Bei allem Neuen: Verlieren wir die Freude am Unterrichten nicht aus den Augen.
Wenn mit Beginn dieses Schuljahres einige Neuerungen auf uns zukommen (vom Kopftuchverbot über die Suspendierungsbegleitung bis hin zur Entscheidung über die konkrete Umsetzung des neuen Fachs „Medien und Demokratie“), ist es verständlich, wenn diese Veränderungen bei manchen von uns für Unsicherheit sorgen und man mit einem gewissen Unbehagen auf das heurige Schuljahr blickt.
Gerade in Zeiten des Wandels sollten wir aber eines nicht aus den Augen verlieren: unsere Freude am Unterrichten und an den vielen kleinen und großen Momenten, die unseren Schulalltag ausmachen. Denn bei allen Herausforderungen ist Schule weit mehr als neue Vorgaben, organisatorische Fragen und bildungspolitische Entscheidungen. Schule bedeutet Begegnung, Beziehung, gemeinsames Lernen – und immer wieder auch Erfolgserlebnisse, die uns zeigen, warum wir diesen Beruf gewählt haben.
Vielleicht nehmen wir uns deshalb für dieses Schuljahr etwas ganz Einfaches vor: Im Konferenzzimmer nicht nur über das zu raunzen, was nicht funktioniert, sondern auch über das zu sprechen, was gelungen ist. Über die Schülerin, der plötzlich der Knopf aufgegangen ist. Über den Schüler, der bei einem Referat über sich hinausgewachsen ist. Über eine besonders schöne Unterrichtsstunde, ein gelungenes Projekt, ein lustiges Erlebnis oder einen Moment, der uns zum Lächeln gebracht hat. Davon gibt es im Laufe eines Schuljahres mehr, als wir manchmal wahrnehmen. Wir müssen sie nur sehen – und uns auch die Zeit nehmen, darüber zu reden.
Vertrauen wir daher auf unsere eigenen Stärken, auf unsere Erfahrung und auf das, was wir als Lehrerinnen und Lehrer jeden Tag leisten. Begegnen wir den Herausforderungen mit Zuversicht, bewahren wir unseren Optimismus und verlieren wir bei allem, was neu und ungewohnt ist, nicht die Freude an unserem Beruf!
