenschaft“, OE 1 am 23. April 2013

„Menschenmesserideologie“:

„Es geht mittlerweile nicht mehr nur darum, dass die Schulen sich fast vollständig im Würgegriff von Testinstitutionen befinden. Es geht längst um die ganz grundsätzliche Frage, ob wir tatsächlich alles Menschliche für vermess- und standardisierbar halten.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, heise.de am 13. Juni 2013

Geschäftemacherei auf Kosten der Jugend:

„Am Fortkommen der Jugendlichen sind PISA und OECD gar nicht interessiert, sondern nur an den bunten Balken ihrer Statistiken.“
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres 2004, Die Presse vom 28. November 2013

Bildung nach der OECD-Pfeife:

„Die Bildung wird heute systematisch den Interessen der Wirtschaft untergeordnet. Den Menschen wird vermittelt, dass es dazu keine Alternative gibt. Die Wirtschaft ist alles, das Individuum ist nichts, heißt es, und wer das Spiel der Wirtschaft nicht mitspielt, der bleibt auf der Strecke.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, Jugendforscher, jugendkultur.at, Download am 18. Mai 2015

Der Widerstand wächst:

„In den USA boykottieren zunehmend Eltern die Tests. […] Experten fordern einen Teststopp an unseren Schulen, um über Sinn und Unsinn von Schulleistungstests öffentlich zu diskutieren.“
Univ.-Prof. Dr. Georg Lind, www.nachdenkseiten.de am 6. Mai 2015

Normierung statt Individualität:

„Die Einführung von Mindeststandards normt die Schüler. Das bringt zwar eine Objektivierung und eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit sich, bedeutet aber auch, dass das gleiche Raster über alle Schüler drübergelegt wird. Auf Stärken, Neigungen und Interessen wird keine Rücksicht mehr genommen.“
Der Standard online am 8. Mai 2015

Niveauverlust:

„Mittelfristig würden sich die Schulen daher darauf konzentrieren, was für die positive Absolvierung der Matura ausreichend sei. ‚Deshalb wird in Summe das Niveau sinken.‘“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 13. Mai 2015

„Das letzte Wort ist nicht gesprochen“:

„Eine sinnvollere Gestaltung der schriftlichen Mathematikmatura wäre bestimmt eine teilzentrale Reifeprüfung. […] Die Matura des Jahres 2015 wird nicht die letzte in der langen Geschichte der österreichischen Schule sein.“
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres 2004, Die Presse online am 28. März 2015

„Kompetenz“ statt Wissen:

„Die neue Reifeprüfung, die heuer erstmals für alle Maturanten an Gymnasien verpflichtend ist, ist kompetenzorientiert und lässt der Beschäftigung mit Literatur relativ wenig Raum. Nur noch eine von sechs Maturaufgaben in Deutsch kommt aus dem Bereich Literatur, und bei dieser Aufgabe ist kein literaturgeschichtliches Wissen notwendig.“
Die Presse online am 18. März 2015

Deutsch im Korsett:

„Das gedankliche und formale Korsett, das die Themenstellung den Kandidatinnen und Kandidaten anlegt, ist generell zu eng, zu starr, zu künstlich.“
HR Mag. Dr. Christian Schacherreiter, Direktor des Peuerbach-Gymnasiums in Linz,
Der Standard online am 12. Mai 2015

„Geistige Zwangsjacke“:

„Einheitstexte für zentrale Prüfungen sind eine geistige Zwangsjacke. Sie laufen auf eine intellektuelle Verarmung hinaus, der man den Kampf ansagen muss.“
Mag. Dr. Kurt Scholz, SSR-Präsident a. D., Die Presse online am 20. Oktober 2014

Auf dem Altar der Zentralmatura geopfert:

„Dieses Prüfungsformat mit seinem engen Wörterkorridor und scheinbarer Textsortenreinheit widerspricht allem, wofür Literatur steht.“
Mag. Ludwig Laher, IG Autorinnen Autoren, Der Standard online am 6. Mai 2015

Es fehlt an Verständnis:

„Was Literatur könne, sei den Leuten, die die neue Matura planten, kein Anliegen. Auseinandersetzung mit Literatur werde zurückgedrängt, weil man Leserbriefe, offene Briefe, Empfehlung, Zusammenfassung, Erörterung, und Kommentar behandeln müsse.“
Mag. Wolfgang Krisai, Lehrer am Gymnasium Perchtoldsdorf,
Salzburger Nachrichten online am 20. Februar 2015

Bildungsabbau:

„In 20 Jahren denkt man bei ,Faust‘ vielleicht nicht mehr an Goethe.“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied des ZA-AHS, ÖPU, Kurier online am 1. Oktober 2014

Niemand wird schuld sein wollen:

„Wie so oft wird niemand die Verantwortung für die Flurschäden einer Reform übernehmen, die eine sicher nicht problemfreie Tradition gründlich zerstört, ohne an deren Stelle etwas zweifelsfrei Besseres setzen zu können.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Die Furche vom 15. April 2015

„In den Schulen braucht es mehr“:

„Es braucht anständige Arbeitsplätze, mehr Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen und eine Entlastung bei der Bürokratie, damit Lehrerinnen und Lehrer den Kopf und das Herz frei haben für den Unterricht.“
Michael Chalupka, Vorsitzender des Evangelischen Schulwerkes A. B. Wien,
Kronenzeitung vom 18. April 2015

Das Dilemma von Eltern:

„‚Eltern fühlen sich heute mehr unter Druck. Sie wollen aber unbedingt, dass es ihrem Kind besser geht. Deshalb bekommen Kinder immer mehr.‘ Das mache sie aber nicht lern- und leistungsbereit.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, ORF online am 9. März 2015

Familien stärken:

„Kinder in Familien mit wenig Unterstützung haben häufiger ein ‚schwieriges Temperament‘. […] Rund um den Globus geht es Kinder dort am besten, wo sie in einem reichhaltigen sozialen Netz aufwachsen.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), Seite 127

„Significant educational advantages”:

„A great deal of research on family structure has found significant educational advantages of children in intact families compared to their counterparts in single-parent families or stepfamilies.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers, „Quality and Inequality of Education:
Cross-National Perspectives“ (2010), Seite 121

„Von entscheidender Bedeutung für das Glück“:

„Dass funktionierende, stabile Beziehungen, die auch eine gelegentliche Enttäuschung überstehen, von entscheidender Bedeutung für das Glück der Erwachsenen wie für das Glück der Kinder sind, das könnte im öffentlichen Diskurs eine stärkere Rolle spielen.“
Die Welt online am 7. April 2015

Laissez-faire gescheitert:

„Dass nicht jegliche Art gewährter Freiheiten zu einer positiven Entwicklung der Kinder beiträgt, sondern dass im Gegenteil elterliche Lenkung und Konsequenz in der Erziehung ein wesentlicher Baustein entwicklungsförderlicher Erziehung darstellt, hat vor allem die Erziehungsstilforschung deutlich gemacht.“
Allensbach (Hrsg.), „Was Eltern wollen“ (März 2015), Seite 21

More than love and devotion:

„Children deserve more than our love and devotion. They deserve to be taught how to fend for themselves and eventually contribute to society. [...] When your children realize you are serious about them, they will get serious about them too.“
Dr. Wendy Mogel, „The Blessing of a Skinned Knee“ (2008), Seite 141

Eltern prägen ihre Kinder:

„Langzeitstudien bestätigen einen starken Zusammenhang zwischen der regelmäßigen Beschäftigung von Eltern und Kindern mit Lernaktivitäten zu Hause und der geistigen und sozialen Entwicklung von Kindern. Dieses Engagement und die Unterstützung der Eltern wirken sich in der frühen Kindheit am stärksten aus, aber auch in der Adoleszenz haben sie noch eine signifikante Auswirkung auf Bildungsleistung und Schreib- und Lesekompetenz.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), Seite 113

„Was für ein Aberwitz“:

„Da werden die Kinder zu Frühförderungen in Deutsch, Türkisch oder Russisch, manche in Chinesisch oder sonst was angehalten, und gleichzeitig entdecken etwa die Kinderärzte in einer Untersuchung der Krankenkassen und der Ärztekammer in Hannover 2010, dass 37 Prozent – ich wiederhole: 37 Prozent – der Kinder unter fünf Jahren noch nie – ich wiederhole: noch nie – vorgelesen wurde.“
Wolfgang Bergmann, „Lasst eure Kinder in Ruhe!
Gegen den Förderwahn in der Erziehung“ (2011), Seite 50

Erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kinder erfahren von früher Jugend an durch ihre Familie, ob Lernen, zur Schule gehen, sich anstrengen, fleißig und strebsam und zugleich kooperativ zu sein, etwas Schönes oder etwas Negatives ist.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ (2011), Seite 178f

Gemeinsame Verantwortung:

„Man wird letztlich nicht auf das Prinzip Verantwortung verzichten können. Eltern – ob Migranten oder eingeborene Österreicher – müssen begreifen, dass sie für die Schulkarriere ihrer Kinder mitverantwortlich sind.“
Dr. Hans Winkler, stv. Chefredakteur der Kleinen Zeitung a. D., Die Presse vom 7. April 2015

Die zehn EU-Staaten, in denen die meisten Unter-35-Jährigen, die in den letzten drei Jahren ein Studium abgeschlossen haben, keinen Arbeitsplatz haben (Stand 2014):

Griechenland:
Italien:
Spanien:
Zypern:
Kroatien:
Portugal:
Rumänien:
Slowenien:
Bulgarien:
Slowakei:
Zum Vergleich:
EU-Mitteöwert:
Österreich:
Deutschland
55,0 %
50,4 %
34,1 %
33,1 %
30,1 %
29,7 %
28,6 %
27,9 %
26,5 %
26,2 %

21,8 %
13,2 %
7,6 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 7. Mai 2015

Fatale Fixierung:

„Die Fixierung auf die Akademikerquote ist fatal, denn die Stärke der österreichischen Wirtschaft liegt im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe. Die brauchen eher Facharbeiter und FH-Ingenieure als Uniabsolventen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Bildungswissenschaftler, Kurier online am 14. März 2015

Eine Frage der Qualität:

„Unabdingbar verknüpft mit der Diskussion um Quoten ist die Qualitätsfrage. Kann das Gymnasium sein Niveau, seine Qualität halten, wenn es statt von 30 Prozent in der Zukunft von 50 Prozent oder mehr eines Altersjahrgangs besucht wird?“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes,
„Zwischen Qualität und Quantität – wird das Gymnasium zum Opfer des eigenen Erfolgs?“
in „Aspekte gymnasialer Bildung“ (2012), Seite 22

Kompetent, aber ahnungslos:

„Was nützt ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, wenn der zunächst glückliche Abiturient, wenn die glückliche Abiturientin beim Beginn der Studiums erfahren muss, wie viele Kenntnisse fehlen bzw. erst in mühseligen und strapaziösen Intensivkursen nachgelernt werden muss, was früher selbstverständlich war.“
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Wünschel, „Profil“ (Zeitung des dphv) 3/2013, Seite 27

Gefährliche Akademisierung:

„Der bildungspolitische Fokus auf weiter steigende Akademisierungsquoten übersieht die damit verbundene Erosionsgefahr für das duale System der Berufsbildung, dem bis heute eine hohe ökonomische und soziale Bedeutung zukommt.“
Univ.-Prof. Dr. Hartmut Hirsch-Kreinsen,
„Wie viel akademische Bildung brauchen wir zukünftig?“ (November 2013), Seite 6

Was Österreich und Deutschland eint:

„Wir haben, anders als in den meisten Ländern der Welt und speziell in den USA, attraktive Wege in attraktive Berufe mit guten Zukunftsperspektiven – auch ohne Studium.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, bildung-wissen.eu am 14. April 2015

Verbrechen an der Jugend:

„Das Beispiel der südeuropäischen Länder zeigt, welche persönlichen Enttäuschungen und ökonomischen Verwerfungen eine ohne Rücksicht auf fachliches Niveau und gesellschaftlichen Bedarf vorangetriebene Akademisierung mit sich bringen kann.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 24. Mai 2013

Hohe Maturantenquote ist kein Indikator wirtschaftlichen Wohlstands:

„Dort, wo man in Europa die niedrigsten Abiturientenquoten hat, hat man zugleich die besten Wirtschaftsdaten. Längst weiß man auch, dass Bayern und Sachsen sowie (noch!) Baden-Württemberg bei wissenschaftlichen Schulleistungsvergleichen regelmäßig mit Abstand am besten abschneiden.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „Helikopter-Eltern“ (2013), Seite 198

Europaweit findet nur mehr eine Minderheit der AkademikerInnen einen Arbeitsplatz, der ein Studium voraussetzt:

„There has been an increase in the proportion of university graduates taking up jobs that require only upper secondary education – for example, from 38 % in 2001 to 53 % in 2009 in Europe.“
Eurofound (Hrsg.), „Mapping youth transitions in Europe“ (2014), Seite 34

Des einen Leid, des anderen Freud:

„Natürlich sind hohe Akademikerquoten eine feine Sache – für die globalisierten Unternehmen. Die suchen sich aus dem jetzt vorbildlich akademisierten Pool an Bewerbern die besten Kräfte heraus – je mehr Bewerber und je weiter spezialisiert, desto besser.“
Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar (2014), S. 134

Mutter-Kind-Beziehung prägt:

„One of the most important and consistent predictors of child cognitive and social development was the quality of the mother-child interactions. The more sensitive, responsive, attentive, and cognitively stimulating the mother was during observed interactions, the better the children’s outcomes.“
NICHD (Hrsg.), „Study of Early Child Care and Youth Development“ (2012), Seite 23

Mutterliebe:

„Eine verlässliche und liebevolle Mutter-Kind-Bindung ist eine wesentliche Quelle für das Entstehen eines stabilen Ich.“
Dr. Albert Wunsch, Erziehungswissenschaftler, Freie Welt online am 17. Dezember 2013

Das Kind in den Mittelpunkt!

„Ob Kinder glücklich aufwachsen oder nicht, interessiert die Wissenschaft oder Wirtschaft nur am Rande, auch weil es sich schlecht messen lässt. Sehr gut messen lassen sich aber mehr Punkte bei internationalen Vergleichstests wie PISA, IHLU-Lesestudie oder TIMSS-Mathematikstudie.“
Rainer Stadler, „Vater Mutter Staat – Das Märchen vom Segen der Ganztagsbetreuung“ (2014), Seite 51

Unter 179 bewerteten Staaten belegen im „2015 Mothers Index“ – er misst „the maternal well-being (i.e. maternal health, children’s well-being, educational status, economic status and political status)“ – landen auf den ersten fünf Plätzen:

1. Norwegen
2. Finnland
3. Island
4. Dänemark
5. Schweden
Save the Children (Hrsg.), „The Urban Disadvantage –
State of the World’s Mothers 2015“ (2015), Seite 60

Den 5. Geburtstag erleben nicht in ... (Angabe in Promille):

Island:
Finnland:
Norwegen:
Schweden:
Dänemark:
Österreich:
2,1
2,6
2,8
3,0
3,5
3,9
Save the Children (Hrsg.), „The Urban Disadvantage –
State of the World’s Mothers 2015“ (2015), Seite 60

Sozialpolitisch könnte Österreich von Europas hohem Norden noch lernen.

Den 5. Geburtstag erleben nicht in ... (Angabe in Promille):

Prag:
Stockholm:
Oslo:
Lissabonn:
Helsinki:
Berlin:
Kopenhagen:
Brüssel:
Bratislava:
Wien:
1,7
1,8
2,0
2,4
2,5
2,5
2,6
2,6
3,1
5,8
Save the Children (Hrsg.), „The Urban Disadvantage –
State of the World’s Mothers 2015“ (2015), Seite 45

Wien verliert in immer mehr Belangen den Anschluss. Der Bürgermeister hätte andere Aufgaben als Bashing gegen die LehrerInnen.

Österreichs Familienpolitik ins Stammbuch geschrieben:

„Moderne Frauen nehmen sehr wohl die Option Mutterschaft wahr, wenn die Umstände es zulassen – skandinavische Frauen zeigen das seit vielen Jahren.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), Seite 149

Bildet Banden!

„Vielleicht haben wir wirklich zu lange die Banker, die Macher und Manager bejubelt, anstatt Tagesmütter, Erzieherinnen, Großmütter, Eltern und, ja: auch Kinder zu feiern. Vielleicht ist es an der Zeit, dass alle, die für Kinder sorgen, etwas lauter werden. Bildet Banden!“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), Seite 157

Anteil der Menschen, die von schwerer wohnungsbezogener Deprivation betroffen sind (Stand: 2013):  



Finnland:
Niederlande:
Island:
Norwegen:
Schweden:
Österreich: 
Dänemark:
Haushalte ohne
abhängige Kinder:
0,8 %
0,9 %
1,2 %
1,2 %
1,3 %
1,8 %
2,5 %
Haushalte mit
abhängigen Kindern:
0,7 %
0,8 %
3,9 %
1,4 %
1,6 %
6,1 %
2,7 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 8. Mai 2015

Anteil der Menschen, die in überbelegten Wohnungen leben (Stand: 2013):



Niederlande:
Island:
Norwegen:
Finnland:
Österreich:
Dänemark: 
Schweden:
Haushalte ohne
abhängige Kinder:
2,7 %
5,5 %
5,6 %
7,6 %
7,8 %
8,2 %
10,6 %
Haushalte mit
abhängigen Kindern:
2,5 %
11,5 %
6,2 %
6,2 %
22,3 %
10,6 %
11,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 8. Mai 2015

In Österreich sind Kinder „Kostenfaktoren“ und „Armutsfallen“:

„Während in früheren Zeiten Kinder einen finanziellen Sicherheitsfaktor darstellten, sind rein finanzielle Überlegungen auf individueller Basis heutzutage ein massives Argument gegen Kinder.“
Österreichisches Institut für Familienforschung (Hrsg.),
„Familien- und kinderfreundliches Österreich?“ (Oktober 2014), Seite 50

Kindergarten erreicht viele sozial Schwache nicht:

„The gap in pre-primary attendance rates between socio-economically advantaged and disadvantaged pupils is growing.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus“, Nr. 40, Juni 2014, Seite 1

Die „andere Armut“:

„Der Verdacht, dass es neben dem Mangel an Geld eine ‚andere Armut‘ gibt, die meine Großeltern nicht kannten, die aber das Leben für manche Menschen heute sehr schwer macht, ist nicht neu. Dabei geht es um die fehlende Fähigkeit zur Selbstorganisation, um mangelnde Kenntnisse über gesunde Ernährung, um Suchtprobleme, um Ratlosigkeit in der Kindererziehung, um die Fehlnutzung von Medien, um eine generelle Hoffnungslosigkeit.“
Dr. Susanne Gaschke, Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel a. D., SPD, Die Welt online am 7. April 2015

Auf das Elternhaus kommt es an:

„Einerseits gibt es viele Kinder in Brennpunkten, die in die Schule kommen, ohne jemals ein Buch in der Hand gehabt zu haben – denn heute gibt es ja nicht mal mehr ein Telefonbuch in jedem Haushalt. […] Andererseits gibt es immer mehr bildungsorientierte Eltern, denen bewusst ist, wie wichtig das Lesen als Schlüsselqualifikation ist und die ihre Kinder besonders früh an Bücher gewöhnen.“
Kirsten Boie, Kinderbuchautorin, Die Presse online am 13. Mai 2014

Austria is an outlier:

„While indicators show that the Netherlands provide the best housing situation for children in the EU15, Austria is an outlier with both overcrowding rate and housing deprivation rate exceeding the EU15-average.“
MMag. Dr. Rainer Eppel u. a., „New Social Risks Affecting Children“ (2011), Seite 44

In Kinder investieren:

„Wir haben Raubbau betrieben. Wir haben immer nur das Investitionsklima für die Wirtschaft im Auge gehabt. Und nicht das Klima dort, wo Kinder geboren und großgezogen werden.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), Seite 144

Jugendliche erkennen den Wert der Familie:

„Während in den Jahren 2000 und 1990 noch jeweils knapp 70 Prozent die Familie als einen sehr wichtigen Lebensbereich definierten, waren es 2011 bereits 82 Prozent.“
Institut für Jugendkulturforschung, „Bericht zur Jugend-Wertestudie 2011“
(Februar 2012), Seite 30

Ohne Familien geht es nicht:

„Die Familien sind nun einmal die Einheiten, die fast unhintergehbar über das Schicksal von Kindern entscheiden. Ohne sie geht es nicht.“
Dr. Susanne Gaschke, Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel a. D., SPD, Die Welt online am 7. April 2015

„Gänzlich unvorstellbar“:

„Natürlich ist auch im Bildungsressort ein intelligentes Sparen gefordert. Es ist aber gänzlich unvorstellbar, dass ein Dienstgeber einseitig Änderungen im arbeitsrechtlichen Bereich verfügt. Das bewährte System der Sozialpartnerschaft darf auch hier nicht über Bord geworfen werden.“
NR-Abg. Brigitte Jank, Bildungssprecherin der ÖVP, Presseaussendung vom 5. Mai 2015

Beweis sattsam gelungen:

„Dass Herr Häupl mit Intellektualität vom Schicksal nicht gerade verwöhnt wurde, hat er durch seine gleichermaßen peinlichen wie anmaßenden Sager der letzten Zeit sattsam bewiesen.“
Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der Bildungsplattform Leistung & Vielfalt (www.bildungsplattform.or.at),
Leserbrief an einige österreichische Qualitätszeitungen vom 17. April 2015

Einladung an Häupl & Co:

„‚Da soll mir die individuelle Betreuung einer vorhüpfen.‘ Inklusive Vorbereitung, Testkorrekturen etc. kämen Pädagogen damit nicht auf zwei Stunden, sondern auf fünf Stunden Mehrarbeit pro Woche.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Kurier vom 24. April 2015

„Ungeheuerlich“:

„Das ist ungeheuerlich. Dieser Stil, Einsparungen an die Menschen heranzutragen, ist mehr als diskreditierend.“
Fritz Neugebauer, GÖD-Vorsitzender, Kurier online am 18. April 2015

LehrerInnen sollen Ganztagsschule finanzieren:

„Es führe kein Weg daran vorbei, dass die Lehrer künftig zwei Stunden mehr pro Woche in der Klasse seien. ‚Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir endlich in hoher Zahl ganztägige Schulformen mit verschränktem Unterricht anbieten können.‘“
Bundeskanzler Werner Faymann, „Österreich“ online am 2. Mai 2015

BM Heinisch-Hosek unterstützt Kanzler Faymann:

„‚Es ist zumutbar, zwei Stunden länger bei den Kindern zu sein‘, betonte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Samstag im ORF-Radiojournal.“
Die Presse online am 2. Mai 2015

Verdrängt BM Heinisch-Hosek ihre Zeit als Lehrerin?

„Wie Sie als ehemalige Lehrerin wissen, sind zwei Stunden zusätzlicher Unterricht unter anderem verbunden mit der Übernahme einer zusätzlichen Klasse und damit nicht mit mehr, sondern mit weniger Zeit für die einzelnen Schülerinnen und Schüler.“
Offener Brief von 23 DirektorInnen an höheren Schulen Vorarlbergs
an BM Heinisch-Hosek vom 29. April 2015

„Das ist nicht sozialdemokratisch“:

„Zwei Stunden mehr Unterrichtszeit ist nicht die Bildungsreform, die wir brauchen. Wer bei Lehrern spart, spart bei Zukunftschancen der Kinder.“
Erich Foglar, ÖGB-Vorsitzender, Rathausplatz am 1. Mai 2015

Auf dem Weg zum Kuriositätenstadl?

„Wenn diese Regierung für Bildung weniger Geld ausgeben will, dann soll sie es, bitte, ehrlich sagen! Irgendein Kuriospolitiker der jüngeren Vergangenheit (war es Grasser?) sagte einmal sinngemäß: Ein mittelmäßiges Schulwesen genügt.“
HR Mag. Dr. Christian Schacherreiter, Direktor des Peuerbach-Gymnasiums in Linz, Oberösterreichische Nachrichten vom 22. April 2015

Zumindest durchschnittliche Ressourcen fürs österreichische Schulwesen!

„Statt weitere Sparmaßnahmen auf Kosten unseres Schulwesens medial kolportieren zu lassen, fordern wir die Regierung auf, dem österreichischen Schulwesen schnellstmöglich zumindest den Anteil am Brutto-Inlandsprodukt zur Verfügung zu stellen, der dem OECD-Mittel entspricht. Das würde eine etwa zehnprozentige Erhöhung der den Schulen zur Verfügung stehenden Ressourcen bedeuten.“
Bundes-Schulgemeinschaftausschuss (B-SGA), offener Brief an Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner vom 17. April 2015

Investitionen in das Schulwesen als Anteil am BIP (Stand 2011):

Norwegen: 4,9 %
Island: 4,9 %
Dänemark: 4,4 %
Finnland: 4,1 %
Schweden: 3,9 %
OECD-Mittel: 3,9 %
Österreich: 3,6 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014 – OECD Indicators“ (2014), Table B2.2.

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bildungswissenschaft

Aktuelle Zitate

 

 

 

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019