Sommerschule versus Sommersprachschule
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Sommerschule versus Sommersprachschule

Unter diesem Titel hat die Bildungsplattform Leistung und Vielfalt (1) in dieser Woche einen Appell an die politisch Verantwortlichen gerichtet.

Die derzeit diskutierte verpflichtende Sommerschule zur Behebung von Sprachdefiziten dürfe nicht auf Kosten der bereits bestehenden Sommerschule eingeführt werden.

Bildungsminister Wiederkehr will das Hauptaugenmerk seiner verpflichtenden Variante der Sommerschule auf die Deutschförderung richten. Die Bildungsplattform fordert neben dem Ausbau der bereits bestehenden freiwilligen Sommerschule eine Finanzierung der angedachten verpflichtenden Sommersprachschule aus Mitteln des Integrationsbudgets.

Jene, die dafür im Integrationsbudget derzeit keine Ressourcen sehen, erinnere ich an meinen Vorschlag einer bildungspolitischen Ziel-1-Region. (2) Denn aus meiner Sicht können die Integrationsaufgaben unseres Landes nicht mehr von Österreich allein gestemmt werden. Es bedarf dafür einer Unterstützung durch die EU, die mit ihren migrationspolitischen Versäumnissen maßgeblich zu Österreichs Problemen beigetragen hat. Die Sommersprachschule wäre mit diesen Mitteln finanzierbar, ohne die bestehende Sommerschule mit ihrer ganz anderen Zielsetzung zu verdrängen.

  1. Siehe https://www.bildungsplattform.at/.
  2. „Österreich als integrationspolitische Ziel-1-Region“, editorial in der Ausgabe 1-25 der Zeitung der AHS-Gewerkschaft

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