Wie lässt sich all das in einen einzigen Tag packen – ohne dabei sich selbst zu verlieren?
Sehr oft werde ich gefragt, wie ich mein Arbeitspensum bewältige – schließlich hat auch mein Tag nur 24 Stunden, und neben meinen Tätigkeiten in der Personalvertretung und der ÖPU ist es mir ein großes Anliegen, noch (zumindest eine Klasse) zu unterrichten. Dazu möchte ich vorwegschicken: Ich arbeite wirklich gerne, all meine Aufgaben machen mir (fast immer) Freude und ich verfüge über ein sehr gutes Zeitmanagement. Ich versuche alle Zeitfenster gut zu nutzen und meine zahlreichen Zugfahrten zu meinem Mann nach München und retour sind dank des guten WLANs der Westbahn intensive Arbeitszeiten. Es gibt immer viel zu tun, und oft wird es stressig, wenn alles gleichzeitig anfällt.
Gerade wenn mir alles zu viel wird, sind kleine Auszeiten für mich besonders wichtig: Eine Sporteinheit, ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft, Arbeit im Garten oder ein paar Stunden ganz allein am Berg – im Sommer mit den Wanderschuhen, im Winter mit den Tourenski – sind für mich sowohl Regenerations- als auch Inspirationsquelle. Immer komme ich mit neuen Ideen, Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme oder gelungenen Formulierungen zurück. Danach geht mir die Arbeit wieder viel leichter von der Hand.
Auch abends vor dem Schlafengehen habe ich ein Ritual: Ich stelle mir drei Fragen: Was ist mir heute gelungen? Wofür bin ich dankbar? Und wie habe ich heute einen anderen Menschen glücklich gemacht? Mit diesen positiven Gedanken beschließe ich meinen Tag in Demut und Dankbarkeit – und mit großer Zuversicht. Denn bei all den großen, nicht zu lösenden Problemen dieser Welt kann ich doch meine kleine Welt ein kleines Stück besser machen
